Online Business Modelle Archive - Online Geld verdienen mit digitalen Infoprodukten

Category Archives for Online Business Modelle

online-kurs-preis-finden

Wie Du den richtigen Preis für Deinen Online-Kurs findest

  • 9. September 2022

Wie Du den richtigen Preis für Deinen Online-Kurs findest

online-kurs-preis-finden

Du hast einen tollen Online-Kurs erstellt und fragst Dich jetzt, wie viel Du dafür verlangen sollst?

Die meisten Online-Kurs-Ersteller schätzen oder orientieren sich einfach an der Konkurrenz. Kein guter Plan, denn die Preisgestaltung kann maßgeblich über den Erfolg oder Misserfolg Deines Online-Kursgeschäfts entscheiden.

Nach dem Lesen dieses Beitrags weißt Du, was der beste Preis für Deinen Online-Kurs ist und hast somit einen wichtigen Wettbewerbsvorteil.

Es gibt im Prinzip drei Punkte, die Du wissen musst, um die Preisgestaltung von digitalen Produkten zu beherrschen.

1. Beginne, bessere Fragen zu stellen

Die meisten Menschen stellen sich die Frage: "Wie viel sollte ich für meinen Online-Kurs verlangen?"

Und das ist bereits die falsche Frage. Nähern wir uns also Schritt für Schritt den RICHTIGEN Fragen.

Der erste Schritt ist es, über einen bestimmten Betrag nachzudenken. Eine bestimmte Verdienstmarke, die Du erreichen möchtest.

Ich nehme 10.000 € als Betrag, weil das einfach zu rechnen ist und eine Summe, die die meisten Infopreneure und Blogger erreichen wollen. 🙂

Die erste gute Frage, die Du Dir stellen kannst, könnte also lauten: "Was braucht es, um meine ersten 10.000 € zu verdienen?"

Und später könnte es dann heißen: "Was braucht es, um 10.000 € pro Monat oder sogar pro Tag zu verdienen?"

Lass uns also über verschiedene Preispunkte nachdenken und was nötig ist, um die ersten 10.000 € zu verdienen. Beginnen wir ganz unten und nehmen an, dass Dein Online-Kurs nur 5 € kostet (mir ist schon klar, dass das zu billig ist ;-)).

Dann benötigst Du 2.000 Verkäufe, um 10.000 € zu verdienen.

Einfach, oder? 🙂

Als nächsten Preispunkt wähle ich 70 €.  Bei 70 € benötigst Du 143 Verkäufe, um 10.000 € zu erreichen.

Je höher der Preis ist, desto weniger Verkäufe brauchst Du also.

Erhöhen wir jetzt den Preis auf 2.000 €, was eine Menge Holz ist. Hier brauchst Du nur 5 Verkäufe, um auf 10.000 € zu kommen.

Und jetzt denkst Du Dir vielleicht: "Es scheint viel schwieriger zu sein, 2.000 Leute zu finden, die meinen 5 € Online-Kurs kaufen, als nur fünf Leute zu finden, die mir jeweils 2.000 € geben."

Und weißt Du was? Du hast recht.

Aber wenn das so ist, warum verlangst Du dann nicht einfach 10.000 € für Deinen Online-Kurs und brauchst nur einen einzigen Kunden?

Klingt logisch, aber bei dieser Rechnung fehlt noch etwas.

Kommen wir zum zweiten Punkt, den wir beachten müssen.

2. Die Kaufrate

Wenn es um die Preisgestaltung geht, müssen wir auch darüber nachdenken, wie sich die Kaufrate Deines Online-Kurses ändert, wenn sich der Preis ändert.

Schauen wir uns dazu folgendes Diagramm an.

Kaufrate-Online-Kurs-guenstiger-Preis

Die Kaufrate sagt aus, wie viele von 100 Leuten Deinen Online-Kurs auch tatsächlich kaufen. Kommen also 100 Leute auf Deine Verkaufsseite und bestellen zwei davon Deinen Kurs, dann hast Du eine Kaufrate von 2%.

Wir haben zwei Achsen:

  1. Den Preis, der von sehr günstig bis sehr teuer reicht.
  2. Die Kaufrate, die von sehr gering bis sehr hoch reicht.

In der folgenden Abbildung können wir sehen, wie die Beziehung zwischen Kaufrate und Preis NICHT aussieht.

In der Praxis handelt es sich nämlich nie um eine lineare Beziehung.

Wenn dies der Fall wäre, dann wäre der Preis im Grunde egal, denn das würde folgendes bedeuten: Wenn Du 100 € verlangst und 100 Leute Deinen Online-Kurs kaufen und Du dann den Preis auf 1.000 € änderst, dann automatisch nur 10 Leute kaufen und Du am Ende somit immer die exakt gleichen Einnahmen hättest.

Das ist weit weg von der Realität.

Es gibt zwei Faktoren, die wir berücksichtigen müssen, um ein genaueres Diagramm zu erhalten.

1. Die abfallende Kurve

Kaufrate-Online-Kurs-hoeherer-Preis

Das heißt, wenn wir zu Beginn von einem niedrigeren Preis zu einem etwas höheren Preis übergehen, werden wir einen größeren Rückgang der Kaufrate feststellen als später, wenn wir von einem mittleren Preis zu einem hohen Preis übergehen.

Es handelt sich also um eine sanft abfallende Kurve und nicht um eine gerade Linie.

2. Der Einbruch

Abfall-Kaufrate-Online-Kurse

Es gibt einen starken Einbruch der Kaufrate von 0 € bis zu einem beliebigen Eurobetrag.

Das ist der größte Einbruch bei den Kaufraten, den wir sehen werden. Selbst wenn Du nur 1 € für Dein Produkt verlangst, wird die Kaufrate deutlich niedriger sein, als wenn Dein Produkt kostenfrei ist.

Wenn Du ein gutes kostenfreies Angebot hast, zum Beispiel ein Freebie für den Eintrag in Deinen E-Mail-Verteiler, dann sind zweistellige Eintragungsraten normal - zielgerichteter Traffic vorausgesetzt.

Und mit "Eintragungsrate" ist wieder der Prozentsatz der Leute gemeint, die sich Dein Freebie tatsächlich downloaden.

Wenn Du aber für Dein Freebie plötzlich 1 € oder noch weniger verlangst, wird die Eintragungsrate mit Sicherheit in den Keller gehen.

Die wichtigste Erkenntnis ist also, dass es sich nicht um eine lineare Beziehung zwischen Preis und Kaufrate handelt. Wenn Du den Preis für Deinen Online-Kurs verdoppelst, halbiert sich nicht automatisch die Kaufrate und umgekehrt.

Kommen wir zur Praxis.

Angenommen Dein Online-Kurs kostet nur 5 € und Du hast eine anständige Verkaufsseite. Und nehmen wir weiter an, dass Du eine Kaufrate von 5 % hast. Von 100 Leuten, die Dein Angebot sehen, kaufen also fünf den Kurs.

Eine etwas niedrige Kaufrate, aber durchaus realistisch. Mehr erwartet? 😉

Das bedeutet also, dass Du 40.000 Menschen erreichen musst, um 2.000 Verkäufe zu erzielen und die angestrebten 10.000 € zu verdienen. Wow!

Die entscheidende Frage dabei ist also: "Wie viele Menschen muss ich erreichen, um 10.000 € zu verdienen?"

  • Bei 5 € und einer Kaufrate von 5 % müssen wir 40.000 Menschen erreichen.
  • Bei 70 € und einer Kaufrate von 2,5 % müssen wir 5.720 Personen erreichen.

Bei einem Produktpreis von 70 € gehe ich von einer Kaufrate von 2,5 % aus. Das ist zwar einen Annahme, die aber auf meiner Erfahrung im Verkauf von digitalen Produkten seit 2008 basiert. Sie kann auch etwas höher oder etwas darunter sein, aber der Bereich ist absolut realistisch.

Erkennst Du, wie das Zusammenspiel funktioniert?

Du musst deutlich weniger Menschen erreichen, um den gleichen Umsatz zu erzielen, nur wenn der Produktpreis von 5 € auf 70 € steigt.

Überleg mal wie schwer es ist, 40.000 Menschen zu erreichen!

Es ist für "Normalos" wie Dir und mir fast unmöglich...

  • Einen Blog-Beitrag zu schreiben, den 40.000 Menschen sehen.
  • Eine YouTube-Video aufzunehmen, das sich 40.000 Menschen anschauen.
  • Deine Post auf Facebook abzusetzen, den 40.000 Menschen lesen.

Ich weiß nicht, wie es Dir dabei geht, aber wenn ich versuchen müsste, 40.000 Menschen auf meine Verkaufsseite zu locken, um 10.000 € zu verdienen, dann frage ich mich, ob das all die Mühe wert ist!

Andererseits ist es deutlich einfacher nur etwa 6.000 Menschen zu erreichen, wenn der Produktpreis bei 70 € und die Kaufrate bei 2,5 % liegt. Wenn ich ehrlich bin, kann ich heute mir nur einen Klick mehr als 6.000 Leute erreichen, weil ich seit vielen Jahren auf E-Mail-Marketing setze. 🙂

Und was passiert, wenn Dein Online-Kurs 2.000 € kostet?

Wir haben bereits gesehen, dass wir bei einem Produktpreis von 2.000 € nur fünf Verkäufe brauchen, um unsere 10.000 € zu verdienen.

Aber wie sieht es mit der Kaufrate aus?

Nun, sie wird bei weitem nicht bei 2,5 % liegen. Ich tendiere eher in Richtung 0,1 %. Aber das bedeutet immer noch, dass wir nur 5.000 Menschen erreichen müssen, um 10.000 € zu verdienen.

Die erforderliche Reichweite sinkt also selbst dann, wenn unsere Kaufrate stark sinkt, wenn wir den Preis stark erhöhen.

Diese Rechnung deutet also darauf hin, dass höhere Preise im Allgemeinen besser sind und das kann ich so unterschreiben (frag Apple! ;-)). Höhere Preise bedeuten in der Regel weniger Arbeit, um den gleichen Geldbetrag zu erreichen.

Aber uns fehlt noch ein entscheidendes Teil, um das Preisrätsel vollständig zu lösen.

3. Die Produktionskosten

Schauen wir uns ein weiteres Diagramm an.

Auch hier haben wir am unteren Rand Produktpreise, die von sehr billig bis sehr teuer reichen. Und jetzt sehen wir uns die Beziehung zwischen diesen Preisen und den Produktionskosten an, die für die Herstellung eines Produkts dieses Preisniveaus erforderlich sind.

Geringe-Produktionskosten-Online-Kurs

Wenn Du eine einfache Verkaufsseite zusammenstellst und ein E-Book für 5 € verkaufst, das zwar schlecht formatiert ist, aber guten Inhalt hat, werden Deine Kunden es kaufen. Sie werden es als charmant bezeichnen und es mögen.

Das bedeutet, dass Du bei einem billigen Produkt die ganze Arbeit selbst machen kannst. Selbst wenn Du kein Profi bist und das Produkt ein wenig amateurhaft aussieht, kann es funktionieren, solange die Substanz des Produkts gut ist.

Die Kosten für die Herstellung eines billigen Produkts sind zwar immer noch nicht Null, aber sehr gering.

Aber je mehr Geld Du für Deinen Online-Kurs verlangst, desto höher werden die Produktionskosten. 

Überleg mal - wenn jemand 2.000 € auf den Tisch legt, dann muss das Produkt wirklich hochwertig und ausgefeilt sein. Das Design muss exzellent, die Verkaufstexte wirklich professionell sein. Das gesamte Kundenerlebnis, die Art und Weise, wie alles aussieht und sich anfühlt, muss wirklich großartig sein.

Kurz gesagt: Um ein Produkt für 2.000 € zu erstellen, brauchst Du bestimmt externe Hilfe oder ein Team. Du musst also Leute für bestimmte Leistungen bezahlen. Ich denke da an Dinge wie Design, Technik und Support.

So kann das nun in unserem Diagramm ausschauen.

Hohe-Produktionskosten-Online-Kurs

Wir sehen also eine Kurve, die niedrig beginnt, dann aber exponentiell ansteigt, je höher der Produktpreis ist.

Anstieg-Produktionskosten-Online-Kurs

Die Produktionskosten für ein 100 € Produkt sind nicht viel höher als für ein 10 € Produkt, sie sind aber massiv höher für ein 2.000 € Produkt oder gar ein 10.000 € Produkt.

WICHTIG: Worüber wir hier reden, ist es, gute und qualitativ hochwertige Online-Kurse zu entwickeln. Also Kurse, die Deine Kunden wirklich mögen und ihnen tatsächlich helfen, ihre Ziele zu erreichen. Und dieser Aspekt ist unabhängig vom Produktpreis. Wenn Du Schokolade für 1 € kaufst, dann möchtest Du, dass die Schokolade lecker schmeckt. Wenn Du für ein Auto 50.000 € hinlegst, dann möchtest Du ein tolles Auto, das lange fährt und keine Probleme macht.

Lass uns jetzt unsere beiden Diagramme kombinieren.

Produktionskosten-Kaufraten-Online-Kurs

Wir können sehen, wie die Produktionskosten mit dem Produktpreis steigen und wir können sehen, wie die Kaufrate sinkt, wenn der Produktpreis steigt.

Und vergiss nicht, dass die Kurve der Kaufrate darstellt, wie viel Arbeit wir aufwenden müssen, um genügend Leute zu erreichen, um unsere anvisierten 10.000 € zu verdienen.

Was ist also nun der ideale Preis für (D)einen Online-Kurs?

Wie Dir vielleicht auffällt, überschneiden sich die beiden Kurven. Und genau an dem Punkt, an dem sie sich überschneiden, liegt aus meiner Sicht der "perfekte" Preisbereich für einen Online-Kurs. Also dort, wo wir die höchstmögliche Kaufrate für die geringstmöglichen Produktionskosten haben.

Und dieser Punkt liegt in einem Bereich zwischen 200 € und 300 €.

Idealer-Online-Kurs-Preis

Warum sind 200 € - 300 € ein idealer Preis für einen Online-Kurs?

Aus zwei Gründen:

  1. Du muss relativ wenig Menschen erreichen, um gutes Geld verdienen zu können.
  2. Du kannst den Online-Kurs selbst erstellen und brauchst dazu kein Team oder Mitarbeiter, die nur die Produktionskosten in die Höhe treiben würden.

Wenn Du die Prinzipien eines ergebnisorientierten Online-Kurses befolgst und Dich ein wenig anstrengst, dann kannst Du einen wirklich hochwertigen Online-Kurs erstellen, den Du zum Beispiel für 299 € verkaufen kannst. Und die Leute werden ihn lieben. 🙂

Viele Leute im "Online-Business Bereich" denken immer sie brauchen eine riesige E-Mail-Liste und zig Tausende Follower, um etwas erreichen zu können.

Ich bin seit 2008 im Online-Geschäft und habe andere Erfahrungen gemacht.

  • Ich habe im Prinzip noch nie eine große Anzahl von Menschen erreicht, wenn wir uns die Möglichkeiten des Internets ansehen.
  • Ich habe noch nie ein Video gedreht, das viral ging und Millionen von Menschen erreichte.
  • Ich habe keine Social-Media-Konten mit Millionen von Anhängern. Ich habe nicht einmal ein Instagram-Konto.

Ich kann Dinge in einem viel kleineren Maßstab tun und verdiene immer noch mehr Geld als die meisten Menschen mit einer großen Fangemeinde auf Facebook, Instagram & Co.

Ich habe mein Geschäft so aufgebaut, dass ich keine wahnsinnige Reichweite brauche, um erfolgreich zu sein und ich empfehle Dir, das gleiche zu tun. Und Online-Kurse zu einem Preis von 200 € oder 300 € zu verkaufen ist ein sehr guter Weg dazu. 🙂

Die Wahrheit ist nämlich, dass viele Infopreneure und Online-Kurs-Ersteller zu wenig für ihre Produkte berechnen, die nötige Arbeit unterschätzen oder willkürliche Preise festsetzen, die es ihnen unmöglich machen, genug Verkäufe zu erzielen.

Oder sie verkomplizieren Dinge unnötig und versuchen von Beginn an Dinge zu tun, die zu unerreichbar, zu komplex oder zu kostspielig sind.

Selbst wenn zu sehr ehrgeizig bist (was gut ist), empfehle ich Dir, mit etwas Kleinem anzufangen, dass es Dir leichter macht (schnell) Erfolg zu haben und Dir hilft, in Schwung zu kommen.

Und hierfür sind Online-Kurse, die Du selbst erstellen und für einen Preis zwischen 200 € und 300 € verkaufen kannst, meiner Erfahrung nach ideal. 🙂

Warum nicht sofort einen 2.000 € Online-Kurs verkaufen?

Die Vorstellung, mit nur 5 Verkäufen bereits 10.000 € zu verdienen, klingt verlockend, oder?

Und Du hast recht, das ist es auch.

Der erste Online-Kurs, den ich für das Projekt 365digital erstellt habe, war das A-Z Infoprodukt-System - mein bewährtes Flaggschiffprodukt zum Aufbau eines gewinnbringenden Infoprodukt-Business. Der Kurs kostet knapp 1.000 € (und ist jeden Cent wert :-)).

Es ist eine gute Entscheidung, ein hochpreisiges Produkt in seinem Sortiment zu haben.

Aber jemandem (wie Dir?), der zum ersten Mal einen Online-Kurs erstellt und keine Erfahrung damit hat, würde ich dennoch nicht empfehlen, damit zu starten.

Ich musste zunächst eine teure Software kaufen, um ein wirklich tolles Kundenerlebnis bieten und einen gut strukturierten und einfach "konsumierbaren" Kurs erstellen zu müssen. Und ich hatte davor bereits jahrelange Erfahrung mit Online-Kursen für andere Projekte in anderen Märkten.

Daher ist aus meiner Sicht der kürzeste Weg zu einem 1.000 € oder sogar 2.000 € Online-Kurs jener, zunächst zwei oder drei günstigere Online-Kurse zu erstellen und zu verkaufen.

Das hilft Dir, wichtige Erfahrungen zu sammeln. Es hilft Dir, Dir einen Ruf und ein Publikum aufzubauen. Und wenn Du dann soweit bist, um ein 2.000 € teures Produkt zu erstellen, dann weißt Du genau, wie Du dieses richtig hochwertige machen kannst und hast auch das nötige Kleingeld dafür. 🙂

Noch ein Tipp zur Preisfindung...

Hast Du Dich schon einmal gefragt, warum Produkte in der Regel immer 99 € kosten und nicht einfach 100 €? Oder 9,99 € und nicht einfach 10 €? 

Nun, bei bestimmten Preisen gibt es einen psychologischen Kaufwiderstand bei uns Menschen.

Es macht für uns einen großen Unterschied in der Kaufentscheidung, ob der Preis knapp unter oder knapp über einem runden Wert liegt. Daher sehen wir immer Preise wie 9,95 €, 97 € oder ähnliches, aber nie 100 €.

Also Preise, die knapp unter einem runden Wert liegen, haben in der Regel eine höhere Kaufrate als Preise, die knapp über demselben Wert liegen.

Leute kaufen das gleiche Produkt eher, wenn es 99 € kostet, als 100 €.

Bedenke das bei der Wahl Deines Preises und versuche, einfach knapp unterhalb eines runden Wertes zu bleiben. Im Fall Deines Online-Kurses können das zum Beispiel Preise sein wie:

  • 197 €
  • 249 €
  • 299 €

Frage: Wenn Du jetzt mit der Erstellung eines Online-Kurses beginnen würdest und weißt, was Du dafür verlangen kannst, was wäre das Thema Deines Kurses? Welches Wissen könntest Du in einen Online-Kurs verwandeln?

Ich bin gespannt auf Deine Ideen im Kommentarbereich! 🙂

PS: Wenn Du noch weitere Fragen zum erfolgreichen Aufbau eines Online-Kursgeschäfts hast, kannst Du gerne ebenso einen Kommentar hinterlassen. Ich werde versuchen, Dir alle Fragen zu beantworten.

Online-Kurs erstellen

Wie Du aus Deinem vorhandenen Wissen einen hochwertigen Online-Kurs erstellen kannst

  • 7. September 2022

Wie Du aus Deinem vorhandenen Wissen einen hochwertigen Online-Kurs erstellen kannst

Online-Kurs erstellen

Wenn ich nach "Online-Kurs erstellen" google, dann bekomme ich hauptsächlich Artikel angezeigt, die mir eine Reihe von Tools und Plattformen vorstellen, die ich für meinen Online-Kurs verwenden soll.

Aber ist eine Auflistung irgendwelcher Tools wirklich dafür verantwortlich, ob ich einen hochwertigen Online-Kurs erstellen und langfristig erfolgreich verkaufen kann?

Ich sage NEIN!

Klar, die richtige Technik ist wichtig, aber viel wichtiger ist doch die Frage: "Wie schaffe ich es, die richtigen Inhalte für meine Kunden zusammenzustellen, sodass sie möglichst schnell von A (Unzufriedene Situation, Problem) zu B (Wunschsituation, Ziel) gelangen?"

Denn nur dann werden sie damit zufrieden sein und mich liebend gerne dafür bezahlen.

Und dabei hilft Dir nicht die beste Technik der Welt, sondern das Wissen, wie man erstklassige, außergewöhnliche und nicht einfach kopierbare Online-Kurse erstellt, die die Leute am liebsten schon heute kaufen möchten.

Und genau darum geht es in diesem Artikel (+ nur ein bisschen Technik :-)).

Warum eigentlich Online-Kurse?

Als Geschäftsmodell gibt es nichts Besseres als Online-Kurse.

Ich meine, irgendwie wird "Alles" digital. Die Welt wird ist digital. Menschen, die ihren Unterricht, ihr Coaching, ihr Wissen nicht im Internet in Form von Online-Kursen anbieten, werden früher oder später auf der Strecke bleiben.

Zumindest sehe ich das so. 🙂

Online-Kurse sind deshalb so großartig, weil Du Dein vorhandenes Wissen in ein vollwertiges Produkt verpacken und dieses dann über Jahre hinweg immer wieder verkaufen kannst.

Einmal erstellt, kannst Du damit immer wieder Geld verdienen, ohne immer wieder Zeit dafür investieren zu müssen. Es ist, als ob Du einmal als Lehrer auftrittst und immer und immer wieder dafür bezahlt wirst, ohne jedes Mal wieder aufs Neue im Klassenzimmer stehen zu müssen.

Lohnt es sich finanziell überhaupt einen Online-Kurs zu erstellen?

Oft bekomme ich die Frage gestellt: "Ok, aber kaufen Leute überhaupt (noch) Online-Kurse?" Kann ich damit wirklich Geld verdienen?"

Egal, welche Statistik man sich über Online-Kurse oder generell den E-Learning-Markt ansieht - alle Pfeile zeigen steil nach oben.

Hier ein Auszug aus dem Forbes-Magazin, der folgendes besagt:

E-Learning ist die Zukunft. Das Marktforschungsunternehmen Global Industry Analysts prognostizierte, dass "E-Learning" im Jahr 2015 107 Milliarden Dollar erreichen würde und das ist auch eingetreten. Jetzt zeigen die Prognosen von Research and Markets, dass sich der Umsatz von 2015 verdreifachen wird - E-Learning wird bis 2025 auf 325 Milliarden Dollar ansteigen.

Dieser Bericht auf businesswire.com besagt, dass Deutschland der europäische Spitzenreiter in der E-Learning-Branche ist und den größten Marktanteil in Europa hat. So wächst der deutsche E-Learning-Markt jedes Jahr um 8,5 %.

Und ich selbst lebe zum überwiegenden Großteil von der Erstellung und dem Verkauf von Online-Kursen und kann ein Lied davon singen, dass sich Online-Kurse verkaufen. 🙂

So wie hier, als ich einen kleineren Online-Kurs - den 100k Business Idea Finder - zum ersten Mal in einer Gruppe von interessierten Leuten gelauncht und damit innerhalb von nur 4 Tagen 3.123,24 € verdient habe.

Verdienst Online-Kurs-Verkauf

Wenn Du mich also fragst, ob sich die Zeit, die Du für die Erstellung Deines eigenen Online-Kurses investierst, für Dich finanziell lohnen wird, dann kennst Du jetzt meine Antwort: JA, Leute kaufen Online-Kurse!

Und die Wahrheit ist, dass der "Online-Kurs Markt" in Deutschland aus meiner Sicht immer noch in den Kinderschuhen steckt.

Das untermauert auch folgende Statistik, die den Anteil der Personen in Deutschland von 2008 bis 2021 zeigt, die das Internet für Online-Kurse nutzen (Quelle: statista.com).

Online-Kurs-Nutzer Deutschland

Da ist also noch ordentlich Luft nach oben und für den rasanten Anstieg von 2019 auf 2020 ist vermutlich die Corona-Pandemie verantwortlich.

Aber warum erstellt und verkauft dann nicht jeder Online-Kurse?

Ich habe mit Hunderten von Online-Kurserstellern gearbeitet und mit vielen von ihnen gesprochen, und ich sehe immer wieder die gleichen Probleme auftauchen.

Eine der wichtigsten Fragen, die mir Leute stellen, ist: "Wie setze ich das Wissen, das in meinem Kopf ist, in einen guten Online-Kurs um?"

Das ist der Punkt, an dem die Leute alleine nicht weiterkommen. Die meisten Leute wollen einen richtig guten Online-Kurs machen. Naja, wenn Du jemand bist, der einen richtig miesen, geldgierigen Online-Kurs erstellen möchtest, dann bist Du hier ohnehin nicht richtig.

Die Leute möchten etwas Gutes tun. Sie möchten etwas machen, worauf sie stolz sein können. Und sie möchten natürlich etwas, dass ihnen langfristig Geld bringt. Wenn das auf Dich zutrifft, dann ist dieser Beitrag genau der Richtige für Dich. 🙂

Ich gebe Dir hier eine Strategie an die Hand, mit der Du die beiden größten Hindernisse überwinden kannst, die Leute davon abhalten, einen guten, qualitativ hochwertigen Online-Kurs zu erstellen.

Die zwei größten Probleme bei der Erstellung von hochwertigen Online-Kursen

1. Informationsdownload

Das ist ein typischer Anfängerfehler.

Jemand sagt: "Okay, ich möchte einen Online-Kurs machen und habe ein bestimmtes Wissen, das ich weitergeben möchte. Und wenn ich jetzt so viel von meinem Wissen wie möglich da hinein packe, dann wird das ein toller Kurs!"

Die Idee ist also, je mehr Informationen in einem Kurs sind, desto besser ist er, richtig?

Falsch gedacht.

Ein Online-Kurs ist KEIN Lehrbuch.

Die Wahrheit ist und das musst Du verinnerlichen: Die Leute wollen Deinen Online-Kurs nicht kaufen. Und das ist nichts Persönliches. Meinen Online-Kurs wollen die Leute auch nicht kaufen.

Die Leute sind nicht daran interessiert, Geld zu bezahlen, um sich Vorträge von jemandem anzuschauen, der über irgendetwas schwafelt.

Was die Leute wollen, ist ein ERGEBNIS. Sie wollen quasi ein Ergebnis kaufen.

Sie wollen eine Lösung für ein Problem, das sie gerade haben. Sie wollen etwas erreichen, was sie bisher noch nicht erreicht haben. Und Dein Online-Kurs ist dafür "nur" ein Mittel zum Zweck.

Das bedeutet, dass ein Online-Kurs mit mehr Informationen, mehr Lektionen und mehr Stunden Videos zum Anschauen kein besserer Kurs ist.

Ein Beispiel.

Angenommen, die Sommersaison steht vor der Tür und Du möchtest am Strand eine gute Figur machen und Dich in Form bringen.

Rein zufällig habe ich einen Online-Kurs in der Fitness-Nische erstellt. Du kaufst den Kurs und in der ersten Lektion erzähle ich Dir etwas über die Knochen, die Bänder, die Muskelfasertypen und wie das alles zusammenspielt.

Und Du denkst Dir: "Hey, ich möchte einfach nur meine Muskeln wachsen lassen, was interessieren mich Knochen und Bänder im Körper!"

Mein Kurs ist ein typischer Informationsdownload, der an der Situation des Kunden (in diesem Fall an Deiner Situation) vorbei spricht. Das ist kein guter Online-Kurs, weil er Dich als meinen Schüler nicht dort abholt, wo Du Dich gerade befindest.

Die Lösung besteht darin, einen ERGEBNISORIENTIERTEN Online-Kurs zu erstellen.

Der erste Schritt bei der Erstellung eines hochwertigen Online-Kurses ist also zu verstehen, was das Ergebnis ist, das Deine Schüler erreichen wollen.

Und dann solltest Du Deinen Online-Kurs so aufbauen, dass er den Teilnehmer von seiner jetzigen Situation zum gewünschten Ergebnis bringt. Denn Dein Kursteilnehmer ist viel eher bereit für einen kürzeren Kurs zu bezahlen, der ihn effizient von A nach B bringt, als für einen Kurs, der einfach nur 6 Stunden dauert und ewig um den heißen Brei herum redet.

Denn was hat in dieser schnelllebigen Zeit niemand?

Richtig, ZEIT!

Oder anders gesagt: Was Dein Online-Kurs braucht, ist eine klare Struktur, die Deine Kunden von Punkt A, wo sie sich befinden, zu Punkt B, wo sie hinwollen, führt.

In der Praxis sieht diese Struktur so aus.

Kenne zunächst das Ergebnis, dass sich Deine Schüler wünschen. Ihre Ziele, die sie mit Hilfe Deines Online-Kurses erreichen wollen.

Angenommen ich habe einen Online-Kurs über das Fotografieren entwickelt.

Anstatt zu sagen "Ich werde Dir darin alles über die Fotografie beibringen", ist es besser das gewünschte Ergebnis in den Vordergrund zu rücken und zu sagen: "In diesem Kurs werde ich Dir beibringen, wie Du diese eine Art von Foto machst, sodass Dir die Kunden Deine Bilder aus den Händen reißen werden".

Und "diese eine Art von Foto" können zum Beispiel Portraits oder Produktfotos sein. Also sehr spezifisch. In jedem Fall zeige ich Dir, wie Du das bestmögliche Ergebnis erzielen kannst.

Du startest Deine Überlegungen also mit dem gewünschten Ergebnis Deiner (zukünftigen) Kunden und legst dann fest, welches die drei wichtigsten Dinge sind, die Deine Schüler wissen müssen, um dieses Ergebnis zu erreichen.

Nicht die fünf, nicht die zehn und nicht die zwanzig, sondern die DREI wichtigsten Dinge!

In meinem Foto Online-Kurs könnten das zum Beispiel diese drei Dinge sein:

  1. Das richtige Equipment.
  2. Die richtige Beleuchtung.
  3. Die "perfekte" Aufnahme.

Und das sind auch gleichzeitig meine drei Kurs-Module.

Und in jedem dieser drei Module wende ich wieder das ergebnisorientierte Modell an und versuche meine Teilnehmer Schritt für Schritt von ihrem jetzigen Wissensstand zu einem ausreichenden Wissen zu führen, das aber nie über das hinausgeht, was sie im entsprechenden Modul wirklich brauchen.

  • Im ersten Modul beschränke ich mich auf die richtige Ausrüstung und die richtige Kameraeinstellung, erzähle aber kein theoretisches BlaBla übers Fotografieren und gebe den Leuten auch keine lange Liste an Kameras, aus der sie wählen sollen (und damit ohnehin überfordert sind).
  • Im zweiten Modul geht es nur um das richtige Licht und wie man für die eine Art von Foto (z.B. Portraits) das Beste findet und welche Möglichkeiten man hierzu hat.
  • Und im dritten Module geht es um die eigentliche Aufnahme, sodass die Fotos auch wirklich hochwertig, scharf und "verkaufbar" werden.

Jedes meiner drei Module wiederum kann beliebig viele Lektionen/Unterkapitel haben, je nachdem wie viele nötig sind, um die Teilnehmer zum gewünschten Ergebnis zu führen.

Wenn Du dieses Rezept befolgst, dann bekommst Du automatisch einen Online-Kurs, der eine sehr klare und einfache Struktur hat. Er ist für die Teilnehmer leicht zu verstehen und zu befolgen und führt sie auf kurzem Weg zum gewünschten Ergebnis.

Nach nur drei Modulen und in nicht allzu großer Zeitinvestition machen die Kursteilnehmer bereits genau die Fotos, die sie schon immer machen wollten und das fühlt sich wirklich großartig für sie an! Sie sind happy und viel eher bereit auch meinen nächsten Online-Kurs zu kaufen, in dem es dann um die "Food-Fotografie" geht. 🙂

Und so ist es eigentlich einfacher, einen qualitativ hochwertigen, begehrenswerten und vermarktungsfähigen Online-Kurs zu erstellen als einen reinen Informationsdownload der viel Zeit in Anspruch nicht, die Leute aber nicht zum Ziel führt.

Das Prinzip ist immer das gleiche: Bestimme zunächst ein ganz spezifisches Ergebnis, das Deine Kursteilnehmer erreichen wollen, unterteile es dann in die drei wichtigsten Dinge (= Deine 3 Kurs-Module), die sie dazu wissen müssen und zeige ihnen dann die dafür nötigen Schritte. Das ist das einfache Rezept, um einen Online-Kurs zu erstellen, mit dem Du langfristig Geld verdienen kannst.

Leider hören die Probleme damit nicht auf.

2. Never Ending Story

Das zweite Problem vieler Leute, die einen Online-Kurs erstellen und verkaufen wollen, ist, dass sie niemals damit fertig werden. Es gibt so viele Leute mit guten Ideen, die anfangen, an einem Online-Kurs zu arbeiten, ihn dann aber nie beenden und das ist schade.

Ein unveröffentlichter Online-Kurs, der im Regal verstaubt, bringt nämlich niemandem etwas und das eigentliche Problem, das hier dahintersteckt, ist das sogenannte "Hochstapler-Syndrom".

Dabei hat man das Gefühl, nicht gut genug zu sein, nicht genug zu wissen oder nicht würdig zu sein, etwas in einem Online-Kurs zu lehren und dafür auch noch Geld zu verlangen.

Hattest Du das Gefühl auch schon einmal?

Das passiert im Grunde jedem einmal. Sogar Weltklasse-Experten haben dieses Gefühl, wenn sie zum Beispiel gebeten werden, auf der Bühne zu sprechen.

Das ist einfach eine Facette der menschlichen Psychologie. Wir gewöhnen uns immer an das, was wir kennen und bereits wissen.

Selbst wenn man sich auf einem Gebiet viel Fachwissen angeeignet hat, hat man immer das Gefühl, dass dies normal ist. Und man hat das Gefühl, dass andere Menschen genauso viel oder sogar mehr wissen als man selbst und das kann einem auch beim Erstellen eines Online-Kurses in die Quere kommen.

Das wiederum äußert sich in Perfektionismus. Man hat also immer das Gefühl, dass das, was man geschaffen hat, nicht gut genug ist und man will es besser machen.

Und das ist auch eine Art Entschuldigung dafür, dass es irgendwie beängstigend ist, einen Online-Kurs zu erstellen oder?

So kann man immer weiter daran arbeiten und in der sicheren Blase bleiben, dass man ihn noch nicht fertiggestellt und veröffentlicht hat. Man geht so der Gefahr aus dem Weg, vielleicht die eine oder andere Kritik zu ernten.

Viele Online-Kurs-Ersteller verbringen dann sehr viel Zeit damit, sich mit Kleinigkeiten zu befassen und sich über alle möglichen unwichtigen Details Gedanken zu machen, die mit dem eigentlichen Kurserfolg nichts zu tun haben, nur, um den Tag X der Veröffentlichung immer weiter nach hinten zu verschieben.

Sie denken sich zum Beispiel: "Oh mein Gott, ich muss die perfekte Online-Kurssoftware finden!"

Und sie probieren dann alle möglichen Lösungen aus und denken sich dann: "Oh, diese Kurssoftware ist perfekt, aber sie hat diese eine Funktion nicht, also muss ich noch etwas anderes ausprobieren!"

Oder wenn es zum Beispiel darum geht, Videos für den Online-Kurs aufzunehmen und man sich plötzlich Fragen stellt wie:

  • Welche Kamera muss ich mir besorgen?
  • Welches Mikrofon soll ich verwenden?
  • Brauche ich ein Stativ für die Aufnahmen?
  • Was ist die beste Bearbeitungssoftware für meine Videos?

Es gibt so viele Dinge, in denen man sich verlieren kann, weil man immer versucht, die perfekte Lösung zu finden und das kann ewig so weitergehen.

Wie kann man dieses Problem also vermeiden?

Ein Beispiel.

Stell Dir vor, Du nimmst an einem Online-Sprachkurs teil und der Lehrer ist wirklich gut. Der Kurs macht Dir Spaß, Du bist motiviert, Du lernst viel, alles ist einfach zu verstehen, es fühlt sich gut an.

Aber der Kurs ist mit einer Smartphone-Kamera aufgenommen. Die Videos sind manchmal etwas "ruppig". Die Audioqualität ist nicht immer gut. Die Folien sind ein bisschen unsauber.

Mhm...

Aber ist das wirklich wichtig?

Ich meine, wenn Du dem Kurs folgen kannst, dabei Spaß hast und die neue Sprache wirklich lernst, was kümmert Dich dann die Videoqualität?

Und jetzt stell Dir vor, Du hast einen Online-Sprachkurs gekauft, in dem alles so richtig auf Hochglanz poliert ist. Die Website ist toll, die Videos sind 4K-scharf, die Tonqualität ist perfekt.

Aber der Kurs ist langweilig. Der Lehrer spricht sehr monoton, undeutlich und es ist schwer, ihm zu folgen. Du musst Dich fast zwingen, in dem Kurs weiterzumachen und merkst, dass Du damit die neue Sprache nicht wirklich lernst.

Welchen dieser beiden Sprachkurse würdest Du lieber kaufen?

Aus Kundensicht ist das ganz offensichtlich oder?

Wir geben lieber Geld für einen Kurs aus, der uns zum gewünschten Ergebnis führt, auch wenn die Produktqualität vielleicht nicht "ideal" ist.

Und wieder geht es um das Ergebnis. Das ist das A und O eines jeden Online-Kurses.

Nun gut, was also tun?

Freunde Dich damit an, dass Dein Online-Kurs nie perfekt sein wird. Meiner ist es auch nicht. Keiner ist es. Und das ist auch nicht nötig!

Besser ist es, einen Online-Kurs auf den Markt zu bringen, mit dem Du zu 70-80% zufrieden bist, erste Kunden zu gewinnen und den Kurs dann mit dem Feedback Deiner Kunden immer weiter zu verbessern.

Und ja, vielleicht wird ein Kunde dabei sein, der irgendetwas bemängelt. Das ist ok. Aber es gibt auch genug Leute, die Apple-Produkte bemängeln und hält das Apple davon ab, das nächste iPhone zu bauen? Nein!

Du kannst und sollst es nicht jedem recht machen. Sei ein Online-Kurs-Ersteller mit Ecken, Kanten und Fehlern. Erstelle einen guten Online-Kurs, veröffentliche ihn und sei bereit, aus Fehlern zu lernen und Dinge nachzubessern.

Und was Dinge wie das richtige Online-Kurs Tool oder die richtige Video-Ausrüstung betrifft, sei Dir folgendes gesagt...

Ja, Du kannst viel Geld für eine bessere Kamera, eine bessere Bearbeitungssoftware, ein besseres Tool und allen möglichen Schnickschnack ausgeben. Aber zuerst musst Du das Geld dafür verdienen! Erstelle Deinen ersten Online-Kurs mit dem, was Du bereits hast (zum Beispiel Dein Smartphone) und verdiene Dein erstes Geld damit.

Einen Teil Deines Verdienstes kannst Du später immer noch dafür verwenden, um ein professionelleres Online-Kurs Tool mit besserem Design oder ein super-duper Videobeleuchtung zu kaufen.

Vielleicht hast Du gerade die Vision von einem fantastischen Online-Kurs Imperium, mit dem Du eines Tages einen Haufen Geld verdienst und bei dem alles auf Hochglanz poliert ist mit gestochen scharfen Videos und tollem Design.

Das ist großartig! Und Du sollst eine Vision haben!

Vergiss aber nicht, dass Du das nicht an Tag #1 haben wirst und Dich erst dorthin arbeiten musst. Und Perfektionismus ist kein guter Wegbegleiter dafür! 😉

Denke groß, aber starte klein und einfach. Verdiene erstes Geld und re-investiere einen Teil davon, anstatt das ganze Geld im Voraus auszugeben und dann zu hoffen und zu beten, dass das Geld irgendwie wieder hereinkommt!

Gut gebrüllt, Löwe - aber welche Technik soll ich jetzt für meinen Online-Kurs verwenden?

Jetzt, nachdem Du weißt, was einen wirklich hochwertigen Online-Kurs ausmacht, brauchst Du noch eine Schnittstelle zwischen Dir und Deinen zahlenden Kunden.

Also eine Plattform, auf der Du Deine Kursinhalte sauber und strukturiert aufbereiten kannst und auf die Deine Kunden nach erfolgreicher Zahlung jederzeit Zugriff haben. Am besten rund um die Uhr und vollautomatisiert.

Online-Kurse zu verkaufen, ist ein stark aufstrebender Markt und derzeit sprießen die Tool-Hersteller dafür aus dem Boden wie die Pilze.

Aber ich möchte Dir hier nicht einfach eine Liste verschiedener Hersteller vor den Latz knallen und dann sagen: "So und jetzt investiere mal ein paar Tage Deiner wertvollen Zeit, schaue Dir alles an und entscheide Dich dann für ein Tool!"

Denn am Ende könntest Du Dich vermutlich doch nicht entscheiden, weil Dir als jemand, der zum ersten Mal einen Online-Kurs erstellt, die Erfahrung fehlt und Du unsicher bist.

Stattdessen zeige ich Dir einfach, welche Technik ich als alter "Online-Kurs Hase" nutzen würde, wenn ich heute meinen ersten Online-Kurs aufbauen und verkaufen würde.

Here we go...

Thrive Apprentice ist eine Art "All-in-One" WordPress-Plugin für die Erstellung professioneller Online-Kurse.

Du kannst hiermit nicht nur Deine Inhalte schützen, sondern auch professionelle Mitgliederseiten gestalten, auf erstklassige Vorlagen und Designs zugreifen und somit ein tolles Nutzererlebnis bieten.

Obwohl es ein englischsprachiges Tool ist, ist es recht einfach zu bedienen und lässt sich auch mit deutschsprachigen Zahlungsanbietern verknüpfen und verwenden.

Hier eine Kurzvorstellung des Tools.

Digistore24* ist einer der bekanntesten deutschsprachigen Zahlungsanbieter für digitale Produkte wie eben Online-Kurse.

Ich nutze den Anbieter seit vielen Jahren, bin sehr zufrieden damit und empfehle Dir, ebenfalls diesen Anbieter zu nutzen. Zudem lässt sich Digistore24 auch wunderbar mit Thrive Apprentice verbinden.

Hier eine Kurzvorstellung.

Fazit

Online-Kurse sind großartig! Die Leute sind verrückt danach und geben jedes Jahr viel Geld dafür aus.

Und auch Du kannst mit Deinem eigenen Online-Kurs auch ein Stück vom Kuchen abhaben. 🙂

Wichtig dabei ist, dass Du Dich von Anfang an auf die inhaltliche Qualität fokussiert und einen ergebnisorientierten Online-Kurs erstellst, der Deine Teilnehmer schnellstmöglich von A nach B führt.

Die Leute wollen keinen reinen Informationsdownload, der sie viel Zeit kostet, aber am Ende nicht ans gewünschte Ziel führt. Die Leute wollen komprimiertes, umsetzbares Wissen und schnelle Ergebnisse!

Und um das liefern zu können, musst Du nicht alles über Dein Thema wissen. Ich weiß auch nicht alles über Online-Marketing, lebe aber dennoch davon. Dein Online-Kurs muss auch nicht perfekt sein, keiner ist das. Er muss gut genug sein und er muss vor allem online sein. 🙂

Stell Dir auch nicht zu lange die "Technik-Frage" und suche irgendwie nach dem perfekten Tool. Starte mit einer guten und günstigen Lösung (siehe oben) und re-investierte etwas Geld, das Du mit dem Online-Kurs-Verkauf einnimmst, später in bessere Technik und die Optimierung Deines Meisterwerks. 🙂

Was hält Dich bislang davon ab, Deinen eigenen Online-Kurs zu erstellen?

Ich freue mich, im Kommentarbereich von Dir zu hören. 🙂

Mitgliederbereich mit WordPress erstellen

Wie Du einen Mitgliederbereich mit WordPress erstellst

  • 5. September 2022

Wie Du einen Mitgliederbereich mit WordPress erstellst und erste Zugänge verkaufst

Mitgliederbereich mit WordPress erstellen

Du möchtest einen eigenen Mitgliederbereich mit WordPress erstellen und hast jetzt viele Fragen im Kopf, wie:

  • Bekomme ich das technisch alles hin?
  • Wie viel kostet mich das Ganze?
  • Welches Plugin soll ich verwenden?
  • Welche Inhalte muss ich dafür erstellen?

Nach dem Lesen dieses Beitrags kennst Du alle Antworten, weißt, was ein geschützter Mitgliederbereich eigentlich ist, wie das Geschäftsmodell funktioniert, was Du an Technik alles dafür brauchst und ob es eine gute Lösung für Dein Online-Geschäft ist.

Auch zeige ich Dir in 3 Videos, welche Plugins und welchen Zahlungsanbieter ich verwende und empfehle.

Los geht's!

Was Du über das Erstellen von Mitgliederbereichen mit WordPress wissen musst

Wenn es ein Online-Geschäftsmodell gibt, dessen Einrichtung sich für viele Leute kompliziert und beängstigend anhört, dann ist es wahrscheinlich ein eigener, geschützter Mitgliederbereich.

Die Idee, dass sich Tausende von zahlenden Kunden regelmäßig in Deine WordPress-Webseite einloggen und auf Deine Inhalte zugreifen, klingt wie etwas, das sich nur große Firmen leisten können.

Aber weit gefehlt!

Dank der Leistungsfähigkeit von WordPress und einiger großartiger Membership-Plugins für WordPress kannst Du im Handumdrehen und mit minimalen Kosten einen voll funktionsfähigen Mitgliederbereich erstellen.

Aber wie startest Du? Was musst Du im Vorfeld alles über WordPress-Mitgliederbereiche wissen und wie kannst Du sicher sein, dass sich die Zeit, die Du dafür investierst, überhaupt lohnt?

Lass es uns herausfinden...

Was ist ein Mitgliederbereich überhaupt?

Bei einem Mitgliederbereich (häufig auch Membership oder Mitgliederseite genannt) können sich Nutzer auf Deiner Webseite anmelden, um Zugang zu exklusiven Inhalten zu erhalten.

Das heißt, jeder Nutzer bekommt seine persönlichen Zugangsdaten, mit denen er sich auf einer Login-Seite in einen geschützten Bereich einloggen und auf alle Inhalte zugreifen kann, die Du ihm zur Verfügung stellst.

Der Zugang kann kostenlos sein oder als Abonnement verkauft werden. Beim Abo zahlt der Kunde einen bestimmten monatlichen oder jährlichen Betrag, um den Zugang aufrecht zu erhalten. Kündigt er, dann verliert er den Zugang zu Deinem Mitgliederbereich mit all seinen Inhalten.

Du kannst auch beide Arten von Zugängen kombinieren, um die Nutzer zu ermutigen, sich zunächst als "kostenfreies Mitglied" anzumelden, bevor Du ihnen ein kostenpflichtiges Premium-Abo mit weiteren, exklusiven Inhalten verkaufst.

Das Wort "Zugang" ist bei einem Mitgliederbereich wichtig.

Anders als bei einem E-Book oder einem Videokurs verkaufst Du nicht einen bestimmten Inhalt. 

Du verkaufst vielmehr die Berechtigung, dass sich die Leute in Deinen Mitgliederbereich einloggen und auf eine beliebige Anzahl an hilfreichen Ressourcen und Inhalten zugreifen dürfen, die dem Kunden helfen, sein gewünschtes Ziel zu erreichen.

Stell Dir das wie ein Fitnessstudio vor. Es enthält Laufgeräte, Gewichte, Yogamatten, vielleicht sogar eine Sauna oder einen Massageservice. Aber das Produkt des Fitnessstudio-Betreibers ist keines dieser (einzelnen) Dinge, sondern der Zugang zu seinem Fitnessstudio und zu allem, was es enthält, selbst wenn sich das in Zukunft ändern sollte und er neue Geräte bekommt oder neue Leistungen hinzufügt.

Das Modell eines Fitnessstudios funktioniert auch bei Mitgliederbereichen gut, da viele Fitnessstudios verschiedene Pakete anbieten.

  • Basis-Abo, das nur die Benutzung des Kraftraumes umfasst.
  • Ein mittleres Abo, mit dem alle Geräte benutzt werden können.
  • Ein VIP-Abo, das sogar einen persönlichen Trainer beinhaltet.

Mitgliederseiten können dasselbe tun, indem sie verschiedene Mitgliedschaftsstufen anbieten, die jeweils unterschiedliche Inhalte und Kurse beinhalten.

Wie unterscheidet sich ein Mitgliederbereich von einem reinen Online-Kurs?

Ein einzelner Online-Kurs ist im Prinzip "nur" eine klar umrahmte Art von Lernressource, auf die in der Regel gegen Einmalzahlung zugegriffen werden kann. Ein Online-Kurs kann als solcher auch als ein Teil von vielen in einen Mitgliederbereich aufgenommen werden, um Menschen zu helfen, ein bestimmtes Ergebnis oder Ziel zu erreichen.

Während ein Online-Kurs einer linearen Struktur folgt und die Teilnehmer von der ersten bis zur letzten Lektion führt, können die Teilnehmer in einem Mitgliederbereich die Inhalte selbst auswählen, die für sie am wichtigsten sind.

Aber was ist mit Webseiten, die nur Zugang zu kostenpflichtigen Online-Kursen bieten? Sind das keine Mitgliederseiten oder Mitgliederbereiche?

Rein technisch gesehen ja, in der Praxis aber nein.

Wenn Deine Kunden "nur" den Zugang zu einem einzigen Online-Kurs erwerben können, würde ich noch nicht von einer Mitgliederseite sprechen, die Du hier betreibst.

Was ist aber, wenn Du eine Sammlung von Online-Kursen anbietest?

Ich bin der Meinung, dass Du, um als "echte" Mitgliedsseite zu gelten, neben Online-Kursen auch andere Teilnehmererfahrungen anbieten solltest. Zum Beispiel:

  • Exklusive Blogbeiträge.
  • Leitfäden.
  • Wertvolle Ressourcen.
  • Exklusive Videos.
  • Druckvorlagen.
  • Arbeitsblätter.
  • Zugang zu einer Community.
  • Live-Komponenten wie Telefonate oder Webinare.

Ein weiterer großer Unterschied zwischen einer Mitgliederseite und einem Online-Kurs liegt in der Zahlungsmethode.

  • Eine Mitgliederseite hat in der Regel ein wiederkehrendes Zahlungsmodell, bei dem sich jemand anmeldet und dann jeden Monat oder jedes Jahr bezahlt.
  • Bei einem Online-Kurs hingegen handelt es sich um eine einmalige Zahlung oder um einen Zahlungsplan (Ratenzahlung), der jedoch nur für einen bestimmten Zeitraum gilt.

Ein eigener Mitgliederbereich klingt doch wirklich gut, oder?

Die Leute zahlen 29 € im Monat und bleiben für immer dabei. Und dann kannst Du Deine Einnahmen Monat für Monat steigern. 🙂

Hier eine Gegenüberstellung einiger Vor- und Nachteile von Membership-Seiten.

Vorteile

Nachteile

Du bekommst "fix" jeden Monat Dein Geld, solange die Leute Mitglied sind und das gibt Dir eine gewisse Sicherheit und lässt Dich nachts besser schlafen.

Du musst jeden Monat etwas Neues, etwas Wertvolles für die Leute in Deiner Gemeinschaft anbieten. Bei Mitgliederseiten brauchst Du eine Art Community oder eine Coaching-Komponente, damit die Leute engagiert bleiben und sich Monat für Monat weiter dafür interessieren.

Du erzielst wiederkehrende Einnahmen, die sich Monat für Monat "aufstapeln" und Dir mehr Möglichkeiten und auch mehr Freiräume in Deinem Business schaffen.

Am Anfang hast Du nicht viele Mitglieder. Es ist also erstmal viel Arbeit für wenig Geld und es ist wirklich schwer, am Ball zu bleiben, denn es kann sehr lange dauern, bis Du 100 oder sogar 1.000 Mitglieder in Deiner Gemeinschaft hast.

Du hast ein berechenbareres Geschäft, weil Du weißt, wie viele Leute aktuell in Deiner Mitgliedschaft sind und Du in etwa weißt, wie viele Leute sich Monat für Monat neu anmelden. Somit kannst Du Dein Business auch besser steuern und weißt, wie viel Geld Du beispielsweise pro Monat für Werbung ausgeben kannst.

Du hast eine gewisse Storno- oder "Abwanderungsquote". Es gibt also jeden Monat eine gewisse Anzahl an Leuten, die aus Deinem Abo aussteigen oder einfach die Gebühr nicht mehr bezahlen. Anders als bei Software ist die Abwanderungsrate bei Inhalten oft sehr hoch, weil der "Trennungsschmerz" in der Regel recht gering ist. Wenn Du also zum Beispiel eine Coaching-Gruppe hast und weißt, dass die Leute im Schnitt drei Monate lang dabei bleiben, dann bedeutet das, dass Du alle drei Monate dafür sorgen musst, die Leute, die aussteigen, wieder zu ersetzen. Hier gibt es also oft eine gewisse Tretmühle des Marketings, um alle Plätze immer gefüllt zu haben.

Im Gegensatz dazu hier nun einige Vor- und Nachteile von reinen Online-Kursen.

Vorteile

Nachteile

Ein Online-Kurs wird einmalig oder in Raten bezahlt und Du hast somit sofort das komplette Geld (oder eben in den nächsten 3 bis 12 Monaten). Normalerweise meldet sich jemand für einen Online-Kurs an und erwartet, dass er alle Kursinhalte erhält, die Du auf der Verkaufsseite dargestellt hast. Nicht mehr und nicht weniger.

Du musst in der Lage sein, Deinen Online-Kurs auf den Markt zu bringen (zu launchen) und genug Marketing-Know-how mitbringen, damit sich möglichst viele Leute auf einmal für Deinen Online-Kurs anmelden.

Du musst nicht Woche für Woche oder Monat für Monat für die Leute präsent sein, die den Kurs gekauft haben. Anders als bei Mitgliederseiten musst Du nicht fortlaufend "liefern", da die Inhalte quasi "fix" eingestellt sind und die Kunden im Vorfeld wissen, wofür sie bezahlen. Du musst also nicht ständig zittern, dass die Leute im nächsten Monat abspringen.

Online-Kurse sind ein nicht so vorhersehbares Geschäftsmodell, weil Du nicht weißt, wie viele Leute sich tatsächlich anmelden werden. Und wenn sich beim letzten Mal vielleicht 100 Leute angemeldet haben, ist es nicht sicher, dass sich beim nächsten Launch wieder 100 Leute anmelden. Das macht Dein Business und vor allem Dein Marketing nicht so gut planbar.

Welche Lösung wäre nun besser für Dein Online-Geschäft? Umfangreiche Mitgliederbereiche oder einzelne Online-Kurse?

Zunächst solltest Du Dir überlegen, ob ein eigener Mitgliederbereich mit verschiedenen Inhalten und Coachings überhaupt Dein Geschäftsmodell ist. Und wenn, dann solltest Du es wirklich als Haupteinnahmequelle sehen, da Du sehr viel Zeit dafür investieren müssen wirst.

Wenn Du kein Team hast, das Dir bei der Erstellung von Inhalten für Deine Online-Community und der Betreuung Deiner Kunden helfen kann, musst Du Dich zu 100 % darauf konzentrieren und das kann "hart" werden.

Die meiste Zeit wirst Du für die Vermarktung Deines Mitgliederbereichs und für die Erstellung von (neuen) Inhalten für Deine Community aufwenden müssen, um die "Abwanderungsrate" so niedrig wie möglich zu halten und die Leute bei der Stange zu halten.

Wenn Du (so wie ich :-)) hingegen einfach Dein Fachwissen digitalisieren und in ein leicht konsumierbares und skalierbares Format bringen möchtest,  dann sind Online-Kurse wahrscheinlich das bessere Geschäftsmodell für Dich. 🙂

Muss man bei einem Mitgliederbereich ständig neue Inhalte hinzufügen?

Ein erfolgreicher Mitgliederbereich braucht aus meiner Sicht nicht zwingend ständig neue Inhalte, die im Laufe der Zeit hinzugefügt werden - aber in vielen Branchen wird dies dennoch von den Kunden erwartet.

Schauen wir uns dazu zwei Beispiele an.

  • Beispiel # 1: Ein "Sprachlern-Mitgliederbereich" zum Erlernen von Französisch, der sich an Anfänger richtet, könnte mit einigen Kursen, Arbeitsblättern, grundlegenden Lernvideos und ein paar Quizfragen zur Leistungsbeurteilung bereits alles bieten, was die Schüler brauchen. Das Hinzufügen immer neuer Inhalte würde die Sprachschüler wahrscheinlich überfordern. Der Lernerfolg wäre bestimmt größer, wenn sie sich darauf konzentrieren, die vorhandenen Inhalte zu vervollständigen, zu wiederholen und zu vertiefen.
  • Beispiel # 2: Ein Mitgliederbereich für Gitarrenunterricht hat quasi unendlich viele Möglichkeiten, den Umfang und die Vielfalt des Lernmaterials zu verbessern und zu erweitern, das für die Abonnenten wertvoll sein könnte. Neue Lieder, Lektionen von Gastlehrern, Noten zum Download, eigene Kompositionen - all das kann dazu dienen, die Leute lange im Abo zu halten oder sogar eine Preiserhöhung zu rechtfertigen.

Es hängt also von den Erwartungen Deiner Zielgruppe und dem Umfang des Problems ab, bei dem Du ihr helfen möchtest.

Regelmäßig neu hinzugefügte Inhalte können auch den wahrgenommenen Wert Deines Produktes erhöhen, wenn Du wiederkehrende Einnahmen aus laufenden Abos anstrebst. Aber wie gesagt, ist das mit sehr viel Arbeit verbunden und vor allem als Solopreneure in jedem Fall ein Fulltime-Job, der sich schwer mit dem "passiven Verdienen" vereinbaren lässt, von dem viele Leute träumen.

Benefits, einen eigenen Mitgliederbereich zu betreiben

Wir haben oben schon kurz über die Vorteile von eigenen Mitgliederbereichen gesprochen. Hier ab noch einmal ein paar weitere, unschlagbare Benefits. 🙂

Starte klein und wachse Schritt für Schritt

Im Gegensatz zu einem klar umrahmten digitalen Produkt kannst Du bei einem Mitgliederbereich jederzeit neue Inhalte hinzufügen und aktualisieren, um den tatsächlichen Wert für Deine Kunden zu erhöhen.

Viele erfolgreiche Mitgliederbereiche beginnen mit einem überschaubaren Angebot an Inhalten und werden dann über die Zeit immer umfangreicher und wertvoller.

Das Mitgliedschaftsmodell ermöglicht es Dir also, den Wert Deiner Inhalte im Laufe der Zeit schrittweise zu erhöhen, was zu einem höheren Preis und zufriedeneren, erfolgreicheren Kunden führen kann.

Wiederkehrende Einnahmen oder hohe Einmalzahlungen?

Bei Mitgliederseiten kannst Du entweder geringe wiederkehrende monatliche Gebühren oder höhere Gebühren für den jährlichen Zugang zu Deinen geschützten Inhalten verlangen.

Du kannst natürlich auch beide Zahlungspläne anbieten, um der finanziellen Situation jedes Einzelnen gerecht zu werden.

(Natürlich kannst Du auch andere Intervalle festlegen, aber monatliche und jährliche Zahlungen werden von typischen Kunden bei weitem am häufigsten akzeptiert).

Monatlich wiederkehrende Einnahmen verschaffen Dir einen besser planbaren Cashflow. Außerdem lassen sich so schnell die Umsatzspitzen und -tiefs erkennen, die mit der Saisonalität und Deinen Marketingmaßnahmen zusammenhängen.

Größere Einmalzahlungen sind auch gut, denn wer freut sich nicht über sofort mehr Geld auf dem Konto? 😉

Den gleichen Inhalt an verschiedene Leute verkaufen

Erstelle einmal einen tollen Inhalt und verkaufe ihn dann für immer! 🙂

Ich habe diesen Ansatz schon immer bei digitalen Produkten wie Online-Kursen und E-Books geliebt - und genau derselbe Vorteil gilt auch für Mitgliederbereiche.

Sobald Du einen wertvollen Inhalt fertiggestellt hast - sei es ein Video, ein Audio-Interview, ein ultimativer Leitfaden oder eine neue herunterladbare PDF-Datei - kannst Du ihn Deinem Mitgliederbereich hinzufügen und Deine Kunden (und Dein Geldbeutel) werden happy sein. 🙂

Kein Lager und Versand nötig

Wir alle wissen, dass der Verkauf digitaler Produkte VIEL profitabler ist als der Verkauf physischer Produkte.

Es gibt keine sich immer wiederholende Produktion oder Großhandelseinkäufe, keinen Lagerbestand, keine Verpackung und keinen Versand. All das bedeutet weniger Kosten und mehr Gewinn.

Die Kunden können sofort auf genau das zugreifen, wofür sie bezahlt haben.

Tiefe Einblicke in Deine Zielgruppe

Bei den meisten Online-Geschäftsmodellen verliert man die Kunden völlig aus den Augen, sobald sie das Produkt gekauft haben.

Betreibst Du Affiliate-Marketing und erfährst dann etwas über die Leute, die über Deinen Link gekauft haben? Nein!

Mitgliederbereiche hingegen sind eine wahre Goldgrube dafür, besser zu verstehen, wie Deine Kunden "ticken"!

Du kannst sehr viele Dinge über Deine Kunden erfahren, in dem sie einfach Deine Inhalte nutzen:

  • Wie oft greifen die Mitglieder auf Deine Inhalte zu?
  • Welche Inhalte sind am beliebtesten?
  • Auf welche Inhalte wird fast nie zugegriffen?
  • Laden Deine Mitglieder Deine Arbeitsblätter, Druckvorlagen und andere Dateien herunter?
  • Schließen Deine Mitglieder die Kurse ab, die in Deiner Mitgliedschaft enthalten sind?
  • Wie viele Monate bleibt das durchschnittliche Mitglied bei Dir?
  • Welches Feedback bekommst Du, wenn Du Deine Mitglieder anschreibst?

Warum ist das wichtig?

Tiefgreifende Einblicke in Deine Zielgruppe können Ideen für neue Produkte, höherpreisige Memberships, hochwertige Live-Workshops und Möglichkeiten für Sponsoring oder Kooperationen liefern.

Sagen wir es mal so: Viele Unternehmen zahlen Hunderttausende von Euro, um diese Art von Kundeneinblicke zu erhalten - und Du kannst das alles mit WordPress und einem Membership-Plugin machen, auf das wir gleich noch zu sprechen kommen. 🙂

Werde zur Autorität in Deiner Nische

Erinnerst Du Dich noch an die Zeit, als von jedem glaubwürdigen "Experten" erwartet wurde, ein eigenes Buch zu veröffentlichen?

In der digitalen Welt können Marken ihre wahrgenommene Autorität sofort steigern, indem sie Online-Kurse oder Mitgliederseiten anbieten. Oder beides.

Wenn es also Dein Ziel ist - und das sollte es sein - Dich als "Experte" oder Autorität in Deiner Nische zu etablieren, ist es sehr hilfreich, Deinen eigenen Mitgliederbereich anzubieten - vorausgesetzt natürlich, Du kannst diesen mit wertvollen Inhalten befüllen. 😉

(Das Wort Experte setze ich gerne in Anführungszeichen, weil ich der Meinung bin, dass Du bei Weitem kein Experte, Profi oder Universitätsprofessor in Deinem Bereich sein musst, um Dir ein erfolgreiches Online-Business aufbauen zu können - obwohl das fälschlicherweise viele glauben.)

Bewerbe andere Angebote bei Deinen Mitgliedern

Deine Mitglieder sind mehr als nur flüchtige, einmalige Kunden. Wenn Du einen guten Job machst, dann bleiben sie lange bei Dir und wenn Du sie zu tollen Ergebnissen geführt hast, dann haben sie gelernt, Deinen Empfehlungen zu vertrauen und zu folgen.

Dies bietet Dir eine fantastische Gelegenheit, Deinen Mitgliedern auf respektvolle Weise neue und ergänzende Angebote zu unterbreiten.

Hier ein paar Beispiele:

  • Zusätzliche Produkte, die nicht in Deinem Mitgliederbereich enthalten sind.
  • Premium-Dienste wie Beratung und Coaching.
  • Passende Partnerprodukte, die Dich mit einer Provision für erfolgreiche Weiterempfehlungen belohnen.
  • Sponsoring, das anderen Solopreneuren und Marken die Möglichkeit gibt, sich direkt an Dein Publikum zu wenden.

Was muss Dein WordPress Membership-Plugin alles können?

Es gibt viele Plugins, die versprechen, Deine WordPress-Webseite in einen funktionierenden Mitgliederbereich zu verwandeln, aber nicht alle enthalten alles, was Du für den Aufbau eines nachhaltigen und zuverlässigen Online-Geschäfts wirklich benötigst.

Vergiss den ganzen Schnickschnack. Hier sind die absolut wichtigsten Funktionen, die Du von einem Membership-Plugin benötigst.

Verlässlicher Schutz Deiner Inhalte

Das Herzstück eines jeden Mitgliederbereichs ist die Möglichkeit, klare Regeln festzulegen, wer genau auf Deine Premium-Inhalte zugreifen darf und wer nicht. Denn wenn ohnehin jeder auf Deine Inhalte zugreifen kann, hast Du nicht wirklich einen verkaufsfähigen Mitgliederbereich.

Aber Obacht! Es gibt einige Pseudo-Mitgliedschafts-Plugins, die Inhalte einfach nur optisch verbergen, so dass versierte Besucher und Suchmaschinen ohne Bezahlung dennoch auf sie zugreifen können, wenn sie wissen, wo sie suchen müssen.

Zuverlässige Plugins für Mitgliederbereiche hingegen binden den Zugang an bestimmte WordPress-Rollen, so dass es keine Möglichkeit gibt, den Zugang zu fälschen und Dein Produkt so zu entwerten.

Und noch etwas - ein professionelles Membership-Plugin kostet Geld, es gibt keine kostenlosen Lösungen, die 100 % zuverlässig sind.

Kontrolle darüber, was Mitglieder und Nicht-Mitglieder sehen dürfen

Professionelle Mitgliederbereiche behandeln ihre Mitglieder wie Könige und ihre (noch) Nicht-Mitglieder wie potenzielle Mitglieder. Das bedeutet, dass Du beiden Gruppen gleichzeitig ein tolles Erlebnis bieten solltest.

Aber was sehen Nicht-Mitglieder häufig, wenn sie versuchen, auf geschützte Inhalte zuzugreifen?

"Du hast keine Berechtigung, auf diesen Inhalt zuzugreifen!"

Wie einladend ist das schon? Nicht sehr! Das schreckt Nicht-Mitglieder sofort ab und trägt nicht gerade dazu bei, sie zu einem kostenpflichtigen Abo zu bewegen.

Erstklassige Plugins für Mitgliederbereiche ermöglichen es Dir, allen Leuten die richtige Nachricht zu zeigen.

Die besten Mitgliederbereiche können sogar benutzerdefinierte Inhalte anzeigen oder Besucher auf Verkaufsseiten oder andere Seiten umleiten, die für sie nützlich sein könnten.

Die Freiheit, jede Art von Inhalt schützen zu können

Tolle Mitgliederbereiche enthalten eine Reihe verschiedener Inhaltstypen, um ihren Mitgliedern zu helfen, ein bestimmtes Ergebnis zu erzielen.

So zum Beispiel:

  • Online-Kurse
  • Blog-Beiträge
  • Normale Content-Seiten
  • Downloads
  • Ultimative Leitfäden
  • Arbeitsblätter
  • Drucksachen
  • Videos
  • E-Books
  • Bildergalerien
  • Rezepte
  • Audiodateien wie Hörbücher oder Interviews

Die Liste ist schier endlos und nur Du weißt am Ende, was Deine Kunden wertvoll finden und brauchen. Aber das Wichtigste ist, dass Dein gewähltes WordPress-Plugin in der Lage sein muss, jeden Inhaltstyp und jedes Format zu schützen und bereitzustellen.

Ich halte das heutzutage für ein wesentliches Merkmal eines jeden professionellen Mitgliederbereichs.

Hochwertige und exklusive Inhalte

Ein Mitgliederbereich ist eigentlich nur eine schützende Hülle für wertvolle Inhalte. Es sind Deine Inhalte selbst, für die Deine Kunden bezahlen.

Die Inhalte in Deinem Mitgliederbereich müssen daher großartigen Mehrwert bieten und die Erwartungen erfüllen (oder übertreffen), die Du auf Deiner Verkaufsseite formuliert hast. Ansonsten wird es unzufriedene Kunden und Rückerstattungen hageln.

Deine Inhalte müssen außerdem exklusiv sein.

Wenn Deine Mitglieder exakt dieselben Inhalte problemlos auch anderswo kostenlos finden können, entweder auf Deiner eigenen Website oder auf der eines Konkurrenten, haben sie keinen Grund, für den Zugang zu bezahlen.

Einfache Integration von Zahlungsanbietern

Stell Dir vor, jemand überweist Dir auf Dein Bankkonto die erste Gebühr für die Mitgliedschaft zu Deinem Mitgliederbereich und dann musst Du diesen neuen Kunden manuell in WordPress hinzufügen und ihm seine Zugangsdaten senden.

Das wäre nicht nur ein schreckliches Kundenerlebnis, sondern bei Hunderten oder Tausenden Kunden auch kaum lange machbar.

Was Du stattdessen brauchst, ist ein Zahlungsanbieter, der verschiedene Zahlungsoptionen für Deine Kunden anbietet, die komplette Zahlungsabwicklung inklusive Rechnungslegung übernimmt und jedem Kunden automatisch seine persönlichen Zugangsdaten sendet, auch um 3 Uhr nachts.

Eine einfache Integration verschiedener Zahlungsanbieter ist also ebenso eine wichtige Anforderung an ein WordPress-Plugin für Deinen Mitgliederbereich.

Verschiedenen Ebenen einer Mitgliedschaft

Möchtest Du ein Standard-Abo, ein Premium-Abo mit zusätzlichen Boni und ein Enterprise-Abo mit monatlichen Live-Calls anbieten?

Dann brauchst Du verschiedene Mitgliedschaftsebenen.

Mit Mitgliedschaftsebenen kannst Du Preis- und Inhaltsvariationen anbieten, die allen Budgets und Zielen gerecht werden, ohne Deine Inhalte unnötig kopieren zu müssen.

Ich halte Mitgliedschaftsebenen oder -stufen für ein wesentliches Feature eines jeden Membership-Plugins für WordPress, da Du damit verschiedene Preise und Pakete testen kannst, um Dein Online-Geschäft auszubauen und Dein Publikum besser zu bedienen.

Wie Du Deinen Mitgliederbereich in WordPress aufbaust

Die Erstellung eines profitablen Mitgliederbereichs war früher für Solopreneure quasi unerreichbar. Es gab im Prinzip keine leistbaren und einfache Lösungen.

Zum Glück hat das WordPress geändert. Heutzutage kann jeder einen geschützten Mitgliederbereich erstellen und mit einfachen und kostengünstigen Tools, Zugang zu geschützten Inhalten verkaufen.

Dafür brauchst Du nur:

Was also hält Dich davon ab, noch heute damit zu beginnen, Deinen eigenen Mitgliederbereich mit WordPress aufzubauen? 😉

So geht's...

Entscheide Dich für ein Mitgliedschaftsmodell

Angenommen, Du hast Deine WordPress-Webseite erstellt, erste tolle Blog-Artikel online und nun ist es an der Zeit zu entscheiden, welches Mitgliedschaftsmodell für Dein Thema und Deine Zielgruppe am besten geeignet ist.

  • Wenn Du Yogalehrer bist, dann könnte es sinnvoll sein, ein einfaches Monats-Abo für Deine Live-Yoga-Sessions anzubieten.
  • Wenn Du Experte für das Thema "Sprechen vor vielen Menschen / Reden halten" bist, dann könnte es sinnvoll sein, Zugang zu Gruppenworkshops, individuellem Stimmtraining oder 1:1 Coachings anzubieten.

Jedes Vorhaben ist anders, aber irgendwo musst Du ja anfangen. Und Du solltest Dich nicht zu sehr darauf versteifen, gleich beim ersten Versuch das perfekte Mitgliedschaftserlebnis zu schaffen.

Eine guter Mitgliederbereich wird sich nämlich über die Zeit mit Hilfe des Nutzerfeedbacks verändern und weiterentwickeln.

Wenn Du Dir noch nicht sicher bist, dann entscheide Dich für ein einfaches, monatlich oder jährlich wiederkehrendes Abo. 🙂

Erstelle Inhalte exklusiv für Deine Mitglieder

Es ist an der Zeit, exklusive Texte zu schreiben und/oder Videos aufzunehmen, um sie an Deine zukünftigen Mitglieder zu verkaufen.

Doch womit solltest Du anfangen?

Die Antwort ist einfach und doch mit einem gewissen Zeitaufwand verbunden: Erstelle jegliche Art von Inhalten, die möglichst schnell erstellt sind und den Bedürfnissen Deiner Zielgruppe entsprechen!

  • Wenn Du gut im Schreiben bist, dann könnten dies Leitfäden, hochwertige Blogbeiträge und andere schriftliche Anleitungen sein. 
  • Wenn Du gerne vor der Kamera stehst und Dich dort wohlfühlst, ist es vielleicht eine bessere Idee, einen einfachen Videokurs mit Deinem Smartphone und einem guten Mikrofon zu drehen.

Erinnerst Du Dich an die lange Liste von Inhaltstypen?

Schauen wir sie uns noch einmal an...

  • Online-Kurse
  • Blog-Beiträge
  • Normale Content-Seiten
  • Downloads
  • Ultimative Leitfäden
  • Arbeitsblätter
  • Drucksachen
  • Videos
  • E-Books
  • Bildergalerien
  • Rezepte
  • Audiodateien wie Hörbücher oder Interviews

Frag Dich erstmal selbst: "Welche Art und welches Format von Inhalten kann ich schnell erstellen, um meinen Mitgliederbereich zum Laufen zu bringen?"

Und dann versetze Dich in Deine Zielgruppe und führ Dir das Ziel vor Augen, das sie mit Deiner Hilfe erreichen möchte: "Welche Inhalte brauchen Deine Kunden, um damit möglichst schnell ihr gewünschtes Ergebnis zu erreichen?"

Vergiss dabei nicht, dass es in Deinem Mitgliederbereich NICHT um Dich und Deine Vorlieben oder Vorstellungen geht, sondern um Deine Kunden und deren Wünsche, Bedürfnisse, Probleme, Herausforderungen und Ziele!

Versuche auch nicht, anfangs zu viel an Inhalt zu erstellen, sondern fokussiere Dich auf das Wesentliche, um Deine Mitglieder nicht zu überfordern.

Denk daran, dass Du mit steigender Anzahl an Kunden und deren Feedback später immer noch weitere Inhalte hinzufügen kannst, um die Qualität Deines Mitgliederbereichs und das Kundenerlebnis zu verbessern.

Wähle ein Plugin für Deinen WordPress-Mitgliederbereich

Jetzt ist es an der Zeit, Deine großartigen Inhalte mit einem voll funktionsfähigen WordPress Membership-Plugin zu schützen, damit Du die Zugänge zu Deinem Mitgliederbereich verkaufen und kontrollieren kannst.

Die Frage "Und welches Plugin soll ich jetzt verwenden?" lässt vielen Leuten graue Haare wachsen, denn es gibt sehr viele Lösungen in den Weiten des Internets und jeder lobt am Ende seine Ware.

Die Wahrheit ist aber, dass es nur sehr wenige wirklich professionelle und vertrauenswürdige Plugins gibt, wenn Du einen zuverlässigen, skalierbaren und nachhaltig erfolgreichen Mitgliederbereich mit WordPress aufbauen möchtest. 

Ich möchte Dir "nur" zwei Lösungen empfehlen. Eine, die ich selbst seit Jahren erfolgreich nutze, die aber ein gewisses technisches Verständnis voraussetzt und eine, die ich mit Stand heute jedem Anfänger empfehlen würde und die auch günstiger ist.

Das erste WordPress-Plugin nennt sich DigiMember* und das zweite nennt sich Thrive Apprentice*.

  • DigiMember ist eine der bekanntesten deutschsprachigen Lösungen, läuft seit vielen Jahren stabil, ist sicher, aber in seinen Möglichkeiten begrenzt, vor allem, was das Gestalten/Designen eines Mitgliederbereiches und somit auch das Nutzererlebnis betrifft. Ich als "Semi-Profi" nutze DigiMember seit viele Jahren für meine Online-Kurse. Preis: 347 € pro Jahr

Hier eine Kurzvorstellung von DigiMember*.

  • Thrive Apprentice hingegen ist eine Art "All-in-One-Lösung" für die Erstellung professioneller Mitgliederbereiche und Online-Kurse. Du kannst hiermit nicht nur Deine Inhalte schützen, sondern auch professionelle Mitgliederseiten gestalten, auf erstklassige Vorlagen und Designs zugreifen und somit ein tolles Nutzererlebnis bieten. Obwohl es ein englischsprachiges Tool ist, ist es recht einfach zu bedienen und lässt sich auch mit deutschsprachigen Zahlungsanbietern verknüpfen und verwenden. Preis: 97 $ pro Jahr

Hier eine Kurzvorstellung von Thrive Apprentice*.

Wenn das Dein erster Mitgliederbereich ist, den Du erstellen möchtest und die Technik nicht gerade Dein bester Freund ist, dann würde ich Thrive Apprentice nutzen. 🙂

Wähle Deinen Zahlungsanbieter

Wenn Du mit Deinem Mitgliederbereich auch Geld verdienen möchtest, dann benötigst Du eine Möglichkeit, Zahlungen Deiner Kunden entgegenzunehmen und deren Daten an Deine Webseite weiterzuleiten, damit sie automatisiert ihre Zugangsdaten erhalten.

Dazu brauchst Du einen professionellen Zahlungsanbieter.

Auch hier gibt es aus meiner Sicht nur wenige, die in Frage kommen und ich möchte Dir aktuell eigentlich nur die folgenden zwei empfehlen:

Ich nutze seit vielen Jahren Digistore24, um meine digitalen Produkte zu verkaufen, bin sehr zufrieden damit und empfehle Dir, ebenfalls diesen Anbieter zu nutzen. Zudem lässt sich Digistore24 auch wunderbar mit Thrive Apprentice verbinden. 🙂

Ja, es gibt auch noch andere Anbieter und ja, die Gebühren bei Digistore24 sind teilweise höher als bei anderen, aber das ist der Anbieter mit der meisten Erfahrung, der im D-A-CH Raum am längsten am Markt ist und Qualität hat eben seinen Preis.

Meine glasklare Empfehlung ist, lieber mehr Zugänge zu Deinem Mitgliederbereich zu verkaufen, anstatt zu versuchen, beim Zahlungsanbieter ein paar Kröten zu sparen. 🙂

Hier eine Kurzvorstellung von Digistore24*.

Verkaufe Deine ersten Zugänge

Und schon hast Du Deinen eigenen, voll funktionsfähigen Mitgliederbereich!

Jetzt musst Du nur noch Deine Zielgruppe dazu bringen, zahlender Kunde bei Dir zu werden. 🙂

Hier sind einige Ideen:

  • Erstelle eine überzeugende Verkaufsseite, um die Vorteile einer Mitgliedschaft zu vermitteln.
  • Biete in Deinen Blog-Beiträgen und Videos einen Überblick über die Inhalte, die nur für Mitglieder zugänglich sind.
  • Teile Deine Verkaufsseite und Dein Angebot auf den Social-Media-Kanälen, in denen Du aktiv bist und ermutige auch Deine Follower zum Teilen.
  • Biete einen Einführungsrabatt oder -bonus an, um schnell erste Kunden zu gewinnen und bitte im Gegenzug um ehrliches Feedback, wie Du Dein Produkt verbessern kannst.
  • Versuche Partner zu gewinnen, die Deinen Mitgliederbereich bei ihren Lesern bewerben und empfehlen und bezahle mindestens 50 % Verkaufsprovision.

Vergiss nie, dass der Schlüssel zum Aufbau eines erfolgreichen Mitgliederbereichs darin besteht, klein anzufangen und sich mithilfe von echtem Kundenfeedback ständig zu verbessern. Niemand startet bei 100!

Deine ersten Mitglieder werden Dir wertvolle Ratschläge geben können, was funktioniert, was nicht funktioniert und wie Du Dein Geschäft in Zukunft ausbauen und optimieren kannst.

Zeit, Deinen eigenen Mitgliederbereich aufzubauen

Bestimmt hast Du jetzt eine bessere Vorstellung davon, was ein eigener Mitgliederbereich oder eine eigene Mitgliederseite ist, wie das Geschäftsmodell in der Praxis funktioniert und ob das für Deine Online-Business und Deine Zielgruppe eine gute Lösung ist.

Früher oft teuer und hoch-kompliziert, kann heutzutage jeder motivierte Laie mit schmalem Geldbeutel an nur einem Wochenende einen vollständigen Mitgliederbereich aufsetzen und erste Zugänge verkaufen. Naja, zumindest technisch - die Erstellung der Inhalte wird etwas länger dauern! 😉

Und das kostenfreie CMS WordPress in Kombination mit Plugins wie Thrive Apprentice sind perfekt dafür!

Was hält Dich also bislang davon ab, Deinen eigenen Mitgliederbereich zu starten? 🙂

Ich freue mich, in den Kommentaren von Dir zu hören.

* = Werbelink

Funktionieren Nischenseiten heutzutage noch

Funktionieren Nischenseiten 2022 noch? Interview mit Nischenseitenexperte Christopher Hauffe

  • 7. Juli 2022

Funktionieren Nischenseiten 2022 noch? Interview mit Nischenseitenexperte Christopher Hauffe

Funktionieren Nischenseiten heutzutage noch

Kannst Du mit Nischenseiten 2022 noch ein Online-Einkommen erzielen oder sind alle lukrativen Nischen bereits besetzt?

Diese und weitere teils kritische Fragen zu Nischenseiten im Speziellen und zu Affiliate-Marketing im Allgemeinen habe ich dem Affiliate-Marketer Christopher Hauffe in einem kurzweiligen Videointerview gestellt.

Christopher erzielt ein Vollzeiteinkommen durch Affiliate-Marketing Provisionen und für einen Großteil seiner Einnahmen sorgen Nischenseiten in unterschiedlichen Märken.

Im Interview gibt er tiefe Einblicke in sein Business, erklärt, worauf es bei gewinnbringenden Nischenseiten wirklich ankommt, was sich in den letzten Jahren und aufgrund der Google-Updates geändert hat, was die häufigsten Anfängerfehler sind, die es zu vermeiden gilt und was echte Gamechanger im Affiliate-Marketing sind.

Klicke jetzt auf den Play-Button, um das spannende Interview zu starten.

Christopher ist auch Gründer der Affiliate School Masterclass*. Das ist sein Online-Kurs, in dem er Dir Schritt für Schritt vorzeigt, wie Du Dir mit Nischenseiten ein automatisiertes Online-Einkommen aufbauen kannst. Die ersten 6 Lektionen der Affiliate School Masterclass sind kostenfrei und wenn Du ernsthaft mit Nischenseiten Geld verdienen möchtest, dann ist Christophers Masterclass der "Place to be" für Dich. 🙂

Hier alle Fragen, die ich Christopher gestellt habe und der jeweilige Zeitpunkt, an dem er die Antwort dazu gibt. Klicke einfach auf eine Frage, um direkt zu Christophers Antwort in Textform zu springen.

Meine Fragen und Christophers Antworten

1. Stell Dich bitte mal kurz vor Christopher.

Hallo Christian, vielen Dank für die Einladung. Ich erstelle im Prinzip schon seit 2012 Nischenseiten und Du kannst mir gerne alle kritischen Fragen stellen. Wie Du schon sagst, es ist ein bisschen schwieriger geworden, aber da kommen wir gleich noch darauf zu sprechen. 🙂

2. Du bist Google zertifiziert! Was heißt das genau, wofür qualifiziert Dich das und ist das auch für Deine Nischenseiten hilfreich?

Also Google ist nun mal - leider muss man sagen - ein Big Player und hat seine Marktdominanz.

Ich habe ein relativ langes Seminar oder Coaching mit Google zusammen gemacht und am Ende hat man dieses Zertifikat bekommen.

Ich glaube, es geht mittlerweile sogar online und man hat so viele Versuche wie man möchte. Also eigentlich gar nicht so schwierig, das zu bekommen.

Wenn man sowieso tagtäglich mit Google in Berührung ist, macht das Sinn. Weil man sollte schon wissen, wie Google funktioniert und warum manche Seiten gut ranken, manche schlecht und wie man da das beeinflussen kann. Bezüglich Nischenseiten ist das dann doch sehr wichtig.

3. Was verstehst Du unter Affiliate-Marketing im Allgemeinen und unter Nischenseiten im Speziellen?

Also ich übersetze Affiliate-Marketing eigentlich immer mit Empfehlungsmarketing. Und im Prinzip bedeutet das, dass man eine Provision bekommt, wenn man etwas vermittelt.

Das machen auch alle Influencer, wie man sie heutzutage bei Instagram oder Facebook sieht. Wenn sie dann schreiben: „Hier ist Werbung und über den Link könnt ihr was kaufen!“… dann kriegen sie im Prinzip eine Provision bei einem Verkauf.

Und das Konzept der Nischenseiten funktioniert eigentlich darüber, dass man versucht, organischen Traffic über Google und Suchmaschinen generell zu bekommen, indem man zu bestimmten Suchbegriffen gefunden wird und sobald dann jemand einer Empfehlung folgt und einen Kauf tätigt, eine Provision erhält.

4. Du bist also spezialisiert auf Nischenseiten, die das Ziel haben, in der organischen Google-Suche möglichst weit oben zu ranken, viele Traffic zu bekommen und durch Produktverkäufe, die über Deine Affiliate-Links zustande kommen, Provisionen zu verdienen, richtig?

Ja, genau. Im Prinzip kann man das so zusammenfassen. Ich persönlich bin immer ein großer Fan davon, dass man kein großes Marketingbudget braucht oder Werbung schalten muss, um Ergebnisse zu erzielen.

Das ist für Anfänger oft eine große Hürde, wenn man erst mal investieren muss. Man muss erstmal Werbung schalten und dann hoffen, dass jemand kauft. Also ich bin immer Fan davon, dass man das Budget relativ schmal halten kann und deswegen sind Nischenseiten ganz gut, weil man im Prinzip ja eigentlich "nur" Content erstellen muss.

Man muss natürlich auch schauen, was überhaupt gesucht wird, was gute Keywords sind und wie die Konkurrenz aussieht. Aber wenn man dann erstmal organischen Traffic hat und relativ gut in Google platziert ist, dann hat man die reelle Chance, dauerhaft oben zu bleiben und dauerhaft kostenfreien Traffic zu bekommen.

Das ist eben nicht wie bei Instagram, wo man jeden Tag zig Stories machen muss, um etwas zu bewirken, sondern bei Nischenseiten erstellt man qualitativ hochwertigen Content, der dann dauerhaft online bleibt und im besten Fall immer wieder für einen Trafficstrom sorgt. Und das, finde ich, ist ein schlaues Konzept. 🙂

5. Wie siehst Du das Amazon-Partnerprogramm im Vergleich zu vielen anderen Partnerprogrammen oder Affiliate-Netzwerken, die es da draußen gibt? Was sind die Vor- und Nachteile vom Amazon Partnernet für Nischenseiten?

Ich bin ein bisschen zwiegespalten, muss ich sagen. Also einerseits hat Amazon natürlich auch da wieder seine Marktmacht, so wie es Google in den Suchmaschinen hat.

Bei Amazon kann man im Prinzip alles kaufen und die Hürde ist relativ gering, dass Leute bei Amazon kaufen, weil eben fast alle dort ein Konto haben. Das heißt, die Kaufrate ist sehr hoch.

Ein weiterer Vorteil ist, dass relativ viele Plugins tatsächlich auf Amazon zugeschnitten sind. Wenn man jetzt WordPress benutzt, was ich hauptsächlich tue, dann werden automatisch die Daten von Amazon gezogen und auf der eigenen Nischenseite ausgespielt.

Ein großer Nachteil ist allerdings die Cookie-Laufzeit, also die Laufzeit, in der man seine Provision bekommen kann. Die ist nur 24 Stunden gültig und auch nur in derselben Session.

Das heißt, wenn jemand auf Deinen Partnerlink klickt, dann muss dieser jemand im Prinzip in dem Zuge dann auch sofort kaufen, damit Du eine Provision bekommst. Wenn dieser jemand allerdings zwischenzeitlich sein Browserfenster schließt oder morgen wieder zurückkommt und erst dann bestellt, geht Dir die Provision verloren.

Andere Partnerprogramme haben in der Regel eine deutlich längere Cookie-Laufzeit. Da gibt es Laufzeiten bis zu 180 Tage. In dem Zeitraum hat man dann die Möglichkeit, dass doch noch irgendwie ein Verkauf zustande kommt und man eine Provision bekommt.

Auch ist die Provision bei anderen Partnerprogrammen oft deutlich höher. Wenn man also bei Amazon vielleicht zwischen 1 % und 12 % bekommt, kann man bei anderen Programmen bis zu 70 % oder 80 % kriegen. Also das ist schon ein großer Unterschied. Also man muss immer schauen, was gerade zum Thema passt, wie die Margen sind und die Cookie-Laufzeiten.

Amazon sollte man als Partnerprogramm nicht ausschließen, aber auch nicht ausschließlich benutzen.

6. Wie haben sich Nischenseiten über die letzten Jahre entwickelt und welchen Einfluss hatten Google-Updates wie E-A-T (Expertise - Autorität - Vertrauenswürdigkeit) darauf? Ist es schwerer geworden mit Nischenseiten erfolgreich zu sein?

Man kann definitiv sagen, dass es früher einfacher war. Ich sage mal so vor 10-15 Jahren war es sehr, sehr einfach. Man musste eigentlich nur seine Keywords draufhauen und dann hat man dafür gerankt.

Aber der Google Algorithmus wird natürlich immer schlauer und smarter. Also das E-A-T Update war auf jeden Fall ein großes Ding.

Das heißt, man muss bei der Nischenwahl in jedem Fall gut aufpassen. So sollte man zum Beispiel keine Medizin-Themen mehr wählen, weil da mittlerweile nur mehr Ärzte ranken. Aber das kann ich auch absolut nachvollziehen, weil wenn jemand eine Nischenseite über ernsthafte Krankheiten betreibt und dann Globuli empfiehlt, dann passt das natürlich nicht. Ich kann also schon nachvollziehen, dass Google das gemacht hat, aber das hat natürlich sehr viele Nischenseiten gekillt.

Das gleiche gilt im Bereich „Online Geld verdienen“. Also wenn Leute versprechen, schnell reich werden zu können oder den Kauf bestimmter Kryptowährungen empfehlen, dann reagiert Google sehr sensibel.

Bei mir hat es auch ein, zwei Seiten gekillt, weil ich eben mehr oder weniger im Gesundheitsbereich unterwegs war. Jetzt nicht irgendwelche krassen Medizin-Themen, aber zum Beispiel im Bereich Akne. Da ich als Jugendlicher selbst davon betroffen war, hat ich großen Bock darauf, dazu eine Nischenseite zu machen, die aber aufgrund des E-A-T Updates um 80 % eingebrochen ist.

Der Algorithmus ändert sich, da wird man nicht drum herum kommen. Aber das ist auch bei allen anderen Suchmaschinen so. Man muss halt schauen, was genau sich ändert und was man anpassen muss.

Also in Summe ist es auf jeden Fall schwieriger geworden und man braucht mehr Geduld. Es dauert viel länger, bis man gute Rankings erzielt. Wenn man vielleicht vor einigen Jahren noch innerhalb von wenigen Wochen gute Platzierung erreicht hat, dauert es jetzt mehrere Monate oder sogar Jahre.

Ich glaube Google möchte folgenden Ansatz etwas unterbinden: „Ich baue jetzt schnell eine Webseite, gehe auf ein Thema ein, stelle etwas Content online, mache dann nichts mehr an der Seite und dann in zwei Wochen funktioniert alles und ich verdiene Geld“.

Das ist endgültig vorbei!

Google will sehen, dass man bei einem Thema wirklich dranbleibt, sich wirklich dafür interessiert und dauerhaft vernünftigen Content erstellt.

Google möchte wirklich in Richtung Qualität gehen und da braucht man als Anfänger im Nischenseiten-Business auf jeden Fall richtig Hornhaut.

7. Wird die Person, die hinter einem Online-Projekt steckt, immer wichtiger? Und sollte sie in Bezug auf das Projektthema eine Art Expertise haben?

Ja, ich glaube auch, dass die Expertise seit dem E-A-T Update sehr wichtig ist. Also Expertise, Autorität, Trust. Das sind ja diese drei Punkte des Updates.

Aber ich finde, es kommt auch immer ein bisschen auf das Thema an. Man muss ja auch nicht zu jedem Thema mit seinem Gesicht stehen. Ich habe auch eine Webseite zum Thema Klimaanlagen. Da stehe ich jetzt auch nicht mit meinem Gesicht da, sondern könnte theoretisch die Firma der Produkte, die ich empfehle, als Trust-Faktor einsetzen.

Natürlich wird immer der Arzt besser ranken, der auch eine Google-Bewertung hat, als ein Arzt, der noch nicht einmal ein Impressum hat. Also das sind Sachen, die man einerseits natürlich technisch haben muss, aber auch die Quellen, die Expertise, die Google auch zeigen: „Hey, der hat wirklich Ahnung davon und das bestätigen auch andere!“

Wenn da wirklich eine große Klimaanlagen Firma darüber schreibt, wird die wahrscheinlich besser ranken als meine Seite. Deswegen muss man als Nischenseitenbetreiber am Anfang auch immer schauen, welches Thema man wählt.

8. Gibt es aus Deiner Sicht heutzutage überhaupt noch Nischen, für die es sich lohnt Zeit zu investieren, oder sind die besten Plätze schon längst besetzt?

Also ich würde schon sagen, dass die ganz klassischen Themen auf jeden Fall stark besetzt sind.

Ich habe zum Beispiel auch einen Online-Kurs*, in dem ich zeige, wie man auf Nischenideen kommt und da empfehle ich unter anderem auch Digistore24*. Da kriege ich oft das Feedback: „Hey, diese ganzen Produkte werden schon beworben ohne Ende!“

Aber es gibt eine ganze Bandbreite an Themen und ich bin immer wieder erstaunt, was da immer noch alles möglich ist. Also wenn ich dann Feedback von meinen Teilnehmern bekomme, in was für Themen die reingehen, die wunderbar funktionieren, dann freut mich das. Es gibt aus meiner Erfahrung also immer noch viele Themen, die funktionieren.

Auch denke ich, sollte man weggehen vom typischen „Produktdenken“ und eher in Konzepten denken. Man bewirbt als Beispiel also nicht Blumentöpfe, sondern startet eine Selbstversorger Nischenseite oder man bewirbt nicht einfach Klimaanlagen, sondern befasst sich generell mit dem Themen „Kühlen“ und „Lüften“ von Räumen. Oder man denkt in Themen wie Weihnachten, Geburt, Geschenke, Taufe, usw. und schließ darüber dann auf eine mögliche Struktur der Webseite.

9. Wie suchst Du nach Nischen und wie stellst Du fest, ob eine Nische lukrativ ist oder nicht?

Grundsätzlich ist es auch bei mir nicht so, dass ich sofort weiß, was funktioniert und dann einfach in diese Nische gehe. Ich kann zwar sagen, was wahrscheinlich nicht funktioniert und was eher funktioniert, aber ich gehe schon so vor, dass ich erst mal schaue, worauf ich überhaupt Bock habe.

Weil es wie gesagt mittlerweile so ist, dass es sehr lange dauern kann, bis man Ergebnisse sieht und man daher viel Geduld und Ausdauer mitbringen muss, würde ich nur Themen wählen, die einen selbst interessieren, ansonsten hält man nicht lange durch.

Dann schaue ich natürlich, was es denn für Produkte gibt. Ich versuche aber bereits in Konzepten zu denken und mir die Struktur der Webseite vorzustellen, welche Kategorien und Einteilungen sie am Ende haben könnte.

Und ich halte mich immer fern von Produkten, wo man nur ein paar Cent Provision bekommt. Also ich versuche immer Produkte zu bewerben, die etwas teurer und recherchebedürftiger sind.

Zum Beispiel Drohnen, die teilweise recht teuer sind und es gibt sehr viele davon. Leute, die sich jetzt eine Drohne kaufen wollen, gehen nicht einfach her, öffnen Amazon und kaufen dann irgendeine. Sie recherchieren vorab, suchen Erfahrungswerte von anderen Drohnenbesitzern, vergleichen Drohnentypen, usw. Und so hat man dann als Nischenseitenbesitzer die Chance, diesen Recherchebedarf mit entsprechenden Inhalten zu bedienen.

Eine andere Option, die recht attraktiv ist, sind Abo-Modelle, wie zum Beispiel bei Streaming-Angeboten oder Online-Fitnessstudios. Hier bekommt man eine wiederkehrende Provision vergütetet, wenn man einen Kunden vermittelt und dass dauerhaft.

Und schlussendlich schaue ich mir natürlich den Wettbewerb an. Macht es überhaupt Sinn, in diese oder jene Nische zu gehen oder ist die Konkurrenz übermächtig und die vorderen Plätze fix vergeben.

10. Wie lange dauert es, bis ich mit ersten Rankings, Besuchern und Einnahmen rechnen kann, wenn ich eine Nischenseite neu starte?

Das ist sehr individuell. Wenn man jetzt eine Webseite online stellt und die Konkurrenz total falsch einschätzt, dann kann es sein, dass man nie wirklich dafür rankt. Tatsächlich sind die folgenden beiden Fragen jene, die ich am häufigsten höre: "Wie viel kann ich verdienen und wie lange dauert es?"

Da merkt man schon, dass das vielleicht die falschen Fragen sind. Wie lange dauert es? Oft bedeutet das, dass man eigentlich nur schnell Geld verdienen möchte. Aber natürlich ist es eine wichtige Frage. Und wenn man jetzt Glück hat und man erwischt ein Thema, wo die Konkurrenz nicht so stark ist, dann kann man vielleicht davon ausgehen, in drei Monaten erste Rankings zu bekommen, meistens irgendwo auf Seite 2 oder 3 auf Google.

So nach einem halben Jahr kann man es auch schaffen, dass man schon auf der ersten Seite ist. Aber ich habe auch schon Teilnehmer gehabt, die bereits nach fünf Wochen auf der ersten Seite waren. Bei anderen wiederum hat es ein Jahr gedauert, bis sie auf Seite 1 waren.

Also hier ist die Bandbreite ziemlich groß, aber realistisch muss man mit einem Zeitraum zwischen zwei Monate und einem Jahr rechnen, bis man ersten guten Traffic hat. Und mit dem Traffic kommen dann natürlich auch die Einnahmen.

11. Wie viel kann man mit einer Nischenseite im Schnitt verdienen?

Auch das ist natürlich sehr individuell. Es kann sein, dass es total in die Hose geht, es gar nicht funktioniert. Da bin ich auch ganz ehrlich.

Ich habe aber auch einen Teilnehmer, der 5.000 € im Monat mit seiner Nischenseite verdient. Also der hat dann halt den goldenen Treffer gelandet, aber die Regel ist das nicht, eher die Ausnahme.

Auch hier ist die Bandbreite recht groß, aber ich sage immer, wenn man zwischen 80 € und 300 € im Monat mit seiner Nischenseite verdient, dann ist das schon sehr gut und auch absolut realistisch. Besonders wenn man Anfänger ist.

Einige Leute sagen dann immer: „Aber für 100 € im Monat lohnt sich doch der ganze Aufwand nicht!“

Aber am Ende sind es halt JEDEN Monat 100 € und 1.200 € mehr im Jahr sind für viele Leute sehr hilfreich. Vielleicht sind es dann mal 300 € im Monat und die halbe Miete ist bezahlt oder 10.000 € im Jahr, die eine notwendige Ausgabe finanziert.

Es ist auch immer eine Frage dessen, wo genau man hin möchte?

Nischenseiten kosten erst einmal im Prinzip nichts. Man braucht nur einen Webhoster für 4 € im Monat und kann eine vollständige Nischenseite aufbauen. Auch das Risiko ist somit sehr gering und wenn man merkt, dass die Seite funktioniert und Geld verdient, kann man sie auch noch ausbauen und z.B. ein eigenes Business mit digitalen Produkten draufsetzen oder eigene, physische Produkte entwickeln. Da ist vieles möglich!

Auch gibt es die sogenannte VG Wort, wo man eine Vergütung pro Beitrag, den man online stellt, bekommt. Die Vergütung lag letztes Jahr, so glaube ich, bei etwa 45 € pro Beitrag.

Hierfür muss man soweit ich weiß, nur zwei Kriterien erfüllen. Zum einen muss ein Beitrag mindestens 1.800 Wörter haben und zum anderen muss er pro Jahr mindestens 1.200mal gelesen werden. Und das kann sich bei mehreren Beiträgen, die diese Voraussetzungen erfüllen, übers Jahr gesehen auch summieren und einen netten Zusatzverdienst einfahren.

Eine weitere Möglichkeit, die vor allem für Nischenseiten mit sehr viel Traffic interessant ist, ist Google AdSense. Also die Möglichkeiten sind sehr vielfältig.

Um es auf den Punkt zu bringen. Zwischen 0 € und 5.000 € pro Monat ist mit Nischenseiten alles möglich. Als guten Mittelwert finde ich 200 € pro Monat für Anfänger machbar und realistisch.

12. Wie passiv ist eine Nischenseite? Wie oft im Monat oder im Jahr muss ich bei einer gewinnbringenden Nischenseite noch Hand anlegen?

Am Anfang ist der Aufwand natürlich relativ groß. Die ganze Recherche, die Konkurrenzanalyse, Keywordrecherche, Contenterstellung - bis man dann wirklich mal so eine Basis hat für seine Nischenseite, das dauert.

Aber wenn man dann mal diese große Hürde genommen und erste Rankings hat, dann ist der Aufwand wirklich überschaubar. An den meisten meiner Nischenseiten arbeite ich ca. 2 Stunden pro Monat, um sie fortzuführen.

Und damit ist dann so was gemeint wie Plugins aktualisieren, schauen, dass alles läuft und mal einen neuen Beitrag hoch hochschieben. Ich habe aber auch Nischenseiten, an denen ich seit 5 Jahren nichts mehr gemacht habe, die einfach im Hintergrund laufen und etwas Trinkgeld von etwa 50 € im Monat einspielen.

Es gibt aber auch Nischenseiten, da mache ich zwei neue Beiträge im Monat, einfach um Google weiter zu füttern, mehr Content und mehr Punkte zu haben, an denen ich mehr verdienen kann. Und da ist dann natürlich der Aufwand größer. Vielleicht ich 6 Stunden im Monat, die ich daran arbeite.

13. Wie stark ist man mit Nischenseiten von Google abhängig? Der Traffic kommt ja zum Großteil über die Google-Suche und was aber, wenn dieser plötzlich einbricht? Wie kann man hier vorsorgen oder gegensteuern?

Ja, man ist schon relativ abhängig von Google. Es ist auch nicht abzusehen, dass sich das vielleicht mal ändern würde. Also dass die Leute plötzlich lieber Yahoo oder Bing benutzen sehe ich jetzt aktuell nicht.

Es kommt auch immer auf das Thema an, aber ich finde es grundsätzlich gut, wenn man nicht nur Google bespielt. Die besten beiden Portale, die man dann zusätzlich bespielen kann, sind YouTube und Pinterest.

Die haben den Vorteil, dass der Content, den man hierfür erstellt, ebenso dauerhaft online bleibt und auch in den entsprechenden Suchen rankt. Ich bin also kein Fan von Posts auf Facebook, Instagram oder LinkedIn, weil diese in der Regel nur von sehr kurzer Dauer sind und keinen langfristigen Traffic bringen.

Aber beispielsweise Videos, die man auf YouTube hochlädt und für bestimmte Keywords optimiert, bleiben dauerhaft online und werden bei passenden Suchanfragen auch ausgespielt, sowohl direkt auf YouTube, wie teilweise auch sehr stark auf Google selbst.

Man sollte also versuchen, verschiedene Quellen anzuzapfen und von verschiedenen Quellen aus, auf die eigene Nischenseite zurück zu verlinken. So wie wir zum Beispiel gerade ein Videointerview machen, weil es für unsere Leser interessant ist, könnte man auch Hersteller von Produkten interviewen, die man bewirbt oder ähnliches. Es gibt viele Möglichkeiten.

Natürlich geht das nicht pauschal bei jedem Thema. Man kann nicht zu jedem Thema einen Pinterest-Kanal erstellen, weil Pinterest ja doch sehr Bild lastig ist. Und YouTube geht vielleicht auch nicht bei jedem Thema, aber man sollte sich halt immer überlegen: „Hey, was kann ich noch machen? Wo sind die Leute, die sich für mein Thema interessieren und wie schaffe ich es da präsent zu sein?“

14. Wie gehst Du vor, um für Deinen Nischenseiten hochwertigen Content zu erstellen? Wie kommst Du auf die Inhalte, die auf Deine Nischenseiten kommen sollen?

Nehmen wir meine Nischenseiten über Klimaanlagen. Auf dieser Seite geht es also um das Thema „Kühlen“, aber auch um die „Luftqualität“ und später vielleicht auch noch ums „Heizen“.

Das Ganze ist durch die heißen Sommer entstanden und ich mich gefragt habe, wie ich mein Büro hier kühler bekomme. Und ich bin in diese Nische dann auch gegangen, weil die Produkte dort recht hochpreisig sind.

Ich gehe dann so vor, dass ich erst mal in so eine klassische Keyword-Recherche gehe. Da schaue ich mir auch an, welche anderen Nischenseiten hierzu ranken und auf welchen Positionen.

Haben sie gute Rankings, dann ist das für mich schon mal ein gutes Zeichen, dass das auch für mich funktionieren könnte, wenn ich Dinge noch besser mache als der Wettbewerb. Dann habe ich schon mal so ein Bündel an Keywords, die mir zur Verfügung stehen.

Dann nutze ich das Tool Rank Tracker, um die ganzen Keywords und Wettbewerbsseiten reinzuhauen und eine Reihe weiterer Keyword-Ideen zu kommen. Das heißt, ich habe irgendwann so eine ellenlange Liste an Keyboard-Möglichkeiten und diese Keywords bündle ich dann wiederum in Beiträge.

Über die Keywords und den Content, der dazu bereits die Top-Rankings inne hat, kenne ich die Suchintention, die ich selbst bedienen muss. Wenn jetzt beispielsweise jemand nach „Klimagerät unter 100 €“ sucht, dann weiß ich, dass ich ihm auf der Seite nur Klimageräte unter 100 € präsentieren muss. Klimageräte für 300 € wären unrelevant für ihn.

Ich versuche schon Evergreen Artikel zu machen, also Artikel, die dauerhaft Relevanz haben, damit ich die nicht immer wieder anpacken muss. Ich such mir die ganzen Informationen zusammen und versuche den Beitrag dann so zu gestalten, dass der Leser wirklich einen großen Mehrwert hat.

Und da kann man natürlich auch ganz gut bei der Konkurrenz schauen, wenn man zum Beispiel sieht: „Hey, die Konkurrenz hat ein YouTube Video und rankt dafür gut und er hat noch eine Infografik und eine Tabelle.“ Höchstwahrscheinlich finden die User das gut, da die Seite so gut rankt und dann muss man natürlich versuchen, das auch in seinem eigenen Beitrag zu liefern, um eine Chance zu haben.

Zuerst genau analysieren und es dann versuchen, noch besser zu machen. 🙂

15. Wie siehst Du das Thema Backlinks? Wie kommst Du an Backlinks und welche Strategie verfolgst Du, um an hochwertige Backlinks/Empfehlungen für Deine Nischenseiten zu kommen?

Auch das war früher deutlich einfacher. Da konnte man einfach seine Nischenseite in irgendwelche Blog-Verzeichnisse reinhauen und dann hat man einen guten Backlink gehabt.

Heutzutage lautet mein Credo: Lieber weniger Backlinks, dafür qualitativ hochwertige!

Also anstatt zu versuchen, irgendwie ganz viele Backlinks zu bekommen, würde ich eher schauen, wie ich an wirklich hochwertige Backlinks komme, um Trust aufzubauen. Man kann durchaus hin und wieder mal Backlinks kaufen, mache ich auch. Obwohl Google da ja sehr kritisch ist.

Ich kann mir zwar bis heute nicht genau vorstellen, wie Google sieht, dass Leute da was gekauft haben, aber es ist auf jeden Fall Vorsicht geboten. Ich kann mir vorstellen, dass sie hellhörig werden, wenn auf der Webseite, wo der Backlink gesetzt wird, sehr häufig und regelmäßig zu anderen Seite verlinkt wird und daraus schlussfolgern, dass hier ein Link gekauft wurde. Also immer die „Backlinkgebende“ Webseite genau analysieren. Es ist also nicht ganz so einfach, an Backlinks zu. Eine gute Strategie ist es auch, für andere Webseiten Gastbeiträge zu schreiben und von dort aus, aus dem Content auf die eigene Webseite zu verlinken.

Viele Webmaster suchen sogar nach Gastautoren. Das ist natürlich sehr zeitaufwendig, kann sich langfristig aber auf jeden Fall lohnen.

Ich finde das Thema Backlinks ist somit das aufwendigste bei vielen Nischenseiten. Also ich versuch immer erst all das zu machen, was ich selbst in der Hand habe, sei es YouTube oder Pinterest. Da kann quasi selbst Backlinks für seine Nischenseite aufbauen, die vielleicht in der Wertigkeit nicht so stark sind, dafür aber direkt für Traffic sorgen können.

16. Wie stehst Du dem Thema "Linktausch" gegenüber? Funktioniert das für Nischenseiten oder kann das sogar gefährlich sein?

Also man muss beim Linktausch schon sehr aufpassen. Also man kann jetzt nicht einfach sagen: „Hey, setzt Du mal einen Link in Deine Fußzeile und ich setze dafür einen in meine Fußzeile!“

Hinter einer Verlinkung muss immer eine Art Mehrwert stecken.

Besser ist es, so zu machen, wie wir es gerade machen. Also wenn ich jetzt einen Beitrag über unser Video, unser Gespräch mache, dann hat das einen Mehrwert für den Leser, weil er einen Einblick bekommt, wie man Nischenseiten aufbaut.

17. Hast Du eine "heiße" Nische, in die Du aktuell gehen würdest, selbst aber vielleicht die Zeit nicht dafür hast? Und von welchen Nischen würdest Du tendenziell eher die Finger lassen?

Ja, ich muss gerade überlegen. Nicht, dass ich was verrate, was ich selbst umsetzen will. 😉 Also ich kann natürlich sagen, dass man von medizinischen Themen eher die Finger lassen soll, außer man hat die Expertise und den Background dazu. Als Anfänger würde ich auch nichts zum Thema „Geld verdienen im Internet“ machen.

Die Überlegung von mir wäre, Webinar-Anbieter zu vergleichen, weil es ein digitales Produkt ist und man kann sie gut in Tabellenform vergleichen. Und soweit ich weiß, sind die Provisionen sehr attraktiv und es handelt sich in der Regel um ein Abo mit wiederkehrenden Provisionen.

Mal gucken, wer am schnellsten ist. Ob ich‘s schneller schaffe oder diejenigen, die jetzt dieses Interview lesen. 😉

18. Bewertung von Nischen: Was sind die 2-3 Hauptfaktoren, die eine Nische für Dich attraktiv machen?

Bei jedem Produkt kann man in der Regel bestimmte Kennzahlen herauslesen.

So zum Beispiel Rückgabequoten. Wenn diese relativ hoch sind, dann würde ich die Finger davon lassen.

Ich schaue auch immer drauf, ob mir das Thema überhaupt Spaß macht. Auch das würde ich als Kennzahlen bezeichnen, auch wenn man sie nicht messen kann.

Dann ist die Höhe der Provision für mich eine wichtige Kennzahl. Also wenn sie wirklich nur im Bereich unter 1 € liegt, würde es auch er nicht machen. Wie gesagt, man hat auch die Möglichkeit durch die VG Wort nur durchs Lesen Vergütungen zu bekommen.

Dann schaue ich auch darauf, dass mich die Verkaufsseiten, der Produkte, die ich bewerbe, persönlich ansprechen. Wenn ich auf die Seite gehe, muss ich selber zu mir sagen: „Ja, die Seite sieht vertrauenserweckend aus, hier würde ich kaufen!“

19. Was ist Deine Affiliate School Masterclass und was lernen Deine Teilnehmer dort bei Dir?

In der Affiliate School Masterclass* zeige ich den ganzen Prozess zum Aufbau einer Nischenseite - Schritt für Schritt. Also Dinge wie:

  • Wie findet man eine Idee?
  • Wie findet man Produkte?
  • Wie macht man überhaupt eine Keyword-Recherche?
  • Wie finde ich ein Webhoster?
  • Wie installiert man WordPress?
  • Wie schreibe ich einen Blogbeitrag?
  • Wie baue ich Keywords ein?
  • Wie setze ich Call to Action Buttons?
  • Wie kriege ich am Ende meine Provision?
  • Und vieles mehr.

Also diese ganzen Schritte, die man als Anfänger vielleicht noch nicht gemacht hat oder nicht so häufig. Das heißt, diesen ganzen Prozess von Ideenfindung bis zu den ersten Einnahmen zeige ich in dem Kurs und der ist wirklich sehr umfangreich.

Über 13 Stunden Videomaterial aktuell plus eine Community im Hintergrund. Das heißt, man kann sich mit allen anderen Teilnehmern unterhalten. Man muss sich auch nicht extra in Facebook einloggen. Wenn man den Kurs erwirbt, hat man die Möglichkeit sich mit allen auszutauschen. Und auch mich kann man natürlich per E-Mail erreichen.

20. Hast Du 2-3 Tipps für Leute, die noch heute damit starten wollen, sich eine Nischenseite aufzubauen? Was sollten sie als nächstes tun?

Also um Werbung in eigener Sache zu machen. Man kann in meinen Kurs* auch rein schnuppern. Die ersten 6 Lektionen sind kostenfrei. Das wäre der erste Schritt, den ich empfehlen würde. 🙂

Ansonsten gibt es natürlich sehr viele Quellen im Internet, um zu erlernen wie man Webseiten erstellt. Und SEO kann man sicherlich auch immer gebrauchen. Das heißt online gefunden zu werden ist ja auch ein wichtiger Teil von Nischenseiten. Ich würde einfach ganz viele verschiedene Quelle nutzen und einfach mal ein paar Dinge ausprobieren.

Auch ich laufe oft in Error rein, aber den behebt man dann einfach und weiter geht‘s. Also man muss lernwillig sein und geduldig sein. Wenn man dann ein Thema aussucht, worauf man Bock hat und dann hochwertigen Blogbeiträge erstellt, die das Potenzial haben, dauerhaft zu ranken, dann kann es im Prinzip eigentlich nur eine gute Sache werden.

Wir haben uns anfangs ja die Frage gestellt: „Funktionieren Nischenseiten heutzutage noch?“

Es ist natürlich so ein bisschen „Clickbait-mäßig“, aber im Prinzip ist das eine relativ abwegige Frage, weil eigentlich funktionieren alle Webseiten mit SEO und somit auch Nischenseiten. SEO funktioniert. Es ist zwar oft im Wandel, aber wenn man dranbleibt, ist das eigentlich eine relativ logische Vorgehensweise, wie man sich wunderbar ein passives Nebeneinkommen im Internet aufbauen kann. 🙂

Nischenseite aufbauen

Nischenseite aufbauen und Geld verdienen (Schritt für Schritt Anleitung)

  • 12. April 2021

Die 10 Schritte, um eine Nischenseite aufzubauen, die passiv Geld verdient (inkl. Nischen Potenzialrechner)

Nischenseite aufbauen

Dieser Beitrag wird Dich überraschen und vermutlich alles auf den Kopf stellen, was Du bislang über Nischenseiten gelesen hast.

Das ist so gewollt, weil sich da draußen viele gefährliche Halbwahrheiten befinden, die Dir ein falsches Bild in den Kopf zaubern möchten.

Nachdem Lesen dieses Beitrags kennst Du die Realität und weißt, wie man Nischenseiten aufbauen kann, die wirklich Geld verdienen (und nicht bloß erfunden wurden, um sie möglichst schnell zum Contentpreis wieder zu verkaufen).

Auch habe ich irgendwo ein Osterei versteckt. Nämlich 50 lukrative Nischenideen. Meine Golden Nuggets. Findest Du sie? 🙂

Lass uns zuvor mit den Basics starten...

Was ist eine Nischenseite überhaupt?

Eine kleine Gruppe von Menschen hat ein Problem und sucht online nach einer Lösung dafür.

Diese kleine Gruppe nennt man Nische.

Und Du erstellst eine einfache Webseite (häufig auch Affiliate-Seite genannt), auf der Du diesen Menschen eine Lösung bietest.

Und mit "Lösung" sind erstklassige Inhalte (Texte, Videos, Bilder, Grafiken, ...) gemeint, die Du auf Deiner Nischenseite veröffentlichst und dem Leser wirklich helfen, sein Problem zu lösen.

Zusätzlich verlinkst Du auf passende Produkte (Online-Kurse, E-Books, Abos, physische Artikel, Amazon-Produkte, ...) die den Leser schneller ans Ziel bringen oder eine sinnvolle Ergänzung zu Deinen Inhalten darstellen.

Kauft ein Leser über Deinen Link, dann erhältst Du eine Verkaufsprovision und Deine Nischenseite verdient Geld. Yeah! 🙂

Verwechsle eine Nische aber bitte nicht mit einem Markt. Eine Nische ist ein kleiner Teilbereich eines Marktes.

  • Markt: Abnehmen
  • Nische: Abnehmen für Frauen nach der Schwangerschaft

Soll Deine "Mini-Affiliate-Seite" am Ende Geld verdienen, musst Du eine Nische bedienen und keinen Markt!

Soweit zur Theorie.

In der Praxis ist es nicht ganz so einfach und es gibt es viele Fallen, in die Du tappen kannst, wenn Du nicht aufpasst.

Die folgenden 10 Schritte bewahren Dich davor.

1. Vergiss alles über Traffic, Backlinks und Keywords

Bestimmt hast Du schon einmal etwas über Traffic, Backlinks, Keywords und CPC gehört?

Falls nicht, sehr gut!

Fall ja, vergiss alles was Du gehört hast!

Im Ernst.

Jetzt ist erst einmal wichtig, dass Du einen KLAREN Kopf bekommst.

Ich brauche ein leeres Glas, um Dir meine Informationen einschütten zu können.

Du musst also Dein Glas erst einmal ausschütten. Sonst gibt es eine Sauerei.

Und am Ende bist Du verwirrt, weil Du nicht mehr weißt, was Du glauben sollst und was überhaupt richtig ist.

Jedenfalls habe ich ein System (= Fester Plan, den Du abarbeiten kannst und der zu sehr guten Ergebnissen führt). Ein System, das funktioniert.

Und dieses System möchte ich Dir hier verraten.

Das Wichtigste, worauf es ankommt, ist die Auswahl der richtigen Nische.

Es gibt sicher 7.291.129 verschiedene Nischen und es werden täglich mehr.

Und die meisten suchen sich die falschen aus.

Die, in denen...

  • Kein Geld ausgegeben wird.
  • Die Leute überhaupt kein Geld haben (zum Beispiel Schüler).
  • Keine Produkte da sind, an denen man leicht etwas verdienen kann.
  • Es zu viele Produkte und Möglichkeiten gibt.
  • Und ich könnte noch einiges mehr aufzählen.

Hast Du erst einmal die richtige Nische, ist es danach viel leichter, weil Du nur noch meinem funktionierendem Plan folgen musst.

Mach Dich also frei von allem, was Du bislang irgendwo aufgegriffen oder gelesen hast.

Das ist wichtig, weil gleich "harte" Lektionen und viele Inhalte kommen, die Du erstmal verdauen musst.

Damit Du mir folgen kannst, musst Du über ein paar Fachausdrücke Bescheid wissen.

  • Traffic (Webseitenbesucher): Das sind alle Menschen, die eine Webseite besuchen, egal über welchen Kanal oder welche Quelle.
  • CPC: CPC bedeutet Cost per Click. Also die Kosten, die eine Werbeanzeige im Google Ads Werbenetzwerk pro Klick versursacht (auch bei Facebook-Werbeanzeigen gibt es diesen Wert). Wenn Du in Google einen Suchbegriff eingibst, dann erscheinen oft oberhalb oder unterhalb zu den unbezahlten, organischen Suchergebnissen auch bezahlte Werbeanzeigen. Ein Klick auf diese Anzeigen verursacht Kosten beim Werbetreibenden. Diese Kosten nennt man eben CPC.
  • Backlinks: Links, die von anderen Webseiten auf Deine eigene zeigen, nennt man Backlinks. Sie gelten als Empfehlung und sind wichtig, um Deine Nischenseiten wertvoller und interessanter zu machen.
  • Keywords: Das ist der englische Begriff für Suchbegriffe, die Nutzer in den Google-Suchschlitz eingeben. Vielleicht bist Du über das Keyword "Nischenseite aufbauen" auf dieser Seite gelandet? 🙂
  • Suchvolumen: Das ist die Anzahl der Menschen, die auf Google pro Monat nach einem bestimmten Begriff suchen. Man kann auch Nachfrage dazu sagen.
  • Google Ranking: Google möchte für seine Nutzer bei jeder Suchanfrage das beste Ergebnis liefern. Daher zeigt der Suchmaschinenriese alle relevanten Webseiten bei einer Suchanfrage in einer bestimmten Reihenfolge an. Diese Reihenfolge nennt man Ranking. Desto höher das Ranking einer Webseite, desto wertvoller ist sie aus Googles Sicht für den Nutzer (und desto mehr Besucher bekommt sie auch in der Regel). Ziel jeder Nischenseite sind Google Top-3-Rankings!
  • Zielgruppe: Du baust eine Nischenseite nicht für "Gott & die Welt" (= nicht für jeden), sondern nur für eine bestimmte Gruppe von Menschen auf. Menschen, die sich für das gleiche Thema (Deine Nische) interessieren. Das ist Deine Zielgruppe.

Mehr an Begriffen musst Du nicht kennen, wir schreiben ja keine Doktorarbeit. 😉

Sollten dennoch Fragen auftauchen, dann stell diese gerne im Kommentarbereich ganz unten.

2. Der Nektar einer profitablen Nische

Wenn diese Lektion das Einzige ist, was Du verstehst und aus meiner Anleitung mitnimmst, bringt Dich das schon einen Riesenschritt nach vorne.

Denn die meisten Nischenseiten, die am Ende kein Top-3-Ranking bei Google erreichen und keinen Cent verdienen, haben "nur" die falsche Nische und das falsche Keyword.

Gut gebrüllt Löwe, was macht nun eine gute Nische aus?

Gut, dass Du fragst! 🙂

Diese 6 Faktoren definieren eine mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit profitable Nische:

  1. Genügend Suchvolumen (es muss nicht viel sein!).
  2. CPC mindestens bei 1 € (Richtwert!).
  3. Mittlerer bis hoher Wettbewerb bei Google Ads.
  4. Nicht mehr als eine typische Affiliate-Seite in den Top-10 bei Google.
  5. Ein Keyword, welches signalisiert, dass der Besucher kurz vor einer Kaufentscheidung steht.
  6. Nische in einem Negativ-Markt.

Oha!

Einige Punkte sind vielleicht einleuchtend. Andere brauchen mehr Erklärungsbedarf.

Deshalb gehe ich jeden Punkt Schritt für Schritt durch.

Ich habe Dich gewarnt - es gibt ne Menge zu lernen! 😉

2.1 Genügend Suchvolumen

Es muss nicht viel Suchvolumen sein.

Es muss nur genügend Menschen geben, die sich für ein bestimmtes Thema interessieren. Und "mehr" heißt nicht immer "besser"!

Deshalb schreibe ich "genügend".

Was heißt das in Zahlen?

Das ist schwierig zu sagen, da es von den ganzen anderen Faktoren abhängt.

Wenn Du zum Beispiel einen CPC von 5 € hast, reicht ein geringeres Suchvolumen, als bei einem CPC von 1 €. Der CPC ist ein Indikator für die Kaufkraft der Zielgruppe und desto höher dieser ist, desto mehr Geld wird in der Regel ausgegeben.

Man muss es also in Relation zu den anderen Ergebnissen sehen.

Liegt mehr Geld in Deiner Nische, dann brauchst Du weniger Volumen (Menschen, die danach suchen), um dennoch auf einen guten Verdienst zu kommen. Wird weniger Geld für Produkte ausgegeben, dann brauchst Du mehr Volumen.

Damit Du jedoch einen Vergleichswert hast: Mindestens 500 Suchanfragen sollte das Hauptkeyword auf jeden Fall haben.

Und mit "Hauptkeyword" meine ich den Begriff mit dem höchsten Suchvolumen in Deiner Nische.

Angenommen Deine Nische ist: Haare flechten

Dann geben Menschen, die sich dafür interessieren (vermutlich hauptsächlich Frauen), nicht nur exakt den Begriff "haare flechten" in den Google-Suchschlitz ein, sondern auch viele andere, die ebenfalls das gleiche oder ein ähnliches Interesse verfolgen (wie "kurze haare flechten", "haare flechten seitlich", usw.).

Unter Volume siehst Du hier das durchschnittliche Suchvolumen pro Monat für jeden Begriff, wobei "haare flechten" das Hauptkeyword mit der größten Nachfrage (= 5.000) ist.

Keywords in der Nische Haare flechten

Keywords in der Nische Haare flechten

In Summe gibt es hier sogar 819 passende Keywords mit einem Gesamtsuchvolumen von 14.000.

Wo ist also Deine Nischenseite dazu? 😉

2.2 CPC mindestens bei 1 €

Das ist leicht.

Du überprüfst einfach bei Google Ads mit dem Keyword-Planner, wie hoch der CPC für das Hauptkeyword in der Nische ist, die Du ausgesucht hast.

Ist er über 1 €, signalisiert das, dass hier Geld im Markt ist.

Andere Unternehmen geben also Geld für Werbung in diesem Markt aus.

Das heißt, dass dort Geld umgesetzt wird. Und Du kannst mit einer Nischenseite etwas vom Kuchen abhaben.

Ist Dir der Keyword-Planner zu kompliziert, dann kannst Du auch das Tool Ubersuggest verwenden.

CPC mit Ubersuggest anzeigen

CPC mit Ubersuggest anzeigen

Oops!

Hier sind die CPCs doch weit unter dem Euro. Heißt das, dass ich in dieser Nische kein Geld verdienen kann?

Nein.

Hinweis: Der CPC von 1 € und mehr ist NICHT in Stein gemeißelt, sondern lediglich ein guter Richtwert. Du kannst auch in Nischen mit CPCs unter einem Euro Geld verdienen, allerdings schwerer, weil die Leute einfach nicht so viel Geld ausgeben (können) oder generell die Bereitschaft für Lösungen zu bezahlen, geringer ist. In diesem Fall brauchst Du einfach mehr Suchvolumen, um dennoch auf einen interessanten Verdienst kommen zu können. Erkennst Du jetzt das wichtige Zusammenspiel zwischen CPC und Suchvolumen?

2.3 Mittlerer bis Hoher Wettbewerb bei Google Ads

Auch easy.

Einfach im Keyword-Planner oder bei Ubersuggest schauen, wie hoch der Wettbewerb ist.

Mehr Wettbewerb bei den bezahlten Google Ads Anzeigen signalisiert wiederum, dass sich hier mehr Leute um die Top-Positionen streiten. (= Mehr Geld in der Nische!)

In Ubersuggest wird der Wettbewerb über die sogenannte Paid Difficulty festgelegt. Je höher der Wert, umso besser.

Stärke des Wettbewerbs in Ubersuggest anzeigen

Stärke des Werbe-Wettbewerbs in Ubersuggest anzeigen

2.4 Nicht mehr als EINE typische Affiliate-Seite

Das hat etwas mit den organischen Ergebnissen bei Google zu tun. Also allen Suchergebnissen, für die nicht bezahlt wird.

Du analysierst die Top 10 und schaust Dir die Ergebnisse dort an.

Sollte es mehr als eine Seite geben, die dort etwas ähnliches machst wie Du, ist der Wettbewerb bereits vor Dir in dieser Nische und hat einen Vorsprung.

Und mit "ähnlich" meine ich klassische Nischenseiten und keine Magazine oder Frage & Antwort Portale.

Das heißt nicht, dass man nicht besser sein könnte, als der Wettbewerb, aber Du fängst gerade erst an und ihr müsst euch dann um die Top-3-Positionen matchen.

Es ist zeitaufwendiger, wenn man besser sein muss, als andere Nischenseiten. Man braucht einen längeren Atem. Und mehr Erfahrung. Die hast Du am Anfang nicht.

Lasse diese Nischen also erst einmal raus. Du willst schnell den ersten Euro verdienen. Daher ist das ein No-Go-Kriterium.

Ubersuggest zeigt übrigens auch an, wie schwer oder einfach es ist, zu bestimmten Keywords Top-10 Rankings zu erzielen.

Dieser Wert heißt SEO Difficulty und desto geringer dieser ist, umso einfach ist es, gute Rankings zu erzielen (= geringerer Wettbewerb um die vorderen Plätze). Im besten Fall sollte er grün hinterlegt sein.

Rankingschwierigkeit in Ubersuggest anzeigen

Rankingschwierigkeit in Ubersuggest anzeigen

2.5 Keyword kurz vor Kaufentscheidung

Das wird oft falsch gemacht.

Vielleicht erkennst Du selbst den Unterschied?

Keyword-Gruppe #1:

  • stoffwechsel beschleunigen
  • kohlenhhydratarme lebensmittel
  • wie kann man abnehmen

Keyword-Gruppe #2:

  • anleitung stoffwechsel beschleunigen
  • kohlenhydratarmer diätplan e-book
  • effektives abnehmprogramm

In welchen Keywords steckt mehr Geld?

Richtig, in der zweiten Keyword-Gruppe.

Warum?

Weil der Suchbegriff konkreter ist.

Der Suchende weiß also schon, was er will. Und er ist eher dazu geneigt, Geld für etwas auszugeben, wenn er zum Beispiel nach einer Anleitung sucht, nach einem E-Book oder nach einem Programm.

Ist Dir dieser Unterscheid aufgefallen?

Versetze Dich in die Lage des Suchenden aus beiden Keyword-Gruppen.

  • Gruppe 1 ist noch viel unentschlossener. Sie weiß noch nicht was sie will.
  • Gruppe 2 ist konkreter und sucht eher nach einer Lösung (= Du kannst eine Lösung verkaufen), als nur nach Informationen.

Es gibt sogar noch eine dritte Keyword-Gruppe.

Diese hat Schlüsselbegriffe, die signalisieren

"Hallo, ich will mein Geld loswerden! Wo kann ich meine Kreditkarteninformationen eintragen?"

Das sind die besten Keywords.

Versetze Dich mal in einen Suchenden hinein und versuche zu verstehen, was er noch eingeben könnte, wenn er kurz vor einer Kaufentscheidung steht. So findest Du die  Sahne-Keywords!

Was diese Schlüsselbegriffe sein könnten, darauf musst Du selbst kommen.

Kleiner Scherz! 😉

Zu den echten Money Keywords kommen wir gleich noch.

2.6 Nische in einem Negativ-Markt

Das ist ebenfalls sehr wichtig.

Es entscheidet nicht, ob überhaupt Geld umgesetzt werden kann, sondern eher, wie viel Geld eingenommen werden kann.

In Negativ-Märkten kann man einfach mehr Geld mit Deiner Nischenseite verdienen.

Dazu müssen wir erst einmal wissen, was ein Negativ-Markt ist.

Ich teile Märkte gerne in Positiv- und Negativ-Märkte ein.

Positiv-Märkte sind alles, was sich jemand aus Lust, Freude, Motivation, Spaß, usw. kauft.

Das sind also Sachen wie:

  • Videospiele
  • Haushaltsgeräte
  • Kleidung
  • Schmuck
  • Reisen
  • Schuhe
  • Und noch vieles mehr (als Frau könntest Du vermutlich Tausende solcher Sachen aufzählen ;-))

Negativ-Märkte sind Dinge, für die jemand Geld ausgibt, weil er ein Problem lösen möchte.

Das sind also Sachen wie:

  • Arzneimittel
  • Medizinische Geräte
  • Bestimmte Elektrogeräte
  • Ratgeberprodukte
  • Und noch vieles mehr.

Menschen treffen leichter eine Kaufentscheidung, wenn es darum geht, ein für sie dringendes Problem zu lösen oder einen starke Schmerz zu vermeiden.

Deshalb sind Negativ-Märkte lukrativer! Aber in beiden kann man etwas verdienen!

Okay, das war eine Menge Stoff.

Dein Gehirn sollte nun rattern und alles verarbeiten. Hoffentlich ist Dein Glas jedoch noch nicht voll. 😉

Weiter geht's mit der Nischenfindung...

3. Money Keywords und auf Nischenideen kommen

Es gibt Schlüsselbegriffe, die darauf hindeuten, dass sich der Suchende kurz vor einer Kaufentscheidung befindet, wie man an folgender Grafik gut erkennen kann:

Schlüsselbegriffe für eine Kaufentscheidung

Schlüsselbegriffe für eine Kaufentscheidung

Es ist für Dich also mit dem deutlich geringsten Aufwand verbunden, wenn Du diesen Kunden beim vorletzten Schritt vor dem Kauf abgreifst, ihm die letzten nötigen Informationen präsentierst und ihm dann eine Lösung vorschlägst, nach der er gesucht hat.

Er kauft. Du verdienst am Kauf eine Provision.

Herzlich Willkommen in der Welt des Affiliate-Marketings. 🙂

Solche sogenannten Money-Keywords sehen zum Beispiel wie folgt aus:

  • fotos online bestellen
  • heizstrahler online kaufen
  • vitafy gutscheincode
  • cellulite creme test
  • gesund abnehmen online kurs
  • keto diät erfahrungen
  • aktien ebook

Erkennst Du den Unterschied?

Das sind Schlüsselbegriffe wie:

  • kaufen
  • online bestellen
  • preisvergleich
  • gutschein
  • erfahrungsbericht
  • test
  • buch/ebook
  • kurs
  • und noch einige mehr.

Wenn Du bevorzugt nach den Money-Keywords Ausschau hältst und die 6 Punkte aus dem zweiten Schritt von oben befolgst, kann fast nichts mehr schief gehen.

Manchmal brauchst Du noch nicht einmal die Money-Keywords. Da reicht es auch aus, wenn Du nur die 6 Punkte befolgst.

Es gibt nämlich Nischen, da gibt es "noch" keine Money-Keywords, weil sie noch so "jungfräulich" sind. Mehr dazu aber später.

Kommen wir dazu, wie man diese lukrativen Nischen findet. Es gibt 1001 Möglichkeiten Nischen zu finden.

Jeder erzählt Dir etwas anderes.

Gut, dass Du das gar nicht mehr weißt. Du erinnerst Dich? Dein Glas ist ja leer! 😉

3.1 Das Feld von hinten aufrollen

Ein effektiver Weg ist es, erst einmal nach Produkten zu suchen, die man bewerben kann.

Dabei sucht man sich die Produkte, die sich gut verkaufen und baut eine kleine Seite dazu, die Informationen hat, die den Käufern noch fehlen.

Amazon

Schon einmal etwas auf Amazon bestellt? Eben.

Doch hier kann man nicht nur prima shoppen, sondern auch prima Nischen finden.

Ich gehe dafür zu Amazon und wähle eine Kategorie, auf die ich gerade Lust habe.

Wie zum Beispiel "Elektronik & Foto" und hier der Bereich "Musikinstrumente & DJ-Equipment".

Nische Musikinstrumente und DJ Equipment auf Amazon

Nische Musikinstrumente & DJ Equipment auf Amazon

Was ich hier dann sehen will, sind nicht die Artikel, die Amazon mir empfiehlt, sondern diejenigen, die am meisten verkauft werden.

Also klicke ich oben auf Bestseller.

Amazon Bestseller in einer Kategorie

Amazon Bestseller in einer Kategorie

Tataaaa… ich sehe nun alle meistverkauften Artikel aus allen Unterkategorien der Hauptkategorie "Musikinstrumente & DJ Equipment".

Amazon Bestsellerliste Musikinstrumente und DJ Equipment

Amazon Bestsellerliste Musikinstrumente & DJ Equipment

Nun schreibe ich mir alle Artikel auf, die ich spannend finde und von denen ich denke, dass man daraus eine Nischenseite machen könnte und die meinen Kriterien für eine lukrative Nische entsprechen.

So sieht meine Liste aus:

  • Studiokopfhörer
  • Mikrofon Kondensator
  • Mikrofon Ständer
  • LED Sternenhimmel Projektor
  • Keyboard für Kinder
  • Stimmgerät für Gitarren
  • E-Gitarren Bausatz
  • Studio Monitore

So taste ich mich vor und schaue auch noch in anderen Kategorien nach, die mich ansprechen und wo ich mir vorstellen kann, etwas darüber zu schreiben bzw. mir Wissen aneignen zu wollen.

"Heimliche "Top-Seller

Dinge, bei denen man keinem Verkäufer in die Augen blicken möchte und die Anonymität des Internets gerade recht kommt, sind oft echte Raketen.

Wie wäre es zum Beispiel mit Sexy Miss Lisa, dem Bestseller unter den Liebespuppen, wie mir ein Freund erzählt hat? 😉

Bestseller in der Amazon-Nische Liebespuppen

Bestseller in der Amazon-Nische Liebespuppen

Sex-Spielzeug, Salben gegen Hämorrhoiden, Penispumpen. Der Fantasie sind hier keine Grenzen gesetzt. Und gerade solche Produkte können sehr einträgliche Nischen sein.

Aber es gibt auch Produkte, die sich einfach nicht verkaufen lassen. Ich nenne sie einfach...

"Finger weg" Produkte

Saisonale Produkte, wie zum Beispiel Schneeschieber werden eigentlich nur im Winter gekauft und sind damit eher schlecht für regelmäßige Umsätze geeignet.

Kleidung hat zwar eine hohe Provisionen, wird aber ebenso häufig zurückgesendet und es gibt eine schier unendliche Auswahl und verschiedene Geschmäckern.

Tendenziell eher schlecht sind auch Verbrauchsgegenstände, Alltagsartikel, Lebensmittel und DVD´s. Diese Artikel werden meistens unmittelbar und ohne große Recherche direkt bei Amazon oder überhaupt nicht online gekauft.

Auch von Elektronik-Artikeln würde ich die Finger lassen.

Nicht nur gibt es sehr wenig Provision, die Produkte sind auch verhältnismäßig teuer.

Bei Amazon ist es so, dass Du nur eine Provision bekommst, wenn ein Nutzer innerhalb von 24 Stunden nach dem Klick auf Deinen Affiliate-Link das Produkt auch tatsächlich kauft.

Bei teuren Produkten müssen viele allerdings erst eine Weile überlegen oder vorher die Frau fragen und so ist die Gefahr groß, dass Dir die Provision durch die Lappen geht.

Bedenke auch, dass sich Elektronik extrem rasant weiterentwickelt.

Du müsstest Dich also permanent mit neuen Trends und Produkten auseinandersetzen und Deine Nischenseite dahingehend ständig updaten. Und schon ist das viel gewünschte passive Verdienen verflogen!

Die 6 besten Oberkategorien sind meiner Erfahrung nach folgende:

  • Baby
  • Baumarkt
  • Haustier
  • Küche/Haushalt
  • Spielzeug
  • Sport & Freizeit

Insider-Tipp: Die hier nicht aufgelisteten Kategorien sind aber keinesfalls ein No-Go. Im Gegenteil, da sich die meisten vermutlich auf die oben genannten Kategorien stürzen, können andere Kategorien sogar deutlich besser sein. 😉

Wie viel kannst Du mit dem Amazon Partnerprogramm verdienen?

Amazon hat diesen Vergütungskatalog online, der Dir zeigt, wie viel Provision Du in den entsprechenden Produktkategorien bekommst.

Am besten solltest Du Dich für eine Produktkategorie entscheiden, die mit 3-7% vergütet wird.

Die Produkte in der 10% Kategorie sind recht schwer verkäuflich und es gibt außerdem eine starke Konkurrenz,  zum Beispiel durch "amazonfremde" Onlineshops. Das ist auch der Grund, warum die Provision so hoch ist.

Bei 1% müsstest Du sehr sehr viel verkaufen, damit am Ende was dabei herumkommt.

Tipp: Das Produkt, das Du auf Amazon bewirbst, sollte etwa zwischen 30 € und 300 € kosten. Das ist ein guter Richtwert.

Marktplätze digitaler Produkte

Du kannst Dir eine Nischenseite aber nicht nur durch die Empfehlung physischer Produkte aufbauen, sondern auch mit digitalen Produkten wie E-Books, Online-Kursen, Tools und Software.

Nach dem gleichen Schema wie auf Amazon kannst Du auch die bekanntesten Marktplätze für digitale Produkte durchstöbern, um auf Nischenideen zu kommen.

So zum Beispiel:

Auch dort gibt es Bestsellerlisten und Statistiken, die Dir zeigen, ob und wie gut sich ein Produkt verkauft.

Affiliate-Netzwerke

Ein Affiliate-Netzwerk bringt Produkhersteller (Advertiser) und Online-Vertriebspartner (Affiliates oder Publisher) zusammen.

Advertiser stellen dort ihre Produkt ein und Affiliates können diese Produkte auf ihren Webseiten und Vertriebskanälen bewerben und Provisionen verdienen.

Wusstest Du, dass selbst Lidl und Ikea ein Partnerprogramm betreiben?

Das sind aber nicht die einzigen bekannten Brands, hier die aktuellen Top 100 Partnerprogramme.

Eine Übersicht bekannter deutscher Affiliate-Netzwerke, die Du ebenfalls nach Nischen durchsuchen kannst, findest Du hier.

3.2 Brainstorming + Keyword-Recherche

Es gibt Nischen, auf die kommt man nicht, wenn man sich "nur" die Bestseller der gängigen Shops, Netzwerke und Marktplätze anschaut.

Denn oft kennt man die Shops und Webseiten, in denen diese Produkte verkauft werden, gar nicht. Oder deren Partnerprogramme sind nirgendwo gelistet und werden nur intern betrieben.

Was Du also machen kannst, ist auf Google nach Problemen, Zweifeln und Ängsten von Menschen zu suchen und dabei die 6 Faktoren zu beachten, die eine lukrative Nische ausmachen.

Das Coole ist, dass Du Dich bei dieser Strategie automatisch im Negativ-Markt befindest. Das heißt, hier wird Geld leichter umgesetzt.

Gib dazu folgende Suchbegriffe bei Google ein:

  • Wie werde ich
  • Wie bekomme ich
  • Wie finde ich
  • Was tun gegen
  • Hilfe gegen
  • Wie verliere ich
  • Wie verringere ich
  • Wie verbessere ich
  • Wie lerne ich
  • Wie beseitige ich
  • Wie höre ich auf
  • Wie kann man
  • Wo kann man
  • Wo bekomme ich
  • Wie überwinde ich
  • Wie werde ich Profi
  • Wie fange ich an

Beschränke Dich aber nicht nur auf diese Begriffe, sondern nutze auch Googles Vorschlagsfunktion (Google Suggest), die greift, sobald Du nach einem Begriff die Leertaste drückst.

Die Vorschläge von Google sind häufig das, wonach am meisten gesucht wird.

Bei "Wie werde ich", ist es derzeit:

Google-Suggest für "Wie werde ich"

Google-Suggest für "Wie werde ich"

Gebe ich noch den Buchstaben "a" dahinter ein, komme ich auf folgendes:

Google-Suggest für "Wie werde ich a"

Google-Suggest für "Wie werde ich a"

Das Ganze kannst Du mit diversen Buchstabenkombinationen und Möglichkeiten weiter fortführen. Am Ende hast Du eine ellenlange Liste mit Keywords, die im Negativ-Markt sind und wo Leute aktiv nach Lösungen suchen.

Danach musst Du diese Liste natürlich noch filtern und die Sachen streichen, wo meine 6 Regeln nicht zutreffen. Das wird nämlich bei vielen so sein.

Aber es bleiben einige, die sich dafür eignen. Je größer die Basis, umso besser am Ende die Ergebnisse und die Keywords, die nach dem "Sieben" übrigbleiben.

Ich mache es mittlerweile nicht mehr per "Hand", sondern nutze dafür ahrefs.com, ein mächtiges Tool, das mir zu einem Hauptbegriff alle gesuchten Keywords raussucht, mir diese filtert und mir anhand einer Skala anzeigt, wie gut diese für eine Nische geeignet sind.

Ich spare mir also 80% der Zeit, weil ich vielbeschäftigt bin und auch mal gerne mit meinen zwei Kids spielen möchte.

Das Ganze kostet aber auch etwas, daher empfehle ich es Dir nur, wenn Du (wie ich) nicht genug Zeit bzw. auch das nötige Kleingeld dafür hast.

Ansonsten solltest Du den manuellen Weg gehen. Dabei lernst Du auch so einiges! 🙂

Du hast jetzt zwei Hammer-Methoden, wie Du lukrative Nischen finden kannst. Und Du weißt, worauf es bei den Nischen ankommt.

Oben habe ich Dir ja ein Osterei versprochen. Hier ist es. 😉

Falls Du also partout auf keine eigenen Nischen kommst, Zeit sparen möchtest oder einfach nur ein Faulpelz bist, dann hier 50 Nischenideen, die Du sofort angehen kannst (und solltest, bevor es ein anderer tut).

50 Nischenideen (hier klicken)

  1. Akne bekämpfen
  2. Autotuning
  3. Baby bekommen
  4. Besser beim Sex
  5. Bewerbungen richtig schreiben
  6. Beziehung retten
  7.  Buchhaltung lernen
  8. Richtige Buchvermarktung
  9. Chronische Schmerzen lindern
  10. Disco tanzen lernen
  11. Ehe retten
  12. Ejakulation verzögern
  13. Ex zurück bekommen
  14.  Flugangst überwinden
  15.  Frauen verführen
  16. Gartenarbeit
  17.   Gartenhaus planen
  18.  Gemüse und Obst selbst anbauen
  19. Gitarre spielen lernen
  20. Glutenfreie Diät
  21. Haarausfall aufhalten (bei mir ist es zu spät ;-))
  22.  Hämorrhoiden behandeln
  23.  Haus sicher(er) machen
  24. Herpes loswerden
  25. Hochzeit planen
  26. Hühnerhaus bauen
  27. Hunderziehung
  28. Kindersicherung Internet
  29. Jünger aussehen
  30. Kartentricks lernen
  31. Katzenerziehung
  32. Kekse backen / Weihnachtsbäckerei
  33. Kindern lesen beibringen
  34. Krebsfrei leben
  35. Landschaftsplanung
  36. Länger im Bett durchhalten
  37. Nackenschmerzen lindern
  38. Richtige Nagelpflege
  39. Nichtraucher werden
  40. Panikattacken in den Griff bekommen
  41. Raus aus den Schulden kommen
  42.  Salsa tanzen lernen
  43. Schnell Tastatur schreiben lernen
  44. Schüchternheit bekämpfen
  45. Schuppenflechte behandeln
  46. Spielzeuge für Erwachsene
  47. Vor Publikum sprechen lernen
  48. Whiskey Tasting
  49. Zaubertricks lernen
  50. Zumba lernen

Im Kommentarbereich kannst Du mir gerne dafür danken. 😉

4. Die größten Schwierigkeiten vieler Anfänger

Hast Du zumindest eine Nische auf dem Zettel?

War es leicht oder hattest Du Schwierigkeiten?

Weißt Du, was die beiden größten Schwierigkeiten viele Anfänger sind?

  1. Sie wissen nicht, ob die Nische gut ist.
  2. Sie können sich mit dem Thema nicht identifizieren (Sie mögen es nicht und haben kein Interesse dafür).

Erkennst Du Dich darin wieder, dann hast Du ein klitzekleines Problem.

Du weißt zwar an dieser Stelle wie man Nischen finden kann, aber Du hast Zweifel, die Dich davon abhalten, eine lukrative Nischenseite aufzubauen.

Meine Aufgabe ist es, diese Zweifel aus dem Weg zu räumen.

Das möchte ich, indem ich Dir ein Beispiel gebe.

Ich bin in eine Nische gegangen, in der ich...

  • Vorher (beim ersten Gucken) auch nicht wusste, ob die Nische gut ist.
  • Absolut kein Interesse dafür hatte und absolut kein Vorwissen.

Aber ich habe für beides eine Lösung gefunden.

4.1 Problem #1: "Ich weiß nicht, ob die Nische gut ist!"

Mein Geschäftspartner, der Nischenseiten-Experte Sebastian Czypionka, hat eine Formel entwickelt, mit der Du den möglichen Erfolg einer Nische mit dem Hauptkeyword vorhersagen kannst.

Nicht zu 100%, aber zumindest eine sehr gute Tendenz, die Dir Sicherheit gibt.

Diese Formel errechnet am Ende eine Punktzahl, mit der man dann verschiedene Nischenideen vergleichen kann.

Im folgenden Rechner musst Du nur noch die entsprechenden Werte eintragen und bekommst am Ende eine Punktzahl. Die Werte musst Du natürlich im Vorfeld recherchieren.

Alles über 13 Punkten ist eine gute Nische mit guten Perspektiven für ein passives Einkommen von +200 Euro/Monat.

Nischen Potenzialrechner

0.00 Punkt(e)

4.2 Problem #2: "Ich kenne mich in der Nische nicht aus!"

Ich stelle Dir nun eine Nischenseite von mir vor, zu der ich beim Start keinerlei Berührungspunkte hatte.

Ich habe die Nische auf dem Digistore24 Marktplatz gefunden. Das Produkt, ein Videokurs, verkaufte sich dort sehr gut.

Also schmiss ich ahrefs an und schaute mir die dazugehörigen Keywords und Suchanfragen an, packte alle Werte in den Nischen Potenzialrechner und sah sofort: "Hier hast Du eine geile Nische gefunden!" 🙂

Aber ich hatte vorher weder davon gehört, noch wusste ich etwas darüber. Und dennoch ging ich diese Nische an.

Immer, wenn Du in so einer Situation bist, hast Du zwei Möglichkeiten:

  1. Du liest Dich in das Thema ein. Versuchst die Zielgruppe sehr gut zu verstehen, eignest Dir Wissen an. Du machst deine Hausaufgaben und nach einer Woche weißt Du mehr, als 95% aller Suchenden.
  2. Du hast kein Bock darauf und kaufst den ganzen fachlichen Part ein. Entweder suchst Du einen Kooperationspartner, der den Inhalt liefert oder Du kaufst ihn klassisch über Plattformen wie content.de* ein.

Aber: Verwerfe eine Nischenidee nie, nur weil Du denkst, dass es uninteressant ist oder Du keine Lust auf diese Nische hast, obwohl die Zahlen gut aussehen!

Meine Nischenseite lautet...

*Trommelwirbel*

nackt-yoga.info

Auf die Nische hättest Du nie getippt, was? 😉

So sehen die Zahlen in ahrefs aus:

ahrefs Zahlen für die Nackt-Yoga Nische

ahrefs Zahlen für die Nackt-Yoga Nische

Ich liefere auf der Nischenseite eine Menge Content. Meist ist es einfach nur die Beantwortung der meist gestellten Fragen zu diesem Thema.

Und ich empfehle einen kostenpflichtigen Videokurs mit dem ich 25 % pro Verkauf verdiene. Der Kurs kostet aktuell 64,90 € alle 6 Monate und ich verdiene pro Verkauf 12,10 € brutto (dafür im Abo alle 6 Monate wiederkehrend).

Verdienste meiner Nischenseite

Verdienste meiner Nischenseite

Abgezogen werden noch Gebühren und Steuern, daher ist es etwas weniger. Aber dennoch nicht übel für eine recht einfache Nischenseite oder? 🙂

Von allen bisher verkauften Zugängen gab es auch noch keinen Kunden, der diesen zurückgegeben hat. Die Qualität des Produktes stimmt also.

5. Von der Theorie in die Praxis

Erinnerst Du Dich an die erste Lektion auf dieser Seite?

Da hatte ich Dir gesagt, dass Du alles über Traffic, Backlinks und Keywords vergessen solltest.

Weißt Du, warum das so wichtig war?

Die meisten - vor allem Anfänger - leiden unter Informationsüberflutung.

  • Zu viele verschiedene Menschen, die unterschiedliche Sachen erzählen.
  • Zu viele verschiedene Möglichkeiten, die attraktiv klingen.
  • Zu viele verschiedene Systeme, Modelle und Theorien.

Wie auf einem Markt, bei dem ein Marktschreier lauter schreit als der andere und man am Ende nicht mehr weiß, was überhaupt das Beste ist und dann gar nichts kauft/isst/trinkt.

(Oder alles kauft, isst, trinkt und es einem dann schlecht geht ;-))

Hier kommt nun eine "alte" Business-Weisheit.

Fokus und Konzentration ist ein wichtiger Schlüssel zum Erfolg. Auch bei Nischenseiten.

Jetzt zwitschern

Fokussiere Dich auf eine Sache, von der Du überzeugt bist, dass sie funktioniert. Blende alles andere aus.

Vielleicht sind es Nischenseiten, vielleicht auch eigene digitale Produkte oder etwas völlig anderes.

Egal, sobald Du eine bestimmte Hürde, einen bestimmten Meilenstein erreichst, ist es wie beim Domino. Das erste Steinchen fällt um, und danach läuft es.

Ok, genug Geschwafel - jetzt geht's um drei wichtige Dinge.

  1. Wahl der Domain
  2. Server/Webhosting
  3. Festlegung, wie Du Deine Nischenseite baust

5.1 Wahl der Domain

Ich habe schon über 20 Webseiten projektiert und diverse Domains gehabt, daher weiß ich in etwa, was wie gut funktioniert.

Keyword-Domains haben immer noch einen kleinen Vorteil und deshalb rate ich Dir dazu, Dir eine kleine Nische mit einem Hauptkeyword auszusuchen und Dir die Keyword-Domain dazu zu sichern.

Bei der Auswahl der Domain musst Du folgende Dinge beachten:

  • Beschränke Dich auf Dein Hauptkeyword in Deiner Nische.
  • Nur .de, .org und .net Domains (Alternativ gehen auch .com oder .eu). Nur die fünf Domainendungen sind für Dich interessant, da alle anderen regional zugeordnet sind und in Deutschland etwas schlechter ranken (wie z.B. info/biz/name).
  • Überlege Dir Variationen mit Bindestrich oder "der", "die", "das" am Anfang.
  • Gehe zu einer beliebigen Domainsuche und prüfe, ob die Domain noch frei ist (z.B. checkdomain.de).
  • Bevorzuge die zusammengeschlossene Schreibweise VOR der mit Bindestrichen. Also besser "hueftspeckloswerden.de" anstatt "hueft-speck-loswerden.de".
  • Wenn Du mehr als drei Wörter hast, benutze Bindestriche, um die Domain leichter lesen zu können. Also besser weight-gainer-test-2021.de als weightgainertest2021.de.
  • Obwohl möglich, vermeide Umlaute wie ü, ö, ä. Wähle stattdessen lieber ae, ue, oe.
  • Falls Dein Hauptkeyword in allen Varianten belegt ist, benutze ein kleines Wort danach (blog, 24, berichte, i, online oder Ähnliches).
  • Benutze für jede neue Seite eine eigene Domain. Vermeide daher Subdomains für Unterthemen.
  • Am besten registrierst Du die Domain direkt mit dem Webhostingpaket.

5.2 Server/Webhosting

Es reicht ein Server, den Du Dir mit anderen Leuten teilst und der für Dich verwaltet wird.

Das Ganze nennt sich dann "Shared Webhosting". Dort liegen alle Dateien Deiner Nischenseite.

Es gibt sehr viele Anbieter und was Du brauchst, ist ein Webhosting-Paket mit guter Geschwindigkeit und guter Ladezeit für den schmalen Euro. Das reicht völlig für Nischenseiten.

Ich kann Dir aktuell All-Inkl* empfehlen, was ich selbst für meine Webseiten nutze. Allerdings nicht den günstigsten Tarif, sondern den zweitgünstigsten um aktuell 7,95 € Monat. Grund: Du brauchst SSL-Zertifikat, das hier inkludiert ist.

Dort anmelden, Paket bestellen, Domain registrieren. Nach 24 Stunden bist Du startbereit.

5.3 Festlegung, wie Du Deine Nischenseite baust

Ich mache es kurz.

Ich empfehle Dir WordPress. Punkt.

WordPress ist eines der beliebtesten Systems für Webseiten. Im Grunde genommen nutzen es weltweit so viele Menschen, wie alleine in Deutschland leben.

Etwas Technikverständnis musst Du zwar mitbringen (oder Dir aneignen), aber Du wirst damit klarkommen.

  1. Lade Dir WordPress hier herunter: de.wordpress.org/download
  2. Und folge der Installationsanleitung.

(Tipp: Nutzt Du All-Inkl als Webhoster, dann kannst Du WordPress auch mit nur einem Mausklick installieren, ohne es vorher herunterladen und manuell installieren zu müssen.)

Nachdem Du WordPress installiert hast, hast Du ein fertiges Management-System, mit dem Du dann Artikel, Seiten, etc. erstellen kannst. Keine Programmierung, kein HTML ist notwendig.

Eine einfache technische Anleitung findest Du hier.

6. Kenne Deine Besucher wie Deine Westentasche

Elementar für den späteren Erfolg Deiner Nischenseite ist die Analyse Deiner Zielgruppe.

Du musst Deine (anvisierte) Zielgruppe charakterisieren, herausfinden was sie...

  • fühlt
  • denkt
  • sieht
  • hört
  • sagt
  • tut

...und was sie antreibt und was ihr Angst macht.

Nur so weißt Du genau, was Du schreiben sollst, wie die Titel Deiner Artikel lauten sollen,  was für Produkte Du anbieten kannst, wie Du etwas formulieren oder begründen sollst.

Vielleicht denkst Du Dir jetzt: "Toll Christian, aber wofür soll diese ganze Psychoanalyse gut sein?" "Und außerdem will ich eine Nischenseite aufbauen, mit der ich etwas Geld verdiene und nicht erst den Psychologen spielen und meine Zielgruppe ausquetschen!"

Berechtigte Fragen.

Ich versuche es mal auf diese Art und Weise.

Was denkst Du, warum gibt es zu den suchstärksten Keywords einer Nische mehr als tausend Seiten, die ein Thema behandeln, aber bei Google niemals in die Top-10 kommen werden?

Vielleicht hast Du auch schon einmal eine Seite aufgebaut und bist damit nicht auf die erste Ergebnisseite bei Google gekommen?

Was unterscheidet die Seiten, die es bei Google in die Top-10 schaffen von denen, die im Nirwana vor sich hindümpeln?

Es sind auf jeden Fall nicht die typischen SEO-Regeln, die die Top-10-Ergebnisse von den hinteren Google-Ergebnissen unterscheiden.

  • Ja - einige behaupten, dass Du mehr Backlinks brauchst, viel mehr Wert auf Onpage legen musst und Deine Ladezeit verbessern sollst.
  • Manch einer behauptet sogar, man müsse sich an ganz skurrile WDF*IDF Formeln halten.

Ja, das mag auch alles irgendwo seine Berechtigung haben. Aber im Kern ist das nicht das, was den Unterschied ausmacht.

Aber der Unterschied ist der...

Viele der Top-10-Ergebnisse LIEFERN das ab, was die Suchenden sehen wollen. Sie wissen genau, was sie wie schreiben sollen.

Wenn jemand nach "rauchfrei in 6 Wochen" sucht, dann wissen die Macher der Webseite, die auf Platz 1 bei Google ist, dass sie bestimmte Dinge schreiben müssen, damit der Suchende auch dort bleibt.

Zum Beispiel Punkte aufführen, die den Suchenden aufregen und gleichzeitig Lösungsvorschläge anzubieten, die der Suchende erwartet. In dem Fall eine Raucherentwöhnung in kurzer Zeit.

Anders herum gibt es Webseitenbetreiber, die schreiben einfach einen Artikel, wie man mit dem Rauchen aufhört, gehen aber nicht konkret auf die Situation des Suchenden ein.

Sie schreiben zum Beispiel nicht über die Probleme, die er hat, sie schreiben nicht über mögliche Versuche, die er eventuell schon unternommen hat und sie liefern bei diesem Keyword keine Lösungsvorschläge, die dem Raucher helfen, in nur 6 Wochen rauchfrei zu werden.

Es gibt zu viele Nischenseiten, die zu allgemein sind, die einfach über das Thema schreiben, aus dem Bauch heraus entstehen, aber dem Suchenden dadurch nicht weiterhelfen.

Merke: Das ist einer von mehreren Gründen, warum Du also Deine Zielgruppe sehr gut kennen solltest. Der größte Vorteil ist, dass du Texte schreiben und Deine Seite so aufbauen kannst, dass sich Deine Zielgruppe dort wohlfühlt und denkt, dass sie auf Deiner Seite eine Lösung für Ihr Problem findet.

Wenn Du nämlich nichts über die Zielgruppe weißt und einfach nur nach eigenem Gefühl schreibst, besteht die Gefahr, dass Du das Thema verfehlst! Und das hat in der Schule schon nicht für die besten Noten gesorgt!

Mach also vorher eine gründliche Analyse, wer Deine Zielgruppe ist, was sie ausmacht, wie sie denkt, worüber sie sich beschwert, was sie schon alles probiert hat, was sie antreibt.

Es ist immer wieder erstaunlich, wie leicht man an solche Informationen kommt. Richtig gut sind dafür Foren, GuteFrage.net und Amazon.

Schau her. Anhand "normaler" Forenbeiträge kannst Du bereits vieles über Deine Zielgruppe erfahren.

  • Wie ist sie auf das Thema aufmerksam geworden?
  • Was motiviert sie?
  • Was für einen Kenntnisstand hat sie?
  • Was für ein Ziel hat sie?
  • Was für ein Vorwissen/Erfahrung hat sie?
  • Was für Fragen beschäftigen sie?
  • Was für ein Budget hat sie?
  • Männlein oder Weiblich.

Oder Du durchforstest die thematisch passenden Fragen und Antworten auf gutefrage.net.

  • Was für Zweifel hat der Besucher vor einem Kauf?

Auch die Kundenbewertungen von Produktkäufen in Deiner Nische bei Amazon können interessante Insights liefern.

  • Was für Eigenschaften sind bei Produkte in Deiner Nische wichtig?
  • Was für Funktionen sind wichtig?
  • Was für positive/negative Erfahrungen haben Käufer bereits gemacht?

Du siehst also, Du kannst kann durch etwas Recherchearbeit viel rausholen.

Ein weiterer Vorteil, über den niemand spricht.

Es ist bewiesen, dass Du in den Ranking steigst, wenn die Besucher über Google auf Deiner Seite länger verweilen und nicht zu Google zurückkehren. Aus Erfahrung weiß ich, dass dieser Faktor sogar stärker sein kann, als viele Backlinks.

Spätestens jetzt müsste es bei Dir Klick machen. 🙂

Nur wenn Du Deine Zielgruppe kennst und aufbauend darauf den richtigen Content schreibst und bereitstellst, werden die Besucher auf Deiner Seite bleiben und Du erreichst damit viel leichter und schneller gute Rankings.

Schon Abraham Lincoln sagte: "Wenn ich acht Stunden Zeit hätte um einen Baum zu fällen, würde ich sechs Stunden die Axt schleifen."

Die Vorbereitung ist also extrem wichtig!

Investiere die Zeit in eine ordentliche Zielgruppenanalyse.

7. Mach nicht diesen Contentfehler

Erst, wenn Du alles Relevante über Deine Zielgruppe weißt, kannst Du anfangen, Dich um den Content zu kümmern.

CONTENT - der englische Begriff für Inhalt hat sich mittlerweile in der "Szene" durchgesetzt. Oft sagt man auch Content is King.

Früher reichte es aus, einen geilen 400 Wörter langen Artikel zu schreiben, die Hauptkeywords 5-7 mal zu benutzen und schon rankte man dafür auf der ersten Seite bei Google.

Die Zeiten sind lange vorbei!

Heute ist Google schlauer und es gibt mehr Wettbewerb. Deine Aufgabe ist es, einen ansprechenden und zielführenden Content bereit zu stellen.

Der Satz war wichtig.

Ansprechend & Zielführend.

Das sind die beiden wichtigsten Kriterien.

Nicht Länge, nicht Keyworddichte, nicht Anzahl an Bildern, nicht Videos, nicht nicht nicht.

Es geht um "ansprechend/interessant" und um "zielführend/lösungsorientiert".

Wenn Du das verstehst, wirst Du das Thema Content ganz anders angehen.

Das heißt nämlich, dass Du mit einer Seite, die aus 204 Wörtern besteht, trotzdem sehr gut ranken kannst und eine hohe Conversion-Rate am Ende erzielst. Oder dass Du eine Seite mit 3045 Wörtern aufbauen musst, weil das Thema so umfangreich ist.

Es geht immer darum, der Zielgruppe, dem Suchenden die Informationen/Ergebnisse zu liefern, die er erwartet, die er braucht – und noch mehr von dem, was er nicht erwartet, aber auch braucht!

Wenn Du das schaffst, schaffst Du es auch Produkte über Deine Seite zu verkaufen und damit Einnahmen zu generieren.

Lass und über die Struktur sprechen. Sie ist wichtig.

Ich habe festgestellt, dass sich viele Einsteiger damit schwer tun, eine Seite zu strukturieren. Sie wissen nicht...

  • Was ins Menü kommt.
  • Oder ob es nur eine einzige Seite geben soll, auf der sich alle Informationen vereinen. Oder, ob es viele Unterseiten zu den verschiedenen Unterthemen geben soll.
  • Oder welche Keywords mit aufgenommen werden sollen und welche Keyword-Gruppen auf einer Seite behandelt werden können.

Das und noch vieles mehr kommen an Fragen auf, wenn es um die inhaltliche Umsetzung und den Aufbau der Seite geht.

Leider gibt es hierfür keine allgemein gültige Pauschallösung. Kein fertiges Konzept, welches man für jede Nische anwenden kann.

Das wäre zu einfach.

Was ich jedoch machen kann, ist Dir einige Webseitenstrukturen aufzuzeigen und Dir die Vor- und Nachteile dessen aufzuzählen, damit Du ein Gefühl dafür bekommst, was gut und was schlecht ist.

Schlechtes Beispiel einer Nischenseite.

Schlechtes Nischenseiten Beispiel

Schlechtes Nischenseiten Beispiel

Kurz zur Erklärung:

  • Zwei Menüs sind bei Nischenseiten too much. Das obere Menü muss auf jeden Fall weg.
  • Das soll das Logo sein. Kann man nicht lesen, noch gibt es einen Wiedererkennungswert. Hier reicht in der Regel nur der ausgeschriebene Nischenname. Für Mini-Affiliate-Seiten brauchst Du kein eigenes Logo.
  • Werbebanner-Platz? Brauchen wir in der Regel auch nicht. Einnahmen werden durch gezielt platzierte Partnerlinks getätigt.
  • Ein Menü ist bei verschiedenen Unterthemen sinnvoll. Hier ist es jedoch zu groß und zu auffällig. Ein Menü soll da sein, wenn man es braucht, sich jedoch nicht in den Vordergrund drängen. Und das tut dieses nämlich.
  • Der Contentbereich ist von der Größe her in Ordnung. Allerdings ist die Ansprache nicht sonderlich gut. Den Besucher willkommen heißen mag okay sein, aber in Zeiten des schnellen Informationskonsums muss dort etwas Knackiges, Auffallendes, Ansprechendes hin. Das kann man mit einer knackigen Headline oder einem ansprechendem Bild lösen.
  • Der rechte obere Platz in der Sidebar ist sehr wichtig, da er sehr prominent ist. Hier einfach "Werbung" zu zeigen, bzw. direkt auf Produkte zu verlinken ist nicht immer die beste Platzausbeute. Vor allem für Neubesucher kann man diesen Bereich nutzen, um Trust zu schaffen. Ein schönes Autorenbild mit einem Link zu einer Über-Mich-Seite oder eine Auflistung des USP und der Benefits der Seite tragen dazu bei, dass die Besucher länger bleiben und auf den ersten Blick wissen, was diese Seite ausmacht. Ebenfalls eignet sich für die Sidebar ein sogenannter Lead-Magnet, der z.B. ein E-Book im Austausch für die Mail-Adresse anbietet. (Spoiler: Nicht für alle Nischen geeignet!)

Gutes Beispiel einer Nischenseite.

Gutes Beispiel einer Nischenseite

Gutes Beispiel einer Nischenseite

Vom Gefühl her... merkst Du den Unterschied?

Ist es sauberer, ordentlicher? Aufgeräumter? Ansprechender?

Es gibt nur einen kleinen Header mit Logo, das aus einer simplen Grafik + Text besteht. In dem gleichen Header sitz das Menü. Dezent und mit den (für die Zielgruppe) wichtigsten Punkten.

Eine kurze und knackige Headline ohne viel BlaBla, die sofort verrät, worum es hier geht.

Sauber aufgebauter Content-Bereich links, Sidebar rechts. Auch in der Sidebar ein Werbebanner, aber oben drüber auch die wichtigsten Links für den Leser.

Alles richtig gemacht. Nicht umsonst rankt diese Nischenseite zu vielen Suchbegriffen auf Position #1.

Learning: Verzettle Dich nicht mit Kleinigkeiten. Fang lieber mit einem ganz einfachen Design ohne viele Farben, ohne Header an, als am Anfang zu lange an Dingen rumzubasteln, die nicht den Unterschied ausmachen! Dein Design verkauft nicht, Dein Content schon!

8. Die Krux des Traffics inklusive AHA-Effekt

Es gibt einen Mythos.

Jeder möchte mehr Traffic haben.

Egal, was für eine Umfrage ich mache, mit wem ich rede, einfach jeder braucht mehr Traffic.

Und das ist die Krux.

Was bedeutet Traffic eigentlich?

Traffic bedeutet ein Besucherstrom auf Deine Webseite.

Lass uns mal einen Vergleich machen.

Du bist ein Ladenbesitzer in der Innenstadt. Sagen wir, Du verkaufst Handtaschen. Das ist Deine Nische. Du hast etwas Laufkundschaft. Es sind etwa 180 Besucher, die Du täglich in Deinen Laden bekommst.

Davon kauft jeder Zehnte. Du hast also pro Tag im Schnitt 18 Verkäufe.

Jetzt bist Du so schlau wie alle angehenden Internet Marketer. Du weißt: Du brauchst mehr Traffic. Also mehr Besucher. Mehr Leute, die in Deinen Laden kommen.

Du triffst einen schlauen Mann, der Dir verspricht, Dir mehr Besucher (Traffic) zu schicken. Für einen kleinen Preis.

Du findest das genial und lässt Dich darauf ein. Schon am nächsten Tag kommen die Leute nur so in Deinen Laden geströmt. Am Ende des Tages hast Du 500 Besucher gehabt. Yippie!

Du weißt zwar nicht wie sie zu Dir gekommen sind, aber Du hattest 500 Besucher.

Dann schaust Du in die Kasse auf Deine Abrechnung. Nur 10 Verkäufe.

Wie kann das denn bitte sein?

Den Tag zuvor hattest Du noch 18 Verkäufe. Jeder Zehnte hat etwas gekauft. Heute hast Du nur 10 Verkäufe bei 500 Besuchern. 2% Deiner Besucher haben etwas gekauft.

Warum?

All die Leute, die Du heute gewonnen hast, wollten gar nicht zu Dir.

Sie kamen einfach, weil ihnen gesagt wurde, sie sollen dort hin gehen oder weil sie dafür etwas als "Belohnung" bekommen haben.

Dabei brauchen Sie keine Handtasche oder würden sich niemals eine kaufen oder haben noch nicht einmal soviel Geld, sich eine zu kaufen.

Deine Laufkundschaft wiederum kaufte auch weniger. Es waren zu viele Menschen in dem kleinen Laden. Du hattest keine Zeit sie zu beraten.

Lerne: MEHR Traffic ist nicht wichtig. Wichtig ist, dass Du die Besucher anziehst, die Deine Zielgruppe sind und die bereit sind, etwas bei Dir zu kaufen (das gilt auch für Mini-Affiliate-Seiten).

Versuche Dich also von dem Gedanken zu lösen, dass Du mehr Traffic brauchst.

Du brauchst wirklich nur die Leute auf Deiner Seite, die gerade ein Problem haben, bei dem Du ihnen helfen kannst und die dann über Deine Seite eine Lösung kaufen, für die Du bezahlt wirst.

Hör weg, wenn es um "neue Trafficmethoden" geht oder um neue Portale, Systeme, Netzwerke wo es massig Traffic gibt. Alles für die Katz! Alles!

Ich kann mir gut vorstellen, dass das nicht das ist, was Du hören wolltest, aber es wird Dich so viel weiterbringen. Glaube mir.

Ich kenne so viele Leute, die Tag ein, Tag aus versuchen, mehr Traffic zu bekommen. Und dann, nach Monaten, haben sie ihre Nischenseite von 50 Besuchern pro Tag auf 300 Besucher pro Tag gebracht und merken, dass die Einnahmen gleichgeblieben sind.

Und die Besuchszeit massiv gefallen ist. Und damit auch das Ranking bei Google. Autsch!

Ein Teufelskreis.

Falle nicht auf Traffic-Produkte oder neue Traffic-Methoden rein. Mehr Traffic sollte nicht Dein Ziel sein. Mehr qualifizierte Besucher zu erhalten, die Deiner Zielgruppe entsprechen und bereit sind, Geld auszugeben, das schon!

9. Backlink-Geheimnisse

Wie kriegst Du nun qualifizierte Besucher auf Deine Nischenseite?

Über Google!

Das ist der leichteste Weg.

Warum?

Weil Google der einzige Ort im Internet ist, an dem es a) viele Menschen gibt, die b) ihre Probleme in den Suchschlitz schreiben.

Und damit kannst Du direkt die erreichen, die ihr Problem bereits artikulieren.

Es gibt nun zwei Möglichkeiten, diese Leute bei Google zu erreichen.

  1. Einmal über bezahlte Anzeigen (Google Ads), wofür Du jedoch Geld ausgibst und etwas Erfahrung brauchst.
  2. Oder über die organischen Suchergebnisse. Das sind die Ergebnisse, die nach den bezahlten Ergebnissen erscheinen.

Wir konzentrieren uns nur und ausschließlich auf die organischen Ergebnisse.

Du möchtest mit Deiner Seite dort erscheinen. Idealerweise auf Position 1. Denn auf das erste Ergebnis klicken zum Teil 50-70% der Suchenden. Und genau dort wollen wir hin.

Wie geht das?

Du wirst es nicht glauben, aber das SEO 1x1 habe ich Dir eigentlich schon beigebracht.

Das ist nämlich eine Seite zu bauen, die den Suchenden (= Deine Zielgruppe) genau versteht und ihm die Lösungen und Informationen anbietet, die er braucht.

(Und nicht irgendeinen 400-Wort-Keyword-Artikel dort hinzuklatschen. Und nicht über irgendeinen Service dubiose Backlinks einzukaufen.)

Apropos Backlinks.

Die meisten denken, dass Backlinks das Wichtigste sind. Getreu dem Motto: "Je mehr Backlinks, umso besser die Rankings."

Falsch!

Erst brauchst Du ein solides Fundament.

Deine Seite mit Inhalten, die Deine Zielgruppe ansprechen und Lösungen anbieten. Und dann brauchst Du eine Handvoll Backlinks.

Okay und nun zu den Backlinks und wie Du sie bekommst.

Zwei Wege:

  1. Google nach "backlinkaufbau" oder "backlinks aufbauen" und lies Dir die Beiträge durch, die an Position #1 erscheinen. Das sind die besten, die es dazu gibt.
  2. Lade Dir diese 6 Backlink-Aufbaumethoden herunter und handle danach.

10. Die Einnahmen einer ungewöhnlichen "Nischenseite"

Oben habe ich Dir ja bereits die Einnahmen meiner Nackt-Yoga Nischenseite gezeigt.

Bislang ein knapper Tausender in etwa 15 Monaten. Mittlerweile aber auch mit wiederkehrenden Einnahmen durch das Abo.

Aber wer sagt, dass eine Nischenseite immer eine Webseite sein muss? 🙂

Niemand, denn es kann genauso gut ein Video sein. Holla, die Waldfee!

Google mal nach "thrive architect deutsch". 

Dann wirst Du an Position #1 ein Video eines gewissen Christian Költringer finden (zufällig bin das ich ;-)).

Thrive Architect Nischenvideo auf Google 1

Thrive Architect Nischenvideo auf Google Position 1

Danach suchen laut ahrefs nur etwa 30 Leute im Monat.

Suchvolumen Thrive Architect deutsch

Suchvolumen Thrive Architect deutsch

Aber nicht irgendwelche 30 Leute, sondern jene, die dieses WordPress-Plugin kaufen wollen und das auch tun.

Oder das Keyword "thrive leads deutsch". Auch hier rankt mein Video auf Position #1 in der Google-Suche.

Thrive Leads Nischenvideo auf Google 1

Thrive Leads Nischenvideo auf Google Position 1

Hier suchen im monatlichen Schnitt sogar nur an die 10 Leute danach.

Suchvolumen Thrive Leads deutsch

Suchvolumen Thrive Leads deutsch

Dennoch haben mir diese beiden Videos in Summe schon an die 8.580,49 $ in die Kasse gespült.

Thrive Themes Partnerprogramm-Auszahlungen

Thrive Themes Partnerprogramm-Auszahlungen

Hinweis: Diese Einnahmen sind nicht ausschließlich durch diese beiden Videos entstanden, aber großteils. Ich empfehle diese beiden Tools auch abseits immer wieder über meinen Affiliate-Link. 🙂

Erkennst Du auch hier, warum nicht zwingend Tausende Besucher nötig sind, um etwas Geld mit einer Nischenseite - pardon Nischenvideo - zu verdienen?

Die Leute suchen einfach nach einer deutschsprachigen Anleitung für ein Tool, das sie gerne kaufen wollen. Ich gebe sie ihnen, platziere meinen Affiliate-Link darunter und schon klingelt die Kasse! 😉

Fazit

Das Geile an diesem Business-Modell mit den Nischenseiten ist ja, dass man dabei anderen Menschen hilft.

Egal, welche Seite Du baust, sie hat einen Mehrwert. Sie hilft anderen Menschen weiter. Sie liefert Lösungen oder Hilfestellungen.

Und das ist elementar wichtig. Denn nur, wenn Du Mehrwert erstellst, verbesserst Du damit die Situation und kannst dadurch auch einen Profit erwirtschaften.

Nur so kannst Du etwas "verdienen", nämlich indem Du Mehrwert erstellst. (Und nicht, indem man irgendein Schlupfloch ausnutzt, wie es viele immer wieder probieren!)

Aber Du musst auch Spaß an der Sache haben, ansonsten bleibst Du nicht am Ball!

Das ist wie mit einem Jungen, den man in den Fußballverein schickt. Er bleibt nur, wenn er Spaß am Fußballspielen hat (und auch mal ein Tor schießt). Und so sollte es auch mit dem Aufbau von Nischenseiten sein.

Es gibt wirklich die skurrilsten Nischen, aber auch ganz gewöhnliche, in denen man sich etwas aufbauen kann. Aber nur, wenn man irgendwann aufhört zu lesen und in die Umsetzung kommt!

Viel Erfolg! 🙂

* = Werbelink

Was ist ein Blogger?

Was ist ein Blogger?

  • 22. Juni 2020

Was ist ein Blogger? Eine verblüffende Antwort...

Was ist ein Blogger?

Es gibt Menschen, die schreiben im Internet. Klingt komisch, ist aber so.

Und weil übliche Bezeichnungen wie Autor, Redakteur oder Schreiberling dafür oft unpassend und langweilig sind, haben schlaue Menschen speziell fürs Netz einen Begriff erfunden: Blogger.

Aber was ist ein Blogger eigentlich, was macht er oder sie den ganzen Tag, kann man davon leben und wenn ja, wie genau? All diese Fragen (und noch mehr) möchte ich Dir in diesem BLOGbeitrag 🙂 beantworten. 

Wer ist ein Blogger oder eine Bloggerin?

Wenn Du mich um eine Definition fragst, dann sind Blogger Personen, die es lieben, Inhalte, Geschichten und Erfahrungen online mit anderen zu teilen.

Sie veröffentlichen zum Beispiel Inhalte zu klassischen Blog-Themen wie Fashion (Mode), Food (Nahrung), Travel (Reisen) und Lifestyle. Aber nicht nur das, man kann im Prinzip zu jedem beliebigen Thema einen Blog betreiben, wenn man sein Wissen gerne teilt und gerne darüber schreibt.

So gesehen bin auch ich ein Blogger, der gerne über Themen wie "Online Business aufbauen" schreibt, weil genau das meine Leidenschaft ist. 🙂

Andere wiederum, sozusagen die Zielgruppe des Bloggers oder der Bloggerin, finden diese Inhalte über Suchmaschinen wie Google, lesen sie, befinden sie für interessant (oder verbesserungswürdig) und hinterlassen ihr Meinungen dazu oder teilen sie auf sozialen Medien wie Facebook.

Das Coole ist, dass Blogger mobil und nicht an einen bestimmten Ort gebunden sind, um zu bloggen. Alles, was sie brauchen, ist ein Internetanschluss, einen Rechner und eine Plattform auf der die Blog-Inhalte online gehen und im Internet aufgerufen werden können.

Diese Plattform nennt man - wenig überraschend - BLOG. 🙂

Was ist ein Blog?

Frei übersetzen kann man einen Blog als Online-Journal bezeichnen. Zu den Anfangszeiten sagte man auch Weblog dazu. Wikipedia verrät wie immer mehr Details dazu.

Am Ende ist es eine "normale" Webseite, auf der Informationen zu verschiedenen Themen bereitgestellt werden. Früher wurden Blogs oft mit Online-Tagebüchern in Verbindung gebracht, heutzutage verfolgen die meisten Blogs aber ganz andere Zwecke (gleich noch mehr dazu).

Etwa um die Jahrtausendwende (im Jahr 2000) starteten erste politisch motivierte Blogs, kurz darauf kamen dann auch Blog auf, die ausführliche "How-To" Anleitungen veröffentlichten. Wie zum Beispiel dieser Blog-Beitrag zum Thema "Eigenes E-Book schreiben".

Doch wie viele Blogger gibt es eigentlich weltweit?

Gut, dass Du fragst. 🙂

Hier ein paar Zahlen und Daten.

Mit einem Marktanteil von 63,4 % ist WordPress das beliebteste Content-Management-System (CMS) weltweit (Stand: 05.06.2020, Quelle: statista.com). Laut WordPress.com verwenden aktuell 37 % aller Webseiten WordPress.

Und damit auch das System, das die meisten Blogger nutzen (inklusive mir hier auf dieser Seite).

Marktanteil von WordPress im Juni 2020

Alleine im Mai 2020 haben WordPress-Nutzer laut dieser Statistik 77,29 Millionen Blog-Beiträge veröffentlicht. Not bad!

Hier ist also ordentlich Musik im Spiel und wenn Du selber einen Blog starten möchtest, dann bist Du in guter Gesellschaft. 🙂

Es gibt aber auch andere Systeme, die bei Bloggern sehr beliebt sind. So zum Beispiel Blogger.com oder tumblr.com.

Warum ist Bloggen so populär?

Hier die aus meiner Sicht wichtigsten Gründe.

  • Über die Jahre wurde Bloggen zu einer neuen und mittlerweile bewährten Informationsquelle im Internet, die zur Öffentlichkeitsarbeit und Meinungsbildung verwendet wird.
  • Unternehmen haben damit einen guten und kostengünstigen Weg gefunden, mit ihren (potenziellen) Kunden zu kommunizieren und sie auf dem Laufenden zu halten. Firmen nutzen die Veröffentlichung von Inhalten auf Blogs auch, um ihre Bekanntheit und das Vertrauen in ihre Marke zu steigern.
  • Auf Blogs haben die Leser die Möglichkeit mit den Inhalten zu interagieren. Sprich, Kommentare zu hinterlassen oder sie auch auf sozialen Medien zu teilen und zu empfehlen.
  • Bloggen ist erprobtes Geschäftsmodell, um online Geld zu verdienen. Es gibt Menschen, die zu 100% vom Bloggen leben.

Was macht ein Blogger?

Schreiben. Fotos machen. Videos drehen.

Nein, das alleine ist es nicht. Es geht um mehr.

Vielen Bloggern geht es um...

  • Individualität.
  • Kreativität.
  • Andersartigkeit.
  • Einzigartigkeit.
  • Freie Meinungsäußerung.
  • Aufsehen erregen.
  • Community aufbauen.
  • Meinungen einholen.
  • Geld verdienen.
  • Ortsunabhängig leben.
  • Frei sein.
  • Der eigenen Leidenschaft nachgehen.
  • Spaß am Schreiben haben.

Dem typischen Blogger geht es nicht darum, den 1000sten (langweiligen) Beitrag zum Thema "Wie backe ich den perfekten Gugelhupf" zu schreiben, sondern eine Eigenkreation mit besonderen Zutaten vorzustellen und einen einzigartigen Erfahrungsbericht zu liefern, was dabei bei den ersten drei Anläufen schief gelaufen ist.

Und wenn ich von mir als WordPress-Blogger ausgehe, dann hat ein Blogger viele Aufgaben.

  • In regelmäßigen Abständen frische Inhalte veröffentlichen, um der Zielgruppe und Suchmaschinen zu zeigen, dass der eigene Blog "lebt".
  • Passende Bilder und Zeichnungen erstellen oder kaufen, um die Botschaft auch bildlich zu untermauern.
  • Fragen und Kommentare der Leserschaft beantworten.
  • E-Mails beantworten, die zwangsweise kommen werden, sobald der eigene Blog eine gewisse Reichweite und Leserschaft erreicht hat.
  • Recherchieren und brainstormen, um auf neue Content-Ideen zu kommen.
  • Blog-Artikel up-to-date halten.
  • Social Media Präsenz aufbauen, um mehr Vertrauen und Authentizität zu schaffen und mehr Reichweite zu generieren.
  • Gastartikel auf anderen Blog veröffentlichen, um die thematische Relevanz und die Reichweite des eigenen Blogs zu erhöhen.
  • Als Interview-Partner für andere zur Verfügung stehen und andere Blogger im gleichen Markt interviewen.
  • Analyse-Tool wie Google Analytics nutzen, um die Entwicklung des eigenen Blogs zu beobachten.
  • E-Mail-Anmeldeformulare einbinden, um sich eine Leserschaft aufzubauen, die jederzeit auf Knopfdruck erreichen werden kann
  •  Über verschiedene Maßnahmen den Blog monetarisieren, wie zum Beispiel über den Verkauf von Werbeplätzen oder die Erstellung und Vermarktung digitaler Infoprodukte.

Die beliebtesten Blogger Themen

Dass einige Arten des Bloggens beliebter als andere sind, das hat vor allem etwas der zu erreichenden Zielgruppe zu tun.

Denn natürlich streichelt es nicht nur über das eigene, kreative Ego, wenn die Leserzahlen hoch sind, sondern macht Blogs auch monetarisierbar(er). Die Grundlage, um schließlich davon leben zu können.

Da wären etwa Fashion Blogger, die die neueste Mode anprobieren, sich einfach nur bei Primark durch die Resterampe kaufen oder aber den Instinkt eines echten Second-Hand-Schnäppchenjägers haben.

Hier bieten sich natürlich lukrative Kooperationen mit Labels oder Boutiquen an, auch gibt es hier eine Schnittmenge zu talentierten Schneidern. Denn Fashion und DIY passen gut zusammen.

Genau wie die Lifestyle Blogger profitieren Mode Blogger vom guten Aussehen ihrer Bilder und der daraus entstehenden potentiellen Instagramreichweite. Das ist perfekt für Influencer Marketing und einer der Wege, vom Bloggen zu leben oder sich zumindest ein Zubrot zu verdienen.

Aber was ist ein Blogger, der nur wenig auf seinen Stil gibt?

Vielleicht ein Food Blogger.

Jemand, der gerne kocht oder sich in den nettesten Restaurants der Stadt den Bauch voll schlägt? Rezepte und Fotos von lecker angerichtetem Essen gehen immer gut, auch hier ist querfinanziertes Influencer Marketing problemlos möglich.

Travel Blogger hingegen dürfen sogar ihr Haus verlassen und von ihren Abenteuern berichten. Das hat natürlich alleine deswegen enorme Reichweite, weil Leser gerne Urlaubstipps aus erster Hand möchten. So mancher Travel Blog hat die Beratung im Reisebüro (ja, die gibt es noch) obsolet gemacht. 😉

Eine gute Übersicht der erfolgreichsten Blogger in den genannten "Genres" findest Du hier.

Wenn Dein Thema nicht dabei war und Du nach Ideen suchst, worüber Du einen Blog starten könntest, dann hilft Dir dieser Artikel vielleicht Deine Leidenschaft zu finden.

Fazit

Wenn Du von heute auf morgen Deinen Job hinschmeißen möchtest und ab jetzt Vollzeitblogger werden willst, dann muss ich Dir einen Dämpfer geben. Tu das nicht.

Außer Du hast jede Menge Zeit und Dein Einkommen ist gesichert.

Natürlich können einige Blogger oder Vlogger (das sind die YouTube-Stars) von ihrer Tätigkeit leben, aber das braucht Zeit, Durchhaltevermögen und eine gewisse Reichweite, aus der sich Kapital schlagen lässt. Davon kann auch Peer Wandiger ein Lied singen, der zu 100% vom Bloggen lebt.

Rechne mit mehreren Jahren, bis Du mit Deinem Blog einen Status erreicht hast, um gutes Geld damit verdienen zu können.

Aus meiner Sicht ist das wichtigste zunächst einmal ein Blog-Thema zu finden, wofür Du brennst. Wenn Du über etwas bloggst, was Dich am Ende nicht großartig interessiert, dann wirst Du nicht lange durchhalten.

Wenn Du motivierst bist und jetzt starten möchtest, dann findest Du hier 22 wertvolle Tipps für Blog-Anfänger. Viel Erfolg!

Mit Affiliate Marketing starten

Warum Du nicht mit Affiliate-Marketing starten solltest

  • 17. Juni 2020

Warum Du beim Aufbau eines Online-Business selbst als Anfänger NICHT mit Affiliate-Marketing starten solltest

Mit Affiliate Marketing starten

Welchen Weg geht ein typischer Formel 1 Weltmeister?

Normalerweise startet er in seiner Jugend als Kartfahrer und landet dann nach einigen Jahren über verschiedene Motorsportklassen (wie zum Beispiel die Formel 3) irgendwann in der Königsklasse.

Und ich habe das Gefühl, beim Aufbau eines Online-Business denken viele den gleichen Weg gehen und zunächst mit Affiliate-Marketing starten zu müssen, bevor man sich an die Erstellung eigener Produkte heranwagt.

So wie Gisela, die mir folgende Nachricht gesendet hat.

Gisela möchte mit Affiliate-Marketing starten

Doch ist das wirklich so?

Ist Affiliate-Marketing wirklich der ideale Einstieg, wenn man sich ein Online-Business aufbauen möchte?

  • Vielleicht ist es einfacher?
  • Vielleicht geht es schneller?
  • Vielleicht ist es weniger Aufwand?

Hier mein Erfahrungsbericht und am Ende weißt Du, ob Affiliate-Marketing wirklich das passende Geschäftsmodell für Dich ist, wenn Du gerade erst startest oder ob Du damit auf dem Holzweg bist und Deine Zeit und Energie anderweitig viel besser investiert wäre.

Was ist Affiliate-Marketing eigentlich genau?

Es wurden ganze Bücher darüber geschrieben, aber hier die Kurzversion.

Jemand anders hat ein Produkt erstellt (zum Beispiel einen Online-Kurs), Du machst Werbung dafür und bekommst eine Provision, sobald ein Dritter dieses Produkt aufgrund Deiner Empfehlung kauft.

Offline ist etwa ein Versicherungsmakler ein klassischer Affiliate-Marketer. Bei der Vermittlung von Versicherungen kassiert er Verkaufsprovisionen. Das ist in der Regel recht aufwendig und erfordert eine persönliche Beratung.

Online ist es einfacher und erfolgt häufig über einen speziellen Link (einen Affiliate-Link), den ein Produkthersteller seinen Affiliates (Werbepartnern) zur Verfügung stellt.

Verteilt ein Affiliate seinen Link dann im Netz, klickt ein Interessent darauf und kauft anschließend das beworbene Produkt, dann klingelt's in der Kasse! Der Affiliate hat eine Provision verdient. Und das, ohne den Käufer jemals persönlich getroffen zu haben oder gar zu kennen.

Den Prozess dahinter, das Tracking (= die notwendige Technik) und die Zuweisung und Auszahlung der Provisionen übernimmt ein sogenanntes Affiliate-Netzwerk. Easy, automatisiert und lukrativ.

Eigentlich ein geiles Geschäftsmodell oder?

Ist es auch, aber es hat "gefährliche" Schwächen, die Anfänger nicht kennen oder bewusst ausblenden!

Gleich mehr dazu und die "augenöffnende" Wahrheit...

Wie funktioniert ein Affiliate-Marketing Business?

Wenn man sich online zum Thema Affiliate-Marketing informiert, dann gibt es grundsätzlich drei Lager, was die Empfehlungen betrifft.

(es gibt vermutliche Tausende Empfehlungen und auch Varianten des Affiliate-Marketings, aber hier die Klassiker...)

Affiliate-Marketing Strategie #1: Liste aufbauen

Viele "Gurus", die irgendwann seit 2010 plötzlich wie die Pilze aus dem Boden geschossen sind, empfehlen folgende Strategie.

  1. Such Dir ein Thema in einem Mega-Markt im Internet (zum Beispiel Abnehmen).
  2. Schreib ein Freebie (zum Beispiel ein E-Book) oder kauf Dir einfach ein Fertiges. Freebie hat viele Bezeichnungen. Manche sagen auch Goodie oder Lead-Magnet dazu.
  3. Erstelle eine einfache Landingpage, auf der Du dieses Freebie zum kostenfreien Download anbietest.
  4. Bau Dir über diesen Weg eine E-Mail-Liste in diesem Markt auf.
  5. Versende Mails, in denen Du Deine Affiliate-Links einbaust, passende Partnerprodukte bewirbst und fette Provisionen kassierst.

Ich vermute auch Marianne hatte genau diesen Plan im Kopf, als sie mir folgende E-Mail gesendet hat.

Marianne möchte mit Affiliate-Marketing starten

Ich verstehe das.

Einfach ein paar Mails versenden und als Affiliate ein wenig Geld verdienen. Wer möchte das nicht? Du, ich, wir alle.

Die allesentscheidende Frage ist aber: FUNKTIONIERT das?

Meine Antwort als Online-Marketer seit 2008: JEIN.

Ja, Du kannst mir dieser Strategie den einen oder anderen schnellen Euro verdienen. Vielleicht.

Aber nein, das ganze hat NICHTS mit einem nachhaltig erfolgreichen Affiliate-Marketing-Business zu tun, das Dir jeden Monat einen netten Zusatzverdienst oder gar Dein Haupteinkommen sichert.

Dafür braucht es mehr, DEUTLICH mehr!

Lass mich Dir ein kurzes Beispiel aus der Offline-Welt geben (ich liebe den Vergleich Offline <> Online).

Angenommen, Du möchtest als Vermögensberater durchstarten. Du bereitest Informationsmaterial (Dein Freebie) vor und los geht die Challenge.

Du bist noch komplett am Anfang und stehst jetzt vor zwei Herausforderungen.

  1. Du hast noch keine Kontakte in der Branche und somit keine (potenziellen) Kunden.
  2. Du hast Dir selbst noch kein Vermögen aufgebaut und somit keine Expertise vorzuweisen.

Selbst wenn Du jetzt einen Kontakt generierst (einen Lead = E-Mail-Adresse), wie schwer wäre es dann für Dich, diesen mit Deinen mageren Voraussetzungen davon zu überzeugen, auf Deinen Rat zu hören und ein Anlageprodukt über Dich zu kaufen?

SEHR SCHWER!

Nach 5 Jahren am Markt hast Du allerdings Deine Hausaufgaben gemacht, eine gewisses Standing bei der Zielgruppe und Dir (mühsam) ein Netzwerk aufgebaut.

Tolle Arbeit!

Du bist drangeblieben, Kunden folgen Deinen Empfehlungen und Dein Verdienst steigt von Jahr zu Jahr!

Und genauso ist es auch online, wenn Du gerade erst beginnst.

Auch die "Affiliate-Marketing-Gurus", die mit ihren Geldscheinen wedeln, sind bei Null gestartet.

Auch sie haben nicht an Tag #1 das große Geld gemacht, auch nicht an Tag #30 oder #90.

Auch sie mussten sich über Jahre hinweg durch HARTE ARBEIT einen Brand und eine Reichweite aufbauen (obwohl viele das bewusst verschweigen, um ihre Kurse leichter verkaufen zu können ;-)).

Und mit "Brand und Reichweite aufbauen" meine ich...

  • Erstklassige Inhalte zu erstellen (auf der eigenen Webseite, aber auch auf anderen Kanälen).
  • Ein umfassendes Zielgruppenverständnis zu entwickeln.
  • Sich mit der Zielgruppe zu vernetzen, auf sie zu hören und ihr nachhaltig zu helfen.
  • Sich als Experte zu positionieren.
  • Ergebnisse und Erfolge vorzuweisen.
  • Empfehlungen und positives Feedback zu bekommen.

Also als das, was jedes erfolgreiche Business ausmacht.

Wenn Du also der Meinung bist, das Affiliate-Marketing einfacher ist, als andere Online Geschäftsmodelle oder schneller geht, dann liegst Du leider falsch.

(Tipp: Ich empfehle Dir generell beim Aufbau eines Online-Business immer wieder Parallelen zu klassischen Offline-Geschäften herzustellen. Hier kann man rein durch den gesunden Hausverstand viele Rückschlüsse ziehen und auf die Online-Welt übertragen. :-))

Affiliate-Marketing Strategie #2: Direct Traffic

Die zweite Empfehlung, die ich immer wieder mal lese, lautet in etwa wie folgt.

Such Dir ein Partnerprogramm, das richtig gut konvertiert, zum Beispiel auf Digistore24* (Achtung! Affiliate-Link ;-)) und schalte bezahlte Facebook-Werbeanzeigen, um es zu bewerben und Provisionen zu kassieren.

Hierbei spart man sich sogar die Erstellung einer eigenen Webseite oder Landingpage und leitet die Besucher direkt auf das Angebot des Produktherstellers.

Genial! 🙂

Ich bin in einer Facebook-Gruppe, wo über diese Strategie diskutiert wird.

Die Gruppe hat wenig überraschend über 3.000 Mitglieder. Das Thema ist also heiß, weil es nach wenig Aufwand klingt.

Und wir alle wollen doch mit möglichst wenig Aufwand viel Geld verdienen oder? 😉

So easy ist es aber offenbar doch nicht, wie auch Felix festgestellt hat.

Affiliate-Marketing mit Facebook-Ads

Um die Sache abzukürzen.

Ich sehe es genauso wie Marec und Harald.

Ja, es ist definitiv möglich, sich mit Facebook Ads und dem Bewerben von hoch-konvertierenden Partnerprogrammen ein Business aufzubauen.

ABER man braucht viel "Spielgeld" dafür, um Dinge zu testen und herauszufinden, was funktioniert und was nicht. SEHR VIEL! In der Regel mehrere Tausend Euro, um eine Hausnummer zu nennen.

Dabei ist "Geld" ja gerade das, was viele nicht im Übermaß haben, die sich ein Online-Business aufbauen möchten und da schmerzt häufig jeder Cent Lehrgeld.

Aus meiner Sicht ist daher auch dieser Ansatz nicht für jeden geeignet, der mit Affiliate-Marketing starten möchte. Außer Geld spielt keine große Rolle! 😉

Affiliate-Marketing Strategie #3: Nischenseiten

Meine Lieblingsstrategie: Nischenseiten

Hierbei geht es vereinfacht gesagt darum, ein gefragtes Thema mit zahlungskräftiger Zielgruppe zu wählen, dafür eine einfache Webseite aufzubauen und zu versuchen, diese in den organischen Google-Suchergebnissen möglichst weit oben platziert zu bekommen, vorzugsweise auf Position #1.

Je weiter oben diese Webseite zu den entsprechenden Suchbegriffen angezeigt wird...

  • desto mehr qualifizierte Besucher bekommt sie,
  • desto mehr Klicks auf die eingebauten Affiliate-Links erfolgen,
  • desto mehr Produktverkäufe gibt es und
  • desto mehr Provisionen verdient der Affiliate-Marketer.

Der größte Schlüssel zum Erfolg ist hier die Wahl der richtigen Nische und der richtige Aufbau der Nischenseite (= exzellente Inhalte und eine saubere Backlinkstruktur).

Ein tolles und beliebtes Geschäftsmodell von dem viele sogar zu 100% leben!

Hier zwei Beispiele von typischen Nischenseiten.

1. mikrofon-test-podcast.de

Eine Webseite, auf der sich alles um das passende Mikrofon dreht, vor allem für (angehende) Podcaster.

Die Seite rankt zum Beispiel für die Suchbegriffe "podcaster mikrofon" und "podcast mikro" auf Position #2 bzw. #3, wie mir das Keyword-Took Ubersuggest verrät. Und die Seite rankt noch für viele weitere Keywords.

In Summe bringt das jede Menge qualifizierten Traffic, jeden Tag!

Rankings und Keywords klassische Amazon-Nischenseite

Auf der Webseite sind überall Amazon-Affiliate-Links eingebaut und der Betreiber Peer Wandiger verdient jedes Mal eine Provision, wenn über so einen Link jemand beispielsweise ein Mikrofon auf Amazon kauft.

By the way... Peer Wandiger ist so etwas wie der "Godfather of Nischenseiten" im deutschsprachigen Raum und wenn Dich das Thema "Nischenseiten aufbauen" näher interessiert und Du sein großartiges E-Book* über meinen Affiliate-Link kaufst, dann verdiene ich ein paar Taler Provision. Yeah! 😉

Aber ich schweife ab und denke schon wieder nur ans Geld verdienen, sorry! 😉

So genial dieses Geschäftsmodell ist, es hat auch seine Schattenseiten.

So habe ich zum Beispiel auf affiliateblog.de kürzlich folgenden Beitrag gelesen.

Amazon kürzt Affiliate-Provisionen

Amazon kürzt einfach so mir nix dir nix die Höhe der Provisionen für seine Affiliates. 🙁

Zunächst zwar nur in den USA, aber wer sagt, dass das nicht auch bald in der D-A-CH Region passiert?

Ein Thema, das in entsprechenden Facebook-Gruppen bereits heiß diskutiert wurde.

Sterben Made-for-Amazon Seiten aus?

Und mit "Made-for-Amazon-Seiten" sind eben Webseiten gemeint, die ausschließlich dafür aufgebaut wurden, um mit dem Amazon-Partnerprogramm Geld zu verdienen und es gibt vermutlich Millionen davon.

Webseiten, die jahrelang aufgebaut wurden, gute Rankings erzielen und viel Geld verdienen, werden plötzlich drastisch limitiert, ohne dass der Webmaster irgendeinen Einfluss darauf nehmen kann.

Ein großer Nachteil von Nischenseiten oder eben klassischen "Made-for-Amazon-Seiten" ist also die ABHÄNGIGKEIT!

Mit einem Schlag kann sich Deine Einkommensquelle halbieren oder komplett wegbrechen, ohne dass Du großartig etwas dagegen tun kannst. Autsch!

Mit einem eigenen Infoprodukt-Business kann Dir das nicht so leicht passieren. 🙂

Kommen wir zur zweiten Nischenseite, meiner eigenen.

2. nackt-yoga.info

Ich habe diese Nischenseite eigentlich ohne große Vorabrecherche (was ich nicht empfehlen kann!) aus Jux & Tollerei aufgebaut und zwar aus einem einzigen Grund: SUCHVOLUMEN!

Jeden Monat geben 10.000+ Menschen "nackt yoga" und viele weitere ähnliche Begriffe in Suchmaschinen ein, um sich darüber zu informieren, aber auch ums sich entsprechende Bildchen und Videos anzuschauen (Ja, die Hauptzielgruppe sind Männer! ;-)).

Suchvolumen Nischenseite Nackt-Yoga

Ich ranke zum Hauptsuchbegriff "nackt yoga" aktuell auf Position #2 und bekomme daher täglich viel organischen Traffic über Google.

Nummer eins Ranking Nischenseite

Auf Digistore24 habe ich dann die liebe Elke gefunden, die einen Videokurs zu dem Thema anbietet und diesen empfehle ich nun auf meiner Nischenseite über Links und Banner an verschiedenen Stellen.

Online-Kurs Nackt-Yoga als Affiliate bewerben

Kauft jemand den Nackt-Yoga Videokurs, dann bekomme ich eine Vermittlungsprovision und bin happy! 🙂

Aktuell hat die Seite 433,49 € an Provisionen erwirtschaftet.

Einnahmen Nischenseite Nackt-Yoga

Geil, wo liegt also das Problem?

Hier ist es. Es sind sogar zwei.

1. Auf der Webseite von Elke gibt es auch andere Produkte.

Diese werden unabhängig von Digistore24 abgerechnet, wie zum Beispiel Privatunterricht über Skype oder live vor Ort mit ihr.

Das bedeutet für mich als Affiliate, dass mir definitiv Provisionen durch die Lappen gehen, wenn Leute nicht den Videokurs, sondern andere Produkte kaufen, die nicht verprovisioniert werden. 🙁

2. Die mobile Darstellung der Webseite ist nicht optimal.

Die Google Search Console zeigt mir, dass der Großteil des Traffics über Smartphones kommt...

Informationen zur Zielgruppe meiner Nischenseite

...die Angebotsseite des beworbenen Videokurses aber suboptimal auf Smartphones aussieht.

Mobile Darstellung der Nischenseite nicht gut

Das heißt, hier gibt es auf jeden Fall viele Abspringer, die eigentlich Interesse haben, aber die Seite auf dem Smartphone nicht richtig bedienen können. Auch hier entgehen mir, aber auch Elke, Provisionen.

Leider war Elkes Webmaster auf Anfrage bislang nicht dazu bereit, hier zu optimieren! 🙁

Hier befinde ich mich somit in einer Zwickmühle und Abhängigkeit, die mich in meinen (Verdienst)möglichkeiten stark limitiert.

Update Dezember 2021: Ich habe diese Nischenseite inzwischen für einen guten 4-stelligen Betrag verkauft. 🙂

Weitere Affiliate-Marketing Strategien und Modelle

Es gibt natürlich noch zig weitere Affiliate-Marketing Strategien und Modelle und auf jede einzelne einzugehen, würde den Rahmen sprengen. Vermutlich kenne ich überhaupt nicht alle. 😉

Was aber ein "heißes" Thema ist, ist Affiliate-Marketing über Instagram!

Zusammenfassend geht es hierbei darum, dass Du Dir auf der Social Media Plattform Instagram eine so große Reichweite aufbaust, dass Du für andere interessant wirst und mit Deiner Botschaft sehr viele Menschen erreichen kannst. Du wirst also quasi zum Influencer.

Hier gibt es dann im Prinzip zwei Verdienstmodelle:

  1. Du postest immer wieder mal Deine Affiliate-Links und verdienst Provisionen.
  2. Unternehmen kommen auf Dich zu und bezahlen Dich dafür, dass Du deren Produkte Deiner Community vorstellst.

Vielleicht hältst Du einfach einen Mixer in die Kamera und postest es. Oder Du trägst den Pullover einer bestimmten Marke und lässt Dich damit ablichten. Oder Du fährst ein gesponsertes Auto, hältst den Daumen nach oben aus dem Fenster und düst mit 200 km/h durchs Bild. 😉 Alles ist möglich!

Ein grandioses Geschäftsmodell, das viele zu Millionären gemacht hat!

Warum empfehle ich es dann trotzdem nicht?

Auch hier ist nichts mit schnellverdientem Geld und es dauert Jahre, bis Du Dir eine so große Community aufgebaut hast, dass Du für lukrative Deals in Frage kommst.

Du musst immer wieder liefern, liefern und liefern und Deine Community mit neuen und interessanten Inhalten versorgen und "bespaßen". 

Du musst also auf Instagram fortlaufend aktiv bleiben, um Dir Deinen Influencer-Status zu erhalten und Du als Person bist 1:1 mit Deiner persönlichen Zeit an den Geschäftserfolg geknüpft.

Machst Du nichts mehr, dann verschwindest Du wieder wie ein Schatten in der Nacht und auch Dein Verdienst geht nach und nach in den Keller!

Sehr schwer also, sich hier einen passiven Einkommensstrom aufzubauen und ein gewisses Level zu halten, wie es etwa mit digitalen Infoprodukten deutlich einfacher möglich ist.

Was ist der größte Nachteil von Affiliate-Marketing?

Den wohl größten Nachteil von Affiliate-Marketing, wenn man sich ein nachhaltig erfolgreiches Online-Business aufbauen möchte, hatte ich anfangs überhaupt nicht auf dem Radar.

Mein Leser Bernd hat ihn mir vor Augen geführt, als er mir folgende Mail geschrieben hat.

Bernd hat schlechte Erfahrungen mit Affiliate-Marketing gemacht

Ich sehe es ähnlich: Kunden(daten)besitz ist extrem wichtig!

Warum ist Facebook so wertvoll?

Weil es Unmengen an Daten besitzt (die alle haben und nutzen wollen).

Warum ist Amazon so erfolgreich?

Es gibt mehrere Gründe, aber ein wesentlicher ist, weil es Millionen von Kundendaten besitzt, die täglich mit personalisierten Mails genutzt werden.

Als Affiliate hast Du KEINE eigenen Kunden (die Du nutzen kannst, um etwa neue Produkte zu launchen oder selbst Affiliate-Produkte zu bewerben)!

Und Du bist somit davon abhängig, immer wieder neue Kunden zu vermitteln, um Provisionen zu verdienen (außer bei Abo-Modellen).

PS: Vielleicht hast Du Dich schon einmal gefragt, warum viele "Affiliate-Marketing Coaches" dennoch eigene Produkte anbieten? Das ist der Grund. 🙂

Fazit

Mir geht es in diesem Beitrag explizit NICHT darum, Affiliate-Marketing schlecht zu reden.

Im Gegenteil, es ist und bleibt ein super Geschäftsmodell!

Es geht mir viel mehr darum, dass Du Dir gut überlegen solltest, wofür Du Deine wertvolle Zeit investieren möchtest, vor allem wenn Du noch ganz am Anfang stehst.

Egal nämlich, für welches Business-Modell Du Dich am Ende entscheidest, bei JEDEM musst Du viel Zeit investieren, hart arbeiten und bei keinem gibt es irgendwelche Abkürzungen oder magische Pillen!

Wenn Du Dir nebenbei einen netten Nebenverdienst aufbauen möchtest, dann sind Nischenseiten vermutlich die beste Wahl für Dich. Trotz der "Gefahren" und Nachteile kann am Ende nicht viel passieren.

Willst Du Dir allerdings ein Online-Business aufbauen, von dem Du eines Tages gut leben kannst, dann solltest Du aus meiner Sicht sofort damit starten, Deine Energien in die Erstellung und Vermarktung digitaler Informationsprodukte zu investieren (so wie ich jeden Tag :-)).

Und Affiliate-Marketing vielleicht später als Ergänzung sehen, um Deinen Einkommensstrom noch weiter zu erhöhen.

Wie siehst Du das?

Hat dieser Beitrag Deine Sichtweise über Affiliate-Marketing vielleicht etwas verändert oder gar Deinen Fokus verschoben? Oder möchtest Du nach wie vor damit starten und wenn ja, warum?

Ich freue mich auf Deinen Kommentar!

Auf Deinen digitalen Erfolg
Christian

* = Werbelink

>