Auf dieser Seite steht, wie meine Erfahrungsberichte entstehen. Über Online-Kurse, Coaches und Infoprodukte, und seit Kurzem auch über die Plattformen, über die diese Produkte verkauft werden.

Wer Geld ausgeben will und vorher eine Meinung liest, sollte wissen, woher diese Meinung kommt.

Der kurze Grund, warum es diese Seite gibt: Wenn Du „[Name] Erfahrungen“ googelst, stehen auf Seite 1 fast ausschließlich Texte von Leuten, die an Deinem Kauf mitverdienen. Bei einem Produkt, das ich geprüft habe, waren es neun von neun Treffern. Bei einer Plattform waren es fünf von sieben, und drei davon gehörten derselben Person. Diese Seiten sagen Dir das selten. Ich sage es Dir hier.

Wer ich bin

Ich heiße Christian Költringer, bin seit 2008 im Online-Geschäft und lebe seit 2016 zu hundert Prozent davon. Ich erstelle und verkaufe digitale Infoprodukte, also Online-Kurse und Mitgliedschaften. Über die Jahre habe ich gefühlt mehr als fünfzig Kurse bei anderen Anbietern gekauft, manche gut, manche teuer, manche beides.

Das heißt auch: Ich bin Mitbewerber der Leute, über die ich schreibe. Das ist kein Nebensatz, sondern die wichtigste Information auf dieser Seite. Sie steht deshalb auch in jedem einzelnen Beitrag.

Seit September 2026 schreibe ich außerdem über Zahlungsanbieter und Kursplattformen. Dort ist meine Lage eine andere, und sie ist unbequemer. Eine dieser Plattformen nutze ich selbst seit über zehn Jahren und verdiene an ihrer Empfehlung mit. Wie ich damit umgehe, steht weiter unten unter „Wie ich mit Geld umgehe“. Lies den Abschnitt, bevor Du einen meiner Plattformvergleiche liest.

Wie ein Bericht entsteht

Immer in dieser Reihenfolge, und keiner der Schritte wird übersprungen.

1. Lohnt sich der Beitrag überhaupt?

Bevor ich recherchiere, prüfe ich, ob es zu dieser Person, diesem Produkt oder dieser Plattform überhaupt eine echte Nachfrage gibt. Dafür nutze ich Googles eigene Vorschlagsdaten und unterscheide dabei zwischen tatsächlich eingegebenen Suchanfragen und solchen, die Google selbst erzeugt hat. Das ist ein Unterschied, den man sehen kann, wenn man an der richtigen Stelle nachsieht.

Ergibt die Prüfung, dass niemand danach sucht, schreibe ich den Beitrag nicht. Ein Text, den keiner findet, hilft keinem. Zuletzt habe ich so einen Bericht über einen dritten Zahlungsanbieter verworfen: neun echte Suchanfragen, davon eine einzige mit Geldbezug. Zu wenig.

2. Bis zur Kasse klicken, nicht bis zur Verkaufsseite

Preise lese ich nicht auf Verkaufsseiten ab und übernehme sie nicht von anderen Websites. Ich klicke mich bis zur Endsumme durch, ohne zu kaufen, und lese dort ab, was tatsächlich verlangt wird.

Das ist wichtiger, als es klingt. Zwischen Verkaufsseite und Kasse liegen regelmäßig: eine Umsatzsteuer, die auf der Verkaufsseite fehlt, ein bereits angehaktes Zusatzprodukt, Versandkosten, die sich je nach Land verdreifachen, oder ein Gutschein, der den beworbenen Preis überhaupt erst herstellt.

Ich sitze in Salzburg. Die Kasse rechnet mit dem Steuersatz meines Landes, also mit 20 statt 19 Prozent. Wo das einen Unterschied macht, schreibe ich beide Beträge hin.

3. Bei Plattformen: bis zur Endsumme rechnen

Bei Zahlungsanbietern reicht das Ablesen nicht, weil dort niemand einen Preis nennt, sondern alle Prozentsätze.

Ein Anbieter schreibt groß „2,7 Prozent“ auf die Preisseite. Klappt man den Bereich darunter auf, stehen dort sieben weitere Positionen, die je nach Konstellation dazukommen. Aus 2,7 werden dann schnell 9,5. Ein anderer staffelt bei 400 Euro, was man der beworbenen Formel nicht ansieht.

Deshalb rechne ich bei Plattformen drei Dinge aus, und zwar mit einem Skript, nicht im Kopf:

  • Was am Monatsende tatsächlich abgeht, an drei bis vier echten Umsatzkonstellationen
  • Ab welchem Umsatz sich eine monatliche Grundgebühr trägt, je Produktpreis
  • Wo genau sich zwei Anbieter kreuzen. Zwei Kostenmodelle schneiden sich fast immer an ein oder zwei Punkten. Ich suche sie in Ein-Cent-Schritten, statt Prozentsätze nebeneinanderzustellen

Die Rechenskripte hebe ich auf. Wenn ein Anbieter seine Preise ändert, lassen sich die Zahlen damit in Minuten aktualisieren statt neu zu erarbeiten.

Und ich schreibe den Stichtag dazu. Wenn ein Anbieter sein Preismodell umstellt und Bestandskunden andere Sätze zahlen als Neukunden, ist jede Preisangabe ohne Datum für die Hälfte der Leser falsch.

4. Die AGB paragraphenweise lesen

Der unbeliebteste und ergiebigste Teil. In den AGB steht regelmäßig das Gegenteil dessen, was die Verkaufsseite verspricht: die tatsächliche Zugangsdauer, die Folgen bei Ratenzahlung, ob es ein Widerrufsrecht gibt, wem die Nutzungsrechte an gekauftem Material gehören.

Bei Plattformen kommt eine Frage dazu, die kaum jemand stellt: Wer wird eigentlich Vertragspartner Deiner Käufer? Bei den großen Anbietern bist das nicht Du, sondern eine Gesellschaft des Anbieters, die Dir das Produkt im Moment des Verkaufs abkauft. Deren Name steht dann auf dem Kontoauszug Deiner Kunden. Manchmal ist es ein Name, den vorher niemand gehört hat.

Dazu gehört auch die faire Gegenrichtung: Manche Klauseln, die hart klingen, sind Marktplatz-Standard und gelten für Tausende Produkte, nicht nur für das gerade besprochene. Dann schreibe ich das dazu.

5. Prüfen, was die andere Seite sagt

Wenn ein Produkt verspricht, auf fremden Plattformen Geld zu verdienen, lese ich die offiziellen Regeln dieser Plattformen. Wenn es mit einer Auszeichnung wirbt, sehe ich nach, wie man sie bekommt. Wenn es Bewertungen zeigt, zähle ich aus, worauf sie sich beziehen.

Bei Gerichtsurteilen schaue ich, wer sie veröffentlicht hat. Eine Kanzlei, die solche Verfahren selbst führt, ist Partei. Amtlich ist das Verbandsklageregister des Bundesamts für Justiz. Dort steht auch, ob ein Urteil rechtskräftig ist, und ob überhaupt eines vorliegt. Ein Versäumnisurteil, bei dem die Gegenseite nicht erschienen ist, wiegt anders als ein streitiges.

6. Alles noch einmal gegen die Wirklichkeit von heute prüfen

Zwischen Recherche und Veröffentlichung liegen oft Tage, und in dieser Branche ändern sich Seiten schnell. Deshalb gehe ich vor der Veröffentlichung jede Zahl, jedes Zitat und jede Tatsachenbehauptung noch einmal durch, an der Originalquelle.

Das ist aufwendig und der Grund, warum meine Berichte selten sind. Es ist aber auch der Schritt, bei dem regelmäßig etwas auffällt.

Zwei Beispiele, die ich hier hinschreibe, weil sie unangenehm sind.

Der Preisvorwurf, den ich einkassiert habe. Bei einem Bericht hatte ich einen Preisunterschied gefunden, der nach einer handfesten Irreführung aussah, und ihn zum stärksten Fund des Textes gemacht. Bei der Schlussprüfung stellte sich heraus: Die Seite, auf der ich den Widerspruch gefunden hatte, leitet Besucher längst auf eine andere um, auf der beworbener Preis und Kassenpreis übereinstimmen. Mein Abrufwerkzeug hatte diese Weiterleitung nicht ausgeführt, ein Mensch mit Browser hätte die alte Seite nie zu Gesicht bekommen.

Der Vorwurf ist rausgeflogen. Im Beitrag steht jetzt, dass ich ihn einkassiert habe, und warum.

Die Funktion, die es angeblich nicht gibt. In einem Plattformvergleich hatte ich als Unterscheidungsmerkmal geschrieben, der eine Anbieter habe keinen Affiliate-Marktplatz. Bei der Schlussprüfung fand sich im Hilfebereich desselben Anbieters eine Anleitung, wie man dort ein Angebot einstellt.

Der Abschnitt heißt jetzt „Beide haben einen“ und erklärt stattdessen, was sich über die Größe der beiden Marktplätze sagen lässt, nämlich nichts Belastbares, weil keiner der Anbieter Zahlen veröffentlicht.

Daraus habe ich eine Regel gemacht: Die Behauptung, ein Anbieter könne etwas nicht, ist die gefährlichste Sorte Aussage in einem Vergleich. Sie lässt sich mit einem einzigen Gegenbeleg umstoßen. Bevor so ein Satz in den Text geht, suche ich in vier Quellen danach, und wenn ich die Abwesenheit nicht belegen kann, schreibe ich sie nicht hin.

So entstehen nämlich die meisten Vorwürfe, die man im Netz über solche Anbieter liest: Jemand findet einen Beleg, der echt aussieht, und prüft nicht nach, ob er heute noch gilt.

Noch eine technische Falle, die dazugehört: Manche Anbieter liefern ihre Preistabellen als Bilddatei aus, nicht als Text. Wer nur den Seitenquelltext durchsucht, findet dann nichts und hält die Tabelle für nicht vorhanden. Ich habe mir angewöhnt, in so einem Fall einen Bildschirmabzug zu machen, bevor ich schreibe, etwas fehle.

Was ich nicht tue

  • Ich kaufe nicht jedes Produkt, über das ich schreibe. Wo ich nicht gekauft habe, steht das im Beitrag an prominenter Stelle, und ich sage genau, was ich stattdessen geprüft habe.
  • Ich behaupte nichts, was ich nicht belegen kann. Wo ich vermute, einschätze oder bewerte, steht das ausdrücklich dabei.
  • Ich zähle nicht pauschal. „Bei allen geprüften Anbietern war es so“ ist eine überprüfbare Behauptung. Wenn ich sie nicht vollständig geprüft habe, nenne ich die echte Zahl oder lasse die Aussage weg.
  • Ich kritisiere das Muster, nicht das Werkzeug. Eine Frist ist nicht unehrlich. Unehrlich ist eine Frist, die bei jedem Seitenaufruf neu beginnt, oder eine, die abläuft und danach trotzdem weiterverkauft. Genau das messe ich nach, bevor ich etwas darüber schreibe.
  • Ich nutze keine fremden Fotos. Die Titelbilder meiner Berichte sind eigene Illustrationen ohne erkennbare reale Personen oder selbst gebaute Grafiken auf Basis meiner eigenen Rechnungen. Screenshots von Verkaufsseiten, Bestellformularen und Hilfeseiten zeige ich, weil sie Gegenstand der Auseinandersetzung sind.
  • Ich schreibe nicht über das Privatleben der Menschen, die ich bespreche. Was jemand geschäftlich behauptet, ist überprüfbar. Alles andere geht mich nichts an.

Wie ich mit Geld umgehe

Hier hat sich etwas geändert, und ich schreibe es lieber selbst hin, bevor es jemand anders tut.

Bei Digistore24 verdiene ich mit. Ich verkaufe dort seit März 2014 meine eigenen Produkte und bin mit 0,5 Prozent am Umsatz beteiligt, wenn jemand über meine Empfehlung dorthin kommt. Bei allen anderen Anbietern, über die ich bisher geschrieben habe, ist das nicht so.

Das ist ein Interessenkonflikt, und er steht in jedem betroffenen Beitrag ganz oben.

FrageAntwort
Verdiene ich an Empfehlungen der besprochenen Kurse, Coaches und Infoprodukte?Nein. Ich nehme an keinem ihrer Partnerprogramme teil
Verdiene ich an Empfehlungen der besprochenen Plattformen?Bei Digistore24 ja, mit 0,5 % vom Umsatz. Bei allen anderen nein
Werde ich für Berichte bezahlt?Nein. Weder von Anbietern noch von deren Mitbewerbern
Verlinke ich eigene Angebote?Ja, und das steht in jedem Beitrag
Bin ich Mitbewerber der Besprochenen?Ja. Deshalb steht es in jedem Beitrag ganz oben

Was ich dagegen tue, statt den Konflikt wegzuschreiben: Ich rechne. Die Gebührensätze aller Anbieter sind öffentlich, die Rechnung ist Grundschulmathematik, und jede Zahl in meinen Vergleichen kannst Du in fünf Minuten nachprüfen.

Wie das ausgeht, kann ich nicht steuern. In meinem Vergleich zweier Plattformen gewinnt an mehreren Stellen die, an der ich nichts verdiene. Das steht so im Beitrag, weil es das Ergebnis der Rechnung ist.

Wer über Mitbewerber schreibt und dabei an einem von ihnen mitverdient, kann sich keinen einzigen Fehler leisten. Das ist unbequem und gut so.

Wo mich KI unterstützt

Bei Recherche, Strukturierung, Berechnungen und sprachlicher Überarbeitung setze ich KI-Werkzeuge ein. Sie helfen mir, große Mengen Material zu sichten, Widersprüche zwischen Quellen zu finden, Zahlen fehlerfrei durchzurechnen und Texte lesbarer zu machen.

Was sie nicht tun: entscheiden, was stimmt. Jede Zahl, jedes Zitat und jede Tatsachenbehauptung prüfe ich vor der Veröffentlichung an der Originalquelle nach. Die Berichte sind meine, die Verantwortung für jeden Satz darin liegt bei mir.

Ich schreibe das hin, weil ich es für selbstverständlich halte, dass man so etwas offenlegt. Und weil die beiden Beispiele weiter oben zeigen, warum die menschliche Nachprüfung der wichtigste Schritt im ganzen Verfahren ist. In beiden Fällen hat ein Werkzeug etwas geliefert, das plausibel aussah und falsch war.

Wenn etwas falsch ist

Dann schreib mir. Belegte Fehler korrigiere ich zeitnah und kennzeichne die Änderung im Beitrag.

Das gilt ausdrücklich auch für die Anbieter, über die ich schreibe. Wer sich zu einem Punkt äußern möchte, bekommt seine Stellungnahme auf Wunsch wörtlich in den Beitrag. Ich kürze sie nicht und kommentiere sie nicht weg.

Das ist kein Entgegenkommen, sondern Eigeninteresse: Ein Bericht, der auch die andere Seite zu Wort kommen lässt, ist der bessere Bericht.

Keine Beratung

Meine Berichte ersetzen keine Rechts-, Steuer- oder Finanzberatung. Ob ein Vertrag wirksam ist, ob eine Klausel Bestand hält oder ob sich eine Investition für Dich rechnet, kann und will ich nicht beurteilen. Ich schreibe auf, was ich geprüft habe. Die Entscheidung triffst Du.

Das gilt besonders für meine Gebührenvergleiche. Ich rechne mit den Sätzen, die am Prüftag öffentlich standen, und mit typischen Konstellationen. Deine eigene sieht anders aus, und Sonderkonditionen bei größerem Volumen handeln Anbieter individuell aus. Nimm meine Zahlen als Ausgangspunkt für Deine eigene Rechnung, nicht als Ersatz dafür.

Preise, Produktumfang und Plattformregeln ändern sich in dieser Branche mit jedem Launch-Zyklus. In jedem Beitrag steht, wann ich geprüft habe. Maßgeblich ist immer das, was zum Zeitpunkt Deines Kaufs im Bestellformular steht.

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