Wenn Du nach „Online-Business-Ideen“ googelst, findest Du schier endlose Informationen, und das ist vermutlich nicht der erste Beitrag, den Du dazu liest.
Doch mit welchem Geschäftsmodell solltest Du starten? Welches bringt Dir wirklich mehr Freiheit, mehr Selbstbestimmung und mehr Geld, und welches verschwendet nur Deine Zeit?
Genau das erfährst Du in diesem Beitrag. Ich vergleiche 28 Online-Geschäftsmodelle ehrlich miteinander und sage Dir, welche davon wirklich lukrativ sind: 6, die funktionieren können, und 22, von denen ich die Finger lassen würde. Und ich rechne Dir vor, was von Deinem Umsatz nach den Gebühren übrig bleibt. In diesem Beitrag bekommst Du:
- eine Vergleichstabelle mit Startkosten, Zeit bis zum ersten Geld und Abhängigkeit von Plattformen,
- einen Netto-Rechner, der Dir zeigt, was von 1.000 € Umsatz auf Etsy, Udemy, Fiverr & Co. übrig bleibt,
- eine Übung, mit der Du in wenigen Tagen mindestens 10 eigene Ideen findest.
Hi, ich bin Christian Költringer aus Salzburg. Seit 2008 probiere ich Online-Geschäftsmodelle aus, seit 2016 lebe ich davon.
Nicht alles davon hat funktioniert. Meine erste Webseite über Auto-Tuning habe ich 2008 mit Werbeeinblendungen versucht und mangels Erfolg wieder eingestampft. Und auch mein erster eigener Shop war ein Reinfall, dazu mehr bei den 22 Modellen, von denen ich die Finger lassen würde.
Was dagegen funktioniert, steht in diesem Beitrag. Hier erfährst Du mehr über mich.
Zur Offenheit: Ich verkaufe selbst Online-Kurse und halte sie für das beste Geschäftsmodell. Werbe- oder Affiliate-Links findest Du hier keine.
Stand: 25. September 2026. Alle Gebühren im Netto-Rechner habe ich an diesem Tag auf den Seiten der Anbieter nachgelesen.
Das Wichtigste in 60 Sekunden
- 6 Modelle können funktionieren: physische Produkte, Software, Werbeeinblendungen, Affiliate-Marketing, Coaching und Online-Kurse. Für einen Start mit Berufserfahrung empfehle ich Dir zwei davon: Coaching und Online-Kurse.
- Am schnellsten bringt Coaching oder Beratung Geld, am besten skalieren Online-Kurse. Rund 90 Prozent meiner Online-Einnahmen kommen heute aus Kursen.
- Plattformen bringen Kunden, nehmen aber einen Teil: Bei Fiverr bleiben Dir 80 %, bei Udemy-Verkäufen über die Udemy-Suche nur 37 %.
- Von 22 Modellen würde ich die Finger lassen, weil sie viel Geld, viel Glück oder viel Zeit kosten und wenig zurückgeben.
- Entscheide Dich für EIN Modell und bleib mindestens 2 Jahre dabei.
Die 6 besten Online-Geschäftsmodelle im Vergleich
Hier sind die 6 besten Optionen für ein Online-Business, die grundsätzlich jeder starten kann:
- Physische Produkte
- Software (+ Apps)
- Werbeeinblendungen
- Affiliate-Marketing
- Coaching
- Online-Kurse
In dieser Tabelle siehst Du auf einen Blick, wie sich diese Online-Business-Modelle unterscheiden. Die Einschätzung ist grob und gilt für einen Start ohne Vorerfahrung im jeweiligen Modell.
| Modell | Startkosten | Erstes Geld | Wächst ohne mehr Arbeit? |
|---|---|---|---|
| Physische Produkte | Material, Plattformgebühren | nach Wochen | nein, Du musst laufend produzieren |
| Software (+ Apps) | hoch (Entwicklung) | nach Monaten bis Jahren | ja, aber mit Updates und Support |
| Werbeeinblendungen | gering | erst mit viel Reichweite | ja, wenn die Besucher kommen |
| Affiliate-Marketing | gering | nach Monaten | ja, aber abhängig vom Hersteller |
| Coaching | nahezu null | nach Wochen | nein, Deine Zeit ist die Grenze |
| Online-Kurse | gering | nach Monaten | ja, fast unbegrenzt |
Meine ehrliche Reihenfolge für Dich, wenn Du Berufserfahrung mitbringst: zuerst Coaching, weil es am schnellsten Geld bringt, dann ein Online-Kurs, weil er wächst, ohne dass Du jede Stunde neu verkaufst. Werbeeinblendungen und Affiliate-Marketing lohnen sich erst, wenn Du viele Besucher hast.
Und so verhalten sich die 6 Modelle in Bezug auf die Kosten (je geringer, desto besser) und die Gewinnmargen (je höher, desto besser):
Das heißt: Software bringt viel Gewinn, kostet aber viel. Physische Produkte kosten viel und bringen wenig. Affiliate-Marketing und Werbeeinblendungen kosten wenig, bringen aber auch wenig. Nur Coaching und Online-Kurse verbinden geringe Kosten mit hohem Gewinn.
Beachte Folgendes, bevor wir uns jedes dieser Online-Geschäftsmodelle im Detail anschauen:
- Ein paar Recherchen, Dinge hinterfragen und scharf nachdenken lassen schnell erkennen, welches Business-Modell attraktiv ist und welches nicht.
- Du musst Deinen Job nicht kündigen oder reiche Investoren finden, um ein gewinnbringendes Online-Business aufbauen zu können. Ich habe es nebenbei mit 0 € Fremdfinanzierung getan.
- Laut der Grafik scheinen Online-Kurse und Coachings die besten Geschäftsmodelle zu sein, weil sie bei geringen Kosten den größten Profit erwirtschaften. Wie entscheidest Du Dich?
Coaching oder Online-Kurs klingt für Dich nach dem richtigen Weg? In meinem kostenlosen E-Mail-Kurs bekommst Du sieben Tage lang je einen konkreten Schritt, wie aus Deinem Wissen ein Angebot wird.
In meinen E-Mails stelle ich Dir auch mein kostenpflichtiges Angebot vor. Abmelden kannst Du Dich jederzeit mit einem Klick.
1. Physische Produkte
Was ist damit gemeint?
Alles, was Du angreifen kannst und vielleicht sogar selbst hergestellt hast. Zum Beispiel selbst gehäkelte Decken oder schön bemalte Blumenvasen.
Marktplätze für handgefertigte Waren, wie etwa Etsy, machen es Handwerkern und Kreativen einfach, ihre physischen Produkte online zu verkaufen.
Ja, Du kannst damit bestimmt von zu Hause aus Geld verdienen. Aber eben diese Marktplätze lassen sich ihre Reichweite fürstlich entlohnen: Etsy nimmt 0,20 US-Dollar pro eingestelltem Artikel und 6,5 % vom Verkaufspreis samt Versand, dazu kommt die Gebühr für die Zahlungsabwicklung. Das hält Deinen Gewinn überschaubar.
Vor- und Nachteile von physischen Produkten:
- Hochwertige physische Produkte werden als wertvoll wahrgenommen.
- Du kannst Deine Kreativität ausleben.
- Marktplätze wie Etsy bringen Dich mit potenziellen Kunden zusammen und übernehmen die Verkaufsabwicklung.
- Geringe Margen, da Du Marktplätze für deren Reichweite und Service bezahlen musst.
- Hoher Aufwand der Erstellung (bzw. teuer, wenn Du produzieren lässt).
- Du brauchst Materialien, die ebenfalls den Gewinn schmälern.
- Schwere Skalierbarkeit, da Du fortlaufend produzieren musst.
2. Software (+ Apps)
Du träumst davon, das nächste Facebook oder Instagram zu erfinden? Und dann nach dem Börsengang Millionen einzuhamstern?
Vielleicht bist Du sogar Programmierer und programmierst gerade an Deiner eigenen App?
In der Realität ist ein Software-Business allerdings keine praktikable Option für viele von uns.
Die meisten von uns können nicht programmieren (inklusive mir), und glaub mir, so einfach ist es nicht, sich die ganzen technischen Dinge beizubringen und Zusammenhänge zu verstehen (ich hatte 3 Jahre „Programmieren“ in der Schule).
Und selbst wenn Du ein Programmier-Profi bist, hast Du die ständige Herausforderung, Deine Software oder Deine App vermarkten und aktualisieren zu müssen.
Schau Dir mal die App-Stores dieser Welt an. Dort tummeln sich Millionen von Karteileichen, die kaum jemand herunterlädt.
Unmöglich ist es natürlich nicht, mit einer eigenen Software erfolgreich zu werden, aber es gehört sicher nicht zu den einfachsten und einsteigerfreundlichsten Geschäftsmodellen.
Vor- und Nachteile von Software (+ Apps):
- Hohe Gewinnmargen.
- Monatlich wiederkehrende Einnahmen durch Nutzungsgebühren.
- Hohe Nachfrage nach Ideen und Spezialisten.
- Hoher Aufwand bzw. hohe Kosten der Erstellung.
- Hoher Betreuungsaufwand durch Updates, Anwenderfragen und Einhaltung von Gesetzen.
- Starker Wettbewerb.
3. Werbeeinblendungen
Bestimmt hast Du schon einmal auf Webseiten Werbeanzeigen oder Banner gesehen?
Zum Beispiel kann man über Google AdSense thematisch passende Werbung auf seiner Webseite einblenden lassen und wird dann für Klicks auf diese Werbung bezahlt. Meistens sind es Cent-Beträge pro Klick.
Ein sehr einfaches Modell, mit dem man online Geld verdienen kann.
Ich habe es selbst mit meiner allerersten Webseite zum Thema „Auto-Tuning“ getestet, die im Jahr 2008 online ging (ich aber mittlerweile mangels Erfolg eingestampft habe).
Der Schlüssel zum Erfolg ist hier Masse!
Das heißt, Du brauchst Unmengen an Besuchern auf der Webseite, die dann auf die Anzeigen klicken, um auf einen guten Verdienst zu kommen. Und mit Unmengen meine ich Hunderttausende pro Monat, was für eine „normale“ Webseite kaum zu erreichen ist.
Die meisten Webseiten, die mit AdSense arbeiten, verdienen darüber ein paar Euro im Monat, können also bei Weitem nicht davon leben.
Natürlich kannst Du auf Deiner Webseite auch direkt Werbeplätze verkaufen, zum Beispiel als Banner. Aber wenn Du Dir die Seiten ansiehst, die damit gut verdienen, dann haben sie Tausende Leser pro Tag, weil sie sonst für Werbetreibende uninteressant wären.
Vor- und Nachteile von Werbeeinblendungen:
- Sehr einfach, Geld zu verdienen.
- Keine technischen Fähigkeiten nötig.
- Viele interessante Anbieter und Werbeformate.
- Geringe Verdienste (meistens nur Cent-Beträge pro Klick).
- Enorme Reichweite nötig, um auf einen guten Verdienst zu kommen.
- Starke Abhängigkeit von Google-Rankings.
4. Affiliate-Marketing
Ich habe eine Nischenseite betrieben, die mir an die 200 € im Monat eingebracht hat, fast nur mit Affiliate-Marketing, bis ich sie verkauft habe. Großteils passiv.
Dabei habe ich auf der Seite erstklassigen Inhalt geliefert und über Partnerlinks einen Videokurs empfohlen. Kaufte jemand diesen Kurs über meinen Link, dann habe ich eine Provision verdient. Yippie!
Ein lukratives Geschäftsmodell!
Partnerprogramme gibt es mittlerweile für alles: Bücher, Abnehmprodukte, Hundehütten oder Kreditkarten. Welcher Bereich interessiert Dich?
Rund ums Affiliate-Marketing haben sich verschiedene Strategien entwickelt, und viele sehen dieses Geschäftsmodell als den perfekten Einstieg. Ich sehe es anders. Hier mein Grund.
Mit Affiliate-Marketing kannst Du Dir auf jeden Fall ein Online-Business aufbauen, von dem Du irgendwann leben kannst. Viele andere haben es bereits getan.
Aber hast Du Dir schon einmal die Frage gestellt, warum die meisten, die Affiliate-Marketing empfehlen, auch eigene Produkte haben? Mhm …
Das Business-Modell hat auch Schwächen. Warum ich vom Start mit Affiliate-Marketing abrate, habe ich in meinen Erfahrungen mit Affiliate-Marketing ausführlich erklärt.
Vor- und Nachteile beim Affiliate-Marketing:
- Du musst kein eigenes Produkt erstellen.
- Du musst Dich nicht um Kunden kümmern.
- Riesige Auswahl an lukrativen Partnerprogrammen.
- Oft deutlich mehr Aufwand, als häufig behauptet wird.
- Die wertvollen Kundendaten gehen nicht an Dich, sondern an den Produkthersteller.
- Starke Abhängigkeit vom Produkthersteller.
5. Coaching
Ein grandioses Geschäftsmodell!
Du hast eine bestimmte Fähigkeit, besonderes Wissen oder Erfahrungswerte, die Du persönlich an andere weitergibst. An Menschen, die Dich gerne dafür bezahlen.
Du verdienst nicht nur Geld, sondern tust auch direkt etwas Gutes und verbesserst die Situation Deiner Coaching-Kunden. Ein großartiges Gefühl!
Ich denke, Coaching ist eines der besten Online-Geschäftsmodelle, die Du noch heute starten kannst. Gerade wenn Du 20 oder 30 Jahre Berufserfahrung mitbringst, ist Beratung per Video der schnellste Weg zum ersten Geld.
Allerdings hat es auch eine Grenze, nämlich Deine eigene Zeit.
Auch Dein Tag hat nur 24 Stunden, und Du kannst daher pro Monat nur eine bestimmte Anzahl an Kunden betreuen.
Vor- und Nachteile des Coachings:
- Du kannst Dein Online-Business schnell an den Start bringen.
- Du kannst Premium-Preise verlangen.
- Du arbeitest direkt mit Deinen Kunden zusammen und lernst hautnah deren Ängste, Zweifel und Wünsche kennen.
- Kunden haben viele Fragen, sehr zeitintensiv (glaub mir!).
- Ohne zusätzliche Coaches nicht skalierbar (und gute Coaches sind rar!).
- Kunden, die viel Geld bezahlen, haben hohe Anforderungen, die Du fortlaufend erfüllen musst.
6. Online-Kurse
Willkommen zum besten Online-Geschäftsmodell!
Zumindest sehe ich das so.
Online-Kurse haben wenig Risiko, sind sehr lukrativ, und Du kannst sie beliebig oft verkaufen.
Du nimmst ein Thema, zu dem Du bereits Wissen hast, und machst daraus ein digitales Informationsprodukt, etwa einen Online-Kurs, einen Video-Kurs oder ein einfaches E-Book.
Rund 90 Prozent meiner Online-Einnahmen kommen heute aus Online-Kursen und E-Books, der Rest aus Coachings.
Vor- und Nachteile von Online-Kursen:
- Du erschaffst EINMAL etwas und verkaufst es dann immer wieder, ohne jede Stunde neu zu arbeiten.
- Du kannst eine riesige Zielgruppe damit erreichen.
- Du kannst Dein Infoprodukt quasi unbegrenzt verkaufen, ohne für jeden Verkauf neu zu arbeiten.
- Die Ideenfindung ist für Anfänger oft schwierig.
- Viel Arbeit im Vorfeld ohne direkten Verdienst.
- Steigender Betreuungsaufwand bei steigender Anzahl an Kunden.
Alle 6 Modelle erkläre ich Dir auch ausführlich im Video. Du musst es nicht ansehen: Was darin wichtig ist, steht auch hier im Text.
Was von 1.000 € Umsatz übrig bleibt: der Netto-Rechner
Plattformen bringen Dir Kunden, die Du alleine nicht hättest. Dafür nehmen sie einen Teil. Wie groß der ist, entscheidet oft mehr über Deinen Gewinn als das Geschäftsmodell selbst.
Diese Gebühren gelten laut den Anbietern (Stand 25.09.2026):
| Plattform | Was sie nimmt | Was Dir von 1.000 € bleibt |
|---|---|---|
| Eigene Rechnung per Überweisung (Beratung, Coaching) | nichts | 1.000 € |
| Digistore24 (meine Erfahrungen), wickelt Zahlungen für digitale Produkte ab | 7,9 % plus 1 € pro Verkauf | 911 € bei 10 Verkäufen à 100 € |
| Udemy (Marktplatz für Online-Kurse), Verkauf über Deinen Link | 3 % | 970 € |
| Udemy, Verkauf über die Udemy-Suche | 63 % | 370 € |
| Fiverr (Marktplatz für Dienstleistungen) | 20 % | 800 € |
| Etsy (Marktplatz für Handgemachtes) | 6,5 % plus Zahlungsabwicklung 4 % und 0,30 € pro Verkauf, dazu 0,20 US-Dollar pro eingestelltem Artikel | rund 883 € bei 40 Verkäufen à 25 €, vor Material und Einstellgebühren |
| Amazon KDP (Selbstverlag für E-Books) | 30 % plus Lieferkosten bei Preisen von 2,69 bis 12,99 €, sonst 65 % | höchstens 700 € |
Die Zahlen gelten für den Umsatz ohne Umsatzsteuer. Bei Udemy zählt der Betrag, nachdem Steuern und bei App-Käufen die 30 % von Apple oder Google abgezogen sind.
Rechne es für Deine Zahlen aus
Trag ein, was ein Verkauf kostet und wie viele Verkäufe Du im Monat erwartest. Der Rechner zeigt Dir, was Dir auf jeder Plattform bleibt.
Was bleibt mir nach den Plattformgebühren?
1. Was kostet ein Verkauf bei Dir? (in Euro, ohne Umsatzsteuer)
2. Wie viele Verkäufe erwartest Du im Monat?
Die Voreinstellung ist nur ein Beispiel. Trag ruhig kleinere Zahlen ein, zum Beispiel 3 Verkäufe zu 49 €.
Deine Zahlen bleiben in Deinem Browser: Nichts wird gesendet oder gespeichert.
Wie Du ohne Reichweite an die ersten Kunden kommst
Der Rechner zeigt es deutlich: Am meisten bleibt Dir, wenn Du Deine Kunden selbst findest. Das klingt nach Reichweite, die Du nicht hast. Für Coaching und Beratung brauchst Du aber keine. Du brauchst Menschen, die Dich schon kennen:
- frühere Kolleginnen und Kollegen, Kunden und Geschäftspartner aus Deinem Beruf,
- Deinen Berufsverband und Deine Kontakte auf LinkedIn,
- Firmen, die Dein Wissen für ihre Mitarbeiter brauchen und per Rechnung bezahlen.
Schreib die ersten zehn davon persönlich an, mit einem klaren Angebot. Wie so eine Nachricht aussieht, zeige ich Dir mit fünf Regeln in Schritt 5 von Online-Business ohne Startkapital aufbauen.
22 Online-Geschäftsmodelle, von denen ich die Finger lassen würde
Nicht umsonst habe ich die folgenden Business-Modelle ganz nach hinten gereiht. Ich halte sie für nicht besonders lohnenswert und rate Dir davon ab, vor allem dann, wenn Du gerade erst startest, Deine Zeit knapp ist und Du grübelst, in welche Richtung es gehen soll.
Ohne irgendetwas schlechtreden zu wollen: Du wirst damit nicht mehr Zeit, Freiheit und Geld bekommen, sondern eher mehr graue Haare und schlaflose Nächte.
Manche davon können für einzelne Menschen funktionieren. Als Start für ein zweites Standbein halte ich sie trotzdem für die falsche Wahl, und bei jedem sage ich Dir, warum. Hier meine persönlichen No-Gos:
1. E-Commerce-Shop
Hier verkaufst Du Produkte über Deinen eigenen Online-Shop. Ein Shop selbst ist mit fertigen Lösungen schnell eingerichtet, und ab geht die Post!
Die Wahrheit ist aber, dass die Gewinnspannen in den meisten Shops sehr niedrig sind und die zu investierende Zeit nicht rechtfertigen. Du bezahlst monatlich für die Shop-Software und kümmerst Dich um Lager, Versand und Reklamationen. Ein echter Knochenjob!
Unterm Strich: HOHE KOSTEN, GERINGER PROFIT.
2. Dropshipping
Eine „optimierte“ Version des klassischen Online-Shops nennt sich Dropshipping. Hier verkaufst Du Ware, die Du selbst nicht auf Lager hast. Bestellt ein Kunde bei Dir, geht die Bestellung direkt an einen Großhändler, der die Ware ausliefert.
Der Markt ist hart umkämpft, und Du hast am Ende keine Kontrolle, was mit den bestellten Waren passiert. Um Lieferverzögerungen, Reklamationen und Schäden kümmerst Du Dich trotzdem.
Infolgedessen sind die Gewinnspannen unglaublich niedrig. Und oft gibt es die gleichen Produkte auf Amazon, meistens günstiger und mit mehr Vertrauen, als Dein Shop es je aufbauen kann.
3. Domainhändler
Das Geschäftsmodell ist schnell erklärt: Du registrierst eine Domain für ein paar Euro und hoffst, dass jemand sie Dir irgendwann für viel Geld abkauft.
Aber wer kann schon verlässlich in die Glaskugel schauen? Am Ende ist es ein Glücksspiel. Du könntest genauso gut Lotto spielen.
4. Devisenhandel
Der Devisenhandel (auch Forex-Trading genannt) ist der Handel mit verschiedenen Währungen. Du stellst Vermutungen an, wie sich die Kurse entwickeln.
Dabei hast Du jederzeit das Risiko eines Totalverlustes. Mit einem Online-Business mit stabilem monatlichem Einkommen hat das wenig zu tun.
5. Online-Sportwetten
Hier meine ich nicht, dass Du auf Sportveranstaltungen wettest, sondern selbst zum Anbieter wirst. Dann brauchst Du ein hohes Startkapital und gute Nerven für:
- die Glücksspiellizenz und strenge rechtliche Auflagen,
- die Plattform-Software,
- Zahlungsanbieter,
- Marketing gegen große, etablierte Anbieter.
Unterm Strich: HOHE KOSTEN, HOHER PROFIT, aber nichts für einen Start aus dem Wohnzimmer.
6. Übersetzungen
Grundsätzlich eine gute Idee, aber hier hast Du zwei starke Konkurrenten: kostenlose Übersetzungsprogramme, die mit künstlicher Intelligenz immer besser werden, und andere Übersetzer, die um die gleichen Kunden buhlen.
Zwar gibt es Portale, über die Du sofort an Aufträge kommst, die Bezahlung ist für den Zeitaufwand allerdings gering.
7. E-Book-Shop
Ich habe mir 2009 einen fix und fertigen E-Book-Shop gekauft.
Der Shop enthielt etwa 15 E-Books inklusive Wiederverkaufslizenz und aller nötigen Rechte. Ich durfte die E-Books also unter meinem eigenen Namen verkaufen und träumte schon davon, das zweite Amazon zu werden.
Der Traum platzte, als ich merkte, dass E-Book-Shops nicht funktionieren. Der Grund dafür ist die fehlende Zielgruppe.
Menschen, die ein Buch, eine Geschichte oder einen Roman kaufen möchten, gehen einfach auf Amazon oder Thalia und kaufen es dort. Konkurrenz, gegen die ich mit „Christians lustigen E-Books“ keine Chance hatte.
Was allerdings funktioniert, sind Ratgeber-E-Books zu spezifischen Themen, die EIN Problem EINER bestimmten Zielgruppe lösen und über die eigene Webseite verkauft werden. Ähnlich wie bei Online-Kursen.
8. Online-Autohandel
Schon mal ein Auto gekauft? Du brauchst in jedem Fall Kapital, um Autos zu kaufen und sie wieder verkaufen zu können. Dazu kommen Kosten für die Händlerzulassung, Garantien und Gewährleistungen.
Für diesen Aufwand und dieses Risiko im Vorfeld sind die Gewinnspannen aus meiner Sicht zu niedrig.
9. Airbnb-Business
Das Prinzip: Du mietest Wohnungen an und vermietest sie über Airbnb an Reisende weiter. Buchen Leute Deine Wohnungen, verdienst Du Geld, abzüglich der Airbnb-Gebühren.
Ich vermiete selbst ein Haus (privat und nicht über Airbnb) und muss Dir sagen, dass es kein so einfaches Geschäft ist, wie es den Anschein macht.
Gäste haben Ansprüche an Einrichtung, Internet, Bad und Sauberkeit. Dinge gehen kaputt und müssen ersetzt werden. Die Wohnungen wechseln alle paar Tage die Gäste. Und von den Steuern und behördlichen Auflagen für Kurzzeitvermietung möchte ich noch gar nicht sprechen.
Alles in allem ein riesengroßer Aufwand an Zeit und Geld, der sich nicht lohnt!
10. Social-Media-Plattform
Bist Du der nächste Mark Zuckerberg?
Für eine eigene Plattform brauchst Du schon im Vorfeld jede Menge Geld von Investoren für Server und Entwickler. Und wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie zum nächsten großen Ding wird?
Wenn Du ein sicheres Online-Einkommen und mehr Flexibilität im Leben möchtest, dann ist das keine gute Idee.
11. Online-Zigarrenshop
Ich war 2014 auf Kuba und habe mir dort eine Tabakplantage aufgebaut, die mich reich gemacht hat.
Eine dieser beiden Behauptungen war gelogen.
Der Handel mit Tabakwaren ist ein knallhartes Geschäft. Du musst Dich mit Zoll, Verpackungen, Preisbindung, Jugendschutz und Werbeverboten herumschlagen.
Hallo bürokratischer Wahnsinn! Das ist es nicht wert!
12. Fotos und Bilder verkaufen
Online gibt es eine riesige Nachfrage nach Fotos, Grafiken und Videos, und zahlreiche Portale bedienen sie. Auf vielen davon kannst Du Deine eigenen Fotos hochladen und verkaufen.
Die schlechte Nachricht ist, dass Du pro Verkauf nur eine geringe Gebühr bekommst und mit harter Konkurrenz kämpfst, inzwischen auch mit Bildern, die künstliche Intelligenz erzeugt.
Als leidenschaftlicher Fotograf bestimmt ein netter Nebenverdienst, als Vollzeit-Business ungeeignet.
13. Telefonverkäufer
Hast Du auf Facebook schon mal auf eine Werbeanzeige geklickt und einen Telefontermin gebucht?
Die Chancen stehen gut, dass Dich dann ein geschulter Telefonverkäufer angerufen hat. Heute heißt das „Sales Closer“. Gemeint sind Leute, die nach exakt vorgegebenem Leitfaden ein Gespräch führen, um meist ein 4- oder 5-stelliges Coaching zu verkaufen.
Bezahlt wirst Du in der Regel nur pro Abschluss. Und Du verkaufst das Produkt eines anderen, nach dessen Regeln. Mehr Freiheit und Selbstbestimmung sehen für mich anders aus.
14. Blogger
Als Blogger hast Du einen super Job! Du teilst Dein Wissen und Deine Erfahrungen mit der Welt und schreibst über ein Thema, das Dich interessiert.
Aber die allermeisten Blogs verdienen kein Geld! Es steckt kein Geschäftsmodell dahinter. Lange bevor Du zu bloggen beginnst, solltest Du Dir also Gedanken machen, womit Du Geld verdienst:
- Werbeeinblendungen (hier brauchst Du Tausende Besucher am Tag),
- Affiliate-Links (hier bist Du auf hohe Klickraten und attraktive Provisionen angewiesen),
- eigene digitale Produkte (die mit Abstand beste Wahl
).
Mit Weitsicht, klarer Zielgruppe und eigenen Produkten eine gute Möglichkeit, um sich ein Online-Business aufzubauen. Ansonsten nicht.
15. Outsourcing-Plattform
Selbstständige und Unternehmen wollen Aufgaben abgeben und suchen dafür die richtigen Leute. Plattformen, die beide Seiten zusammenführen, können durchaus lukrativ sein.
Selbst so eine Plattform zu betreiben erfordert aber ein hohes Vorabinvestment in die Technik. Und der Markt ist mittlerweile so umkämpft, dass es als Neueinsteiger schwer wird.
16. Webhosting-Reseller
Als Webhosting-Reseller nutzt Du die Technik eines großen Anbieters und trittst bei Deinen Kunden selbst als Webhoster auf. Ideal zum Beispiel, wenn Du als Dienstleistung Webseiten baust.
Der Markt ist allerdings extrem umkämpft, die Gewinnmargen sind niedrig, der Aufwand für Kundenfragen aber hoch.
17. Fiverr
Fiverr ist eine Plattform, auf der Du bestimmte Dienstleistungen „einkaufen“ kannst. Der Name ist Programm und steht für „Fünfer“, weil die Aufträge dort ab 5 Dollar beginnen.
Laut Fiverr gehen 80 % jedes Auftrags an Dich. Um auf einen ordentlichen Verdienst zu kommen, musst Du also richtig reinhauen. Zudem bist Du immer von der Plattform und deren Regeln abhängig und somit nicht wirklich frei!
18. Texter
Du schreibst gerne? Dann kannst Du Deine Künste als Texter anbieten. Webseiten leben von guten Texten.
Tust Du dies über Deine eigene Webseite und bist talentiert, kannst Du durchaus hohe Stundensätze verlangen. Allerdings streitest Du Dich mit starker Konkurrenz um die besten Kunden und hältst straffe Deadlines ein (Adios Freiheit und Selbstbestimmung). Dazu schreibt künstliche Intelligenz einfache Texte heute in Sekunden.
Schreibst Du für Textbörsen, hast Du zwar nie ein Kundenproblem, musst Dich aber mit geringen Verdiensten zufriedengeben. Es geht deutlich besser!
19. Amazon-Kindle-E-Book-Verkäufer
Ein „gehyptes“ Geschäftsmodell, das von vielen gelobt wird wie das Kind von der Mutter.
Vereinfacht gesagt suchst Du Dir eine Nische, in der Menschen ein Problem haben, schreibst ein Buch mit der Lösung und veröffentlichst es als Kindle-E-Book auf Amazon. Amazon sorgt für die Kunden, die Zahlungsabwicklung und die Auslieferung. Bei E-Book-Preisen von 2,69 bis 12,99 € behältst Du 70 %, abzüglich der Lieferkosten.
An sich ein tolles Geschäftsmodell, um unkompliziert sein eigenes Buch zu veröffentlichen und damit die eigene Expertise zu stärken. Wären da nicht ein paar böse Buben, die mit geklauten Inhalten und gekauften Bewertungen ihr Unwesen treiben.
Wenn man es ehrlich macht, ist es als Nebengeschäft in jedem Fall interessant. Eine Einnahmequelle, von der Du leben kannst, wird sich daraus aber vermutlich nicht ergeben.
20. YouTuber
Es gibt zweifelsohne Leute, die mit ihren YouTube-Videos reich wurden. Doch ein Blick hinter die Kulissen zeigt, was dafür nötig ist:
- Hunderttausende, vielleicht sogar Millionen von Abonnenten,
- viel Zeit für die fortlaufende Videoproduktion,
- lukrative Kooperationen mit großen Firmen.
Die meisten YouTuber verdienen ein nettes Zubrot oder haben zusätzliche Einnahmequellen. Und was, wenn YouTube plötzlich Dein bestes Video sperrt? Goodbye Einnahmequelle Nummer 1. Dünnes Eis.
Wie viel die erfolgreichsten YouTuber und der Durchschnitt verdienen, liest Du in Wie viel verdienen YouTuber?
21. Influencer
Bist Du ein anerkannter Experte in Deiner Nische, und Deine Fans hören auf jede Empfehlung von Dir? Dann gehst Du als Influencer durch und kannst lukrative Werbedeals abschließen.
Willst Du erst einer werden, dann musst Du Jahre damit verbringen, Dir eine starke Präsenz in den sozialen Medien aufzubauen. Und bist Du von Werbedeals abhängig, kannst Du sie genauso schnell wieder verlieren, wenn Du ein falsches Wort sagst.
Du kannst Deine Zeit deutlich besser investieren! Wie viel echte Influencer verdienen, erfährst Du bei Interesse in Wie viel verdienen Influencer?
22. T-Shirts verkaufen
Das ist cool! Du kannst online sogenannte Print-on-Demand-Produkte wie T-Shirts, Hoodies, Tassen oder Handyhüllen verkaufen, ohne sie selbst produzieren und versenden zu müssen. Produziert wird erst, wenn jemand bestellt.
Für den Verkauf nutzt Du die Reichweite von Print-on-Demand-Plattformen oder einen eigenen Shop. Es gibt durchaus Leute, die davon leben, so zum Beispiel Daniel Gaiswinkler, mit dem ich ein Videointerview geführt habe.
Aus meiner Sicht spricht für Einsteiger nichts gegen dieses Geschäftsmodell, außer die Abhängigkeit von Plattformen, teils geringe Verdienste pro Verkauf und die Hürde, aus der Masse an Tausenden anderen Designs herauszustechen. Ich bin nicht sicher, ob das ein Pferd ist, auf das man langfristig setzen kann.
Alle 22 Modelle und warum ich davon abrate, erkläre ich Dir auch im Video. Auch hier gilt: Du musst es nicht ansehen, alles Wichtige steht oben.
Du hast jetzt die Modelle gesehen, aber Dir fehlt noch das Thema? In meinem kostenlosen E-Mail-Kurs bekommst Du sieben Tage lang je einen konkreten Schritt, wie aus Deinem Wissen ein Angebot wird.
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27 Themen, mit denen andere schon online Geld verdienen
Ein Geschäftsmodell ist die Form. Was Du hineinfüllst, ist Dein Thema. Für jedes der folgenden 27 Themen verkaufen andere bereits Online-Kurse, Coachings oder Beratungen. Das zeigt Dir: Es gibt Menschen, die dafür bezahlen.
| Thema | Wer Hilfe sucht | Passendes Modell |
|---|---|---|
| 1. Singen lernen | Menschen, die schon lange singen lernen wollen | Online-Unterricht, Kurs |
| 2. Stilberatung | Frauen und Männer, die nicht wissen, was ihnen steht | Beratung per Video |
| 3. Rückenschmerzen loswerden | Menschen mit Rückenschmerzen, die zu Hause üben wollen | Kurs, Übungsprogramm |
| 4. Demenzberatung und -prävention | Angehörige, die einen Menschen mit Demenz begleiten | Beratung, Kurs |
| 5. Stillberatung | Mütter kurz nach der Geburt | Beratung per Video |
| 6. Rückbildungskurs | Mütter, die nicht außer Haus wollen oder können | Kurs |
| 7. Pornosucht überwinden | Menschen, die von ihrem Konsum loskommen wollen | Kurs, Programm |
| 8. Ein Buch schreiben | Menschen, die Autor werden wollen | Kurs, Coaching |
| 9. Boxen lernen | Box-Fans, die zu Hause trainieren | Video-Kurs |
| 10. Fotografieren lernen | Hobbyfotografen, die mehr aus ihrer Kamera holen wollen | Kurs |
| 11. Videomarketing | Selbstständige und Firmen, die Videos brauchen | Coaching, Dienstleistung |
| 12. Gaming-PC selber bauen | Gamer, die ihren Rechner selbst zusammenstellen wollen | Video-Kurs |
| 13. Handyvideos drehen | Menschen, die mit dem Smartphone bessere Videos wollen | Kurs, Workshop |
| 14. Photoshop lernen | Anwender, die mit dem Programm nicht zurechtkommen | Video-Kurs |
| 15. Nähen für Anfänger | Einsteiger, die ein neues Hobby lernen | Kurs, Schnittmuster |
| 16. Mit dem Rauchen aufhören | Raucher, die es allein nicht schaffen | Programm, Coaching |
| 17. Elterncoaching | Eltern, bei denen es mit den Kindern gerade schwierig ist | Beratung, Kurs |
| 18. Paarberatung | Paare, die ihre Ehe retten wollen | Beratung per Video |
| 19. Sexualberatung | Paare und Einzelne mit Fragen, über die sie ungern offline sprechen | Beratung, Kurs |
| 20. Vertriebstraining | Firmen, die ihre Verkäufer schulen | Online-Training, Workshop |
| 21. Rhetorik | Menschen vor Bewerbungsgesprächen oder Vorträgen | Kurs, Coaching |
| 22. Fußpflege selber machen | Menschen, die ihre Füße zu Hause pflegen wollen | Video-Kurs |
| 23. Maniküre selber machen | Menschen, die ihre Nägel selbst gestalten wollen | Video-Kurs |
| 24. Steuern sparen | Selbstständige und Angestellte, die ihre Steuerlast senken wollen | Kurs (Beratung nur mit Zulassung) |
| 25. E-Mail-Marketing | Selbstständige, die einen Newsletter aufbauen wollen | Kurs, Dienstleistung |
| 26. Videobearbeitung | Menschen und Firmen mit Rohmaterial, aber ohne Schnitt-Wissen | Dienstleistung, Kurs |
| 27. Markenentwicklung | Gründer, die ihr Unternehmen als Marke aufbauen wollen | Beratung, Workshop |
Viele dieser Themen stammen aus Berufen: Hebamme, Physiotherapeutin, Vertriebsleiter, Fotograf. Für Gesundheits-, Rechts- und Steuerberufe gelten dabei eigene Regeln: Was Du online anbieten und wie Du dafür werben darfst, weiß Deine Kammer oder Dein Berufsverband.
Im Video (1:32 Minuten) zeige ich Dir 15 dieser Themen, und warum eines davon trotzdem zu Dir passen muss.
Mehr Ideen mit Startkosten und erstem Schritt findest Du in 7 Online-Business-Ideen für Anfänger und Online-Business-Ideen für Frauen.
Wie Du selbst weitere lukrative Online-Business-Ideen findest (mindestens 10 über Nacht)
Denke an etwas, was Du liebst. An etwas, was Dir Spaß macht oder in dem Du wirklich gut bist.
Einer meiner Freunde, Thomas, liebt es zu „garteln“ (das ist österreichisch und steht für „gerne im Garten arbeiten“ ). Wir haben einen großen Garten mit Bäumen und vielen Pflanzen zu Hause.
Ich rufe ihn an, wenn ich wissen möchte, was ich tun soll, wenn eine von den Pflanzen den Kopf hängen lässt. Er hat echt einen grünen Daumen und weiß immer Rat.
Eine frühere Arbeitskollegin, Laura, liebt es, Wohnräume zu dekorieren. Auf dem Weg zur Arbeit liest sie Dekomagazine, und ihr Pinterest-Board ist voll von Deko-Ideen. Ihre Freunde gehen zu ihr, wenn sie eine Wohnung neu einrichten möchten. Aber weißt Du was?
Keiner von den beiden hat jemals daran gedacht, aus seinen Interessen ein Business zu machen. Und wenn ich ihnen genau das vorschlage, dann sagen sie:
„Warum sollte mich jemand dafür bezahlen?“
Die meisten Menschen verbinden ihre Fähigkeiten und Leidenschaften nicht mit einem Geschäft. In Sachen „Business“ denken wir immer an Dinge wie „Ich muss eine neue App erfinden“ oder „Ich muss ein Restaurant eröffnen“. Dabei sind es häufig die Ideen direkt vor der Nase, die das größte Potenzial haben!
Wie Thomas aus seinem Garten ein Online-Business machen könnte
Angenommen, Thomas erstellt ein E-Book mit einem Jahreskalender, in dem er seinen Lesern die besten Zeitpunkte für die Gartenarbeit zeigt. Denkst Du, jemand würde ihm dafür 20 € bezahlen?
Ich bin sicher, er könnte sich dadurch eine kleine, regelmäßige Einnahme aufbauen, denn jemand vor ihm hat das längst getan.
Einige seiner Kunden würden ihm sogar 100 € und mehr für eine persönliche Gartenberatung bezahlen. Oder er plant komplette Gärten und nimmt dafür 2.000 € aufwärts.
Ziemlich cool, oder? Denke einfach mal an Dinge des täglichen Lebens, die Du ohnehin schon machst:
- Vielleicht bist Du gut darin, Hunde (oder Papageien) zu trainieren.
- Vielleicht bist Du gut darin, Ratschläge in Beziehungsfragen zu geben.
- Vielleicht bist Du gut darin, anderen eine Sprache beizubringen.
- Vielleicht bist Du gut darin, Veranstaltungen zu organisieren.
- Vielleicht bist Du gut darin, anderen zu zeigen, wie man Kniebeugen richtig macht.
Was auch immer es ist: Was wäre, wenn Dich jemand für diese Dinge bezahlen würde?!
Und bevor Du fragst … ja, Leute werden wirklich dafür bezahlt, dass sie anderen beibringen, wie man Kniebeugen richtig macht!
Zu Beginn kann das ganz schön blockieren, weil man sein eigenes Wissen für selbstverständlich hält und nicht auf die Idee kommt, dass einen irgendjemand dafür bezahlen könnte.
Wie Lina 1.075,83 € mit einem Bulgarisch-Sprachkurs verdient hat
Auch Lina konnte sich anfangs schwer vorstellen, dass sie jemand für ihre Bulgarisch-Kenntnisse bezahlen würde. Da ihr Mann Bulgare ist, war es für sie selbstverständlich, die Sprache zu lernen und anzuwenden.
Aber Leute bezahlen sie! Sie verdiente 1.075,83 € beim ersten Verkaufsstart ihres Online-Kurses „Bulgarisch für Anfänger“.
Wir lassen unserem Verstand einen Streich spielen und sehen nicht, wie wichtig unsere Fähigkeiten sind. Und wir sagen uns Dinge wie:
- „Es gibt viele andere Leute, die das bereits tun!“
- „Ich habe keine Ausbildung in diesem Bereich!“
- „Warum sollte mich jemand dafür bezahlen?“
- „Ich habe keine besonderen Fähigkeiten oder Wissen, was ich weitergeben kann!“
So wie Harald, der mir folgende Mail geschrieben hat.
Der Punkt ist: Wir haben alle wertvolles Fachwissen in uns. Wir müssen daraus nur Ideen ableiten und diese PS auf die Straße bringen.
Bevor Du mit der Übung loslegst: Wenn Du Dir dabei Begleitung wünschst, bringt Dir mein kostenloser E-Mail-Kurs sieben Tage lang je einen konkreten Schritt in Dein Postfach.
In meinen E-Mails stelle ich Dir auch mein kostenpflichtiges Angebot vor. Abmelden kannst Du Dich jederzeit mit einem Klick.
Die Übung: Frag Deine Freunde
Denk jetzt an jemanden, den Du wirklich gut kennst. Das kann Dein bester Freund sein, ein Familienmitglied oder Dein Partner.
Du hast jemanden im Kopf? Gut. Was sind Dinge, in denen diese Person wirklich gut ist? Wann bittest Du diese Person um Rat? Vielleicht ist sie ein Organisationstalent und hilft anderen aus dem Chaos. Vielleicht ist sie ein Held in Microsoft Excel.
Ist es nicht witzig, wie viel einfacher es ist, wenn es um jemand anderen geht?
Die Wahrheit ist, dass auch Du genug Ideen in Dir hast! Ja, es ist schwer, sie auf den ersten Blick zu erkennen, aber hey, wozu hat man Freunde?
Also frag zum Beispiel Deine 5 besten Freunde, worin Du aus ihrer Sicht gut bist. Hier ein kurzes Skript, das Du dafür verwenden kannst:
„Servus, ich beschäftige mich gerade mit einem eigenen Online-Angebot, und eine Aufgabe ist es, Freunden eine kurze Frage zu stellen. Wenn Du 3 Dinge aufschreiben müsstest, worin ich gut bin, was würdest Du schreiben? Ich komme zum Beispiel immer zu Dir, wenn ich bei einer Entscheidung eine zweite Meinung brauche. Für welche Ratschläge würdest Du zu mir kommen? Danke für Deine Hilfe!“
Notiere Dir dann alle Antworten, die Du bekommst, auch wenn sie noch etwas vage sind. Vage Antworten sind unvollständige Business-Ideen, und das ist in Ordnung.
Dein Ziel: zumindest 10 Ideen auf dem Zettel. So gehst Du vor:
- Verbringe mindestens 20 Minuten damit, Ideen aufzuschreiben. Schreib alles auf, was Dir in den Sinn kommt.
- Bewahre Deine Liste an einem Ort auf, an dem Du sie schnell findest, und geh Deinem normalen Alltag nach. Du wirst Ideen haben, während Du arbeitest, duschst oder spazieren gehst (ich bekomme die besten Ideen in der Badewanne, wenn ich gerade keinen Stift zur Hand habe
).
- Wann immer Du einen neuen Geistesblitz hast, schreib ihn auf!
- Schlafe eine Nacht drüber und nimm auch morgen und übermorgen Deine Liste wieder zur Hand.
Die Regel Nummer 1 dabei: Zweifle nicht an Dir und „zerdenke“ Deine Einfälle nicht, sondern bring sie alle aufs Papier!
Du musst auch das Rad nicht neu erfinden. Auf Plattformen wie Udemy oder im Marktplatz von Digistore24 verkaufen andere bereits Tausende Online-Kurse in den unterschiedlichsten Nischen. Hol Dir dort Inspiration.
Hast Du mindestens 10 Ideen auf der Liste, dann prüf sie im nächsten Schritt mit meiner Anleitung Online-Business-Ideen überprüfen. Und wenn Du zwischen mehreren Richtungen schwankst, hilft Dir Welches Online-Business passt zu mir?
Für wen sich keines dieser Modelle lohnt
Kein Modell passt für jeden. In drei Fällen würde ich an Deiner Stelle noch warten:
- Du brauchst schnell Geld, weil es finanziell eng ist. Kein Online-Geschäft bezahlt Dir im nächsten Monat die Rechnungen. Sichere zuerst Dein Einkommen.
- Du suchst ein Modell, das ohne Arbeit Geld bringt. Auch Online-Kurse brauchen am Anfang viel Arbeit, bevor der erste Euro kommt.
- Du willst jeden Monat ein neues Modell ausprobieren. Dann wird keines davon tragen. Mehr dazu im Fazit.
Was Du diese Woche tun kannst
- Streich aus den 6 empfohlenen Modellen die zwei, die Dich am wenigsten reizen.
- Schick das Freunde-Skript oben an 5 Menschen.
- Rechne im Netto-Rechner durch, was Dir mit Deinem Thema auf zwei Plattformen bleiben würde.
- Schreib Deine Liste mit 10 Ideen und markiere die eine, bei der Du Dir am ehesten vorstellen kannst, sie zwei Jahre lang zu machen.
Fazit
Für welche Online-Business-Idee entscheidest Du Dich?
Du kannst Dir ein Online-Business aufbauen, von dem Du sehr gut leben kannst. Viele andere haben es bereits vor Dir getan (inklusive mir).
Egal, welches Geschäftsmodell Du wählst, betrachte es immer als eine LANGFRISTIGE Entscheidung und ein langfristiges Investment. Womit kannst Du Dir vorstellen, JAHRE zu verbringen?
Die Gefahr ist nämlich groß, dem sogenannten Shiny-Object-Syndrom zu verfallen und die Business-Modelle zu wechseln wie andere die Unterhose. Gemeint ist: immer dem nächsten glänzenden Ding hinterherzulaufen. Heute ein bisschen Affiliate-Marketing, morgen etwas T-Shirts verkaufen und übermorgen einen Online-Kurs erstellen. Diese Strategie wird nicht von Erfolg gekrönt sein.
Entscheide Dich für EIN Online-Business und zieh es dann durch! Für mindestens 2 Jahre.
Einen Doktortitel brauchst Du dafür nicht, ich habe auch keinen. Was Du brauchst, ist ein Vorsprung vor den Menschen, die Hilfe suchen, und die Bereitschaft, Deine Erfahrungen ehrlich weiterzugeben. Nach vielen Jahren im Beruf hast Du diesen Vorsprung meistens längst.
Mein Geschäftsmodell Nummer 1 ist die Erstellung und der Verkauf erstklassiger digitaler Infoprodukte, allen voran Online-Kurse.
Schreib mir gerne in die Kommentare: Welches der 6 Modelle reizt Dich am meisten, und warum?
Häufige Fragen zu Online-Geschäftsmodellen
Welche Online-Geschäftsmodelle gibt es?
Die wichtigsten sind physische Produkte, Software, Werbeeinblendungen, Affiliate-Marketing, Coaching und Online-Kurse. Dazu kommen Varianten wie E-Commerce-Shops, Dropshipping, Print on Demand, Kindle-E-Books, Freelancing über Plattformen, YouTube und Influencer-Marketing.
Welches Online-Business läuft am besten?
Aus meiner Sicht Online-Kurse, weil sie bei geringen Kosten die höchste Marge haben und sich fast unbegrenzt verkaufen lassen. Rund 90 Prozent meiner Online-Einnahmen kommen daraus. Am schnellsten Geld bringt allerdings Coaching oder Beratung.
Welches Online-Business eignet sich als Nebengeschäft?
Beratung per Video und Online-Kurse, weil Du beides abends oder am Wochenende aufbauen kannst und keine Ware brauchst. Rechne mit 5 bis 10 Stunden pro Woche.
Wie viel kann man mit einem Online-Business verdienen?
Das hängt vom Modell, vom Thema und von Deiner Reichweite ab. Das erste Geld kann nach wenigen Wochen kommen, ein Einkommen, von dem Du lebst, braucht meistens 2 bis 3 Jahre. Wie viel von Deinem Umsatz nach den Plattformgebühren bleibt, zeigt Dir der Netto-Rechner oben.
Welches Online-Business kann ich ohne Startkapital starten?
Coaching und Beratung per Video, weil Du dafür nur einen Computer und Menschen brauchst, die Deine Erfahrung nutzen wollen. Wie Du dafür ohne Reichweite an die ersten Kunden kommst, steht im Kapitel „Wie Du ohne Reichweite an die ersten Kunden kommst“.
Wie viel nehmen Udemy, Fiverr und Etsy?
Bei Udemy bekommst Du 97 %, wenn Käufer über Deinen Link kommen, aber nur 37 %, wenn sie Dich über die Udemy-Suche finden. Fiverr behält 20 %. Etsy nimmt 6,5 % vom Verkaufspreis, dazu 4 % plus 0,30 € für die Zahlungsabwicklung und 0,20 US-Dollar pro eingestelltem Artikel.
Muss ich für ein Online-Business Steuern zahlen?
Ja, Einnahmen aus einem Online-Business musst Du versteuern. Bis zu bestimmten Umsatzgrenzen musst Du als Kleinunternehmer keine Umsatzsteuer ausweisen: in Deutschland 25.000 € im Vorjahr und 100.000 € im laufenden Jahr (Bundesfinanzministerium), in Österreich 55.000 € (Unternehmensserviceportal). Im Gründungsjahr gilt in Deutschland schon die 25.000-€-Grenze für das laufende Jahr, schon der Umsatz, mit dem Du sie überschreitest, bekommt Umsatzsteuer. In Österreich brauchen Unterricht, Seminare und Vorträge laut Wirtschaftskammer keine Gewerbeberechtigung, individuelle Beratung schon, und als Neue Selbständige meldest Du Dich ab 6.613,20 € Jahreseinkommen (2026) bei der SVS. Ich bin kein Steuerberater, die Details stehen in meinem Leitfaden zum Online-Business aufbauen.
Welche lukrativen Geschäftsideen gibt es?
Die lukrativsten Geschäftsideen im Internet verbinden ein Thema, bei dem Menschen ein dringendes Problem haben, mit einem Modell mit hoher Marge, also Coaching oder Online-Kurs. Beispiele sind Rückenschmerzen, Stillberatung, Rhetorik oder Vertriebstraining. Die 27 Themen oben zeigen Dir, wofür andere schon bezahlt werden.
Ich suche mit über 50 ein zweites Standbein. Welches Modell passt?
Meistens Coaching oder Beratung per Video in dem, was Du seit Jahren beruflich machst. Du brauchst dafür kaum Geld und keine Reichweite, und das erste Geld kann nach wenigen Wochen kommen. Läuft das, machst Du aus den häufigsten Fragen Deiner Kunden einen Online-Kurs.
Warum rätst Du von Dropshipping und E-Commerce ab?
Weil die Gewinnspannen niedrig sind, Du Dich trotzdem um Reklamationen und Lieferprobleme kümmerst und oft mit Amazon um denselben Kunden konkurrierst. Für den Aufwand bleibt zu wenig übrig.


Die hier veröffentlichten Informationen sind vielfältig, interessant und glaubwürdig. Ich werde die 7-Tage-Mail-Serie lesen und auswerten. Und danach mal mit dem dynamischen Herrn Költringer telephonieren.
Ich freue mich auf das Gespräch Herr Jacobs. 🙂