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7 einfache und schnelle Wege, um Deine Zielgruppe zu analysieren und zu verstehen

7 schnelle & einfache Wege, um Deine Zielgruppe zu analysieren und zu verstehen (Schritt-für-Schritt Anleitung)

Zielgruppenanalyse-Zielgruppendefinition

Vielleicht...

  • hast Du zu wenig Besucher auf Deiner Webseite?
  • zieht Deine Webseite die falschen Menschen an?
  • bekommst Du zu wenig Interessenten in Deinen E-Mail-Verteiler?
  • verkauft sich Dein Produkt oder Deinen Dienstleistung schlecht?
  • bekommst Du Deine Facebook Werbeanzeigen nicht profitabel?

Ich wette 100 €, dass ein wesentlicher Grund dafür ein mangelndes Zielgruppenverständnis ist. 😉 Im Ernst.

Verinnerliche Dir bitte folgenden Satz: 

"Der größte Erfolgshebel ist es, die Menschen zu verstehen, die Du mit Deiner Botschaft und Deinem Angebot erreichen möchtest!"

Jetzt zwitschern

Egal, ob Du gerade von Grund auf ein neues Online-Business starten möchtest oder Dein Bestehendes hakt, Du musst wissen, wie die Menschen "ticken", deren Problem Du lösen oder deren Wunsch Du mit Deinem Produkt erfüllen möchtest. Und der beste Weg, um das herauszufinden, ist es dort hin zu gehen, wo sich Deine Zielgruppe aufhält.

Nach dem Lesen des Beitrags kennst Du 7 erprobte Wege, um an die echten Insights Deiner Zielgruppe zu kommen. Du weißt, wie sie denkt, wo sie sich aufhält, welche Inhalte sie liest, welche Fragen, Ängste, Zweifel und Wünsche sie hat und wofür sie im Internet Geld ausgibt. Und Du kennst die Maßnahmen, die Du treffen musst, um Deine Zielgruppe zu erreichen und in Deinen Bann zu ziehen.

Ich möchte Dir meine Herangehensweise zur Zielgruppenanalyse anhand eines echten Preisbeispiels zeigen. So ist der Lerneffekt am größten und Du kannst es mir mit Deinem Thema einfach nachmachen. Angenommen ich möchte ein digitales Infoprodukt erstellen und online gewinnbringend verkaufen. Und zwar ein E-Book, das Menschen helfen soll, die ein "Schnarch-Problem" haben.

Ich denke der Schmerz dieser Leute ist recht groß und somit auch die Intention online nach passenden Lösungen zu suchen. So gehe ich nun vor, um alles relevante über meine anvisierte Zielgruppe herauszufinden.

1. Die Google-Suche

Ich versuche nicht das Rad neu zu erfinden, sondern schaue nach, welche Webseiten es zu meinem Thema schon gibt und welche Inhalte diese Seiten bereitstellen. Also gebe ich meinen Hauptsuchbegriff "was hilft gegen schnarchen" in den Google-Suchschlitz ein.

Google Zielgruppenanalyse

Als Suchergebnis bekomme ich auf den ersten 4 Positionen bezahlte Werbeanzeigen, vor allem für irgendwelche Produkte gegen Schnarchen und von einem HNO-Arzt. Ich möchte aber etwas über meine Zielgruppe herausfinden und welche Inhalte sie liest. Daher konzentriere ich mich auf die organischen Suchtreffer unterhalb. Das sind die Webseiten, die aus Googles Sicht inhaltlich am relevantesten für meinen Suchbegriff sind und daher eine wertvolle Anlaufstelle für mich.

Hier fällt mir sofort eine Sache auf. Nämlich, dass offenbar nicht nur derjenige nach Lösungen sucht, der selbst schnarcht, sondern auch der Bettnachbar, in diesem Fall die Ehefrau. Eine wichtige Erkenntnis, die ich mir notiere.

Zielgruppen-Insight Ehefrau

Ich öffne alle Webseiten auf den ersten zwei Google-Seiten und durchforste sie nach interessanten Informationen und Zielgruppen-Insights. So bin ich zum Beispiel auf folgende Übersicht gestoßen, die mir hilft, einen ersten thematischen Eindruck zu gewinnen.

Zielgruppen-Infos Übersicht

Es gibt also grundsätzlich 2 Arten von Schnarchen, mit und ohne Atemaussetzer. Wobei letzteres sogar gesundheitliche Folgen bis hin zum Herzinfarkt haben kann. Das Thema ist also durchaus ernst zu nehmen und hierfür gilt es, bei der Zielgruppe ein Bewusstsein zu schaffen.

Und ich habe herausgefunden, dass vorwiegend Männer vom Schnarch-Problem betroffen sind und zwar vor allem von der "gefährlicheren" Variante. Das überrascht mich allerdings nicht besonders. 😉 Dennoch etwas, was ich mir notiere.

Auch dieser Beitrag zeigt noch einmal die Verteilung zwischen Männern und Frauen. Ausgehend von knapp 100 Millionen Einwohnern im D-A-CH-Raum schnarchen laut diesem Beitrag etwa 60 Millionen Männer und 40 Millionen Frauen. Tendenz mit zunehmendem Alter steigend. Ich habe hier also eine riesige Zielgruppe, die ich ansprechen kann.

An der gefährlichen Schlafapnoe leiden 10 % der Männer und 5 % der Frauen.

Welche Zielgruppe ist betroffen

Dann habe ich auf stern.de interessante Beiträge von Betroffenen gefunden, die hier ganz offen über ihre Erfahrungen sprechen. Zwischen den Zeilen bin ich hier auf durchaus interessante Zielgruppen-Infos gestoßen. 🙂

Nachteil durch das Zielgruppenproblem

Oder hier stellen Betroffene interessante Fragen, die vermutlich viele "Schnarcher" beschäftigen. Also Fragen, die ich auf jeden Fall aufgreifen und beantworten sollte.

Zielgruppen-Frage_Ramona

Nachdem ich alle Seiten durch und mir wichtige Notizen gemacht habe, versuche ich meine Erkenntnisse anhand folgender Fragen noch einmal zusammenzufassen und nachvollziehbar aufzubereiten.

1. Welche Fragen werden beantwortet?

Die Hauptfrage ist, welche Art von Schnarchproblem ich habe und wie ich es in meinem Fall lösen kann. Es muss das Bewusstsein geschaffen werden, dass es grundsätzlich zwei Arten von Schnarchen gibt. Nämlich das unbedenkliche Schnarchen ohne Atemaussetzer und die Schlafapnoe, die durchaus gesundheitliche Folgen nach sich ziehen kann.

Typische Fragen der Zielgruppe sind also:

  • Welche "Schnarcharten" gibt es?
  • Was hilft bei meinem Schnarchen?
  • Wann sollte ich einen Arzt aufsuchen?
  • Was kann der Arzt genau machen?

2. Wie ist der Schreibstil?

Auf Fachportalen wie netdoktor eher distanziert und unpersönlich. Auf Webseiten mit persönlichen Erfahrungen aber nahe am Leser und freundschaftlich.

3. Ist die Ansprache per "Du" oder per "Sie"?

Beides. Wobei das „Du“ hier aus meiner Sicht mehr Nähe vermittelt und somit passender ist bei diesem doch sensiblen Thema.

4. Werden Frauen, Männer oder beide gleichermaßen angesprochen?

Sowohl als auch, wobei Schnarchen eine Männerdomäne ist. Auf 60 % schnarchende Männer kommen 40 % schnarchende Frauen. Online nach Lösungen suchen aber beide Geschlechter gleichermaßen.

5. Welche Bilder und Screenshots werden verwendet?

Entweder Fotos von schlafenden Personen und hier hauptsächlich von Männern oder Fotos und Zeichnungen von Bettnachbarn, die genervt sind, sich die Ohren zu halten und wohl aufgrund der Schnarchgeräusche nicht schlafen können.

6. Welche Farben werden verwendet?

Hier konnte ich keine Tendenz in eine bestimmte Farbrichtung erkennen. Ich denke, da als Zielgruppe sowohl Männer wie auch Frauen angesprochen werden, kommen weder typisch männliche oder typisch weibliche Farben, sondern eher neutrale zum Einsatz.

7. Wie alt ist die angesprochene Zielgruppe tendenziell?

Ich habe heraus gelesen, dass die Haupt-Zielgruppe auf jeden Fall über 40 ist. Ein Grund dafür ist wohl auch, dass Schnarchen mit steigendem Alter (und Gewicht) ansteigt.

8. Was ist der "Burning Pain" der Zielgruppe?

Der größte Schmerz ist auf jeden Fall die Angst vor gesundheitlichen Problemen (Atemaussetzer), die in der Nacht im Schlaf nicht bewusst kontrolliert oder beeinflusst werden können. Ein weiterer Schmerzpunkt ist das Problem des Bettnachbarn, durch die Schnarchgeräusche nicht richtig ein- oder durchschlafen zu können.

Tipp: Wenn Du in Google Deinen Suchbegriff eingibst und etwas nach unten scrollst, dann findest Du häufig eine Rubrik "Nutzer fragen auch". Hier listet Google Fragen auf, die von Usern ebenfalls im Zusammenhang mit Deinem Begriff häufig gestellt werden. Diese Fragen sind sehr wertvoll, da sie von Deiner Zielgruppe kommen und Dir zeigen, welche Inhalte Du erstellen musst, um Deiner Zielgruppe direkt helfen zu können. In meinem Beispiel liefert mir Google folgende Fragen:

2. Was verrät Amazon?

Das Coole am größten Online-Händler der Welt ist, dass er nicht nur schnell liefert, sondern auch jede Menge über seine Kunden verrät. Egal, in welchem Bereich Du tätig bist, die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass es auch auf Amazon Produkte oder zumindest Bücher dazu gibt. Und die Kunden-Rezensionen dazu sind echte Goldgruben an wertvollen Insights. Sie verraten viel darüber, was sich die Käufer wünschen, was sie verärgert, womit sie zufrieden sind oder auch nicht.

Ich gebe also in das Amazon-Suchfeld einfach den Begriff "schnarchen" ein und lasse mir alle Produkte hierzu anzeigen. Da ich plane, ein E-Book zu schreiben, wähle ich die Rubrik "Bücher" aus, um mir alle Bücher zu meinem Thema anzeigen zu lassen.

Amazon-Zielgruppenrecherche

Hier lese ich mir nun die Kundenrezensionen durch und konzentriere mich vor allem auf die 2-4 Sternebewertungen. Einfach aus dem Grund, weil bei den 5-Sterne-Bewertungen meistens ohnehin alles "Friede-Freude-Eierkuchen" ist und ich an keine relevanten Zielgruppen-Infos komme. Bei vielen, die mit nur einem Stern bewerten, habe ich die Erfahrung gemacht, dass diese schwer bis überhaupt nicht zufriedenzustellen sind und somit ihre Aussagen ebenso wenig Relevanz haben.

Was habe ich also herausgefunden?

Hier ein paar interessante Insights...

Die Leute wollen kein allgemeines "BlaBla", sondern Lösungen. Und bei dem doch sensiblen Thema muss man offenbar auch gut aufpassen, kein negatives Gefühl bei der Zielgruppe auszulösen.

Amazon-Rezension-Zielkunde-Nichtschnarcher

Folgende Rezension verrät mir gleich mehrere wichtige Dinge über meine Zielgruppe:

  • Es suchen nicht nur Betroffene selbst nach Lösungen.
  • Einfachheit in den Erklärungen und Lösungen ist wichtig und gewünscht.
  • Die Leute wollen nicht selbst durch mühsame Recherche alles selbst herausfinden und zusammentragen. Sie wollen EINE zusammenfassende Komplettlösung.

Und die Botschaft dieses Kunden ist offenbar, die Zeit von Betroffenen nicht mit nutzlosem Wissen oder Füllmaterial zu vergeuden.

Zielgruppen-Botschaft-Amazon-Rezension

Tipp: Beschäftige Dich bei der Zielgruppenanalyse mit Amazon. Die Plattform ist mittlerweile eine eigene Suchmaschine und neben Google und YouTube vermutlich sogar eine der größten. Auch Deine Zielgruppe sucht und kauft auf Amazon. Lies also, welche Bewertungen sie abgibt, welche Fragen sie stellt und welche Informationen und Lösungen sie sich wünscht. Mit etwas Zeitinvestment und Lesen zwischen den Zeilen kommst Du hier schnell und einfach auf sehr wertvolle Zielgruppen-Infos.

3. Sei in Foren aktiv

Foren sind online der ideale Platz für Menschen, um sich zu einem bestimmten Thema oder gemeinsamen Problem auszutauschen. Gib daher Dein Thema zusammen mit dem Begriff "forum" in Google ein, um nach Foren in Deinem Bereich zu suchen. In meinem Beispiel sieht das so aus:

Ich registriere mich anschließend bei allen Foren, die aktuelle Beiträge haben (und somit noch "am Leben sind") und beteilige mich an den Diskussionen. Ziel der Übung ist es, sich mit der Zielgruppe zu verbinden, Fragen direkt zu beantworten, weiterzuhelfen und über diesen Weg wiederum ein Gefühl dafür zu bekommen, was diese Menschen beschäftigt und wonach sie genau suchen.

Hier zum Beispiel ein Forum, in dem jede Menge Erfahrungen geteilt und Fragen gestellt werden.

Ein Aspekt, den ich noch überhaupt nicht auf dem Radar hatte, sind (frische) Beziehungen. Wie geht man also mit einem Partner um, der schnarcht? Hier macht es natürlich einen Unterschied, ob man 20 Jahre verheiratet oder frisch verliebt ist und die Beziehung ein paar Wochen alt ist. Ein Thema, das auf meinem "Zielgruppenanalyse-Zettel" nicht fehlen darf. 🙂

Geiles-Zielgruppen-Insight

Tipp: Foren bei der Entwicklung eines Zielgruppenverständnisses zu ignorieren ist schon fast fahrlässig. Im Ernst. Was offline die Selbsthilfegruppe oder der Kaffeeplausch ist, ist online ein Forum. Sollte der ungewöhnliche Fall eintreten, dass es für Dein Thema kein Forum oder eine ähnliche Plattform gibt, dann ist es vermutlich Facebook & Co, wo sich Deine Zielgruppe unterhält.

4. Social Media Portale

Die bekannten Social Media Portale Facebook, Xing und LinkedIn haben auch Gruppen, in denen sich Mitglieder zu einem bestimmten Thema unterhalten und austauschen. Ähnlich wie Foren, sind auch sie ideale Anlaufstellen, um mehr über die Menschen herauszufinden, die später Deine Produkte kaufen oder Dienstleistungen buchen sollen.

Ich gehe also auf Facebook, gib den Begriff "schnarchen" ein und wechsle zu den Gruppen.

Für dieses Thema sieht das eher mager aus. Es gibt zwar Gruppen, aber ohne nennenswerte Mitgliederzahlen. In Deinem Fall kann das natürlich schon wieder ganz anders aussehen, teste es! 🙂

Auch Xing und LinkedIn haben Gruppen. Beides sind allerdings Karriere-Netzwerke und daher konnte ich zu meinem speziellen Thema hier keine aktiven Gruppen finden. Wie sieht es in Deinem Bereich aus?

Auch Pinterest ist ein Portal, das nicht zu verachten ist, wenn Du etwas über Deine Zielgruppe herausfinden möchtest. Gibt Dein Thema ein und Du bekommst neben weiteren Vorschlägen auch jede Menge Pins angezeigt.

Bei jedem Pin haben die User auch die Möglichkeit Kommentare abzugeben. Auch das ist wiederum eine tolle Quelle für Insights.

Pinterest-Kommentare

5. Facebook Zielgruppen-Insights

Wenn Du auf de-de.facebook.com/business/learn/facebook-audience-insights gehst und Dich anmeldest, dann kannst Du dort mit dem kostenlosen Facebook-Tool "Zielgruppen-Insights" jede Menge wertvolle Infos über Deine Zielgruppe in Erfahrung bringen. Dieses Tool verrät Dir aufgrund bestimmter Eigenschaften und Interessen verschiedene Daten über eine bestimmte Gruppe von Menschen.

In meinem Beispiel möchte ich Menschen in Deutschland, Österreich und der Schweiz ansprechen. Daher habe ich auch genau diese drei Länder unter "Ort" ausgewählt. Und ich möchte nur Daten von Menschen angezeigt bekommen, die sich für das Thema "Schnarchen" interessieren, also wähle ich das unter "Interessen" aus. Facebook liefert mir dann folgende Daten:

Facebook-Zielgruppen-Insights

Meine Zielgruppe auf Facebook ist also:

  • Eher männlich (zu 58 %).
  • Zwischen 45 und 64 Jahre alt.
  • Verheiratet.
  • Und hat eine Hochschule besucht.

Facebook sammelt aufgrund des Verhaltens seiner User (Likes, Shares, Kommentare, ...) Unmengen an Daten. Somit sind diese Infos über meine Zielgruppe auf jeden Fall sehr aussagekräftig.

Tipp: Leider ist es so, dass Du bei Facebook nicht nach jedem beliebigen Interesse segmentieren kannst. Willst Du beispielsweise ein digitales Infoprodukt zum Thema "Toilettentraining für Kleinkinder" anbieten, dann wirst Du Dich hier schwer tun. Hier heißt es quer zu denken und über einen anderen Weg die richtige Zielgruppe zu finden. So könntest du zum Beispiel unter Interesse bekannte Brands eingeben oder in diesem Beispiel nach "Babyshop" segmentieren. Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass sich Eltern, die sich für "Babyshops" interessieren, früher oder später auch mit Toilettentraining bzw. dem "Rein werden" befassen müssen. 😉

6. Umfragen

Der beste Weg, um Deine Zielgruppe zu analysieren oder an die echten Insights zu kommen, ist immer noch sie einfach direkt zu fragen. Online funktioniert das am besten mit Umfragen. Ich nutze zum Beispiel das Umfrage-Tool wufoo.com, um etwas über meine Zielgruppe herauszufinden.

Umfragen zur Zielgruppenanalyse

So hatte ich bei einem Projekt vor, die ausführlichste Anleitung zum E-Book schreiben zu erstellen. Noch vor der ersten Zeile habe ich aber meine Leser gefragt, was denn ihre größten Herausforderungen sind, wenn sie selbst ein E-Book schreiben möchten.

Leser-Umfrage zur Zielgruppendefinition

Ich bekam dann folgende Antworten...

Leser-Umfrage zur Zielgruppendefinition Antworten

...und wusst somit genau, welche Inhalte ich erstellen muss, um meiner Zielgruppe des besten Mehrwert zu liefern und wirklich weiterzuhelfen. Bei einem anderen Projekt habe ich gefragt, warum meine Leser meinen Kurs im Zuge eines Launches nicht gekauft haben...

...und bekam folgende Antworten, um beim nächsten Launch entsprechend reagieren zu können.

Zielgruppen-Feedback Warum Kurs nicht gekauft

Setze also immer Umfragen ein, wenn...

  • Du ein Produkt verkaufst und wissen willst, WARUM Deine Kunden gekauft haben.
  • Du ein Produkt verkaufst und wissen willst, warum Deine Kunden NICHT gekauft haben.
  • Du ein neues Produkt erstellen möchtest, aber nicht genau weißt, wie genau es aussehen soll.
  • Du neue Inhalte erstellen möchtest, die nicht auf bloßen Annahmen und Vermutungen basieren, sondern auf dem, was sich Deine Zielgruppe wirklich wünscht.

Tipp: Wichtig ist, dass Du die richtigen Fragen stellst. Die, von denen Du auch entsprechende Maßnahmen und Optimierungen ableiten kannst. Die Frage nach dem Produktpreis ist dabei immer relativ zu sehen. Nur weil, wie in meinem Beispiel, 30 % gesagt haben, dass ihnen mein Produkt zu teuer ist, reduziere ich ihn nicht einfach. Einerseits ist mein Produkt den Preis wert und andererseits kann ja aktuell der Preis vielleicht ein Hürde gewesen sein. In ein paar Monaten kann die Sache schon wieder anders aussehen. Stelle auch nicht zu viele Fragen. Deine Zielgruppe hat wenig Zeit und will nicht 20 Fragen beantworten. Konzentriere Dich auf die 5-8 Wichtigsten.

7. Go the Extramile

Schalte Deinen Rechner aus, verlasse Dein Büro und spreche LIVE und persönlich mit Deiner Zielgruppe. Überlege Dir, ob und wo sich Deine Zielgruppe auch offline in Deinem Umfeld befindet. Zum Beispiel im Familien-, Bekannten- oder Freundeskreis.

Suche nach Gruppen und Veranstaltungen, wo sich Deine Zielgruppe regelmäßig in Deiner Umgebung trifft. In meinem Beispiel könnte ich zum Beispiel nach "schnarchen selbsthilfegruppe" googeln und bekomme folgendes Ergebnis:

Zielgruppe offline erreichen

So eine Veranstaltung zu besuchen und sich im ECHTEN Leben mit der Zielgruppe zu unterhalten, kann durch nichts ersetzt werden!

Erweitere Deinen Kreis auch auf die Freunde, Verwandten und Bekannten Deiner Freunde. Vielleicht gibt es eine Person, die exakt in Dein Beuteschema passt. Vielleicht der Lehrer Deines Kindes, vielleicht der Schulwart an der Schule Deines Kindes, vielleicht ein Arbeitskollege, vielleicht die Sprechstundenhilfe Deines Hausarztes, vielleicht Dein Trainingspartner in der "Muckibude".

Wenn ja, sprich mit der Person!

Finde heraus, was sie fühlt, was sie beschäftigt, wie sie spricht und über was. In welche Schule ist sie gegangen, welche Ausbildung hat sie gemacht, wie alt ist sie, wie hoch ist ihre Kaufkraft, was verdient sie, welche Sprache spricht sie (Dialekt oder hoch-intellektuell)? Einfach alles, was Du herausfinden kannst. Schreib alles auf, was Dir irgendwie relevant und wichtig erscheint.

Dein Kunden-Avatar (Persona)

Mit all den Informationen, die Du bei Deiner Zielgruppenanalyse gesammelt hast, empfehle ich Dir nun, einen Kunden-Avatar zu erstellen. Und damit meine ich eine fiktive Person, die für Deinen Idealkunden steht, den Du im Internet erreichen möchtest.

Verbildliche Deinen Idealkunden sogar und entwickle eine Geschichte um ihn herum. So kannst Du Dich noch besser in Deine Zielgruppe hineinversetzen und durch das Bild erkennen, was sie fühlt, wie sie tickt und was sie dringend für eine Lösung braucht.

Am Beispiel meines "Schnarch-Projektes" könnte mein Kunden-Avatar folgendermaßen aussehen. Hier habe ich sogar zwei Idealkunden, nämlich den "Schnarcher" selbst, der nach Lösungen sucht und den Bettnachbarn, dem die nächtliche Lärmkulisse den Schlaf raubt.

Persona #1: Der "Schnarcher"

Frank, 52, leidet an Schlafapnoe

Das ist Frank (frei erfunden). 52 Jahre alt, verheiratet, zwei Töchter.

Er arbeitet im Management eines mittelständischen Automatisierungsunternehmens und ist beruflich viel unterwegs. Für Sport und Bewegung bleibt kaum Zeit. Er ist leicht übergewichtig. Sein Job stresst ihn.

Er lebt mit seiner Familie in einem schicken Einfamilienhaus in einem ländlichen Vorort Frankfurts. Er verdient gut und hat eigentlich ein gutes Leben.Tagsüber.

Nachts allerdings schläft er sehr unruhig. Er hat laut seiner Frau recht häufig Atemaussetzer und fühlt sich morgens oft wie von einem Laster überfahren. Das belastet ihn, da er in seinem Job oft wichtige Entscheidungen zu treffen hat, die seine volle Aufmerksamkeit verlangen. Auch seine Frau macht sich sorgen und meint, er soll einen Arzt aufsuchen und das abklären lassen, da es von mal zu mal immer schlimmer wird.

Typisch Mann, meidet er aber noch den Gang zum Arzt. Er hat sich letztens mit Kollegen darüber unterhalten und einer meinte, dass Atemaussetzer durchaus gefährlich sein können und bis hin zu Herzinfarkt führen können. Das macht ihm Angst und er startet online eine Suche nach Lösungen und Erfahrungen anderer.

Konkret sucht er nach "Atemaussetzer im Schlaf" und erhofft sich so, auf Leidensgenossen zu treffen, die das Problem bereits lösen konnten. Er findet heraus, dass er wohl an Schlafapnoe leidet. Er findet zwar sehr viele Informationen darüber, die aber teils widersprüchlich sind und keine brauchbare Lösung für ihn darstellen.

Am liebten wäre ihm, jemanden zu finden, der in der gleichen Situation war wie er, einen Weg gefunden hat die Atemaussetzer zu reduzieren oder komplett weg zubekommen und seine Erfahrungen und Lösungen nachvollziehbar aufbereitet niedergeschrieben hat. Er hat wenig Zeit und braucht eine Komplettlösung, die funktioniert.

Persona #2: Die Frau des "Schnarchers"

Auf der anderen Seite des Bettes liegt Susanne, die Frau von Frank. 48 Jahre alt, zwei Töchter.

Sie hat eine 40-Stunden-Woche als Chefsekretärin eines Unternehmers im Pharmabereich. Zudem versorgt sie die beiden gemeinsamen Töchter. Melanie (13) und Laura (16).

Beide junge Damen sind gerade in einem schwierigen Alter und kosten Susanne viel Energie und Nerven.

Zielkunde Persona Frauke

Susanne, 48, schläft nachts schlecht

Sie liebt ihren Schlaf, bekommt aber viel zu wenig davon. Und das schon seit Monaten. Das wirkt sich ebenfalls nicht besonders positiv auf das ohnehin etwas angespannte Verhältnis zu Melanie und Laura aus.

Der Grund für ihre Ein- und Durchschlafprobleme ist das laute Schnarchen ihres Gatten Frank. Es ist über die Jahre immer schlimmer und lauter geworden. Sie bekommt Nachts häufig kein Auge mehr zu und bekommt die Atemaussetzer ihres Mannes live mit. So kann es nicht mehr weitergehen.

Sie sucht online nach Hilfe und da der Schmerz mittlerweile schon sehr stark ist, ist sie gerne bereit, für positive Erfahrungen und funktionierende Lösungen Geld auszugeben.


Beide Kunden-Avatare würde ich mir ausdrucken und an die Wand hängen!

Wenn ich das Projekt nun starten und aufbauen würde, dann würden alle meine Maßnahmen für diese beide Personen erfolgen. So zum Beispiel:

  • Jeden Blogartikel, den ich schreiben.
  • Jede E-Mail, die ich Texte.
  • Jedes Produkt, das ich entwickle.
  • Jedes Freebie, das ich erstelle.
  • Jede Werbeanzeige, die ich aufsetze.

Erkennst Du die Macht hinter einem umfassenden Zielgruppenverständnis und einem verbildlichen Zielkunden, der bei Dir an der Wand hängt?

Wie gehst Du vor, um alles wichtige über Deine Zielgruppe herauszufinden? Kannst Du meine Herangehensweise nachvollziehen oder sind noch Fragen offen geblieben?

Hinterlasse mir gerne einen Kommentar mit einem kurzen Feedback.

Auf Deinen digitalen Erfolg
Christian

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Du hast eine Idee für ein eigenes Infoprodukt, kannst aber die Erfolgschancen nicht richtig einschätzen und grübelst nun, ob sich der Aufwand für die Erstellung des Infoproduktes später überhaupt lohnen wird?

Dann ist dieser Beitrag für Dich.

Ich zeige Dir auf dieser Seite Schritt für Schritt, wie Du jede Idee und jeden Geistesblitz verlässlich auf Marktattraktivität überprüfen kannst. Diesen Prozess nennt man Ideenvalidierung und er zeigt Dir am Ende gnadenlos auf, ob Deine Business-Idee Potenzial hat oder nicht. Nach dem Lesen des Beitrags weißt Du, ob Deine Idee einen Daumen hoch oder eine rote Ampel bekommt.

Meine Vorgangsweise am besten nachvollziehen kannst Du an einem echten Praxisbeispiel. Angenommen ich möchte einen Online-Kurs zum Thema "Bowl Rezepte" erstellen und im Internet gewinnbringend vermarkten. Der Kurs soll meinen späteren Kunden nicht nur die Rezepte selbst zeigen, sondern auch, wie man sie kocht, zubereitet, individualisiert und verfeinert.  Es soll also eine Art "Kochkurs" speziell für Bowl-Gerichte entstehen. Und jetzt möchte ich nachsehen, ob sich der Aufwand für so einen Kurs überhaupt lohnt und ob ich später damit Geld verdienen kann.

Übrigens... "Bowls" sind Schüsseln und hier geht es im Prinzip um leckeres und gesundes Essen aus Schüsseln. 🙂

Los geht's mit meiner Ideenvalidierung!

1. Was gibt es schon?

Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass vor mir schon jemand die gleiche oder eine ähnliche Idee hatte. Ich muss also das Rad nicht neu erfinden, sondern schaue im ersten Schritt nach, welche Informationen es online zu meinem Thema bereits gibt.

Im Speziellen halte ich Ausschau nach digitalen Infoprodukten, die vielleicht auf anderen Webseiten schon angeboten werden. Denn wenn sich schon jemand die Mühe für ein Produkt gemacht hat, dann ist das natürlich ein erstes Anzeichen für einen lukrativen Markt. 🙂

Hinweis: Sollte der ungewöhnliche Fall eintreten, dass es zu Deiner Idee noch keine oder recht wenig Informationen gibt, dann ist das noch lange kein Grund, den Kopf in den Sand zu stecken. Vielleicht bist Du wirklich der erste in dieser Nische. Gehe in diesem Fall am besten direkt zum nächsten Schritt weiter, nämlich der Überprüfung des Suchvolumens.

1.1 Was verrät mir Google?

Ich gebe also einfach meinen Hauptsuchbegriff "bowl rezepte" in den Google-Suchschlitz ein und schau nach, was Google dazu alles "ausspuckt":

Google-Suche Business-Ideen Infos

Ich öffne alle Webseiten, die mir Google in den ersten 20 Suchergebnissen anzeigt.

Die ersten 4 Webseiten sind Kochportale, die sich hauptsächlich mit Werbeeinblendungen finanzieren. Hier kann man sowohl Werbeplätze buchen, wie auch eigene Produkte vorstellen. Digitale Produkte finde ich hier keine.

Auf https://www.eat-this.org/buecher/ habe ich allerdings Bücher gefunden, die dort verkauft werden. Zwar keines, in dem es direkt um Bowl-Rezepte geht, aber vorwiegend um veganes Kochen und vegane Rezepte. Dennoch ein Indiz dafür, dass Menschen hier bereit sind, für "Lösungen" Geld auszugeben.

Das Geschäftsmodell der allermeisten Webseiten in dem Bereich ist offenbar durch die Veröffentlichung von hochwertigem Content (und hier vor allem Rezepte zum Nachkochen) über Suchmaschinen viele Besucher zu generieren und durch entsprechende Reichweite für Werbetreibende attraktiv zu werden.

Auf Seite 2 ganz unten habe ich dann noch eine bezahlte Werbeanzeige zu diesem Suchbegriff entdeckt. Das heißt, dieser Webseitenbetreiber gibt Geld dafür aus, um Menschen, die "bowl rezepte" in Google eingeben auf seine Webseite zu lotsen. Das würde er nicht tun, wenn er im Nachgang mit diesen Menschen kein Geld verdienen würde. Bezahlte Werbeanzeigen sind somit ein weiterer Hinweis für einen attraktiven Markt.

GoogleAds-Anzeige Business-Ideen Recherche

Was ich jetzt noch zusätzlich machen könnte, ist meinen Suchbegriff mit Google Translate ins Englische zu übersetzen und mir die relevantesten englischsprachigen Seiten anzusehen. Gesagt, getan gebe ich "bowl recipes" in Google ein und erhalte auch hier ein ähnliches Bild und keine Überraschungen oder neue Erkenntnisse.

Was mir aber hier auffällt, ist, dass Bilder auf Pinterest ganz gut ranken. Ganz nach dem Motto "Das Auge isst mit" ist das in diesem Bereich offenbar einen wichtige Plattform. Ist notiert. 🙂

Learnings: Ich konnte auf den ersten zwei Google-Ergebnisseiten keine digitalen Infoprodukte wie E-Books oder Online-Kurse finden. Es gibt jede Menge frei zugängliche Rezepte. Was ich als potenzieller Interessent und Hobby-Koch aber etwas vermisse, sind nachvollziehbare und echte Anleitungen zum Nachkochen, auch in Videoform. Und nicht nur rezeptähnliche Auflistungen in Textform. Für mich selbst wären schmackhafte Bilder und eine Auflistung der Zutaten zu wenig, um das motiviert nachkochen zu wollen. Ich vermute, dass es auch anderen so geht und daher bin ich weiterhin guter Dinge, dass mein geplanter Kurs auf Interesse stoßen könnte.

1.2 Was gibt es auf Marktplätzen für digitale Infoprodukte?

Digistore24* ist derzeit die populärste Plattform für digitale Info-Produkte im deutschsprachigen Raum. Ich öffne also deren Markplatz und suche nach dem Begriff "bowl".

Digistore24 Infoprodukt-Suche

Ich bekomme ein interessantes Ergebnis, nämlich einen Online-Kochkurs rund um Bowls. Im Prinzip genau das, was ich ebenfalls vorhabe. 🙂

Ich möchte nun herausfinden, ob und wie gut sich dieser Kurs verkauft. Dazu sehe ich mir die Popularität an. Das ist eine Kennzahl von Digistore24, die aussagt, wie gut sich ein Produkt im Vergleich zu allen anderen Produkten auf deren Marktplatz verkauft.

Die Popularität wird hier mit voller Punktezahl bewertet, was heißt, dass sich dieser Kurs auf jeden Fall gut verkauft. Auch hat der Kurs einen Verkaufsrang von 361. Das ist bei derzeit 5972 am Marktplatz gelisteten Produkten ein sehr guter Wert und spricht wiederum stark für diesen Kurs bzw. generell für diesen Markt.

5972 Produkte auf Digistore24

Eine weitere Plattform, um seine digitalen Infoprodukte zu verkaufen, ist Affilicon. Auch auf deren Marktplatz schaue ich mich um, finde aber keine Produkte zum Thema "bowl".

Auch auf Clickbank, der weltweit größten Plattform für digitale Produkte, finde ich kein Produkt, das sich mit meiner Idee deckt. Bei dem Suchbegriff "bowl" bekomme ich neben Anleitungen fürs Bowling (also dem Sport mit der Kugel ;-)), zwar auch ein paar Infoprodukte zum Thema "Gesundes Essen", aber nicht direkt zum Thema "Bowlgerichte".

Clickbank Marktplatz Infoprodukt-Suche

Learnings: Ich habe ein digitales Infoprodukt gefunden, das sich mit meinem Vorhaben gleicht. Nämlich einen Online-Kochkurs mit Bowls, der sich auch noch gut verkauft. Mein Gefühl und meine Sicherheit, in diese Nische zu gehen und hier selbst einen Online-Kurs zu erstellen, wird immer besser. 🙂

1.3 Was gibt es auf Amazon?

Wie Du bestimmt weißt, gibt es auf Amazon mittlerweile im Prinzip alles. Auch jede Menge Bücher. Und in genau dieser Rubrik schaue ich jetzt nach, was es zum Thema "bowl" dort gibt. Sobald ich das Wort eingebe, macht mir Amazon, ähnlich wie bei Google, sofort Vorschläge von Begriffen, nach denen ebenfalls gesucht wird. Das ist interessant, so weiß ich zum Beispiel, dass auf Amazon Menschen gezielt nach Büchern zu den Themen "bowls frühstück", "bowls vegan" und "bowl abnehmen" suchen. Lektionen, die ich also ebenfalls in meinem geplanten Online-Kurs behandeln sollte, weil die Nachfrage vorhanden ist.

Amazon-Bücher-Suche

Als Suchergebnis bekomme ich wenig überraschend jede Menge Bücher zu dem Thema.

Alleine die vielen Kundenrezensionen zeigen mir, dass diese Bücher vermutlich recht häufig gekauft werden. Um ein noch besseres Gefühl für die Verkaufszahlen zu bekommen, öffne ich den Bestseller (das 3. Buch im obigen Screenshot) und schaue mir die Produktinformationen genauer an.

Amazon-Bestsellerrank-Bücher

Mit einem Amazon-Bestseller-Rang von Nr. 10.093 heißt das, dass es „nur“ 10.092 Bücher gibt, die sich bei den Millionen von Büchern auf Amazon besser verkaufen, als dieses Buch.

Was sagt uns diese Zahl?

Nicht viel, denn wir wissen immer noch nicht was das in täglichen Verkaufszahlen bedeutet. Exakt weiß das vermutlich nur Amazon und der Buchverkäufer selbst. Auf shopdoc.de habe ich allerdings eine Tabelle gefunden, die aufgrund der Verkaufsrangs die Anzahl der täglich verkauften Bücher darstellt:

Laut dieser Tabelle wird dieses Buch in etwa 2,2 mal pro Tag verkauft, also 66 mal im Monat. Not bad! 🙂

Learnings: Auf Amazon gibt es jede Menge Bücher zu meinem anvisierten Thema. Und diese Bücher verkaufen sich offenbar auch recht gut. Diese Erkenntnis halte ich für sehr wichtig, denn Amazon ist mit seiner enormen Reichweite auf jeden Fall eine verlässliche Quelle.

2. Wie stark ist die Nachfrage?

Die nächste wichtige Entscheidungsgrundlage für oder gegen eine Nische ist die Höhe des Suchvolumens. Ich schaue mir also an, nach welche Begriffen in diesem Bereich gesucht wird und wie oft im Monat.

Dazu gehe ich zunächst auf Ubersuggest und gebe dort mein Hautpkeyword "bowl rezepte" ein, um mir weitere Keyword-Ideen liefern zu lassen.

Ich durchforste im nächsten Schritt alle Ideen und streiche all jene, die für mein Vorhaben keinen Sinn machen. Bereits das Tool Ubersuggest zeigt mir hier in der Spalte "Vol." das durchschnittliche Suchvolumen pro Monat an. Bei "bowl rezepte" steht 9.900, was mich äußert positiv stimmt. 🙂

Dennoch übertrage ich die interessantesten Keywords zusätzlich in den Google Keyword-Planer, um diese Daten quasi gegenzuchecken.

In Summe aller Begriffe komme ich hier auf ein ordentliches monatliches Suchvolumen, die Nachfrage ist also definitiv vorhanden. 🙂

In der Spalte "Gebot für obere Position (unterer Bereich)" sehe ich auch die Klickpreise, die Werbetreibende im Google Ads Netzwerk für ein Keyword bezahlen. So kann ich besser einschätzen, für welche Begriffe tendenziell Geld ausgegeben wird und für welche eher nicht. In Stein gemeißelt sind diese Daten aber nicht. Das heißt, nur weil hier beim Begriff "bowl rezepte obst" kein Klickpreis steht, heißt das nicht automatisch, das Menschen hierfür kein Geld ausgeben würden. Vielleicht bietet derzeit einfach niemand auf diesen Begriff.

Learning: Alleine nach "bowl rezepte" suchen knapp 10.000 Menschen jeden Monat in Google. Die Nachfrage zu meinem Thema ist also definitiv vorhanden.

PS: Ab wann gilt ein Suchvolumen eigentlich als "attraktiv" oder ausreichend?

Ich würde als Daumen mal Pi in keinen Markt gehen, wo es weniger als 1.000 Suchanfragen pro Monat im Schnitt gibt, aber eine genau Zahl gibt es nicht und der Grund dafür ist folgender: Angenommen Deine Zielgruppe sind Unternehmer, die nachweislich viel Geld haben und Du verkaufst ein Coaching-Programm, wie sie es schaffen, ihr Unternehmen an die nächste Generation zu übertragen, los zulassen und Ihren verdienten Ruhestand in vollen Zügen zu genießen.

Dein Coaching-Programm kostet 2.000 Euro. Und es suchen nur 50 Unternehmer pro Monat danach. Mit zwei Coaching-Kunden pro Monat hättest Du ein nettes Online-Einkommen, was meinst Du? 🙂

Wären Deine Zielgruppe Studenten und Du verkaufst Ihnen ein E-Book um 9,95 €, wirst Du mit 2 Kunden pro Monat vermutlich nicht glücklich.

Du verstehst also was ich meine?

Ab wann das Suchvolumen für Deine Idee ausreichend ist, hängt also maßgeblich von Deiner Zielgruppe und Deinem Produkt ab.

3. Gibt es Besonderheiten?

Nachdem ich das Suchvolumen der wichtigsten Begriffe kenne, möchte ich noch abklären, wie sich die Nachfrage im Jahresverlauf verhält. Es gibt Nischen, in denen eine Nachfrage zu bestimmten Jahreszeiten geringer oder überhaupt nicht vorhanden ist.

Ein Beispiel, das mir spontan einfällt, wären Weihnachtskrippen. Im Sommer wird vermutlich kaum jemand danach suchen. Schauen wir uns also an, ob auch "bowl rezepte" ein saisonales Thema ist.

Ich öffne das kostenlose Tool Google Trends und gibt dort wieder meinen Suchbegriff ein:

Keyword-Google-Trends

Bis auf ein paar normale "Ups and Downs" verhält sich die Nachfrage über 12 Monate recht stabil, wobei im Januar/Februar ein deutlicher Peak ist. Das ist super, denn so kann ich meinen Kurs später das ganz Jahr hindurch verkaufen und muss nicht in schwachen Monaten mit Umsatzrückgängen rechnen.

Dann sehe ich mir noch die Entwicklung meiner Infoprodukt-Idee in den letzten 5 Jahren an, um zu sehen, wie sich die Nachfrage über die Jahre entwickelt hat.

Keyword Google-Trends 5 Jahre

Das sieht doch vielversprechend aus! 🙂 Über die letzten 5 Jahre ist die Nachfrage kontinuierlich gestiegen.

Learning: Würde ich einen Online-Kurs erstellen, dann kann ich das ganze Jahr hindurch mit einer starken Nachfrage rechnen. Auch die Entwicklung der letzten Jahre zeigt in die richtige Richtung.

Zeit, eine Entscheidung zu fällen. 🙂

4. Die Entscheidung

Hier die wichtigsten Kriterien, anhand derer ich nun entscheide, ob ich einen Online-Kurs erstelle oder mich lieber nach einer anderen Infoprodukt-Idee umsehe.

Aspekte, die dafür sprechen sind:

  • Es gibt bereits ein Infoprodukt, mit dem Geld verdient wird.
  • Es gibt Mitbewerber, die ihre Webseiten ebenfalls monetarisieren ("zu Geld machen").
  • Es werden kostenpflichtige Google Ads-Anzeigen geschaltet.
  • Es werden Bücher auf Amazon verkauft.
  • Das Suchvolumen (die Nachfrage) ist ausreichend.
  • Es ist keine saisonale Nische.

Aspekte, die dagegen sprechen sind:

  • Die Erstellung eines Videokurses ist relativ viel Aufwand.
  • Ich bin unsicher, ob ein Videokurs das richtige Format für diese Zielgruppe ist, weil sie vorwiegend Bücher kaufen.
Grünes-Licht-Infoprodukt-Idee

Ich entscheide mich für eine grüne Ampel. Das heißt, ich würde in dieser Nische einen Online-Kurs erstellen. Ich habe mit meiner Recherche sichergestellt, dass Menschen online danach suchen und bereit sind, für Informationen Geld auszugeben. Es gibt bereits einen Online-Kurs, der sich offenbar gut verkauft. Mit diesem würde ich mich näher befassen und auch mit dem Hersteller Kontakt aufnehmen und um einen Austausch bitten. Mit dem Ziel, vielleicht den einen oder anderen Tipp zu bekommen, was in dem Bereich gut funktioniert und was nicht oder worauf ich bei der Zielgruppe achten muss.

Ich hoffe, Dir mit dieser Anleitung einen nachvollziehbaren Weg zur Validierung Deiner Online-Business Ideen gezeigt zu haben?

Falls Dir noch irgendetwas unklar ist oder Du eine Frage hast, dann hinterlasse mir gerne einen entsprechenden Kommentar. Ich antworte verlässlich auf alle Fragen und freue mich, von Dir zu hören.

Auf Deinen digitalen Erfolg
Christian

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