Caroline Preuss bringt Selbstständigen bei, auf Instagram sichtbar zu werden. Ihre Angebote reichen vom kostenlosen Webinar bis zu einem Programm, für das auf keiner Seite ein Preis steht.
Ich habe ihr kostenloses Reel-Starter-Paket heruntergeladen und ausgewertet, was danach in meinem Postfach landete. Auf dieser Seite findest Du meinen vollständigen Erfahrungsbericht und weißt am Ende, ob Caroline zu Dir und Deiner (besonderen) Situation passt oder nicht.
Über welches ihrer Angebote grübelst Du gerade?
- "Planbar Sichtbar", ihr 12-Monats-Programm für 1.999 € netto, mit dem Du Instagram in Deinen Verkaufskanal Nummer eins verwandeln sollst?
- "ErfolgsKurs" für 4.999 € netto, in dem Du Dein eigenes digitales Produkt von der Idee bis zur Technik aufbauen sollst?
- "Souverän Skaliert", ihr teuerstes Programm, für das auf keiner Seite ein Preis steht — nur „ein 5-stelliges Investment”?
- Oder ihr kostenloses Webinar, über das Du gerade gestolpert bist und bei dem Du überlegst, ob der Einstieg in ihre Welt etwas für Dich ist?
Bevor Du Dich für eines ihrer Programme entscheidest, willst Du wissen, was darin steckt und was am Ende wirklich abgebucht wird.
Dann bist Du hier richtig. Ich habe ihre Preise zusammengetragen, ihre E-Mail-Strecke vollständig mitgelesen und ihre Werbeanzeigen im Archiv von Meta nachgeschlagen.
Aber eine Sache vorweg: Dieser Artikel ist für Menschen gedacht, die ernsthaft ein Online-Business aufbauen wollen und sich fragen, ob Caroline Preuss die richtige Lehrerin dafür ist. Wenn Du gerade nach "schnell viel Geld über Instagram" suchst, wirst Du hier nicht fündig. Weder bei mir, noch bei ihr selbst.
Ich selbst bin seit 2008 im Online-Geschäft und lebe seit 2016 zu 100 % davon.
Ich erstelle und verkaufe selbst digitale Infoprodukte wie Online-Kurse, also im Kern das, was Caroline Preuss lehrt.
Also wenn Du magst, dann kannst Du auch von mir lernen, wie Du einen gefragten Online-Kurs erstellst und langfristig gewinnbringend verkaufst (ohne tausende von Euros zu bezahlen). Durchlaufe dazu einfach meine kostenfreie E-Mail-Serie.
ALSO… ich bin kein Außenstehender, der sie von oben herab beurteilt, sondern jemand, der in derselben Welt lebt und arbeitet.
Und jetzt kommt der Teil, den Du in keinem anderen Text über sie lesen wirst.
Was ich getan habe und was ich ausdrücklich nicht getan habe
Fangen wir mit dem an, was ich nicht getan habe, weil das für Deine Einordnung wichtiger ist:
Ich habe kein Programm von Caroline Preuss gekauft.
Ich habe es auch nicht vor, und ich sage Dir warum: Ich müsste dafür rund 2.000 € netto für ein Instagram-Programm ausgeben, dessen Thema nicht mein Geschäftsmodell ist.
Das wäre keine Recherche, das wäre Geldverbrennen!
Ich war also nie in ihrem Mitgliederbereich. Ich kann Dir nicht sagen, wie gut die Videos gemacht sind, ob die versprochenen Vorlagen taugen oder wie schnell der Support antwortet.
Wo ich darüber etwas sage, stützt es sich auf die Aussagen von Kundinnen und ich sage jedes Mal dazu, dass es deren Aussagen sind.
Was ich getan habe:
- Ich habe ihr kostenloses "Reel Starter-Paket" heruntergeladen und bin damit in ihre E-Mail-Sequenz gerutscht. Zwölf E-Mails in neun Tagen, elf davon habe ich ausgewertet. Das ist der Teil dieses Berichts, den es sonst nirgends gibt.
- Ihre AGB vollständig gelesen. Alle 16 Paragrafen, Version 1.14, Stand 18.04.2025. Dort steht das meiste von dem, was auf den Verkaufsseiten fehlt.
- Alle 23 negativen Trustpilot-Bewertungen gelesen, inklusive der Antworten ihres Unternehmens und die Kritikpunkte zu Mustern sortiert.
- Die positiven Bewertungen automatisiert auf Textähnlichkeit geprüft, um zu sehen, ob dieselben Formulierungen mehrfach auftauchen.
- Das offizielle Verzeichnis der Staatlichen Zentralstelle für Fernunterricht durchgesehen.
- Die Meta-Werbebibliothek ausgewertet — Metas öffentliches Werbearchiv, in dem EU-Anzeigen mit Laufzeit und Anzeigentext einsehbar sind.
- Und die Beschreibungstexte ihres Podcasts im offiziellen RSS-Feed gegen ihre Verkaufsseiten gehalten. Das war mit Abstand der ergiebigste Teil und Du wirst gleich sehen, warum.
Das ist also KEINE Produktbewertung. Es ist eine Prüfung dessen, was rund um das Produkt behauptet wird und genau daran scheitern Kaufentscheidungen in dieser Branche häufiger als am Produkt selbst.
Wo ich Vermutungen anstelle, sage ich das klar dazu und wo ich etwas nicht überprüfen konnte, schreibe ich das hin, statt es zu behaupten.
Warum ich diesen Bericht überhaupt schreibe, obwohl ich nicht gekauft habe: In § 9 ihrer AGB steht, dass sie 30 % Provision pro vermitteltem Kauf zahlt, bei einer Cookie-Laufzeit von 180 Tagen. Das sind rund 600 € für ein vermitteltes "Planbar Sichtbar" und rund 1.500 € für einen vermittelten "ErfolgsKurs".
Wer im Netz über Caroline Preuss schreibt, verdient in aller Regel an ihr. Ich verdiene nichts an ihr. Kein Affiliate-Link in diesem Text, keine Provision, keine Absprache.
Das ist nicht Edelmut, das ist der Grund, warum dieser Text existiert: Auf Seite 1 der Google-Suche zu ihrem Namen steht derzeit kein einziger unabhängiger redaktioneller Beitrag.
Die drei Erfahrungsberichte, die dort ranken, stammen alle aus 2023, sind durchweg positiv und verdienen über ihr Partnerprogramm mit — erkennbar an Partner-IDs wie ?ref=293 in den Kauflinks.
Los geht’s.
Wer ist Caroline Preuss überhaupt? (und wie alt ist sie?)
Bevor ich Dir von meinen Beobachtungen berichte, lass mich kurz erklären, wer sie eigentlich ist. Das ist wichtiger, als es zunächst klingt.
Zum Alter, weil das die mit Abstand häufigste Frage in Googles "Ähnliche Fragen"-Box zu ihr ist: Ein offizielles Geburtsdatum kommuniziert sie nicht.
Aus drei ihrer eigenen Angaben lässt es sich aber einkreisen.
- Business Insider schrieb am 16.09.2024, sie sei "29 Jahre alt" — das ist der Stand von September 2024.
- Ihre eigene Timeline nennt für 2014 "19 Jahre jung" und für Ende 2018 "im Alter von 23 Jahren".
Das ergibt Jahrgang 1994 oder 1995 — sie ist heute Anfang 30.
Ihr Werdegang läuft in vier erkennbaren Phasen:
- DIY und Pinterest (etwa 2015–2018)
- Frauen-Empowerment (2018–2019, der Podcast hieß damals "Go for it! Der Business Podcast für Frauen mit Vision")
- Skalierung und Team (2019–2025)
- Seit 2026 „KI-first” und Verschlankung.
Zur letzten Phase gleich mehr, dort wird es interessant.
Über die dritte Phase schreibt sie rückblickend: "2019 habe ich richtig Gas gegeben. Aus der Idee wurden mehrere GmbHs. Aus mir allein wurde ein Team. 12 Festangestellte, dazu über 15 Freelancer, ein Büro, Strukturen, Prozesse, Meetings über Meetings."
Als aktuellen Stand nennt dieselbe Seite "derzeit 11 topqualifizierte Mitarbeiterinnen in Festanstellung und 10+ Freelancer".
- Heute firmiert das Geschäft als Preuss Consulting GmbH, Pfalzburger Straße 72 A in Berlin, mit Caroline Preuß und Selina Nadine Dünkel als Geschäftsführerinnen. Bis Juni 2022 hieß dieselbe Gesellschaft "CP – Erfolgskonzept GmbH".
- Ihr Podcast, "Der Online Business Podcast mit Caroline Preuss", hat 558 Folgen und steht bei Apple Podcasts bei 4,7 Sternen aus 586 Bewertungen.
- Auf Instagram (@carolinepreussde) hat sie nach Drittanbieter-Schätzung rund 68.000 Follower.
Ein Punkt, den ich ihr zugutehalte, bevor die Kritik kommt: Sie hat ihr Unternehmen tatsächlich aufgebaut. Keine geliehene Geschichte, keine erfundene Vita. Über zehn Jahre, mit Angestellten, Büro und Handelsregistereintrag. Das ist seltener, als man denkt.
Kleiner Hinweis am Rande, weil viele danach suchen: Es gibt mehrere Personen dieses Namens. Die HNO-Ärztin Caroline Preuss in Köln, eine Heilpraktikerin, eine Schauspielerin und ein Optikergeschäft haben mit der Online-Marketerin nichts zu tun.
Wenn Du nach ihr suchst, kombiniere den Namen immer mit "Planbar Sichtbar" oder "Online Business". 🙂
Ihre drei Programme: Planbar Sichtbar, ErfolgsKurs, Souverän Skaliert
Ihre Produktarchitektur ist sauber gestuft, und sie etikettiert sie auf ihrer eigenen Angebotsseite selbst so:
Programm | Ihr eigenes Etikett | Verspricht |
|---|---|---|
Planbar Sichtbar | SICHTBARKEIT | "Erfahre wie Du Deine Expertise online sichtbar machst und Instagram in deinen Verkaufskanal #1 verwandelst." |
Erfolgskurs | UMSATZ | "Von der Idee bis zur technischen Umsetzung: Plane, erstelle & vermarkte dein skalierbares Online-Produkt." |
Souverän Skaliert | WACHSTUM | "Kreiere konstante Monatsumsätze durch automatisierte Funnel." |
Merk Dir diese Tabelle. Sie wird gleich wichtig. 🙂

Ihre eigene Angebotsübersicht ordnet die Programme zu: Planbar Sichtbar ist SICHTBARKEIT, der doppelt so teure ErfolgsKurs ist UMSATZ. Screenshot von carolinepreuss.de/angebote/, 10.09.2026.
Das große Versprechen — was auf der Verkaufsseite von Planbar Sichtbar steht
Bevor man beurteilen kann, ob jemand sein Versprechen hält, muss man das Versprechen kennen.
Der Seitentitel von "Planbar Sichtbar" lautet wörtlich: "Planbar Sichtbar – Das 12-Monats Online-Programm für deine ersten Umsätze auf Instagram."
Und im Fließtext derselben Seite: "Das einzige Programm, das du brauchst, um mit Instagram planbar KundInnen zu gewinnen."
Und hier setzt mein erster kritischer Gedanke an, noch bevor es um Inhalte geht.
Auf ihrer Angebotsübersicht ist "Planbar Sichtbar" ausdrücklich das Sichtbarkeits-Produkt. "Umsatz" ist dort dem doppelt so teuren ErfolgsKurs zugewiesen.
Auf der Verkaufsseite verspricht dasselbe Programm dann aber im Titel schon "deine ersten Umsätze" und nennt sich "das einzige Programm, das du brauchst".
Das ist kein Detail. Wer Planbar Sichtbar kauft, kauft laut ihrer eigenen Produktarchitektur die Vorstufe, laut Verkaufsseite aber das Ergebnis.
Fair muss man sagen: Planbar Sichtbar enthält durchaus Verkaufsinhalte, das Curriculum nennt "Smart Selling: Verkauf mit Posts & DMs" und einen "Social Selling Guide".
Was es nicht enthält, ist die Erstellung des Produkts, das Du verkaufen sollst — das ist explizit ErfolgsKurs.
Für jemanden ohne fertiges Angebot ist Planbar Sichtbar also strukturell unvollständig. Das ist die präzise Formulierung.
Der Widerspruch, über den niemand spricht: ihr eigener Instagram-Account
Jetzt der Teil, auf den Du wahrscheinlich gewartet hast.
Auf der Verkaufsseite von "Planbar Sichtbar" — also der Seite, die Dir Instagram-Sichtbarkeit verkauft — steht wörtlich Folgendes: "Hi, ich bin Caroline. Seit 10+ Jahren baue ich Onlineunternehmen auf und habe über Instagram mehr als 10 Mio. € Umsatz erzielt. Trotzdem hat mein eigenes Team Anfang des Jahres meinen Instagram-Account für tot erklärt. Dabei haben wir produziert wie verrückt: sieben Posts pro Woche, eigene Abteilung, voller Redaktionsplan. Und unten kam nichts an."

Auf der Verkaufsseite von Planbar Sichtbar: „Trotzdem hat mein eigenes Team Anfang des Jahres meinen Instagram-Account für tot erklärt." Screenshot von carolinepreuss.de/planbar-sichtbar-angebot/, 10.09.2026.
Lies das noch einmal.
Die Frau, die Dir für 1.999 € netto beibringt, wie Du über Instagram planbar Kundinnen gewinnst, schreibt auf der Verkaufsseite dieses Programms, dass ihr eigener Account trotz eigener Content-Abteilung und sieben Posts pro Woche nicht mehr funktioniert hat.
Ihre eigene Gegenüberstellungs-Grafik auf derselben Seite ist noch deutlicher:
"Früher" | "Heute" |
|---|---|
5-köpfiges Content Team | 3 Posts pro Woche KI Superagent aus Claude + Notion |
ca. 8.000 € pro Monat | 1 Nachmittag für 4 Wochen Content |
Reichweiteneinbruch | Virale Reels |
6 Monate rote Zahlen im Reporting |
2.000+ neue Follower in 30 Tagen |

Ihre eigene Gegenüberstellung auf derselben Seite: „Reichweiteneinbruch" und „6 Monate rote Zahlen im Reporting" stehen unter „Früher". Screenshot von carolinepreuss.de/planbar-sichtbar-angebot/, 10.09.2026.
Und ihre Podcast-Folge vom 03.08.2026 heißt: "Mein Instagram Account war tot. So hab ich ihn in 30 Tagen zurückgeholt."
Jetzt könnte man sagen: Das ist doch ehrlich! Sie gibt es offen zu, hat eine Lösung gefunden und verkauft jetzt die neue Methode.
Stimmt.
Und genau deshalb bewerte ich es differenziert.
Der Punkt ist ein anderer, und er betrifft vor allem Altkundinnen: Wer Planbar Sichtbar 2024 oder 2025 gekauft hat, hat die Strategie gekauft, die sie heute selbst als gescheitert beschreibt.
Das neue KI-System ist auf der Verkaufsseite als "NEU" ausgewiesen. Der Zugang endet aber laut § 6 Abs. 8 ihrer AGB nach 12 Monaten, und die Verlängerung kostet extra.
Für die Altkundin heißt das im ungünstigen Fall: Sie hat für die alte Methode bezahlt, ihr Zugang ist abgelaufen, und die aktualisierte Methode gibt es gegen erneute Zahlung.
Ich sage ausdrücklich nicht, dass das so gewollt ist. Ich sage: Das ist die Konsequenz aus zeitlich begrenztem Zugang plus einer Methode, die sich grundlegend geändert hat. Und die solltest Du kennen, bevor Du unterschreibst.
Ein zweiter Widerspruch aus derselben Ecke: Auf der Verkaufsseite steht "habe über Instagram mehr als 10 Mio. € Umsatz erzielt". Auf ihrer Über-uns-Seite steht „Über 10 Millionen Euro Gesamtumsatz” seit 2016.
Es ist dieselbe Zahl.
Der "über Instagram erzielte Umsatz" ist also im Wesentlichen der Gesamtumsatz ihres Unternehmens und ihr Unternehmen verkauft Kurse darüber, wie man auf Instagram Umsatz macht.
Sie verschweigt das nicht, aber die Formulierung legt auf einer Instagram-Verkaufsseite eine andere Lesart nahe, als die Zahl hergibt.
Exakt dasselbe Muster habe ich in meinem Erfahrungsbericht über Ralf Schmitz beschrieben: Der Umsatz stammt nicht aus der gelehrten Methode, sondern aus dem Verkauf der Methode.
Was die Meta-Werbebibliothek zeigt
Hier wird es konkret nachprüfbar, und zwar von Dir, in fünf Minuten.
Die Meta-Werbebibliothek ist Metas öffentliches Werbearchiv. Für Anzeigen in der EU ist Meta nach Artikel 39 der Digital-Services-Verordnung verpflichtet, sie mit Anzeigentext und Laufzeit noch ein Jahr nach der letzten Ausspielung einsehbar zu halten — kostenlos, ohne Login, für jeden.
Ältere Anzeigen werden gelöscht; nur Wahl- und Politikwerbung wird sieben Jahre archiviert.
Ich habe dort nach carolinepreuss.de gesucht, Land Deutschland, alle Anzeigen.
Ergebnis: rund 200 Treffer mit Laufzeiten von Juni 2025 bis heute, unterbrochen von einer Werbepause zwischen Mitte April und Ende Juli 2026.

Die Meta-Werbebibliothek listet zur Domain carolinepreuss.de rund 200 Anzeigen für Deutschland. Jede trägt eine Bibliotheks-ID und ist ohne Login nachprüfbar. Screenshot vom 10.09.2026.
Weiter zurück reicht die Datenbank nicht — Juni 2025 ist der Rand des Archivfensters, nicht der Beginn ihrer Werbung. Eine Auswahl, jeweils mit Bibliotheks-ID zum Selbstnachprüfen:
Laufzeit | Bibliotheks-ID | Auszug aus dem Anzeigentext |
|---|---|---|
10.06.2025 – 01.12.2025 | 1407114320407868 | "Mit 10 verkaufsstarken Reel-Ideen direkt aus dem 200.000 €+ Instagram-Playbook der Preuss Consulting GmbH" |
02.02.2026 – 01.04.2026 | 4201431196786707 | "Ich hab einfach irgendwas gepostet – in der Hoffnung, dass es irgendwen interessiert." |
seit 13.08.2026 aktiv | 1437640371751003 | "Du fragst Dich, ob sich das Investment in Planbar Sichtbar lohnt? Meine KundInnen sagen JA!!!" |

Bibliotheks-ID 1437640371751003, aktiv seit 13.08.2026: „Du fragst dich, ob sich das Investment in Planbar Sichtbar lohnt? Meine KundInnen sagen JA!!!" Screenshot vom 10.09.2026.
Am 4. September 2026 liefen rund 14 Anzeigen aktiv.
Die Gegenprobe: Ihre Podcast-Folge vom 17.08.2026 heißt "Organisch 1.000 Follower aufbauen: So würde ich 2026 auf Instagram starten."
Und auf der Verkaufsseite stehen Kundenstimmen wie "…und das ganz ohne Werbung" (Natalie Elbert) und "Dank Planbar Sichtbar konnte ich meinen ersten Onlinekurs ganz organisch verkaufen" (Eva Titze).
Und jetzt der faire Teil, denn hier will ich präzise sein: Das ist keine Heuchelei. Facebook-Ads sind ausdrücklich Teil ihres öffentlichen Themenspektrums, ihre eigene Podcast-Beschreibung nennt sie namentlich. Sie versteckt das nicht.
Der Punkt ist schärfer und zugleich sachlicher: Das Ergebnis, das sie verkauft — organisch, ohne Werbung, planbar Kundinnen über Instagram — erreicht sie selbst nicht auf dem Weg, den sie verkauft.
Ihre eigene Kundengewinnung für dieses Programm läuft über durchgehend geschaltete bezahlte Reichweite mit einem Budget, das eine Solo-Selbstständige mit 1.000 Followern nicht hat.
Das ist keine Anklage, das ist die Information, die Du brauchst, um Dein eigenes Ergebnis realistisch einzuschätzen.
Der Funnel: Was nach dem Gratis-Download passiert
Hier kann ich Dir etwas aus erster Hand berichten.
Ich habe ihr "Reel Starter-Paket" am 27. August 2026 heruntergeladen — 30+ Hook-Vorlagen, sechs Reel-Ideen und einen Claude-Skill, der Deine Hooks prüft und die schwachen umschreibt.
Bis zum 3. September kamen zwölf E-Mails.

Die ersten elf habe ich hier ausgewertet.
Zuerst das Positive, denn das gehört genauso hierher:
Das Freebie ist substanziell. Kein Drei-Seiten-PDF, sondern ein Paket, an dem tatsächlich gearbeitet wurde, inklusive eines Claude-Skills — das ist mehr, als in dieser Branche üblich ist.
Die Mails sind handwerklich gut geschrieben:
- Storytelling.
- Klare Struktur
- Kurze Absätze.
Und sie nennt ihre Kundinnen mit Instagram-Handle, sodass Du jede Erfolgsgeschichte selbst nachprüfen kannst. Das machen die wenigsten, und es spricht für die Echtheit der Beispiele.
Und jetzt das, was mir aufgefallen ist.
Zwölf E-Mails in neun Tagen, das ist kein Zufall — und hier muss ich ihr ausdrücklich etwas zugutehalten: Der 30. August war eine echte Deadline.
Auf ihrer Verkaufsseite stand zu diesem Zeitpunkt "EXKLUSIVER BONUS BIS 30.08 — Dein persönlicher Instagram-Startcheck", und in ihrer Podcast-Folge vom 24. August hatte sie denselben Termin genannt.
Inzwischen ist der Hinweis von der Seite verschwunden — der Bonus wurde also tatsächlich herausgenommen.
Verkaufsseite, Podcast und E-Mail nennen also übereinstimmend denselben Stichtag. Das ist kein Fake-Countdown, der am nächsten Morgen von vorn läuft und genau so etwas kommt in dieser Branche häufig vor. Ich habe es geprüft, und es ist sauber. Das rechne ich ihr an.
Zwei Dinge fallen mir trotzdem auf.
- Erstens liefen an diesem Tag zwei Countdowns parallel. Mail 6 kündigt das Ende des Planbar-Sichtbar-Bonus um Mitternacht an. Mail 7, am selben Tag, kündigt das Ende des Webinar-Zugangs in 24 Stunden an. Zwei Fristen, zwei verschiedene Angebote, ein Posteingang.
- Zweitens ging es nahtlos weiter. Am 31. August — dem Tag nach Ablauf der Frist — kommt Mail 8. Und die führt auf die Warteliste für ErfolgsKurs: "Im Oktober öffne ich wieder für wenige Tage die Türen zu meinem Signature-Programm."
Der eine Countdown läuft ab, und am nächsten Morgen beginnt der nächste. Das ist der Punkt, den ich meine, wenn ich weiter unten von Dauerverknappung schreibe: Nicht die einzelne Frist ist unehrlich — sie ist es nachweislich nicht. Es ist die Lückenlosigkeit, mit der eine auf die andere folgt.
Keine einzige Mail ohne Verkaufslink!
In keiner einzigen der elf ausgewerteten E-Mails fehlt der Verkaufslink. Acht führen zum kostenlosen Webinar, zwei direkt zu Planbar Sichtbar, eine auf die Warteliste für ErfolgsKurs.
Das Freebie ist also nicht das Produkt, es ist der Türöffner zum Webinar, und das Webinar ist der Türöffner zu Planbar Sichtbar für 1.999 € netto. Schon in Mail 1, die das PDF ausliefert, stehen vier Links: zwei zum Download, zwei zum Webinar.
Ich sage das nicht als Vorwurf, denn ein Funnel darf verkaufen, dafür ist er da. Ich sage es, weil ich denselben Maßstab anlege wie bei Walter Epp, dem ich genau das kritisiert habe: Wer in jeder einzelnen Mail verkauft, baut keine Beziehung auf, sondern einen Verkaufskanal.
Der Satz, der mich stutzen ließ...
Eine weitere E-Mail von Caroline trägt den Betreff "Willkommen im Club der Gratis-Sammler".
Im E-Mail-Text steht: "Wenn du es falsch angehst, dann hast du nämlich nur ‚Gratis-SammlerInnen’ als Follower. Die kommentieren hier und da, hamstern sich alle 0 €-Produkte ein und kaufen am Ende doch nix."
Diese Mail kam etwa acht Tage, nachdem ich ein 0-€-Produkt heruntergeladen hatte, und nachdem ich in derselben Sequenz achtmal zu einem weiteren 0-€-Produkt eingeladen worden war.
Gemeint ist es als Warnung vor der falschen Sorte Follower.
Beim Leser, der bis dahin nichts gekauft hat, kommt es anders an: als leiser Vorwurf. Das ist ein Verkaufsmuster, das Du kennen solltest, weil es in dieser Branche häufig vorkommt — wer nicht kauft, bekommt subtil vermittelt, dass er der falsche Typ Mensch ist.
Die Zahl, die nur in den Mails steht...
Mail 4 enthält eine Angabe, die auf keiner ihrer Verkaufsseiten auftaucht: "Anfang des Jahres hat mein eigenes Social-Media-Team meinen Instagram-Account für tot erklärt. Die Reichweite war um über 50 % eingebrochen, bei rund 70 % vom Umsatzes, die an genau diesem Account hängen."
Über 50 % Reichweitenverlust — bei einem Account, an dem rund 70 % ihres Umsatzes hängen.
Das ist offener, als es die meisten in dieser Branche je wären, und ich rechne ihr das hoch an. Es unterstreicht aber genau den Punkt aus dem vorigen Abschnitt: Der Kanal, dessen Beherrschung sie verkauft, hat bei ihr selbst zeitweise nicht funktioniert — und zwar so massiv, dass es zwei Drittel ihres Geschäfts betraf.
"Gerade dann" — die Stelle, an der ich klar widerspreche.
Mail 7 wendet sich an genau die Leserin, die zweifelt, ob sie überhaupt in Frage kommt:
"Vielleicht denkst du gerade: Ich hab doch erst 0 Follower und weiß noch nicht mal, was ich überhaupt anbieten soll. Lohnt sich das für mich? Gerade dann."
Nach ihrer eigenen Produktarchitektur stimmt dieser Satz nicht.
Wer "noch nicht mal weiß, was er anbieten soll", hat kein Produkt. Und das Produkt zu entwickeln ist laut ihrer eigenen Angebotsseite die Aufgabe von ErfolgsKurs — nicht von Planbar Sichtbar.
Das Webinar, zu dem diese Mail einlädt, führt aber zu Planbar Sichtbar.
Und genau dieses Muster kritisieren vier Trustpilot-Bewerterinnen, zwei davon aus 2026, unter dem Stichwort Fehlberatung: Ihnen sei ein Programm empfohlen worden, für das sie die Voraussetzungen nicht mitbrachten. Hier steht dasselbe Muster schriftlich im Marketing.
Eine Kleinigkeit, die trotzdem zählt...
Zwei Statistiken werden ohne Quelle genannt: "rund 70 % mehr Content auf Instagram als noch vor einem Jahr" (Mail 5) und "2025 haben sich in Deutschland 18 % mehr Menschen selbstständig gemacht […] 70 % davon neben ihrem Hauptjob" (Mail 8). Beides klingt plausibel. Beides ist unbelegt.
Caroline Preuss Kosten: Was die Programme wirklich kosten
Weil "Caroline Preuss Kosten" eine der häufigsten Suchanfragen ist und weil auf Seite 1 der Google-Suche zu diesem Begriff sechs von neun Treffern ihre eigenen Seiten sind, hier die Übersicht (Stand 10.09.2026, Preise variieren je nach Launch-Phase):
Programm | Einmalzahlung | Ratenzahlung |
|---|---|---|
Planbar Sichtbar | 1.999 € netto | 6 × 349 € oder 12 × 177 € |
ErfolgsKurs | 4.999 € netto | 6 × 879 € oder 12 × 459 € |
Souverän Skaliert | kein öffentlicher Preis, "ein 5-stelliges Investment" | - |

Die Bezahlseite des ErfolgsKurses: 4.999,00 € netto, mit 19 % Umsatzsteuer 5.948,81 €. Diese Zahlen stehen auf keiner öffentlichen Verkaufsseite. Screenshot vom 10.09.2026.

Planbar Sichtbar auf der Bezahlseite: 1.999,00 € netto, brutto 2.378,81 €. Screenshot vom 10.09.2026.
Zur Verfügbarkeit: Der ErfolgsKurs ist derzeit nicht buchbar.
Die Verkaufsseite leitet auf eine Warteliste um ("Die Anmeldung für ErfolgsKurs öffnet wieder im Oktober 2026 - aber nur für wenige Tage"), während sie im Podcast vom 31.08. "Ende September" nennt. Zwei Angaben, zwei Termine. Ihre Angebotsübersicht verweist inzwischen korrekt auf die Warteliste. Die oben genannten Preise stehen nur auf der Bezahlseite.
Zwei Dinge, die dabei leicht untergehen:
- Das sind Nettopreise. § 5 Abs. 1 ihrer AGB stellt das klar. Weil sie ausschließlich mit Unternehmern kontrahiert, kommen 19 % Umsatzsteuer obendrauf. Aus 1.999 € werden 2.378,81 €, aus 4.999 € werden 5.948,81 €. Wenn Du Kleinunternehmerin bist und keinen Vorsteuerabzug hast, ist das echtes Geld und keine Buchungsposition.
- Ratenzahlung ist teurer. Rechne selbst nach: 6 × 349 € = 2.094 €. 12 × 177 € = 2.124 €. Gegenüber 1.999 € Einmalzahlung sind das 4,8 % bzw. 6,3 % Aufschlag. Die drei Varianten tragen auf der Verkaufsseite die Labels "Bester Deal" (Einmalzahlung), "Am Beliebtesten" (6 Raten) und "Am Flexibelsten" (12 Raten). Als beliebteste ausgezeichnet ist also nicht die günstigste.

„ Am Beliebtesten
" steht auf der Sechs-Raten-Karte für 2.094 € — nicht auf der günstigeren Einmalzahlung für 1.999 €. Screenshot vom 10.09.2026.
In ihrer Podcast-Folge vom 24.08.2026 sagt sie wörtlich: "Special Deal für PS BestandskundInnen: Du verlängerst noch bis Sonntag, den 30. August um Mitternacht für 999 € statt 1999 € (als NeukundIn). Danach gilt wieder der reguläre Preis." "=> Geheimer Buchungslink für BestandskundInnen: Schreib uns eine kurze Mail an support@carolinepreuss.de"
Das Wort "verlängerst" belegt, was in § 6 Abs. 8 der AGB steht: Der Zugang endet nach 12 Monaten, eine Verlängerung ist "optional und kostenpflichtig".
Und jetzt der Teil, in dem ich meine eigene erste Einschätzung korrigieren muss: Im aufklappbaren FAQ derselben Verkaufsseite steht es tatsächlich. Wörtlich: "Auch wenn Planbar Sichtbar in 6 Monaten umsetzbar ist, hast du 12 Monate Zugriff auf alle Kursinhalte und die Begleitung in der Kursgruppe. Eine Verlängerung von Planbar Sichtbar ist nach Ablauf der 12 Monate gegen Aufzahlung jederzeit möglich."
Der Vorwurf, die kostenpflichtige Verlängerung werde verschwiegen, ist damit vom Tisch. Ich sage das ausdrücklich, weil ich es zunächst anders eingeschätzt hatte.

Im aufklappbaren FAQ am Seitenende steht die kostenpflichtige Verlängerung tatsächlich — der Preis dafür allerdings nicht. Screenshot von carolinepreuss.de/planbar-sichtbar-angebot/, 10.09.2026.
Nebenbei bemerkenswert: Dieselbe Leistung kostet die Neukundin 1.999 € und die Bestandskundin 999 €.
Und der Wert-Stack, der den Preis günstig aussehen lassen soll: Auf der Verkaufsseite werden Bausteine mit Einzelwerten aufaddiert: 699 € + 950 € + 1.399 € + 599 € + 499 € + 299 € + 499 € + 499 € — zu "statt 5.443,00 € nur" 1.999 €.
Die FAQ derselben Seite räumt ein, dass keiner dieser Bausteine einzeln kaufbar ist.
Niemand hat je 5.443 € dafür bezahlt.

Acht Bausteine, aufaddiert zu „statt 5.443,00 € nur" — die FAQ derselben Seite räumt ein, dass keiner davon einzeln kaufbar ist. Screenshot von carolinepreuss.de/planbar-sichtbar-angebot/, 10.09.2026.
Diese Zahl ist eine Rechengröße, keine Marktrealität. Das ist Branchenstandard, es ist nicht verboten, aber ehrlich ist es auch nicht. Ich habe dasselbe schon in meinem Bericht über Katrin Hill kritisiert und halte daran fest.
Übrigens: Wenn Du einen eigenen Online-Kurs erstellen und gewinnbringend verkaufen möchtest, geht es auch deutlich günstiger. Durchlaufe dazu hier meine kostenlose E-Mail-Serie, dann siehst Du selbst, wie viel von diesem Weg keinen vierstelligen Betrag kostet. 🙂
Die "0 % Risiko"-Garantie und was im Kleingedruckten dazu steht
Auf der Verkaufsseite steht "0 % Risiko".

So steht es auf der Verkaufsseite. Was in § 8 der AGB dazu steht, liest sich anders. Screenshot von carolinepreuss.de/planbar-sichtbar-angebot/, 10.09.2026.
Oh, das klingt beruhigend, oder?
§ 8 ihrer AGB liest sich anders.
Ich zitiere wörtlich: "Wir bieten für die Produkte ErfolgsKurs und Planbar Sichtbar eine freiwillige 14-tägige Geld-zurück-Garantie an. […] Wir überprüfen daher jede Anfrage individuell und entscheiden, ob ein Fall der Geld-zurück-Garantie greift."
Damit sie greift, musst Du kumulativ:
- ein bestimmtes Arbeitsblatt komplett ausgefüllt haben (bei ErfolgsKurs: Modul 2, Lektion 3; bei Planbar Sichtbar: Modul 1, Lektion 2),
- einen konkreten Grund für die Stornierung nennen können,
- innerhalb von "genau 14 Tagen (es kommt hier auch auf die genaue Uhrzeit bei der Berechnung an)" anfragen,
- und zwar ausschließlich per E-Mail an den Support.
Dazu § 8 Abs. 4, wörtlich: "Kulanzregelungen aufgrund von Krankheit oder persönlichen Umständen im Zusammenhang mit dem Produktzugang sind ausgeschlossen."
Und § 8 Abs. 2, letzter Satz: "Die Inanspruchnahme der Garantie in Souverän Skaliert ist nicht möglich."
Ausgerechnet beim teuersten Programm — laut einer Kundenbewertung im fünfstelligen Bereich — gibt es also gar keine Garantie.
Und noch ein Detail, das mir beim Gegenlesen aufgefallen ist: Die AGB verlangen für Planbar Sichtbar das ausgefüllte Arbeitsblatt aus "Lektion 2 in Modul 1". Die FAQ auf der Verkaufsseite nennt dagegen "Kapitel 2 in Fokus-Bereich 2".
Das sind zwei verschiedene Stellen im Kurs.
Wer sich an die FAQ hält, erfüllt die Bedingung aus den AGB möglicherweise nicht und im Streitfall zählen die AGB, nicht die FAQ.
Ein Widerrufsrecht gibt es übrigens auch nicht: Weil die AGB ausschließlich Unternehmer adressieren (§ 1 Abs. 2), greifen die Verbraucherschutzvorschriften nach ihrer Konstruktion nicht.
Eine Widerrufsbelehrung ist auf der Website nicht auffindbar.
Ich halte das für die Klausel, die Du am genauesten lesen solltest, bevor Du zahlst.
"0 % Risiko" ist Werbesprache. Die Vertragslage ist eine andere.
Zwei Klauseln, die sonst niemand erwähnt...
Beim vollständigen Lesen der AGB sind mir noch zwei Absätze aufgefallen, die auf keiner Verkaufsseite auftauchen.
Erstens: eine Vertragsstrafe von bis zu 15.000 €.
§ 6 Abs. 3 wörtlich: "Die im Zuge der Registrierung angegebenen Anmeldedaten (Benutzername, Passwort etc.) sind ausschließlich für den eigenen Gebrauch bestimmt und müssen von dem Kunden geheim gehalten werden. Eine Weitergabe an Dritte ist strengsten [sic] untersagt. Bei Verstößen gegen diese Verpflichtung wird eine angemessene Vertragsstrafe fällig, deren Höhe wir nach billigem Ermessen und abhängig vom jeweiligen Programm festlegen; diese kann im Einzelfall bis zu 15.000,00 Euro betragen."
Dass ein Kursanbieter die Weitergabe von Zugangsdaten untersagt, ist normal und völlig nachvollziehbar — die Inhalte sind sein Kapital. Die Höhe ist trotzdem bemerkenswert: Bis zu 15.000 € sind mehr als das Siebenfache dessen, was Planbar Sichtbar kostet.
Und ein Detail im selben Absatz wird leicht überlesen: "Ein Zugriff durch Mitarbeiter des Kunden ist grundsätzlich möglich, muss jedoch ausdrücklich von uns genehmigt und bestätigt werden."
Wenn Du also vorhast, Deine Assistentin mit ins Programm schauen zu lassen, hol Dir das vorher schriftlich.
Zweitens: eine Klausel über Äußerungen Dritter.
§ 10 Abs. 8, letzter Satz, wörtlich: "Wir behalten uns das Recht vor, jede rechtswidrige und/oder unbegründete Äußerung über unser Unternehmen und unsere Dienstleistungen – sei es durch Kunden, Mitbewerber oder Dritte – insbesondere in Form von unwahren Tatsachenbehauptungen oder Schmähkritik, zivilrechtlich zu verfolgen und gegebenenfalls ohne vorherige Ankündigung zur Anzeige zu bringen."
Das betrifft mich unmittelbar, denn ich bin einer der genannten Mitbewerber. Deshalb sage ich offen, was ich davon halte.
Inhaltlich beansprucht die Klausel nichts, was nicht ohnehin gälte. Unwahre Tatsachenbehauptungen und Schmähkritik sind auch ohne AGB angreifbar, und ein Vertrag bindet nur Vertragspartner — auf mich als Nichtkunden ist er nicht anwendbar.
Bemerkenswert finde ich sie aus einem anderen Grund: Sie steht in einem Vertrag, den Kundinnen unterschreiben. Wer 1.999 € gezahlt hat, unzufrieden ist und darüber schreiben möchte, liest hier zuerst, dass das Unternehmen sich rechtliche Schritte vorbehält — "ohne vorherige Ankündigung". Ob das so gemeint ist oder eine übernommene Standardformulierung, weiß ich nicht.
Der Fairness halber gehört daneben: Dasselbe Unternehmen antwortet auf 100 % der negativen Bewertungen, inhaltlich, mit Namen und im Schnitt binnen 2,1 Tagen. Und ich habe gezielt gesucht, ob je jemand wegen einer kritischen Äußerung über sie belangt wurde. Ich habe nichts gefunden — kein Verfahren, keine Abmahnung, kein gelöschtes Video. Die Klausel steht auf dem Papier. Angewandt wurde sie nach allem, was öffentlich auffindbar ist, nie.
Die 12-Monats-Regel: der häufigste Kritikpunkt ihrer Kundinnen
Von den 23 kritischen Trustpilot-Bewertungen nennen drei ausdrücklich die 12-Monats-Grenze, drei weitere kritisieren die zeitliche Begrenzung des Zugangs allgemein. Damit ist es das häufigste Einzelthema.

§ 6 Abs. 8 der AGB (Version 1.14, Stand 18.04.2025): „Nach Ablauf dieses Zeitraums endet der Zugriff auf alle Kursinhalte […] Eine Stornierung der gebuchten Verlängerung ist ausgeschlossen."
"Leider wird fat [sic] gar nicht betont – BEVOR man den Kaufvertrag abschliesst – dass das gesamte Angebot nur für 12 Monate gültig ist. […] Wer nicht verlängert, kann sein Kurs nicht beenden." — Renee Schauecker, 2 Sterne, 17.12.2024
Das Unternehmen widerspricht am 18.12.2024: "Die 12-monatige Zugriffszeit auf Planbar Sichtbar wird vor dem Kauf mehrfach klar kommuniziert."
Beide Seiten haben etwas für sich.
"12 Monate Zugriff auf Programm-Inhalte" steht tatsächlich auf der Verkaufsseite, allerdings im selben Kasten wie "EINMALZAHLUNG". Dass eine kostenpflichtige Verlängerung folgt, steht ebenfalls dort — allerdings erst im aufklappbaren FAQ am Seitenende, und ohne Preis.
Fair einzuräumen: Es ist technisch keine Abo-Falle. Der Zugang endet einfach, nichts wird automatisch abgebucht, die Verlängerung ist ein aktiver Neukauf.
Der Begriff "Abo-Falle" aus mehreren Bewertungen trifft in diesem Sinne nicht zu, und das sollte man ihr zugestehen.
Ein zweiter Punkt betrifft die Ratenzahlung, und den solltest Du genau lesen, wenn Du in Raten zahlen willst.
Ich zitiere hier bewusst nicht aus Bewertungen, sondern direkt aus den AGB:
- § 5 Abs. 3: "Wir behalten uns bei ausbleibenden Zahlungen jederzeit das Recht vor, den Zugang zu den Dienstleistungen vorübergehend oder dauerhaft zu sperren."
- § 5 Abs. 4: Nach Zahlungserinnerung und zwei Mahnungen (je sieben Tage) folgt bei einer zweiten ausbleibenden Rate eine zweiwöchige Frist — danach werden "die restlichen Raten als Einmalzahlung sofort verlangt". § 5 Abs. 5 nennt zusätzlich eine Mahnpauschale von 40 € je Mahnung.

§ 5 Abs. 3 bis 5 der AGB: Zugangssperre bei Zahlungsverzug, Restraten sofort fällig, 40 € Mahnpauschale je Mahnung.
Wichtig zur Einordnung: Die Ratenzahlung läuft nicht über einen Finanzierer wie Klarna, sondern direkt mit der Preuss Consulting GmbH. Wenn es eng wird, verhandelst Du also mit der Anbieterin selbst und die Restsumme kann fällig werden, während der Zugang gesperrt ist.
Caroline Preuss und die ZFU: Was hinter dieser Suchanfrage steckt
Das ist eine der auffälligsten Suchanfragen zu ihr und auf Seite 1 der Google-Suche beantwortet sie niemand.
Deshalb hier die sachliche Einordnung.
Vorweg, weil es wichtig ist: Ich bin kein Anwalt, das hier ist keine Rechtsberatung, und ich behaupte an keiner Stelle, dass bei ihr etwas nicht in Ordnung wäre.
Worum es geht: Das Fernunterrichtsschutzgesetz (FernUSG) erfasst nach § 1 Abs. 1 die entgeltliche Vermittlung von Kenntnissen und Fähigkeiten, bei der Lehrende und Lernende ausschließlich oder überwiegend räumlich getrennt sind und der Lernerfolg überwacht wird.
Solche Fernlehrgänge bedürfen nach § 12 Abs. 1 Satz 1 FernUSG grundsätzlich der Zulassung durch die Staatliche Zentralstelle für Fernunterricht (ZFU). Ausgenommen sind nach Satz 3 Lehrgänge, die ausschließlich der Freizeitgestaltung oder Unterhaltung dienen — die sind nur anzeigepflichtig.
Was ich geprüft habe: Im ZFU-Verzeichnis ist für die Preuss Consulting GmbH kein zugelassener Fernlehrgang eingetragen (abgerufen am 10.09.2026). Die Zulassung ist übrigens lehrgangs-, nicht anbieterbezogen — es geht also nicht darum, ob ein Unternehmen "zugelassen" ist, sondern ob ein einzelner Lehrgang es ist.
Und jetzt der Teil, der über die Einordnung entscheidet: Das bedeutet nicht, dass ein Verstoß vorliegt. Sehr viele deutsche Online-Kurs-Anbieter sind nicht ZFU-gelistet, und ob ein konkretes Programm überhaupt zulassungspflichtig ist, hängt an seiner vertraglichen Ausgestaltung. Zu ihren Programmen ist mir keine gerichtliche Entscheidung bekannt.
Die Rechtsprechung hat sich zuletzt in beide Richtungen bewegt:
- 2025 hat der Bundesgerichtshof in zwei Urteilen (12.06.2025, III ZR 109/24, und 02.10.2025, III ZR 173/24) entschieden, dass der Anwendungsbereich des FernUSG nicht auf Verbraucher beschränkt ist. Für die Anwendbarkeit kommt es nicht darauf an, ob jemand als Verbraucherin oder als Unternehmerin abgeschlossen hat.
- 2026 hat derselbe Senat die Reichweite dann wieder eingegrenzt: Mit Urteil vom 05.02.2026 (III ZR 137/25) verneinte er die räumliche Trennung bei überwiegend synchronen Live-Online-Formaten. Wo Lehrende und Lernende in Echtzeit miteinander kommunizieren können, liegt danach kein Fernunterricht vor.
Was das für ein Programm mit Live-Calls, Community und aufgezeichneten Modulen bedeutet, ist genau die Einzelfallfrage, die ich hier nicht beantworten kann und auch nicht beantworten will.
Übrigens, weil es sonst jemand als Lücke auslegen könnte: Auf ihren Seiten kommen "ZFU" und "Fernunterricht" nicht vor.
"FernUSG" taucht genau einmal auf — als "Bonus #3: Rechts-Workshop: FernUSG-Update" im ErfolgsKurs.
Sie erklärt ihren Kundinnen also, wie das Gesetz für deren Online-Kurse gilt.
Wenn Du wissen willst, ob die Frage Dich betrifft, ist der richtige Weg eine anwaltliche Einschätzung, nicht ein Blogbeitrag. Meiner eingeschlossen.
Caroline Preuss auf kununu — und die Verwechslung, die überall kursiert
Auffällig viele Menschen suchen nach "Caroline Preuss kununu", "Jobs" und "Team".
Meine Vermutung: Das sind nicht in erster Linie Bewerberinnen, sondern Kaufinteressentinnen, die über das Arbeitgeberprofil herausfinden wollen, wie das Unternehmen intern funktioniert — weil die Betreuungsqualität in den kritischen Bewertungen der häufigste Streitpunkt ist.
Deshalb die saubere Auflösung, denn im Netz kursiert eine Verwechslung:
- Das ist ihr Profil: kununu.com/de/preuss-consulting — Preuss Consulting GmbH, 5,0 von 5 Punkten bei 11 Bewertungen.
- Das ist NICHT ihr Profil: kununu.com/de/preuss gehört der Preuss GmbH — einem anderen Unternehmen mit 7 Bewertungen.
- Ein drittes, ähnlich benanntes Profil („PREUSS UND PREUSS") existiert ebenfalls.
Diese fremden Profile stehen bei Suchanfragen nach ihrem Namen direkt neben ihrem echten. Wer sie zitiert, zitiert das falsche Unternehmen und genau das passiert im Netz regelmäßig.
Zu ihrem echten Profil eine ehrliche Einordnung: 5,0 bei 11 Bewertungen ist ein Traumwert, und 11 Bewertungen sind eine sehr kleine Grundlage für ein Urteil über einen Arbeitgeber. Mehr sage ich dazu nicht. 🙂
Zum Thema Jobs: Unter der Überschrift "Offene Stellen:" wurde zum Zeitpunkt meiner Prüfung keine einzige Stelle angezeigt (im Quelltext der Seite liegen ausgeblendete Ausschreibungen).
Die Seite wirbt trotzdem weiterhin mit "die Sicherheit einer Festanstellung in einem stabilen, wachsenden Unternehmen" — während ihre Podcast-Folge vom 20.07.2026 "Darum habe ich meine Mitarbeiter entlassen" heißt ("Ich hatte 10+ Festangestellte […] Und ich habe alles abgebaut") und auf der Über-uns-Seite "KI statt zwanzig Angestellte" steht.
Ich stelle das nebeneinander, ohne einen Vorwurf daraus zu machen, denn veraltete Unterseiten sind ein verbreitetes Ärgernis, kein Betrug.
Aber wenn Du überlegst, Dich für ein 12-Monats-Programm anzumelden, das mit "Direkter Austausch mit Caroline und ihrem Führungskräfte-Team" wirbt (so steht es am selben Tag auf der Souverän-Skaliert-Seite), dann ist die Frage, wer dieses Team aktuell ist, eine faire Frage fürs Erstgespräch, oder? 🙂
Caroline Preuss Bewertungen: Was Trustpilot und ProvenExpert wirklich zeigen
Trustpilot: 4,6 aus 433 Bewertungen (Stand 10.09.2026).
Die Verteilung:
- 359 × 5 Sterne
- 39 × 4 Sterne
- 12 × 3 Sterne
- 13 × 2 Sterne
- 10 × 1 Sterne
Also 23 kritische Bewertungen, das sind 5,3 %.
Drei Entlastungsbefunde, die mir wichtig sind:
- Ich habe die positiven Bewertungstexte automatisiert auf Ähnlichkeit geprüft, also darauf, ob dieselben Formulierungen mehrfach auftauchen, wie es bei skriptgesteuerten oder gekauften Bewertungen typisch ist. Ergebnis: null auffällige Paare.
- Und ich hatte selbst eine Vermutung, die sich nicht bestätigt hat: Ich bin davon ausgegangen, dass ein Profil mit dieser Bewertungsdichte auf aktiv eingesammelten Bewertungen beruht. Das Gegenteil ist der Fall. Die zwanzig neuesten Bewertungen tragen ausnahmslos den Vermerk "Bewertung ohne vorherige Einladung", und Trustpilot blendet auf dem Profil ausdrücklich ein: "Keine aktuellen Aufzeichnungen über Bewertungseinladungen — Dieses Unternehmen hat Kunden in letzter Zeit nicht zur Bewertungsabgabe eingeladen." Das ist bemerkenswert, und es gehört genauso in einen ehrlichen Bericht wie jeder Kritikpunkt.
- Dazu: 100 % Antwortquote auf negative Bewertungen, im Schnitt binnen 2,1 Tagen. Vorbildlich!
Was mir dennoch auffällt: Es gibt zwei auffällige Bewertungswellen — Mai und September 2025 mit zusammen 88 Bewertungen, davon 80 mit fünf Sternen.
Ob dahinter eine Kampagne stand, weiß ich nicht; nach heutigem Profilstand wurden zuletzt jedenfalls keine Einladungen versendet.
Der auffälligste Einzelbefund steht auf ProvenExpert: Dort sind 8 von 119 eingegangenen Bewertungen veröffentlicht — 6,7 %. Sechs davon mit 5,00 Sternen, zwei mit 4,67.
Die neueste stammt vom 21.01.2025, das Profil ist seit über anderthalb Jahren eingefroren, während auf Trustpilot in derselben Zeit über 100 Bewertungen eingingen.
Was mit den anderen 111 passiert ist, weiß ich nicht; ProvenExpert lässt Anbieter selbst entscheiden, was veröffentlicht wird. Mehr sage ich dazu nicht, die Zahl steht für sich.
Und was ich ausdrücklich NICHT gefunden habe: keine Gerichtsverfahren, keine Abmahnungen, keine Verbraucherschutzwarnungen, keinen Betrugsvorwurf, der über die Unzufriedenheit einzelner Kundinnen hinausgeht.
Auf Reddit praktisch keine Diskussion, auf gutefrage.net kein einziger Treffer.
Wenn Du hier gelandet bist, weil Du "Caroline Preuss Abzocke" gegoogelt hast: Dafür gibt es keine Grundlage. Punkt.
Ein Muster sollte Dich trotzdem aufhorchen lassen, weil es zeitlich zunimmt: Vier Bewertungen, zwei davon aus 2026, kritisieren nicht das Produkt, sondern die Beratung im Verkaufsgespräch.
"Obwohl ich zu diesem Zeitpunkt noch kein funktionierendes, rentables Online-Produkt mit regelmäßigen Umsätzen hatte, wurde mir das hochpreisige Programm ‚Souverän Skaliert’ empfohlen. […] am Ende über 15.000 € verloren." — F. Döring, 1 Stern, 28.07.2026
Das Unternehmen widerspricht ausführlich und schreibt, die Kundin habe vor der Buchung bereits mehrere digitale Angebote, Launches und einen Mitgliederbereich gehabt — "genau diese Ausgangssituation war die Grundlage unserer Empfehlung".
Ich kann von außen nicht beurteilen, wer recht hat.
Was ich Dir aber mitgebe: Geh in ein Verkaufsgespräch nicht mit der Frage "Welches Programm passt zu mir?"
Geh mit der Frage hinein: "Was genau muss ich schon haben, damit dieses Programm bei mir funktioniert?"
Und lass Dir die Antwort schriftlich geben.
Was ich Caroline Preuss zugutehalte
Ich will fair sein, und es gibt einiges, das sie wirklich gut macht:
- Sie hat ein echtes Unternehmen gebaut. Über zehn Jahre, mit Handelsregistereintrag, Angestellten und Büro. Keine geliehene Erfolgsgeschichte.
- Sie stellt sich der Kritik öffentlich. 100 % Antwortquote auf negative Bewertungen, inhaltlich, mit Namen, oft mit Offenlegung interner Vorgänge. Die meisten in dieser Branche ignorieren schlechte Bewertungen einfach.
- Ihre Bewertungen sind echt. Ich habe explizit nach dem Muster gekaufter oder skriptgesteuerter Lobtexte gesucht und keines gefunden.
- Sie macht ihren Umbruch öffentlich. "Darum habe ich meine Mitarbeiter entlassen", "Die Wahrheit hinter meiner ungeplanten Pause", "Mein Instagram Account war tot" — solche Podcast-Titel sind unbequem. Die wenigsten in dieser Branche erzählen so etwas.
- Ihr Podcast liefert echten Wert. 558 Folgen, kostenlos. Eine Kundin schreibt sogar kritisch, sie habe "mehr brauchbares Wissen über Caros Podcast erhalten als über den Kurs". Als Kritik gemeint, als Kompliment für den Podcast funktioniert es trotzdem.
- Ihr Freebie ist substanziell. 30+ Hook-Vorlagen, sechs Reel-Ideen und ein Claude-Skill statt des üblichen Drei-Seiten-PDFs. Da hat jemand gearbeitet.
- Ihre Fristen sind echt. Ich habe den Bonus-Stichtag 30.08. gegengeprüft: Verkaufsseite, Podcast-Folge vom 24.08. und die E-Mail an diesem Tag nennen übereinstimmend denselben Termin. Kein Countdown, der am nächsten Morgen von vorn läuft. In dieser Branche ist das keine Selbstverständlichkeit.
- Ihre Erfolgsgeschichten sind nachprüfbar. Sie nennt Kundinnen mit Instagram-Handle — @dr.elmar.battenberg, @juliakrey.hypnose, @deutschmitluisa und andere. Du kannst jede dieser Geschichten selbst kontrollieren. Wer schwindelt, macht das nicht.
- Sie verspricht keine Ergebnisse. § 13 ihrer AGB: "Ein bestimmter Erfolg kann und wird von uns nicht versprochen."
Meine Kritikpunkte an Caroline Preuss
Genauso ehrlich die andere Seite:
- Die Schere zwischen Podcast und Verkaufsseite ist zu groß. Im Podcast: "Die Wahrheit hinter meiner ungeplanten Pause", "Was dir alle Online-Coaches übers Skalieren verschweigen". Auf den Verkaufsseiten zeitgleich: "Am Beliebtesten", "statt 5.443,00 €", "0 % Risiko", "Nur noch wenige Plätze verfügbar!", "4.300+ KundInnen können sich nicht irren!". Das sind zwei verschiedene Tonlagen derselben Person, und die nüchterne ist die glaubwürdigere.
- "EINMALZAHLUNG" ist keine. Der Zugang endet nach 12 Monaten, die Verlängerung kostet extra. Fair ist: Das steht im FAQ der Verkaufsseite. Unfair finde ich die Gewichtung — "EINMALZAHLUNG" in großen Buchstaben oben, die Befristung im zugeklappten FAQ unten. Und was die Verlängerung kostet, steht nirgends öffentlich; den Bestandskundinnen-Preis von 999 € nennt sie nur im Podcast.
- "0 % Risiko" hält der AGB-Lektüre nicht stand. Freiwillige Garantie, Einzelfallentscheidung des Anbieters, Arbeitsblatt-Nachweis, taggenaue Frist, Krankheit als Kulanzgrund ausgeschlossen, und für das teuerste Programm gar keine Garantie.
- Der Wert-Stack von 5.443 € ist eine erfundene Rechengröße. Die eigene FAQ räumt ein, dass die Bausteine einzeln nicht kaufbar sind.
- In der E-Mail-Sequenz verkauft jede einzelne Mail. Zwölf Mails in neun Tagen, vier davon an einem einzigen — und in keiner fehlt der Verkaufslink. Kein einziger Absatz, der einfach nur Wert liefert und dann aufhört. Dazu die "Gratis-Sammler"-Mail an Menschen, die gerade etwas Gratis heruntergeladen haben. Das ist mir zu viel Druck für eine Beziehung, die gerade erst begonnen hat.
- Die Verknappung ist ein Dauerzustand, kein Ereignis. Wichtig zur Fairness: Die einzelne Frist ist echt — der 30.-August-Stichtag wurde auf Verkaufsseite, im Podcast und in der E-Mail übereinstimmend genannt und eingehalten. Aber sie steht nie allein. In den Podcast-Beschreibungen ziehen sich rollierende Deadlines über Monate: "nur noch bis Dienstag, 23.59 Uhr", "Preis steigt am Montag", "Wartelisten-Deal nur für kurze Zeit". Und in meinem Posteingang begann am Tag nach Ablauf der einen Frist die Warteliste für das nächste Programm. Wenn jede Woche die letzte Chance ist, ist keine Woche die letzte Chance.
- Die Erfolgsgeschichten starten fast nie bei null. Ich habe alle ausführlich erzählten Fallstudien auf ihrer eigenen Seite durchgesehen. Die Ausgangslagen, wörtlich von ihr beschrieben: "hat eine Osteopathiepraxis in Frankfurt", "bereits mehrere Jahre nebenberuflich selbstständig und hatte sich eine stabile Nachfrage aufgebaut", "unsere 10.000 Follower", "bereits seit drei Jahren selbstständig", "erfolgreiche Content Creatorin". Beworben wird trotzdem der Nullstart: Im Testimonial-Bereich derselben Seite steht als Kennzahl "ab 0 Follower zum Start" — allerdings ohne die Fallbeschreibung, die es zu allen anderen Beispielen gibt. Das ist der Klassiker der Branche, und ich sehe ihn hier klar belegt. Ich weiß aus eigener Erfahrung, wovon ich rede — ich verkaufe selbst Online-Kurse, unter anderem das A-Z Infoprodukt-System, und ich sage meinen Kundinnen dasselbe: Eine Methode, die auf ein bestehendes Fundament trifft, produziert andere Ergebnisse als dieselbe Methode auf der grünen Wiese.
- Die Website ist für das Internet Archive gesperrt. In der robots.txt von carolinepreuss.de stehen User-agent: ia_archiver / Disallow: / und dieselbe Sperre für archive.org_bot. Geprüft: Die Wayback Machine hat zu ihrer Domain keinen einzigen Snapshot, für keinen Zeitraum. Frühere Preise und frühere Versprechen sind damit öffentlich nicht mehr überprüfbar, auch nicht für eine Kundin, die im Streitfall belegen möchte, was zum Kaufzeitpunkt auf der Seite stand. Ich bleibe hier ausdrücklich fair: Diese Direktive stammt aus der Alexa-Ära und findet sich auf vielen harmlosen Webseiten. Ich behaupte nicht, dass das Absicht ist. In den Standard-Einstellungen von WordPress, Yoast oder RankMath steht sie allerdings nicht, jemand muss sie aktiv eingetragen haben.
Für wen Caroline Preuss geeignet ist und für wen nicht
Caroline Preuss könnte zu Dir passen, wenn…
- Du bereits ein fertiges Angebot hast, das Du verkaufen willst, und nur die Sichtbarkeit dafür fehlt.
- Instagram tatsächlich der Kanal ist, auf dem sich Deine Zielgruppe aufhält und Du bereit bist, dort dauerhaft zu produzieren.
- Du das Programm aus laufendem Einkommen bezahlen kannst, ohne Kredit und ohne dass es weh tut.
- Du in 12 Monaten realistisch die Zeit hast, das Programm auch durchzuarbeiten. Neben einem Vollzeitjob ist das laut mehreren Bewertungen sportlich.
- Du mit einem energiegeladenen, community-orientierten, überwiegend weiblich geprägten Umfeld gut arbeiten kannst.
- Du erst ihren Podcast über mehrere Wochen gehört hast und weißt, dass ihr Stil zu Dir passt.
Caroline Preuss passt vermutlich NICHT zu Dir, wenn…
- Du noch kein Produkt und keine klare Positionierung hast. Dann kaufst Du bei Planbar Sichtbar die Sichtbarkeit für etwas, das es noch nicht gibt.
- Du das Programm nur über Ratenzahlung oder Kredit stemmen kannst. Bei ausbleibenden Raten wird der Zugang gesperrt und die Restsumme sofort fällig.
- Du erwartest, in den ersten Monaten Geld zurückzuverdienen. Das ist die Ausnahme, nicht die Regel.
- Du auf ein Widerrufsrecht oder eine unkomplizierte Geld-zurück-Garantie zählst. Beides gibt es hier so nicht.
- Du dauerhaften Zugriff auf gekaufte Inhalte erwartest. Nach 12 Monaten ist Schluss, Verlängerung kostet.
- Du bereits vierstellige Followerzahlen hast und Canva, ChatGPT und Reels im Schlaf beherrschst. Mehrere Bewertungen sagen sinngemäß dasselbe: Für Fortgeschrittene ist zu wenig Neues drin.
- Instagram nicht Dein Kanal ist oder Du bewusst unabhängig von Plattform-Algorithmen bauen willst.
- Dich häufige Verkaufsmails stören. In der Sequenz nach dem Gratis-Download enthielt jede einzelne Mail einen Verkaufslink.
Mein Fazit: Was ich Dir mitgeben möchte
Ich habe diesen Erfahrungsbericht nicht geschrieben, um Caroline Preuss schlechtzureden. Im Gegenteil.
Sie ist keine Betrügerin. Das will ich klar sagen.
Sie hat über zehn Jahre ein echtes Unternehmen aufgebaut, sie stellt sich öffentlich der Kritik, ihre Bewertungen sind echt, und sie macht ihre eigenen Rückschläge öffentlich, was in dieser Branche ungewöhnlich ist.
Ich habe ihn geschrieben, weil auf Seite 1 der Google-Suche zu ihrem Namen kein einziger Text steht, der nicht an ihr verdient.
Und weil die Fragen, die Menschen tatsächlich zu ihr googeln — was kostet es, verlängert sich das, gibt es eine ZFU-Zulassung, wie ist sie als Arbeitgeberin — nirgends beantwortet werden. Auch nicht von ihr.
(Und ich habe ihn geschrieben, um über Google kostenfreien Traffic abzugrasen ;-)).
Jetzt der Teil, der über Deinen Kauf entscheidet:
- Wenn Du bereits ein fertiges Angebot hast, Instagram Dein Kanal ist und Du das Geld übrig hast, dann bekommst Du bei ihr ein strukturiertes, professionell gemachtes Programm mit einer Anbieterin, die ihr Handwerk kann.
- Wenn Du aber am Anfang stehst, noch kein Produkt hast und hoffst, dass Dir ein Instagram-Programm den Weg abkürzt — dann kaufst Du das Dach, bevor das Fundament steht.
Und behalte das eine Bild im Kopf, das für mich diesen ganzen Bericht zusammenfasst: Die Anbieterin, die Dir für 1.999 € netto planbare Instagram-Sichtbarkeit verkauft, schreibt auf derselben Seite, dass ihr eigener Account trotz fünfköpfigem Content-Team, 8.000 € Monatsbudget und sieben Posts pro Woche vom eigenen Team für tot erklärt wurde.
Das ist keine Anklage, das ist die ehrlichste Zeile auf ihrer ganzen Verkaufsseite.
Sie sagt Dir nämlich, was in dieser Branche fast niemand sagt: Es gibt keine Methode, die unabhängig von Algorithmen, Marktveränderungen und Deinem eigenen Fundament funktioniert. Auch nicht für die, die sie verkaufen.
- Kein Instagram-Programm macht das für Dich.
- Kein KI-Tool macht das für Dich.
- Kein Kurs macht das für Dich.
- Du machst das.
- Nur Du.
Wer das vorher weiß, trifft eine andere, bessere Entscheidung.
Hast Du selbst Erfahrungen mit Caroline Preuss, mit Planbar Sichtbar oder dem ErfolgsKurs gemacht?
Ich bin gespannt auf Deinen Kommentar.
Häufig gestellte Fragen zu Caroline Preuss
Ist Caroline Preuss seriös oder Abzocke?
Nach meiner Einschätzung ist Caroline Preuss seriös und keine Betrügerin.
Sie führt eine im Handelsregister eingetragene GmbH, hat über zehn Jahre ein echtes Unternehmen aufgebaut, antwortet auf 100 % der negativen Bewertungen inhaltlich, und ihre Bewertungen halten einer Ähnlichkeitsprüfung stand — es gibt keine Hinweise auf gekaufte oder skriptgesteuerte Lobtexte.
Ich habe gezielt nach Gerichtsverfahren, Abmahnungen und Verbraucherschutzwarnungen gesucht und nichts gefunden.
Kritisch sehe ich nicht die Person, sondern drei konkrete Dinge:
- Die als "EINMALZAHLUNG" beworbene, tatsächlich aber auf 12 Monate begrenzte Laufzeit.
- Die "0 % Risiko"-Garantie, die im Kleingedruckten an mehrere Bedingungen geknüpft ist.
- Die Lücke zwischen dem nüchternen Podcast und den hype-lastigen Verkaufsseiten.
Wie alt ist Caroline Preuss?
Ein offizielles Geburtsdatum kommuniziert sie nicht.
Aus ihren eigenen Angaben lässt es sich aber einkreisen: Business Insider schrieb im September 2024, sie sei "29 Jahre alt"; ihre eigene Timeline nennt für 2014 "19 Jahre jung" und für Ende 2018 "im Alter von 23 Jahren".
Daraus ergibt sich Jahrgang 1994 oder 1995. Sie ist also aktuell Anfang 30.
Was kostet Planbar Sichtbar?
- 1.999 € netto als Einmalzahlung, also 2.378,81 € brutto (Stand 10.09.2026).
- Alternativ 6 Raten à 349 € netto (= 2.094 €) oder 12 Raten à 177 € netto (= 2.124 €).
- Die Ratenzahlung ist also 4,8 bis 6,3 % teurer.
Wichtig: Der Zugang gilt 12 Monate. Danach ist eine kostenpflichtige Verlängerung nötig, um weiter auf die Inhalte zuzugreifen.
Was kostet der ErfolgsKurs?
- 4.999 € netto, also 5.948,81 € brutto (Stand 10.09.2026).
- Alternativ 6 × 879 € oder 12 × 459 €, jeweils netto.
Diese Preise stehen allerdings nur auf der Bezahlseite. Der Kurs ist derzeit nicht buchbar, die Verkaufsseite leitet auf eine Warteliste um.
Im Bestellprozess werden zusätzliche Order-Bumps angeboten, die den Warenkorb auf über 7.000 € netto bringen können. Prüfe im Bestellprozess genau, was vorausgewählt ist.
Was kostet Souverän Skaliert?
Das ist die ehrliche Antwort: Es steht nirgends öffentlich.
Auf der Verkaufsseite ist von "einem 5-stelligen Investment" die Rede, ein konkreter Preis wird erst im Bewerbungsgespräch genannt.
Der einzige öffentliche Anhaltspunkt stammt aus einer Trustpilot-Bewertung vom 02.04.2025, in der eine Kundin von "die 30.000 € für das Souverän Skaliert-Programm" spricht.
Das Unternehmen hat dieser Bewertung in mehreren Punkten widersprochen, den Preis aber nicht bestritten.
Behandle diese Zahl als das, was sie ist: eine Kundenangabe, kein offizieller Preis.
Verlängert sich der Zugang automatisch?
Nein — und das ist ein wichtiger Unterschied, der ihr zugutegehalten werden muss.
Es gibt keine automatische Verlängerung und keine automatische Abbuchung.
Der Zugang endet nach 12 Monaten einfach. Wer weiter Zugriff will, kauft aktiv eine Verlängerung.
Der in einigen Bewertungen genannte Begriff "Abo-Falle" trifft technisch also nicht zu.
Was Du trotzdem wissen solltest: Auf der Verkaufsseite steht in großen Buchstaben "EINMALZAHLUNG". Dass eine kostenpflichtige Verlängerung folgt, steht ebenfalls dort, aber im zugeklappten FAQ am Seitenende — und ohne Preis.
In § 6 Abs. 8 der AGB heißt es außerdem: "Eine Stornierung der gebuchten Verlängerung ist ausgeschlossen."
Gibt es bei Caroline Preuss eine Geld-zurück-Garantie?
Für Planbar Sichtbar und ErfolgsKurs ja, für Souverän Skaliert ausdrücklich nein.
Aber lies § 8 der AGB, bevor Du Dich darauf verlässt.
- Die Garantie ist dort als "freiwillig" bezeichnet, der Anbieter "überprüft jede Anfrage individuell und entscheidet", ob sie greift.
- Du musst ein bestimmtes Arbeitsblatt komplett ausgefüllt haben, einen konkreten Stornogrund nennen können und innerhalb von "genau 14 Tagen (es kommt hier auch auf die genaue Uhrzeit bei der Berechnung an)" per E-Mail anfragen.
- "Kulanzregelungen aufgrund von Krankheit oder persönlichen Umständen" sind laut § 8 Abs. 4 ausgeschlossen.
- Ein gesetzliches Widerrufsrecht gibt es nicht, weil die AGB ausschließlich Unternehmer adressieren.
Ist Caroline Preuss bei der ZFU zugelassen?
Nein.
Ich habe am 10.09.2026 das offizielle Anbieterverzeichnis der Staatlichen Zentralstelle für Fernunterricht durchgesehen — weder "Caroline Preuss" noch "Preuss Consulting GmbH" sind dort gelistet.
Das bedeutet ausdrücklich nicht, dass ein Verstoß vorliegt.
Sehr viele deutsche Online-Kurs-Anbieter sind nicht ZFU-gelistet, und ob ein konkretes Programm überhaupt zulassungspflichtig ist, ist eine Einzelfallfrage, die für ihre Programme nirgends entschieden wurde. Mir ist kein Verfahren gegen sie bekannt.
Zur Einordnung gehört, dass der Bundesgerichtshof 2025 entschieden hat, dass das Fernunterrichtsschutzgesetz auch für Unternehmer gilt (III ZR 109/24 und III ZR 173/24).
Ich bin kein Anwalt und gebe hier keine Rechtsberatung. Wenn Du wissen willst, ob Dein konkreter Vertrag betroffen sein könnte, hol Dir anwaltlichen Rat.
Lohnt sich ihr kostenloses Webinar?
Als Einstieg ja — solange Du weißt, was ein Webinar in dieser Branche ist: der Eingang zum Verkaufsprozess. Das ist kein Vorwurf, sondern schlicht sein Zweck.
Ich habe an keinem ihrer Webinare teilgenommen und sage Dir deshalb nichts über den Inhalt.
Beworben wird es in ihrer E-Mail-Sequenz als 60-minütiges "Instagram Webinar 2026" mit fünf Schritten — KI-Content-System mit Claude und Notion, warum Posts nicht verkaufen, Personal Branding, CTAs und ManyChat-Automation, plus ein "Anti-KI-Prompt" — inklusive Aufzeichnung und Workbook.
Was ich Dir sagen kann, ist, worauf Du achten solltest, weil es bei praktisch jedem Anbieter gleich abläuft:
- Der erste Teil liefert echten Inhalt — dieser Teil ist die Gegenleistung für Deine Zeit und oft tatsächlich brauchbar.
- Der letzte Teil ist der Verkaufsteil.
Achte dort auf drei Dinge:
- Wird ein Preis genannt oder erst im Folgegespräch?
- Gibt es eine Frist, und ist sie echt?
- Wird Dir am Ende ein Produkt verkauft oder ein Beratungsgespräch — denn im Gespräch sitzt Dir dann jemand gegenüber, der geschult ist, Einwände aufzulösen.
Nimm aus dem Webinar mit, was Du inhaltlich brauchst, aber triff die Kaufentscheidung nicht am selben Abend. Wenn ein Angebot nach 24 Stunden Nachdenken nicht mehr gut ist, war es vorher auch nicht gut. 🙂
Ihr Podcast ist übrigens der ehrlichere Einstieg in ihre Welt: 558 Folgen, kein Verkaufsdruck, und Du merkst nach drei Folgen, ob ihr Stil zu Dir passt.
Was ist der Unterschied zwischen Planbar Sichtbar und ErfolgsKurs?
Nach ihrer eigenen Etikettierung: Planbar Sichtbar ist das Sichtbarkeits-Programm, ErfolgsKurs das Umsatz-Programm.
Konkret:
- Planbar Sichtbar zeigt Dir, wie Du auf Instagram sichtbar wirst und über Posts und DMs verkaufst.
- ErfolgsKurs zeigt Dir, wie Du das digitale Produkt überhaupt erst erstellst, das Du verkaufen willst — von der Idee über die Technik bis zur Vermarktung.
Die logische Reihenfolge wäre also eigentlich: erst ErfolgsKurs, dann Planbar Sichtbar.
Verkauft wird es meist andersherum, weil Planbar Sichtbar das günstigere Einstiegsprodukt ist.
Wenn Du noch kein Produkt hast, ist Planbar Sichtbar strukturell unvollständig für Dich.
Wo finde ich den Planbar-Sichtbar-Login?
Der Zugang zum Mitgliederbereich läuft über den Link, den Du nach dem Kauf per E-Mail bekommst.
Bei Problemen führt der Weg über support@carolinepreuss.de; es gibt zusätzlich ein Support-Portal unter carolinepreuss.zendesk.com.
Falls Dein Login nicht mehr funktioniert, gibt es zwei häufige Gründe:
- Deine 12 Monate Zugriffszeit sind abgelaufen.
- Eine Rate ist offen, denn laut § 5 Abs. 3 der AGB wird der Zugang bei ausbleibenden Zahlungen gesperrt.
Lohnt sich Planbar Sichtbar für Anfänger ohne Follower?
Das ist die Frage, bei der ich am vorsichtigsten wäre.
Die Verkaufsseite bewirbt prominent den Nullstart ("ab 0 Follower zum Start").
Die ausführlich erzählten Erfolgsgeschichten auf ihrer eigenen Seite beschreiben aber fast durchgehend Frauen mit bestehender Praxis, mehrjähriger Selbstständigkeit, vorhandener Reichweite oder festem Zweiteinkommen.
Das heißt nicht, dass es als Anfängerin nicht klappen kann, aber es heißt: Die gezeigten Ergebnisse sind überwiegend nicht von Anfängerinnen erzielt worden, und Du solltest Deine Erwartung entsprechend anpassen.
Rechne als echte Anfängerin ohne Reichweite mit deutlich mehr als 12 Monaten, bis sich so ein Investment trägt — wenn es sich trägt.
Ist Caroline Preuss auch für Männer geeignet?
Inhaltlich ja.
Die vermittelten Methoden zu Instagram, Content und Verkauf funktionieren geschlechtsunabhängig.
Atmosphärisch muss ich ehrlich sein: Ihre Community, Bildsprache und Testimonials sind deutlich weiblich geprägt, sie schreibt konsequent von "KundInnen" und "TeilnehmerInnen", und ihr Podcast hieß in einer früheren Phase "Der Business Podcast für Frauen mit Vision".
Wie deutlich das ist, zeigt eine ihrer E-Mails an mich.
Sie spricht mich mit "Christian" an und schreibt zwei Zeilen später: "Das höre ich ständig von Frauen, die sich eigentlich etwas Eigenes aufbauen wollen."
Das ist keine Kritik, ihre Positionierung ist völlig legitim und strategisch klug. Es ist ein Hinweis, den Du vor dem Kauf kennen solltest.
Wie sieht der Newsletter von Caroline Preuss aus?
Ich habe ihr kostenloses "Reel Starter-Paket" am 27. August heruntergeladen und bis zum 4. September zwölf E-Mails bekommen — vier davon allein am 30. August, dem Tag, an dem eine Bonus-Frist ablief.
Handwerklich sind sie gut: Storytelling, kurze Absätze, echte Kundenbeispiele mit Instagram-Handle zum Nachprüfen, viele Emojis, lockerer Ton. Wenn Du gern Business-Geschichten liest, wirst Du sie mögen.
Inhaltlich verkaufen sie durchgehend.
In keiner der elf ausgewerteten Mails fehlt ein Verkaufslink: acht führen zum kostenlosen Webinar, zwei zu Planbar Sichtbar, eine auf die ErfolgsKurs-Warteliste.
Wertvolle Inhalte kommen vor, aber immer als Hinführung zum nächsten Angebot.
Der Gratis-Download ist also nicht das Ziel der Sequenz, sondern ihr Anfang. Das ist branchenüblich und legitim. Du solltest es nur wissen, bevor Du Deine E-Mail-Adresse einträgst.
Der ehrlichere und druckfreie Einstieg in ihre Welt ist ihr Podcast.
Gibt es seriöse Alternativen zu Caroline Preuss?
Ja und die beste Alternative hängt davon ab, wo Du gerade stehst.
Wenn Du noch kein digitales Produkt hast, ist ein Instagram-Sichtbarkeitsprogramm der falsche erste Schritt. Dann brauchst Du erst das Produkt.
"Rein zufällig" 😉 biete auch ich einen Kurs an, der Dir genau das zeigt — den Online-Kurs Creator, für Anfänger gemacht und für einen Bruchteil dessen, was der ErfolgsKurs kostet.
Und wenn Du erstmal kostenlos herausfinden willst, ob das überhaupt Dein Weg ist: Meine kostenlose 3-teilige E-Mail-Serie zeigt Dir, wie Du Deinen eigenen Online-Kurs erstellst und verkaufst. Drei Mails, kostenlos, Abmeldung mit einem Klick.
Lohnt sich der Podcast von Caroline Preuss?
Ja, und zwar unabhängig davon, ob Du je etwas bei ihr kaufst.
558 Folgen, kostenlos, und deutlich nüchterner im Ton als ihre Verkaufsseiten.
Bei Apple Podcasts steht er bei 4,7 Sternen aus 586 Bewertungen.
Eine ihrer eigenen kritischen Bewerterinnen schreibt, sie habe "mehr brauchbares Wissen über Caros Podcast erhalten als über den Kurs" — als Kritik gemeint, als Kompliment für den Podcast funktioniert es trotzdem.
Wenn Du wissen willst, ob ihr Stil zu Dir passt, hör drei Folgen. Das ist der ehrlichere Einstieg als das Webinar.
Im Ernst: Entscheidend ist nicht so sehr, wer lehrt, sondern ob der Lehrer zu Deiner aktuellen Situation passt.
Ein Sichtbarkeitsprogramm ist großartig, wenn Du etwas hast, das sichtbar werden soll. Und der falsche Weg, wenn Du erst noch herausfinden musst, was das sein soll.
Transparenzhinweis: Ich erstelle und verkaufe selbst digitale Infoprodukte und bin damit Mitbewerber von Caroline Preuss. An einer Empfehlung für ihre Programme verdiene ich keinen Cent, und ich nehme an keinem ihrer Partnerprogramme teil. Alle Preise, Zitate und E-Mail-Inhalte in diesem Beitrag habe ich im September 2026 an der Originalquelle geprüft; wo ich einschätze statt belege, steht das ausdrücklich dabei.
Bei Recherche und sprachlicher Überarbeitung haben mich KI-Werkzeuge unterstützt. Was stimmt, entscheiden sie nicht: Jede Zahl und jedes Zitat habe ich vor der Veröffentlichung selbst an der Quelle nachgeprüft, und die Verantwortung für jeden Satz liegt bei mir. Dieser Beitrag ist meine persönliche Einschätzung und ersetzt keine Rechts-, Steuer- oder Anlageberatung. Maßgeblich ist immer das, was zum Zeitpunkt Deines Kaufs im Bestellformular steht.
Belegte Fehler korrigiere ich zeitnah, auch auf Hinweis der Anbieterin.

