Online-Business-Ideen überprüfen: So validierst Du Deine Idee, bevor Du Zeit und Geld investierst

Du hast eine Idee für ein eigenes Infoprodukt (etwa ein E-Book oder einen Kurs), kannst aber die Erfolgschancen nicht richtig einschätzen und grübelst nun, ob sich der Aufwand für die Erstellung des Infoproduktes später überhaupt lohnen wird?

Oder Du hast viele Jahre Erfahrung in Deinem Beruf und fragst Dich, ob überhaupt jemand für Dein Wissen bezahlen würde?

Dann ist dieser Beitrag für Dich.

Ich zeige Dir auf dieser Seite Schritt für Schritt, wie Du jede Idee und jeden Geistesblitz verlässlich auf Marktattraktivität überprüfen kannst. Diesen Prozess nennt man Ideenvalidierung: Du willst Deine Idee validieren, bevor Du Zeit und Geld hineinsteckst. Nach dem Lesen weißt Du, ob Deine Idee einen Daumen hoch oder eine rote Ampel bekommt.

Dazu bekommst Du einen Test, der ohne eigenes Publikum funktioniert, und einen Ideen-Check mit Ampel.

Hi, ich bin Christian Költringer aus Salzburg. Seit 2008 baue ich mein Online-Geschäft auf, seit 2016 lebe ich davon.

Christian Költringer mit Schultüte beim Start seines Online-Marketing-Studiums

Genau so prüfe ich meine eigenen Ideen. Einen kleinen Ratgeber zum Schnuller-Abgewöhnen habe ich 2022 erst recherchiert und dann in eineinhalb Tagen als erste Fassung geschrieben. In den eineinhalb Jahren danach hat er sich 64 Mal verkauft, ohne Werbung und ohne Marketing.

Hier erfährst Du mehr über mich.

Zur Offenheit: Ich verkaufe selbst Online-Kurse, und in diesem Beitrag weise ich auf mein kostenloses Einstiegsangebot hin. Werbe- oder Affiliate-Links findest Du hier keine.

Stand: 25. September 2026. Die Screenshots zum Bowl-Beispiel sind von Juni 2019: Die Oberflächen sehen heute anders aus, die Schritte sind dieselben.

Das Wichtigste in 60 Sekunden

  • Eine Idee ist gut, wenn Menschen aktiv nach einer Lösung suchen und bereit sind, dafür Geld auszugeben.
  • Beides prüfst Du kostenlos: Google, Marktplätze, Amazon, Suchvolumen und Google Trends.
  • Der stärkste Beweis ist ein Mensch, der Dir für Deine Hilfe Geld gibt. Dafür brauchst Du weder Webseite noch Publikum.
  • Erstelle zuerst eine kleine erste Fassung, nicht das fertige Produkt.
  • Halte einen Kurs zuerst live für ein paar Teilnehmer, bevor Du ihn aufnimmst.
  • Der Ideen-Check im Kapitel „4. Die Entscheidung“ zeigt Dir, wo Deine Idee steht. „Weiß nicht“ ist dort eine erlaubte Antwort.

Meine Vorgehensweise kannst Du am besten an einem echten Praxisbeispiel nachvollziehen. Angenommen, ich möchte einen Online-Kurs zum Thema „Bowl-Rezepte“ erstellen und im Internet gewinnbringend vermarkten.

Der Kurs soll meinen späteren Kunden nicht nur die Rezepte selbst zeigen, sondern auch, wie man sie kocht, zubereitet, individualisiert und verfeinert. Es soll also eine Art „Kochkurs“ speziell für Bowl-Gerichte entstehen. Und jetzt möchte ich nachsehen, ob sich der Aufwand für so einen Kurs überhaupt lohnt und ob ich später damit Geld verdienen kann.

Übrigens: „Bowls“ sind Schüsseln, und hier geht es im Prinzip um leckeres und gesundes Essen aus Schüsseln. 🙂

Hast Du ein Fachthema aus Deinem Beruf, funktionieren die Schritte genauso. Ersetze einfach „Bowl-Rezepte“ durch Deinen Suchbegriff. Eine Physiotherapeutin gibt dann zum Beispiel „Schulterschmerzen Übungen“ ein.

Los geht's mit meiner Ideenvalidierung!

1. Was gibt es schon?

Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass vor mir schon jemand die gleiche oder eine ähnliche Idee hatte. Ich muss also das Rad nicht neu erfinden, sondern schaue im ersten Schritt nach, welche Informationen es online zu meinem Thema bereits gibt.

Im Speziellen halte ich Ausschau nach digitalen Infoprodukten, die vielleicht auf anderen Webseiten schon angeboten werden. Denn wenn sich schon jemand die Mühe für ein Produkt gemacht hat, dann ist das natürlich ein erstes Anzeichen für einen lukrativen Markt.

Hinweis: Sollte der ungewöhnliche Fall eintreten, dass es zu Deiner Idee noch keine oder recht wenig Informationen gibt, dann ist das noch lange kein Grund, den Kopf in den Sand zu stecken. Vielleicht bist Du wirklich der Erste in dieser Nische. Gehe in diesem Fall am besten direkt zum nächsten Schritt weiter, nämlich der Überprüfung des Suchvolumens.

Du willst nicht nur prüfen, sondern wissen, wie aus Deiner Idee ein Angebot wird? In meinem kostenlosen E-Mail-Kurs bekommst Du sieben Tage lang je einen konkreten Schritt dazu.

In meinen E-Mails stelle ich Dir auch mein kostenpflichtiges Angebot vor. Abmelden kannst Du Dich jederzeit mit einem Klick.

1.1 Was verrät mir Google?

Ich gebe also einfach meinen Hauptsuchbegriff „bowl rezepte“ in den Google-Suchschlitz ein und schaue nach, was Google dazu alles „ausspuckt“. Schon beim Tippen lohnt ein Blick auf die Vorschläge darunter: Sie zeigen Dir, wonach Menschen zu Deinem Thema tatsächlich suchen. Dasselbe funktioniert auf YouTube und TikTok. Und in Foren oder Facebook-Gruppen zu Deinem Thema siehst Du, welche Fragen immer wiederkommen.

Google-Suche nach bowl rezepte mit Kochportalen auf den ersten Plätzen
Screenshot vom Juni 2019: Die Google-Suche nach „bowl rezepte“ zeigt zuerst Kochportale wie GuteKueche.at, ichkoche.at und Lecker.

Ich öffne alle Webseiten, die mir Google in den ersten 20 Suchergebnissen anzeigt.

Die ersten 4 Webseiten sind Kochportale, die sich hauptsächlich mit Werbeeinblendungen finanzieren. Hier kann man sowohl Werbeplätze buchen als auch eigene Produkte vorstellen. Digitale Produkte finde ich hier keine.

Auf eat-this.org habe ich allerdings Bücher gefunden, die dort verkauft werden. Zwar keines, in dem es direkt um Bowl-Rezepte geht, aber vorwiegend um veganes Kochen und vegane Rezepte. Dennoch ein Indiz dafür, dass Menschen hier bereit sind, für „Lösungen“ Geld auszugeben.

Das Geschäftsmodell der allermeisten Webseiten in dem Bereich ist offenbar, durch die Veröffentlichung von hochwertigen Inhalten (und hier vor allem Rezepten zum Nachkochen) über Suchmaschinen viele Besucher zu gewinnen und durch entsprechende Reichweite für Werbetreibende attraktiv zu werden.

Auf Seite 2 ganz unten habe ich dann noch eine bezahlte Werbeanzeige zu diesem Suchbegriff entdeckt. Das heißt, dieser Webseitenbetreiber gibt Geld dafür aus, um Menschen, die „bowl rezepte“ in Google eingeben, auf seine Webseite zu lotsen.

Das würde er nicht tun, wenn er im Nachgang mit diesen Menschen kein Geld verdienen würde. Bezahlte Werbeanzeigen sind somit ein weiterer Hinweis für einen attraktiven Markt.

Bezahlte Google-Anzeige für Buddha-Bowl-Rezepte in den Suchergebnissen
Screenshot vom Juni 2019: Unter den Suchergebnissen steht eine bezahlte Anzeige (rot markiert). Jemand zahlt also Geld, um diese Suchenden zu erreichen.

Was ich jetzt noch zusätzlich machen könnte, ist, meinen Suchbegriff mit Google Translate ins Englische zu übersetzen und mir die relevantesten englischsprachigen Seiten anzusehen. Gesagt, getan: Ich gebe „bowl recipes“ in Google ein und erhalte auch hier ein ähnliches Bild, ohne Überraschungen oder neue Erkenntnisse.

Was mir aber hier auffällt, ist, dass Bilder auf Pinterest weit oben stehen. Ganz nach dem Motto „Das Auge isst mit“ ist das in diesem Bereich offenbar eine wichtige Plattform. Ist notiert.

Was ich daraus lerne: Ich konnte auf den ersten zwei Google-Ergebnisseiten keine digitalen Infoprodukte wie E-Books oder Online-Kurse finden. Es gibt jede Menge frei zugängliche Rezepte. Was ich als potenzieller Interessent und Hobby-Koch aber etwas vermisse, sind nachvollziehbare und echte Anleitungen zum Nachkochen, auch in Videoform, und nicht nur rezeptähnliche Auflistungen in Textform.

Für mich selbst wären schmackhafte Bilder und eine Auflistung der Zutaten zu wenig, um das motiviert nachkochen zu wollen. Ich vermute, dass es auch anderen so geht, und daher bin ich weiterhin guter Dinge, dass mein geplanter Kurs auf Interesse stoßen könnte.

Genau so findest Du übrigens Marktlücken: nicht dort, wo es gar nichts gibt, sondern dort, wo es viel gibt und Dir als Kunde trotzdem etwas fehlt.

1.2 Was gibt es auf Marktplätzen für digitale Infoprodukte?

Digistore24 ist eine der bekanntesten Plattformen für digitale Infoprodukte im deutschsprachigen Raum. Ich öffne also deren Marktplatz und suche nach dem Begriff „bowl“.

Digistore24-Marktplatz mit einem Online-Kochkurs rund um Bowls als Suchergebnis
Screenshot vom Juni 2019: Die Suche nach „bowl“ im Digistore24-Marktplatz liefert genau ein Ergebnis, eine Masterclass als Online-Kochkurs rund um Bowls.

Ich bekomme ein interessantes Ergebnis, nämlich einen Online-Kochkurs rund um Bowls. Im Prinzip genau das, was ich ebenfalls vorhabe. 🙂

Ich möchte nun herausfinden, ob und wie gut sich dieser Kurs verkauft. Dazu sehe ich mir die Popularität an. Das ist eine Kennzahl von Digistore24, die aussagt, wie gut sich ein Produkt im Vergleich zu allen anderen Produkten auf deren Marktplatz verkauft.

Erklärung der Popularität und Verkaufsrang 361 im Digistore24-Marktplatz
Screenshot vom Juni 2019: Der Kurs hatte volle 5 Sterne Popularität und Verkaufsrang 361.

Die Popularität wird hier mit voller Punktezahl bewertet, was heißt, dass sich dieser Kurs auf jeden Fall gut verkauft. Auch hatte der Kurs einen Verkaufsrang von 361. Das war bei damals 5.972 am Marktplatz gelisteten Produkten ein sehr guter Wert und spricht wiederum stark für diesen Kurs beziehungsweise generell für diesen Markt.

Genaue Zahlen brauchst Du dafür nicht: Sterne oder ein Rang zeigen Dir nur, dass sich etwas verkauft.

5972 Ergebnisse im Digistore24-Marktplatz
Screenshot vom Juni 2019: Ohne Suchbegriff zeigte der Marktplatz 5.972 Produkte.

Eine weitere Plattform, um seine digitalen Infoprodukte zu verkaufen, ist Affilicon. Auch auf deren Marktplatz schaue ich mich um, finde aber keine Produkte zum Thema „bowl“.

Produktsuche im Affilicon-Marktplatz nach bowl
Screenshot vom Juni 2019: Die Suche nach „bowl“ im Affilicon-Marktplatz bleibt ohne Treffer.

Auch auf Clickbank, einer der weltweit größten Plattformen für digitale Produkte, finde ich kein Produkt, das sich mit meiner Idee deckt. Bei dem Suchbegriff „bowl“ bekomme ich neben Anleitungen fürs Bowling (also dem Sport mit der Kugel ;-)) zwar auch ein paar Infoprodukte zum Thema „Gesundes Essen“, aber nicht direkt zum Thema „Bowl-Gerichte“.

Clickbank-Marktplatz mit Bowling-Anleitungen als Ergebnis für bowl
Screenshot vom Juni 2019: Auf Clickbank liefert „bowl“ vor allem englischsprachige Bowling-Ratgeber.

Planst Du einen Online-Kurs, lohnt sich zusätzlich ein Blick auf Udemy: Dort siehst Du, ob es zu Deinem Thema schon Kurse gibt und wie viele Bewertungen sie haben.

Was ich daraus lerne: Ich habe ein digitales Infoprodukt gefunden, das sich mit meinem Vorhaben gleicht, nämlich einen Online-Kochkurs mit Bowls, der sich auch noch gut verkauft. Mein Gefühl und meine Sicherheit, in diese Nische zu gehen und hier selbst einen Online-Kurs zu erstellen, werden immer besser.

1.3 Was gibt es auf Amazon?

Wie Du bestimmt weißt, gibt es auf Amazon mittlerweile im Prinzip alles, auch jede Menge Bücher. Und in genau dieser Rubrik schaue ich jetzt nach, was es zum Thema „bowl“ dort gibt.

Sobald ich das Wort eingebe, macht mir Amazon, ähnlich wie Google, sofort Vorschläge von Begriffen, nach denen ebenfalls gesucht wird. So weiß ich zum Beispiel, dass auf Amazon Menschen gezielt nach Büchern zu diesen Themen suchen:

  • „bowls frühstück“
  • „bowls vegan“
  • „bowls abnehmen“

Das sind Lektionen, die ich also ebenfalls in meinem geplanten Online-Kurs behandeln sollte, weil die Nachfrage vorhanden ist.

Amazon-Suchvorschläge in der Kategorie Bücher für bowl
Screenshot vom Juni 2019: Amazon schlägt in der Kategorie Bücher unter anderem „bowls kochbuch“, „bowls frühstück“, „bowls vegan“ und „bowls abnehmen“ vor.

Als Suchergebnis bekomme ich wenig überraschend jede Menge Bücher zu dem Thema.

Amazon-Suchergebnis mit drei Bowl-Kochbüchern und ihren Bewertungen
Screenshot vom Juni 2019: Drei Bowl-Kochbücher mit Bewertungen, das dritte ist als Bestseller markiert.

Alleine die vielen Kundenrezensionen zeigen mir, dass diese Bücher vermutlich recht häufig gekauft werden. Um ein noch besseres Gefühl für die Verkaufszahlen zu bekommen, öffne ich den Bestseller (das 3. Buch im obigen Screenshot) und schaue mir die Produktinformationen genauer an.

Produktinformation eines Bowl-Buchs mit Amazon-Bestseller-Rang 10.093
Screenshot vom Juni 2019: Der Bestseller hatte damals den Amazon-Bestseller-Rang 10.093 in Bücher.

Mit einem Amazon-Bestseller-Rang von Nr. 10.093 heißt das, dass es „nur“ 10.092 Bücher gibt, die sich bei den Millionen von Büchern auf Amazon besser verkaufen als dieses Buch.

Was sagt uns diese Zahl?

Nicht viel, denn wir wissen immer noch nicht, was das in täglichen Verkaufszahlen bedeutet. Exakt weiß das vermutlich nur Amazon und der Buchverkäufer selbst. Auf shopdoc habe ich damals eine Tabelle gefunden, die aufgrund des Verkaufsrangs die Anzahl der täglich verkauften Bücher schätzt:

Tabelle mit geschätzten täglichen Buchverkäufen je Amazon-Rang
Schätztabelle von shopdoc, Stand 2019: Rang 10.000 entspricht rund 2,2 verkauften Büchern pro Tag. Amazon selbst veröffentlicht keine Verkaufszahlen.

Laut dieser Tabelle wurde dieses Buch damals in etwa 2,2 Mal pro Tag verkauft, also rund 66 Mal im Monat. Nimm das als grobe Richtung, nicht als genaue Zahl.

Was ich daraus lerne: Auf Amazon gibt es jede Menge Bücher zu meinem anvisierten Thema. Und diese Bücher verkaufen sich offenbar auch recht gut. Diese Erkenntnis halte ich für sehr wichtig, denn Amazon ist mit seiner enormen Reichweite auf jeden Fall eine verlässliche Quelle.

2. Wie stark ist die Nachfrage?

Die nächste wichtige Entscheidungsgrundlage für oder gegen eine Nische (ein eng umrissenes Thema) ist die Höhe des Suchvolumens, also wie oft im Monat nach einem Begriff gesucht wird. Ich schaue mir also an, nach welchen Begriffen in diesem Bereich gesucht wird und wie oft im Monat.

Dazu gehe ich zunächst auf Ubersuggest und gebe dort meinen Hauptsuchbegriff „bowl rezepte“ ein, um mir weitere Suchbegriffe (Keywords) liefern zu lassen. Mit einem kostenlosen Konto sind dort 3 Suchen pro Tag möglich (Stand Juli 2025, laut Ubersuggest-Hilfe). Für einen ersten Eindruck reicht das.

Ubersuggest mit Keyword-Ideen zu bowl rezepte und Suchvolumen
Screenshot vom Juni 2019: Ubersuggest zeigt zu „bowl rezepte“ Keyword-Ideen mit Suchvolumen, Klickpreis und Wettbewerb.

Ich durchforste im nächsten Schritt alle Ideen und streiche all jene, die für mein Vorhaben keinen Sinn machen. Bereits das Tool Ubersuggest zeigt mir hier in der Spalte „Vol.“ das durchschnittliche Suchvolumen pro Monat an. Bei „bowl rezepte“ standen 9.900, was mich äußerst positiv stimmt.

Dennoch übertrage ich die interessantesten Keywords zusätzlich in den Google Keyword-Planer, um diese Daten quasi gegenzuchecken.

Das ist freiwillig: Der Planer selbst kostet nichts, Google verlangt dafür aber ein Google-Ads-Konto mit hinterlegten Zahlungsdaten (laut Google-Ads-Hilfe). Für eine erste Prüfung reichen die Suchvorschläge von Google.

Google Keyword-Planer mit monatlichen Suchanfragen und Klickpreisen zu bowl rezepte
Screenshot vom Juni 2019: Der Keyword-Planer zeigte für „bowl rezepte“ ebenfalls 9.900 Suchen im Monat, rechts die Klickpreise der Werbetreibenden.

In Summe aller Begriffe komme ich hier auf ein ordentliches monatliches Suchvolumen, die Nachfrage ist also definitiv vorhanden.

In der Spalte „Gebot für obere Position (unterer Bereich)“ sehe ich auch die Klickpreise, die Werbetreibende im Google-Ads-Netzwerk für ein Keyword bezahlen. So kann ich besser einschätzen, für welche Begriffe tendenziell Geld ausgegeben wird und für welche eher nicht.

In Stein gemeißelt sind diese Daten aber nicht. Nur weil hier beim Begriff „bowl rezepte obst“ kein Klickpreis steht, heißt das nicht automatisch, dass Menschen hierfür kein Geld ausgeben würden. Vielleicht bietet derzeit einfach niemand auf diesen Begriff.

Was ich daraus lerne: Alleine nach „bowl rezepte“ suchten damals knapp 10.000 Menschen jeden Monat in Google. Die Nachfrage zu meinem Thema ist also definitiv vorhanden.

Suchvolumen allein reicht nicht. Im Video (1:36 Minuten) erkläre ich Dir den zweiten Faktor: ob die Suchenden auch bereit und in der Lage sind, Geld auszugeben.

PS: Ab wann gilt ein Suchvolumen eigentlich als „attraktiv“ oder ausreichend?

Ich würde als Daumen mal Pi in keinen Markt gehen, wo es weniger als 1.000 Suchanfragen pro Monat im Schnitt gibt. Eine genaue Zahl gibt es aber nicht, und der Grund dafür ist folgender:

Angenommen, Deine Zielgruppe sind Unternehmer, die nachweislich viel Geld haben, und Du verkaufst ein Coaching-Programm, wie sie es schaffen, ihr Unternehmen an die nächste Generation zu übertragen, loszulassen und ihren verdienten Ruhestand in vollen Zügen zu genießen.

Dein Coaching-Programm kostet 2.000 Euro. Und es suchen nur 50 Unternehmer pro Monat danach. Mit zwei Coaching-Kunden pro Monat hättest Du ein nettes Online-Einkommen, was meinst Du?

Wären Deine Zielgruppe Studenten und Du verkaufst ihnen ein E-Book um 9,95 €, wirst Du mit 2 Kunden pro Monat vermutlich nicht glücklich.

Dazwischen liegt vieles. Menschen mit einem konkreten Problem, etwa Schmerzen, zahlen eher als Menschen, die nur neugierig sind.

Du verstehst also, was ich meine?

Ab wann das Suchvolumen für Deine Idee ausreichend ist, hängt also maßgeblich von Deiner Zielgruppe und Deinem Produkt ab. Gerade bei Fachwissen ist ein kleiner Markt mit zahlungskräftigen Kunden oft mehr wert als ein großer mit wenig Geld.

3. Gibt es Besonderheiten?

Nachdem ich das Suchvolumen der wichtigsten Begriffe kenne, möchte ich noch abklären, wie sich die Nachfrage im Jahresverlauf verhält. Es gibt Nischen, in denen die Nachfrage zu bestimmten Jahreszeiten geringer oder überhaupt nicht vorhanden ist.

Ein Beispiel, das mir spontan einfällt, wären Weihnachtskrippen. Im Sommer wird vermutlich kaum jemand danach suchen. Schauen wir uns also an, ob auch „bowl rezepte“ ein saisonales Thema ist.

Ich öffne das kostenlose Tool Google Trends und gebe dort wieder meinen Suchbegriff ein:

Google Trends für bowl rezepte über 12 Monate in Deutschland
Screenshot vom Juni 2019: Google Trends zeigt für „bowl rezepte“ in Deutschland über 12 Monate eine stabile Nachfrage mit einer Spitze zu Jahresbeginn.

Bis auf ein paar normale Schwankungen verhielt sich die Nachfrage über 12 Monate recht stabil, wobei im Januar und Februar eine deutliche Spitze war. Das ist super, denn so kann ich meinen Kurs später das ganze Jahr hindurch verkaufen und muss nicht in schwachen Monaten mit Umsatzrückgängen rechnen.

Dann sehe ich mir noch die Entwicklung meiner Infoprodukt-Idee in den letzten 5 Jahren an, um zu sehen, wie sich die Nachfrage über die Jahre entwickelt hat.

Google Trends für bowl rezepte über 5 Jahre mit steigender Kurve
Screenshot vom Juni 2019: Über 5 Jahre stieg das Interesse an „bowl rezepte“ deutlich an.

Das sieht doch vielversprechend aus! Über die letzten 5 Jahre ist die Nachfrage kontinuierlich gestiegen.

Was ich daraus lerne: Würde ich einen Online-Kurs erstellen, dann kann ich das ganze Jahr hindurch mit einer starken Nachfrage rechnen. Auch die Entwicklung der letzten Jahre zeigt in die richtige Richtung.

Ohne Reichweite testen: Frag Menschen, bevor Du etwas erstellst

Google, Marktplätze und Suchvolumen zeigen Dir, ob es einen Markt gibt. Ob jemand Dir Geld gibt, zeigt Dir nur ein Mensch. Dafür brauchst Du weder Webseite noch Publikum, sondern Menschen, die Du schon kennst.

Im Video (1:31 Minuten) bringe ich es auf einen Satz: Such Dir einen einzigen Menschen und löse sein Problem. Danach weißt Du, ob Deine Idee funktioniert und ob sie Dir Spaß macht.

So gehst Du vor:

  1. Schreib 10 Menschen auf, die das Problem haben könnten: Bekannte, frühere Kollegen, Menschen aus Deinem Berufsverband oder Verein.
  2. Frag nach dem Problem, nicht nach Deiner Idee. Auf „Würdest Du das kaufen?“ sagen die meisten aus Höflichkeit Ja. Besser sind Fragen wie: „Wann hattest Du das Problem zuletzt? Was hast Du schon versucht? Hast Du dafür schon Geld ausgegeben?“
  3. Biete eine kleine bezahlte erste Fassung an, zum Beispiel ein Beratungsgespräch, einen Workshop für drei bis fünf Teilnehmer oder einen kurzen Leitfaden. Fällt Dir das schwer, frag zuerst unverbindlich: „Ich plane einen kleinen Workshop zu [Deinem Thema]. Hättest Du Interesse, wenn er im [Monat] stattfindet?“ Bezahlt wird erst, wenn der Termin steht und Du angemeldet bist.
  4. Werte ehrlich aus. Zahlt mindestens eine Person, hast Du mehr in der Hand als jede Suchvolumen-Zahl. Finden alle Deine Idee „interessant“, aber keiner zahlt, schärfst Du Dein Angebot nach und fragst erneut.

Wie Du auf diesem Weg ohne Publikum zu Deinen ersten zahlenden Kunden kommst, zeige ich ausführlich in Deine ersten zahlenden Kunden gewinnen.

Umfragen oder eine eigene Testseite mit bezahlter Werbung sind auch Wege, eine Idee zu prüfen. Ohne Publikum sind sie aber zweite Wahl: Eine Umfrage beantworten viele aus Höflichkeit positiv, und eine Testseite braucht Besucher, die Du erst mit Werbegeld holen musst.

Drei Dinge, bevor Du loslegst:

  • Nutze für Deine Anfragen keine Adressen aus einer Kunden- oder Patientenkartei, auch nicht aus der Deines Arbeitgebers. Jemanden im persönlichen Gespräch zu fragen, ist etwas anderes. Und notier Dir keine Namen zu Beschwerden: Stichworte ohne Namen reichen für die Auswertung.
  • Für Gesundheits-, Rechts- und Finanzberufe gelten beim eigenen Angebot oft besondere Regeln: was Du bewerben darfst, wann Beratung zur Behandlung wird und was Deine Berufshaftpflicht abdeckt. Frag vor dem ersten Verkauf Deinen Berufsverband oder Deine Kammer.
  • Wer vorab verkauft, verkauft echt: Du lieferst, stellst eine Rechnung und brauchst je nach Land und Tätigkeit eine Anmeldung. Die Regeln für Deutschland und Österreich findest Du in meinem Leitfaden zum Online-Business aufbauen. Ich bin weder Anwalt noch Steuerberater.

So habe ich eine Idee selbst geprüft

Unsere eigenen Kinder wollten ihren Schnuller lange nicht hergeben. Dieses Problem haben viele Eltern, also habe ich es geprüft:

  • Google schlug mir beim Tippen Suchen wie „schnuller abgewöhnen mit 2“, „mit 3“ oder „nachts“ vor.
  • Ubersuggest zeigte mir, wie oft danach gesucht wird.
  • Auf Amazon fand ich Ratgeber mit über 1.000 Bewertungen, also Bücher, die sich tausendfach verkaufen.

Dann habe ich in eineinhalb Tagen eine erste Fassung geschrieben und im Mai 2022 unter Pseudonym auf Amazon hochgeladen. In den eineinhalb Jahren danach hat sie sich 64 Mal verkauft, 11 Mal als E-Book und 53 Mal gedruckt, ohne Werbung und ohne Marketing.

Ein Millionengeschäft ist das nicht, der Preis eines Buchs ist begrenzt. Aber es ist der Beweis, dass Menschen für diese Lösung Geld ausgeben.

Perfekt war die erste Fassung nicht: Ein paar Bewertungen fielen mäßig aus, und mir war klar, dass ich an der Qualität nachbessern muss. Das war der Preis dafür, dass ich nicht wochenlang an etwas geschrieben habe, von dem ich nicht wusste, ob es sich verkauft.

Im Video (22 Minuten) zeige ich jeden dieser Schritte am Bildschirm. Du musst es nicht ansehen: Die wichtigsten Punkte daraus hast Du oben schon gelesen. Wie Du überhaupt vom Alltagsproblem zur Idee kommst, liest Du in Vom Problem zur Online-Business-Idee.

Hier noch einmal alle Prüfungen auf einen Blick, von der schwächsten zur stärksten:

PrüfungWas sie Dir zeigtKostenBeweiskraft
Suchvorschläge bei Google, YouTube, Amazonob Menschen nach Lösungen suchen0 €niedrig
Google Trendsob die Nachfrage übers Jahr hält0 €niedrig
Suchvolumen (Ubersuggest, Keyword-Planer)wie viele Menschen suchen0 €mittel
Marktplätze und Amazonob schon jemand für Lösungen bezahlt0 €mittel
Gespräche mit Deiner Zielgruppewie groß das Problem für echte Menschen ist0 €, nur Zeithoch
Kleine bezahlte erste Fassungob jemand Dir Geld gibt0 €, nur Zeitam höchsten

4. Die Entscheidung

Zeit, eine Entscheidung zu fällen. Hier die wichtigsten Kriterien, anhand derer ich nun entscheide, ob ich einen Online-Kurs erstelle oder mich lieber nach einer anderen Infoprodukt-Idee umsehe.

Aspekte, die dafür sprechen:

  • Es gibt bereits ein Infoprodukt, mit dem Geld verdient wird.
  • Es gibt Mitbewerber, die ihre Webseiten ebenfalls monetarisieren („zu Geld machen“).
  • Es werden kostenpflichtige Google-Ads-Anzeigen geschaltet.
  • Es werden Bücher auf Amazon verkauft.
  • Das Suchvolumen (die Nachfrage) ist ausreichend.
  • Es ist keine saisonale Nische.

Aspekte, die dagegen sprechen:

  • Die Erstellung eines Videokurses ist relativ viel Aufwand.
  • Ich bin unsicher, ob ein Videokurs das richtige Format für diese Zielgruppe ist, weil sie vorwiegend Bücher kauft.
Ampel mit grünem Licht für die Infoprodukt-Idee
Meine Entscheidung für das Bowl-Beispiel: grüne Ampel.

Ich entscheide mich für eine grüne Ampel. Das heißt, ich würde in dieser Nische einen Online-Kurs erstellen. Ich habe mit meiner Recherche sichergestellt, dass Menschen online danach suchen und bereit sind, für Informationen Geld auszugeben.

Es gibt bereits einen Online-Kurs, der sich offenbar gut verkauft. Mit diesem würde ich mich näher befassen und auch mit dem Hersteller Kontakt aufnehmen und um einen Austausch bitten. Mit dem Ziel, vielleicht den einen oder anderen Tipp zu bekommen, was in dem Bereich gut funktioniert und was nicht oder worauf ich bei der Zielgruppe achten muss.

Mit meinem Ideen-Check von heute bekäme das Bowl-Beispiel übrigens Gelb: Die Marktdaten stimmen, aber gesprochen habe ich im Beispiel mit niemandem aus der Zielgruppe. Mein Rat für heute: Bevor Du einen ganzen Kurs aufnimmst, halte ihn zuerst live für ein paar Teilnehmer. Das ist Deine kleine erste Fassung.

Der Ideen-Check für Deine Idee

Jetzt bist Du dran. Beantworte 8 Fragen zu Deiner Idee und Du siehst sofort, ob sie Grün, Gelb oder Rot bekommt, und was Dein nächster Schritt ist.

Wie steht es um Deine Idee?

Antworte ehrlich, auch mit „Weiß nicht“: Genau diese Stellen zeigt Dir der Check danach als offene Punkte.

1. Suchen Menschen aktiv nach Lösungen zu Deinem Thema? (Vorschläge bei Google, YouTube oder Amazon)

2. Gibt es schon bezahlte Angebote dazu, zum Beispiel Kurse, Bücher oder Beratung?

3. Schalten andere bezahlte Anzeigen zu Deinem Suchbegriff?

4. Kann und will Deine Zielgruppe selbst für eine Lösung bezahlen?

5. Ist die Nachfrage übers Jahr einigermaßen gleichmäßig? (Google Trends)

6. Fragen Dich Menschen heute schon um Rat zu diesem Thema?

7. Hast Du Menschen aus Deiner Zielgruppe gezielt zu diesem Problem befragt?

8. Hat schon jemand für genau das Angebot bezahlt oder fest zugesagt, das Du planst (zum Beispiel einen Workshop dazu)?

Deine Antworten bleiben in Deinem Browser: Nichts wird gesendet oder gespeichert.

Wann Dir diese Prüfung nicht weiterhilft

Ich verkaufe Kurse, die Dir beim Umsetzen helfen. Trotzdem sage ich Dir offen: In drei Fällen bringt Dir auch die gründlichste Prüfung wenig.

  • Du suchst ein Thema nur, weil es Geld bringen soll. Die Recherche findet fast immer irgendeinen Markt. Ohne Wissen oder echtes Interesse hältst Du die ersten Monate aber kaum durch. Welches Modell zu Dir passt, zeigt Dir mein Test „Welches Online-Business passt zu mir?“.
  • Du willst die Garantie, dass es klappt. Die liefert keine Prüfung. Sie senkt Dein Risiko, mehr nicht.
  • Du prüfst seit Monaten und fängst nie an. Ab einem gewissen Punkt bringt Dir nur noch ein erster Verkauf Klarheit.

Dein Plan für diese Woche

  1. Gib Deinen Suchbegriff bei Google und Amazon ein und notier Dir die Vorschläge. Nimm dafür die Worte Deiner Kunden, zum Beispiel „Schulter tut weh beim Schlafen“.
  2. Schau auf Udemy und Amazon, was es schon gibt und was Dir als Kunde daran fehlt.
  3. Beantworte die 8 Fragen im Ideen-Check und notier Dir Deine Ampel.
  4. Schreib drei Bekannte an, die das Problem haben könnten, und frag nach dem letzten Mal, als es sie gestört hat.

Egal, welche Ampel Deine Idee bekommen hat: Mein kostenloser E-Mail-Kurs hilft Dir beim Weitermachen. Sieben Tage lang bekommst Du je einen konkreten Schritt, wie aus Deinem Wissen ein Angebot wird.

In meinen E-Mails stelle ich Dir auch mein kostenpflichtiges Angebot vor. Abmelden kannst Du Dich jederzeit mit einem Klick.

Fazit

Eine gute Idee erkennst Du nicht am Bauchgefühl, sondern an zwei Dingen: Menschen suchen nach einer Lösung, und sie geben dafür Geld aus. Das Erste prüfst Du am Rechner, das Zweite in ein paar Gesprächen.

Ich hoffe, Dir mit dieser Anleitung einen nachvollziehbaren Weg zur Validierung Deiner Online-Business-Ideen gezeigt zu haben. Du hast noch keine Idee, die Du prüfen kannst? Dann schau in meinen Vergleich der Online-Geschäftsmodelle.

Falls Dir noch irgendetwas unklar ist oder Du eine Frage hast, dann hinterlasse mir gerne einen Kommentar. Welche Ampel hat Deine Idee bekommen? Ich antworte verlässlich auf alle Fragen und freue mich, von Dir zu hören.

Auf Deinen digitalen Erfolg
Christian

Häufige Fragen zur Ideenvalidierung

Wie kann ich meine Geschäftsidee testen und validieren, ohne Geld auszugeben?

Mit kostenlosen Werkzeugen und Gesprächen. Prüfe die Vorschläge bei Google und Amazon, schau auf Marktplätzen wie Digistore24 und Udemy nach bezahlten Angeboten und sieh Dir in Google Trends den Verlauf an. Danach sprichst Du mit Menschen, die das Problem haben, und bietest eine kleine bezahlte erste Fassung an. Das kostet Zeit, aber kein Geld. Weitere Methoden beschreibt die Gründerplattform der KfW. Für Österreich hat das Gründerservice der Wirtschaftskammer eine Seite zu Chancen und Risiken einer Geschäftsidee.

Was macht eine gute Geschäftsidee aus?

Eine gute Idee löst ein Problem, nach dem Menschen aktiv suchen, und diese Menschen können und wollen dafür bezahlen. Dazu kommt etwas, das oft vergessen wird: Sie muss zu Dir passen. Das gilt für eine Produktidee genauso wie für ein Beratungsangebot: Mit einem Thema, bei dem Du Dich auskennst oder das Dich wirklich interessiert, hältst Du die ersten Monate durch.

Würde überhaupt jemand für mein Wissen bezahlen?

Das findest Du am schnellsten heraus, indem Du fragst. Fragen Dich Kollegen, Freunde oder frühere Kunden schon heute um Rat, ist das ein gutes Zeichen. Biete zwei oder drei von ihnen ein bezahltes Gespräch an. Sagt jemand Ja, hast Du Deinen Beweis.

Wie viel Suchvolumen braucht meine Idee?

Als Faustregel gehe ich ungern in einen Markt mit weniger als 1.000 Suchanfragen im Monat. Eine feste Grenze gibt es aber nicht: Verkaufst Du ein Coaching für 2.000 Euro an Unternehmer, reichen wenige Kunden. Verkaufst Du ein E-Book für 9,95 €, brauchst Du sehr viele.

Was ist, wenn es zu meiner Idee noch gar nichts gibt?

Dann ist das kein Grund, den Kopf in den Sand zu stecken, aber ein Grund, genauer hinzusehen. Prüfe, ob überhaupt jemand nach dem Problem sucht. Findest Du weder Suchende noch bezahlte Angebote, fehlt oft der Markt. Dann hilft ein Gespräch mit Menschen aus Deiner Zielgruppe mehr als jede weitere Recherche.

Wie finde ich Marktlücken?

Nicht dort, wo es gar nichts gibt, sondern dort, wo es viel gibt und trotzdem etwas fehlt. Lies die Bewertungen der Bestseller auf Amazon und schau Dir bestehende Kurse an: Was bemängeln die Käufer? Beim Bowl-Beispiel waren es fehlende Anleitungen zum Nachkochen in Videoform.

Wie finde ich Gesprächspartner, wenn ich keine Reichweite habe?

In Deinem Umfeld. Bekannte, frühere Kollegen, Dein Berufsverband oder Dein Verein reichen für die ersten Gespräche. Adressen aus einer Kunden- oder Patientenkartei sind dafür tabu. Du brauchst keine hundert, für den Anfang genügen zehn.

Darf ich etwas verkaufen, das es noch nicht gibt?

Ja, wenn Du ehrlich sagst, was die Kunden wann bekommen, und es dann auch lieferst. Ein Live-Workshop oder ein Beratungsgespräch ist dafür ideal, weil Du es erst am Termin erbringst.

Für jeden Verkauf brauchst Du eine Rechnung und je nach Land und Tätigkeit eine Anmeldung. Ich bin weder Anwalt noch Steuerberater: Im Zweifel fragst Du beim Finanzamt oder bei der Wirtschaftskammer nach.

Welche kostenlosen Werkzeuge brauche ich?

Für den Anfang reichen diese:

  • die Suchvorschläge bei Google, YouTube und Amazon
  • Google Trends für den Verlauf übers Jahr
  • den Google Keyword-Planer, der nichts kostet, aber ein Google-Ads-Konto mit Zahlungsdaten verlangt
  • Ubersuggest mit 3 kostenlosen Suchen pro Tag (Stand Juli 2025)

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Über den Autor

Christian Költringer

Ich bin Christian Költringer, Gründer von 365digital.de und seit 2008 im Online-Business aktiv. Was 2008 als Nebenprojekt begann, ist seit 2016 mein Hauptberuf, als selbständiger Online-Unternehmer mit Sitz in Salzburg, Österreich.

Ich erstelle und vermarkte digitale Produkte: Online-Kurse, E-Books, Mitgliedschaften. Meine Leser sind meist zwischen 45 und 65 Jahre alt. Menschen, die ein stabiles Online-Einkommen aufbauen wollen, ohne auf Versprechen hereinzufallen, die nie gehalten werden. Ich glaube, dass Online-Business Spaß machen darf und dass die meisten Gurus mehr versprechen, als sie halten können.

  • Hi Christian,

    mir gefällt deine Seite und dein Schreibstil. Wo veröffentlichst du eigentlich deine eBooks? Hauptsächlich bei amazon? Nutzt du hierfür Pseudonyme?

    Viele Grüße
    Andreas

    • Hi Andreas,

      danke für Deinen Kommentar!

      Meine E-Books verkaufe ich in erster Linie über meine eigenen Webseiten und zusätzlich auch über Amazon, ja. Weitere Plattformen oder Kanäle nutze ich aber nicht. Und wenn es das Thema verlangt, dann arbeite ich auch mit Pseudonymen. Aber ich veröffentliche E-Books natürlich auch in eigenem Namen, wenn es zu mir und meiner Expertise passt. 🙂

      Viele Grüße
      Christian

  • Entscheidung betreffend:

    Wie viele Aspekte, die dafür sprechen, müssen es für die Entscheidung denn sein? Reichen schon zwei oder drei, die grün sind. Bei Deinem o.g. Beispiel sind es 6 grüne Aspekte.

    • Hallo Dani,

      danke für Deine Frage!

      Die beiden wichtigsten Faktoren, die erfüllt sein müssen sind folgende:

      1. Ausreichendes Suchvolumen. Gibt es Leute, die aktiv nach Lösungen und Produkten suchen und das in ausreichender Anzahl? Aus meiner Sicht sollte es immer mindestens 1.000 Suchanfragen pro Monat sein, wobei das wiederum von einigen Faktoren abhängt.

      2. Steckt eine Kaufkraft hinter dem Suchvolumen. D.h. sind Leute bereit, für Lösungen und Produkte Geld auszugeben? Oder anders gesagt: Gibt es bereits Lösungen und Produkte, die VERKAUFT und GEKAUFT werden?

      Also eine Nachfrage und kaufkräftige Zielgruppe sind die beiden wichtigsten Faktoren einer lukrativen Business-Idee. Sind die anderen Faktoren auf rot, dann es das nicht so tragisch. 🙂

      LG
      Christian

  • Hallo Christian,
    tatsächlich überlege ich auch händeringend ein Online- Business zu starten. Tatsächlich möchte ich eine junge, wilde online- Kochschule auf die Beine stellen. Auch wenn der Suchbegriff Online- Kochschule auf wenig Resonanz stößt, so sind die Suchbegriffe für die jeweiligen Rezepte ein voller Treffer. Meine Frage: Bei all dem gratis Material über Rezepte- Seiten und kostenlosen Lernvideos- Hat man dennoch eine Chance etwas zu erschaffen wofür Leute bezahlen? Der Markt scheint mir schon zu sehr abgegrast zu sein.
    Würde mich über eine Antwort sehr freuen.
    Daniel

    • Hallo Daniel,

      vielen Dank für Deinen Kommentar!

      Ob und wie viel es an kostenlosen Material schon gibt, spielt keine große Rolle. Es gibt quasi in jedem Markt und in jeder Nische schon kostenlose und öffentlich zugängliche Informationen. Menschen, die digitale Produkte wie E-Books und Online-Kurse kaufen, wollen sich eben diese teils widersprüchlichen Informationen nicht selbst zusammenstückeln und dann ein großes Ganzes bilden, um ihr „Problem“ zu lösen. Sie möchten, dass genau das schon jemand vor ihnen gemacht hat und alle nötigen und funktionierenden Informationen zentral und einfach „konsumierbar“ aufbereitet hat. Am besten noch gepaart mit persönlichen Erfahrungen und persönlichen Erfolgsstorys. Diese Leute kaufen digitale Infoprodukte und es gibt Millionen davon. 🙂 Selbst wenn es schon viel Wettbewerb gibt, ist das in der Regel ein gutes Zeichen. Das heißt ja nur, dass der Markt attraktiv ist und darin Geld umgesetzt wird. Wichtig ist nur, dass die Nachfrage groß genug ist (Suchvolumen) und Du Dich vom Wettbewerb abhebst und Dich richtig (anders) positionierst als andere. Zum Beispiel über eine besondere Erfahrung, die Du gemacht hast, einen Benefit, den Du geben kannst oder Deine persönliche Story. Es gibt viele Wege und hier heißt es oft auch kreativ zu sein oder quer zu denken. 🙂

      Ich hoffe, meine Antwort hilft Dir und nimmt Dir auch Zweifel (die Du nicht haben musst ;-))?

      Liebe Grüße
      Christian

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