Wie wir es geschafft haben, von Grund auf ein Online-Projekt aufzubauen, das innerhalb von nur 4 Jahren 75.000 monatliche Google-Besucher hat

Erfahre außerdem von den 4 Dingen, die wir heute anders machen würden und warum wir sie anders machen würden.

Das ist ein Praxis-Fallbeispiel meiner Kunden Timon & Sarah Mann von babyschlummerland.de. Sie haben es geschafft, von Grund auf ein content-basiertes Online-Business aufzubauen, von dem sie als 8-köpfige Familie sehr gut leben können. Und SEO spielt für ihren Erfolg eine wichtige Rolle!

Vor über vier Jahren setzte eine Idee den Startschuss für ein besonderes Projekt. Wir – meine Frau Sarah und ich (Timon) – entschieden uns, Familien zu unterstützen, deren Babys unter Schlafproblemen litten.

Dieses Thema lag für uns auf der Hand, hatten wir doch selbst seit vielen Jahren damit zu tun. 🙂

Wir erstellten eine neue Webseite und gründeten damit das „Babyschlummerland“. Es war ein Start bei null. Doch mit diesem Schritt leiteten wir eine außergewöhnliche Reise ein!

Und heute?

Da ist das Babyschlummerland eine einflussreiche Online-Plattform, die 75.000 monatliche Besucher über die Google-Suche verzeichnet (ca. 2.500 pro Tag).

Vielleicht fragst Du Dich gerade, wie das möglich war und wie wir dahin gekommen sind?

Dann solltest Du unbedingt weiterlesen. Denn in diesem Artikel berichten wir von unseren Erfahrungen, von entscheidenden Schritten und auch davon, was wir heute anders machen würden.

Dies sind also keine theoretischen Ratschläge, sondern die wirklichen Lehren, die wir aus dem Aufbau unseres Projekts gezogen haben.

Das Babyschlummerland im Zeitraffer - Ein Überblick in vier Phasen

Im Nachhinein haben wir die Entwicklung und Entstehung des Babyschlummerlandes in vier Phasen aufgeteilt. Jede Phase entspricht dabei einer Dauer von mindestens einem Jahr. Teilweise haben sich die Phasen auch etwas überschnitten.

Die vier Phasen des Babyschlummerlandes:

  1. Content-Erstellung (Blog-Artikel, Freebies und Funnel, zwei E-Books)
  2. Erste Versuche und Erfolge in der Traffic-Generierung
  3. Viele Tests und die Erstellung unseres Videokurses
  4. Der SEO-Boost

Beachten sollte man allerdings, dass wir das Projekt meistens berufsbegleitend (oder parallel zu anderen Projekten) aufgebaut haben. Die ersten beiden Jahre war ich zum Beispiel noch zu 70% in einem Angestellten-Verhältnis. Insofern gab es auch immer mal wieder Wochen (oder hin und wieder mal einen ganzen Monat), in denen wir nichts für das Babyschlummerland machen konnten.

Gehen wir also die einzelnen Phasen durch und ich erzähle Dir, was sich als erfolgreich erwiesen hat und was wir im Nachhinein anders machen würden.

Übrigens: An der folgenden Grafik siehst Du, wie sich die vier Phasen auch an unserem Traffic orientieren.

4 Phasen des organischen Traffic-Aufbaus

Phase #1: Content-Erstellung

Nachdem wir unsere Webseite gestartet hatten, waren wir voller Tatendrang und Vorfreude. Wir gestalteten die Webseite und füllten sie mit den nötigen Funktionen. Und gleichzeitig begannen wir mit dem Schreiben von Blog-Artikeln.

Auch wenn meine Frau und ich viel Erfahrung im Schreiben hatten, hatten wir doch noch wenig Ahnung davon, wie man Artikel so schreibt, dass sie SEO-optimiert sind (also dass sie weit oben in Google-Suchergebnissen landen). Doch da wir uns thematisch auch an englischsprachigen Seiten orientierten, sollte sich das nur wenig rächen.

Weiter ging es mit einem Freebie (also einem hochwertigen Inhalt, den Webseitenbesucher im Tausch gegen ihre E-Mail-Adresse erhalten). Sarah hatte dazu schon bald zwei Mini-E-Books geschrieben. Später änderten wir diese zwei Mini-E-Books ab: Aus dem einen wurde ein fünfteiliger E-Mail-Kurs, aus dem anderen ein richtiges E-Book, das wir dann verkauften.

Und zuletzt schrieb Sarah einen sehr ausführlichen und hilfreichen Babyschlaf-Ratgeber (E-Book), der zu unserem Hauptprodukt werden sollte.

Die große Herausforderung! Schon bevor all diese Inhalte abgeschlossen waren, wurden wir auf ein großes Problem aufmerksam: Die Besucherzahl auf unserer Webseite blieb minimal. Einzelne Besucher kamen zwar über Facebook oder durch Empfehlungen aus unserem Bekanntenkreis. Doch das waren keine großen Mengen.

Wir wandten zwar die üblichen Strategien an, um unseren Bekanntheitsgrad zu steigern ...

  • Eintrag auf Portalen.
  • Registrieren und Werbung auf Social-Media-Kanälen.
  • Werbung im weitreichenden persönlichen Umfeld.

... doch all unsere Anstrengungen führten uns letztendlich dennoch zu dem Punkt, an dem wohl alle Webseitenbetreiber früher oder später ankommen:

Woher sollen die Besucher kommen?

Oder:

Wie generieren wir (richtig viel) Traffic?

Darum ging es dann primär in Phase 2. (Gleich mehr dazu.)

Zunächst eine kleine Übersicht, mit den Learnings und Failures aus der ersten Phase.

Die 3 wichtigsten Learnings in Phase #1

1. Professionelle Begleitung

Schon wenige Wochen nach unserem Start, stießen wir auf sooo viele Fragen:

  • Wie sollten wir die vielen Bereiche rund um Freebie, Funnel, E-Books, usw. angehen?
  • Und in welcher Reihenfolge?
  • Wie kommen Besucher auf unsere Webseite?
  • Welche Art von Freebie lohnt sich?
  • Und noch so vieles mehr…

Doch anstatt lange im Internet nach den richtigen Antworten zu recherchieren (und dann auch nicht zu wissen, was wirklich funktioniert), kamen wir schnell zur folgenden Einsicht: „Es wäre sehr genial, einen Coach zu haben, der einem genau sagt, was wir wann machen sollen“.

Und nachdem wir auf Christian gestoßen waren (den wir sehr sympathisch und überzeugend fanden), trafen wir mit dem Kauf seines A-Z Infoprodukt-Systems eine der besten Entscheidungen im Laufe der Babyschlummerland-Jahre (ganz ehrlich und keine Schleichwerbung)!

Und auch heute würden wir ein solches Vorgehen definitiv wiederholen. Vielleicht sogar noch beherzter angehen. Und jedem, der irgendetwas im Internet aufbauen will (Instagram-Kanal, YouTube, E-Mail-Marketing), geben wir deshalb immer wieder den folgenden Rat: Such Dir jemanden, der es selbst schon erfolgreich gemacht hat (und der Dir sympathisch ist), kaufe seinen Kurs und folge seinem Plan. Schritt-für-Schritt!

Es spart einfach so viel Nerven und Zeit! Und das investierte Geld holt man dadurch um ein Vielfaches wieder rein. So haben wir es damals bei Christian gemacht. Und es hat uns extrem geholfen, auch weil es uns einen genauen Fahrplan für die nächsten Monate und Jahre gegeben hat. (Nicht eine Minute haben wir diesen Kauf bereut.)

2. Von kostenlosem PDF zum E-Mail-Kurs

Sicherlich hast Du schon einmal gehört, dass Nutzer im Internet bis zu einer Kaufentscheidung (im Schnitt) etwa sieben Kontaktpunkte brauchen.

Das bedeutet: Bevor man etwas bei einem Anbieter kauft, hat man durchschnittlich schon siebenmal irgendwie mit diesem „Kontakt“ gehabt.

Kontakt ist hier allerdings etwas weitläufiger gemeint. Es kann der Besuch der Webseite sein, ein Social-Media-Post, eine E-Mail, nochmal ein Besuch auf der Webseite, usw.

Das bedeutet auf der anderen Seite: Wenn man es schafft, einem Besucher seiner Webseite sieben Kontakt-Punkte zu geben, vergrößert das die Wahrscheinlichkeit enorm, dass er etwas kauft.

Klingt logisch, oder?

Das Vertrauen zu Dir als Anbieter hat sich dann nämlich entsprechend aufgebaut.

Diese Information hat uns damals dazu bewogen, aus unserem Freebie, dem kostenlosen Mini-E-Book, einen kostenlosen E-Mail-Kurs zu machen. Auch wenn kostenlose PDFs toll und beliebt sind. Doch häufig werden sie nur heruntergeladen und niemals angeschaut.

Das große Vorteil ist: Registriert sich jemand für einen E-Mail-Kurs, erwartet er von vornherein, dass er einige E-Mails von einem bekommt – und das sind viele Kontakt-Punkte.

Letztendlich war auch diese Fokussierung auf E-Mail-Marketing eine sehr wichtige Entscheidung für uns.

3. Umfragen

Es ist essentiell, seine Zielgruppe zu kennen und zu verstehen, was ihre Probleme, Fragen und Herausforderungen sind. Vor allem dann, wenn man mit seinem Projekt startet.

Und eins der besten Mittel, um Deine Zielgruppe besser kennenzulernen sind Umfragen!

  • Umfragen in Facebookgruppen.
  • Umfragen nachdem sich Leute für den E-Mail-Kurs eingetragen haben.
  • Umfragen nach Käufen.

Im Prinzip sind solche Interessenten- und Kunden-Insights nach jedem Schritt im Prozess Deiner Webseite interessant. So erfährst Du immer, wer auf Deiner Webseite ist:

  • Wer fühlt sich auf Deine Außendarstelllung in Social Media, Google und Co angesprochen?
  • Wer interessiert sich für Dein Freebie?
  • Wer kauft Deine Produkte?

Hilfreiche Tools hierfür sind Google Forms, Wufoo oder Thrive Quiz Builder.

Bei uns war die Bestätigungsseite des Opt-Ins (also die Seite, auf der Leute landen, wenn sie ihre E-Mail-Adresse bestätigen) viele Monate lang eine Umfrage-Seite.

Nach einem kleinen „Danke für Deinen Eintrag“ haben wir sie gebeten, an dieser teilzunehmen. Und das hat uns geholfen, sehr viel über die Zielgruppe zu erfahren, zum Beispiel bei der Themenwahl für weitere Blog-Artikel.

Das größte Failing in Phase #1: Artikel für die falsche Zielgruppe

Wir haben gleich am Anfang des Babyschlummerlandes eine Reihe von Artikeln ins Rennen geschickt und nach einigen Monaten kamen auch einige von ihnen richtig gut an. Die anderen dagegen sind sogar bis heute eher mau, teilweise haben wir sie wieder gelöscht.

Aber was war das Problem an den weniger guten Blog-Artikel?

Natürlich ist es meistens so, dass manche Artikel besser und manche schlechter laufen. Doch ungeschickt ist es, wenn man Artikel online stellt, die nicht zu 100% zur Zielrichtung passen.

Wir hatten ein paar Artikel online, die zwar sehr interessant für Eltern mit Babys sind. Doch ihre Suchintention hatte nichts mit dem Schlaf ihrer Babys zu tun. Das heißt, Webseitenbesucher, die über diese Artikel kamen, fühlten sich von unserem Thema (Baby schläft schlecht) nicht angesprochen – und verließen unsere Seite auch schnell wieder. (Schade um die viele Schreib-Arbeit.)

Doch dieses Problem ist ein klassisches!

Selbst ein Artikel, der hunderte oder tausende Webseitenbesucher bringt, hilft einem nicht, wenn er nicht die genau passende Zielgruppe anspricht.

Wenn wir heute einen neuen Blog beginnen, informieren wir uns sehr genau darüber, wer die Zielgruppe ist, welche Themen sie interessiert und versuchen, genau passend dafür zu schreiben.

Phase #2: Erste Versuche und Erfolge in der Traffic-Generierung

Gut, wir hatten nun Blog-Artikel, eine soweit fertige Webseite, einen E-Mail-Kurs und unsere E-Books waren kurz vor der Veröffentlichung.

Doch wie kamen wir nun an Traffic?

Unser erster Ansatz war das Schalten von Werbung (Facebook und Pinterest). Doch auch wenn wir hier und da ein paar Erfolge verzeichnen konnten, haben wir schnell gemerkt: Nein, das ist es nicht!

Nicht im Moment und nicht ohne echtes Profi-Wissen. Es war uns zu dieser Zeit auch einfach zu kostspielig.

Wir informierten uns breitflächig, was es an Traffic-Kanälen sonst noch so gibt und landeten dann schließlich bei Pinterest. Wir haben eine Nische, die sehr gut zu Pinterest passt, aber das trifft bestimmt nicht auf alle Nischen und Themen zu. Und so sammelten wir alle Tipps, Tricks und Strategien, die wir dazu erhalten konnten und probierten einfach mal aus, was mit Pinterest möglich ist (Onlinekurse gab es zu Pinterest noch nicht wirklich).

Doch die Strategien trugen unglaublich schnell Früchte. Nach ein paar Kennenlernversuchen und Vorbereitungen starteten wir mit einer der Pinterest-Strategien: Wir investierten richtig viel Zeit und Mühen – und siehe da, nach nicht einmal 2 Wochen (!) kam schon der Erfolg!

Pinterest Traffic-Entwicklung

Hier hatten wir das Glück, dass einige Pins von uns viral gingen. Zum Beispiel der folgende:

Babyschlummerland Pinterest-Traffic

Doch wie Du in der Grafik oben sehen kannst, passierte noch mehr: Der Pinterest-Ansturm kam nach gerade einmal 10 Tagen! Und auch danach hatten wir nun einen stetigen Traffic-Strom über Pinterest.

Ein paar Hintergrundinformationen zu Pinterest:

  • Pinterest funktioniert ähnlich wie eine Suchmaschine. Wie bei Google gibt man etwas in das Suchfeld ein – nur erhält man als Ergebnisse sogenannte PINs (Bilder). Diese sind im Normalfall mit einem Link hinterlegt, der einen zur zugehörigen Webseite bringt.
  • Pinterest ist demzufolge kein Social-Media-Kanal.
  • Allerdings ist unsere Erfahrung, dass Pinterest-Nutzer viel weniger verbindlich sind. Das Kommen und Gehen auf eine Webseite passiert hier viel schneller. Und die Opt-In-Raten sind bei uns zum Beispiel nur halb so hoch (!), wie bei Google-Besuchern.
  • Nichtsdestotrotz kann man sehr guten Traffic über Pinterest gewinnen.

Während wir weiterhin Pinterest im Blick hatten, passierte aber etwas, was wir zunächst gar nicht groß bemerkten: Langsam aber stetig kamen Besucher über die Google-Suche auf unsere Webseite. 🙂

Google hatte uns registriert und damit auch die Artikel, die wir geschrieben hatten. Waren es zu anfangs nur ein paar Suchbegriffe, änderte sich das plötzlich innerhalb weniger Tage (siehe Pfeil 1):

Organischer Webseiten-Traffic Phase 2

Und dann ging es sogar noch weiter aufwärts (Pfeil 2). Du kannst Dir vorstellen, wir begeistert wir waren! 🙂 Wir hatten einen regelrechten Boom (Pfeil 3) – und das hat sich auch auf die Verkaufszahlen ausgewirkt.

Doch … genauso schnell wie es gekommen war, war das "Wunder" plötzlich auch wieder vorbei. Es folgte ein großer Einsturz (Pfeil 4).

Bis heute wissen wir nicht, was diesen bewirkt hat. Ein Google-Update vielleicht.

Bemerkung von Christian:

Traffic-Entwicklungen wie diese (inklusive Einbrüche) sind für recht frische Webseiten völlig normal. Google ist ständig am Testen und Ausprobieren. So kommt es vor, dass Google die Inhalte einer neuen Webseite testet (vorausgesetzt, es sind wirklich hochwertige Inhalte), plötzlich mit guten Rankings belohnt (was Traffic bringt) und so quasi *live* am Nutzer sieht, wie sie darauf reagieren und erst dann - im Vergleich zu den anderen Top-Webseiten in der Nische - eine Bewertung und Einreihung vornimmt, die länger Bestand hat. Und ab dann muss sich die Webseite längerfristig beweisen. Und wenn sie das tut, also aktiv bleibt, fortlaufend hilfreichen Content veröffentlicht, Backlinks bekommt und somit zeigt, dass sie eine langfristige Strategie verfolgt, dann wird sie früher oder später auch belohnt und die Traffic-Kurve kann dauerhaft nach oben gehen. 🙂 Auch ist es so, dass eine Abwärtsbewegung der Traffic-Kurve nicht immer heißen muss, dass man etwas falsch gemacht hat oder dass an der Webseite etwas nicht stimmt oder dass es ein Google-Update gegeben hat. Vielleicht ist die Nachfrage derzeit einfach etwas zurückgegangen, weil zum Beispiel gerade Urlaubszeit ist oder es ein Ereignis gibt, das die Leute gerade in ihren Bann zieht und sich daher kurzzeitig ihre Prioritäten verschoben haben.

Und auch wenn der Google-Traffic nicht komplett einbrach, haben wir eine ganze Zeit gebraucht, um wieder dieses sehr hohe Level zu erreichen. Verschuldet auch durch viele andere Projekte, auf die wir uns eher konzentriert haben, passierte das allerdings erst fast zwei Jahre später.

Was in der Zwischenzeit passierte, berichte ich gleich in Phase 3.

Learning in Phase #2: Volle Konzentration

Was sich definitiv ausgezahlt hat, war die Konzentration auf "nur" einen bzw. zwei Traffic-Kanäle.

Natürlich waren wir auch auf Facebook und Instagram. Doch richtig investiert haben wir nur in Pinterest (und später in Google).

Viel zu leicht kann es passieren, dass man sich mit den vielen Möglichkeiten, die es heutzutage gibt verzettelt. Insofern mein Rat an Dich: Konzentriere Dich zunächst auf einen Traffic-Kanal – und das richtig.

Weitere Kanäle kann man dann aufbauen, wenn der eine richtig läuft (und wenn man weiß, wie es geht).

Achte natürlich darauf, wo sich Deine Zielgruppe aufhält und nach Lösungen für ihre Probleme sucht. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass sich organischer Traffic über Google am meisten ausgezahlt hat – auch weil er sehr langlebig ist. (Dazu später mehr.)

Failing in Phase #2: Nur mit Profis!

Ich bin gleich am Anfang unseres Projekts auf ein sehr spannendes Onlinekurs-Angebot aufmerksam geworden (den ich dann auch direkt gekauft hatte): Es ging um Traffic mit Facebook-Werbeanzeigen.

Der Kurs war sehr günstig (was in den meisten Fällen ein schlechtes Zeichen ist, wenn man ein so zentrales Thema angehen will) und hat die grundlegendsten Funktionen erklärt, um Anzeigen auf Facebook und Instagram zu schalten.

Das Ganze hat sich (natürlich) toll angehört und so war dies auch unser erster Ansatz zur Generierung von Traffic.

Heute weiß ich: Wenn, dann richtig!

Wenn man etwas angeht, dann sollte man es richtig machen – und am besten nach einer Profi-Anleitung. (Der gekaufte Onlinekurs war eher eine Beginner-Version.)

Ja, es gibt sie, die Marketing-Profis, die mit Facebook-Ads richtig gutes Geld verdienen. Doch sie wenden erfolgreiche Techniken an, die sie über viele Monate und Jahre (mit viel investiertem Geld) ertestet und erprobt haben.

Dieses kostbare Wissen verkaufen sie dann in Online-Kursen oder bieten es als Leistung einer Agentur an. Beides ist sicherlich klasse – aber alles andere als preiswert.

Insofern mein Rat: Suche Dir einen Traffic-Kanal, mit dem Du organischen (also nicht-bezahlten) Traffic aufbauen kannst.

Phase #3: Wie geht es weiter?

Die nächste Phase war bei uns etwas unruhig. Wir hatten neben dem Babyschlummerland noch einige andere wichtige Projekte, um die wir uns kümmerten. Dennoch kündigte ich in dieser Phase meinen Angestellten-Job und richtete meinen Fokus voll auf die Online-Arbeit.

Für das Babyschlummerland stellte sich die große Frage: Was gehen wir als nächstes an?

Und das Beantworten dieser Frage ist oftmals gar nicht so einfach. Bei einem Online-Business gibt es einfach so viele Möglichkeiten.

  • Bauen wir einen neuen Social-Media-Kanal auf?
  • Erstellen wir ein weiteres Produkt?
  • Konzentrieren wir uns mehr auf persönliche Beratungen?
  • Kümmern wir uns um mehr Traffic?

Letztendlich entschieden wir uns, ein hochpreisiges Produkt zu erstellen – einen Videokurs.

Das Erstellen des Kurses hat viel Zeit und Arbeit eingenommen. Letztendlich ist ein hochklassiges Produkt herausgekommen, was wir dann in einem großen Release herausgebracht haben.

Unsere E-Mail-Liste war bis dahin schon gut angewachsen – was gewissermaßen eine Voraussetzung war. In dieser Phase arbeitete ich mich parallel dazu noch intensiver in das Thema rund um SEO ein.

SEO steht für Suchmaschinenoptimierung. Es geht darum, seine Webseite (inkl. Blog-Artikel) so zu präsentieren, dass man in den Google-Suchergebnissen weit vorne landet.

Hier und da probierten wir es direkt mit ein paar neuen Artikeln aus – und die Ergebnisse waren gar nicht so schlecht.

Nehmen wir zum Beispiel unseren Blog-Artikel: babyschlummerland.de/baby-schlaeft-tagsueber-nicht. Alleine über diesen Artikel bekommen wir aktuell 500 Besucher auf unsere Webseite.

Einzelner Blog-Artikel bringt 500 Google-Besucher

Learning in Phase #3: Investiere in Dich!

Wir waren in dieser Phase in einer Situation, in der wir uns in eine Richtung weiterbewegen mussten. Neue Schritte und neue Herausforderungen. Und das hieß für uns wiederum, dass wir weiter lernen wollten und mussten.

Weiterbildung ist auch (oder gerade) im Online-Business-Bereich sehr wichtig. Es gibt so viele verschiedene Bereiche und alles verändert sich so schnell.

Dirk Kreuter, einer der bekanntesten Erfolg-Coaches im deutschsprachigen Bereich, wurde mal gefragt, wie man etwas Geld, das man übrig hat, am besten investieren sollte. Seine Antwort: Investiere in Dich selbst! Bilde Dich weiter, mach Kurse und sammle noch mehr Wissen. Früher oder später zahlt sich das vielfach aus!

Das haben wir in dieser Phase beherzigt. Wir haben mehrere Online-Kurse gekauft (zum Beispiel den Online-Kurs Creator von Christian :-)) und auch darüber hinaus versucht, uns breit zu informieren und dazuzulernen.

Failing in Phase #3: Setze auf ein sicheres Pferd!

Wir haben uns schon oft gefragt, ob die Entscheidung mit dem Videokurs damals die richtige war. Ehrlich gesagt, können wir es bis heute nicht wirklich beantworten.

Sicherlich ist es klasse, dass wir nun ein höherpreisiges Produkt verkaufen konnten. Doch vielleicht hätten wir es auf einen späteren Zeitpunkt verschieben sollen und uns zunächst um mehr Traffic bemühen sollen (der Verkauf des E-Books lief ziemlich gut).

Experten raten folgendes: Baue das aus, was bereits gut funktioniert!

Diesen Rat haben wir also vielleicht zu spät beherzigt (doch besser spät als nie).

Organischer Traffic über Google hatte bei uns schon gut funktioniert.

Doch das Problem war, dass wir einfach zu wenig Artikel hatten. Bei unserem großen Absturz am Ende von Phase 2 sind vor allem drei Artikel stark eingebrochen. Hätten wir statt 6 guten Artikel 12 oder 20 gehabt, wäre der Absturz nicht so extrem gewesen.

Doch irgendwann war es für uns sonnenklar (und damit leite ich zu Phase 4 über): Angenommen wir verdoppeln die Anzahl unserer Artikel (unter der Annahme, dass wieder ein paar richtig gut bei Google ankommen), dann verdoppelt sich auch die Anzahl der Webseitenbesucher. Und dann verdoppeln sich auch die Einnahmen.

Eigentlich ganz logisch, oder?

Heute gehen wir mit dieser Erkenntnis wie folgt vor: Wie versuchen regelmäßig einen Artikel zu schreiben (ca. 1 pro Monat). Damit vergrößern wir unseren Trichter für Google-Besucher mehr und mehr und gleichzeitig bleibt uns damit noch genug Zeit für andere Aufgaben.

Für Dich also folgender Tipp: Wenn Du eine Webseite hast und Du mit Inhalten wie Blog-Artikeln Traffic generieren willst, dann lerne richtig gute SEO-Artikel zu schreiben (ausgehend von einer Liste mit passenden Keyword-Ideen) und bringe regelmäßig neue Inhalte heraus.

Phase #4: Der SEO-Boost

Bei uns brach nun eine Zeit an, in der wir uns intensiv auf das Babyschlummerland konzentrieren konnten. Dabei haben wir uns um zwei Dinge gekümmert:

Zum einen wollten wir ein Mini-E-Book erstellen, da eine besondere Thematik (Tagesschlaf) bei uns oft nachgefragt wurde (hieran siehst Du, wie wichtig Feedbacks und Umfragen sind).

Dieses Mini-E-Book bieten wir nun seit einem Jahr vor allem als „No-Brainer“ auf unserer Seite an. Man sagt „No-Brainer“ dazu, weil das Angebot so gut und preiswert ist, dass man gar nicht über den Preis „nachdenken“ muss (unter 10 €), wenn einen das Thema interessiert.

Das E-Book erhält man zu einem reduzierten Preis als Angebot, wenn man seine E-Mail-Adresse für den E-Mail-Kurs bestätigt hat. Ungefähr 8-11 % der Leads kaufen das E-Book. Zum Erstellen des E-Books haben wir etwa 2 Wochen gebraucht. Und diese Arbeit hat sich mehr als rentiert.

Das zweite, was wir in dieser Zeit angestoßen haben, waren (endlich!) SEO-optimierte Artikel.

Auch zwischendurch hatten wir zwar immer mal wieder ein paar Artikel geschrieben. Aber jetzt war es anders. Wir konnten uns endlich Zeit dafür nehmen. Der Fokus war nun gesetzt.

Wir machten eine intensive Keyword-Recherche (= eine Suche nach Suchanfragen, die für uns besonders passend und somit lukrativ sind). Und wir wussten nun ganz genau, was wir wann wie zu machen hatten. Unser ganzes SEO-Wissen steckten wir in diese Arbeit. Und die Vorbereitungen unserer Webseite – also technisches SEO – hatten wie die Monate davor auch weitestgehend abgeschlossen.

Jetzt ging es los! Und das wirklich…!

Wir kamen aus dem Staunen nicht raus, als wir merkten, dass die Theorie nun zur Praxis wurde. Schau Dir die Kurve seit dem roten „Phase 4“-Pfeil an. 🙂

4 Phasen des organischen Traffic-Aufbaus

Wie war das alles möglich?

Ganz einfach: Wir setzten die SEO-Strategien um, die wir gelernt hatten. Und wir haben einige entscheidende Keywords gefunden, die perfekt zu unserem Projekt gepasst haben.

Zum Beispiel fanden wir ein absolutes Gold-Nugget – ein Keyword, für das es relativ einfach war zu ranken (weit oben in den Suchergebnissen zu landen) und das eine optimale Suchintention hat (und zudem eine Menge an monatlichen Suchanfragen):

Webseiten-Impressionen Google-Suche

Das, was wir über SEO wussten und nun im Babyschlummerland umgesetzt hatten, hat sogar dazu geführt, dass Google unsere Artikel bis heute regelmäßig innerhalb kürzester Zeit nach oben bringt.

Teilweise sind sie schon nach dem ersten Tag der Veröffentlichung (!) auf den ersten Google-Plätzen.

Baby nuckelt die ganze Nacht Top Google-Ranking

Und auch bei anderen Online-Projekten konnten wir nun sehen, wie sich unser erprobtes SEO-Wissen positiv auswirkt. 🙂

Learning in Phase #4: SEO rockt!

Was sich in dieser Phase bewährt hat, ist offensichtlich. Die ganze SEO-Arbeit hat uns endlich den großen Traffic gebracht, den wir die ganze Zeit wollten.

Tatsächlich hat sich die Anzahl der Blog-Artikel, der Traffic und auch die Einnahmen verdoppelt. Und das innerhalb eines Jahres.

Bitte beachte, dass ich das alles nicht schreibe, um irgendwie damit zu prahlen. Ich möchte Dir Mut machen und Dir zeigen, wie groß die Auswirkungen von gutem SEO sein können. Es steckt richtig Power darin. Und das Besondere ist, dass der Traffic organisch (= kostenlos), langlebig und qualitativ besser ist (denke an die doppelt so gute Quote für unser Freebie, als bei Besuchern über Pinterest).

Wenn Du also auf der Suche nach qualitativem, kostenlosem Traffic bist, kann ich Dir SEO absolut empfehlen!

ANKÜNDIGUNG

Weil es in meiner Fangemeinde eine große Nachfrage zum Thema "Wie bekomme ich kostenfreie Besuchermassen über Google auf meine Webseite?" gibt, haben Timon und ich einen Online-Kurs erstellt. Der Kurs nennt sich "SEO-Kickstart - Suchmaschinenoptimierung für vielbeschäftigte Solopreneure" und wir zeigen Dir darin das komplette System, wie wir uns durch praxiserprobte SEO-Maßnahmen einen kostenfreien und nachhaltigen Besucherstrom über Google aufgebaut haben und wie Du das gleiche für Dich tun kannst.

"SEO-Kickstart" öffnet diesen Donnerstag seine Pforten und kann bis Sonntag um 23.59 Uhr bestellt werden.

Ich informiere Dich, sobald es losgeht. Hab ein Adlerauge auf Deinen Posteingang, wenn Du Interesse hast.

Hast Du eine Frage zu diesem Fallbeispiel?

Wie ist Dein "SEO-Gefühl" nach dem Lesen dieses Fallbeispiels? Ist eine Frage aufgetaucht, die Du unbedingt beantwortet haben möchtest? Stelle sie gerne im Kommentarbereich.

  • Ich habe den Beitrag sehr aufmerksam gelesen und hier schon einige AHA-Effekte erhalten. Ich freue mich für Euch, dass es so eine tolle Entwicklung genommen hat. Außerdem ist mir auch wieder bewusst geworden, dass ständig an der Zielorientierung und Optimierung gearbeitet werden sollte und es auch nicht unbedingt bezahlte Werbung ist, die zu Erfolg führt.

    • Danke für Deinen Kommentar, Horst!

      Freut mich, dass Du einige AHA-Momente mitgenommen hast. 🙂 Ja, auch die Traffic-Generierung, genauso, wie generell der Aufbau und der Betrieb eines Online-Geschäfts, ist ein fortlaufender Prozess, der immer wieder mal Anpassungen, Optimierungen und auch Veränderungen mit sich bringt. Und entgegen der Meinung vieler anderer, bin ich der Meinung, dass bezahlte Werbung nicht der heile Gral der Traffic-Generierung ist. Es ist nicht nötig, Geld für bezahlte Werbeanzeigen auf Facebook & Co auszugeben und es ist auch nicht nötig, ständig irgendwo auf Social Media zu posten. SEO und die organische Google-Suche liefern den deutlich qualifizierteren und nachhaltigeren Traffic. 🙂

      Viele Grüße
      Christian

      • Vielen, vielen Dank, für diesen sehr guten, augenöffnenten Bericht einer erfolgreichen Webseite u. großes Kompliment an die beiden Ersteller!
        Für mich jedoch enormer Frust. Soviel Zeit nur für „Technik“ kann ich nicht aufbieten – statt Babyschlaf brauche ich nämlich Altersschlaf. Die wenige Zeit die mir noch bleibt, will ich in die Erstellung meiner Bilder investieren. (Bilder zum Relaxen, neben meinen Kunstprojekten). Texte dafür zu posten, kann ich mir auch nicht vorstellen – vom Zeitaufwand mal abgesehen.
        Macht da mein Wunsch einer Webseite überhaupt noch Sinn? Zumal die meisten meiner Bilder zeitaufwendig in der Natur erstellt werden, mit gleichzeitiger notwendiger körperlichen Bewegung, sonst verweigern die alten Muskeln das morgendliche Aufstehen – also nochmal ein Zeitproblem.
        Viele Grüße
        Manfred

        • Hallo Manfred,

          gerne und danke für Dein Feedback!

          So, wie ich Deine Zeilen einschätze, bist Du vermutlich in wohlverdienter Rente und möchtest einfach Deine Bilder/Fotos/Kunstwerke mit der Welt teilen, ohne damit Geld verdienen zu müssen, richtig?

          Für ein Business, das online sichtbar ist und von den Leuten über Google gefunden werden kann, braucht es allerdings Textinhalte. „Nur“ Bilder auf eine Webseite hochzuladen reicht nicht aus, hierzu wäre vermutlich Pinterest die bessere Plattform, weil es dort eben hauptsächlich um die „Bilder-Suche“ geht und sich die Leute inspirieren lassen wollen.

          Also wenn Du mich fragst, ob sich in Deinem Fall eine eigene Webseite auszahlt, dann ist meine Antwort folgende: Ja, wenn Du vielleicht Freunde und Bekannte direkt auf Deine Webseite schicken möchtest, damit sie sich Deine Kunstwerke ansehen können und nein, wenn Du ein ernsthaftes Online-Business betreiben möchtest.

          Das ist meine ehrliche Einschätzung. Ich hoffe, sie hilft Dir weiter.

          Alles Gute und viele Grüße
          Christian

  • Vielen Dank an dich Christian fürs Teilen dieses Beitrags und vielen herzlichen Dank an Sarah & Timon, dass ihr uns hier so tiefe Einblicke in euer Projekt gewährt habt! Und natürlich großen Respekt für diese tolle Leistung! Ich denke, hier kann sich jede(r) etwas für seine Projekte mitnehmen. @Christian: Solche echten Praxis-Fallstudien sind m. E. sehr aufschlussreich. Bitte dieses Format gerne beibehalten und bei Gelegenheit erweitern. 🙂

    • Danke für Dein Feedback Remo und sehr gerne! 🙂

      Ja, Fallbeispiele in der Art haben oft einen sehr großen Lerneffekt mit vielen Aha-Momenten und ich werde mich bemühen, in Zukunft noch mehr davon zu bringen. 🙂

      Bis dann und viele Grüße
      Christian

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