Christian Költringer, Autor bei Online Geld verdienen mit digitalen Infoprodukten

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AnswerThePublic Erfahrungen

Wie Du mit AnswerThePublic Deinen Blog-Traffic um 147 % steigerst

  • 24. November 2022

Wie Du mit AnswerThePublic Deinen Blog-Traffic um 147 % steigerst

AnswerThePublic Erfahrungen

Es gibt Millionen von Blogs und Webseiten da draußen - wie kannst Du also aus der Masse herausstechen?

Und es schaffen, dass Dir Google & Co die richtigen Besucher schickt?

In diesem Beitrag möchte ich Dir zeigen, wie Du die Plattform AnswerThePublic nutzen kannst, um genau das zu schaffen und mehr zielgerichteten Traffic zu generieren.

Aber alles der Reihe nach.

Kennst Du die Webseite Quora?

Quora hat über 130 Millionen Besucher pro Monat weltweit.

Traffic von Quora weltweit

Quelle: ahrefs.com

Nicht übel, oder?

Das Besondere an Quora ist, dass Du dort im Prinzip die Antwort auf jede beliebige Frage findest.

Beispiele gefällig?

Ich habe auf Quora folgende doch ungewöhnliche Frage gestellt: "Worin hat Elon Musk versagt?"

Und eine Antwort bekommen.

Frage an Quora - worin hat Elon Musk versagt

Auch wenn man Google genau diese Frage stellt, bekommt man an erster Stelle die Antwort auf Quora angezeigt.

Google-Suche - worin hat Elon Musk versagt

Oder hier.

Ich habe Google gefragt: "Können Ärzte sich selber krankschreiben?"

Und wieder ist der erste Treffer eine Antwort, die jemand auf Quora gegeben hat.

Frage an Google - können sich Ärzte selber krankschreiben

Die Sache ist die: Wir Menschen stellen Fragen! Jeden Tag.

Und damit meine ich nicht, dass wir ein oder zwei Wörter in den Google-Suchschlitz eingeben (wie: "geld verdienen"), sondern ganze und vollständig ausformulierte Fragen stellen (wie: "Kann man als Rentner noch online Geld verdienen?") .

So wurde in einer Analyse von 306 Millionen Keywords herausgefunden, dass 14.1 % aller Google-Suchanfragen in Form einer kompletten Frage gestellt werden.

Immerhin hat Google pro TAG etwa 3,5 Milliarden Suchanfragen zu bewältigen (Quelle). 14,1 % davon sind immerhin noch fast 500 Millionen.

Also jede Menge Menschen, die täglich Antworten auf ihre Fragen suchen, was meinst Du?

Und wenn Du alle diese Fragen beantworten könntest, dann könntest auch Du als Blogger Millionen von Besucher gewinnen, so wie Quora.

Aber vermutlich kannst und willst Du nicht alle diese Fragen beantworten. Das verstehe ich! 😉

Stattdessen solltest Du versuchen, die Fragen zu beantworten, die Menschen in Deiner Nische haben, also die Fragen Deines Zielpublikums.

So kannst auch Du ein Stück von diesem großen Traffic-Kuchen abhaben. 🙂

Ich zeige Leuten zum Beispiel, wie sie sich mit dem Verkauf digitaler Infoprodukte ein wertebasiertes und nachhaltiges Online-Business aufbauen können.

Und eine der häufigsten Fragen, die ich dazu gestellt bekomme, lautet: "Mit welchen monatlichen Kosten muss ich für ein digitales Online-Business rechnen?"

Ich habe diese Frage hier beantwortet.

Wenn ich also möglichst alle Fragen meiner Interessenten und Kunden beantworte, dann hilft ihnen das weiter, baut Vertrauen auf und bringt sie mit mir in Verbindung.

Aber die eigentliche Frage lautet: Wie findest Du heraus, welche Fragen die Leute in Deiner Nische stellen?

Und hier kommt AnswerThePublic ins Spiel.

AnswerThePublic Startseite

Was ist AnswerThePublic?

AnswerThePublic ist ein beliebtes Online-Tool zum Finden von Suchbegriffen und vollständigen Fragen, die Leute zu bestimmten Themen in den Google-Suchschlitz eingeben.

Gib einfach das Thema Deiner Webseite oder Deines Produktes ein und AnswerThePublic liefert Dir jede Menge Fragestellungen, die Menschen im Zusammenhang mit Deinem Thema haben.

Ein Beispiel.

Angenommen, Du betreibst ein Online-Projekt zum Thema "Brot backen". Dann gibst Du "Brot backen" in den Suchschlitz ein.

Frage-in-AnswerThePublic-eingeben

Und bekommst als Ergebnis jede Menge Fragen geliefert, die Leute zu diesem Thema haben und auch tatsächlich so stellen.

AnswerThePuplic-Antworten-Brot-backen

Die Fragen kannst Du Dir auch als alphabetisch sortierte Liste anzeigen lassen (DATA) oder die Visualisierung der Fragen als PDF-Datei downloaden (DOWNLOAD IMAGE).

AnswerThePublic-Fragen-als-Grafik-downloaden

Ist AnswerThePublic kostenlos?

Nein, aber Du kannst nach ein paar Begriffen kostenlos suchen, wie AnswerThePublic auf der Preisübersichtsseite sagt. Und das ist auch so. 🙂

AnswerThePublic-Kosten

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es nicht schaden kann, wenn Du Dich zuerst bei AnswerThePublic anmeldest und dort ein Konto erstellst.

Wie jede andere Plattform auch, wollen die natürlich Deine Kontaktdaten, belohnen Dich in der Regel dafür aber auch mit mehr Suchmöglichkeiten, also "Win Win". 🙂

Die reine Kontoerstellung und Nutzung für eine Handvoll Begriffe (ich kenne keine genaue Zahl) ist kostenlos.

Dir entstehen erst Kosten, sobald Du einen entsprechenden Plan buchst, was Du aber nicht zwingend musst. Hab ich auch nicht getan.

So erstellst Du ein AnswerThePublic-Konto.

Klicke auf der Startseite oben rechts auf Sign In.

Bei-AnswerThePublic-anmelden

Dann in der Anmeldemaske unten auf Register here.

Bei-AnswerThe-Public-anmelden

Dort gibst Du dann Deine Daten ein und bald darauf erreicht Dich die Willkommensmail von AnswerThePublic und NP Digital, die Firma hinter der Plattform.

AnswerThePublic-Willkommensmail

Die 6 Schritte, um mit AnswerThePublic mehr Blog-Traffic zu generieren

1. Gib Deine(n) Begriff(e) ein

Gib in den Suchschlitz ein Stichwort ein, dass Deine Branche am besten beschreibt oder eng mir Deiner Branche verbunden ist.

Ein einzelnes Wort oder maximal zwei Wortphrasen liefern die besten Ergebnisse. Gib also übergeordnete Themen ein, keine zu spezifischen Suchbegriffe.

Beispiele:

  • Wenn Du anderen dabei hilfst, neue Kunden für ihr Geschäft zu gewinnen, dann gibst Du das Wort "Neukunden" ein.
  • Wenn Du anderen zeigst, wie sie bessere Fotos schießen können, dann gibst Du das Wort "Fotografieren" ein.

2. Die beliebtesten Fragen

AnwerThePublic wirft Dir dann die beliebtesten Fragen aus, die zu Deinen Begriffen im Internet gestellt werden.

Nicht nur das.

Das Tool zeigt Dir auch, welche Fragen besonders häufig gestellt werden und welche weniger oft bzw. ordnet die Fragen nach verschiedenen Rubriken.

Hier zum Beispiel nach der Rubrik "Vergleiche".

AnswerThePublic-Fragen-Vergleiche

Auch ist zu beachten, dass die Fragen nach Beliebtheit sortiert werden. Die empfohlenen Fragen sind also in der Regel die beliebtesten und werden Dir am Ende den meisten Traffic bringen. 🙂

3. Google alle relevanten Fragen

Nimm alle Fragen, die für Dich und Dein Projekt relevant sind und gib sie nacheinander in Google ein.

Schau Dir dann die Webseiten an, die Google zur jeweiligen Frage auf den ersten 10 Positionen anzeigt. Aktuell liefern diese Webseiten die besten Antworten zu diesen Fragen, ansonsten würde sie Google nicht soweit oben ranken.

Schau Dir dort an, was Du gut findest und was Du besser oder anders machen würdest.

Ja, das ist etwas Aufwand, lohnt sich aber, denn so bekommst Du ein Gefühl dafür, welche Antworten sich "Suchende" zur jeweiligen Frage erwarten.

4. Erstelle eigene Inhalte

Beginne jetzt eigene Inhalte zu erstellen, die diese Fragen beantworten.

Aber achte darauf, dass jede Frage anders ist und nicht gleichermaßen beantwortet werden kann.

Wenn ich frage, wie alt Arnold Schwarzenegger ist, dann reicht als Antwort vermutlich ein Zweizeiler mit seinem Geburtsdatum und ein paar demographischen Daten.

Frage ich hingegen nach Arnolds Werdegang vom "normalen" Jungen aus der Steiermark bis zum US-Politiker, werde ich inhaltlich etwas weiter ausholen müssen.

Orientiere Dich also daran, was die Konkurrenz macht. Aber kopiere natürlich nicht einfach, sondern lass Dich inspirieren und versuche, die bereits vorhandenen Antworten zu übertrumpfen.

5. Einzelne Blog-Beiträge

Erstelle eigenständige Blog-Beiträge, um möglichst viele "Deiner" zielgruppenrelevanten Fragen zu beantworten.

Fragen, die mit wenigen Worten beantwortet sind, kannst Du auch in einem Blog-Beitrag zusammenfassen, zum Beispiel in einem FAQ-Bereich.

Für Fragen, die jedoch eine ausführlichere Antwort erfordern, würde ich jeweils eigene Blog-Beiträge mit eigenen Überschriften, Bildern und Inhalten erstellen.

Jeder einzelne Beitrag wird Dir vermutlich keine riesigen Besuchermassen bringen, wenn Du aber irgendwann Hunderte oder gar Tausende Fragen in teils eigenen Artikeln beantwortest, wirst Du Dich vor Traffic vermutlich kaum mehr retten können.

Die Summe macht hier die Musik! 🙂

Vielleicht wirst Du damit Deinen Blog-Traffic um 147 % steigern, vielleicht aber auch nur um 50 %. Am Ende sind das nur Zahlen, die nicht wichtig sind.

Wichtig ist, dass Du damit eine funktionierende Strategie hast, wie Du mit überschaubarem Aufwand zielgerichtete Besucher auf Deine Webseite bekommen und Dir so nach und nach einen Trafficstrom aufbauen kannst, den Dir so schnell niemand mehr nehmen kann. 🙂

6. Wiederholung

Wiederhole diesen Vorgang mit anderen Begriffen.

Gib andere, ebenso themenrelevante Begriffe in den AnswerThePublic Suchschlitz ein und starte den gleichen Prozess erneut.

In meinem Fall, als jemand der anderen zeigt, wie sie sich ein wertebasiertes und nachhaltiges Online-Business mit der Erstellung und dem Verkauf digitaler Produkte aufbauen können, könnten das Begriffe sein wie:

Welche Begriffe passen zu Deinem Thema?

Welche AnswerThePublic Alternativen gibt es?

Zum einen gibt es natürlich ähnliche Keyword-Tools, die ebenfalls zu bestimmten Themen Suchbegriffe anzeigen, wenn auch vielleicht nicht als vollständige Frage formuliert.

Hier ein paar typische Keyword-Tools:

Zum anderen gibt es aber auch Wege und Möglichkeiten, um durch eigenständige Recherche auf die "heißesten" Fragen der eigenen Zielgruppe zu kommen.

Allerdings mit etwas mehr Aufwand.

Nehmen wir zum Beispiel Amazon.

Wenn Du dort nach Büchern zu Deinem Thema suchst und Dir die Rezensionen der Kunden anschaust, dann kannst Du ebenfalls Fragen herauslesen, die Leute in Deinem Bereich haben.

Wenn jemand ein Buch liest und darin nicht die Antworten auf alle seine Fragen gefunden hat, dann wir er das in seiner Rezension bemängeln.

Hier zum Beispiel hat jemand ein Buch zum Thema "Abnehmen in den Wechseljahren" gekauft und dann folgende Rezension hinterlassen.

Feedback-Amazon-Rezension

Leute, die sich dafür interessieren, wollen also genau wissen, wann sie was essen sollen, wenn sie in den Wechseljahren abnehmen wollen. Gute Frage! 🙂

Das Gleiche gilt für die zweitgrößte Suchmaschine der Welt, YouTube.

Auch hier sind die Kommentare unter den Videos oft eine Goldgrube für Fragen, die die Leute stellen.

Hier hat sich zum Beispiel jemand ein Video angesehen, in dem es darum geht, wie man reich werden kann und unter dem Video folgende Frage gestellt.

youtube-kommentar-frage

Spannend, oder?

Du siehst also, es muss nicht immer irgendein Tool sein, um etwas über die eigene Zielgruppe herauszufinden, aber um eine Abkürzung zu gehen und Zeit zu sparen, sind Tools wie AnswerThePublic auf jeden Fall sehr wertvoll. 🙂

Kennst Du die wichtigsten Fragen Deiner Zielgruppe oder hast Du sie auf Deiner Webseite sogar schon beantwortet?

AppSumo Erfahrungen

1 Jahr auf Appsumo! Meine Erfahrungen, Verdienste und Ratschläge…

  • 22. November 2022

1 Jahr Verkäufer auf AppSumo! Meine Erfahrungen, Verdienste und Ratschläge...

AppSumo Erfahrungen

Eckdaten zu AppSumo:

  • Über 500.000 monatliche Besucher über Google.
  • Über 1,2 Millionen Selbstständige, die der Plattform vertrauen.
  • Die Möglichkeit, dort seine eigene Software, Online-Kurse und E-Books zu verkaufen und sofort einem Millionenpublikum zu präsentieren.

Grund genug für mich, die Plattform für Tools aller Art und günstige Deals zu testen, dort mein eigenes E-Book hochzuladen und zu schauen, wie viel ich dort in einem Jahr verdienen kann.

Und dass, ohne selbst auch nur eine Sekunde die Werbetrommel zu rühren, sondern einfach darauf zu vertrauen, dass die riesige AppSumo-Reichweite schon für Verkäufe sorgen wird. 🙂

Doch wie viel habe ich auf AppSumo in einem Jahr wirklich verdient, lohnt sich das Ganze überhaupt und welche Stolpersteine gab es?

In diesem Erfahrungsbericht erfährst Du es.

Aber alles der Reihe nach...

Was ist AppSumo eigentlich?

AppSumo* ist eine amerikanische Plattform (also englischsprachig), auf der Selbstständige Tausende von Tools und Materialien finden, die ihnen den Arbeitsalltag erleichtern und ihr Business vorantreiben sollen.

Ziel der Plattform ist es laut eigener Aussage, teils teure Software auch "normalen" Solopreneuren ohne riesiges Budget zugänglich zu machen und zwar, in dem sie mit (bekannten) Herstellern wie Evernote, Mailchimp oder auch Depositphotos spannende Deals eingehen.

AppSumo spricht daher drei unterschiedliche Zielgruppen an:

  1. Große Tool- und Software-Hersteller aus den unterschiedlichsten Bereichen, die die enorme Reichweite der Plattform nutzen möchten, um ihre Produkte bekannter zu machen und mehr Kunden zu gewinnen.
  2. Selbstständige, die auf der Suche nach Tools und Anleitungen sind, die sie bei verschiedenen Aufgaben (Marketing, Produktivität, SEO, ...) unterstützen und dabei Geld sparen wollen.
  3. Kleine "Haus & Hof" Programmierer, E-Book-Autoren und Online-Kurs Ersteller, die ihre Produkte dort hochladen und hoffen, dass die Plattform für viele Käufer sorgt, weil sie selbst zu faul sind, um sich um die Vermarktung zu kümmern.

Ich zähle mich zu Letzteren. 😉

Was hat mich an AppSumo so gereizt?

Kurzantwort: Die Möglichkeit, mein E-Book mit nur wenigen Klicks hochzuladen und sofort über einer Million potenzieller Käufer vor den Latz zu knallen! 🙂

Und ich denke, dass viele Ersteller digitaler Infoprodukte insgeheim nach einem schnellen und einfachen Weg suchen, wie sie ihr "Zeugs" verkauft bekommen, ohne sich selbst groß ums Marketing kümmern zu müssen.

Wer nicht, sucht irgendwie ständig nach einer Abkürzung, nach einem Weg zu schnellem Erfolg? Auch Du? 😉

Und da ich gerne Dinge ausprobiere und somit oft den Vorreiter spiele, wollte ich auch hier die Probe auf Exempel machen und mir selbst (und Dir) die Frage beantworten: Kann man auf AppSumo ein digitales Produkt hochladen, sich zurücklehnen und dem Bankkonto beim Wachsen zusehen?

Gleich kennst Du die Antwort. 🙂

Aber es gab noch einen weiteren Grund.

Siehe hier:

AppSumo Black Friday Einladung

Wir schreiben November 2021.

AppSumo ruft auf, in Summe 1.000.000 $ in Leute zu investieren, die sich dazu entscheiden, ihre digitalen Produkte auf der Plattform neu zum Kauf anzubieten. Wow!

Hier war der AppSumo-Deal für den Black Friday 2021.

  • Die ersten 400 Hersteller, die ihre digitalen Produkte auf AppSumo einstellen, erhalten jeweils 1.000 $.
  • Für den nächsten 2.000 Produkte, die auf der Plattform online gehen, gehen jeweils 250 $ an die Hersteller.
  • Unter 10 AppSumo-Verkäufern, die ihre digitalen Produkte für die "Black Friday Promo" zur Verfügung stellen, werden 10.000 $ verlost.

Natürlich wurde jedes eingereichte Produkt zunächst überprüft und musste anschließend erst freigegeben werden, um sich für eine Auszahlung zu qualifizieren.

Jetzt hieß es also schnell sein und mit den Dollarzeichen in den Augen machte ich mich an die Arbeit. 😉

Um es kurz zu machen...

Für die ersten 400 Creator war ich zu langsam, bei den nächsten 2.000 war ich aber am Start, sodass mir AppSumo tatsächlich die zugesagten 250 $ überwies. So einfach kann Geld verdienen im Internet sein - juhu! 😉

Erste AppSumo Auszahlung erhalten

Wie ich mein E-Book "AppSumo tauglich" gemacht habe

In all der Euphorie hab ich etwas vorgegriffen, sorry!

Denn die Sache war die: Mein E-Book war natürlich auf Deutsch und bis es soweit war, das englischsprachige Publikum auf AppSumo zu bedienen, war noch einiges an Arbeit nötig.

Eine englische Übersetzung musste her.

Mein E-Book hat allerdings über 160 Seiten und jetzt einen professionellen Übersetzer zu beauftragen, war mir zu teuer für einen "AppSumo-Test".

Daher habe ich folgendes gemacht.

1. Ich habe die Übersetzungssoftware deepl.com genutzt, um das E-Book maschinell übersetzen zu lassen.

Auf DeepL ganze Dateien übersetzen

Das Ergebnis: Sehr gut, aber nicht perfekt! 🙂

Um komplette Dokumente wie mein PDF E-Book zu übersetzen, habe ich die kleinste Pro-Version für etwa 72 € pro Jahr gebucht. Einzelne Texte kann man auch kostenfrei übersetzen lassen.

2. Dann habe ich in der Facebook-Gruppe "Remote Jobs für Digitale Nomaden DACH" einen Aufruf gestartet, dass ich jemanden suche, der mir die englische Übersetzung Korrektur liest. 

Hier mein Post.

Facebook Post zum Suchen eines Lektors

Wahnsinn!

Ich glaube innerhalb eines Tages haben sich an die 15 Leute bei mir gemeldet, die den Job für mich übernehmen wollten. Diese Facebook-Gruppe ist also ein guter Tipp für Aufträge dieser Art. 🙂

Am Ende habe ich mich mit Birgit auf eine Einmalzahlung von 200 € geeinigt, was ok war.

Korrekturlesen-Angebot-Facebook-Messenger

3. Und schon hatte ich eine professionelle, englische Version meines E-Bookinators in Händen, die bereit dazu war, auf AppSumo Tausende Herzen höher schlagen zu lassen. 😉

Lektorat-uebersetztes-E-Book-Mail

Wie ich mein E-Book auf AppSumo hochgeladen und "durchgeboxt" habe

Wie gesagt, bin ich dem Aufruf von AppSumo gefolgt und habe dort im Zuge des "Black Friday Funds" Ende Oktober 2021 ein Konto eröffnet.

Einfach die AppSumo-Seite für Verkäufer* aufgerufen, auf "Start selling" geklickt und los ging die wilde Fahrt.

AppSumo Konto eröffnet

Nach der Anmeldung, die selbsterklärend ist, bekam ich die Zugangsdaten zu meinem Partnerportal.

Unter Listings > + List new product habe ich dann ein neues Produkt angelegt und mein E-Book eingereicht.

Auf AppSumo ein neues Produkt listen

Das geht ziemlich schnell und unkompliziert.

Man muss nur nach genauer Vorgabe ein paar Daten und Details zum Produkt ausfüllen, ein paar Produktbilder hochladen, die Produktart und einen Themenschwerpunkt festlegen und das war's.

AppSumo Produktbeschreibungsmaske

Hat man alles ausgefüllt (dauert etwa 10 Minuten), dann kann man das Produkt zur Überprüfung einreichen.

Jetzt hieß es warten auf grünes Licht oder eine rote Ampel! 🙂

Schon zwei Tage nach meiner Einreichung erhielt ich folgende E-Mail von AppSumo.

AppSumo Listing abgelehnt

Sie lieben mich zwar, sind aber der Meinung, dass mein E-Book nicht so gut zum AppSumo Marktplatz passt. Autsch! 🙁

Natürlich tut es das und von so einer automatisierten E-Mail lass ich mich nicht abschrecken. 🙂

Im Partnerportal gaben sie als Grund an, dass sie der Meinung sind, dass ich in meinem E-Book Inhalte von externen Quellen verwendet habe, die sie bei einer Recherche gefunden haben.

Das wollte ich genauer wissen! So habe ich nachgehakt und folgende E-Mail gesendet.

Meine-E-Mail-an-Appsumo

Hier die Übersetzung meiner Mail:

Vielen Dank für Ihre Antwort!

In Ihrer Ablehnungsnotiz sprechen Sie von externen Quellen in meinem Material (e-book).

Das kann ich nicht nachvollziehen.

Welche externen Quellen sind das? Haben Sie URLs für mich?

Vielen Dank für Ihr Feedback und alles Gute,
Christian Költringer

Das hat gesessen! 😉

Kurze Zeit später bekam ich folgende Mail.

Mein Produkt auf AppSumo genehmigt

Mein Produkt wurde freigegeben! Und auch im AppSumo Partnerportal die Bestätigung, dass mein E-Book genehmigt wurde. 🙂

AppSumo genehmigt mein E-Book im Partnerportal

Ich hatte also jetzt mein digitales Produkt auf einer Plattform online, die von einer halben Million Leuten im Monat gestürmt wird und scheinbar über eine Million Mitglieder hat. Holla die Waldfee! 🙂

Jetzt hieß es Warten auf erste Verkäufe.

Da ich ja selbst bewusst kein Marketing machen wollte, stand jetzt meinem Plan, ohne großen Aufwand über Nacht reich zu werden, nichts mehr im Wege! 😉

Wie viel ich in einem Jahr auf AppSumo verdient habe...

Direkt noch im November 2021 gab es drei Verkäufe meines E-Books.

Verdienst: 40,49 $

AppSumo Einnahmen November 2021

Und auch die Auszahlung erfolgte verlässlich.

Zweite AppSumo Auszahlung

Ich hatte also Blut geleckt und mich entschlossen, noch zwei weitere E-Books hochzupumpen.

Meinen E-Mail-Marketing Guide und meine 25 besten Möglichkeiten, um 2022 online Geld zu verdienen.

Zwei weitere Produkte auf AppSumo gelistet

Und als ich eines Tages durch meinen Facebook Feed surfte, entdeckte ich folgende Werbeanzeige.

AppSumo Facebook-Ad für mein Produkt

AppSumo hat also meinen E-Bookinator mit bezahlten Anzeigen auf Facebook beworben. Geil! 🙂

Mit Erfolg! Weitere Verkäufe kamen hinzu.

Weitere AppSumo Sales

Und auch die beiden anderen E-Books fanden erste Käufer und generierten erste Einnahmen. Schien also ein Selbstläufer zu sein! 🙂

Doch dann der Schock im Juli 2022!

Folgende Mail erreichte mich.

Schock - AppSumo Listing deaktiviert

AppSumo war plötzlich Deiner Meinung, dass meine beiden E-Books "Der E-Bookinator" und mein "Online Geld verdienen Report 2022" nicht mehr ihren Qualitätsrichtlinien entsprechen und haben daher das Listing der beiden Produkte deaktiviert. Auweia! 🙁

Und das, obwohl beide E-Books qualitativ hochwertig sind und einen echten Mehrwert liefern.

Mit einem Schlag haben sie mir meine neue Einnahmequelle "AppSumo" wieder genommen - wie kann man nur so gemein sein? 😉

Aber daran sieht man sehr schön, wie gefährlich es sein kann, sich in Abhängigkeit einer Plattform zu begeben, die man selbst nicht kontrollieren kann.

Ich bin heilfroh, dass AppSumo nur ein "Experiment" für mich war und weiterhin ist und ich meine digitalen Produkte seit vielen Jahren auf meiner eigenen Webseite in meinem eigenen E-Mail-Funnel verkaufe und somit nicht von den Eigenheit externer Plattformen abhängig bin.

Und genau das empfehle ich auch Dir: Bau von Anfang an auf Deinem eigenen Land! 🙂

Nun gut.

Mein drittes E-Book - mein E-Mail-Marketing Guide - ist ja nach wie vor online und spült immer wieder mal ein paar Dollar in die Kasse. So wie letztens im Oktober diesen Jahres und vor ein paar Tagen im November.

aktuelle-appsumo-verdienste

Wie viel habe ich also jetzt in Summe in dem einen Jahr auf AppSumo verdient?

In Summe und die Einmalzahlung für das Einstellen meines ersten E-Books mit eingerechnet waren es 707,90 $ (aktuell etwa 682 €), was im Schnitt etwa 59 $ pro Monat (= ca. 57 €) entspricht.

Dem gegenüber stehen 272 € an Ausgaben für deepL Pro und das Korrekturlesen der Übersetzung. Die zwei anderen E-Books habe ich selbst korrekturgelesen. 🙂

Macht also bislang einen Gewinn von etwa  400 €. Alles, was noch hinzu kommt, ist Reingewinn, da ich keine Ausgaben mehr habe und auch keine Zeit mehr investiere.

Nicht übel und ziemlich passiv finde ich! 🙂

Und was, wenn ich 10 oder noch mehr E-Books auf AppSumo verkaufe?

Solltest Du jetzt selbst Dein digitales Produkt auf AppSumo verkaufen?

Das kommt darauf an.

Zunächst würde ich Dir empfehlen, Deinen Fokus darauf zu legen, Dein digitales Produkt auf Deiner eigenen Webseite zu verkaufen, plattformunabhängig.

Das ist zwar zu Beginn mühsamer und aufwendiger, weil Du Dich um alles selbst kümmern musst, vor allem um die Technik, den Verkaufsprozess und das Marketing. Langfristig ist das aber bestimmt der smartere Weg, weil Du alles selbst in der Hand hast (auch die Höhe Deines Verdienstes) und Dich in keine "gefährliche" Abhängigkeit begibst.

Wenn Du aber Zeit und Lust hast, dann kannst Du Dir auf AppSumo bestimmt auch eine weitere, kleine Einkommensquelle erschließen, wenn Du Deine ohnehin vorhandenen Produkte auf Englisch übersetzt und dort anbietest.

Aus meiner Sicht aber nur, wenn das Thema Deines Produktes zur AppSumo-Zielgruppe passt.

Wie gesagt, tummeln sich dort hauptsächlich Selbstständige, die auf der Suche nach Dingen sind, die ihr Business vereinfachen oder vorantreiben. Mit einem Hunderatgeber wirst Du hier also auf keine Gegenliebe stoßen und von AppSumo bestimmt auch nicht "durchgewunken".

Auch bin ich der Meinung, dass Online-Kurse und E-Books nicht das ideale Produktformat für AppSumo sind, sondern eher Software und Tools. Wenn Du also Programmierer bist und ein hilfreiches Keyword-Tools entwickelt hast, für das Du jetzt Kunden suchst, dann "go for it"! 🙂

Die AppSumo-Nutzer sind vor allem auf der Suche nach lukrativen Software-Deals und Tool-Schnäppchen.

Und die gibt es haufenweise.

So habe auch ich vor ein paar Tagen beim AppSumo Black Friday 2022 zugeschlagen und mir diesen Depositphotos Deal* gesichert.

AppSumo-Depositphotos-Deal-2022

Depositphotos ist ein Bilder- und Videoportal und mit dem AppSumo Deal bekam ich 100 Bilderdownloads für einmalig nur 35 $. 🙂 Normalerweise würden 100 Bilder an die 300 € kosten.

Auch für Happyscribe, einer Plattform zum Transkribieren von Audios und Videos, gab es einen AppSumo-Deal*, den ich mir gesichert habe.

So kann ich dort Lifetime jeden Monat Audios und Videos bis zu einer Länge von 2 Stunden kostenfrei transkribieren lassen und sollte ich einmal mehr Stunden benötigen, bekomme ich als "Sumolinger" 50% Rabatt auf jede zusätzliche Stunde. Genial! 🙂

50-prozent-rabatt-auf-happyscribe-als-sumuling

So sind also Black Friday Deals und generell Discount Codes bei der AppSumo Community sehr beliebt und man kann hier auch wirklich sinnvolle Tools für den schmalen Taler bekommen. 🙂

Hier eine Liste von weiteren Tools, von denen ich weiß, dass viele Leute auf AppSumo nach Deals suchen (und oft auch finden):

  • Accuranker
  • Briefcase
  • Texau
  • Social champ
  • Swipebucket
  • Book like a boss
  • Frase
  • Biq
  • Nifty
  • Contentbot
  • Shortpixel
  • Metabox
  • Syncspider
  • Writesonic
  • Surfer seo
  • Zendesk
  • Restream
  • Publer
  • Serpwatch
  • Plutio
  • Heartbeat
  • Nimbus
  • Swipe pages
  • Crello
  • Pabbly

Welche (deutschsprachigen) AppSumo Alternativen gibt es?

Ich gehe davon aus, dass Du mit "Alternative" ebenso eine Plattform mit riesiger Reichweite meinst, auf der Du schnell und unkompliziert Dein digitales Produkt hochladen und verkaufen kannst, richtig?

Oder aber Du meinst einen weiteren Marktplatz für "digitale Schnäppchen" und hier vor allem für Software und Tools?

Beides habe ich in Petto. 😉

Lass uns mit Ersterem starten.

Angenommen, Du möchtest ein E-Book verkaufen und suchst jetzt einen Marktplatz, auf dem Du sofort die Augen zig Tausender potenzieller Käufer auf Dein Meisterwerk lenken kannst.

Dann ist mein #1 Tipp - und das wird Dich vielleicht überraschen - Amazon KDP.

Wo sonst, als beim derzeit größten Online-Händler der Welt, erreichst Du ein größeres Zielpublikum. Hier findest Du 11 weitere Online-Plattformen, auf denen Du Dein E-Book verkaufen kannst.

Hast Du einen tollen Online-Kurs erstellt und möchtest ihn nun "AppSumo-like" verkaufen, dann würde ich mich auf udemy umsehen. Aktuell werden dort über 200.000 Online-Kurse verkauft, viele davon auch deutschsprachig.

Hier wirst Du Dich aber ordentlich anstrengen müssen, um aus der Masse an Angeboten herauszustechen. 😉

Was aber, wenn Du auf der Suche nach günstigen Software- und Tool-Deals bist?

Dann schau Dir folgende AppSumo-Alternativen gerne näher an:

Mein AppSumo Fazit

Ich weiß, dass viele angehende Infopreneure auf der Suche nach Abkürzungen sind. Sie wollen möglichst schnell ein digitales Produkt entwickeln und es noch schneller verkaufen.

Auch Du? 🙂

Und Plattformen wie eben AppSumo, udemy und einige andere wissen das und setzen das gezielt für ihr Marketing ein: "Verkaufe Dein Produkt bei uns, profitiere von unserer riesigen Reichweite, wir kümmern uns um das Marketing und die Verkaufsabwicklung, gewinne schnell erste Kunden!"

Das klingt verlockend und ja, man kann sein Produkt über diesen Weg tatsächlich sehr schnell online bringen und erste Kunden gewinnen. Ich denke, genau das habe ich mit diesem 1-jährigen "AppSumo-Experiment" auch bewiesen und bereits nach kurzer Zeit erste Einnahmen generiert.

Die Wahrheit ist aber: Nur ein klitzekleiner Bruchteil der Leute, die ihre Produkte ausschließlich auf AppSumo und ähnlichen Plattformen verkaufen, kann wirklich ein Haupteinkommen damit erzielen. So wie ich, müssen sich die allermeisten wohl mit einem netten Zubrot begnügen.

Wenn Du also ein ernsthaftes Online-Business aufbauen möchtest, von dem Du leben kannst und das Du selbst steuern und kontrollieren kannst, dann wirst Du nicht drumherum kommen, Deine eigene "Brand-Webseite" mit erstklassigen Inhalten, Produkten und Verkaufsprozessen aufzubauen.

Bist Du hauptsächlich daran interessiert, beim Kauf von hilfreichen Tools und Software Geld zu sparen, dann ist AppSumo auf jeden Fall der "Place to be" und Du kannst dort tolle Deals abstauben.

Vor allem Events wie der Black Friday sind ideal dafür! 🙂

PS: Hast Du selbst auf AppSumo schon ein Schnäppchen geschlagen oder gar ein eigenes Produkt verkauft? Was sind Deine Erfahrungen? Erzähle mir gerne in den Kommentaren davon. 🙂

* = Werbelink

Pinterest Marketing

Pinterest Marketing – 10.801 Webseiten Besucher in nur 6 Monaten

  • 24. Oktober 2022

Pinterest Marketing - Wie ich 10.801 Webseiten Besucher in nur 6 Monaten über die visuelle Suchmaschine gewonnen habe

Pinterest Marketing

Du wünscht Dir mehr Besucher für Deine Webseite und grübelst, ob Pinterest dafür eine passende Plattform ist?

Oder Du betreibst Affiliate-Marketing und möchtest Pinterest nutzen, um (mehr) Provisionen zu verdienen?

Allerdings ist Pinterest Neuland für Dich und nun suchst Du eine funktionierende Anleitung, wie Du erfolgreiches Pinterest Marketing betreiben kannst?

Herzlich willkommen!

Deine Suche hat ein Ende und nach dem Lesen dieses Beitrags weißt Du, wie Pinterest genau funktioniert, kennst die besten Tipps und die 7 Schritte, die Du dort gehen musst, um für Reichweite und Traffic zu sorgen und welche Tools Dir eine Menge "Pinterest Arbeit" abnehmen können.

Was ist Pinterest überhaupt?

Pinterest ist eine visuelle Suchmaschine, um sich Ideen, Inspirationen und Anreize zu bestimmten Themen und Vorhaben zu holen.

Jedes Bild und jedes Video, das dem Betrachter dort gefällt, kann er "pinnen", sich also merken. Und die Inhalte (Fotos, Bilder, Videos), die Du dort veröffentlichst, nennt man Pins.

Pinterest ist also keine typische Social Media Plattform wie Facebook, Instagram & Co, wo ein Beitrag in wenigen Stunden verschwindet wie ein Schatten in der Nacht. Nein, es ist vielmehr vergleichbar mit einer Suchmaschine wie Google, bei der einmalig indexierter Inhalt dauerhaft online bleibt und jederzeit aufs Neue von "Suchenden" gefunden werden kann.

Sowohl Google wie auch Pinterest legen den Fokus auf deren "Suchfunktion". Auf Google suchen Leute nach bestimmten Informationen, Ratschlägen und Produkten und bekommen Links zu Webseiten, die deren Suchintention befriedigen. Auf Pinterest suchen Leute nach Ideen und Inspirationen und bekommen dazu passende Bilder, Grafiken, Fotos und Videos.

Obwohl Du dort auch Herzchen und Likes verteilen kannst, ist Pinterest meiner Meinung nach eine stinknormale Suchmaschine, nur eben mit Bildern und Videos. 🙂

Und um erfolgreiches Pinterest Marketing betreiben zu können, musst Du daher nach den Spielregeln einer typischen Suchmaschine spielen und Dich mit Dingen wie herausragender inhaltlicher Qualität und Keywords befassen, damit Deine Pins gefunden werden und Dir qualifizierten Webseiten-Traffic liefern.

Aber gleich noch mehr dazu.

Warum ist Pinterest ein echter "Traffic-Bringer"?

Schau, ich habe für eine meiner Webseiten in nur 6 Monaten 10.801 Besucher über Pinterest gewonnen. Das sind 1.800 pro Monat und etwa 60 pro Tag!

Trafficzahlen Pinterest in 6 Monaten

Und dass, obwohl ich dort nur 90 Follower habe.

90 Follower auf Pinterest

(versuche mal auf Facebook oder Instagram mit 90 Followern etwas zu reißen)

Auf Pinterest geht es also nicht darum, möglichst viele Follower zu haben und damit vor Deinen Freunden anzugeben, sondern mit Deinen Pins (= Bildern & Videos) möglichst viele Einblendungen (Impressionen) zu erzielen und in weiterer Folge möglichst viele Klicks auf Deine Webseite zu bekommen, die Du mit Deinen Pins verknüpfst (= Traffic).

Und wenn Du auf Deiner Webseite alles richtig machst, den Fokus auf Anwenderfreundlichkeit, Leadgenerierung und smartes E-Mail-Marketing legst, dann kannst Du diesen frischen und vor allem kostenfreien Traffic auch wunderbar in zahlende Kunden verwandeln. 🙂

Wenn Du es also schaffst, dass Deine Pins bei relevanten Suchanfragen weit oben angezeigt werden, kannst Du Dir auf Pinterest eine wiederkehrende Traffic-Quelle erschaffen, die Dir so schnell niemand nehmen kann. 🙂

Aber wie bekommst Du das hin?

Hier die 7 nötigen Schritte, die Du dazu jetzt gehen musst.

Die 7 Schritte zu effektivem Pinterest Marketing

1. Pinterest Business Konto erstellen

Wenig überraschend brauchst Du zunächst ein Pinterest-Konto.

Um Deine Zielgruppe anzusprechen, solltest Du am besten ein Pinterest Unternehmenskonto einrichten.

Pinterest Unternehmenskonto erstellen

Damit hast Du Zugang zu Pinterest Analytics und anderen praktischen Marketingfunktionen wie einem Profil, das Dich eindeutig als Unternehmen ausweist, Pinterest-Widgets und Pinterest-Tags.

Außerdem solltest Du Deine Website verifizieren. Das geht in den Einstellungen unter "Verifizierte Konten".

Webseite auf Pinterest verifizieren

Danach erscheint ein Haken neben Deinem Profil. 

Webseite auf Pinterest verifiziert

Wenn Du bereits ein Pinterest-Konto hast, das Du beispielsweise bislang privat genutzt hast, kannst Du dieses auch in ein Geschäftskonto umwandeln, ohne dass Deine Inhalte verloren gehen. Hier Pinterests Anleitung dazu.

2. Keywords überlegen

Wie bereits am Anfang erwähnt, ist Pinterest eine Suchmaschine.

Das heißt, ein Nutzer gibt in den Pinterest-Suchschlitz einen Suchbegriff (=  Keyword) ein und erwartet sich als Ergebnis die besten Ideen, Inspirationen und Anleitungen dazu.

So wie hier jemand nach "gesunde rezepte abendessen" sucht...

Der Pinterest Suchschlitz

... und als Ergebnis die besten Gerichte und Rezeptvorschläge bekommt.

Pinterest-Suchergebnisse

Die Pinterest-Suche funktioniert im Prinzip gleich wie die Google-Suche, nur, dass die Nutzer eben aufgrund von Bildern und Videos entscheiden, worauf sie klicken und nicht aufgrund von Texten.

Das Coole daran ist, dass Du Deine Pinterest Pins somit auf jene Suchbegriffe hin optimieren kannst, zu denen Du gefunden werden möchtest und somit die Chance erhöhst, dass Deine Pins zu Deinen "Wunschbegriffen" weiter oben angezeigt bzw. überhaupt vorgeschlagen werden.

Passende Keywords kannst Du einerseits über Pinterest selbst finden, indem Du Dein Thema in den Suchschlitz eingibst und Dir Vorschläge machen lässt.

Pinterest-Keywordvorschläge

Und andererseits auch die übliche Google-Suche nutzt, um auf Begriffe zu kommen, nach denen AKTIV gesucht wird. Die Chancen sind hoch, dass Leute, die auf Google danach suchen, dies auch woanders - zum Beispiel auf Pinterest - tun. 🙂

Google-Keywordsuche

So bekommst Du ein gutes Gefühl dafür, wonach die Leute in Deinem Bereich suchen und auf welche Keywords hin Du Deine Pins optimieren solltest, um gefunden zu werden.

Hinweis: Wenn Du bei Deiner Keyword-Recherche feststellst, dass Dir Pinterest zu Deinem Thema keine Vorschläge für Suchanfragen macht und auch keine oder kaum Pins ausliefert, dann ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass Dein Zielpublikum nicht auf Pinterest unterwegs ist. Leute, die beispielsweise einen Versicherungsmakler in Berlin suchen, werden dafür nicht Pinterest nutzen. 😉

Kein Zielpublikum auf Pinterest

Das gibt Dir erst mal Auskunft über Suchbegriffe, die in Deinem Bereich eingegeben werden, aber noch nicht darüber, wie viele Leute tatsächlich monatlich nach diesen Begriffen suchen.

Denn Du hast wenig gewonnen, wenn Du Dich auf Begriffe stürzt, nach denen nur 5 Leute pro Monat suchen.

Daher ist auch das Suchvolumen ein entscheidender Faktor, wie viel Traffic Du am Ende aus Pinterest "ziehen" kannst.

Ich nutze daher SEO-Tools, die anzeigen, wie viele Leute im monatlichen Schnitt nach bestimmten Begriffe suchen und somit auch, welche Keywords das größte "Traffic-Potenzial" haben.

Es gibt zig Tools, die Du nutzen kannst, um Dir das Suchvolumen anzeigen zu lassen. Hier zwei davon, die ich Dir empfehlen kann.

Ubersuggest ist ein gutes Tool, dass Du in der kostenlosen Version nutzen kannst, um pro Tag ein paar Keywords zu überprüfen.

Suchvolumen mit Ubersuggest überprüfen

Ich selbst nutze das Keyword-Tool ahrefs, das noch mehr Daten liefert, dafür aber auch eine stolze monatliche Gebühr kostet.

Suchvolumen mit ahrefs bestimmen

Über Suchmaschinenoptimierung und die Keywordrecherche wurden ganze Bücher geschrieben.

Hierzu jetzt ein Fass aufzumachen, würde deutlich den Rahmen sprengen und ist auch nicht nötig.

Nutze die eben genannten Möglichkeiten und Du wirst ausreichende Daten bekommen, um die besten Keywords zu finden. 🙂

3. Pinterest Profil gestalten

Unter Einstellungen > Öffentliches Profil kannst Du Dein Profil gestalten.

Öffentliches Pinterest-Profil gestalten

Hierbei solltest Du einerseits darauf achten, dass kurz und knapp klar wird, worum es auf Deinem Account geht (was ist DEIN Thema?) und andererseits aber auch versuchen, Deine wichtigsten Keywords zu verpacken.

Also einfach Stichworte, wonach Personen suchen (siehe Keyword-Recherche) und beschreiben, was Du auf Deiner Webseite und in Deinem Pinterest-Konto so machst.

Ich finde HelloFresh hat das ganz gut gemacht.

Es geht ums Essen und sie liefern wöchentlich einfache Rezepte und frische, saisonale Zutaten zu mir nach Hause. Kurz, knapp und jeder kennt sich aus. 🙂

4. Pinnwand anlegen

Eine Pinnwand ist ein Ort, an dem Du alle Deine Pins ablegst. Soweit ich weiß, kannst Du beliebig viele Pinnwände anlegen, am besten nach Themen sortiert.

Öffne Dein Pinterest-Profil, klicke rechts unten auf das Pluszeichen (+) und wähle den Eintrag Pinnwand, um genau das zu tun: Eine neue Pinnwand zu erstellen. 🙂

Pinnwand in Pinterest erstellen

Bei den Pinnwänden gilt genau dasselbe wie bei den Pins auch: Sie müssen keyword-optimiert sein.

Nimm also Dein übergeordnetes Thema, zum Beispiel Essen, und unterteile es in Kategorien, nach denen die Leute suchen. Eine Kategorie könnte zum Beispiel "Abendessen" sein. Dann heißt Deine erste Pinnwand "Abendessen".

Pinnwand für Abendessen erstellen

Alle Pins, die irgendetwas mit einem Abendessen zu tun haben, landen in dieser Pinnwand.

Hier noch weitere mögliche Pinnwände zum Thema "Essen":

  • Frühstück
  • "10 Uhr Bier" 😉
  • Mittagessen
  • Nachmittagssnacks

Jeder dieser Begriffe ist eine eigene Pinnwand. Und es gibt Leute, die jeden dieser Begriffe in den Pinterest-Suchschlitz eingeben.

Später packst Du dann alle Deine Pins, in denen es ums Frühstück geht, in die Pinnwand "Frühstück", alle "10 Uhr Bier" Pins in diese Pinnwand und so weiter.

Wichtig dabei ist, dass Du nicht nur den Pinnwand-Titel keyword-optimierst, sondern auch den Beschreibungstext.

Gibt dir da wirklich Mühe und beschreib jede Pinnwand so, dass einerseits die wichtigsten Keywords beinhaltet sind, andererseits aber auch jeder sofort versteht, worum es hier geht.

Pinnwand Beschreibung

Was Du nicht machen solltest, ist sogenanntes Keyword Stuffing, wo Du einfach Deine Keywords wild hintereinander reihst.

Schreib in jedem Fall einen netten Fließtext, wo die wichtigsten Keywords möglichst weit vorne im Text stehen und die etwas unwichtigeren Keywords weiter hinten. Wichtig ist, dass es ein natürlicher Text ist, den jeder versteht.

Für den Anfang würde ich mindestens 10 Pinnwände erstellen, die Dein Thema in 10 Kategorien aufteilen und eine zusätzliche Pinnwand, die sozusagen Deine "Markenpinnwand" ist, in der Du alle Deine Pins noch einmal separat abspeicherst.

Ja, Du kannst die gleichen Pins auch in verschiedenen Pinnwänden abspeichern.

5. Pins gestalten

Das von Pinterest empfohlene Format für Deine Pins ist 1000 Pixel Breite x 1500 Pixel Höhe. Allerdings habe ich die Erfahrung gemacht, dass Du Dich nicht zu 100 % an diese Abmessungen halten musst.

Wichtig ist aber dennoch, dass Deine Bilder Hochformat haben, weil Pinterest überwiegend am Smartphone genutzt wird und hier eben Bilder in Hochformat besser dargestellt werden.

Eines der wohl besten Tools am Markt für die Erstellung von Pins ist Canva*.

Canva für Pinterest Pins

Melde Dich dort einfach kostenfrei an und suche nach "Pinterest Pins". Aktuell bekommst Du dann über 10.000 Pin-Vorlagen in den unterschiedlichsten Designs und zu den verschiedensten Themen.

Canva Pinterest Pin Vorlagen

Jede Vorlage kannst Du öffnen und mit einem einfachen Editor quasi uneingeschränkt an Deine eigenen Vorstellungen anpassen. Farben, Texte, Elemente, Hintergründe,... alles kannst Du ändern und so anpassen wie es für Dich und Deine Marke passt.

Canva-Vorlage bearbeiten

Bist Du mit einem Pin glücklich, dann kannst Du ihn jederzeit ganz einfach downloaden und ab damit auf Deine Pinnwand! 🙂

Canva-Bild downloaden

Wichtig: Achte auch darauf, dass der Dateiname Deiner Pins keyword-optimiert ist. Wenn Du also einen Pin zum Thema "Sachertorte backen" erstellt hast, dann sollte der Dateiname des Bildes sachertorte-backen.jpg oder des Videos sachertorte-backen.mp4 lauten.

Welches Design bei Deiner Zielgruppe am besten ankommt, ist natürliche eine Frage des "Herausfindens".

Ich empfehle Dir, erstmal 3-5 verschiedene Designs zu testen, diese mindestens 3 Monate laufen zu lassen und dann in der Pinterest Analyse zu schauen, welches besser funktioniert, also zu mehr Impressionen und Klicks führt.

Im "Gewinnerdesign" erstellst Du dann die weiteren Pins.

Natürlich kannst (und solltest) Du vorab auch schauen, was bei Deinem Wettbewerb gut funktioniert.

Gib also einfach jeden Suchbegriff nacheinander ein, für den Du selbst gerne weit oben ranken möchtest und schau Dir an, wie die "Konkurrenz-Pins" aufgebaut und gestaltet sind, die aktuell ganz oben angezeigt werden.

Kopiere aber nicht blindlings, sondern lass Dich davon inspirieren und leite dann Deinen eigenen Stil ab. Was bei meinen Tests gut funktioniert hat, sind Pins mit Sketchnotes (= mein Geheimtipp :-)).

Aber jeder Markt und jede Zielgruppe ist anders. Also einfach mal probieren! 🙂

6. Pinnen

Damit Du auf Pinterest Reichweite aufbauen kannst, brauchst Du massig Pins.

Also Bilder, Fotos und Videos, die Dein Zielpublikum suchen und finden kann, um sich zu inspirieren, begeistert zu sein und im besten Fall den Weg zu Deiner Webseite zu finden, die Du im Pin verlinkt hast. 🙂

So ein Pin auf Pinterest ist schnell erstellt.

Entweder Du klickst oben im Menü auf Erstellen > Pin erstellen oder Du klickst auf Deinem Profil auf das + und wählst dort den Eintrag Pin.

Pinterest-Pin erstellen
Pinterest-Pin erstellen zwei Möglichkeit

In beiden Fällen bekommst Du folgende Maske, in der Du nun Dein Bild, Foto oder Video hochladen und den Pin entsprechend beschreiben, verlinken und planen kannst.

Pinterest Pin beschreiben

Und diese Maske ist die ultimative Chance für Dich, Deine Pins zum "Traffic-Bringer" zu machen. 🙂

Du hast folgende Zeichen zur Verfügung:

  • Titel: 100 Zeichen
  • Beschreibung: 500 Zeichen
  • Alternativtext: 500 Zeichen

Und ich empfehle Dir: Gib Dir hier wirklich Mühe und nutze die möglichen Zeichen so gut wie möglich aus.

  • Erstelle also einen aussagekräftigen Titel, der das anvisierte Keyword ganz am Anfang enthält, gleichzeitig aber auch neugierig macht und zum Klick animiert.
  • Beschreibe Deinen Pin so ausführlich wie möglich und versuche dabei ebenso, das eine oder andere Keyword einzubauen. Wichtig ist aber, dass die Beschreibung verständlich und natürlich ist und nicht irgendwie künstlich zusammegestöpselt, nur, um möglichst viele Keywords unterzubringen.
  • Arbeite auch mit einem Alternativtext, der angezeigt wird, falls der Pins selbst mal nicht angezeigt werden kann. Hier geht es also darum, zu beschreiben, was auf dem Bild, Foto oder Video genau zu sehen ist.

Oben neben dem "Veröffentlichen" Button kannst Du die Pinnwand auswählen, auf dem der jeweilige Pin gespeichert werden soll und den Pin veröffentlichen oder planen.

Und jetzt kommt's: Es wird empfohlen - halt Dich fest - 5 bis 10 Pins pro TAG abzusetzen!

Und damit ist nicht gemeint, dass Du Dich abends mal kurz hinsetzt, 10 "halbherzige" Pins erstellst und diese dann alle auf einmal auf Pinterest hochjagst.

Pinterest empfiehlt, 5-10 mal über den Tag verteilt zu pinnen. Zu viele Pins in einem Schwung könnten sogar als Spam gewertet werden und haben bei dem einen oder anderen sogar schon zu einer Kontosperrung geführt, also Obacht!

Jetzt fragst Du Dich wahrscheinlich, wie Du das nur schaffen sollst, wenn Dein Tag nur 24 Stunden hat?

Woher sollst Du all den Content nehmen? Wer hat so viele Ideen für Pins?

Ruhig Blut!

Hier drei Strategien, die den Aufwand etwas schmälern. 🙂

1. Fremde Pins pinnen

Hierbei geht es darum, dass Du Dich auf Pinterest umschaust und fremde Pins, die Dich ansprechen und die zu Deinem Thema passen in Deinen eigenen Pinnwänden speicherst.

Das geht ganz einfach, indem Du bei einem Pin, den Du pinnen möchtest, oben rechts einfach auf Merken klickst und zuvor auswählst, in welche Deiner Pinnwände dieser Pin abgelegt werden soll.

Fremden Pin pinnen

So kannst Du relativ schnell mit Pins, die Du nicht selbst erstellst hast, Deine Pinnwände füllen und für erste Reichweite sorgen. Jeder dieser von Dir "gemerkten" Pins wird als eigener Pin gewertet und kann natürlich auch wieder von "Suchenden" in Deinen Pinnwänden gefunden werden.

Nachteil: Fremde Pins verlinken natürlich nicht auf Deine Webseite!

Das heißt, die User, die fremde Pins in Deinen Pinnwänden finden und öffnen, finden dann natürlich nicht den Weg auf Deine Webseite. Wenn, dann öffnen sie maximal Dein Profil und sehen hier den Link zu Deiner Webseite.

Aber um zu starten und erste Interaktionen auszulösen, kannst Du Deine Pinnwände gut und gerne mit 30-40 % fremden Content füllen.

2. Eigene Pins mehrfach nutzen

Du kannst einen Pin von Dir nehmen, etwas umgestalten und dann als neuen Pin wieder hochladen. Zum Beispiel lässt Du das Bild oder die Zeichnung völlig gleich, änderst aber den Text oder die Hintergrundfarbe.

Oder Du nimmst ein und denselben Pin und lädst ihn nach 6 Monaten mit anderem Dateinamen und anderer Beschreibung wieder neu hoch.

Mit Tools wie Canva* ist das total easy, weil Du dort ja alle Deine Designs und Pins zentral abspeichern, jederzeit neu laden und entsprechend ändern und wieder downloaden kannst.

Auch kannst Du Videos hochladen und so eine gewisse Abwechslung erreichen oder Dich vom Wettbewerb abheben, der keine Videos einsetzt.

3. Pins planen

Deine Pins manuell zu planen, kann doch sehr zeitaufwendig sein. Zwar hat Pinterest auch eine interne Planmöglichkeit, die aber in der Vorausplanung auf 12 Tage limitiert ist.

Daher gibt es Tools wie Tailwind*, mit dem Du beispielsweise Pins für mehrere Woche im Voraus hochladen und die Veröffentlichung über den jeweiligen Wochentag verteilt planen kannst.

Pins mit Tailwind planen

So hast Du zwar punktuell etwas Arbeit, Deine Pins in Tailwind einzustellen, musst Dich dann aber um nichts mehr kümmern und kannst Dich anderen Aufgaben zuwenden.

Es gibt eine kostenlose Testversion und die "kleinste" Vollversion kostet an die 10 € pro Monat, was aus meiner Sicht vertretbar und ausreichend ist.

7. Sonderformen, die sehr gut ankommen

Es gibt noch zwei "Pin-Sonderformen", die ich Dir nun vorstellen möchte.

1. Rich Pins

Rich Pins sind im Prinzip normale Pins, die allerdings mit Metadaten von Deiner verlinkten Webseite angereichert werden.

Das heißt, wenn Du einen Blogbeitrag mit einem Rezept erstellt hast und diesen Beitrag jetzt in einem Pin verlinkst, dann können bei Rich Pins bestimmte Daten dieses Rezepts, zum Beispiel die Zutaten, ausgelesen und automatisch in diesen Pin eingetragen werden.

Pinterest Rich-Pin

Am einfachsten geht das, wenn Du auf Deiner WordPress-Webseite Plugins nutzt, die das unterstützen. Speziell für Rezepte gibt es zum Beispiel das Plugin WP Recipe Maker.

Wenn Du dann beim Pinnen Deine Webseite bzw. den entsprechenden Blog-Beitrag hinterlegst, werden die Daten automatisch ausgelesen.

Solche Rich Pins werden von Pinterest sehr gerne gesehen und teilweise auch bevorzugt ausgespielt.

2. Idea Pins

Klicke im Pinterest-Menü oben einfach auf Erstellen > Idea Pin erstellen, um einen neuen Idea Pin anzulegen.

Idea-Pin erstellen

Idea Pins funktionieren ähnlich wie Instagram Stories.

Das heißt, Du lädst ein paar Bilder oder Videos hoch, kreierst eine Geschichte drum herum und lässt das dann von Pinterest ausspielen.

Idea-Pin Inhalte
Idea-Pin Feinschliff

Entweder Du wählst zeitlose Themen, die immer gehen, zum Beispiel eine "Sacher-Torte backen" oder reagierst auf aktuelle oder anstehende Ereignisse, wie "Plätzchen" im Winter oder "Hochsteckfrisuren" im Sommer.

Das Coole ist, dass Pinterest diese Idea Pins gerade pusht und Du somit mit überschaubarem Aufwand recht schnell Reichweite aufbauen kannst. Das bringt natürlich einige neue Follower und zusätzliche Profil-Aufrufe mit sich.

Der große Nachteil: In Idea Pins kannst Du nicht auf Deine Webseite verlinken!

Wie intensiv Du Idea Pins nutzt, hängt also am Ende mit Deiner Pinterest-Strategie zusammen. Ist es Dein primäres Ziel viele Follower aufzubauen und Deine Sichtbarkeit zu erhöhen, dann sind Idea Pins auf jeden Fall sehr hilfreich.

Geht es Dir aber - wie mir - hauptsächlich darum, Nutzer von Pinterest weg auf Deine Webseite zu locken, dann wirst Du mit Idea Pins nicht besonders happy und solltest den Fokus eher auf die "normalen" Pins legen.

Häufig gestellte Pinterest-Fragen & Antworten

1. Macht Pinterest auch ohne eigenen Blog Sinn?

Ideal ist, wenn Du Dir die Inhalte Deiner Webseite ansiehst und darauf basierend Pins erstellst (immer abgestimmt mit passenden Suchanfragen natürlich).

Dazu brauchst Du Blog-Beiträge, aus denen Du - gepaart mit Deiner Keyword-Recherche - Pin-Ideen ableitest. Nur ein Blog-Beitrag kann sehr viel Material für Pins hergeben. Und ich empfehle Dir auch dringend, zu bloggen. 🙂

Wenn Du aber nicht so der Blogger bist (was schade ist), dann kannst Du aus Deinen Pins heraus natürlich auch auf andere Quellen verlinken, so zum Beispiel auf YouTube oder Instagram. Ja sogar gegen Affiliate-Links hat Pinterest aktuell nichts.

Wichtig ist es aber, dass die Person, die sich Deinen Pin ansieht und die Möglichkeit hat, auf einen Link zu klicken, vorher weiß, wohin sie in etwa weitergeleitet wird. Sie sollte also wissen, dass Dein Link auf ein YouTube Video führt.

Denn in der Regel kommen die Leute übers Smartphone auf Deine Pins und wenn jetzt jemand beispielsweise in der U-Bahn ein Video öffnet, das sofort startet und der Nutzer davon überrascht wird, kann es gut sein, dass er das Video sofort wieder schließt (um nicht die Aufmerksamkeit seines Sitznachbarn auf sich zu ziehen ;-)).

Und Videos, die nach dem Start häufig schnell wieder geschlossen werden, senden an den YouTube-Algorithmus ein negatives Signal, was sich langfristig nicht gut auf die organische Sichtbarkeit Deiner YouTube-Videos auswirken wird.

Aber wie gesagt - aus Deinen Pins heraus, kannst Du im Prinzip auf jede Art von Ziel verlinken, solange es zu Deinem Pin passt. 🙂

2. Was sind Gruppenboards?

Das ist eine Strategie, bei der mehrere Blogger oder Pinterest Marketing Interessierte zusammen eine Pinnwand nutzen und darauf regelmäßig pinnen.

Das heißt, durch die gemeinsame Aktivität steigt die Chance, dass Du "gesehen" wirst und von der Reichweite eines Gruppenboards profitierst.

Gruppenboards findest Du, wenn Du rechts neben dem Pinterest-Suchschlitz anstatt "Alle Pins" einfach "Pinnwände" auswählst und dann in das Suchfeld "gruppenboard" eingibst.

Pinterest Gruppenboards finden

Wenn Du nach themenspezifischen Gruppenboards suchst, dann gibst Du "gruppenboard + thema" ein, also zum Beispiel: "gruppenboard desserts"

Wenn Du in ein Gruppenboard mitaufgenommen werden möchtest, dann schreibst Du am besten direkt den Admin der jeweiligen Gruppe an.

Klicke dazu einfach auf ein Gruppenboard, das Dich interessiert und klicke dann auf das erste Mitglied. In der Regel ist das der Gruppenadmin.

Pinterest Gruppenboard Admin finden

Öffne dann das Profil des Gruppenadmins und klicke auf "Kontakt", um den Admin zu bitten, ob Du dabei sein darfst. 🙂

Kontakt zu Pinterest Gruppenboard Admin

So ein Gruppenboard lebt natürlich von Aktivität, also wirst auch Du Deinen Teil dazu beitragen müssen, damit das Ganze funktioniert. Geben und Nehmen. 🙂

Wie gut Gruppenboards wirklich funktionieren und wie stark sie Deine Reichweite auf Pinterest beeinflussen können, kann ich Dir ehrlich gesagt nicht sagen, da ich es selbst noch nie getestet habe.

Einfach mal probieren und mir gerne hier in den Kommentaren berichten! 🙂

3. Wie kann ich meine Pins pushen?

Wenn Du damit meinst, wie Deine Pins häufiger ausgespielt werden und Du somit mehr Augen auf sie und in weiterer Folge auf Deine Webseite bekommst, dann ist meine Antwort folgende: Mit Cash! 🙂

Also mit bezahlten Werbeanzeigen, bei denen Du Dir die Reichweite quasi "einkaufst".

Du kannst hier unter "Anzeigen" komplette Werbekampagnen erstellen oder auch nur einzelne Pins bewerben.

Pinterest Kampagne erstellen

Wenn Du aber erst mit Pinterest startest, rate ich Dir davon ab, sofort Werbeanzeigen zu schalten.

Versuche lieber die ersten 4-6 Monate organische Reichweite aufzubauen, zu lernen, was in Deinem Markt funktioniert und wie Deine Zielgruppe auf bestimmte Pins reagiert.

Und wenn Du dann merkst, dass gewisse Pins sehr gut funktionieren, kannst Du diese mit etwas Werbebudget immer noch "pushen". 🙂

Fazit

Pinterest ist aus meiner Sicht eine immer noch etwas unterschätzte Plattform, um Besucher, Leads und Kunden für die eigene Webseite zu gewinnen.

Klar, Pinterest funktioniert bestimmt nicht in jeder Nische und nicht für jede Zielgruppe, dafür ist das Format "Bild" oder auch "Kurzvideo" zu spezifisch. Jemand, der einen Elektriker in seiner Stadt sucht, wird nicht auf Pinterest gehen und dort nach "Elektriker-Bildern" suchen. 😉

In allen Bereichen, wo aber der visuelle Aspekt eine tragende Rolle spielt, sollte man Pinterest als Kanal, um seine Zielgruppe zu erreichen, nicht außer Acht lassen.

Wenn Du Pinterest probierst, dann gibt Dir auf jeden Fall mal 3-4 Monate Zeit, um zu verstehen, wie die Plattform funktioniert und ob Du damit Reichweite und Traffic für Deine Webseite und/oder Affiliate-Projekt generieren kannst.

Wie überall anders auch, kannst Du Dir auch auf Pinterest nicht innerhalb weniger Tage oder weniger Wochen irrwitzige Ergebnisse erwarten. Es braucht seine Zeit, bis das Ganze ins Rollen kommt.

Mit einer sauberen Keyword-Recherche, hochwertigen Pins, regelmäßigem Pinnen, Konsequenz und Durchhaltevermögen kannst Du aber auf Pinterest bestimmt sehr viel erreichen, wenn Du die passende Nische hast.

Ich wünsche Dir viel Erfolg! 🙂

* = Werbelink

So stellst Du Deinen Online-Erfolg sicher

3 Schlüsselfaktoren, die Du kennen musst, um online (endlich) erfolgreich zu werden

  • 28. September 2022

3 Schlüsselfaktoren, die Du unbedingt kennen musst, um online erfolgreich zu werden

So stellst Du Deinen Online-Erfolg sicher

Wenn Du bereits versucht hast, Dir ein Online-Business aufzubauen, bislang aber immer gescheitert bist, dann verspreche ich Dir, dass es an einem der drei Faktoren liegt, die ich Dir auf dieser Seite zeige (oder an allen dreien).

Wenn Du diese drei Faktoren kennst und beherzigst, dann kannst Du JEDES Ziel erreichen.

Ich möchte Dir die Faktoren und wie sie zusammenspielen anhand eines echten Praxisbeispiels erklären.

Holger möchte trainieren

Das ist Holger. Er möchte in Form kommen und seine Muskeln stählen. Sein Ziel sind also größere Muskeln, um bei der Damenwelt Eindruck schinden zu können. 😉 Holger, Du und ich wissen nun, dass es ohne Training nicht geht.

Damit Holgers Training aber tatsächlich zu einem dicken Bizeps führt, müssen drei Dinge gegeben sein.

Der erste Faktor ist die richtige Strategie.

1. Strategie

Die erste Frage ist also, ob Holger eine gute Strategie verfolgt, wenn er trainiert.

Er braucht einen Trainingsplan. 

Jetzt einfach in die Muckibude zu gehen und wahllos ein paar Gewichte zu heben, wird nicht zum gewünschten Erfolg führen. Er weiß eigentlich nicht, was er da genau tut.

Als erstes braucht Holger also die richtige Trainingsstrategie.

Aber das reicht nicht aus, denn selbst der beste Trainingsplan der Welt wird ihn nicht zum nächsten Arnold Schwarzenegger machen, wenn er nicht auch die beiden anderen Punkte berücksichtigt.

2. Ausreichende Anstrengung

Der zweite Schlüsselfaktor ist, ob sich Holger auch ausreichend anstrengt.

Er muss von dem, was er im Fitnesscenter tut, auch genug tun. Seine Bemühungen müssen ausreichend sein.

In unserem Trainingsbeispiel geht es hier also um den Umfang und die Intensität der Arbeit, die Holger beim Training leistet.

Denn die Wahrheit ist: Selbst wenn Holger den perfekten Trainingsplan hat, aber die Übungen immer nur mit dem kleinsten Gewicht durchführt, wird er bald feststellen, dass das seinen Bizeps nicht wachsen lässt, selbst wenn er die Übungen perfekt ausführt.

Er muss die Gewichte nach und nach steigern und sich richtig anstrengen, auch wenn er ordentlich ins Schwitzen kommt.

Mit einer klaren Trainingsstrategie und ausreichender Anstrengung kommt Holger seinem Ziel schon näher. Aber auch das ist noch nicht genug, es sei denn, er beherzigt auch den dritten Faktor, nämlich die Beständigkeit.

3. Beständigkeit

Hierbei geht es darum, das Holger auch konsequent genug ist, seinen Trainingsplan mit entsprechender Anstrengung FORTLAUFEND umzusetzen.

Wir kennen das vermutlich alle.

Wir melden uns in einem Fitnessstudio an, sind ganz aufgeregt, haben einen guten Trainingsplan, trainieren hart und gehen in der ersten Woche fast jeden Tag.

Aber dann kommt uns plötzlich etwas in die Quere oder bei 30° gehen wir doch lieber ins Freibad. Wir schwänzen das Training eine Woche. Die Woche darauf ist es stressig im Job und schon haben wir zwei Wochen nicht mehr trainiert.

Dann müssen wir uns wieder aufraffen, gehen wieder hin und trainieren fleißig. Dann kommt wieder etwas Dazwischen und wir lassen es schleifen.

Und wozu führt dieses ständige Auf und Ab, dieser Mangel an Beständigkeit?

Nun, bestimmt nicht zu einem gut trainierten Körper, der die Mädels beeindruckt, wie auch Holger schnell bemerkt. 

Das ist es also, was Du, ich und wir alle brauchen, um ein gestecktes Ziel zu erreichen (egal, welches):

  1. Strategie
  2. Ausreichende Anstrengung
  3. Beständigkeit

Auch wenn Du ein gewinnbringendes Online-Business aufbauen möchtest, dann müssen Deine Bemühungen strategisch, ausreichend und konsequent sein, sonst wirst Du scheitern.

Ich möchte Dir ein weiteres Beispiel geben, das vielleicht besser auf Dich zutrifft.

Angenommen, Du möchtest ein Online-Business aufbauen (das möchtest Du doch, oder? :-)). Du bist schon ziemlich weit, kennst Deine Zielgruppe wie Deine Westentasche, hast eine Webseite und einen Online-Kurs, den Du jetzt verkaufen möchtest. 

Dann brauchst Du einen Marketingplan, um Besucher, Interessenten und Kunden zu gewinnen. Du musst Werbung machen und Du beschließt, Content Marketing zu betreiben, weil Du schlau bist und auf mich, Christian Költringer, hörst. 🙂

Du möchtest also tolle Inhalte erstellen, um über Suchmaschinen kostenfreie Besucher auf Deine Webseite zu bekommen.

Auch hier gilt das Gleiche. Dein Content Marketing muss...

  • strategisch
  • ausreichend
  • konsequent

... sein, sonst wird es nicht funktionieren.

Du brauchst also zunächst eine Content Marketing Strategie.

Du kannst nicht einfach wahllos hin und wieder irgendwelche Inhalte veröffentlichen und auf das Beste hoffen. Du brauchst eine Strategie, die sich im Wesentlichen aus folgenden Dingen zusammensetzt:

  • Deiner Zielgruppe und deren Probleme und Wünsche.
  • Der Art von Inhalten, die Deine Zielgruppe gerne anschaut (Blog-Artikel, Videos, Facebook-Posts, Pinterest-Bilder, usw.).
  • Die Begriffe, nach denen Deine Zielgruppe sucht (Keywords).

Das sind also die drei Dinge, die Du wissen musst, um eine Strategie festlegen zu können. Und wenn Du diese Strategie umsetzt, wird das unweigerlich dazu führen, dass Du die richtigen Besucher auf Deine Webseite bekommst, klasse! 🙂

Wenn Du aber jetzt zweimal im Jahr einen Blog-Beitrag mit 1.500 Wörter erstellst und drei Facebook-Beiträge veröffentlichst, dann wird folgendes passieren: NICHTS!

Mit anderen Worten: Du musst genügend Inhalte in ausreichender Qualität erstellen, sonst wirst Du keine Wirkung erzielen.

Das Äquivalent zu Gewicht und Intensität im Fitnessstudio ist also die Qualität und die Menge der Inhalte, die Du veröffentlichst.

Also selbst wenn Du den weltbesten Content veröffentlichst, den Deine Leser lieben und weiterempfehlen, aber dann nach 4 Monaten einfach aufhörst, weiteren erstklassigen Content zu produzieren, dann wird die auflodernde Flamme bald wieder erlöschen.

Einmal gestartet, musst Du also FORTLAUFEND tollen Content erstellen, um echte Ergebnisse, sprich qualifizierte Webseitenbesucher zu bekommen.

Und somit kann ich an der Stelle auch eine der wohl meist-gestellten Fragen beantworten, die ich von meinen Lesern bekomme: "Aber Christian, wie bekomme ich Besucher auf meine Webseite, wenn ich kein Geld (oder keine Ahnung von) für Facebook Ads habe?"

Indem Du genau das machst.

  • Ein tiefgehendes Verständnis für Deine Zielgruppe entwickeln, herausfinden, wonach sie online sucht und diese Suchanfragen inhaltlich vollumfänglich bedienen. (= STRATEGIE)
  • Den qualitativ besten Content erstellen, den es in Deinem Markt für Deine Zielgruppe gibt.  (= AUSREICHENDE ANSTRENGUNG)
  • Über viele Jahre hinweg konsequent erstklassige Inhalte veröffentlichen. (= BESTÄNDIGKEIT)

Genauso habe ich es auch bei meiner Nischenseite anti-hang-over.de gemacht, wo ich Leuten helfe, die einen über den Durst getrunken haben und jetzt mit flauem Magen und Brummschädel kämpfen. 🙂

Und durch die richtige Strategie, ausreichende Anstrengung und Beständigkeit hat die Webseite heute über 15.000 Besucher im monatlichen Schnitt, alleine über Google.

Nischenseiten Traffic über Google

Frage: War also meine Content Marketing Strategie perfekt und habe ich wirklich den weltbesten Content fortlaufend veröffentlicht, um diese kostenfreien Besucherzahlen zu erreichen?

Vermutlich nicht.

Vielleicht wäre jemand anders noch besser, noch konsequenter gewesen. Aber meine Arbeit war ausreichend.

Klar, ich hätte noch mehr tun können. So hätte ich zum Beispiel jede Woche einen Blog-Beitrag erstellen können, anstatt nur alle zwei bis drei Wochen oder ich hätte noch besser recherchieren oder noch ansprechendere Bilder verwenden können.

Aber hey - ja, Du musst strategisch, ausreichend und konsequent sein, aber Du musst nirgendwo perfekt sein! Ich bin es auch nicht.

Egal also, welches Ziel Du erreichen möchtest, Perfektionismus ist kein nötiger Wegbegleiter.

Die 3 Schlüsselfaktoren umgelegt auf ein vollständiges Online-Business

Im obigen Beispiel bin ich ja sehr spezifisch auf den Bereich Content-Marketing eingegangen. Lass uns etwas heraus zoomen und schauen, wie sich diese drei Schlüsselfaktoren generell auf den Aufbau eines Online-Business anwenden lassen.

Zunächst haben wir die STRATEGIE.

Wie sieht also die richtige Strategie beim Aufbau eines Online-Geschäfts aus?

Meine Antwort hierauf wird Dich vermutlich überraschen. Sie lautet nämlich:

Je mehr Werte Du schaffst und je mehr Menschenleben Du damit verbesserst, umso mehr Erfolg wirst Du auch haben. Mehrwert schaffen führt zu langfristigem Erfolg und nicht das Streben nach Geld und Reichtum.

Und das lässt sich auf jedes Online-Geschäftsmodell übertragen. Egal, ob Du T-Shirts verkaufen, Affiliate-Marketing betreiben oder eigene digitale Infoprodukte verkaufen möchtest.

Wenn ich davon ausgehe, dass Du Dich mit Deiner Business-Idee in einem lukrativen Markt befindest, ist die beste Strategie also, Deine Leser und Kunden in den Vordergrund zu stellen und nicht die Höhe Deines Bankkontos.

Die meisten Leute, die sich ein Online-Business aufbauen wollen, verbringen den ganzen Tag damit, nach irgendwelchen Abkürzungen, dubiosen Systemen oder gehypten Tools zu suchen, um möglichst schnell die eigenen Taschen zu füllen. Irgendwie.

So habe ich eben folgende Werbeanzeige auf Facebook gesehen und wild gestikulierend die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen (na gut, habe ich nicht ;-)).

Facebook kann sich die besten Leute der Welt leisten und möchte für seine Werbekunden die besten Ergebnisse - als ob irgendein "Haus & Hof Tool" Kosten halbieren und Umsätze erhöhen könnte. 😉

Die Wahrheit könnte nicht weiter entfernt liegen. Hier alles, was Du an Technik für ein Online-Business wirklich brauchst (und das ist keine "Software Revolution" ;-)).

Also glaube mir bitte - je weiter Du Dich von irgendwelchen Abkürzungen und "Fancy Tools" entfernst, je besser Du Deine Zielgruppe verstehst, je mehr Content Du für sie erzeugst, je mehr Werte Du dadurch erschaffst, umso mehr bekommst Du dafür zurück. Respekt, Anerkennung, Dank, Zufriedenheit & Geld.

Kommen wir zum zweiten Punkt, der AUSREICHENDEN ANSTRENGUNG.

Ich weiß, dass es anstrengend ist, sich ein Online-Business aufzubauen. Ich tue es seit 2008. Und ich weiß, dass sich die meisten Leute neben einem Fulltime-Job etwas Eigenes aufbauen wollen (so wie ich damals) und wir alle nur 24 Stunden pro Tag zur Verfügung haben.

Die richtige Frage ist folgende:

  • Was machst Du nach Feierabend?
  • Was machst Du Freitag abends?
  • Was machst Du Samstag nachmittags?

Du musst also einerseits genug Zeit finden, um an Deinem Online-Business arbeiten zu können und Du musst andererseits das, was Du tust, in ausreichender Qualität tun.

Lies hier, wenn Du das Gefühl hast, nicht genug Zeit zu haben.

Du musst versuchen...

  • den besten Content in Deiner Branche zu erstellen.
  • die hilfreichsten Produkte in Deiner Branche zu kreieren.
  • den schnellsten und zuverlässigsten Support in Deiner Branche zu geben.

Alles, was Du tust, muss eine gute Qualität haben und nicht die Höhe Deines Bankkontos, sondern die Zufriedenheit und den Erfolg Deiner Leser und Kunden im Fokus haben.

Und bei Gott - NEIN, es reicht nicht eine einfache Landingpage aufzusetzen, ein halbherziges Freebie zu erstellen, dann Facebook Ads draufzujagen und irgendwelche Affiliate-Produkte an irgendwelche Leute zu verkaufen, die wirklich Hilfe suchen.

Du, ich - wir alle müssen uns also ordentlich anstrengen und diese Anstrengung darf keine Eintagsfliege sein.

Der dritte Schlüsselfaktor ist also die BESTÄNDIGKEIT.

Schau, ich habe innerhalb von nur 4 Tagen 7.674,31 € verdient. Hier ein Screenshot aus meinem Zahlungsanbieter.

Hoher Verdienst in kurzer Zeit

Und es wäre jetzt ein Leichtes für mich auf Facebook zu gehen und sagen: "Seht her Leute! Ich habe in nur 4 Tagen 7.674,31 € verdient und ich zeige euch in meinem neuen, ultra-geheimen Programm, wie ihr das auch könnt!"

Aber es wäre gelogen. Denn um diese Zahlen zu erreichen, habe ich JAHRE gebraucht.

Das ist mit Beständigkeit gemeint.

Wenn Dir heute jemand sagt und sogar zeigt, dass er viel Geld innerhalb kurzer Zeit im Internet verdient, dann ist das das Ergebnis jahrelanger, harter Arbeit (die er vermutlich in keinem Wort erwähnt hat).

Und somit schließt sich der Kreis.

Um ein langfristig erfolgreiches Online-Business aufbauen zu können, musst Du die richtige Strategie in hoher Qualität umsetzen und das fortlaufend, über viele Jahre hinweg. Wow! Jetzt ist die Katze aus dem Sack - hättest Du das gedacht? 🙂

Wie Du verhinderst, es (wieder) zu vermasseln

Die meisten Leute werden diese Zeilen lesen, morgen wieder vergessen und kein erfolgreiches Online-Business aufbauen. Autsch!

Was kannst Du also jetzt tun, damit Dir das nicht passiert?

Schauen wir uns an, wie Du das Dreieck der genannten Schlüsselfaktoren nutzen kannst, um Deine angestrebten Ziele zu erreichen.

Deine Aufgabe ist es nun, eine Selbsteinschätzung vorzunehmen, was die drei Punkte Strategie (S), Ausreichende Anstrengung (A) und Beständigkeit (B) betrifft.

So könnte unser Dreieck aussehen und Du kannst Dir bei jedem Faktor Punkte zwischen 0 und 5 geben, je nachdem, wie Du Dich einschätzt.

Null Punkte ist ganz in der Mitte. Das heißt: Hier bist Du noch absolut schlecht unterwegs. Du hast keine Strategie, bemühst Dich nicht und kannst Dir nicht vorstellen, etwas über einen längeren Zeitraum zu tun. Sorry, so wird das nichts!

Wenn Du zum Beispiel aus Deiner Sicht bereits eine sehr gute Strategie hast, dann kannst Du Dir für diesen Faktor 5 Punkte geben.

Vielleicht gibst Du Dir aber auch "nur" eine Drei für die Strategie. Dann setzt Du den Punkt an der entsprechenden Stelle im Dreieck.

Dann bewertest Du Dich auch, was Deine Anstrengung und Deine Beständigkeit betrifft. Wie viel Aufwand betreibst Du? Wie konsequent bist Du in der Umsetzung, um Dein Ziel zu erreichen?

In diesem Beispiel bewerte ich mich bei allen Faktoren eher mittelmäßig.

Jetzt verbinden wir diese drei Punkte und bekommen eine Gesamtfläche, die zeigt, wie gut oder schlecht wir auf dem Weg sind, unser Ziel zu erreichen.

Je größer die Fläche ist, desto wahrscheinlicher ist es, dass Du Dein Ziel erreichen wirst.

Wenn Deine Fläche sehr klein ist, dann hast Du quasi die Garantie, dass Du Dein Ziel nicht erreichen wirst.

Das ist also eine nützliche Selbsteinschätzung, die Dir aufzeigt, wo Du Deinen Ansatz ändern musst, um erfolgreich zu werden.

Und das ist der Punkt, an dem so viele Menschen scheitern.

Sie sagen sich: "Aber ich arbeite doch schon so hart an meinem Business und es funktioniert dennoch nicht!"

Dann ist die harte Arbeit, die Du leistest, vermutlich nicht die richtige Arbeit, die Du leisten musst, um Dein Ziel zu erreichen. Du tust die falschen Dinge. Du brauchst eine andere Strategie. Hol Dir Hilfe! (das A-Z Infoprodukt-System kann helfen :-))

Oder sie haben einen guten Fahrplan, setzen diesen aber nur halbherzig und in geringer Qualität um. Sie strengen sich nicht an.

Das passiert häufig, wenn man mit den Dollarzeichen in den Augen Dinge so schnell wie möglich umsetzt und sich schnelle Ergebnisse erwartet, es aber nicht ordentlich macht. Es hilft die beste Strategie nichts, wenn sie nicht in ausreichender Qualität und Sorgfalt umgesetzt wird.

Und jetzt der Klassiker, den ich immer wieder höre: "Aber Christian, ich habe in den letzten 5 Monaten wirklich hart an meinem Infoprodukt-Business gearbeitet, vier erstklassige Blog-Beiträge erstellt, sechs YouTube-Videos hochgeladen und immer noch keine Besucher auf meiner Webseite! Das funktioniert doch alles nicht!"

Antwort: Doch, tut es, aber Du warst bislang nicht konsequent genug in der Umsetzung. 5 Monate reichen nicht. 5 Blog-Beiträge reichen nicht. 6 Videos reichen nicht.

Du musst weiterhin erstklassigen Content liefern! Fortlaufend.

Und vielleicht hast Du erkannt, dass sich diese drei Schlüsselfaktoren auf jedes beliebige Ziel anwenden lassen.

  • Wenn Du den Traumpartner suchst, ist es vermutlich zu wenig, den ganzen Tag auf Tinder zu verbringen, ohne die eigenen vier Wände zu verlassen.
  • Und wenn Du ein guter Tennisspieler werden möchtest, dann reicht es nicht aus, blindlings in ein Match zu gehen. Du brauchst die richtige Taktik und musst richtig Gas geben, um den Gegner zu schlagen.

Denk also jetzt an ein Ziel, das Du hast und frag Dich, bei welchem dieser drei Punkte Du noch nachbessern musst. Wo musst Du den Hebel ansetzen, um Deine Erfolgschancen zu erhöhen?

Lass mich gerne wissen, was Du herausgefunden hast, indem Du unten einen Kommentar hinterlässt. 🙂

E-Mail-Marketing

E-Mail-Marketing 2022: Wie es funktioniert, Strategien, Tools & Beispiele

  • 19. September 2022

E-Mail-Marketing 2022: Wie es funktioniert, Strategien, Tools & Beispiele

E-Mail-Marketing

Die erste E-Mail wurde 1971 verschickt.

Doch bei all dem Hype um Social Media - warum ist eine Jahrzehnte alte Technologie wie E-Mail immer noch eine der effektivsten Online Marketing Strategien?

"JEDER" hat eine E-Mail-Adresse. Meistens sogar mehrere. Wir nutzen E-Mail mehr als andere Plattformen. Mit E-Mails erreichst Du echte Menschen wann immer Du möchtest.

Aber es gibt ein Problem: Die meisten Menschen wissen nicht, wie E-Mail-Marketing wirklich funktioniert. (Vermutlich sind einige davon schon mal in Deinem Postfach aufgetaucht und Du hast die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen. ;-))

Nach dem Lesen  dieser "E-Mail-Marketing Bibel" kennst Du meine besten Tipps und Strategien für "umsatzbringende" E-Mail-Marketing Kampagnen und weißt, wie Du E-Mails versendest, die geöffnet, gelesen, geklickt und in höchsten Tönen gelobt werden.


Inhalt

1. Was ist E-Mail-Marketing (Definition)?

Schon einmal eine E-Mail von Amazon bekommen?

Dann weißt Du, was E-Mail-Marketing ist. Tschüss! 😉

E-Mail-Marketing setzt sich ja aus den Wörtern E-Mail und Marketing zusammen. Es geht also darum, den Kanal E-Mail zu nutzen, um die eigene Zielgruppe zu erreichen, sie mit wertvollen Informationen zu versorgen und seine Produkte und Leistungen zu verkaufen.

Aber ich habe mittlerweile 1.186 Newsletter versendet...

1186 versendete Newsletter

...und kann Dir daher sagen: E-Mail-Marketing ist weit mehr als nur der Aufbau einer E-Mail-Liste, das Versenden von Newsletter-Nachrichten und der Verkauf von Produkten.

Hinter jeder E-Mail-Adresse verbirgt sich ein Mensch und E-Mail-Marketing sorgt dafür, eine enge, persönliche Bindung zu diesen Menschen aufzubauen.

Leute, die regelmäßig Deine E-Mails lesen, vertrauen Dir, befolgen Deinen Rat und teilen ihre Probleme, Ängste und Zweifel mit Dir. Sie werden im besten Fall zu Deinen treuen Fans und es ist Deine Aufgabe, sorgsam mit dieser wertvollen Beziehung umzugehen.

Doch E-Mail-Marketing kann auch eine Art "Lebensversicherung" für Dein Online Business sein.

Viele Leute versuchen, sich auf Social Media Plattformen ein großes Publikum aufzubauen - ganz nach dem Vorbild eines sogenannten Influencers. Ihnen ist aber nicht bewusst, dass eine Reichweite auf Facebook auch Facebook gehört. Reichweite auf Instagram gehört Instagram und kann auch nur von Instagram kontrolliert werden.

Wenn Du heute 10.000 Follower erreichen kannst, heißt das nicht, dass Du das morgen auch noch kannst. Nur eine klitzekleine Änderung im Algorithmus oder eine Umstellung des Geschäftsmodells (von kostenlos auf kostenpflichtig) kann das, was Du Dir mühsam aufgebaut hast, über Nacht vernichten.

Mit einer eigenen E-Mail-Liste mit treuen Abonnenten und Lesern kann Dir das nicht passieren. Du hast die Zügel in der Hand. Du entscheidest, was passiert. Es ist Dir egal, was der Meta-Konzern treibt.

Erkennst Du die Wichtigkeit?

1.1 Aber ist E-Mail-Marketing nicht schon längst tot?

Es gibt da offenbar einen neuen, richtig "heißen" Kanal, um echte Menschen zu erreichen.

Dieser nennt sich laut einem Wall Street Artikel: E-Mail 🙂

Wall-Street-Bericht-zu-E-Mail-Marketing

Das Witzige ist, dass der Bericht aus dem Jahr 2019 und nicht aus den 90ern ist. Und laut dieser Statistik soll die Zahl der privat und geschäftlich versendeten und empfangenen E-Mails kontinuierlich steigen und sich im Jahr 2025 auf 376,4 Milliarden Mails pro Tag belaufen.

Menschen versenden und lesen E-Mails. Also um die Frage zu beantworten: NEIN, E-Mail-Marketing ist nicht tot und wird es vermutlich noch lange nicht sein. 🙂

2. Vorteile und Nachteile von E-Mail-Marketing

Wie jeder andere Marketingkanal, hat auch E-Mail-Marketing Vor- und Nachteile. Hier die aus meiner Sicht Wichtigsten davon.

2.1 Vorteile von E-Mail-Marketing

  • Du bekommst aktiv eine Erlaubnis. Wenn Dir jemand seine E-Mail-Adresse anvertraut, dann ist das im übertragenen Sinn fast so, als würde er Dir den Schlüssel zu seinem Haus geben. Wenn Du die Erlaubnis hast, das Haus zu betreten, anstatt uneingeladen aufzutauchen, steigen die Chancen auf Interaktion (Fragen, Buchungen, Käufe, ...).
  • Du hast den direkten Zugang zu Deiner Zielgruppe. Du kannst direkt mit Deinen Lesern kommunizieren, ihnen helfen, sie um Feedback bitten, zu einem Gespräch einladen oder Dein Produkt anbieten. Und das, wann immer Du möchtest. Leute checken täglich ihre Mails. Die Chancen sind also gut, dass Deine Mails gelesen werden.
  • Du schaffst Vertrauen. Um (online) etwas zu verkaufen, brauchst Du Vertrauen. Niemand kauft bei einem schmierigen Autoverkäufer, dem man nicht über den Weg trauen kann. Mit E-Mail-Marketing hast Du die Chance, in Vorleistung zu gehen, eine Beziehung und nachhaltige Vertrauensbasis zu Deinen Lesern und potenziellen Kunden aufzubauen.
  • Du hast die Kontrolle. Plattformen wie Facebook, Instagram und YouTube gehören Dir nicht. Wenn Du dort Reichweite hast und die Plattform "hopsgeht", dann bist Du "tot". Deine harte Arbeit war umsonst. Die E-Mail-Adressen und die Beziehung zu Deinen Lesern gehören Dir.
  • Du bist unabhängig. Mit einer eigenen E-Mail-Liste kannst Du quasi auf Knopfdruck Besucher auf jede beliebige Webseite und jedes beliebige Angebot leiten. Ohne Facebook Ads, ohne Google Ads, ohne Affiliates.
  • Personalisierungsmöglichkeiten. Du kannst demografische oder psychografische Daten nutzen, um personalisierte und zielgerichtete Kampagnen zu erstellen. Auch kannst Du E-Mail-Kampagnen auf die Interessen Deiner Leser abstimmen und so die Interaktions- und Kaufrate erhöhen.
  • Messbar. Jedes professionelle E-Mail-Marketing Tool liefert Dir genug Daten, um den Erfolg Deines E-Mail-Marketings messen, auswerten und optimieren zu können.
  • Skalierbar. Dem E-Mail-Marketing Tool ist es egal, ob es Deine E-Mails an 10 oder 10.000 Empfänger sendet. Du kannst Deine Kampagnen also bei gleichbleibender Qualität skalieren und mehr Menschen erreichen.

2.2 Nachteile von E-Mail-Marketing

  • Harter Wettbewerb. In wie vielen E-Mail-Listen bist Du eingetragen? Die meisten Leute lesen mehrere Newsletter in ihrer Branche. Du musst also in einem überfüllten Posteingang aus der "müden" Masse herausstechen, um wahrgenommen zu werden und das ist nicht so einfach. Du musst kreativ und oft sogar andersartig sein, damit Deine Mails geöffnet und gelesen werden.
  • Du brauchst eine eigene E-Mail-Liste. Du musst Dir zunächst eine E-Mail-Liste mit Lesern aufbauen, um E-Mail-Marketing überhaupt betreiben zu können und das kann langwierig und auch teuer werden. Außer Du setzt auf Contentmarketing und holst Dir organischen Google-Traffic und in weiterer Folge Leads. Der ist kostenfrei und meine Empfehlung. 🙂
  • Knifflige Vorschriften. Vor allem seit der Einführung der DSGVO gibt es auch für die Nutzung von E-Mails zu kommerziellen Zwecken eine Vielzahl von Regeln. Damit musst Du Dich auseinandersetzen. So darfst Du zum Beispiel keine unerwünschten Mails versenden, sondern nur zu Themen, für die Du Dir im Vorfeld die Erlaubnis eingeholt hast.
  • Spam. Egal, wie großartig Dein E-Mail-Marketing ist. Leider werden dennoch einige Deiner Abonnenten Deine Mails als Spam markieren. Vielleicht, weil sich ihre Interessen geändert haben, vielleicht, weil sie ein Wortlaut gestört hat. Das kann sich langfristig negativ auf Deinen Ruf als Absender auswirken.
  • Probleme bei der Zustellung. Es ist nicht garantiert, dass alle Deine E-Mails tatsächlich in den Posteingängen Deiner Empfänger landen. Ein gewisser Prozentsatz landet immer irgendwo im Nirwana, im Spam oder im Papierkorb. Das ist normal und muss Dir bewusst sein.

3. Was ist die richtige E-Mail-Marketing Strategie?

Gegenfrage: Welches Ziel möchtest Du mit E-Mail-Marketing erreichen?

Deine E-Mail-Marketing Strategie richtet sich in erster Linie nach dem Ziel, das Du damit erreichen möchtest.

Welches ist es?

  • Vertrauensaufbau / Positionierung als Experte
  • Traffic für Deine Blogbeiträge
  • Reine Wissensvermittlung
  • Onboarding neuer Mitarbeiter
  • Affiliate-Partnergewinnung
  • Einladung zu einem Kennenlerngespräch
  • Produktverkauf

Oft hängt das Ziel auch mit der Situation zusammen, in der man sich mit dem eigenen Business gerade befindet. 

  • Bist Du noch am Anfang und hast noch keine Produkte zu verkaufen, dann solltest Du eher den Fokus auf den Aufbau Deines Expertenstatus, Vertrauensaufbau und Leserumfragen legen, um Deine Zielgruppe besser kennenzulernen.
  • Hast Du einen Shop oder eine ganze Produktpalette, die Du per E-Mail-Marketing verkaufen möchtest, dann brauchst Du eine Strategie, die den Fokus auf den Verkauf legt.

Ziel meiner E-Mail-Marketing Bemühungen ist der Verkauf digitaler Infoprodukte und ich vermute, auch Dein übergeordnetes Ziel ist es, etwas zu verkaufen und Umsatz zu machen, richtig?

Wusst ich's doch! 🙂

Dir jetzt einfach meine Strategie vor den Latz zu knallen, würde Dir nicht helfen, da Du sehr wahrscheinlich in einem anderen Bereich tätig bist als ich.

Das mag Dich vielleicht überraschen, aber der Verkauf findet lange vor der ersten versendeten E-Mail statt. Du musst also etwas Vorarbeit leisten, um Deine "perfekte" E-Mail-Marketing Strategie entwickeln zu können.

Los geht's...

3.1 Einen Bedarf schaffen und Dich positionieren

Egal, um welches Thema es sich bei Dir handelt. Du musst einen Bedarf oder einen Grund schaffen, warum sich (später) jemand in Deiner E-Mail-Liste anmelden sollte. Warum Dir also jemand seine private E-Mail-Adresse anvertrauen sollte, um als Gegenleistung wertvolle Informationen von Dir zu erhalten. Denn vergiss nicht: Ohne E-Mail-Liste brauchst Du auch keine Strategie!

Überlege also als aller erstes, was es für Informationen (= Lösungen) in Form von E-Mails in Deiner Nische, in Deinem Fachgebiet, zu Deinem Thema geben könnte, für die andere bereit wären, ihre E-Mail-Adresse zu hinterlassen.

Also nicht einfach drauf loslegen und irgend etwas als Lead-Magnet benutzen und sagen "Hier trag Dich ein, dann bekommst Du das E-Book xy geschenkt". Du musst erst einmal einen Bedarf schaffen.

Du musst also Deinen Besuchern vermitteln, dass Du jemand bist (durch Deine Art, durch Deinen Content, durch Deine Positionierung), von dem sie etwas lernen können oder der ihnen bei ihrem aktuellen Problem weiterhelfen kann.

Die Welt braucht keine weiteren langweiligen Infos von der Stange. Die Welt braucht keine reinen Promo-Werbe-Newsletter.

Die Welt braucht aber eines: Lösungen, Hilfen, Ratschläge auf Probleme, die bislang andere noch nicht gut genug lösen.

Positioniere Dich also in Deinem Bereich so, dass Du dies liefern kannst. Auf Deine eigene Art und Weise. In Deinem eigenen Stil. Und erstelle in Deinem Newsletter Content, der gelesen werden will! Wo Leute sich freuen, wenn Du eine neue E-Mail sendest. Aber wie? Dazu kommen wir noch weiter unten in diesem Beitrag.

Das ist erst einmal die Grundvoraussetzung.

3.2 Lerne Deine Zielgruppe kennen

Viele sind so darauf erpicht, möglichst schnell etwas zu verkaufen (und ein paar Euros zu verdienen), dass sie keinen Gedanken daran verschwenden, WER genau ihre Kunden eigentlich sein sollen (und wer nicht).

Ich betone es immer wieder auf meiner Webseite, in meinem Online-Kurs und auch hier: Du wirst nur gute Mails schreiben und Deine Zielgruppe ansprechen können, wenn Du sie richtig gut verstanden hast.

Du solltest E-Mails von Deinen Lesern bekommen, in denen sie Dir schreiben "Mir geht es genauso wie Dir". So wie mir Bernhard geschrieben hat. 🙂

E-Mail-Feedback eines Lesers

Deine Leser müssen das Gefühl haben, dass Du einer von ihnen bist. Ein Freund, der neben ihnen sitzt. Jemand, der mal in der gleichen Situation war, wie sie jetzt und eine Lösung gefunden hat.

Und das kannst Du nur mit einem umfassenden Zielgruppenverständnis.

Ich habe schon sehr viele E-Mails mit meinen Abonnenten (vielleicht auch Dir) gewechselt und weiß, was die typischen Probleme sind. Zudem habe ich Infos aus vielen Umfragen und Blogkommentaren und daher weiß ich auch, wo der Schuh drückt.

Und solche Schwierigkeiten und Herausforderungen spreche ich in meinen E-Mails an, versuche Mehrwert zu schaffen und weitere Hilfe anzubieten - klar, dass sich einige davon angesprochen fühlen. 🙂

Ich recherchiere manchmal sogar tagelang und versuche folgende Fragen zu beantworten:

  • Wie denkt und fühlt meine Zielgruppe?
  • Was sieht meine Zielgruppe tatsächlich/real?
  • Was für Schmerzen hat meine Zielgruppe?
  • Was sagt und tut sie? Was für Ausreden hat sie? Was unternimmt sie bislang?
  • Was für Ziele hat sie, was möchte sie erreichen/ändern?
  • Was hört sie von Personen im Umkreis/im Internet?
  • Von wem lässt sich die Zielgruppe beeinflussen?
  • Was kennt die Zielgruppe bereits? Was hat sie in dem speziellen Bereich alles erlebt?

Wenn Du dafür die richtigen Antworten findest, hast Du einen Großteil der Kenntnisse Deiner Zielgruppe und damit schaffst Du es all Deine Marketing-Aktivitäten auf den Punkt genau auszurichten. Auch Dein E-Mail-Marketing.

Ganz wichtig hierbei ist die Sprache. Die Wörter, die Du benutzt. Schreibe eine Mail nicht, wie einen typischen Newsletter, nicht wie eine Werbemail und auch nicht künstlich. Sondern genau so, wie Du sie an Deinen besten Freund schreiben würdest, dem Du gerade bei seinem Problem helfen wollen würdest! Das kommt authentisch und ehrlich rüber!

Wenn Du die beiden Dinge gemacht hast (Bedarf/Positionierung/Expertise ausgearbeitet und Zielgruppe gründlich verstanden) bist Du bereit, Dir eine Strategie zu überlegen, was für Inhalte Du wie und in welcher Reihenfolge über welchen Zeitraum an Deine Zielgruppe versenden wirst.

Nützlich dafür sind sogenannte Autoresponder oder Follow-Up-Systeme. Jedes professionelle E-Mail Marketing Tools hat so ein System (mehr zu E-Mail- Marketing Tools weiter unten). Du richtest dabei einmalig alle E-Mails, z.B. 10 E-Mails ein, definierst Regeln, wann diese E-Mails versendet werden sollen und dann kriegt jeder neue Abonnent diese E-Mail-Serie automatisiert zugeschickt.

Wenn Du clever bist, erzeugst Du in diesen E-Mails Trust, also Vertrauen und zeigst, dass Du Ahnung hast über das was Du sprichst und hilfst Deiner Zielgruppe alleine durch diese E-Mails enorm weiter.

Aber ich greife vor, sorry.

An diesem Punkt brauchst Du zunächst eine Strategie. Und diese basiert auf Deiner Positionierung, Deinem Zielgruppenverständnis und Deinem Ziel. Glaub mir, wenn Du das in Stein gemeißelt hast, dann ist das schon die halbe Miete für Deinen E-Mail-Marketing Erfolg. 🙂

Noch ein wichtiger Tipp zur Strategie...

3.3 Verkaufe sofort!

Wenn Du etwas zu verkaufen hast, dann verkaufe sofort!

Die Sache ist, dass die Aufmerksamkeitsspanne eines frischen E-Mail-Abonnenten in den ersten Tagen am höchsten ist und dann kontinuierlich abnimmt. In diesem Zeitraum sind Deine Chancen also am größten, dass Du mit cleverem E-Mail-Marketing Kunden gewinnst. Wenn die Tage vergehen, der Alltag stresst und das Postfach mit anderen Absendern übergeht, dann sinkt die Aufmerksamkeit und die Alternativen und Ablenkungen steigen.

Die Situation eines neuen E-Mail-Abonnenten ist in der Regel folgende:

  • Er landet auf Deiner Webseite oder Landingpage und sieht Dein kostenfreies Angebot (Dein Freebie, Deinen Download).
  • Er kann sich damit identifizieren und will Dein Freebie haben.
  • Er schenkt Dir sein Vertrauen und hinterlässt Dir seine E-Mail-Adresse.
  • Er bestätigt seine E-Mail-Adresse und sagt damit: "Ja, ich bin damit einverstanden, dass Du mir E-Mails sendest!"

In diesem Moment ist sein Fokus also voll und ganz auf Dich gerichtet. Der Abonnent interessiert sich für Dich. Er will mehr von Dir.

Warum also mit einem Angebot auf später warten?

Aber Achtung! Mit "Verkaufe sofort!" meine ich nicht, dass Du marktschreierisch und "hart" verkaufen solltest. Du kannst auch unterschwellig und authentisch verkaufen. So kannst Du beispielsweise in jeder E-Mail innerhalb der ersten 7 Tage zu Beginn Mehrwert liefern, Dein Wissen und Ratschläge weitergeben und am Ende dennoch ein tolles Angebot machen.

So lieferst Du Content, schaffst Vertrauen und lädst alle, die noch mehr von Dir wollen, ein, Dein Produkt zu kaufen. Smart und wirkungsvoll. 🙂

4. Meine besten E-Mail-Marketing Tipps und Erfahrungen

Das erste E-Mail-Marketing Tool hatte ich 2010 im Einsatz. Über all die Jahre, in denen ich Newsletter versendete, konnte ich jede Menge Erfahrungen sammeln, die ich hier nun an Dich weitergeben möchte.

Aber nicht nur das.

Ich habe auch meine Community gefragt, was sie zum Thema "E-Mail-Marketing" interessiert...

E-Mail-Marketing Feedback meiner Community

... und möchte ihre Fragen hier ebenfalls aus meiner Sicht beantworten.

(Merkst Du was? Auch diesen Blog-Beitrag habe ich nicht einfach so drauflos geschrieben, sondern vorher meine Zielgruppe gefragt, wie sie ihn haben möchte. Ich musste also nicht mehr lange grübeln, was ich schreiben soll, sondern kannte die "heißen" Themen längst. Alles steht und fällt eben mit dem "Verstehen der eigenen Zielgruppe!" :-))

4.1 Wie muss eine E-Mail richtig aufgebaut werden?

Ich möchte Dir vier Strategien vorstellen, die Dich Deine E-Mails so schreiben lassen, dass Du Deine Konkurrenz in den Schatten stellst.

4.1.1 Die PVL-Strategie

PVL steht für Problem - Vertiefung - Lösung.

Manchmal möchte man sein eigenes Produkt "schmackhaft" machen und man fängt einfach an, das Produkt vorzustellen.

Autsch! Das ist eigentlich die schlechteste Methode.

Das ist so, als wärst Du der Vertriebler für Wasserfiltersysteme und Du würdest Du zu Deinem Kumpel gehen und ihm einfach so sagen:

"Hey Markus, ich habe hier diese richtig geilen Wasserfiltersysteme, die Dein Leitungswasser filtern. Das Wasser schmeckt danach viel besser und es ist zudem auch noch gesünder. Hast Du Interesse daran, es Dir zuzulegen?"

Die Wahrscheinlichkeit, dass er direkt "Ja" sagt, ist sehr gering. Benutzt Du die PVL-Strategie, erhöhst Du Deine Chancen um ein Vielfaches!

Um etwas zu verkaufen, reicht eine E-Mail nicht. Du brauchst eine Serie von E-Mails. So könntest Du die E-Mail-Serie zum Beispiel so aufbauen.

Mail #1 - Problem

Du erklärst in der ersten E-Mail das Hauptproblem Deiner Zielgruppe und "erinnerst" sie daran, dass sie jenes Problem hat und führst auf, wie stark das Problem einen im Leben oder in gewissen Situationen daran hindert, einschränkt oder Schmerzen verursacht.

Ziel ist es, das Problem dem Interessenten vor Augen zu führen und zu verdeutlichen, wie stark es ihn in gewissen Lebenssituationen einschränkt.

Mail #2 - Vertiefung

In der zweiten Mail vertiefst Du das Problem und - ganz wichtig - sagst, was man NICHT tun sollte, um dieses Problem zu lösen. Nennst also die Dinge, die man auf keinen Fall tun sollte, um dieses Problem zu lösen, weil sie eventuell sogar das Problem verschlimmern oder gar keinen positiven Effekt haben.

Meist erzählst Du hier sogar Dinge, die der Interessent bereits tut und er fühlt sich noch schlechter (gleichzeitig aber von Dir verstanden).

Mail #3 - Lösung

Nachdem der Interessent weiß, was sein Problem ist und weiß, was er falsch macht, musst Du ihm nun eine Lösung anbieten. Aufgrund der beiden Mails vorher, will er die Lösung viel mehr, viel stärker. Weil er das Problem erkannt hat und weiß, was er falsch macht. Gleichzeitig hast Du ihm auf subtile Art und Weise aufgezeigt, dass Du ihn verstehst und weißt, worüber Du sprichst. Die Lösung ist entweder ein Produkt von Dir oder ein Produkt, welches Du empfiehlst.

Um auf unser Beispiel zurück zu kommen, würdest Du das Gespräch in dieser Art und Weise aufbauen:

Du: "Hey Markus - sag mal, hast Du auch davon gehört, dass in unserem Trinkwasser verhältnismäßig viele Rückstände an Schwermetallen, Keimen, Medikamentenresten
und sogar Pestiziden vorhanden sind?

Ja, ich wusste das eigentlich auch nicht. Ich dachte immer, das Wasser hier bei uns sei richtig gut. Aber als meine Tochter vor kurzem mit Magen-Darm im Bett lag und wir ein langes Gespräch mit unserer Ärztin hatten, hat sie uns darauf aufmerksam gemacht. Es gibt so Tests, die Du machen kannst und Du willst nicht wissen, was dabei rauskam.

Ohne es eigentlich zu wissen, nehmen wir durch das Trinkwasser täglich all diese Stoffe in kleinen Mengen auf - einiges davon kann unser Körper abbauen, anderes wiederum nicht. Irgendwann erkranken wir dann und wissen nicht warum."

Darauf Markus: "Ja, davon habe ich auch schon gehört. Deshalb trinken wir seit längerer Zeit nur noch Trinkwasser aus dem Aldi. In den Trinkflaschen. Zwar muss ich die immer nach Hause schleppen, aber da weiß ich wenigstens, dass das gesünder ist, als das Wasser aus dem Wasserhahn."

Darauf Du: "Ja, das hatten wir uns auch gedacht, bis die Ärztin uns einige Studien zeigte, was für Rückstände Plastik im Wasser hinterlässt. Das alles ist eigentlich recht kompliziert. Ihre Empfehlung war, auf gefiltertes Leitungswasser umzusteigen. Seitdem haben wir uns den Wasserfilter von der Firma xy gekauft und wir fühlen uns alle irgendwie wohler, ob Du
es glaubst oder nicht."

Merkst Du den Unterschied?

Das eigentliche Produkt ist NICHT wichtig. Für den Leser wichtig ist sein Problem, Dein Verständnis dafür und eine passende Lösung, die Du dafür gefunden hast.

Übrigens... die PVL-Strategie habe ich mir nicht selbst aus den Fingern gesaugt, sondern vor Jahren von André Chaperon erfahren.

4.1.2 Die EIS-Strategie

Eine weitere Strategie für den Aufbau einzelner Mails, die ich von Walter Epp gelernt habe, nennt sich EIS. Das steht für Entertainment, Information und Sale.

Versuche zu Beginn einer E-Mail zu unterhalten und Aufmerksamkeit zu erzeugen. Erzähle einen Witz, zitiere eine bekannte Persönlichkeit, stelle eine erschreckende Behauptung auf oder schreib etwas, was niemand erwartet. Der Einstieg in eine E-Mail ist entscheidend, ob jemand weiterliest oder nicht.

Dann lieferst Du wertvolle Informationen, teilst Erfahrungen, die Du gemacht hast, greifst ein typisches Problem Deiner Zielgruppe auf oder ein Ziel, das sie erreichen will. Wichtig ist in diesem Mittelteil, dass Deine Leser etwas lernen oder etwas Neues erfahren.

Dann schwenkst Du über zu der Lösung, die Du entwickelt hast, um das Problem Deines Lesers zu lösen oder seinen Wunsch zu erfüllen. Erst dann, stellst Du kurz Dein Produkt vor, verrätst ein paar Details und Benefits davon und verlinkst es.

Hier zum Beispiel eine tolle E-Mail von Walter. Niemand ahnt zu Beginn, dass es darin eigentlich um Abo-Modelle geht (und nicht um Klosterschwestern). 😉

Oder hier eine E-Mail von mir, die im Betreff überrascht, sehr oft geöffnet wurde und direkt mit einer spannenden Frage beginnt, in der sich meine Zielgruppe wiedererkennt.

Beispiel eines guten E-Mail-Aufbaus

4.1.3 Loops einbauen

Loops sind Dinge, die Du in einer nächsten E-Mail auflöst. Sozusagen eine "Vorschau" auf das, was kommt.

Du fängst also ein Thema an und sagst dann, dass Du das in der nächsten E-Mail oder an einem anderen Tag besprichst oder darauf eine Lösung gibst.

Das ist ein klassisches Element von Daily Soaps (Seifenopern) wie GZSZ im Fernsehen oder auch im Radio, um nicht den Sender zu wechseln. Das Ganze kann man auch sehr gut am Ende einer Mail benutzen, um Lust auf die nächste Mail zu machen.

4.1.4 PS nutzen

Viele Leute benutzen keine PS in ihren E-Mails. Das ist vergeudetes Potential.

Warum?

Wenn Du es schaffst, PS zu schreiben, die neugierig machen oder in denen Du immer wieder sehr coole Tipps gibst oder lustige Inhalte aufzeigst oder auch mal ein Bild postest, dann "erziehst" Du Deine Leser, immer bis zum PS zu lesen.

Manche Leute gehen dann soweit, dass sie die Mail runterscrollen, um wenigstens das PS zu sehen. Wenn Du dann dort einen starken "Kaufgrund" oder etwas Essentielles mit unterbringst, kann es manchmal einen kleinen, feinen Unterschied machen und wiederum Deine Conversion erhöhen.

4.2 Wie kommst Du auf Betreffzeilen mit hohen Öffnungsraten?

Meiner Erfahrung nach erzielst Du die höchsten Öffnungsraten, wenn Du bei Deinen Lesern im Betreff zumindest einen der 8 folgenden Aspekte ansprichst:

  1. Angst, etwas zu verpassen (Dringlichkeit)
  2. Neugierde
  3. Schmunzeln / Lachen
  4. Eitelkeit / Ego
  5. Sparen / Schnäppchen
  6. Faulheit
  7. Schmerzen / konkrete Probleme
  8. Persönlichkeit

Wie kann das in der Praxis aussehen?

Hier ein paar Beispiele:

1. Angst, etwas zu verpassen

Ein psychologischer Trigger, dem wir Menschen kaum widerstehen könnten, ist die Angst, etwas zu verpassen. Nutze diese Tatsache, indem Du Elemente für Knappheit (begrenzte Verfügbarkeit) oder Dringlichkeit (begrenzte Zeit) in Deinem Betreff verwendest.

  • "Schnell, Du verpasst es!"
  • "Der Vorhang fällt!"
  • "Du hast noch x Stunden Zeit..."
  • "Bye Bye!"
  • "Nur noch heute: Dein Produkt"

2. Neugierde

Wir Menschen hassen es, "dumm" im Regen stehen gelassen zu werden. Wir haben das Verlangen, Dinge abzuschließen oder zu Ende zu bringen. Das gilt auch für Wissen, das wir haben möchten.

So kannst Du Deine Betreffzeile zum Beispiel mit einem offenen Ende versehen, indem Du eine Frage stellst, etwas Spannendes versprichst oder eine seltsame Behauptung aufstellst. Deine Leser werden platzen vor Neugierde! 😉

  • "Öffne diese E-Mail NICHT!"
  • "Diese E-Mail ist nicht für Dich!"
  • "Gehörst Du auch zu den 90% die..."
  • "Das wird Dich überraschen..."
  • "Ist das der letzte Schrei im Online Marketing?"
  • "10 geheime Fakten über [DEIN THEMA]"

3. Schmunzeln / Lachen

Hast Du schon einmal einen Betreff gelesen, der Dich zum Schmunzeln gebracht hat und dann die E-Mail nicht geöffnet? Eben. 🙂

  • "Wo kannst Du Dich jetzt noch volllaufen lassen?"
  • "Ich weiß was Du letzten Sommer getan hast!"
  • "Huch, wie peinlich!"
  • "Wegen unserem letzten Date..."
  • "Willst Du mit mir gehen?"
  • "Versteckst Du Dich etwa?"

4. Eitelkeit / Ego

Seien wir uns ehrlich, wir alle sind ein bisschen Eitel. Wir alle wollen gemocht, akzeptiert und sogar verehrt werden. Lass Deinen Leser im Betreff besser dastehen oder versuche, ihn zu "beschämen" und er wird die E-Mail öffnen. 🙂

  • "Das wird Deinen Po knackiger aussehen lassen"
  • "Hör nicht auf diesen Marketing Tipp aus dem letzten Jahr"
  • "Glaubst Du immer noch an diesen Humbug?"
  • "Geschenkideen für den anspruchsvollen Mann / die anspruchsvolle Frau
  • "Willkommen im Club!"
  • "Das kaufen die VIPs gerade..."

5. Sparen / Schnäppchen

Ein Freund von mir ist ein echter Sparmeister und prahlt oft vor mir, wenn er wieder etwas besonders günstig bekommen hat (günstiger als ich). Viele Menschen, die ein Produkt unbedingt haben wollen, warten auf Rabatte und Aktionen. Arbeitest Du in Betreffzeilen damit, werden sie in der Regel häufiger geöffnet.

Achte aber darauf, keine zu hohen Rabatte oder Preisvergünstigungen anzubieten, ansonsten wirkst Du unseriös und machst Dein Produkt minderwertiger. Wie hilfreich kann schon ein Produkt sein, dass normalerweise 1.000 € kostet und dann plötzlich nur mehr 49 €? 

  • "Ein Angebot, das Du nicht verpassen darfst..."
  • "Schnäppchenjäger?"
  • "25% Rabatt auf meinen besten Kurs"
  • "Zwei für Eines
  • Etwas Luxus für einen super Preis"
  • "Ich senke die Gebühr für Dich"

6. Faulheit

Was würdest Du bevorzugen? Einen langen und harten Weg oder ein einfaches Patentrezept auf dem Silbertablett? Wir Menschen sind faul, wollen Arbeit vermeiden und sind immer auf der Suche nach Abkürzungen oder Möglichkeiten, um Zeit und Energie zu sparen. Eine perfekte menschliche Eigenschaft, um die Öffnungsraten Deiner E-Mails zu erhöhen.

  • "Einfache 30-Punkte Checkliste für Deine Webseite"
  • "Wort-für-Wort Skript für umsatzbringende Verkaufsgespräche"
  • "Stiel diese 37 E-Mail-Vorlagen"
  • "199 Ideen für Blog-Artikel, die gelesen werden"
  • "Die ultimative Anleitung zum ersten Online-Kurs"
  • "Wie Du jeden Tag 2h mehr Freizeit gewinnst"

7. Schmerzen / konkrete Probleme

Wenn Du Deine Zielgruppe wirklich kennst, dann kennst Du auch ihre größten Probleme und Herausforderungen. Sprich diese im Betreff an und Deine Mails werden geöffnet.

  • "Keine Zeit für ein Online Business?"
  • "Schon alles probiert, aber trotzdem Hängebäckchen?"
  • "Hör auf Geld für diese Kurse auszugeben!"
  • "Lerne eine neue Sprache mit nur 5 Minuten pro Tag"
  • "Danach wird Dich niemand mehr respektlos behandeln"
  • "Angst, in den Spiegel zu schauen?"

8. Persönlichkeit

Deine Leser sitzen in der Regel alleine vorm Rechner und wollen persönlich angesprochen werden. Tu mir einen gefallen und sprich Deine Leser niemals mit "Sehr geehrte Damen und Herren" oder "Liebe Leser" an.

In jedem E-Mail-Marketing Tool kannst Du den Vornamen Deiner Leser auch in der Betreffzeile einfügen und so die Öffnungsrate steigern.

Darüber hinaus solltest Du einen lockeren, umgänglichen Sprachstil verwenden und so schreiben, also würdest Du Dich mit einem Freund unterhalten.

  • "Katrin, diesen neuen Look wirst Du lieben"
  • "Happy Birthday Frank (Geschenk in der Mail)"
  • "Bist Du auch dabei?"
  • "Wir sehen uns morgen um 8, Jürgen"
  • "Im Ernst, warum machst Du so etwas?"
  • "Susanne, kannst Du Dich an mich erinnern?"
  • Lieber Schokolade oder Vanille?

Hier noch drei weitere Tipps für Deine Betreffzeilen:

  1. Die meisten Menschen öffnen E-Mails auf dem Handy. Stell also sicher, dass Deine Betreffzeilen für mobile Nutzer optimiert sind. Du kannst zum Beispiel mit Tools wie ZURB nachschauen, wie Deine Betreffzeilen auf verschiedenen Smartphones angezeigt werden.
  2. Sei originell (und andersartig). Die Wahrheit ist, dass sich Deine Leser schnell langweilen. Wenn Du einen frischen E-Mail-Abonnenten oder inaktive Langzeitabonnenten erreichen möchtest, dann dürfen sie nicht Deine Betreffzeile lesen und sich denken: "Schon wieder dieser langweilige Newsletter, den ich ohnehin nie lese." Du musst also für Abwechslung sorgen und auffallen (um jeden Preis). 
  3. Probier mal Emojis aus. Ich selbst habe es zwar noch nie getestet, aber von Kollegen gehört, dass diese witzigen grafischen Elemente die Öffnungsraten erhöhen können. Aber auch hier solltest Du es aus meiner Sicht nicht übertreiben. Der Mix macht die Musik!

Damit Du ein Gefühl dafür bekommst, welche Öffnungsraten von E-Mails "normal" sind, hier ein Screenshot, der die Öffnungsraten einiger Mails in einer meiner E-Mail-Kampagnen zeigt.

Öffnungsraten meiner E-Mail-Kampagne

Im Schnitt habe ich in dieser Kampagne eine Öffnungsrate von 35,22 %.

Erfahrungsgemäß ist das über alle Branchen hinweg ein sehr guter Wert. Rechne also damit, dass - je nach Nische und Zielgruppe - Deine Öffnungsraten vielleicht etwas darunter liegen.

Aber vermutlich bist Du auch noch kein so "E-Mail-Marketing Pro" wie ich? 😉 Wenn Deine Raten zwischen 20 % und 25 % liegen, dann funktionieren Deine Betreffzeilen. Darunter würde ich optimieren.

Übrigens... wundere Dich bitte nicht über die teilweise unterirdischen Klickraten. Einige dieser Mails sind reine Content-Mails ohne Call to Action oder direkten Link zum Klicken. 🙂

Doch wie verhalten sich die Öffnungs- und Klickraten an den verschiedenen Wochentagen?

Dazu habe ich folgende interessante Statistik aus 2021 gefunden, die sich diese Daten über alle Branchen hinweg angesehen hat.

  • Tag mit den höchsten Öffnungsraten: Freitag (18,9 %)
  • Tag mit den höchsten Klickraten: Freitag (2,7 %)
  • Tage mit den höchsten Click-to-Open-Raten: Mittwoch und Freitag (14,4 %)
  • Die Abmelderaten für E-Mails waren während der gesamten Woche praktisch identisch (0,1%)
  • Tag mit den niedrigsten Öffnungsraten: Samstag (17,3 %)
  • Tag mit den niedrigsten Klickraten: Samstag (2,4 %)
  • Tag mit den niedrigsten Klick-zu-Öffnen-Raten: Dienstag (13,5%)

Spannend oder?

Nimm diese Zahlen aber nicht allzu ernst, sondern finde selbst heraus, wann Du in Deinem E-Mail-Marketing die besten Ergebnisse bekommst. 🙂

4.3 Wie kommst Du auf Content-Ideen für Newsletter?

Das darfst Du nicht mich fragen, sondern Deine Zielgruppe! 😉

Im Ernst.

Wenn Du Dich intensiv mit Deiner Zielgruppe befasst, ihre Probleme, Herausforderungen und Wünsche kennst, dann wird Dir das "Material" für E-Mails niemals ausgehen.

Egal, wo Du in Deinem Business also gerade stehst, beginne sofort, Dir einen Pool an Content-Ideen anzulegen. Nicht nur für Newsletter, sondern zum Beispiel auch für Blog-Artikel, Videos, Grafiken und Produkte.

Wann immer Du also...

  • Einen Blog-Kommentar liest.
  • Eine Leseranfrage bekommst.
  • Ein Insight über Deine Zielgruppe herausfindest.
  • Eine Keyword-Recherche machst.
  • Einen Wettbewerber (Webseite) analysierst.
  • Oder einfach nur mal scharf nachdenkst.

...beginne, Dir Notizen darüber zu machen, was Du davon als Newsletter oder generell als Content verwenden kannst.

Hier 20 Content-Ideen für Newsletter, auf die ich eben durch scharfes Nachdenken gekommen bin. 🙂

  1. How-to Anleitungen. Zeige Deinen Lesern, wie sie von A nach B kommen.
  2. Interviews. Bitte eine bekannte Person in Deiner Nische um ein Interview und verlinke es in Deinem Newsletter.
  3. Umfragen. Stelle ein paar konkrete Fragen, um besser zu verstehen, wie Du Deinen Lesern helfen kannst.
  4. Blog-Posts. Du hast erstklassigen Content auf Deinem Blog online? Dann erzähle Deinen E-Mail-Abonnenten davon.
  5. Bitte um Feedback. Schreib einfach mal eine Mail, in der Du eine konkrete Frage stellst und um eine Antwort bittest.
  6. Case Studys. Du hast etwas ausprobiert und Deine Erfahrungen und Ergebnisse aufgeschrieben. Das ist bestimmt interessant für Deine Leser!
  7. Andere Artikel. Was spricht dagegen, auch auf Artikel und Beiträge außerhalb Deiner Webseite zu verlinken? Nichts, sofern es einen Mehrwert für Deine Leser liefert.
  8. Quick Tipps. Du hast in Deiner täglichen Arbeit etwas herausgefunden, wie Du etwas schneller oder einfacher schaffen kannst? Dann teile Deine Erkenntnis direkt mit Deinen Lesern. Sie werden Dir dafür danken!
  9. E-Mail-Serien. Du möchtest Deinen Lesern etwas beibringen, was den Rahmen einer Mail sprengt. Dann verpacke die einzelnen Schritte in mehreren Mails und achte darauf, jede dazugehörige Mail der Serie mit dem gleichen Kürzel im Betreff anzukündigen.
  10. Sprich darüber, was Dich beschäftigt. Welches Buch liest Du gerade? Wie ernährst Du Dich aktuell? Wovon träumst Du? Teile Deine Gedanken mit Deinen Lesern. Das schafft Nähe und Vertrauen.
  11. Feedbacks. Du hast eine Lobesmail von einem Kunden oder gar ein tolles Testimonial für ein Produkt bekommen. Teile es mit Deinen Lesern und sei stolz darauf.
  12. Aktuelle Ereignisse. Sprich Themen an, die die Welt (und somit auch Deine Leser) gerade beschäftigt. Seien es Krisen oder Katastrophen oder auch erfreuliche Ereignisse (vielleicht bist Du Mutter oder Vater geworden). Ja, Leute, die Deinen Newsletter abonniert haben, interessieren sich für Dich und Dein Leben.
  13. Insights. Wie sieht Dein Alltag als erfolgreicher Infopreneuer aus? Verbringst Du den ganzen Tag mit Geld zählen auf den Malediven oder klemmst Du doch hinterm Bürostuhl und arbeitest fleißig an Deinem Geschäft? 🙂 Lass Deine Leser einen Blick hinter die Kulissen werfen.
  14. Partner / Jobs. Du suchst jemanden, der Dich unterstützt oder hast gar ein Job-Angebot zu vergeben? Dann nutze Deine Community, um eine passende Person zu finden.
  15. Kooperationen. Was spricht dagegen, dass Du ein Online-Projekt mit einem Partner zusammen aufbaust und ihr euch die Gewinne teilt? Nichts. Und Deine Liste ist perfekt, um eine gleichgesinnte Person zu finden (Deine Leser kennen Dich, Deine Art und Deine Vision bereits).
  16. (Neue) Produkte. Du hast ein tolles Produkt oder bist gerade dabei ein Neues zu entwickeln? Dann verkaufe es in Deiner Liste oder bitte um Feedback, wie Dein neues Produkt aussehen sollte, damit es gekauft wird.
  17. Sprich über Fehler. Du hast einen Fehler gemacht oder bist in ein Fettnäpfchen getreten? Dann erzähle Deiner Community davon, sorge für Lacher und bewahre sie vor den gleichen Missgeschicken.
  18. Feiere! Was ist schöner als gemeinsam zu feiern? Wenn Dir irgendetwas Besonderes gelungen ist oder Du ein bestimmtes Ziel erreicht hast, dann lade Deine Leser ein, mit Dir gemeinsam zu feiern (und die Feier vielleicht mit einem kleinen Produktrabatt zu verbinden ;-)).
  19. Deine Story. Vielleicht warst Du einmal in der gleichen Situation wie viele Deiner Leser aktuell. Oder Du hast die gleichen Erfahrungen gemacht. Erzähle Deinen E-Mail-Abonnenten davon, wie Du aus der Situation herausgekommen bist und welchen Weg Du dafür gegangen bist.
  20. Lade zu einem Gespräch ein. Nichts kann durch ein persönliches Gespräch ersetzt werden. Investiere mal 30-60 Minuten, um Deiner Zielgruppe direkt per Telefon oder Zoom weiterzuhelfen. Du wirst sehen, wie wertvoll so ein Gespräch auch für Dich sein kann (= neue Content-Ideen).

4.4 Wie funktioniert Storytelling im E-Mail-Marketing?

Über Storytelling wurden ganze Bücher geschrieben und hier tief in die Materie einzusteigen würde den Rahmen sprengen.

Am Ende geht es um Geschichten. Wir Menschen lieben Geschichten. Wir hassen aber stumpfe Werbemails. 

Versuche also so gut wie möglich, in Deinen E-Mails eine Geschichte zu erzählen. Auch und vor allem in Mails, in denen Du etwas verkaufen möchtest. Niemand liest mehr Zweizeiler mit Link in dem steht: "Kaufe jetzt oder stirb!"

Natürlich funktioniert das nicht immer und ergibt auch nicht immer Sinn. Wenn Du die Benefits Deines Produktes auflisten möchtest, dann brauchst Du keine Story.

Wenn Du aber ein Problem Deiner Zielgruppe aufgreifen und zeigen möchtest, wie Du zu einer praktikablen Lösung dafür gekommen bist, dann kannst Du das schön in (D)einer Geschichte verpacken.

In meiner Recherche habe ich eine schöne Gegenüberstellung gefunden, was Storytelling ist und was es nicht ist.

Storytelling ist...

Storytelling ist nicht...

Nützliche Informationen

Ein 10.000 Wörter langer Artikel

Was Deine Leser motiviert

Deine (Verkaufs)ziele

Wofür Du und Deine Marke stehen

Plumpe Werbung

Über Deine Leser und Kunden

Über Deine Marke

Emotional und Fesselnd

Langweilig

Ein Anfang, ein Problem & einen Lösung

Etwas "Cooles" das passiert ist

Eine Interaktion zwischen Deinen Lesern und Kunden und Dir

Ein Verkaufsgespräch

Was macht eine gute Geschichte eigentlich aus?

Aus meiner Sicht sind es drei Bestandteile:

  1. Figur. Jede Geschichte hat eine Figur, eine Hauptrolle. Sie ist die Brücke zwischen Dir, dem Erzähler und Deinem Leser. Diese Hauptrolle kannst auch Du selbst übernehmen, wenn es in Deiner Story um Dich geht. Es kann aber auch ein fiktiver Charakter sein, der zum Beispiel für Deine Zielgruppe steht. Wichtig ist, dass sich Deine Leser in sie hineinversetzen und sich mit ihr identifizieren können. 
  2. Problem. Die Aufgabe Deiner Figur in der Story ist es, eine bestimmte Herausforderung zu meistern. Im besten Fall eine typische Herausforderung Deiner Zielgruppe. Das weckt Emotionen und zieht Deine Leser in die Geschichte, da sie sich erkannt und verstanden fühlen. Das schafft Vertrauen und fesselt.
  3. Auflösung. Jede gute Geschichte hat ein Ende, aber es muss nicht immer ein Gutes sein. Hier schwenkst Du von der Herausforderung zur (Auf)lösung der Geschichte über und forderst Deine Leser zu einer Aktion auf, mit der sie im besten Fall selbst die Herausforderung meistern können. Zum Beispiel Dein Produkt, einem Blog-Beitrag oder ein persönliches Gespräch mit Dir.

Wenn Du es schaffst, in zumindest einigen Deiner Newsletter Geschichten nach diesem Muster zu erzählen, dann hast Du schon sehr viel erreicht und Deine Leser werden happy sein. 🙂

Hier als Beispiel eine "Story-Mail" von mir, die bei meiner Zielgruppe sehr gut ankommt und ja, auch bis zum Ende gelesen wird. Einfach auf folgenden Balken klicken, um die Mail aufzuklappen und zu lesen.

Beispiel einer Content-Mail mit Story

Betreff: Übers Scheitern im Internet...

Hallo Ulrike,

heute verrate ich Dir meine 6 Fehler, die mich jahrelang davon abgehalten haben, kontinuierlich und passiv Umsätze über das Internet zu generieren.

Begehst Du diese Fehler auch?

#1: Die Suche nach der Nadel im Heuhaufen

Ich habe ein Produkt nach dem anderen gekauft, immer in der Hoffnung endlich das letzte fehlende Puzzleteil zu finden oder den ersehnten roten Faden zu bekommen (Vielleicht kennst Du das ja?).

Und habe dabei viele Scheine liegen lassen.

Irgendwann habe ich bemerkt, dass in vielen E-Books und Online-Kursen Inhalte bewusst weggelassen werden, um mir dann Folgeprodukte verkaufen zu können, die die Lücke scheinbar schließen (Schon mal erlebt?).

Auch führten "harte" Verkaufstaktiken dazu, dass ich Kurse und Tools vorschnell und unüberlegt gekauft habe, die ich am Ende des Tages überhaupt nicht gebraucht habe. Oder die nie so richtig zur der Situation passten, in der ich mich gerade befand.

Viele "Gurus" verstehen eben ihr Handwerk und ich bin immer wieder in die "Kauffalle" getappt.

Resultat war ein Sammelsurium an Kursen zu den unterschiedlichsten Themen, die weder ein großes Ganzes ergaben, noch wirklich Sinn machten. Und entweder "im Regal verstaubten" oder irgendwo in der Mitte endeten und mich irgendwann zur Aufgabe zwangen (und immer einen faden Beigeschmack bei mir hinterließen).

#2: Keine Business-Idee

"Worüber soll ich denn bloß einen Kurs erstellen oder ein E-Book schreiben, wenn ich doch kein Experte bin und kein Wissen zum Teilen habe?"

Eine Frage, die mich lange quälte (Vielleicht auch Dich?).

Ich grübelte und grübelte und kam einfach auf keine zündende Idee (oder hatte das Gefühl, dass keine Idee gut genug für ein echtes Business war).

Nach und nach verlor ich die Motivation und ließ es wieder bleiben, bevor ich richtig gestartet bin.

#3: (Zu) viele Ideen oder ein fertiges Produkt

Es gibt Menschen, die sprudeln nur so vor Ideen oder werden nachts wach, weil sie der nächste Geistesblitz erreicht.

Meine Frau gehört dazu und sie hatte immer wieder gute Einfälle.

Allerdings wusste ich dann nicht, ob ihre Ideen überhaupt Sinn machen, geschweige denn, ob sich später damit Einkommen generieren lässt (Trifft das auch auf Dich zu?).

Was mir fehlte, war das Know-How, wie man Ideen im Internet auf Profitabilität überprüft. Und der Mut, die Ideen dann wirklich anzugehen und zu versuchen, daraus ein echtes Business zu machen.

Irgendwann habe ich mich aber davon nicht mehr aufhalten lassen und übereifrig ein eigenes Infoprodukt erstellt. In der festen Überzeugung, dann nur mehr einen Knopf drücken zu müssen und schon stürmen die gierigen Käuferhorden "meinen Laden".

(In dem Produkt zeigte ich Leuten, wie sie ein damals sehr beliebtes Videospiel schneller durchspielen konnten)

Zurück in der Realität angekommen, stellte ich dann aber schnell fest, dass niemand mein Produkt kaufen wollte (ein Produkt, in das ich viel Zeit und Herzblut gesteckt hatte).

Fragen taten sich auf, wie zum Beispiel:

  • "Liegt es an meiner Vekaufsseite?"
  • "Ist mein Produkt nicht gut genug?"
  • "Sollte ich Facebook Ads probieren?"
  • "Woher bekomme ich Partner?"
  • "Warum funktioniert das bei mir alles nicht und bei den anderen schon, welchen Trick kennen sie, den sie mir nicht verraten?"

#4: Ängste, Zweifel und Bedenken, ob ich das alles überhaupt hinbekomme

Um sich ein Online-Business aufzubauen, gibt es jede Menge zu tun.

So zum Beispiel:

  • "Wie lerne ich meine Zielgruppe kennen?"
  • "Wie komme ich an Kunden?"
  • "Wie baue ich mir eine E-Mail-Liste auf?"
  • "Was muss ich rechtlich alles beachten?"

Der Aufgabenberg schien für mich unüberwindbar hoch zu sein (Kennst Du das Gefühl?).

Meine Motivation litt und Zweifel machten sich breit, ob das alles eigentlich das Richtige für mich ist oder überhaupt so funktioniert, wie die Typen im Lambo immer erzählten.

Das kam daher, weil mir natürlich jeder seine Methode und seine Strategie als den heiligen Gral und das nächste "Must Have" verkaufen wollte (obwohl es das meistens nicht war).

Und es somit für mich schwer zu selektieren war, was mich aktuell wirklich weiterbringt und was ich getrost ignorieren kann (und nur wertvolle Zeit frisst, die ich anders besser hätte nutzen können).

#5: Angst vor der Technik

Der ganze Technikkram kann einen aber auch wirklich Nerven kosten (Findest Du nicht auch?)

  • "Wie baue ich eine Webseite richtig auf?"
  • "Wie verbinde ich mein E-Mail-Marketing Tool mit meiner Seite?"
  • "Wie binde ich einen Zahlungsprozessor ein?"
  • "Wie baue ich mir eine automatisierte Verkaufsmaschine?"

Fragen über Fragen, die mich oft zur Weißglut brachten.

#6: Job & Zeit, Fokus & Motivation

Ich war 15 Jahre lang in einem festen Angestelltenverhältnis und wollte irgendwann einfach raus aus dem 9-to-5 Job (dem typischen Hamsterrad).

Aber es fiel mir schwer, mich neben einer 40-Stundenwoche und Familie abends oder am Wochenende zu motivieren, online an etwas zu "basteln", wovon ich eigentich nicht so richtig wusste, ob meine Bemühungen jemals Früchte tragen werden (Kennst Du das Gefühl?).

Und bei dem Überangebot an scheinbar tollen Verdienstmöglichkeiten, war es auch nicht gerade einfach für mich, den Fokus auf nur eine Sache zu legen und mir nicht zig Baustellen nebeneinandern aufzumachen.

Das sind die Hürden, Stolpersteine und Herausforderungen die mich lange davon abgehalten haben, ein erfolgreiches Online-Business zu betreiben.

Und ich bin ziemlich sicher, dass es zumindest einen Punkt gibt, der auch Deine Situation ganz gut wiederspiegelt (Vielleicht sogar mehrere)?

Wusstest Du zum Beispiel, dass ich 9 Jahre(!) gebraucht habe, um ausschließlich von meinen Online-Einnahmen leben zu können?

Folgendes Foto ist bezeichnend für meine langjährige Online-Business "Schul- und Lehrzeit" und zeigt mich mit Schultüte beim Start meines Online-Marketing Studiums in München.

Christian Költringer mit Schultüte

Ich habe mir mein erfolgreiches Online-Business komplett nebenberuflich aufgebaut und dabei vermutlich kein Fettnäpfchen ausgelassen.

Ich bin somit quasi ein echter "Leidensgenosse".

Mein Weg ist aber bestimmt nicht typisch und heute weiß ich, dass es auch wesentlich schneller geht.

So bin auch ich jahrelang auf jeden Zug aufgesprungen und habe "blindlings" einfach das gemacht, was mir jemand anders gesagt hat (klingelts?).

Einer hat mir von einem echten Bestseller E-Book erzählt, das er geschrieben hat (und das sich scheinbar verkauft, wie warme Semmeln).

Und ich solle doch einen kurzen Bericht darüber schreiben, das E-Book dann unterhalb des Berichts weiterempfehlen und dafür "fette" Provisionen kassieren.

Gesagt, getan und kassiert habe ich - *Trommelwirbel* - nichts!

Später habe ich mir ein fertiges E-Book gekauft und sofort Werbung dafür geschaltet (weil mir jemand eingeredet hat, dass Google Ads die ultimative Traffic-Maschine ist, die ich einfach anwerfen kann und schon rollt der Rubel).

Nun ja.

Ich habe die Werbung nach 2 Wochen wieder abgedreht, weil ich deutlich mehr ausgegeben habe, als ich verdient habe.

Es gibt noch ein paar weitere Projekte, die ich komplett in den Sand gesetzt habe.

Fällt Dir etwas auf?

Ich habe jahrelang probiert & getestet, bin hingefallen & wieder aufgestanden (das ist der Weg, von dem niemand spricht).

Aber ich habe mir einen enormen Erfahrungsschatz (von dem Du profitieren kannst) aufgebaut, aus Fehlern (die Du nicht machen wirst) gelernt und weiß heute ganz genau, wie der Hase im Internet läuft.

Vorhin habe ich Dir von einem E-Book erzählt, das ich online verkaufe (ein typisches digitales Infoprodukt).

Es zeigt Menschen, wie sie selbst ein E-Book schreiben können. (Es ist qualitativ wirklich sehr gut. Ich habe es nicht selbst geschrieben, sondern dafür eine "Wiederverkaufslizenz" erworben.)

Ich habe dieses Infoprodukt immer noch und in guten Monaten mache ich damit 2.927,54 € Rohgewinn (ohne einen Cent für AdWords auszugeben und ich zeige Dir noch, wie genau ich das mache).

E-Book Verkäufe

Ein Verdienst, der durchaus ein durchschnittliches Angestelltengehalt ersetzen kann.

Das ist nur ein Infoprodukt das ich habe und das nur für einen Teil meiner Einnahmen sorgt.

Und ich möchte damit bestimmt nicht angeben, sondern Dir damit eine realistische Vorstellung geben, was Du mit einem einfachen E-Book (Verkaufspreis 37 €) pro Monat verdienen kannst (obwohl in Wirklichkeit noch viel mehr möglich ist).

Aber viel wichtiger als diese Zahl ist ohnehin, dass Du erkennst, dass man es trotz der oben genannten Hürden schaffen kann, sich ein Online-Business aufzubauen, von dem man sehr gut leben kann (auch Du und als Laie, wie ich damals).

Das alles ist kein Hexenwerk, sobald Du genau weißt, was Du tust.

Melde Dich gerne als Antwort auf diese E-Mail, wenn Du noch Fragen dazu hast oder ich Deine aktuelle Situation nicht erwähnt habe.

Hab noch einen tollen Tag!

Beste Grüße
Christian

PS: So ein Business, das Du komplett von Zuhause aus steuern und betreiben kannst, ist eine echt coole Sache.

Allerdings erfordert das auch Disziplin und fokussiertes Arbeiten.

Ich habe eine kleine Strategie entwickelt, die mir hilft, an einem Arbeitstag so viel wie möglich zu schaffen und nicht ständig abgelenkt zu werden (so kann ich häufig eine Stunde früher Schluss machen und die Extrazeit mit meinen beiden Kindern verbringen; hier meine Tochter Helena bei ihrem ersten Spielplatzbesuch :-)).

Ich mit meiner Tochter

Wenn ich in den nächsten Tagen die Zeit finde, verrate ich Dir meine Strategie, ok?

Achte also auf jeden Fall auf Deinen Posteingang. 🙂

  • Die Figur der Geschichte bin ich selbst.
  • Ich erzähle darin, mit welchen Herausforderungen ich beim Aufbau meines eigenen Online Business zu kämpfen hatte. Viele meiner Leser erkennen sich darin wieder, weil sie in ganz ähnlichen Situationen waren oder aktuell gerade sind.
  • Dann schwenke ich um und verrate, dass ich es doch noch geschafft habe, mir ein erfolgreiches Business aufzubauen und löse somit positive, motivierende Emotionen aus. Und ich untermauere meinen hart erkämpften Erfolg sogar noch mit einem Screenshot meiner Einnahmen (quasi als Beweis).
  • Ich löse aber nicht komplett auf, lasse das Ende offen und zeige (noch) nicht, wie ich das erreicht habe. So halte ich den Spannungsbogen hoch, mache Lust auf mehr und gib dem Leser einen triftigen Grund, auch meine nächste Mail wieder zu lesen.
  • Am Ende nutze ich ein PS. Darin spreche ich von einer Strategie, die mir im Alltag mehr Zeit verschafft. Ich verrate die Strategie aber nicht, sondern verweise auf eine nächste Mail. Spätestens hier wird der Leser vor Neugierde "platzen". 😉

Die E-Mail, die darauf folgt, hat mit 38,2 % übrigens eine überdurchschnittlich hohe Öffnungsrate. Yeah! 🙂

Überdurchschnittliche hohe Öffnungsrate

4.5 Wie soll das Verhältnis zwischen Contentmails und Werbemails sein?

Ich bin der Meinung, dass Du in einer Contentmail auch Werbung machen darfst und in einer Werbemail auch Content liefern solltest. Ich würde beides also nicht strikt voneinander trennen, sondern ineinanderfließen lassen.

Aus zwei Gründen:

  1. Wenn eine Contentmail richtig gut ist und ein "Wow" bei Deinem Leser auslöst - warum solltest Du ihm am Ende dann kein Angebot machen? Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, das er es annimmt oder zumindest im Hinterkopf behält.
  2. Wenn Du in einer Mail "nur" etwas verkaufen möchtest, dann steigen Deine Chancen für einen Abschluss, wenn Du Dich von der Masse der übertrieben "harten" Verkäufer abhebst und auch in Deinen Werbemails für neue Learnings, Erkenntnisse und Mehrwert sorgst.

Aber Ende ist es auch eine Frage, wie Du nach außen hin wahrgenommen werden möchtest.

  1. Als jemand, der in seinem Newsletter den Fokus ausschließlich auf den schnellen Verkauf legt und von seinen Lesern auch als offensichtlicher Verkäufer wahrgenommen werden möchte. Meistens versendet dieser jemand sehr kurze Mails ohne Mehrwert (aber mit vielen "Kaufe jetzt" Links ;-)).
  2. Oder als jemand, der den Fokus darauf legt, seinen Lesern in den Mails auch Wissen zu vermitteln, Fragen zu beantworten, etwas Neues beizubringen und eher unterschwellig verkauft.

Beides kann funktionieren, daher gibt es aus meiner Sicht kein richtig oder falsch, was das Verhältnis zwischen Contentmails und Werbemails betrifft.

Sei Dir aber einer Sache bewusst: So, wie Du Dein E-Mail-Marketing aufbaust, "erziehst" Du Deine Leser auch gewissermaßen. Achte also auch darauf, nicht nur Links auf Kaufangebote zu setzen.

Wenn sich das immer und immer wieder wiederholt, denken Deine Leser, wenn sie einen Link sehen, dass es sich hier wieder um ein Produkt oder um eine Verkaufsseite handelt.

Deshalb solltest Du immer wieder auch auf coole und hilfreiche Sachen verlinken, damit jeder Link eine "Überraschung" ist.

Überlege Dir also, was Du für Links setzen kannst, die weiterhelfen. Das könnten folgende Dinge sein:

  • Hilfreiche Inhalte von anderen Autoritäten in Deinem Bereich.
  • Deine eigenen hilfreichen Beiträge auf Deinem Blog.
  • YouTube-Videos von Dir oder von anderen.
  • Kurze Sprachnachrichten von Dir oder Interviews, die Du gegeben hast.

Das wird insgesamt die Klickrate auf Deine Links erhöhen!

Was mich persönlich betrifft, versuche ich für neue Abonnenten das Gewicht klar auf Content zu legen und erst einmal in Vorleistung zu gehen. Sprich, viel von mir, meinem Wissen und meiner Story preiszugeben und so eine gesunde Vertrauensbasis aufzubauen.

Das honorieren meine Leser auch, in dem sie mir häufig positives Feedback auf meine E-Mails geben. 🙂

Feedback der Newsletter-Abonnentin Herbe
Feedback der Newsletter-Abonnentin Anne

Je länger ein Abonnent in meinem E-Mail-Verteiler ist, desto mehr Gewicht lege ich auf den Verkauf eines Produktes. Aber auch ich verkaufe bereits innerhalb der ersten 7 Tage, liefere aber in jeder "Verkaufsmail" erstmal interessanten Content oder verlinke auf einen Blog-Beitrag.

4.6 Was sind "normale" Conversionraten (Kaufraten) im E-Mail-Marketing?

Fakt ist, dass E-Mail-Marketing über alle Branchen hinweg offenbar ein lukrativer Online-Marketing-Kanal ist. Laut dieser Statistik hat E-Mail mit $38 sogar den höchsten ROI (Return on Investment) im Vergleich zu den üblichen anderen Kanälen.

Also für jeden ausgegebenen Dollar, spielt E-Mail-Marketing $38 wieder in die Kasse. Wow! 🙂

Aber was bedeutet das für die Conversionrate?

Die Conversionrate sagt aus, wie viele von 100 Personen, die ein Produkt angeboten bekommen (und sehen), es tatsächlich auch kaufen. Kaufen 5 von 100, dann spricht man von einer Conversionrate von 5%.

So weit, so einfach.

Aber was die Conversionrate eines bestimmten Online-Marketing Kanals - wie eben E-Mail-Marketing - betrifft, muss man noch etwas tiefer bohren.

Für eine gute Kaufrate ist es in jedem Fall wichtig, die richtigen Informationen in der richtigen Reihenfolge in seinen E-Mails zu vermitteln, einen zur Zielgruppe passenden Schreibstil zu entwickeln, nachhaltigen Mehrwert zu liefern und klare Handlungsaufforderungen zu formulieren.

Aber das alleine reicht nicht!

Auch folgende Faktoren beeinflussen die Kaufrate des Kanals "E-Mail-Marketing":

  1. Trafficqualität (über welche Wege sind die Abonnenten in den Verteiler gekommen?)
  2. Produktart (ist es ein physisches Produkt mit viel Erklärungsbedarf, das versendet werden muss oder ein E-Book als Sofortdownload?)
  3. Produktpreis (wie hoch ist die Kaufhürde oder das nötige Investment?)
  4. Kaufkraft der Zielgruppe (wie viel Geld hat sie und wie viel kann sie ausgeben?)
  5. Verkaufsbrief (wie gut ist der Salesletter geschrieben und wie gut konvertiert die Verkaufsseite?)

Was ich damit sagen möchte ist folgendes: "Wenn Du geiles E-Marketing betreibst, Deine Verkaufsseite aber schlecht ist, dann kannst Du dennoch eine unterirdische Kaufrate haben. Ist Dein E-Mail-Marketing Mittelmaß, Deine Verkaufsseite aber grandios, dann kann sich das wieder aufwiegen."

Alle Zahnrädchen greifen also ineinander und beeinflussen, wie rund der Motor läuft.

Kommen wir zu ein paar Zahlen, damit Du ein Gefühl für "übliche" Conversionraten im Bereich der digitalen Infoprodukte bekommst.

Ich verkaufe alle meine Produkte über E-Mail-Marketing. Bei mir gibt es also nirgendwo öffentlich etwas zu bestellen. Über Google oder andere Quellen werden meine Verkaufsseiten nicht gefunden. Nur meine E-Mail-Abonnenten haben die Möglichkeit, bei mir etwas zu kaufen (mit Ausnahme von 2-3 Affiliates, die direkt etwas bewerben). Wenn Du bei mir also etwas kaufen möchtest, dann musst Du Dich zunächst hier eintragen. 🙂

Da (fast) alles über E-Mail-Marketing läuft, kann ich also direkt bei meinem Zahlungsanbieter nachschauen, welche Kaufraten meine Produkte haben.

Hier verkaufe ich zum Beispiel ein einfaches E-Book um 19,95 €. 7,82 % all jener, die auf meinen Werbelink geklickt und mein Angebot gesehen haben, haben es gekauft. Erfahrungsgemäß eine gute Kaufrate.

Conversionrate E-Mail-Marketing für ein E-Book

Aber es geht noch besser. Meine Case Study um 99 € haben 21,49 % meiner Leser gekauft.

Vielleicht fällt Dir hier etwas auf?

Alle (100 %), die meinen Promolink geklickt haben, waren auch auf dem Bestellformular. Das ist ungewöhnlich. Der Grund ist, dass ich hier aus meinen E-Mails direkt auf das Bestellformular verlinkt habe, ohne dazwischengeschaltete Verkaufsseite.

Conversionrate E-Mail-Marketing für eine Case Study

Im Vergleich konvertiert ein Webinarangebot (Online-Kurs) um 597 € von mir eher bescheiden. 1,23 % Conversionrate. Hier ist allerdings der Preis und somit auch die Kaufhürde deutlich höher.

Conversionrate E-Mail-Marketing für ein Webinarangebot

Mit einem professionellen E-Mail-Marketing-Tool kann man die Conversionrate sogar auf einzelne versendete E-Mails herunterbrechen. Das ist zum Beispiel dann interessant, wenn man ein neues Produkt launcht und wissen möchte, welche E-Mail zu wie vielen Käufen geführt hat.

So kann man Mails, die gut konvertiert haben, in einem nächsten Launch wieder verwenden und Mails, die keine Kunden gebracht haben, optimieren oder ersetzen.

Hier zum Beispiel eine E-Mail, die in einem E-Book Launch 601 Leute geöffnet und davon 27 das E-Book gekauft haben. Ein sehr guter Wert, wenn man bedenkt, dass von den 601 "E-Mail-Öffner" nur 80 auf den Link geklickt und somit die Verkaufsseite überhaupt gesehen haben. 🙂

Conversionrate einer einzelnen E-Mail

ABER und das ist mir wichtig: Versuche nicht, Äpfel mit Birnen zu vergleichen!

Wenn Du nicht im gleichen Bereich wie ich unterwegs bist - nämlich der "Online Business aufbauen" Branche - dann zieh meine Daten nicht als Referenz heran, sondern orientiere Dich an den Conversionraten in Deiner Nische. Jede Nische und jede Zielgruppe tickt anders!

Hier dennoch ein paar Zahlen mit aus meiner Sicht "normalen" Conversionraten für digitalen Infoprodukte, damit Du ein Gefühl dafür bekommst:

  • E-Book (Verkaufspreis 10 € - 40 €): 7-15%
  • Online-Kurs (Verkaufspreis 50 € - 300 €): 2-7%
  • Online-Kurs (Verkaufspreis 400 € - 900 €): 1-5%
  • Online-Kurs (Verkaufspreis ab 1.000 €): 0,5-2%

5. E-Mail-Marketing Kampagnen und Serien

Eine E-Mail-Marketing Kampagne (oft auch E-Mail-Serie genannt) ist für mich das Versenden einer bestimmten Anzahl von E-Mails innerhalb eines festgelegten Zeitraumes, um Deine Leser zu einer bestimmten Aktion zu bewegen.

Und die Aktion, die Deine Leser auslösen sollen, hängt von dem Ziel ab, das Du mit Deiner Kampagne verfolgst. In meinem Bereich ist es meistens der Kauf eines eigenen Produktes oder eines passenden Affiliate-Produktes.

Das Coole ist, dass Du die E-Mails einer Kampagne nicht manuell versenden musst, sondern - einmal eingestellt - von einem E-Mail-Marketing Tool automatisiert versenden lassen kannst. Das spart Zeit und hiermit kannst Du Dir quasi einen virtuellen Verkäufer schaffen, der niemals müde wird und rund um die Uhr für Dich arbeitet. 🙂

Ich nutze E-Mail-Kampagnen auf drei verschiedene Arten:

  1. Als Evergreen-Funnel für frische Abonnenten.
  2. Als Verkaufsprozess für Live Launches.
  3. Als Follow-Up Kampagne (Nachfasskampagne).

Fragezeichen im Kopf?

Kann ich verstehen. Lass mich jede Kampagnen-Art näher erklären.

5.1 Evergreen-Funnel

Vielleicht hast Du schon mal etwas von einem Funnel gehört?

Im Prinzip ist das eine Art Trichter, wo Du oben in der großen Öffnung viele E-Mail-Adressen hineingibst und ganz unten, wo der Hals enger wird, nur mehr wenige davon herauskommen.

Hier eine traumhaft schöne Zeichnung eins Funnels von mir, der das Ziel hat, aus wildfremden Menschen zahlende Kunden zu machen. 🙂

E-Mail-Evergreen-Funnel
  1. Ganz oben laden sich Leute Dein Freebie auf Deiner Webseite herunter und melden sich für Deinen Newsletter an. Im besten Fall sehr viele Leute, die ihre E-Mail-Adresse bei Dir hinterlassen. 🙂
  2. Dann bekommen sie E-Mails von Dir, die automatisch an jeden Newsletter-Abonnenten versendet werden. Die Anzahl, Abstände und den Zeitpunkt der Mails stellst Du vorab ein. Zum Beispiel jeden Tag um 07.00 Uhr für die nächsten 7 Tage.
  3. In jeder E-Mail gibt es eine bestimmte Anzahl an Lesern, die sich von Deinem Newsletter wieder abmelden und Deinen Funnel somit unverrichteter Dinge verlassen. Was gut und bis zu einem gewissen Grad völlig normal ist (dazu kommen wir aber weiter unten noch im Detail).
  4. Wurden alle Mails versendet, dann endet Dein Funnel und "übrig" bleiben unten nur mehr jene Leute, die entweder Dein Produkt gekauft haben oder eben nicht.
  5. Für Deine Kunden endet die Reise (erstmal) hier, weil sie ja Dein Ziel, Dein Produkt zu kaufen, erreicht haben.
  6. Alle anderen "Funnel Durchläufer" waren offenbar noch nicht überzeugt, krank oder im Urlaub und brauchen noch mehr Informationen. Für sie startet ein neuer Funnel.

Das ist im Groben der Aufbau eines E-Mail-Funnels. Doch was bedeutet Evergreen?

Kennst Du das Weihnachtslied "Last Christmas" von Wham?

Das Lied wird jedes Jahr in der Weihnachtszeit "rauf und runter" gespielt. Immer und immer wieder. Das ist ein typischer Evergreen in der Musikbranche. Ein Dauerbrenner.

Übertragen auf einen Funnel bedeutet Evergreen, dass dieser dauerhaft online ist und für jeden neuen Abonnenten immer wieder startet.

Wenn Du Dich heute in einen Evergreen-Funnel einträgst, dann startet die E-Mail-Sequenz heute für Dich. Trägst Du Dich in 3 Monaten ein, dann startet sie in 3 Monaten. Der Funnel ist dauerhaft online und aktiv, je nachdem, wann sich ein neuer Abonnent dafür anmeldet.

Du setzt einen Evergreen-Funnel also einmalig auf und dann verkauft er fortlaufend automatisiert Dein Produkt. Dem Funnel ist es egal, ob sich jemand um 03.00 Uhr nachts dafür anmeldet oder an Heiligabend um 19.00 Uhr. Er ist immer aktiv und übernimmt durch Deine E-Mails virtuell das Verkaufsgespräch für Dich. 🙂

5.2 Live-Launches

Im Gegensatz zu einer Evergreen-Kampagne erfolgt eine Launch-Kampagne innerhalb eines fix definierten Zeitraumes *live*. Zum Beispiel zwischen 10. November und 17. November. Innerhalb dieser Zeitspanne gehen die E-Mails raus.

So eine Live-Kampagne hat meistens das Ziel, ein neues Produkt zum ersten Mal in seiner E-Mail-Liste zu launchen oder ein zeitlich begrenztes Sonderangebot zu verkaufen. Das ist also nichts für frische Abonnenten, sondern für bestehende Leser.

Aber auch hier überlegt man sich zuvor, welche E-Mails man in welcher Reihenfolge versenden möchte und hinterlegt diese fix an den Launch-Tagen.

Die Mails aus dem Evergreen-Funnel eignen sich dann häufig als Learning für einen Live-Launch. So nimmt man dort die Mails mit den besten Öffnungs-, Klick und Kaufraten, passt diese etwas an und versendet diese auch im Live-Launch.

Wie baut man also so eine E-Mail-Serie in einem Live-Lauch am besten auf?

Meiner Erfahrung nach funktioniert folgende Abfolge sehr gut:

  1. Die Serie startet meistens mit einem typischen Problem der Zielgruppe oder einer bestimmten negativen Erfahrung, die die Zielgruppe in der Vergangenheit schon gemacht hat. Mit dem Finger in der Wunde sorgt man für Aufmerksamkeit und die Leser fühlen sich angesprochen und im besten Fall verstanden. So eine E-Mail könnte man gut an einem Freitag versenden.
  2. Dann gibt man einen Ausblick, wie sich das Leben der Zielgruppe verbessern oder aussehen könnte, wenn sie das Problem nicht mehr hätte und gibt vielleicht auch Einblicke in ein Leben, ohne dieses Problem. Das schnürt Zuversicht und zeigt, dass nicht alles nur negativ ist und es tatsächlich normale Menschen gibt, die das Ziel bereits erreicht haben, das auch der Leser erreichen möchte. Die Mail geht am Montag darauf raus.
  3. Dann zeigt man den Weg/die nötigen Schritte zu so einem besseren Leben auf und erklärt, warum das eigene Produkt die beste Lösung dafür ist. Man öffnet aber noch nicht sofort die Tore, sondern macht neugierig darauf und kommuniziert, dass das Produkt nur für einen kurzen Zeitraum zu haben ist, zum Beispiel für 4 Tage (von Donnerstag bis Sonntag). So haben die Leser Zeit, sich darauf einzustellen, die Finanzen zu checken, die Frau zu fragen 😉 und wissen aber auch, dass sie nur 4 Tage Zeit haben, um sich zu entscheiden. Perfekt für den Mittwoch.
  4. Donnerstag. Jetzt startet die 4-tägige Verkaufsserie mit jeweils einer E-Mail pro Tag, in der man das Produkt ausführlich vorstellt, Ergebnisse von Kunden zeigt, auf mögliche Fragen und Zweifel eingeht und den Launch mit einer "Letzte Chance" Mail am Sonntag beendet.

Ich habe herausgefunden, dass ein Sonntag ein guter letzter Tag für einen Live-Launch ist, weil viele am Wochenende Zeit haben, sich intensiver damit zu befassen und alle "Für und Wider" abzuwägen.

5.3 Follow-Up Kampagnen

Die schlechte Nachricht ist: Nicht jeder wird in Deinem Evergreen-Funnel oder Live-Launch kaufen!

Es gibt Gründe dafür, die Du nicht ändern kannst. Wie zum Beispiel fehlendes Kapitel oder kein Vertrauen.

Aber es gibt auch Gründe, die Du wunderbar mit Nachfasskampagnen (Follow-Up-Kampagnen) bedienen kannst. Wie zum Beispiel...

  • Ich war krank und habe daher Deine Mails nicht gelesen.
  • Ich war im Urlaub und hatte dort kein Internet.
  • Ich habe einfach die Deadline der Bestellmöglichkeit übersehen.
  • Ich bin gerade nach Mallorca ausgewandert um dort eine Würstelbude aufzumachen und habe daher gerade keine Zeit. 😉 Vielleicht passt es später.

Follow-Up Kampagnen haben also meistens den Zweck, Leute, die grundsätzlich Interesse an Deinem Produkt haben, aber aus irgendeinem Grund verhindert waren, doch noch zu Kunden zu machen.

Hier fünf Ideen für Follow-Up Kampagnen:

  1. Verkaufe Dein Produkt in Deinem Evergreen-Funnel öfter und nicht nur in einer E-Mail-Sequenz. Mach eine Woche Pause und starte dann eine neue Verkaufsserie für Leute, die die erste Runde vielleicht verpasst haben.
  2. Schick all jenen Deiner Leser, die bereits einmal auf dem Bestellformular Deines Produktes waren und NICHT gekauft haben, nach dem Launch eine E-Mail mit einem Bestelllink, um ihren bereits gestarteten Kaufvorgang abzuschließen. Technisch mit einem guten Tool einfach machbar.
  3. Launche Deine Produkte öfter im Jahr und nicht nur einmal. Prioritäten, Interessen und Zeiten von Menschen ändern sich. Zudem brauchen manche einfach länger, um sich zu entscheiden und das nötige Vertrauen zu gewinnen.
  4. Frage alle Evergreen-Funnel und Live Launch Teilnehmer, die nicht gekauft haben, WARUM sie nicht gekauft haben. Arbeite intensiv mit Umfragen.
  5. Frage alle Deine Kunden WARUM sie gekauft haben und was den Ausschlag für ihre Kaufentscheidung gegeben hat.

6. E-Mail-Marketing Beispiele

Wer versendet Newsletter von denen Du Dir etwas "abschauen" kannst?

Ich muss zugeben, ich habe mich etwas schwer getan im deutschsprachigen Raum, um wirklich "herzeigbare" E-Mail-Marketing Beispiele zu finden. Aber vielleicht habe ich auch nicht gründlich genug nachgeschaut. 😉

6.1 E-Mail-Marketing Beispiel von Walter Epp

Neben meinem Newsletter 😉 kann ich derzeit eigentlich nur die E-Mails von Walter Epp als echte Inspirationsquelle empfehlen. Hier ein Beispiel für geniales E-Mail-Marketing von ihm.

Was macht diese E-Mail richtig?

  • Grandioser Betreff: Witziger Betreff, der aus der Masse heraussticht und nicht genau vermuten lässt, worum es eigentlich geht. Jedes Business hat irgendwie Konkurrenz, aber wie kann man sie "verprügeln"? 🙂
  • Unterhaltung: Er erzählt von zwei Kickboxern und überrascht damit direkt zu Beginn der Mail. Über die verschiedenen Kampfstile und Fähigkeiten der Kämpfer schafft er den Schwenk zum Schmerz seiner Zielgruppe, nämlich zig Baustellen und kein Fokus auf EINE Sache und EINE Fähigkeit.
  • Smarter Verkauf: Am Ende verkauft er dann seinen Kurs wie man zum Kung-Fu-Meister des Bloggens wird, indem man sich ausschließlich auf Dinge fokussiert, die den größten Traffic- und Umsatzhebel haben, nämlich... aber sieh selbst. 😉

6.2 Englischsprachige E-Mail-Marketing Beispiele

Ich bin bei meiner Recherche auf eine echte Perle für gutes E-Mail-Marketing gestoßen, nämlich auf: reallygoodemails.com. Eine Plattform mit einer Sammlung der "weltbesten" E-Mails. 🙂

Beispiel #1: Teatonic

Betreff: Getting Low on Wellness? (Hast Du zu wenig Wellness?)

Teaonic ist eine E-Commerce-Marke, die sich auf biologische, gesunde Tees spezialisiert hat.

Was macht diese E-Mail richtig?

  • Starker Betreff: Die Betreffzeile konzentriert sich auf den Hauptschmerzpunkt der Zielgruppe, nämlich die Verbesserung ihrer Gesundheit.
  • Nutzt die Farbpsychologie: Die hellen, warmen Farben lösen Gefühle von Gesundheit und Glück aus.
  • Persönlichkeit: Sieht seine Leser als Freunde: "Friends don't let friends run out of TEAONIC."
  • Perfekter Zeitpunkt: Die E-Mail richtet sich an Personen, die bereits ein Produkt gekauft haben und wird versandt, wenn der Vorrat des Kunden bald zur Neige geht.

Beispiel #2: Thinx

Thinx ist ein Hersteller für Unterwäsche, die die Periode absorbiert.

Betreff: Press snooze on period leaks (Drück die Schlummertaste bei Periodenblutungen)

Was macht diese E-Mail richtig?

  • Toller Betreff: Spricht einen starken Schmerzpunkt der Zielgruppe an, nämlich nächtliche Periodenblutungen, die oft im Bettlacken landen.
  • Benefits: Der E-Mail-Text fokussiert sich auf den Benefit, das gewünschte Ergebnis für die Zielgruppe (nämlich mit sauberen Bettlacken aufzuwachen) und NICHT auf das dafür nötige Produkt.
  • Starker Call-to-Action: Die Handlungsaufforderung lautet: "sleep tight" (Schlaf gut) und nicht wie oft üblich "Jetzt bestellen" oder "Mehr erfahren".

8. Wie viel kostet E-Mail-Marketing?

Je nach Tool und Anzahl der Abonnenten musst Du aus meiner Sicht damit rechnen, zwischen 30 € und 1.000 € pro Monat für E-Mail-Marketing locker zu machen.

Viele Anbieter starten mit etwa 30 € im Monat und die kleinsten Pakete reichen in der Regel für die meisten Anwender und Solopreneure aus. Größere Unternehmen mit sehr vielen Kontakten und Produkten brauchen dann oft Enterprise-Lösungen, die richtig ins Geld gehen (sich aber auch lohnen können).

Aber es gibt durchaus auch Tools, die für die ersten paar Hundert Abonnenten kostenfreies E-Mail-Marketing anbieten.

Letztendlich musst Du für Dich entscheiden, wie viel Du für E-Mail-Marketing ausgeben möchtest oder kannst und welche Ziele Du damit verfolgst. Oft hängt das Budget oder die Wahl des richtigen Tools von folgenden Faktoren ab:

  • Dein Jahresumsatz (vorhandenes Budget).
  • Deine Branche (ist E-Mail-Marketing ein gewinnbringender Kanal?).
  • Das Produkt / die Dienstleistung, die Du verkaufst (lässt sich das "nur" per E-Mail-Marketing verkaufen oder braucht es zwingend den persönlichen Kontakt?).
  • Deine Marketingziele (Wofür möchtest Du E-Mail-Marketing nutzen?)

In jedem Fall ist E-Mail-Marketing in den meisten Fällen eine sehr kosteneffiziente Online-Marketing Strategie mit einem hohen Return on Investment. 🙂

9. Funktioniert E-Mail-Marketing auch im B2B?

Ich betreibe auch das Projekt onlinemarketing-beratung.at, mit dem wir ausschließlich Geschäftskunden ansprechen.

Hier verkaufen wir sowohl digitale Produkte wie auch Dienstleistungen. Beides erfolgreich über E-Mail-Marketing. Auch der Chef hat zumindest ein E-Mail-Konto und checkt täglich seine E-Mails.

Also um die Frage zu beantworten: Ja, E-Mail-Marketing funktioniert auch im B2B-Bereich, obwohl es bestimmt Unterschiede zu B2C-Kunden gibt, vor allem in der Versandfrequenz und den Zielen.

Aber ich muss zugeben, dass ich kein "B2B Pro" bin, daher hier ein paar Erfahrungen von Experten im B2B E-Mail-Marketing.

Folgende Statistiken habe ich auf hubspot.com gefunden und gerne für Dich übersetzt:

  • 81 % der B2B-Marketer geben an, dass ihre meistgenutzte Form des Content-Marketings E-Mail-Newsletter sind. 
  • 16 % aller E-Mails landen nie im Posteingang.
  • Im Durchschnitt versenden B2B-Unternehmen alle 25 Tage eine E-Mail-Marketingkampagne.
  • 31 % der B2B-Marketer sind der Meinung, dass E-Mail-Newsletter die beste Methode zur Pflege von Leads sind.
  • 87 % der B2B-Marketer sagen, dass E-Mail einer ihrer wichtigsten kostenlosen organischen Vertriebskanäle ist. 
  • 90 % der Content-Marketer geben an, dass das E-Mail-Engagement die wichtigste Kennzahl ist, die sie zur Messung der Content-Leistung heranziehen.
  • 89 % aller B2B-E-Mail-Kampagnen werden von einem Firmennamen aus versandt.
  • Die zweithäufigste Technologie, die B2B-Unternehmen zur Unterstützung des Content-Marketings einsetzen, ist eine E-Mail-Marketing-Software. Rund 85 % der Marketer geben an, dass sie mit E-Mail-Marketing-Tools arbeiten.

Das sind aus meiner Sicht schon Zahlen, die eindeutig für den Erfolg von E-Mail-Marketing im B2B-Bereich sprechen. Was meinst Du? 🙂

10. E-Mail-Marketing Anbieter, Software und Tools

Bei all der Auswahl - welches E-Mail-Marketing Tool sollst Du nun nutzen?

Am Ende ist die Antwort die gleiche, die Dir ein Autoverkäufer gibt: Was ist Dir denn wichtig (und wie viel Geld hast Du)?

  • Ein sportlicher Fahrer kauft Audi.
  • Ein sicherheitsbewusster Mensch setzt auf Volvo.
  • Ein reiferer Herr mit Hut setzt sich nur in einen Mercedes.

Genauso ist es auch bei der Wahl des richtigen E-Marketing-Tools.

Bist Du noch am Anfang ohne große Einnahmen und möchtest einfach Dein E-Book mit E-Mail-Marketing verkaufen, dann brauchst Du eine andere Lösung als ein Shop-Betreiber mit Tausenden Produkten und Millionenumsätzen.

  • Vielleicht legst Du viel Wert auf ein tolles Layout und viele Design-Vorlagen?
  • Vielleicht versendest Du auch nur einfache Text-E-Mails (so wie ich)?

Ohne Dich, Deine Situation und Deine Vorlieben zu kennen, würde es Dir nicht helfen, Dir einen bestimmten E-Mail-Marketing Anbieter zu empfehlen.

Schreib mir aber gerne eine Nachricht, falls Du eine Empfehlung speziell für Dein "E-Mail-Marketing Vorhaben" brauchst oder einfach nur wissen möchtest, welche Software ich nutze. 🙂

Wenn ich den Begriff "email marketing tool" in den Google-Suchschlitz eingebe, dann bekomme ich aktuell 6.230.000.000 Suchergebnisse. Eine Zahl, die ich überhaupt nicht aussprechen kann. 😉

Suchen nach dem richtigen E-Mail-Marketing-Tool

Du wirst also wohl oder übel etwas Zeit dafür investieren müssen.

Hier ein paar Tipps, die Dir helfen werden, das für Dich passende E-Mail-Marketing-Tool zu finden.

  • Investiere erst dann in ein E-Mail-Marketing Tool, wenn Deine Webseite Leads generiert. Ich sehe immer wieder Webmaster, die jahrelang für ein Tool bezahlen, ohne vorher sichergestellt zu haben, dass ihre Webseite überhaupt Besucher bekommt. Sorge vor der Investition in ein Tool dafür, dass Du Deine Zielgruppe erreichen kannst.
  • Setze nur auf professionelle Anbieter und keine selbstgehosteten Lösungen. Du wirst Plugins und Software finden, die Du auf Deinem Webspace installierst und damit quasi selbst als E-Mail-Marketing Tool fungierst und Deine E-Mails versendest. Tu das nicht (nur weil es günstig ist)! Zum einen musst Du Dich so zu 100% selbst mit rechtlichen Rahmenbedingungen für den Versand herumschlagen und zum anderen brauchst Du mit steigender Anzahl an Abonnenten eine gewisse Serverstruktur, damit der Versand reibungslos funktioniert. Hier sparst Du an der falschen Stelle.
  • Informiere Dich was Dein Wettbewerber nutzt. Bestimmt gibt es Wettbewerber in Deinem Bereich, die bereits erfolgreiches E-Mail-Marketing betreiben. Frag direkt nach, welche Tools sie nutzen oder versuche es zum Beispiel über Absenderadressen selbst herauszufinden. Auch Dein Wettbewerb wird sich irgendwann Gedanken über die Wahl des richtigen E-Mail-Marketing Anbieters gemacht und nicht aus dem Bauch heraus entschieden haben.
  • Setzte auf Einfachheit. Brauchst Du wirklich ein Tool mit 100 Menüeintragen, nur weil es andere auch nutzen? In der Regel nicht. Such Dir vor allem zum Start ein Tool mit den wichtigsten Kernfunktionen (Kontaktverwaltung, Kampagnenaufbau, Follow-Up E-Mails, API-Schnittstellen zu Drittanbietern) und möglichst einfacher Bedienung.
  • Teste den Support. Selbst beim besten Tool wirst Du irgendwann Fragen haben. Schreib dem Support vor einer Bestellung eine E-Mail mit einer (kritischen) Frage und schau, wie schnell er antwortet und wie viel Mühe er sich macht. Bei der Nutzung von Software ist schneller und kompetenter Support ein wichtiger Erfolgsfaktor.
  • Fokus. Jedes Tool legt den Fokus auf irgendein bestimmtes Feature oder einen Vorteil, um sich vom Wettbewerb zu unterscheiden. Schau nach, welcher es ist und ob er zu Dir und Deinen Anforderungen und Wünschen passt.
  • Denke langfristig. Überlege Dir, wo Du jetzt mit Deinem Business stehst und wo Du hinwillst. Betreibst Du online ein Nebengeschäft und die Anzahl Deiner Leser und/oder Produkte wird sich über die Jahre nicht verändern? Oder möchtest Du mit Deinem Business wachsen, immer mehr Leads generieren, mehr Produkte entwickeln und verkaufen? Dann solltest Du von Anfang an auf ein Tool setzen, das die für Dein Wachstum nötigen Leistungen auch liefern kann. Ein späterer Wechsel auf ein leistungsstärkeres Tool ist zwar möglich, aber zeitaufwendig. Jedes Tool hat seine Eigenheiten.
  • Serverstandort. Wenn es sich irgendwie vermeiden lässt, verwende als EU-Bürger keinen Anbieter der seine Server außerhalb der EU stehen hat. Warum, kannst Du hier nachlesen.
  • DSGVO. Stell im Vorfeld sicher, dass sich der Anbieter an die rechtlichen Vorgaben im E-Mail-Marketing hält und frag gegebenenfalls nach, wie er das handhabt.
  • Starte! Um E-Mail-Marketing betreiben zu können, brauchst Du ein professionelles Tool. Viele überlegen so lange hin und her, dass sie nie wirklich damit starten und keine Entscheidung treffen. Das wird Dich nicht vorwärtsbringen. Die meisten Anbieter bieten eine Testphase an, in der Du ihr Tool auf Herz und Nieren testen kannst. Es kann also nichts passieren (auch wenn Du mal danebengreifst).

Falls Du selbst Anbieter eines erstklassigen E-Mail-Marketing Tools bist und das Gefühl hast, hier unbedingt verlinkt werden zu müssen, dann schreib mir gerne eine Nachricht. Ich bin sicher wir werden uns einig. 🙂

11. Was gibt es Rechtliches im E-Mail-Marketing zu beachten (DSGVO)?

Jetzt wird's trocken, aber zu einem Lexikon für E-Mail-Marketing gehört sie nun einmal dazu, die DSGVO. Ich werde sie dennoch nur kurz anschneiden.

Wenn wir schon dabei sind, hier mein Haftungsausschluss: Ich bin kein Anwalt und bei folgenden Zeilen handelt es sich nur um meine persönliche Meinung und meine Erfahrungen. Es handelt sich ausdrücklich um keine Rechtsberatung, keine Empfehlungen und keine Handlungsaufforderungen.

Für mich persönlich in wenigen Worten zusammengefasst, bedeutet die Datenschutzgrundverordnung in Bezug auf E-Mail-Marketing folgendes:

  • Hol Dir die ausdrückliche Erlaubnis, Deinen Abonnenten E-Mails senden zu dürfen. Bekommst Du sie nicht, versende nichts.
  • Füge Deinem E-Mail-Verteiler niemals einfach E-Mail-Adressen hinzu, ohne dafür eine schriftliches "Go" bekommen zu haben. Auch nicht von Bestandskunden.
  • Sag Deinen Interessenten möglichst genau, welche Inhalte sie in Deinem Newsletter erwarten und zwar bereits auf dem Anmeldeformular und bevor sie es absenden.
  • Arbeite ausschließlich mit dem Double-Optin-Verfahren und lass Deine Abonnenten immer ihre E-Mail-Adresse bestätigen, bevor Du ihnen tatsächlich E-Mails sendest.
  • Gibt jedem Abonnenten in jeder einzelnen E-Mail die Möglichkeit, sich mit maximal 2 Klicks von Deinem Newsletter abzumelden, ohne einen Grund nennen zu müssen.
  • Kommt ein Abonnent mit dem Wunsch auf Dich zu, keine E-Mails mehr von Dir empfangen zu wollen, dann komme seinem Wunsch ohne "Wenn und Aber" nach. Er wird nie etwas bei Dir kaufen.
  • Kaufe niemals E-Mail-Adressen ein. Von niemandem. Fokussiere Dich auf die Generierung von eigenen Leads über Deine eigene Webseite.
  • Liefere in Deinen Newslettern und Kampagnen inhaltlich möglichst genau das, was Du im Vorfeld versprochen hast. Beginne nicht plötzlich über Äpfel zu sprechen, obwohl sich Dein Leser ursprünglich für Schokoriegel eingetragen hat. Themenverwandte Inhalte, die dem Gesamterfolg des Lesers dienen und für ihn relevant sind, sind aber in Ordnung.
  • Wir Menschen sind vergesslich. Wenn jemand einen Beweis anfordert, das er sich wirklich irgendwann freiwillig bei Dir eingetragen hat, dann liefere ihm den Beweis und sende ihm alle Daten, die über ihn in Deinem E-Mail-Marketing Tool gespeichert sind.
  • Halte Deine Liste sauber. Die meisten E-Marketing Anbieter löschen keine Nutzerdaten von sich aus. Auch nicht von Abonnenten, die sich längst ausgetragen haben. Lösche regelmäßig die Daten von abgemeldeten Abonnenten und solchen, die innerhalb von 7 Tagen ihre E-Mail-Adresse nicht bestätigt haben, Deine Mails als Spam markiert haben oder eine E-Mail-Adresse angegeben haben, die es nicht mehr gibt (Hard Bounce). Das spart Ressourcen und für Daten, die nicht mehr bei Dir gespeichert sind, hast Du keine Verantwortung.

Wenn Du noch tiefer in die DSGVO-Materie im E-Mail-Marketing einsteigen möchtest, dann findest Du hier einen guten Artikel dazu: mailjet.de/dsgvo/email-marketing

11.1 Darf ich als Nutzer in Deutschland, Österreich und der Schweiz ein amerikanisches E-Mail-Marketing Tool verwenden?

Eine spannende Frage, die ich insgesamt 16 E-Mail-Marketing Tool Anbietern in den USA gestellt habe, die ihre Server (vermutlich) in den USA haben (ich habe es aber nicht überprüft ;-)).

Konkret habe ich folgende E-Mail / Anfrage gesendet (zuvor von mir noch auf Englisch übersetzt):

Hallo Support,

ich zweifle, ob ich aufgrund der DSGVO ihr E-Mail-Marketing Tool in Deutschland, Österreich und der Schweiz überhaupt nutzen darf, da Ihre Server ja in den USA stehen und somit meine User-Daten auch dort gespeichert werden würden.

Sind meine Zweifel berechtigt?

Vielen Dank für ein kurzes Feedback!

Beste Grüße
Christian Költringer

Und hier einige interessante Antworten, die ich bekommen habe (nicht jeder Anbieter hat geantwortet). Aus Datenschutzgründen habe ich den jeweiligen Anbieter unkenntlich gemacht.

DSGVO-Feedback E-Mail-Tool 1

Mhm... sind die Google Cloud Server nicht in den USA? Ich weiß es nicht. 🙂

DSGVO-Feedback-E-Mail-Tool_2

Ja, das ganze DSGVO Zeugs kann schon "scary" sein! 😉

DSGVO-Feedback-E-Mail-Tool_3

Sehr ehrlich Bogdan, vielen Dank!

DSGVO-Feedback-E-Mail-Tool_4

Sorry, aber ich hasse es, wenn man mich auf "weiterführende" Artikel verweist, die ich mir durchlesen soll. Ein einfaches "Ja, darfst Du" oder "Nein, darfst Du nicht" hätte mir genügt.

DSGVO-Feedback-E-Mail-Tool_5

"Alles kein Problem" finde ich gut und lässt mich "sicher" fühlen. 😉

DSGVO-Feedback-E-Mail-Tool_6

Wenigsten bemüht ihr euch um die Kunden aus Europa, klasse! 🙂

Nun gut.

Aus den Antworten der E-Mail-Marketing Tool Anbieter bin ich nicht schlau geworden. Eine glasklare und wirklich vertrauenswürdige Antwort, ob die Verwendung aus dem D-A-CH Raum rechtssicher ist oder nicht, hat mir keiner gegeben.

Daher habe ich einfach mal die Frage "darf ich meine daten auf server in den usa speichern" in Tante Google eingegeben...

Darf-ich-meine-Daten-auf-Server-in-den-USA-speichern

...und bin auf folgenden Abschnitt auf datenschutz.org/usa gestoßen.

Fazit für mich persönlich: Ich würde auf Basis meiner Recherche mit Stand heute kein amerikanisches E-Mail-Marketing-Tool einsetzen, sondern eines aus dem D-A-CH Raum verwenden. Gibt ja auch hierzulande genug Auswahl. Am Ende ist es aber die Entscheidung jedes Einzelnen.

Wie sieht Du das?

12. Was sind die besten E-Mail-Marketing Agenturen?

Laut ahrefs suchen jeden Monat in Deutschland im Schnitt etwa 250 Leute nach einer E-Mail-Marketing Agentur. Vermutlich noch mehr.

Suchvolumen E-Mail-Marketing-Agentur

Dennoch bin ich der Meinung, dass E-Mail-Marketing Chefsache sein sollte. Mit Ausnahme von vielleicht großen Unternehmen, die hierfür eigene Abteilungen beschäftigen oder das Budget haben, E-Mail-Marketing einfach auszulagern.

Und wenn man sich die Klickpreise (CPC) anschaut, die Werbetreibende hier bezahlen ($10), dann lässt das darauf schließen, dass E-Mail-Marketing Agenturen nichts für den schmalen Geldbeutel sind.

Wie findest Du also die richtige Agentur, wenn Du das nötige Kleingeld hast?

Im Prinzip ist es das gleiche Spiel wie bei der Suche nach dem richtigen Tool auch. Du musst suchen, vergleichen und Dir bewusst machen, was Du haben möchtest. Du hast jede Menge Optionen.

E-Mail-Marketing-Agentur Google-Suche

Hier ein paar Anbieter, die ich über eine Google-Suche gefunden habe, weil sie zum Suchbegriff "e-mail marketing agentur" in den Top-10 ranken und somit offenbar vieles richtig gemacht haben. 🙂

13. Die häufigsten E-Mail-Marketing Fragen und meine Antworten

13.1 Text vs. HTML Mails - was funktioniert besser?

Sollst Du Deine E-Mails als reinen Text oder lieber im HTML-Format versenden?

Schauen wir uns zunächst an, was diese beiden Formate unterscheidet und wo die jeweiligen Vor- und Nachteile liegen.

Eine einfache Text-E-Mail ist im Prinzip die abgespeckte Version einer HTML-E-Mail. Eine Text-E-Mail enthält nur Text, aber keine Bilder, Formatierungen oder Hyperlinks.

HTML-E-Mails hingegen haben alles, was reine Text-E-Mails nicht haben: Farben, Schriftarten, Bilder und manchmal sogar Kurzvideos. HTML steht für Hypertext Markup Language und ermöglicht es, bestimmte Arten von Informationen zum Beispiel im Webbrowser darzustellen.

HTML-E-Mails haben oft noch Probleme mit der sauberen und einheitlichen Darstellung auf verschiedenen Endgeräten (wie Desktop, Tablet und Smartphone). Vielleicht ist Dir das schon einmal aufgefallen, wenn Du am Handy eine E-Mail öffnest und dann Bilder oder Textelemente verschoben sind?

Dafür sind sie besser für Analysezwecke geeignet. Über ein in jeder Mail eingebettetes HTML-Schnipsel können beispielsweise Öffnungsraten ermittelt werden, was ohne HTML technisch nicht möglich ist.

Einfache Text-E-Mails hingegen glänzen in der Regel mit besseren Zustellraten, weil sie weniger Möglichkeit für "spamige" Absichten bieten. Dafür sind sie nicht so benutzerfreundlich und bieten keine Möglichkeit, die eigene Marke mit Logo, Farben und Stil zu transportieren.

Mein Fazit: Beide Format haben ihre Daseinsberechtigung, aber im Bereich E-Mail-Marketing sind HTML-E-Mails für mich der klare Gewinner. Einfach aus dem Grund, weil man damit zur Erreichung seiner Ziele die besseren Möglichkeiten hat.

Aber das Coole ist, dass jedes professionelle E-Mail-Marketing-Tool sogenanntes Multipart versenden kann, also beide Format in einer E-Mail. Akzeptiert das Empfänger-Programm keine HTML-E-Mails, dann bekommt es die Textversion, ansonsten die "hübschere" HTML-Version. Aus diesem Grund versende ich meine Mails in Multipart. 🙂

E-Mail-Multipart-Versand

13.2 Was bedeutet Tagging und wann braucht man es?

Viele E-Mail-Marketing-Anbieter werben damit, dass Du Deine Leser "taggen" kannst, wenn Du ihre Software nutzt?

Aber was bedeutet das eigentlich und brauchst Du das wirklich?

Ein Tag im E-Mail-Marketing musst Du Dir wie eines dieser Post-it Zettelchen vorstellen, das an jedem Deiner Abonnenten klebt und gewisse Dinge über ihn verrät, wie:

  • Was sind seine Vorlieben?
  • Was sind seine Interessen?
  • Wie verhält er sich, wenn er Deine E-Mails bekommt?

Solche Tags können dem Abonnenten vom E-Mail-Marketing-Tool automatisch hinzugefügt werden, je nachdem wie er sich verhält.

Oder Du weist bestimmten Abonnenten bestimmte Tags manuell zu, weil Du sie beispielsweise in gleichgesinnte Gruppen zusammenfassen und für bestimmte Aktionen ansprechen möchtest.

Hier einige Beispiele, wann Tags automatisch vergeben werden:

  1. Sobald ein Nutzer sich Dein Freebie A herunterlädt, bekommt er das Tag "Hat sich Freebie A heruntergeladen".
  2. Sobald ein Nutzer Deine erste (Willkommens)Mail geöffnet hat, bekommt er das Tag "Hat die Willkommensmail geöffnet".
  3. Sobald ein Nutzer den Link zu Deiner Angebotsseite geklickt hat, bekommt der das Tag "Hat den Link zu meiner Angebotsseite geklickt".
  4. Sobald ein Nutzer das Produkt A bei Dir kauft, bekommt er das Tag "Hat das Produkt A gekauft".
  5. Sobald ein Nutzer im Zuge eines Launches das Produkt B bei Dir nicht kauft, bekommt er das Tag "Hat Produkt B im Launch Januar 2022 nicht gekauft".

Je nachdem, wie sich ein Abonnent verhält, was er macht, wohin er klickt oder wie er auf Deine Mails reagiert, bekommt er verschiedene Zettelchen aufgeklebt.

Das ist E-Mail-Tagging

So kannst Du Dein E-Mail-Marketing gezielt auf das Verhalten Deiner Abonnenten abstimmen und Deine Mails zur richtigen Zeit, mit dem richtigen Thema an die richtige Person senden.

Hier zum Beispiel eine E-Mail, die ich am Tag nach einem Produktlaunch an all jene gesendet habe, die in der Launchphase bereits auf dem Bestellformular meines Produktes waren, aber dann doch nicht gekauft haben.

Nutzer markiert mit Tag

Über das Tag "Hat das DS24-Bestellformular E-Bookinator 2021 Edition aufgerufen (PDF)" und mit dieser E-Mail...

Nachfass-E-Mail Bestellformularabbrecher

... gebe ich den "Bestellformularabbrechern" auch im Nachgang noch die Möglichkeit, ihre Bestellung abzuschließen (da sie ja offenbar starkes Interesse an dem Produkt haben).

Und siehe da, es sind noch ein paar Kunden hinzugekommen! 🙂

Was ist der Unterschied zwischen einer E-Mail-Liste und einem E-Mail-Tag?

Auf einer E-Mail-Liste landen Personen, die sich zum Beispiel auf einer Landingpage ein Freebie von Dir heruntergeladen haben und somit Interesse an Deinem Thema bekunden.

Jetzt kannst Du verschiedene Landingpages haben, auf denen Du unterschiedliche Freebies zum Download anbietest. Zum Beispiel...

  • Freebie A
  • Freebie B

Alle, die sich Feebie A holen, landen auf der E-Mail-Liste "Freebie A" und alle, die sich Freebie B holen, landen auf der E-Mail-Liste "Freebie B". Und alle, die sich beide Freebies holen, landen auf beiden E-Mail-Listen.

Hast Du beim letzten Satz den Nachteil von Listen erkannt?

Ein und dieselbe Person kann auf mehreren Listen sein und somit ist die Gefahr groß, dass Leser Inhalte doppelt bekommen, wenn sie auf mehreren Listen sind.

Während Du mit einer Liste also immer nur eine Gruppe von Menschen ansprechen kannst (z.B. alle von Liste "Freebie A), kannst Du mit Tags Dein E-Mail-Marketing auf jede einzelne Person herunterbrechen.

Bleibt die Frage, ob Du unbedingt ein tagbasiertes E-Mail-Marketing-Tool brauchst oder nicht?

Meine Antwort lautet JA, wenn Du professionelles E-Mail-Marketing betreiben und ein gewinnorientiertes Business betreiben möchtest und NEIN, wenn Du einfach nur jede Woche einen schönen Newsletter für Deine Hobby-Webseite versenden willst.

Wie immer, kommt es also auf Deine individuelle Situation und Deine Ziele an. 🙂

13.3 Wie kann ich (mehr) Leads (E-Mail-Adressen) einsammeln?

Die zwei entscheidenden Faktoren, ob sich auf Deiner Landingpage jemand für Deinen Newsletter anmeldet oder nicht, sind folgende:

  1. Qualität des Traffics.
  2. Dein Angebot/Anreiz (Lead-Magnet).

Überspitzt gesagt - wenn Du auf Deiner Landingpage einen tollen Ratgeber über die beliebtesten veganen Lebensmittel anbietest, sich dort aber nur Fleischesser tummeln, dann wird Dein Angebot nicht funktionieren.

Egal also, ob Du Besucher etwa über Google, YouTube oder Facebook einkaufst oder über erstklassigen Content organischen Suchmaschinentraffic bekommst, Du musst die richtige Zielgruppe erreichen.

Der zweite Faktor ist das Angebot selbst. Dieses muss UNWIDERSTEHLICH und am Ende so wertvoll sein, dass Du eigentlich Geld dafür nehmen könntest.

Nur "etwas Neues" oder "Tipps" reichen heute nicht mehr, damit jemand seine E-Mail-Adresse hinterlässt. Dein Angebot, Dein Lead-Magnet oder Freebie, muss ein Ergebnis "versprechen", das Deine Zielgruppe unbedingt erreichen möchte und dieses auch liefern können.

Fokussiere Dich also bei der Erstellung Deines Lead-Magneten auf die Probleme, Schmerzen, Herausforderungen und Wünsche Deiner Zielgruppe und erstelle eine praktikable Lösung dafür.

Sorge für ein Erfolgserlebnis und Deine Leser werden Dich lieben! 🙂

13.4 Was, wenn ich keine Zeit für E-Mail-Marketing habe?

Gegenfrage: Was tust Du, wenn Du 120 Kilo wiegst, aber keine Zeit hast, abzunehmen?

Dann ist es Dir nicht wichtig genug!

Genau so ist es im E-Mail-Marketing. Du kannst Deine wertvolle Zeit dafür nutzen, um mehr Follower auf Instagram zu gewinnen...

Instagram Follower oder E-Mail-Liste

...oder Du setzt andere Prioritäten und investierst die nötige Zeit, um Dir eine E-Mail-Liste aufzubauen und gewinnbringendes E-Mail-Marketing zu betreiben. Vergiss nicht: E-Mail-Marketing hat einen höheren ROI als jede Social Media Plattform dieser Welt. 🙂

Es ist also eine Frage Deiner Prioritäten und Ziele.

Und unter uns... Du hast Dir dieses umfangreiche Nachschlagewerk zum Thema "E-Mail-Marketing" durchgelesen. Ich bin also der Meinung, dass Du die nötige Zeit dafür hast. 😉

13.5 Wie hoch sollte die Versandfrequenz Deiner E-Mails sein?

Was die richtige Versandfrequenz von E-Mails betrifft, gehen die Meinungen stark auseinander.

Während die einen täglich (oder sogar mehrmals täglich) versenden, geht bei anderen die Woche nur einmal eine E-Mail raus (wenn überhaupt).

Was ist also ideal? Ab wann nervst Du Deine Leser und wie oft ist noch ok?

Schauen wir uns zuerst die Statistik und anschließend meine Handhabe an. Ich habe folgende, interessante Grafik auf snovi.io gefunden.

Unterschiedliche Versandfrequenzen E-Mail-Marketer

Quelle: snov.io

Spannend!

Laut der Statistik versenden 33,3  % der E-Mail-Marketer wöchentlich ihre E-Mail-Kampagnen, 26,67 % mehrmals pro Monat und jeweils 13,33 % mehrmals pro Woche, täglich und monatlich.

Aber welche Versandfrequenz bevorzugen die Empfänger?

Auch hier eine interessantes Umfrageergebnis.

E-Mail-Versandfrequenz-Präferenzen

Quelle: snov.io

Nur 15 % der Empfänger möchten täglich E-Mails erhalten. Die beliebtesten E-Mail-Frequenzen sind:

  • Zumindest 1x im Monat (86 %)
  • Zumindest 1x in der Woche (61 %)
  • Wöchentlich (32 %)

Die am wenigsten beliebten E-Mail-Frequenzen sind:

  • Jährlich (1 %)
  • Vierteljährlich (4 %)
  • Dreimal wöchentlich (4 %)
  • Nie (9 %)

Hier meine Einschätzung: Wie bei jedem anderen Online-Marketing Kanal auch, ist es wichtig, dass Du PRÄSENZ zeigst. Nur einmal pro Monat eine E-Mail zu versenden, ist aus meiner Sicht deutlich zu wenig.

Wenn ich heute den Newsletter von Franz Huber abonniere und die nächste Mail von ihm erst 30 Tage später bekomme, dann habe ich keine Ahnung mehr wer Franz Huber ist (vermutlich Österreicher ;-)).

Die Wahl der Versandfrequenz beeinflusst in jedem Fall Deine Öffnungs- und Abmelderaten. Aber auch Deine Kaufraten.

Während bei täglichem Versand Deine Öffnungs- und Klickraten bestimmt zurückgehen (und die Abmelderaten steigen), kann sich das durchaus positiv auf Deine Kaufraten auswirken, weil Du den Lesern häufiger die Möglichkeit gibst, bei Dir zu kaufen (und nicht woanders).

Ich persönliche versende mindestens einmal die Woche, in Launchphasen sogar täglich und habe sehr gute Erfahrungen damit gemacht.

Aber auch hier kommt es am Ende auf das eigene Thema und die Zielgruppe an, die man bedient. 🙂

13.6 Wie bekomme ich Besucher auf meine Landingpage?

Heute Deine Landingpage ins Netz gestellt wird morgen folgendes passieren: Nichts!

Absolut niemand wird Deine Seite zu Gesicht bekommen. Auch nicht in den nächsten 30 Tage oder einem Jahr. Du musst sie also aktiv bewerben!

Dazu hast Du grundsätzlich zwei Möglichkeiten:

  1. Du kaufst Besucher ein, zum Beispiel über Google, YouTube oder Facebook. Das kostet Geld.
  2. Du gehst dorthin, wo sich Deine Zielgruppe (online) aufhält und erzählst ihr direkt von Deinem Angebot. Das kostet Zeit.

Wofür entscheidest Du Dich?

Der Schlüssel zum Erfolg ist in jedem Fall, dass Du Dich für EINEN Marketingkanal entscheidest. Nicht für zwei, nicht für zehn, für EINEN.

Bruce Lee hat einmal gesagt: "Ich fürchte mich nicht vor dem Mann, der 1.000 Schläge geübt hat, sondern vor dem, der EINEN Schlag 1.000-mal geübt hat!"

Das lässt sich auch wunderbar aufs Online-Marketing übertragen. Du musst EINEN Kanal perfektionieren und alle anderen vergessen. Nur so kannst Du Deine Gegner ausknocken. 😉

Hier ein paar interessante Kanäle, die Du bedienen kannst.

  • Suchmaschinenmarketing (SEO). Setze einen Blog auf und beginne über Dein Thema zu schreiben. Teile Deine besten Erfahrungswerte und Dein Wissen mit der Welt, entwickle einen spannenden Schreibstil und Suchmaschinen werden Dir Besucher senden. Schau Dich in diesem Beitrag und in meinem Blog-Bereich um. Es gibt jede Menge Beiträge, aus denen ich immer wieder auf meine Landingpages verlinke und darüber Leads generiere.
  • YouTube. Beginne kurze Videos zu erstellen (5 -10 Minuten), in denen Du über Dein Thema sprichst, Deine Erfahrungen weitergibst, Wissen vermittelst, Tipps, Ratschläge und Handlungsempfehlungen gibst. Gib Deinen Videos noch einen aussagekräftigen Titel und eine ausführliche Beschreibung (inklusive Link auf Deine Landingpage) und Du wirst Menschen damit erreichen.
  • Gast-Podcast. Such Dir Leute in Deinem Bereich mit vorhandener Reichweite, die einen Podcast betreiben. Meistens sind das Leute, die Webseiten haben, die entweder in den Suchmaschinenrankings ganz oben zu finden sind oder ständig mit ihren Werbeanzeigen auftauchen. 🙂 Hab keine Scheue, sprich sie aktiv an und mach Dich als Interviewgast interessant. Du bist einzigartig. Du hast bestimmt etwas zu erzählen, das sonst niemand zu erzählen hat. Eine Erfahrung. Ein Ereignis. Ein Learning. Ein Erfolg. Du wirst ein Thema finden. Mach am Ende des Interviews auf Dein Angebot aufmerksam und Du wirst Interessenten bekommen.
  • Gastartikel. Gib die besten Suchbegriffe in Deinem Bereich in den Google-Suchschlitz ein und finde so die relevantesten Webseiten in Deinem Bereich. Öffne alle Webseiten auf den ersten 3-4 Suchergebnisseiten, finde Content-Schwächen oder Lücken und biete aktiv an, diese zu schließen. Webseiten mit Top-Rankings sind immer interessiert an frischem Content, der weitere Rankings und Traffic bringt. Biete Deine Dienste an und erstelle erstklassige Gastartikel (inklusive Backlink auf Deine Seite) und Du wirst Deine Zielgruppe damit erreichen.
  • Amazon Kindle. Amazon hat eine riesiges Publikum, das Du nutzen kannst, um auch Deine Zielgruppe zu erreichen. Schreib ein Buch über Dein Thema, das nachhaltigen Mehrwert liefert und Deine Zielgruppe hilft, ihr Ziel zu erreichen. Veröffentliche dieses auf Amazon als Kindle und/oder gedrucktes Buch und Leute werden früher oder später auf Dich aufmerksam.

Gibt jedem Kanal genug Zeit, um Wirkung zu zeigen und lass Dich von einzelnen Rückschlägen nicht aufhalten. Nicht immer klappt alles auf Anhieb.

Andere vor Dir haben aber längst bewiesen, dass jeder Kanal für sich funktioniert, sofern Du durchhältst. Viele Wochen, Monate und vielleicht sogar Jahre! 

Ist das der Weisheit letzter Schluss?

Bestimmt nicht. Es gibt viele weitere Kanäle, die Du bedienen kannst und die je nach Thema und Zielgruppe noch besser geeignet sind.

Essenziell ist aber folgendes: Fokussiere Dich auf EINEN dieser Kanäle und werde die #1 darin. 🙂

13.7 Was kann ich tun, wenn niemand meine E-Mails öffnet, liest oder mir antwortet?

Wenn das passiert, dann hakt es vermutlich an einem der folgenden vier Punkte (oder an allen Vieren):

  1. Deine E-Mails kommen nicht an. Je nachdem, welche Wörter Du in Deinen E-Mails verwendest und über welchen Server Du sie versendest, kann es vorkommen, dass sie einfach im Spam-Ordner landen.  Stell sicher, dass Dein E-Mail-Marketing Anbieter einen seriösen Versandserver (im D-A-CH-Raum) verwendet und Du im besten Fall diese 120 "schlimmen" Spam-Wörter eher vermeidest. Weise Deine Leser aber auch aktiv darauf hin, dass die eine oder andere Mail von Dir immer mal im Spam landen kann und sie das "vermeiden" können, in dem Sie Deine Absender-Adresse zu ihren Freunden hinzufügen. Auch das ist kein 100%iger Schutz, aber eine gute Möglichkeit, häufiger beim Leser "anzukommen".
  2. Deine E-Mail-Betreffzeilen sind zu langweilig. Wenn Deine Mails im Postfach ankommen, aber nicht geöffnet werden, dann sind Deine Betreffzeilen zu fad *gähn*. So kannst Du das ändern.
  3. Deine E-Mails begeistern nicht. Wenn die Leser Deine E-Mails öffnen, aber nicht lesen (= Dir nie Feedback geben) oder Deinen Empfehlungen nicht folgen (= Deine Links nicht klicken), dann ist entweder Dein Schreibstil zu unpersönlich, die vermittelten Informationen nicht relevant oder Dein Angebot nicht interessant. Arbeite stark mit Umfragen, um herauszufinden, was sich Deine Leser wünschen. Bitte in den Mails immer wieder AKTIV um Antwort und Feedback. So kannst Du herausfinden, wie Du Deine E-Mails aufbauen musst, um Deine Leser zu unterhalten und zur Interaktion zu bewegen. Hier einige Content-Ideen.
  4. Deine Versandfrequenz ist zu hoch oder zu niedrig. Versendest Du zu selten, dann bist Du zu wenig präsent und Deine Leser haben weder ein Bild von Dir, noch von Deinem Thema und Deinem Angebot im Kopf. Versendest Du zu oft, dann kannst Du Deine Leser leicht überfordern und zu viel ihrer Zeit beanspruchen. Hier mehr zur richtigen Versandfrequenz.

13.8 Ich habe Angst vor vielen Abmeldungen! Was kann ich tun?

Deine Angst ist unbegründet, denn Abmeldungen sind eine sehr gute Sache! 🙂

Hier ein paar Feedbacks von Lesern, die sich kürzlich von meinem Newsletter abgemeldet haben und meine Meinung dazu.

Austragungsfeedback-Kein-Interesse

Interessen ändern, alles gut! 🙂

Austragungsfeedback-Produkt-zu-teuer

Ist in Ordnung. Ich bin Apple, nicht Aldi. 😉

Austragungsfeedback-Ziel-erreicht

Gratuliere, das freut mich!

Austragungsfeedback-Zu-lange-Mails

Sind sie zu lange, bist Du zu schwach! 😉 Im Ernst. Ich gehe tief ins Detail und vermittle ausführliche Informationen, die unbedingt nötig aber nicht für jeden geeignet sind und das ist ok.

Austragungsfeedback-Zu-viele-E-Mails

Für 90 % meiner Leser passt die Versandfrequenz. Für die restlichen 10 %: Goodbye! 🙂

Was ich Dir damit sagen möchte ist Folgendes: Du kannst und sollst es nicht allen Deinen Leser recht machen. Fokussiere Dich auf Deine Kunden und deren Bedürfnisse und Wünsche!

Mit Abmeldungen bereinigst Du automatisch Deine Liste von Leuten, die ohnehin nie etwas bei Dir kaufen würden und das ist völlig in Ordnung. Du hältst Deine Öffnungs- und Klickraten hoch und kannst Dich voll und ganz auf Deine Fans fokussieren. Hier sind ein paar von meinen. 🙂

E-Mail-Feedback-Julian
E-Mail-Feedback-Michele
E-Mail-Feedback-Augustin

14. Fazit

Mit E-Mail-Marketing mache ich mit Abstand den meisten Umsatz. Ich verkaufe alle meine digitalen Produkte über E-Mail-Marketing (mit ganz wenigen Ausnahmen, wo ich direkt im "Fronend" auf der Webseite verkaufe).

E-Mail ist in Internetjahren quasi "uralt" und aus meiner Sicht gerade deswegen so erfolgreich. 

Was war eines der ersten Dinge, die Du getan hast, also Du Dich zum ersten Mal mit dem Internet befasst hast?

Richtig, Du hast eine E-Mail-Adresse angelegt. Ansonsten kamst (und kommst) Du online nirgendwo "rein" und warst online nicht erreichbar.

Es ist ein Medium, das jeder kennt. Jeder ist vertraut mit der Menüführung, weiß, wie man E-Mails versendet, löscht oder weiterleitet. Täglich E-Mails zu checken ist die gleiche Routine wie Zähneputzen.

Diese Notwendigkeit einer eigenen E-Mail-Adresse macht sie zu etwas Wertvollem und Persönlichem.

Daher denke ich, dass E-Marketing auch so gut funktioniert. Aber nur, wenn man als E-Mail-Marketer diese Wertigkeit einer E-Mail-Adresse auch schätzt und den Menschen dahinter sieht und nicht nur ein paar Buchstaben mit @-Zeichen in der Mitte. 🙂

Wie sind Deine Erfahrungen mit E-Mail-Marketing? Ich freue mich auf Deine Kommentare!

Auf Deinen Online-Erfolg
Christian

Online-Kurs Ideen finden

Wie Du Online-Kurs Ideen findest

  • 12. September 2022

Wie Du lukrative Online-Kurs Ideen findest

Online-Kurs Ideen finden

Du möchtest einen Online-Kurs erstellen und damit nachhaltig Geld verdienen?

Aber Du grübelst, worüber Du einen Online-Kurs erstellen sollst? Es fehlt Dir an zündenden Ideen?

Oder Du hast bereits eine Idee, bist aber unsicher, ob sich irgendjemand dafür interessiert?

Dann bist Du hier goldrichtig und nach dem Lesen dieses Beitrags kennst Du zumindest drei erprobte Wege, wie Du auf Online-Kurs Ideen kommst, die nicht nur lukrativ sind, sondern zu Dir passen und Dir Spaß machen.

Und Du kannst gut einschätzen, ob es sich für Dich lohnt, Deine Online-Kurs-Idee weiter zu verfolgen oder nicht.

1. Wofür wirst Du bereits bezahlt?

Stell Dir folgende Frage: "In welchen Bereichen werde ich bereits für meine Zeit und mein Fachwissen bezahlt?"

  • Bist Du in Deinem Job die Person, die für die Lösung eines bestimmten Problems zuständig ist?
  • Bezahlen Dich Deine Freunde, Bekannte, Nachbarn oder andere Dritte dafür, dass Du ihnen in der Freizeit bei etwas hilfst?

Wenn ja, dann kannst Du darüber das perfekte Thema finden, um einen eigenen Online-Kurs zu erstellen, denn Du hast längst bewiesen, dass Menschen bereit sind, Dich für Dein Wissen und Deine Hilfe zu bezahlen.

Nimm Dir also jetzt 15 Minuten Zeit und schreibe alles auf, wofür Du aktuell bezahlt wirst oder in der Vergangenheit bezahlt wurdest.

Das kann alles Mögliche sein, zum Beispiel:

  • Mitarbeiter schulen.
  • Mitarbeiter führen.
  • Mitarbeiter finden.
  • Lohnverrechnung.
  • (Geschäfts)Reisen, Events, Feiern organisieren.
  • Babysitten.
  • Im Garten helfen.
  • Eine Software (z.B. Word oder Excel) erklären.
  • Die Buchhaltung machen.
  • Ein Instrument beibringen.
  • Im Tennis besser werden.

2. Frag (D)ein Publikum

  • Vielleicht betreibst Du einen eigenen Blog und hast bereits eine Leserschaft.
  • Oder Du hast eine eigene E-Mail-Liste mit Leuten, die sich für Dich und Dein Thema interessieren.
  • Oder Du hast auf Social Media eine Handvoll Follower und Fans, die Deine Inhalte lesen.

Großartig! Nutze Dein Publikum, um auf Online-Kurs Ideen zu kommen.

Wenn Du noch kein eigenes "Publikum" hast, dann kannst Du auch Freunde, Familie und Bekannte fragen oder Dich in Online-Communities wie Facebook-Gruppen und Foren umschauen. Dazu aber gleich noch mehr.

In jedem Fall ist der Plan, von all diesen Menschen, zu denen Du Kontakt hast, gewinnbringende Online-Kurs Ideen abzuleiten. 🙂

Das ist gar nicht so schwer, aber dafür musst Du vielleicht Deine Komfortzone etwas verlassen.

Probier folgendes: Plane 30-minütige Gespräche mit 10 Personen und stelle ihnen jeweils 5 Fragen. 

Schreib Dein Publikum an und lade 10 Leute ein, in gemütlicher Atmosphäre mit Dir zu reden, entweder per Telefon oder per Zoom.

Wichtig ist, dass Du Dir zunächst einen guten Aufhänger für das Gespräch überlegt.

Einfach zu sagen: "Hey, lass uns mal quatschen!" wird nicht funktionieren.

Sei lieber offen und ehrlich uns sag, dass Du planst, einen tollen Online-Kurs zu erstellen und Du nun auf der Suche nach passenden Ideen bist oder Du bereits Ideen hast und nun herausfinden möchtest, ob diese Sinn ergeben.

Ziel ist, die Leute an den Hörer zu bekommen und unter anderem folgende Fragen zu stellen:

Frage

Warum ist das wichtig?

"Erzähl mir von Deinen Erfahrungen mit [Thema]".

Diese Frage ist sehr offen und gibt dem Befragten die Möglichkeit, das zu sagen, was ihn beschäftigt, anstatt sich von Deiner Frage leiten zu lassen.

"Was ist aktuell Deine größte Herausforderung bei [Thema]?"

Jetzt tauchen wir tiefer in die Problematik ein.

"Wie gehst Du derzeit mit dieser Herausforderungen um?"

Dies wird die Lösung sein, für die Du eine bessere Alternative entwickeln musst!

"Was würdest Du durch die Lösung dieser Probleme erreichen?"

Das ist das WARUM jemand für Deinen Online-Kurs bezahlen würde. Das wird Dir beim Verfassen Deines Verkaufsbriefes nützlich sein.

Denk daran: Wenn Du etwas Interessantes hörst, bohr nach!

Nehmen wir an, Du findest in einem Gespräch heraus, dass Dein Gegenüber nicht gerne kocht und Du fragst nach dem "Warum".

Die Person sagt Dir dann, dass es ihr einfach zu mühsam ist. 

Das ist Dir aber zu einfach, Du bohrst nach und sagst. "Interessant, aber was genau findest Du am Kochen denn so mühsam?"

Und die Person könnte dann sage: "Ach, die meisten Rezepte sind mir zu kompliziert. Man braucht eine Menge Zutaten, die man dann in exakten Mengen zugeben muss, damit es etwas wird. Und dann das Zwiebel schneiden! Irgendwie sind in fast jedem Gericht Zwiebel dabei und ich hasse das. Und vom Abwasch danach möchte ich erst gar nicht sprechen!"

Du möchtest also die ECHTEN Gründe erfahren, die sich hinter dem "mühsam" verstecken und die erfährst Du nur, wenn Du nachbohrst. 🙂

Wenn Du also die Ängste/Zweifel/Bedenken der Leute auf dieser tieferen Ebene kennst und verstehst, dann kannst Du ihnen auch wirklich helfen, diese Herausforderungen zu überwinden.

Und im Internet ist ein Online-Kurs das "perfekte" Medium dazu, wie ich finde. 🙂

3. Eine lukrative Nische finden

Was, wenn Du weder eine eigene Webseite, noch ein eigenes Publikum hast, das Du fragen kannst?

Oder Du einfach nur Online-Kurs Ideen finden möchtest, ohne jemanden zu nerven?

Dann habe ich hier zwei Strategien für Dich, die Du lieben wirst. 🙂

1. Besuche udemy.com.

Dort findest Du aktuell über 200.000 Online-Kurse zu den unterschiedlichsten Themen.

Udemy Online-Kurse

Nutze den Suchschlitz (1) oben, um gezielt nach Kursthemen zu suchen, die Dich interessieren oder klicke auf Kategorien (2) links, um nachzuschauen, worin andere bereits Online-Kurse erstellt haben.

Auf Udemy nach Online-Kurs Ideen suchen

Die Plattform ist nicht nur perfekt, um ein Thema für einen eigenen Online-Kurs zu finden, sondern auch, um direkt etwas über dort angebotene Online-Kurs in Erfahrung zu bringen.

Wenn Du die Angebotsseite eines Online-Kurses auf udemy öffnest, dann findest Du dort neben Details und Inhalten des Kurses selbst, auch Bewertungen, die Kunden bereits abgegeben haben.

Das ist eine sehr wertvolle Quellen, um herauszufinden, welche Anforderungen Menschen im jeweiligen Bereich an einen Online-Kurs haben.

Udemy Online-Kurs Details

2. Google

Öffne Google und gib in den Suchschlitz Begriffe ein wie...

  • Probleme bei
  • Hilfe bei
  • Hilfe mit
  • Suche Hilfe
  • Brauche Hilfe
  • Wer kann mir
  • Wie kann ich
  • Wie schaffe

...und drücke dann die Leertaste auf Deiner Tastatur.

Google Suche nach Online-Kurs Ideen

So bekommst Du Probleme/Herausforderungen von Leuten vorgeschlagen, für die sie online nach Lösungen suchen.

Perfektes Material, um daraus passende Online-Kurs Ideen abzuleiten. 🙂

Nutze jetzt diese beiden Strategie (udemy und Google), um Dir eine Liste an potenziellen Online-Kurs Ideen anzulegen. Wenn Du Dir hier Mühe gibst und etwas Zeit investierst, solltest Du auf jeden Fall ein paar Ideen auf dem Zettel haben.

Wie Du Deine Gewinner-Idee(n) findest

Jetzt ist es Zeit, Dich auf die besten Themen zu konzentrieren.

Bevor wir gleich die Ideen mit dem größten Gewinnpotenzial herausfiltern, solltest Du Dir zunächst Gedanken über eine wichtige Sache machen: LEIDENSCHAFT!

Streiche alle Ideen von Deiner Liste, die Du HASST oder einfach nur unwohl fühlst! 😉

Klingt hart, ist aber mein voller Ernst. Wenn Du es hasst, an etwas zu arbeiten, spielt das Gewinnpotenzial keine Rolle, denn Du wirst wahrscheinlich aufgeben, bevor Dein Online-Kurs fertig ist!

Themen, mit denen Du Dir nicht vorstellen kannst, die nächsten Wochen und Monate zu verbringen, habe auf Deiner Ideen-Liste nichts verloren.

Dann kommen wir zu etwas, was ich die Nachfragematrix nenne.

Sie hilft uns, eine fundierte Schätzung vorzunehmen, was die Leute wirklich wollen und bereits kaufen. Und Du willst ja einen Online-Kurs erstellen, den die Leute auch kaufen möchten, oder? 😉

Wirf mal einen Blick drauf...

Die Nachfragematrix

Wir haben vier Felder.

  1. Rechts oben ist die "Goldene Gans": Wie Name schon sagt, ist das eine gute Sache. Die goldene Gans bringt viele Kunden zu einem hohen Preis.
  2. Links oben haben wir "High End": Hier haben wir einen hohen Produktpreis, aber relativ wenig Kunden.
  3. Rechts unten ist der "Massenmarkt": Hier haben wir sehr viele Kunden, die Produkte zu niedrigen Preisen kaufen.
  4. Links unten haben wir die "Liebesmüh": Geringer Preis und wenig Kunden. Das mag etwas sein, dass Du gerne tust, sich in der Regel aber nicht auszahlt.

Ich möchte Dir nun einige Beispiele zeigen, wie Du diese Nachfragematrix anwenden kannst, indem Du die verschiedenen Ideen anordnest.

Nachfragematrix Beispiele
  • Hier sehen wir, dass "Abnehmen" und "Soziale Fähigkeiten steigern" zur Kategorie der goldenen Gans gehören, weil fast jeder abnehmen möchte und bereit ist, dafür viel Geld zu bezahlen. Dasselbe gilt für soziale Kompetenz.
  • Werfen wir nun einen Blick auf das High-End-Feld. Wir haben hier die Idee, Unternehmen zu helfen, die Bindung zu ihren Kunden zu verbessern. Eine ziemlich technische Idee, aber Tatsache ist, dass einige Unternehmen viel Geld dafür ausgeben werden. Der Preis ist also recht hoch, aber es gibt eine relativ kleine Anzahl von Kunden, die diese Dienstleistung in Anspruch nehmen wollen, etwa verglichen mit Leuten, die abnehmen wollen.
  • Betrachten wir als nächstes das Feld für den Massenmarkt. Hier sehen wir Dinge wie "Produktivität steigern" und "Günstiger Reisen". Eine Menge Leute wollen günstiger Verreisen. Das bedeutet also, dass es viele Kunden gibt, die aber nur einen relativ geringen Betrag für Lösungen zu bezahlen bereit sind. Deshalb sind die Preise beispielsweise für E-Books zum Thema "Günstiger Reisen" oder "Travel Hacking" eher bescheiden, typischerweise zwischen 19 € und 49 €.
  • Und schließlich gibt es das Feld "Liebesmüh". Hier tummeln sich häufig Dinge, für die Leute eine Leidenschaft haben, aber die sich in der Regel nicht für ein Business eignen. Du wirst nicht wirklich viele Produkte zum Thema "Hemden bügeln" finden und noch weniger Leute, die dafür bezahlen werden. Und kennst Du jemanden der Chemie lernen will? Und dafür auch noch Geld ausgibt? Eben.

Es ist wichtig für Dich zu wissen, wo Du mit Deinen Ideen in der Nachfragematrix stehst.

Was sagt uns die Nachfragematrix also jetzt?

Sie ist ein leistungsfähiger Rahmen, der es Dir ermöglicht, Deine Ideen schnell zu filtern und persönliche "Einser-Ideen" zu vermeiden.

"Einser-Ideen" sind ein großes Problem, bei dem die Leute anfangen, sich für eine Idee zu begeistern und sofort mit einem Tunnelblick zu entwickeln, ohne sich vorher zu denken: "Hey, ich bin zwar wirklich begeistert von diesem Bügel-Online-Kurs, aber interessiert das sonst noch jemanden?"

Wenn Du Deine Ideen in die vier Felder der Nachfragematrix einbettest, kannst Du schnell feststellen, ob sich die Sache jemals rechnen wird.

Als Nächstes trainiert es Dich, Deine Ideen REAL werden zu lassen.

Nicht nur in Deinem Kopf, nicht in dem, wovon Du denkst, dass die Leute sich dafür interessieren sollten, wie z. B. Zinseszinsen, sondern tatsächlich in dem, wofür die Leute bereit sind zu zahlen (und andere Leute bereits dafür bezahlen).

Diese einfache Übung scheint zwar ein Kinderspiel zu sein, aber dennoch macht sie fast niemand.

Denk daran: Wir sind von Natur aus ziemlich schlecht darin, unsere eigenen Ideen zu bewerten. Du, ich, wir alle. Aber das ist in Ordnung. Deshalb nutzen wir die Nachfragematrix, um uns zu verbessern.

Danach wirst Du eine Liste von Ideen haben, die nach Prioritäten geordnet sind und einige davon wirst Du einfach streichen können. Diese wirst Du nicht weiterverfolgen, weil Du weißt, dass sie sich nicht lohnen werden.

Hier noch ein Video, das Dir helfen wird, Deine Online-Kurs Ideen mit der Nachfragematrix einzuordnen.

Hast Du mit Hilfe dieser Anleitung Themen gefunden, wo Du Dir vorstellen kannst, daraus einen Online-Kurs zu machen?

Vielleicht sprudelst Du nur so vor Ideen, vielleicht aber tappst Du noch etwas im Dunkeln.

Hinterlasse mir gerne einen Kommentar mit Deinen Gedanken oder Fragen. 🙂

online-kurs-preis-finden

Wie Du den richtigen Preis für Deinen Online-Kurs findest

  • 9. September 2022

Wie Du den richtigen Preis für Deinen Online-Kurs findest

online-kurs-preis-finden

Du hast einen tollen Online-Kurs erstellt und fragst Dich jetzt, wie viel Du dafür verlangen sollst?

Die meisten Online-Kurs-Ersteller schätzen oder orientieren sich einfach an der Konkurrenz. Kein guter Plan, denn die Preisgestaltung kann maßgeblich über den Erfolg oder Misserfolg Deines Online-Kursgeschäfts entscheiden.

Nach dem Lesen dieses Beitrags weißt Du, was der beste Preis für Deinen Online-Kurs ist und hast somit einen wichtigen Wettbewerbsvorteil.

Es gibt im Prinzip drei Punkte, die Du wissen musst, um die Preisgestaltung von digitalen Produkten zu beherrschen.

1. Beginne, bessere Fragen zu stellen

Die meisten Menschen stellen sich die Frage: "Wie viel sollte ich für meinen Online-Kurs verlangen?"

Und das ist bereits die falsche Frage. Nähern wir uns also Schritt für Schritt den RICHTIGEN Fragen.

Der erste Schritt ist es, über einen bestimmten Betrag nachzudenken. Eine bestimmte Verdienstmarke, die Du erreichen möchtest.

Ich nehme 10.000 € als Betrag, weil das einfach zu rechnen ist und eine Summe, die die meisten Infopreneure und Blogger erreichen wollen. 🙂

Die erste gute Frage, die Du Dir stellen kannst, könnte also lauten: "Was braucht es, um meine ersten 10.000 € zu verdienen?"

Und später könnte es dann heißen: "Was braucht es, um 10.000 € pro Monat oder sogar pro Tag zu verdienen?"

Lass uns also über verschiedene Preispunkte nachdenken und was nötig ist, um die ersten 10.000 € zu verdienen. Beginnen wir ganz unten und nehmen an, dass Dein Online-Kurs nur 5 € kostet (mir ist schon klar, dass das zu billig ist ;-)).

Dann benötigst Du 2.000 Verkäufe, um 10.000 € zu verdienen.

Einfach, oder? 🙂

Als nächsten Preispunkt wähle ich 70 €.  Bei 70 € benötigst Du 143 Verkäufe, um 10.000 € zu erreichen.

Je höher der Preis ist, desto weniger Verkäufe brauchst Du also.

Erhöhen wir jetzt den Preis auf 2.000 €, was eine Menge Holz ist. Hier brauchst Du nur 5 Verkäufe, um auf 10.000 € zu kommen.

Und jetzt denkst Du Dir vielleicht: "Es scheint viel schwieriger zu sein, 2.000 Leute zu finden, die meinen 5 € Online-Kurs kaufen, als nur fünf Leute zu finden, die mir jeweils 2.000 € geben."

Und weißt Du was? Du hast recht.

Aber wenn das so ist, warum verlangst Du dann nicht einfach 10.000 € für Deinen Online-Kurs und brauchst nur einen einzigen Kunden?

Klingt logisch, aber bei dieser Rechnung fehlt noch etwas.

Kommen wir zum zweiten Punkt, den wir beachten müssen.

2. Die Kaufrate

Wenn es um die Preisgestaltung geht, müssen wir auch darüber nachdenken, wie sich die Kaufrate Deines Online-Kurses ändert, wenn sich der Preis ändert.

Schauen wir uns dazu folgendes Diagramm an.

Kaufrate-Online-Kurs-guenstiger-Preis

Die Kaufrate sagt aus, wie viele von 100 Leuten Deinen Online-Kurs auch tatsächlich kaufen. Kommen also 100 Leute auf Deine Verkaufsseite und bestellen zwei davon Deinen Kurs, dann hast Du eine Kaufrate von 2%.

Wir haben zwei Achsen:

  1. Den Preis, der von sehr günstig bis sehr teuer reicht.
  2. Die Kaufrate, die von sehr gering bis sehr hoch reicht.

In der folgenden Abbildung können wir sehen, wie die Beziehung zwischen Kaufrate und Preis NICHT aussieht.

In der Praxis handelt es sich nämlich nie um eine lineare Beziehung.

Wenn dies der Fall wäre, dann wäre der Preis im Grunde egal, denn das würde folgendes bedeuten: Wenn Du 100 € verlangst und 100 Leute Deinen Online-Kurs kaufen und Du dann den Preis auf 1.000 € änderst, dann automatisch nur 10 Leute kaufen und Du am Ende somit immer die exakt gleichen Einnahmen hättest.

Das ist weit weg von der Realität.

Es gibt zwei Faktoren, die wir berücksichtigen müssen, um ein genaueres Diagramm zu erhalten.

1. Die abfallende Kurve

Kaufrate-Online-Kurs-hoeherer-Preis

Das heißt, wenn wir zu Beginn von einem niedrigeren Preis zu einem etwas höheren Preis übergehen, werden wir einen größeren Rückgang der Kaufrate feststellen als später, wenn wir von einem mittleren Preis zu einem hohen Preis übergehen.

Es handelt sich also um eine sanft abfallende Kurve und nicht um eine gerade Linie.

2. Der Einbruch

Abfall-Kaufrate-Online-Kurse

Es gibt einen starken Einbruch der Kaufrate von 0 € bis zu einem beliebigen Eurobetrag.

Das ist der größte Einbruch bei den Kaufraten, den wir sehen werden. Selbst wenn Du nur 1 € für Dein Produkt verlangst, wird die Kaufrate deutlich niedriger sein, als wenn Dein Produkt kostenfrei ist.

Wenn Du ein gutes kostenfreies Angebot hast, zum Beispiel ein Freebie für den Eintrag in Deinen E-Mail-Verteiler, dann sind zweistellige Eintragungsraten normal - zielgerichteter Traffic vorausgesetzt.

Und mit "Eintragungsrate" ist wieder der Prozentsatz der Leute gemeint, die sich Dein Freebie tatsächlich downloaden.

Wenn Du aber für Dein Freebie plötzlich 1 € oder noch weniger verlangst, wird die Eintragungsrate mit Sicherheit in den Keller gehen.

Die wichtigste Erkenntnis ist also, dass es sich nicht um eine lineare Beziehung zwischen Preis und Kaufrate handelt. Wenn Du den Preis für Deinen Online-Kurs verdoppelst, halbiert sich nicht automatisch die Kaufrate und umgekehrt.

Kommen wir zur Praxis.

Angenommen Dein Online-Kurs kostet nur 5 € und Du hast eine anständige Verkaufsseite. Und nehmen wir weiter an, dass Du eine Kaufrate von 5 % hast. Von 100 Leuten, die Dein Angebot sehen, kaufen also fünf den Kurs.

Eine etwas niedrige Kaufrate, aber durchaus realistisch. Mehr erwartet? 😉

Das bedeutet also, dass Du 40.000 Menschen erreichen musst, um 2.000 Verkäufe zu erzielen und die angestrebten 10.000 € zu verdienen. Wow!

Die entscheidende Frage dabei ist also: "Wie viele Menschen muss ich erreichen, um 10.000 € zu verdienen?"

  • Bei 5 € und einer Kaufrate von 5 % müssen wir 40.000 Menschen erreichen.
  • Bei 70 € und einer Kaufrate von 2,5 % müssen wir 5.720 Personen erreichen.

Bei einem Produktpreis von 70 € gehe ich von einer Kaufrate von 2,5 % aus. Das ist zwar einen Annahme, die aber auf meiner Erfahrung im Verkauf von digitalen Produkten seit 2008 basiert. Sie kann auch etwas höher oder etwas darunter sein, aber der Bereich ist absolut realistisch.

Erkennst Du, wie das Zusammenspiel funktioniert?

Du musst deutlich weniger Menschen erreichen, um den gleichen Umsatz zu erzielen, nur wenn der Produktpreis von 5 € auf 70 € steigt.

Überleg mal wie schwer es ist, 40.000 Menschen zu erreichen!

Es ist für "Normalos" wie Dir und mir fast unmöglich...

  • Einen Blog-Beitrag zu schreiben, den 40.000 Menschen sehen.
  • Eine YouTube-Video aufzunehmen, das sich 40.000 Menschen anschauen.
  • Deine Post auf Facebook abzusetzen, den 40.000 Menschen lesen.

Ich weiß nicht, wie es Dir dabei geht, aber wenn ich versuchen müsste, 40.000 Menschen auf meine Verkaufsseite zu locken, um 10.000 € zu verdienen, dann frage ich mich, ob das all die Mühe wert ist!

Andererseits ist es deutlich einfacher nur etwa 6.000 Menschen zu erreichen, wenn der Produktpreis bei 70 € und die Kaufrate bei 2,5 % liegt. Wenn ich ehrlich bin, kann ich heute mir nur einen Klick mehr als 6.000 Leute erreichen, weil ich seit vielen Jahren auf E-Mail-Marketing setze. 🙂

Und was passiert, wenn Dein Online-Kurs 2.000 € kostet?

Wir haben bereits gesehen, dass wir bei einem Produktpreis von 2.000 € nur fünf Verkäufe brauchen, um unsere 10.000 € zu verdienen.

Aber wie sieht es mit der Kaufrate aus?

Nun, sie wird bei weitem nicht bei 2,5 % liegen. Ich tendiere eher in Richtung 0,1 %. Aber das bedeutet immer noch, dass wir nur 5.000 Menschen erreichen müssen, um 10.000 € zu verdienen.

Die erforderliche Reichweite sinkt also selbst dann, wenn unsere Kaufrate stark sinkt, wenn wir den Preis stark erhöhen.

Diese Rechnung deutet also darauf hin, dass höhere Preise im Allgemeinen besser sind und das kann ich so unterschreiben (frag Apple! ;-)). Höhere Preise bedeuten in der Regel weniger Arbeit, um den gleichen Geldbetrag zu erreichen.

Aber uns fehlt noch ein entscheidendes Teil, um das Preisrätsel vollständig zu lösen.

3. Die Produktionskosten

Schauen wir uns ein weiteres Diagramm an.

Auch hier haben wir am unteren Rand Produktpreise, die von sehr billig bis sehr teuer reichen. Und jetzt sehen wir uns die Beziehung zwischen diesen Preisen und den Produktionskosten an, die für die Herstellung eines Produkts dieses Preisniveaus erforderlich sind.

Geringe-Produktionskosten-Online-Kurs

Wenn Du eine einfache Verkaufsseite zusammenstellst und ein E-Book für 5 € verkaufst, das zwar schlecht formatiert ist, aber guten Inhalt hat, werden Deine Kunden es kaufen. Sie werden es als charmant bezeichnen und es mögen.

Das bedeutet, dass Du bei einem billigen Produkt die ganze Arbeit selbst machen kannst. Selbst wenn Du kein Profi bist und das Produkt ein wenig amateurhaft aussieht, kann es funktionieren, solange die Substanz des Produkts gut ist.

Die Kosten für die Herstellung eines billigen Produkts sind zwar immer noch nicht Null, aber sehr gering.

Aber je mehr Geld Du für Deinen Online-Kurs verlangst, desto höher werden die Produktionskosten. 

Überleg mal - wenn jemand 2.000 € auf den Tisch legt, dann muss das Produkt wirklich hochwertig und ausgefeilt sein. Das Design muss exzellent, die Verkaufstexte wirklich professionell sein. Das gesamte Kundenerlebnis, die Art und Weise, wie alles aussieht und sich anfühlt, muss wirklich großartig sein.

Kurz gesagt: Um ein Produkt für 2.000 € zu erstellen, brauchst Du bestimmt externe Hilfe oder ein Team. Du musst also Leute für bestimmte Leistungen bezahlen. Ich denke da an Dinge wie Design, Technik und Support.

So kann das nun in unserem Diagramm ausschauen.

Hohe-Produktionskosten-Online-Kurs

Wir sehen also eine Kurve, die niedrig beginnt, dann aber exponentiell ansteigt, je höher der Produktpreis ist.

Anstieg-Produktionskosten-Online-Kurs

Die Produktionskosten für ein 100 € Produkt sind nicht viel höher als für ein 10 € Produkt, sie sind aber massiv höher für ein 2.000 € Produkt oder gar ein 10.000 € Produkt.

WICHTIG: Worüber wir hier reden, ist es, gute und qualitativ hochwertige Online-Kurse zu entwickeln. Also Kurse, die Deine Kunden wirklich mögen und ihnen tatsächlich helfen, ihre Ziele zu erreichen. Und dieser Aspekt ist unabhängig vom Produktpreis. Wenn Du Schokolade für 1 € kaufst, dann möchtest Du, dass die Schokolade lecker schmeckt. Wenn Du für ein Auto 50.000 € hinlegst, dann möchtest Du ein tolles Auto, das lange fährt und keine Probleme macht.

Lass uns jetzt unsere beiden Diagramme kombinieren.

Produktionskosten-Kaufraten-Online-Kurs

Wir können sehen, wie die Produktionskosten mit dem Produktpreis steigen und wir können sehen, wie die Kaufrate sinkt, wenn der Produktpreis steigt.

Und vergiss nicht, dass die Kurve der Kaufrate darstellt, wie viel Arbeit wir aufwenden müssen, um genügend Leute zu erreichen, um unsere anvisierten 10.000 € zu verdienen.

Was ist also nun der ideale Preis für (D)einen Online-Kurs?

Wie Dir vielleicht auffällt, überschneiden sich die beiden Kurven. Und genau an dem Punkt, an dem sie sich überschneiden, liegt aus meiner Sicht der "perfekte" Preisbereich für einen Online-Kurs. Also dort, wo wir die höchstmögliche Kaufrate für die geringstmöglichen Produktionskosten haben.

Und dieser Punkt liegt in einem Bereich zwischen 200 € und 300 €.

Idealer-Online-Kurs-Preis

Warum sind 200 € - 300 € ein idealer Preis für einen Online-Kurs?

Aus zwei Gründen:

  1. Du muss relativ wenig Menschen erreichen, um gutes Geld verdienen zu können.
  2. Du kannst den Online-Kurs selbst erstellen und brauchst dazu kein Team oder Mitarbeiter, die nur die Produktionskosten in die Höhe treiben würden.

Wenn Du die Prinzipien eines ergebnisorientierten Online-Kurses befolgst und Dich ein wenig anstrengst, dann kannst Du einen wirklich hochwertigen Online-Kurs erstellen, den Du zum Beispiel für 299 € verkaufen kannst. Und die Leute werden ihn lieben. 🙂

Viele Leute im "Online-Business Bereich" denken immer sie brauchen eine riesige E-Mail-Liste und zig Tausende Follower, um etwas erreichen zu können.

Ich bin seit 2008 im Online-Geschäft und habe andere Erfahrungen gemacht.

  • Ich habe im Prinzip noch nie eine große Anzahl von Menschen erreicht, wenn wir uns die Möglichkeiten des Internets ansehen.
  • Ich habe noch nie ein Video gedreht, das viral ging und Millionen von Menschen erreichte.
  • Ich habe keine Social-Media-Konten mit Millionen von Anhängern. Ich habe nicht einmal ein Instagram-Konto.

Ich kann Dinge in einem viel kleineren Maßstab tun und verdiene immer noch mehr Geld als die meisten Menschen mit einer großen Fangemeinde auf Facebook, Instagram & Co.

Ich habe mein Geschäft so aufgebaut, dass ich keine wahnsinnige Reichweite brauche, um erfolgreich zu sein und ich empfehle Dir, das gleiche zu tun. Und Online-Kurse zu einem Preis von 200 € oder 300 € zu verkaufen ist ein sehr guter Weg dazu. 🙂

Die Wahrheit ist nämlich, dass viele Infopreneure und Online-Kurs-Ersteller zu wenig für ihre Produkte berechnen, die nötige Arbeit unterschätzen oder willkürliche Preise festsetzen, die es ihnen unmöglich machen, genug Verkäufe zu erzielen.

Oder sie verkomplizieren Dinge unnötig und versuchen von Beginn an Dinge zu tun, die zu unerreichbar, zu komplex oder zu kostspielig sind.

Selbst wenn zu sehr ehrgeizig bist (was gut ist), empfehle ich Dir, mit etwas Kleinem anzufangen, dass es Dir leichter macht (schnell) Erfolg zu haben und Dir hilft, in Schwung zu kommen.

Und hierfür sind Online-Kurse, die Du selbst erstellen und für einen Preis zwischen 200 € und 300 € verkaufen kannst, meiner Erfahrung nach ideal. 🙂

Warum nicht sofort einen 2.000 € Online-Kurs verkaufen?

Die Vorstellung, mit nur 5 Verkäufen bereits 10.000 € zu verdienen, klingt verlockend, oder?

Und Du hast recht, das ist es auch.

Der erste Online-Kurs, den ich für das Projekt 365digital erstellt habe, war das A-Z Infoprodukt-System - mein bewährtes Flaggschiffprodukt zum Aufbau eines gewinnbringenden Infoprodukt-Business. Der Kurs kostet knapp 1.000 € (und ist jeden Cent wert :-)).

Es ist eine gute Entscheidung, ein hochpreisiges Produkt in seinem Sortiment zu haben.

Aber jemandem (wie Dir?), der zum ersten Mal einen Online-Kurs erstellt und keine Erfahrung damit hat, würde ich dennoch nicht empfehlen, damit zu starten.

Ich musste zunächst eine teure Software kaufen, um ein wirklich tolles Kundenerlebnis bieten und einen gut strukturierten und einfach "konsumierbaren" Kurs erstellen zu müssen. Und ich hatte davor bereits jahrelange Erfahrung mit Online-Kursen für andere Projekte in anderen Märkten.

Daher ist aus meiner Sicht der kürzeste Weg zu einem 1.000 € oder sogar 2.000 € Online-Kurs jener, zunächst zwei oder drei günstigere Online-Kurse zu erstellen und zu verkaufen.

Das hilft Dir, wichtige Erfahrungen zu sammeln. Es hilft Dir, Dir einen Ruf und ein Publikum aufzubauen. Und wenn Du dann soweit bist, um ein 2.000 € teures Produkt zu erstellen, dann weißt Du genau, wie Du dieses richtig hochwertige machen kannst und hast auch das nötige Kleingeld dafür. 🙂

Noch ein Tipp zur Preisfindung...

Hast Du Dich schon einmal gefragt, warum Produkte in der Regel immer 99 € kosten und nicht einfach 100 €? Oder 9,99 € und nicht einfach 10 €? 

Nun, bei bestimmten Preisen gibt es einen psychologischen Kaufwiderstand bei uns Menschen.

Es macht für uns einen großen Unterschied in der Kaufentscheidung, ob der Preis knapp unter oder knapp über einem runden Wert liegt. Daher sehen wir immer Preise wie 9,95 €, 97 € oder ähnliches, aber nie 100 €.

Also Preise, die knapp unter einem runden Wert liegen, haben in der Regel eine höhere Kaufrate als Preise, die knapp über demselben Wert liegen.

Leute kaufen das gleiche Produkt eher, wenn es 99 € kostet, als 100 €.

Bedenke das bei der Wahl Deines Preises und versuche, einfach knapp unterhalb eines runden Wertes zu bleiben. Im Fall Deines Online-Kurses können das zum Beispiel Preise sein wie:

  • 197 €
  • 249 €
  • 299 €

Frage: Wenn Du jetzt mit der Erstellung eines Online-Kurses beginnen würdest und weißt, was Du dafür verlangen kannst, was wäre das Thema Deines Kurses? Welches Wissen könntest Du in einen Online-Kurs verwandeln?

Ich bin gespannt auf Deine Ideen im Kommentarbereich! 🙂

PS: Wenn Du noch weitere Fragen zum erfolgreichen Aufbau eines Online-Kursgeschäfts hast, kannst Du gerne ebenso einen Kommentar hinterlassen. Ich werde versuchen, Dir alle Fragen zu beantworten.

Online-Kurs erstellen

Wie Du aus Deinem vorhandenen Wissen einen hochwertigen Online-Kurs erstellen kannst

  • 7. September 2022

Wie Du aus Deinem vorhandenen Wissen einen hochwertigen Online-Kurs erstellen kannst

Online-Kurs erstellen

Wenn ich nach "Online-Kurs erstellen" google, dann bekomme ich hauptsächlich Artikel angezeigt, die mir eine Reihe von Tools und Plattformen vorstellen, die ich für meinen Online-Kurs verwenden soll.

Aber ist eine Auflistung irgendwelcher Tools wirklich dafür verantwortlich, ob ich einen hochwertigen Online-Kurs erstellen und langfristig erfolgreich verkaufen kann?

Ich sage NEIN!

Klar, die richtige Technik ist wichtig, aber viel wichtiger ist doch die Frage: "Wie schaffe ich es, die richtigen Inhalte für meine Kunden zusammenzustellen, sodass sie möglichst schnell von A (Unzufriedene Situation, Problem) zu B (Wunschsituation, Ziel) gelangen?"

Denn nur dann werden sie damit zufrieden sein und mich liebend gerne dafür bezahlen.

Und dabei hilft Dir nicht die beste Technik der Welt, sondern das Wissen, wie man erstklassige, außergewöhnliche und nicht einfach kopierbare Online-Kurse erstellt, die die Leute am liebsten schon heute kaufen möchten.

Und genau darum geht es in diesem Artikel (+ nur ein bisschen Technik :-)).

Warum eigentlich Online-Kurse?

Als Geschäftsmodell gibt es nichts Besseres als Online-Kurse.

Ich meine, irgendwie wird "Alles" digital. Die Welt wird ist digital. Menschen, die ihren Unterricht, ihr Coaching, ihr Wissen nicht im Internet in Form von Online-Kursen anbieten, werden früher oder später auf der Strecke bleiben.

Zumindest sehe ich das so. 🙂

Online-Kurse sind deshalb so großartig, weil Du Dein vorhandenes Wissen in ein vollwertiges Produkt verpacken und dieses dann über Jahre hinweg immer wieder verkaufen kannst.

Einmal erstellt, kannst Du damit immer wieder Geld verdienen, ohne immer wieder Zeit dafür investieren zu müssen. Es ist, als ob Du einmal als Lehrer auftrittst und immer und immer wieder dafür bezahlt wirst, ohne jedes Mal wieder aufs Neue im Klassenzimmer stehen zu müssen.

Lohnt es sich finanziell überhaupt einen Online-Kurs zu erstellen?

Oft bekomme ich die Frage gestellt: "Ok, aber kaufen Leute überhaupt (noch) Online-Kurse?" Kann ich damit wirklich Geld verdienen?"

Egal, welche Statistik man sich über Online-Kurse oder generell den E-Learning-Markt ansieht - alle Pfeile zeigen steil nach oben.

Hier ein Auszug aus dem Forbes-Magazin, der folgendes besagt:

E-Learning ist die Zukunft. Das Marktforschungsunternehmen Global Industry Analysts prognostizierte, dass "E-Learning" im Jahr 2015 107 Milliarden Dollar erreichen würde und das ist auch eingetreten. Jetzt zeigen die Prognosen von Research and Markets, dass sich der Umsatz von 2015 verdreifachen wird - E-Learning wird bis 2025 auf 325 Milliarden Dollar ansteigen.

Dieser Bericht auf businesswire.com besagt, dass Deutschland der europäische Spitzenreiter in der E-Learning-Branche ist und den größten Marktanteil in Europa hat. So wächst der deutsche E-Learning-Markt jedes Jahr um 8,5 %.

Und ich selbst lebe zum überwiegenden Großteil von der Erstellung und dem Verkauf von Online-Kursen und kann ein Lied davon singen, dass sich Online-Kurse verkaufen. 🙂

So wie hier, als ich einen kleineren Online-Kurs - den 100k Business Idea Finder - zum ersten Mal in einer Gruppe von interessierten Leuten gelauncht und damit innerhalb von nur 4 Tagen 3.123,24 € verdient habe.

Verdienst Online-Kurs-Verkauf

Wenn Du mich also fragst, ob sich die Zeit, die Du für die Erstellung Deines eigenen Online-Kurses investierst, für Dich finanziell lohnen wird, dann kennst Du jetzt meine Antwort: JA, Leute kaufen Online-Kurse!

Und die Wahrheit ist, dass der "Online-Kurs Markt" in Deutschland aus meiner Sicht immer noch in den Kinderschuhen steckt.

Das untermauert auch folgende Statistik, die den Anteil der Personen in Deutschland von 2008 bis 2021 zeigt, die das Internet für Online-Kurse nutzen (Quelle: statista.com).

Online-Kurs-Nutzer Deutschland

Da ist also noch ordentlich Luft nach oben und für den rasanten Anstieg von 2019 auf 2020 ist vermutlich die Corona-Pandemie verantwortlich.

Aber warum erstellt und verkauft dann nicht jeder Online-Kurse?

Ich habe mit Hunderten von Online-Kurserstellern gearbeitet und mit vielen von ihnen gesprochen, und ich sehe immer wieder die gleichen Probleme auftauchen.

Eine der wichtigsten Fragen, die mir Leute stellen, ist: "Wie setze ich das Wissen, das in meinem Kopf ist, in einen guten Online-Kurs um?"

Das ist der Punkt, an dem die Leute alleine nicht weiterkommen. Die meisten Leute wollen einen richtig guten Online-Kurs machen. Naja, wenn Du jemand bist, der einen richtig miesen, geldgierigen Online-Kurs erstellen möchtest, dann bist Du hier ohnehin nicht richtig.

Die Leute möchten etwas Gutes tun. Sie möchten etwas machen, worauf sie stolz sein können. Und sie möchten natürlich etwas, dass ihnen langfristig Geld bringt. Wenn das auf Dich zutrifft, dann ist dieser Beitrag genau der Richtige für Dich. 🙂

Ich gebe Dir hier eine Strategie an die Hand, mit der Du die beiden größten Hindernisse überwinden kannst, die Leute davon abhalten, einen guten, qualitativ hochwertigen Online-Kurs zu erstellen.

Die zwei größten Probleme bei der Erstellung von hochwertigen Online-Kursen

1. Informationsdownload

Das ist ein typischer Anfängerfehler.

Jemand sagt: "Okay, ich möchte einen Online-Kurs machen und habe ein bestimmtes Wissen, das ich weitergeben möchte. Und wenn ich jetzt so viel von meinem Wissen wie möglich da hinein packe, dann wird das ein toller Kurs!"

Die Idee ist also, je mehr Informationen in einem Kurs sind, desto besser ist er, richtig?

Falsch gedacht.

Ein Online-Kurs ist KEIN Lehrbuch.

Die Wahrheit ist und das musst Du verinnerlichen: Die Leute wollen Deinen Online-Kurs nicht kaufen. Und das ist nichts Persönliches. Meinen Online-Kurs wollen die Leute auch nicht kaufen.

Die Leute sind nicht daran interessiert, Geld zu bezahlen, um sich Vorträge von jemandem anzuschauen, der über irgendetwas schwafelt.

Was die Leute wollen, ist ein ERGEBNIS. Sie wollen quasi ein Ergebnis kaufen.

Sie wollen eine Lösung für ein Problem, das sie gerade haben. Sie wollen etwas erreichen, was sie bisher noch nicht erreicht haben. Und Dein Online-Kurs ist dafür "nur" ein Mittel zum Zweck.

Das bedeutet, dass ein Online-Kurs mit mehr Informationen, mehr Lektionen und mehr Stunden Videos zum Anschauen kein besserer Kurs ist.

Ein Beispiel.

Angenommen, die Sommersaison steht vor der Tür und Du möchtest am Strand eine gute Figur machen und Dich in Form bringen.

Rein zufällig habe ich einen Online-Kurs in der Fitness-Nische erstellt. Du kaufst den Kurs und in der ersten Lektion erzähle ich Dir etwas über die Knochen, die Bänder, die Muskelfasertypen und wie das alles zusammenspielt.

Und Du denkst Dir: "Hey, ich möchte einfach nur meine Muskeln wachsen lassen, was interessieren mich Knochen und Bänder im Körper!"

Mein Kurs ist ein typischer Informationsdownload, der an der Situation des Kunden (in diesem Fall an Deiner Situation) vorbei spricht. Das ist kein guter Online-Kurs, weil er Dich als meinen Schüler nicht dort abholt, wo Du Dich gerade befindest.

Die Lösung besteht darin, einen ERGEBNISORIENTIERTEN Online-Kurs zu erstellen.

Der erste Schritt bei der Erstellung eines hochwertigen Online-Kurses ist also zu verstehen, was das Ergebnis ist, das Deine Schüler erreichen wollen.

Und dann solltest Du Deinen Online-Kurs so aufbauen, dass er den Teilnehmer von seiner jetzigen Situation zum gewünschten Ergebnis bringt. Denn Dein Kursteilnehmer ist viel eher bereit für einen kürzeren Kurs zu bezahlen, der ihn effizient von A nach B bringt, als für einen Kurs, der einfach nur 6 Stunden dauert und ewig um den heißen Brei herum redet.

Denn was hat in dieser schnelllebigen Zeit niemand?

Richtig, ZEIT!

Oder anders gesagt: Was Dein Online-Kurs braucht, ist eine klare Struktur, die Deine Kunden von Punkt A, wo sie sich befinden, zu Punkt B, wo sie hinwollen, führt.

In der Praxis sieht diese Struktur so aus.

Kenne zunächst das Ergebnis, dass sich Deine Schüler wünschen. Ihre Ziele, die sie mit Hilfe Deines Online-Kurses erreichen wollen.

Angenommen ich habe einen Online-Kurs über das Fotografieren entwickelt.

Anstatt zu sagen "Ich werde Dir darin alles über die Fotografie beibringen", ist es besser das gewünschte Ergebnis in den Vordergrund zu rücken und zu sagen: "In diesem Kurs werde ich Dir beibringen, wie Du diese eine Art von Foto machst, sodass Dir die Kunden Deine Bilder aus den Händen reißen werden".

Und "diese eine Art von Foto" können zum Beispiel Portraits oder Produktfotos sein. Also sehr spezifisch. In jedem Fall zeige ich Dir, wie Du das bestmögliche Ergebnis erzielen kannst.

Du startest Deine Überlegungen also mit dem gewünschten Ergebnis Deiner (zukünftigen) Kunden und legst dann fest, welches die drei wichtigsten Dinge sind, die Deine Schüler wissen müssen, um dieses Ergebnis zu erreichen.

Nicht die fünf, nicht die zehn und nicht die zwanzig, sondern die DREI wichtigsten Dinge!

In meinem Foto Online-Kurs könnten das zum Beispiel diese drei Dinge sein:

  1. Das richtige Equipment.
  2. Die richtige Beleuchtung.
  3. Die "perfekte" Aufnahme.

Und das sind auch gleichzeitig meine drei Kurs-Module.

Und in jedem dieser drei Module wende ich wieder das ergebnisorientierte Modell an und versuche meine Teilnehmer Schritt für Schritt von ihrem jetzigen Wissensstand zu einem ausreichenden Wissen zu führen, das aber nie über das hinausgeht, was sie im entsprechenden Modul wirklich brauchen.

  • Im ersten Modul beschränke ich mich auf die richtige Ausrüstung und die richtige Kameraeinstellung, erzähle aber kein theoretisches BlaBla übers Fotografieren und gebe den Leuten auch keine lange Liste an Kameras, aus der sie wählen sollen (und damit ohnehin überfordert sind).
  • Im zweiten Modul geht es nur um das richtige Licht und wie man für die eine Art von Foto (z.B. Portraits) das Beste findet und welche Möglichkeiten man hierzu hat.
  • Und im dritten Module geht es um die eigentliche Aufnahme, sodass die Fotos auch wirklich hochwertig, scharf und "verkaufbar" werden.

Jedes meiner drei Module wiederum kann beliebig viele Lektionen/Unterkapitel haben, je nachdem wie viele nötig sind, um die Teilnehmer zum gewünschten Ergebnis zu führen.

Wenn Du dieses Rezept befolgst, dann bekommst Du automatisch einen Online-Kurs, der eine sehr klare und einfache Struktur hat. Er ist für die Teilnehmer leicht zu verstehen und zu befolgen und führt sie auf kurzem Weg zum gewünschten Ergebnis.

Nach nur drei Modulen und in nicht allzu großer Zeitinvestition machen die Kursteilnehmer bereits genau die Fotos, die sie schon immer machen wollten und das fühlt sich wirklich großartig für sie an! Sie sind happy und viel eher bereit auch meinen nächsten Online-Kurs zu kaufen, in dem es dann um die "Food-Fotografie" geht. 🙂

Und so ist es eigentlich einfacher, einen qualitativ hochwertigen, begehrenswerten und vermarktungsfähigen Online-Kurs zu erstellen als einen reinen Informationsdownload der viel Zeit in Anspruch nicht, die Leute aber nicht zum Ziel führt.

Das Prinzip ist immer das gleiche: Bestimme zunächst ein ganz spezifisches Ergebnis, das Deine Kursteilnehmer erreichen wollen, unterteile es dann in die drei wichtigsten Dinge (= Deine 3 Kurs-Module), die sie dazu wissen müssen und zeige ihnen dann die dafür nötigen Schritte. Das ist das einfache Rezept, um einen Online-Kurs zu erstellen, mit dem Du langfristig Geld verdienen kannst.

Leider hören die Probleme damit nicht auf.

2. Never Ending Story

Das zweite Problem vieler Leute, die einen Online-Kurs erstellen und verkaufen wollen, ist, dass sie niemals damit fertig werden. Es gibt so viele Leute mit guten Ideen, die anfangen, an einem Online-Kurs zu arbeiten, ihn dann aber nie beenden und das ist schade.

Ein unveröffentlichter Online-Kurs, der im Regal verstaubt, bringt nämlich niemandem etwas und das eigentliche Problem, das hier dahintersteckt, ist das sogenannte "Hochstapler-Syndrom".

Dabei hat man das Gefühl, nicht gut genug zu sein, nicht genug zu wissen oder nicht würdig zu sein, etwas in einem Online-Kurs zu lehren und dafür auch noch Geld zu verlangen.

Hattest Du das Gefühl auch schon einmal?

Das passiert im Grunde jedem einmal. Sogar Weltklasse-Experten haben dieses Gefühl, wenn sie zum Beispiel gebeten werden, auf der Bühne zu sprechen.

Das ist einfach eine Facette der menschlichen Psychologie. Wir gewöhnen uns immer an das, was wir kennen und bereits wissen.

Selbst wenn man sich auf einem Gebiet viel Fachwissen angeeignet hat, hat man immer das Gefühl, dass dies normal ist. Und man hat das Gefühl, dass andere Menschen genauso viel oder sogar mehr wissen als man selbst und das kann einem auch beim Erstellen eines Online-Kurses in die Quere kommen.

Das wiederum äußert sich in Perfektionismus. Man hat also immer das Gefühl, dass das, was man geschaffen hat, nicht gut genug ist und man will es besser machen.

Und das ist auch eine Art Entschuldigung dafür, dass es irgendwie beängstigend ist, einen Online-Kurs zu erstellen oder?

So kann man immer weiter daran arbeiten und in der sicheren Blase bleiben, dass man ihn noch nicht fertiggestellt und veröffentlicht hat. Man geht so der Gefahr aus dem Weg, vielleicht die eine oder andere Kritik zu ernten.

Viele Online-Kurs-Ersteller verbringen dann sehr viel Zeit damit, sich mit Kleinigkeiten zu befassen und sich über alle möglichen unwichtigen Details Gedanken zu machen, die mit dem eigentlichen Kurserfolg nichts zu tun haben, nur, um den Tag X der Veröffentlichung immer weiter nach hinten zu verschieben.

Sie denken sich zum Beispiel: "Oh mein Gott, ich muss die perfekte Online-Kurssoftware finden!"

Und sie probieren dann alle möglichen Lösungen aus und denken sich dann: "Oh, diese Kurssoftware ist perfekt, aber sie hat diese eine Funktion nicht, also muss ich noch etwas anderes ausprobieren!"

Oder wenn es zum Beispiel darum geht, Videos für den Online-Kurs aufzunehmen und man sich plötzlich Fragen stellt wie:

  • Welche Kamera muss ich mir besorgen?
  • Welches Mikrofon soll ich verwenden?
  • Brauche ich ein Stativ für die Aufnahmen?
  • Was ist die beste Bearbeitungssoftware für meine Videos?

Es gibt so viele Dinge, in denen man sich verlieren kann, weil man immer versucht, die perfekte Lösung zu finden und das kann ewig so weitergehen.

Wie kann man dieses Problem also vermeiden?

Ein Beispiel.

Stell Dir vor, Du nimmst an einem Online-Sprachkurs teil und der Lehrer ist wirklich gut. Der Kurs macht Dir Spaß, Du bist motiviert, Du lernst viel, alles ist einfach zu verstehen, es fühlt sich gut an.

Aber der Kurs ist mit einer Smartphone-Kamera aufgenommen. Die Videos sind manchmal etwas "ruppig". Die Audioqualität ist nicht immer gut. Die Folien sind ein bisschen unsauber.

Mhm...

Aber ist das wirklich wichtig?

Ich meine, wenn Du dem Kurs folgen kannst, dabei Spaß hast und die neue Sprache wirklich lernst, was kümmert Dich dann die Videoqualität?

Und jetzt stell Dir vor, Du hast einen Online-Sprachkurs gekauft, in dem alles so richtig auf Hochglanz poliert ist. Die Website ist toll, die Videos sind 4K-scharf, die Tonqualität ist perfekt.

Aber der Kurs ist langweilig. Der Lehrer spricht sehr monoton, undeutlich und es ist schwer, ihm zu folgen. Du musst Dich fast zwingen, in dem Kurs weiterzumachen und merkst, dass Du damit die neue Sprache nicht wirklich lernst.

Welchen dieser beiden Sprachkurse würdest Du lieber kaufen?

Aus Kundensicht ist das ganz offensichtlich oder?

Wir geben lieber Geld für einen Kurs aus, der uns zum gewünschten Ergebnis führt, auch wenn die Produktqualität vielleicht nicht "ideal" ist.

Und wieder geht es um das Ergebnis. Das ist das A und O eines jeden Online-Kurses.

Nun gut, was also tun?

Freunde Dich damit an, dass Dein Online-Kurs nie perfekt sein wird. Meiner ist es auch nicht. Keiner ist es. Und das ist auch nicht nötig!

Besser ist es, einen Online-Kurs auf den Markt zu bringen, mit dem Du zu 70-80% zufrieden bist, erste Kunden zu gewinnen und den Kurs dann mit dem Feedback Deiner Kunden immer weiter zu verbessern.

Und ja, vielleicht wird ein Kunde dabei sein, der irgendetwas bemängelt. Das ist ok. Aber es gibt auch genug Leute, die Apple-Produkte bemängeln und hält das Apple davon ab, das nächste iPhone zu bauen? Nein!

Du kannst und sollst es nicht jedem recht machen. Sei ein Online-Kurs-Ersteller mit Ecken, Kanten und Fehlern. Erstelle einen guten Online-Kurs, veröffentliche ihn und sei bereit, aus Fehlern zu lernen und Dinge nachzubessern.

Und was Dinge wie das richtige Online-Kurs Tool oder die richtige Video-Ausrüstung betrifft, sei Dir folgendes gesagt...

Ja, Du kannst viel Geld für eine bessere Kamera, eine bessere Bearbeitungssoftware, ein besseres Tool und allen möglichen Schnickschnack ausgeben. Aber zuerst musst Du das Geld dafür verdienen! Erstelle Deinen ersten Online-Kurs mit dem, was Du bereits hast (zum Beispiel Dein Smartphone) und verdiene Dein erstes Geld damit.

Einen Teil Deines Verdienstes kannst Du später immer noch dafür verwenden, um ein professionelleres Online-Kurs Tool mit besserem Design oder ein super-duper Videobeleuchtung zu kaufen.

Vielleicht hast Du gerade die Vision von einem fantastischen Online-Kurs Imperium, mit dem Du eines Tages einen Haufen Geld verdienst und bei dem alles auf Hochglanz poliert ist mit gestochen scharfen Videos und tollem Design.

Das ist großartig! Und Du sollst eine Vision haben!

Vergiss aber nicht, dass Du das nicht an Tag #1 haben wirst und Dich erst dorthin arbeiten musst. Und Perfektionismus ist kein guter Wegbegleiter dafür! 😉

Denke groß, aber starte klein und einfach. Verdiene erstes Geld und re-investiere einen Teil davon, anstatt das ganze Geld im Voraus auszugeben und dann zu hoffen und zu beten, dass das Geld irgendwie wieder hereinkommt!

Gut gebrüllt, Löwe - aber welche Technik soll ich jetzt für meinen Online-Kurs verwenden?

Jetzt, nachdem Du weißt, was einen wirklich hochwertigen Online-Kurs ausmacht, brauchst Du noch eine Schnittstelle zwischen Dir und Deinen zahlenden Kunden.

Also eine Plattform, auf der Du Deine Kursinhalte sauber und strukturiert aufbereiten kannst und auf die Deine Kunden nach erfolgreicher Zahlung jederzeit Zugriff haben. Am besten rund um die Uhr und vollautomatisiert.

Online-Kurse zu verkaufen, ist ein stark aufstrebender Markt und derzeit sprießen die Tool-Hersteller dafür aus dem Boden wie die Pilze.

Aber ich möchte Dir hier nicht einfach eine Liste verschiedener Hersteller vor den Latz knallen und dann sagen: "So und jetzt investiere mal ein paar Tage Deiner wertvollen Zeit, schaue Dir alles an und entscheide Dich dann für ein Tool!"

Denn am Ende könntest Du Dich vermutlich doch nicht entscheiden, weil Dir als jemand, der zum ersten Mal einen Online-Kurs erstellt, die Erfahrung fehlt und Du unsicher bist.

Stattdessen zeige ich Dir einfach, welche Technik ich als alter "Online-Kurs Hase" nutzen würde, wenn ich heute meinen ersten Online-Kurs aufbauen und verkaufen würde.

Here we go...

Thrive Apprentice ist eine Art "All-in-One" WordPress-Plugin für die Erstellung professioneller Online-Kurse.

Du kannst hiermit nicht nur Deine Inhalte schützen, sondern auch professionelle Mitgliederseiten gestalten, auf erstklassige Vorlagen und Designs zugreifen und somit ein tolles Nutzererlebnis bieten.

Obwohl es ein englischsprachiges Tool ist, ist es recht einfach zu bedienen und lässt sich auch mit deutschsprachigen Zahlungsanbietern verknüpfen und verwenden.

Hier eine Kurzvorstellung des Tools.

Digistore24* ist einer der bekanntesten deutschsprachigen Zahlungsanbieter für digitale Produkte wie eben Online-Kurse.

Ich nutze den Anbieter seit vielen Jahren, bin sehr zufrieden damit und empfehle Dir, ebenfalls diesen Anbieter zu nutzen. Zudem lässt sich Digistore24 auch wunderbar mit Thrive Apprentice verbinden.

Hier eine Kurzvorstellung.

Fazit

Online-Kurse sind großartig! Die Leute sind verrückt danach und geben jedes Jahr viel Geld dafür aus.

Und auch Du kannst mit Deinem eigenen Online-Kurs auch ein Stück vom Kuchen abhaben. 🙂

Wichtig dabei ist, dass Du Dich von Anfang an auf die inhaltliche Qualität fokussiert und einen ergebnisorientierten Online-Kurs erstellst, der Deine Teilnehmer schnellstmöglich von A nach B führt.

Die Leute wollen keinen reinen Informationsdownload, der sie viel Zeit kostet, aber am Ende nicht ans gewünschte Ziel führt. Die Leute wollen komprimiertes, umsetzbares Wissen und schnelle Ergebnisse!

Und um das liefern zu können, musst Du nicht alles über Dein Thema wissen. Ich weiß auch nicht alles über Online-Marketing, lebe aber dennoch davon. Dein Online-Kurs muss auch nicht perfekt sein, keiner ist das. Er muss gut genug sein und er muss vor allem online sein. 🙂

Stell Dir auch nicht zu lange die "Technik-Frage" und suche irgendwie nach dem perfekten Tool. Starte mit einer guten und günstigen Lösung (siehe oben) und re-investierte etwas Geld, das Du mit dem Online-Kurs-Verkauf einnimmst, später in bessere Technik und die Optimierung Deines Meisterwerks. 🙂

Was hält Dich bislang davon ab, Deinen eigenen Online-Kurs zu erstellen?

Ich freue mich, im Kommentarbereich von Dir zu hören. 🙂

Mitgliederbereich mit WordPress erstellen

Wie Du einen Mitgliederbereich mit WordPress erstellst

  • 5. September 2022

Wie Du einen Mitgliederbereich mit WordPress erstellst und erste Zugänge verkaufst

Mitgliederbereich mit WordPress erstellen

Du möchtest einen eigenen Mitgliederbereich mit WordPress erstellen und hast jetzt viele Fragen im Kopf, wie:

  • Bekomme ich das technisch alles hin?
  • Wie viel kostet mich das Ganze?
  • Welches Plugin soll ich verwenden?
  • Welche Inhalte muss ich dafür erstellen?

Nach dem Lesen dieses Beitrags kennst Du alle Antworten, weißt, was ein geschützter Mitgliederbereich eigentlich ist, wie das Geschäftsmodell funktioniert, was Du an Technik alles dafür brauchst und ob es eine gute Lösung für Dein Online-Geschäft ist.

Auch zeige ich Dir in 3 Videos, welche Plugins und welchen Zahlungsanbieter ich verwende und empfehle.

Los geht's!

Was Du über das Erstellen von Mitgliederbereichen mit WordPress wissen musst

Wenn es ein