Vermutlich hast Du gerade nach "Ralf Schmitz Erfahrungen" oder "Affiliate-König" gegoogelt, weil Du überlegst, in eines seiner Produkte zu investieren.
Über welches seiner Angebote grübelst Du gerade?
- VIP Affiliate Club?
- KI Audio Empire?
- TikFluencer?
- Dropfiliate?
- Affiliate Helden?
- Die 4S-Methode?
- Eines seiner beiden Bücher?
Und jetzt möchtest Du eine ehrliche Meinung hören, bevor Du Dein Geld investierst.
Gratuliere!
Du bist hier richtig.
Ich lebe seit 2016 zu 100 % von meinem Online-Business und ich habe:
- Bereits 2009 ein Produkt mit einem 4-stelligen Preisschild von Ralf gekauft.
- Sein Buch "Marketing für Unternehmer" gelesen.
- Lange Zeit seinen Newsletter abonniert.
Das Ergebnis?
Eine teure Lektion und eine, die mich bis heute begleitet.
Bevor Du also einen einzigen Euro in Richtung Ralf Schmitz überweist: Lies erst das hier.
Meine erste Begegnung mit Ralf Schmitz: der E-Book-Shop, der nie funktionierte
Es war ungefähr 2009. Vielleicht auch 1-2 Jahre später.
Ralf Schmitz war damals selbst noch relativ am Anfang seiner Online-Business-Karriere. Er hatte gerade seinen Job aufgegeben und suchte offenbar nach Wegen, im Netz Fuß zu fassen.
Eines seiner damaligen Produkte war ein fertig eingerichteter E-Book-Shop mit Reseller-Lizenz.
Das Versprechen war verlockend.
"Du bekommst einen fix und fertig aufgesetzten Online-Shop, bestückt mit E-Books, für die Du eine Verkaufslizenz hast und die Du somit alle für die eigene Tasche verkaufen darfst. Technisch alles eingerichtet. Alles bereit. Du musst nur noch Marketing betreiben – und das Geld fließt."
Ich kaufte das Produkt.
Und Ralf hat technisch geliefert, was er versprochen hat. Der Shop stand. Die E-Books waren drin. Die Technik funktionierte.
Nur eines fehlte: Käufer.
Ich betrieb Marketing. Ich investierte Zeit. Ich investierte Geld.
Das Ergebnis: Nahezu null Verkäufe. 🙁
Und das lag nicht daran, dass ich zu wenig versucht habe. Es lag daran, dass das Modell selbst nicht funktioniert und Ralf Schmitz das entweder nicht wusste oder mir (bewusst) nicht sagte.
Warum E-Book-Shops mit Reseller-Lizenz immer scheitern
Hier sind die konkreten Gründe, warum der E-Book-Shop, den ich von Ralf Schmitz kaufte, nicht funktionierte und warum E-Book-Shops generell nicht funktionieren.
1. Hunderte identische Shops – null Differenzierung
Wenn Ralf diesen E-Book-Shop an mich verkaufte, verkaufte er ihn gleichzeitig an Dutzende andere Kunden.
Hunderte identische Shops, mit denselben E-Books, zu denselben Preisen, mit denselben Verkaufstexten, im direkten Wettbewerb miteinander.
Warum sollte jemand ausgerechnet bei mir kaufen?
2. Duplicate Content – Google bestraft alle gleich
Identische Inhalte auf vielen verschiedenen Seiten sind für Google eine rote Flagge.
Der Algorithmus rankt keine dieser Seiten gut, weil er nicht weiß, welche die "echte" ist.
Organischer Traffic?
Null.
Ohne bezahlte Werbung kamen keine Besucher.
3. Kein eigenes Produkt – kein echtes Business
Ein E-Book mit Reseller-Lizenz ist nicht Dein Produkt.
Du bist nicht der Autor.
Du bist nur einer von vielen "Weiterverkäufern", immer abhängig von einem fremden Inhalt, einem fremden Preis, einem fremden Qualitätsstandard.
So baust Du keine Expertise und keine echte Marke auf. Du baust nichts, was Dir wirklich gehört.
4. Der einzige sichere Gewinner ist der Verkäufer des Systems
Der einzige Mensch, der mit diesem Modell verlässlich Geld verdient, ist der Mensch, der Dir das Modell verkauft.
Ralf Schmitz hat für jeden verkauften E-Book-Shop Geld verdient, unabhängig davon, ob wir als Kunden danach auch nur einen einzigen Euro damit gemacht haben.
Das ist kein Betrug im strafrechtlichen Sinne. Er hat geliefert, was er versprochen hat.
Aber er hat nicht gesagt, was er hätte sagen müssen.
Ralf Schmitz Buch: kurzweilig, aber zu sehr an der Oberfläche
Ich habe mir später sein Buch auf Amazon gekauft: "Marketing für Unternehmer - dauerhaft erfolgreich im Netz: Warum du als Unternehmer niemals Google oder Facebook Werbung schalten solltest. Geld verdienen ohne PPC Werbung & Werbekosten"
Hier die Rechnung von Amazon:

Ich habe es gelesen und hier ist, was ich darin gefunden habe und was nicht.
Ralf Schmitz erklärt, wie man Affiliate-Partner aktiv für sich Werbung betreiben lassen kann, und wie man mit der sogenannten "Lead Explosion" täglich automatisierte Neukunden gewinnt.
Konkret wirst du also finden:
- Affiliate-Marketing-Grundlagen als Trafficstrategie.
- Aufbau eines eigenen Partnerprogramms.
- E-Mail-Listenaufbau (Lead-Generierung).
- Ralf Schmitz' persönliche Geschichte als Motivation
Was du NICHT findest und warum das relevant ist
Was Du NICHT finden wirst und warum das relevant ist
Hier wird's kritisch. Das Buch hat mehrere Schwachstellen, die man beim Kauf kennen sollte:
1. Der Titel ist reine Provokation, keine Wahrheit
"Niemals Google oder Facebook Werbung schalten" ist eine absolute Aussage, die so nicht stimmt.
Mit PayPerClick-Werbeanzeigen über Meta, Google & Co können zwar enorme Umsätze erwirtschaftet werden, aber um damit erfolgreich zu werden, braucht man Budget, Zeit und Know-how.
Das räumt das Buch selbst ein.
Aber daraus den Schluss zu ziehen, man solle niemals PPC nutzen, ist Clickbait-Denken. Viele profitable Unternehmen basieren ihr gesamtes Wachstum auf bezahlter Werbung. Das ist keine schlechte Strategie, nur eine andere.
2. Das Buch ist selbst ein Marketing-Funnel
Auf seiner eigenen Verkaufsseite steht, das Buch würde "eigentlich 19,95 Euro (PLUS Versand)" kosten.
Ich habe es im Oktober 2022 bei Amazon gekauft und dafür 15,37 Euro bezahlt, Versand inklusive, siehe Rechnung oben.
Außerhalb von Amazon bekommt man es angeblich geschenkt, man soll nur die Versandkosten übernehmen. Was das wirklich kostet, dazu komme ich gleich.
Das ist das klassische "Free-Plus-Shipping"-Modell und somit ein bekannter Lead-Generierungsansatz, um Dich in Ralf's E-Mail-Liste und Verkaufsfunnel zu bringen.
Mit anderen Worten: Das Buch selbst ist das Upsell-Instrument zu teureren Online-Kursen.
3. Wenig Tiefe für Fortgeschrittene
Für Fortgeschrittene, die schon Erfahrungen im Thema haben, sind die Ausarbeitungen nicht konkret genug.
Die erforderlichen Schritte werden zwar aufgezeigt, jedoch fehlt es an einem tiefergehenden Detailgrad.
4. Die Strategie ist nicht neu
Affiliate-Marketing als Traffic-Quelle ist seit Mitte der 2000er bekannt. Das Buch präsentiert es als Geheimtipp, aber es ist keiner.
5. Die "Unabhängigkeit von Plattformen" ist trügerisch
Das Buch verspricht, dass Du lernst, wie und warum Du sofort alle Aktivitäten auf Facebook, Google, Amazon, LinkedIn und allen anderen Portalen einstellen kannst, aber Affiliate-Marketing bedeutet, dass andere auf genau diesen Plattformen für dich Werbung schalten.
Die Abhängigkeit verschiebt sich nur, sie verschwindet nicht.
Das Buch kann für absolute Einsteiger eine erste Orientierung sein, für Leute, die noch nie etwas von E-Mail-Listen oder Affiliate-Marketing gehört haben. Für jemanden mit etwas mehr Erfahrung, sollte der Inhalt weitgehend bekannt sein.
Was wirklich interessant ist: Das Buch ist selbst ein Paradebeispiel der Strategie, die es lehrt: Es wird kostengünstig verbreitet, baut eine E-Mail-Liste auf und führt zu teureren Angebote, die man dann kaufen soll.
Ralf praktiziert also, was er predigt. Ethisch fraglich, aber das ist immerhin konsequent.
Apropos lehrreiche Bücher... 🙂
Was Ralf Schmitz heute verkauft und was es wirklich kostet
Ich habe am 14. September 2026 jede seiner Verkaufsseiten geöffnet und, wo es eine Kasse gab, bis zum Bestellformular geklickt. Für den VIP Affiliate Club habe ich das am 2. Oktober 2026 wiederholt, weil dort seit dem 1. Oktober erstmals Preise ausgezeichnet sind.
Gekauft habe ich nichts.
Das Ergebnis ist eine Übersicht, die es sonst nirgends gibt, und zwar aus einem Grund, der selbst schon aufschlussreich ist: Seine Produkte liegen auf einem guten Dutzend verschiedener Domains verteilt, einige davon sind abgelaufen und werden trotzdem weiter von seiner Startseite verlinkt.
Eine Sache vorweg, weil sie fast überall unterschlagen wird: Die beworbenen Preise sind Nettopreise. Die Umsatzsteuer kommt an der Kasse obendrauf. Als Privatperson in Deutschland zahlst Du 19 Prozent mehr, in Österreich 20 Prozent. Aus 997 Euro werden so 1.186,43 Euro.
Produkt | Preis laut Seite | Auf dem Bestellformular, DE |
|---|---|---|
TikFluencer | 997 € netto | 1.186,43 € |
4S-Methode | "nur 399 €", daneben "Angebot abgelaufen" | 593,81 € mit dem Gutschein von der Seite |
Social Media Masterclass | 297 € netto | 353,43 € |
Lovable Workshop |
37 € |
66,64 €, weil ein Zusatz vorausgewählt ist |
Buch „Affiliate Marketing …“ |
0 € plus 6,95 € Versand |
7,44 € (AT: 16,45 €) |
Buch „Marketing für Unternehmer“ |
0 € plus 5,95 € Versand |
12,90 € (AT: 20,90 €) |
VIP Affiliate Club 6.0 |
599 € / 699 € / 1.990 € netto (ab 01.10.2026) |
712,81 € / 831,81 € / 2.368,10 € |
Affiliate Helden |
kein Preis auf der Seite |
99 € als Zusatz in einer anderen Kasse |
Super VIP / Elite / Excellence |
kein Preis, keine Verkaufsseite |
nicht ermittelbar |
KI Audio Empire |
"Gesamtwert 5.232 €, heute nur 699 €" |
siehe Hinweis unten |
Nachtrag vom 2. Oktober 2026: Einen Tag nach dem Verkaufsstart von Version 6.0 habe ich die neuen Bestellformulare durchgeklickt. Drei Befunde sind für diese Übersicht wichtig.
- Erstens gibt es jetzt Preise, wo vorher keine standen.
- Zweitens liegt in der teuersten Stufe ein vorangehaktes Abonnement über 99 Euro netto im Monat, wodurch das erste Jahr 3.664,01 Euro kostet statt der beworbenen 2.368,10 Euro.
- Und drittens steht an der Verknappung erstmals ein echtes Datum, nämlich der 11. Oktober um 23:59 Uhr, nachgerechnet und nachprüfbar. Alles dazu steht in meinem Erfahrungsbericht zum VIP Affiliate Club.
Diese Produkte gibt es nicht mehr
Wenn Du wegen eines dieser Namen hier gelandet bist: Du kannst sie nicht mehr kaufen, egal was die Seite sagt, die Dich hergeschickt hat.
Produkt | Stand am 14.09.2026 |
|---|---|
Monster Affiliate | Domain am 29.07.2026 abgelaufen. Wird von seiner Startseite weiterhin verlinkt. |
10K Mentoring | Domain am 07.07.2026 abgelaufen. |
Das ultimative Home Office Business | Domain registriert, die Seite liefert nichts mehr aus. Wird von seiner Startseite weiterhin verlinkt. |
Der Affiliate Code |
Leitet auf die Startseite um, kein eigenes Angebot mehr. |
Auto Cash System |
Seit rund 2015 nicht mehr im Verkauf. |
Champions Mastermind |
Keine Verkaufs- oder Infoseite mehr auffindbar. |
Affilidays |
Letzte Ausgabe 2018. Nachfolger ist der Community Day. |
Und genau hier liegt für mich der eigentliche Befund dieses Abschnitts. Sieben Produkte in dieser Liste, sieben in der Liste darüber, und fast alle in der oberen Liste sind jünger als zwei Jahre.
Die Produkte wechseln. Das Geschäftsmodell dahinter bleibt gleich.
Das ist kein Vorwurf, Produkte dürfen auslaufen. Es ist eine Beobachtung, die für Deine Kaufentscheidung zählt: Wenn Du heute etwas kaufst, kaufst Du mit hoher Wahrscheinlichkeit etwas, das in zwei Jahren nicht mehr beworben wird.
Frag Dich also vor dem Klick, wie lange Du Zugriff hast. Auf den meisten Seiten steht dazu nichts.
Die 5,95 Euro sind keine 5,95 Euro
Sein Buch "Marketing für Unternehmer" bekommst Du außerhalb von Amazon geschenkt. Auf der Seite steht: "Du brauchst nur die Versand- und Logistikkosten in Höhe von 5,95 Euro (egal, wo Du wohnst) übernehmen."
Ich habe das Bestellformular geöffnet und nachgesehen, ohne zu bestellen.
Sie rechnet so:
Header | Deutschland | Österreich | Schweiz |
|---|---|---|---|
Buch | 5,41 € | 5,41 € | 5,80 € |
Porto & Verpackung | 6,50 € | 13,59 € | 29,19 € |
Zwischensumme | 12,06 € | 19,00 € | 34,99 € |
Umsatzsteuer | 0,84 € |
1,90 € | 0,91 € |
Zu zahlen | 12,90 € |
20,90 € | 35,90 € |
Als Österreicher zahle ich also das Dreieinhalbfache dessen, was auf der Seite steht. In der Schweiz ist es das Sechsfache.
Egal, wo Du wohnst" ist die einzige Aussage in diesem Satz, die sich eindeutig widerlegen lässt, und ausgerechnet sie steht in Klammern hinter der Zahl.
Beim zweiten Buch dasselbe Muster, wenn auch milder: beworben mit 6,95 Euro Versand, an der Kasse 7,44 Euro in Deutschland und 16,45 Euro in Österreich.
Ich will das nicht größer machen, als es ist.
Niemand geht an 20,90 Euro zugrunde, und ein Versand nach Österreich kostet den Anbieter tatsächlich mehr.
Der Punkt ist ein anderer, und er hat mit dem Preis wenig zu tun: Auf derselben Seite steht "keine versteckten Kosten".
Wer diesen Satz schreibt und daneben eine Zahl stellt, die für zwei von drei deutschsprachigen Ländern nicht stimmt, hat ein Genauigkeitsproblem. Und Genauigkeit ist genau das, was Du von jemandem erwarten solltest, dem Du später vierstellige Beträge überweist.
Mein Rat ist deshalb ganz unspektakulär: Klick Dich bei jedem seiner Angebote bis zur Kasse durch und lies die Endsumme, bevor Du Deine Daten eingibst. Das dauert dreißig Sekunden.
Das größte Paradoxon: Er predigt Affiliate Marketing und verdient hauptsächlich mit eigenen Produkten
Das ist der Punkt, bei dem ich am meisten schlucken musste.
Ralf Schmitz predigt seit Jahren: "Affiliate Marketing ist das geilste Business der Welt!"
Er erklärt in Webinaren, E-Mails und auf der Bühne, dass Du mit Affiliate Marketing, also mit der Empfehlung fremder Produkte, ein traumhaftes, passives Einkommen aufbauen kannst.
- Ohne eigenes Produkt.
- Ohne Kundensupport.
- Ohne großes Risiko.
Aber schau Dir aber mal an, womit er wirklich sein Geld macht:
- VIP Affiliate Club (sein eigenes Produkt)
- KI Audio Empire (sein eigenes Produkt)
- TikFluencer (sein eigenes Produkt)
- Dropfiliate (sein eigenes Produkt)
- Affiliate Helden (sein eigenes Produkt)
- Die 4S-Methode (sein eigenes Produkt)
- Zwei Bücher über Affiliate Marketing (seine eigenen Produkte)
- Ein Partnerprogramm, in dem andere diese Produkte für ihn verkaufen.
Er zeigt in seinen Facebook-Posts stolz die Umsatzzahlen seiner Launches. Die Botschaft: "Schau, wie viel ich verdiene und das während ich den ganzen Tag in der Sonne liege!"
Mit Affiliate Marketing?
Nein.
Mit dem Verkauf von Kursen ÜBER Affiliate Marketing.
Das ist ein fundamentaler Unterschied und er wird nie laut ausgesprochen.
Ralf Schmitz hat nach eigenen Angaben mit seinem Online-Business einen kumulierten Gesamtumsatz von über 50 Millionen Euro erreicht. Er verfügt über eine große E-Mail-Liste, die er seit über 15 Jahren aufbaut.
Die Seite marketingunited.org nennt für Februar 2024 über 15.000 angemeldete Affiliates, die seine Produkte bewerben.
Zwei Einschränkungen gehören dazu, damit Du die Zahl richtig einordnest:
- Der dortige Beleg ist eine interne Partnermitteilung von Ralf Schmitz selbst, also wieder eine Eigenangabe.
- Und die Seite verdient an seinen Produkten mit, im Text stehen Provisionslinks. Auf seiner eigenen Partnerseite ist heute von über 16.000 Partnern die Rede.
Er verdient also nicht primär damit, selbst fremde Produkte zu empfehlen. Er verdient damit, anderen zu erklären, wie man mit Affiliate Marketing Geld verdient und verkauft dafür seine eigenen Kurse.
Das sagt er nicht so laut.
Aber ein Kommentar auf der Bewertungsplattform ProvenExpert bringt es unbeabsichtigt auf den Punkt: "An alle die neu damit starten wollen, macht es bitte nicht – es ist wirklich jedem egal ob ihr erfolgreich werdet oder nicht, die wollen nur euer Geld."
Das ist offenbar eine Aussage eines echten Nutzers.

Ich sage damit nicht, dass dieser Kommentar vollständig fair oder gerecht ist. Aber er spiegelt etwas wider, das viele Einsteiger fühlen und das ich aus eigener Erfahrung nachvollziehen kann.
50, 54, 55 oder 85 Millionen?
Bei der Umsatzzahl wird es interessant, und zwar nicht, weil ich sie anzweifle, sondern weil er sie selbst nicht einheitlich nennt.
Auf ralfschmitzmarketing.com steht am 14. September 2026 "Über 50 Millionen Umsatz", im Fließtext "mehr als 50 Umsatzmillionen", und der Zähler auf derselben Seite zeigt "54 M€+".
Auf ralfschmitzpartner.com, seiner Seite für Werbepartner, steht am selben Tag: "Seit 2006 am Markt. Über 85 Millionen Euro Umsatz. Mehr als 16.000 Partner."
Und im Archiv der ersten Seite, Stand Februar 2024, stand "55 M€+".
Das ergibt vier Zahlen. Zwei davon liegen 35 Millionen Euro auseinander und stehen heute gleichzeitig online. Eine davon ist zwischen 2024 und heute gesunken, was bei einem kumulierten Gesamtumsatz nicht möglich ist, denn kumuliert heißt aufaddiert.
Bei den Kundenzahlen dasselbe Bild: 10.988 auf der einen Seite, 20.900 in einem Branchenwiki für 2022, 29.000 auf der Buchseite.
Ich habe versucht, wenigstens eine dieser Zahlen unabhängig zu prüfen. Das geht nicht. Sein Impressum nennt eine US-Gesellschaft in Delaware, und die muss in Deutschland keine Zahlen offenlegen. Es gibt also keine einzige extern geprüfte Umsatzzahl, nur seine eigenen.
Woran sollte man sich dann halten?
An gar keiner davon. Und für Deine Kaufentscheidung ist das ohnehin die falsche Frage. Umsatz ist nicht Gewinn, und der Umsatz des Verkäufers sagt nichts darüber aus, was Du verdienen wirst. Er sagt nur, dass sein Geschäftsmodell für ihn funktioniert. Das ist etwas anderes.
Was die 693 Bewertungen wirklich messen
Wer "Ralf Schmitz Erfahrungen" googelt, landet zuerst nicht bei mir, sondern bei seinem ProvenExpert-Profil.
Dort stehen am 14. September 2026 693 Bewertungen mit einem Schnitt von 4,83. Das sieht beeindruckend aus, und ich wollte wissen, was diese Zahl eigentlich misst.
Also habe ich die zwanzig neuesten einzeln gelesen.
Was mich überrascht hat
Ich bin mit einem Verdacht hineingegangen. Bei anderen Anbietern habe ich schon gesehen, dass Bewertungen in Wellen eintrudeln, alle am selben Tag, alle mit auffällig ähnlichem Wortlaut. Das deutet auf eine Sammel-Einladung hin.
Hier ist das nicht so.
Die zwanzig neuesten Bewertungen verteilen sich auf achtzehn verschiedene Tage über fünf Monate. An keinem Tag stehen mehr als zwei. Und die Texte ähneln sich nicht, ich habe sie paarweise verglichen: Die kürzeste hat 26 Zeichen, die längste knapp 5.800, und sie lesen sich, als hätten sie unterschiedliche Menschen geschrieben. Keine Vorlagen, keine Bausteine.
Das gehört gesagt, weil ich es andersherum erwartet hatte.
Und was mir trotzdem aufgefallen ist
Zwei Dinge, und beide haben nichts mit Fälschung zu tun.
- Die Bewertungen sind keinem Produkt zugeordnet. In der Zeile §Bewertung zu§ steht bei allen zwanzig entweder "Ralf Schmitz" oder "Ralf Schmitz | Der Affiliate König", also der Name, nicht das gekaufte Produkt. Man erfährt nur dann, worauf sich jemand bezieht, wenn er es selbst im Text erwähnt. Und wo das passiert, geht es auffallend oft um das kostenlose Buch und das kostenlose Webinar. Fünf der zwanzig haben gar keinen Text. Das ist der Punkt, den ich Dir mitgeben möchte: Eine Fünf-Sterne-Bewertung für ein geschenktes Buch ist eine ehrliche Bewertung. Sie sagt nur nichts darüber aus, ob ein Kurs für 997 Euro hält, was er verspricht. Das Siegel steht am Ende trotzdem neben dem Kurs.
- Die mit Abstand längste und ausführlichste Fünf-Sterne-Bewertung stammt von jemandem, der im selben Text schreibt, er könne das Produkt weiterempfehlen und verdiene dabei "90 % der 1.999,– Euro". Der Rezensent ist also zugleich sein Verkäufer.
Das ist kein Vorwurf an diesen Menschen, er legt es ja offen, es ist eine Eigenschaft des Geschäftsmodells: Wer Affiliate Marketing verkauft, macht seine Kunden zu Verkäufern.
Dadurch ist kaum eine begeisterte Stimme in diesem Umfeld wirklich unabhängig. Das gilt übrigens auch für fast jeden Erfahrungsbericht, den Du zu ihm findest. Ich habe zwölf davon geprüft, und alle zwölf verdienen an einer Vermittlung mit.
Deshalb steht hier auch, wie ich es halte: Ich bewerbe keines seiner Produkte, ich bekomme keine Provision, und ich habe für das, worüber ich schreibe, selbst bezahlt.
Wer hinter dem Angebot steht und was im Register fehlt
Bevor ich irgendwo einen vierstelligen Betrag hinschicke, sehe ich mir drei Dinge an:
- Das Impressum.
- Die Registereinträge.
- Ob es Beschwerden gibt.
Das dauert eine Viertelstunde und ich empfehle es Dir bei jedem Anbieter, nicht nur bei diesem.
Das Impressum
Im Impressum steht keine deutsche Firma. Dort steht eine US-Gesellschaft: "Ralf Schmitz Internetmarketing Inc." mit einer Adresse in Newark, Delaware, und einer Postanschrift in Miami.
Dazu eine deutsche Servicenummer mit Kölner Vorwahl.
Was dort nicht steht: Registergericht, Registernummer, Umsatzsteuer-Identifikationsnummer, ein namentlich benannter Geschäftsführer.
Für ein Angebot, das sich an deutschsprachige Verbraucher richtet, sind das auffällige Lücken.
Ein Satz ist mir besonders aufgefallen, er steht dort wörtlich: "Wir sind nicht bereit oder verpflichtet, an Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle teilzunehmen."
Das ist zulässig und viele schreiben das. Es heißt aber im Klartext: Wenn Ihr Euch nicht einig werdet, bleibt Dir nur der Rechtsweg. Gegen eine Gesellschaft in Delaware.
Das Fernunterrichtsregister
Wer in Deutschland eine Ausbildung anbietet, die überwiegend räumlich getrennt stattfindet und bei der der Lernerfolg überwacht wird, braucht eine Zulassung der Staatlichen Zentralstelle für Fernunterricht.
Ich habe im ZFU-Verzeichnis gesucht. Unter "Schmitz": kein Treffer. In der Anbieterliste mit 805 Einträgen: kein Treffer.
Damit Du weißt, dass die Suche überhaupt funktioniert hat, hier die Gegenprobe: "Marketing" liefert 50 Lehrgänge, "Affiliate" liefert 13. Das Thema ist im Verzeichnis also durchaus vertreten, seine Angebote sind es nicht.
Ob das Gesetz auf seine Programme überhaupt anwendbar wäre, kann ich Dir nicht sagen, das ist eine juristische Frage und ich bin kein Jurist.
Es gibt zu Coaching-Verträgen inzwischen eine ganze Reihe von Gerichtsentscheidungen, zuletzt auch beim Bundesgerichtshof.
Keine davon betrifft Ralf Schmitz oder seine Firma, ich habe die Gerichtsdatenbanken durchsucht. Ich sage Dir nur, was im Register steht und was nicht.
Und was ich nicht gefunden habe
Das gehört genauso dazu, auch wenn es meiner Kritik zuwiderläuft.
Kein Gerichtsurteil, keine Abmahnung, keine Warnung einer Verbraucherzentrale, kein Verfahren der Wettbewerbszentrale.
Auf Trustpilot existiert überhaupt kein Profil zu ihm, weder unter seinem Namen noch unter einer seiner Domains. Auch das habe ich mit einer Gegenprobe abgesichert: Die Suche nach "Ralf Schmitz" liefert dort 40 Unternehmen, nur eben keines davon ist er.
Er ist seit rund zwanzig Jahren durchgehend am Markt und hat in dieser Zeit offenbar keinen ernsthaften rechtlichen Ärger gehabt. Das ist in dieser Branche nicht selbstverständlich und ich halte es ihm zugute.
Sein Newsletter: Ich habe mich längst abgemeldet
Ich war eine Zeit lang in seinem E-Mail-Verteiler.
Heute nicht mehr.
Der Grund ist simpel: Sein Newsletter liefert keinen Mehrwert, keine Unterhaltung, keine Insights. Er verkauft nur.
Häufig kommt eine sehr kurze E-Mail an, oft kaum mehr als ein paar Zeilen mit einem Link und einem Angebot.
Das ist sein Stil.
Er macht kein Geheimnis daraus und er bezeichnet das als konsequente Haltung.
Verkaufen in jeder Mail, ohne Entschuldigung.
Ich sehe das völlig anders.
E-Mail-Marketing funktioniert am besten, wenn Du Deinen Lesern echten Mehrwert lieferst, sie unterhältst, Geschichten erzählst und Deine Erfahrungen teilst (positive wie negative). Wenn Du ihnen etwas gibst, das ihr Leben oder ihr Business voranbringt.
(Hier übrigens meine Anleitung zum Thema "E-Mail-Marketing".)
Wer in jeder einzelnen E-Mail ausschließlich verkauft, baut keine echte Beziehung auf. Er baut einen Verkaufskanal auf.
Das mag für jemanden wie Ralf Schmitz mit einer sehr großen, bereits gut konditionierten E-Mail-Liste funktionieren, aber der Aufbau echter Kundenbindung sieht anders aus!
Sein neuestes Versprechen: KI Audio Empire und warum mich das nachdenklich stimmt
Kürzlich habe ich auf Facebook einen Beitrag von Ralf Schmitz gesehen.
Er postet aus dem Waldorf Astoria Bangkok. Im Hintergrund ein Luxushotelzimmer. Der Text: "1000+ Menschen im Beta Test. Wahrscheinlich der größte Beta Test der Geschichte. 1 Satz schreiben und den Rest macht die KI bis zum Geld verdienen."

Und hier ein Ausschnitt der aktuellen Verkaufsseite von KI Audio Empire:

Die Verkaufsseite verspricht: "Mehr Leads, Neukunden und Zusatzeinnahmen mit AI-Audio-Content. Dein Hörbuch auf über 43+ Plattformen – in nur 34 Minuten. Die KI macht ALLES – du hast nur die Idee. Keine Vorkenntnisse. Kein Abo. Einmal zahlen – für immer nutzen."
Ich schaue mir das an, schüttle den Kopf und muss unwillkürlich an meinen E-Book-Shop aus dem Jahr 2009 denken.
Das Muster ist dasselbe.
Deshalb stelle ich Dir jetzt die Fragen, die Dir niemand stellt, der dieses Produkt bewerben und damit Provision verdienen möchte:
- Wenn über 1.000 Beta-Tester gleichzeitig KI-Hörbücher auf dieselben 43+ Plattformen hochladen – wie soll dann Deins jemals gefunden werden?
- Wenn "die KI ALLES macht" – was unterscheidet Dein Hörbuch von den Tausenden anderen KI-generierten Hörbüchern, die täglich erscheinen?
- Die Plattformen reagieren bereits auf die KI-Flut und zwar härter, als die Verkaufsseite vermuten lässt. Spotify hat einen Spam-Filter gegen Massen-Uploads und Duplikate angekündigt und kennzeichnet seit August 2026 KI-Profile mit einem eigenen Hinweis, der sich nicht mehr zurücknehmen lässt. Bei Spotify for Authors sind maximal fünf KI-vertonte Hörbücher pro Konto erlaubt. Amazon KDP begrenzt Neuveröffentlichungen auf 10 Titel je Buchformat und Woche und verlangt eine Offenlegung, wenn Inhalte KI-generiert sind. Und ACX, Amazons eigener Hörbuch-Marktplatz, verlangt bis heute einen menschlichen Sprecher. Was passiert mit Deinem "passiven Einkommen", wenn Dein Content als minderwertige KI-Massenware erkannt wird?
- Amazons „Virtual Voice“ ist eine Beta und funktioniert nur auf Englisch, Spanisch, Italienisch und Französisch. Kein Deutsch. Apple Books verlangt für seine digitale Vertonung ebenfalls englische Bücher. Ein deutschsprachiges KI-Hörbuch-Business ist damit von vornherein von einem Großteil der beworbenen Plattformen ausgeschlossen.
- Wie sollen Hörer einem Hörbuch von jemandem vertrauen, den sie nicht kennen, der keine nachgewiesene Expertise und keine bestehende Zielgruppe hat?
- Und unabhängig von all dem: Wenn das alles so einfach wäre, wären wir dann nicht alle schon lange Millionäre?
Das Tool mag technisch funktionieren, das stelle ich nicht in Frage. So gesehen liefert Ralf Schmitz wahrscheinlich, was er verspricht, so wie er mir damals den E-Book-Shop geliefert hat.
Aber die Frage ist nicht, ob das Werkzeug funktioniert. Die Frage ist, ob das Geschäftsmodell dahinter für Dich funktioniert. Und das ist für jemanden, der überlegt, hier viel Geld zu investieren, eine entscheidender Unterschied, oder?
Das Waldorf Astoria Bangkok ist kein Beweis dafür, dass dieses Produkt für Dich funktioniert. Es ist ein Beweis dafür, dass sein Geschäftsmodell für ihn funktioniert.
Warum ich Affiliate Marketing für den falschen Einstieg halte
In meinem Beitrag über meine Affiliate-Marketing-Erfahrungen spreche ich darüber, warum Du als Anfänger NICHT mit Affiliate-Marketing starten solltest und sage damit genau das Gegenteil von dem, was Ralf Schmitz sein halbes Leben predigt.
Hier die wichtigsten Punkte, warum Ralfs gesamtes System auf einem Fundament aufgebaut ist, das für Einsteiger riskant ist:
- Kein eigenes Produkt, keine Kontrolle: Als Affiliate hast Du keine eigenen Kunden. Du vermittelst Käufer an andere und die Kundendaten gehören dem Produkthersteller. Du baust kein Asset auf, das Dir wirklich gehört. Warum bieten viele "Affiliate-Marketing-Coaches" – inklusive Ralf Schmitz – trotzdem eigene Produkte an? Genau aus diesem Grund.
- Deine Abhängigkeit ist maximal: Als Nischenseitenbesitzer bist Du abhängig von Google. Als Amazon-Affiliate bist Du abhängig von Amazon. Amazon hat seinen Affiliates schon mehrfach von einem Tag auf den anderen die Provisionen gekürzt. Über Nacht. Ohne Vorwarnung. Und Tausende Nischenseiten, die jahrelang aufgebaut worden waren, wurden damit schlagartig unrentabel. Das kann Dir mit einem eigenen Infoprodukt-Business nicht so leicht passieren.
- Der Formel-1-Vergleich: Ein Formel-1-Weltmeister startet als Kartfahrer, kämpft sich durch Nachwuchsklassen und landet nach Jahren in der Königsklasse. Viele glauben beim Online-Business, dass Affiliate Marketing die "Einsteigerklasse" ist – einfacher, schneller und risikoarmer als ein eigenes Produkt.
Das Gegenteil ist wahr.
Affiliate Marketing braucht dieselben Grundlagen wie jedes andere Online-Business:
- Reichweite
- Vertrauen
- Zielgruppe
- Geduld
Den Produkthersteller bekommst Du quasi geschenkt, den Rest musst Du trotzdem selbst aufbauen.
Was ich Ralf Schmitz zugutehalte – der Fairness halber
Ich will nicht nur kritisieren. Ein paar Dinge muss ich anerkennen:
- Seine persönliche Geschichte ist sehr wahrscheinlich echt. Er hat die Hauptschule abgeschlossen, als Dreher und später als Reiseverkehrskaufmann gearbeitet – ohne Studium, ohne Startkapital – ein erfolgreiches Online-Business aufgebaut. Das verdient Respekt.
- Die Grundprinzipien, die er lehrt, stimmen: E-Mail-Liste aufbauen, langfristig denken, hart arbeiten. Da liegt er richtig.
- Seine Affilidays mit dem "No Pitch"-Prinzip, bei dem kein Redner seine Produkte verkaufen durfte, waren in dieser Branche ungewöhnlich und sind ihm hoch anzurechnen. Es gab vier Ausgaben: 2013 auf Mallorca, 2014 in Neuwied, 2016 und 2018 in Köln. Auf seiner Seite von 2014 stand wörtlich "KEINE Verkaufsveranstaltung!!!". Seit 2018 gibt es das Format nicht mehr, die Domain leitet heute auf seine Startseite um. Als Nachfolger veranstaltet er den Community Day, zuletzt im Mai 2026 in Frankfurt.
Aber das ändert nichts an meinem Kernproblem.
Die Seite, die er nicht für Dich geschrieben hat, sondern für ChatGPT
Wenn Du vor diesem Beitrag ChatGPT oder die Google-KI nach Ralf Schmitz gefragt hast, hast Du wahrscheinlich eine freundliche Zusammenfassung bekommen: Affiliate-Experte, über zwanzig Jahre Erfahrung, über fünfzig Millionen Umsatz.
Das ist kein Zufall.
Auf einer seiner Domains liegt eine Datei namens llms.txt. Das ist ein neues, noch inoffizielles Format, mit dem Webseitenbetreiber Sprachmodellen eine vorgefertigte Kurzbeschreibung ihrer selbst anbieten. In seiner steht eine Selbstbeschreibung als "Affiliate- und E-Mail-Marketing-Experte", dazu eine Themenliste und ein Link auf ein Gratis-Angebot.
Interessanter finde ich die Datei daneben, die robots.txt. Dort erlaubt er namentlich und einzeln GPTBot, OAI-SearchBot, ChatGPT-User, ClaudeBot, PerplexityBot und Google-Extended. Das sind genau die Programme, die Inhalte für KI-Antworten einsammeln. Das ist keine Standardeinstellung, das hat jemand bewusst eingetragen.
Daran ist nichts Verbotenes. Ich finde es sogar geschickt und vermutlich werden das in zwei Jahren alle machen.
Nur solltest Du wissen, was das für Deine Recherche bedeutet: Was die KI Dir über ihn erzählt, stammt zu einem guten Teil aus Texten, die er selbst für sie geschrieben hat. Darunter die Umsatzzahlen, die sich, wie oben gezeigt, auf seinen eigenen Seiten gegenseitig widersprechen.
Eine KI-Antwort ist keine Prüfung. Sie ist eine Zusammenfassung dessen, was am lautesten und am maschinenlesbarsten im Netz steht. Bei jemandem, der seit zwanzig Jahren beruflich dafür sorgt, dass seine Botschaft laut und gut lesbar im Netz steht, ist das ein Unterschied, der zählt.
Meine vier größten Kritikpunkte
- Der Abstand zwischen Werbung und Realität ist zu groß: "Die KI macht ALLES. 1 Satz schreiben – den Rest macht die KI bis zum Geld verdienen. Dein Hörbuch in 34 Minuten auf 43+ Plattformen." Solche Sätze klingen großartig. Aber sie malen ein Bild von passivem Einkommen, das für die überwältigende Mehrheit der Käufer nicht eintreten wird. Der erfahrene Online-Marketer weiß das. Der Einsteiger, der dieses Marketing sieht, weiß es nicht. Und genau da liegt das Problem.
- Er predigt Affiliate Marketing und verdient hauptsächlich mit eigenen Produkten: Wenn Affiliate Marketing wirklich das geilste Business der Welt ist, warum macht er seinen größten Umsatz mit eigenen Kursen, die er selbst launcht? Die Antwort ist klar: Weil eigene Produkte mit eigener Kundenliste deutlich profitabler und kontrollierbarer sind. Das sagt er nur nicht so laut.
- Sein Newsletter ist nicht lesenswert: Ich habe mich abgemeldet, weil mir sehr kurze, reine Verkaufs-E-Mails nichts bringen. Ein guter Newsletter baut eine Beziehung auf. Ralf Schmitz’ Newsletter baut einen Verkaufskanal auf. Das ist ein fundamentaler Unterschied im Selbstverständnis.
- Sein System funktioniert verlässlich nur für den, der es verkauft: Das gilt für den E-Book-Shop 2009. Das gilt für den VIP Affiliate Club. Das gilt für das KI Audio Empire, für TikFluencer und für die 4S-Methode (Stand: 14. September 2026). Der Produktverkäufer verdient unabhängig davon, ob Du mit dem Produkt Erfolg hast. Das ist kein Betrug. Aber es ist eine Dynamik, der Du Dir bewusst sein solltest, bevor Du kaufst.
Für wen könnte der selbsternannte "Affiliate-König" Ralf Schmitz trotzdem geeignet sein?
Ralf Schmitz könnte zu Dir passen, wenn ...
- Du bereits ein funktionierendes Online-Business hast und Affiliate Marketing als zusätzliche Einnahmequelle ergänzen möchtest.
- Du bereits eine E-Mail-Liste oder Community aufgebaut hast, die Du sofort erreichen kannst.
- Du langfristig denkst, realistisch bist und weißt, dass echte Ergebnisse Jahre dauern (Auch online gibt es kein schnell-verdientes Geld!).
- Du sein Buch als günstigen Einstieg (~20 Euro) nutzt, um sein Denken kennenzulernen, vor jeder weiteren Investition.
Ralf Schmitz passt NICHT zu Dir, wenn ...
- Du gerade am Anfang stehst und hoffst, mit einem Tool oder Kurs schnell passives Einkommen zu generieren.
- Du noch keine Zielgruppe, keine Reichweite und keine E-Mail-Liste hast.
- Du ein eigenes, nachhaltiges Business mit Deiner Marke und Deinen Produkten aufbauen möchtest.
- Du einen vierstelligen Betrag für einen Kurs ausgeben willst, dessen Preis Du vorher nirgends nachlesen kannst, ohne Dich erst in ein Webinar zu setzen.
- Du Dich fragst, ob Ralf Schmitz seriös ist oder eine Abzocke betreibt: Ich halte ihn nicht für einen bewussten Betrüger, aber er verkauft Versprechen, die für Einsteiger ohne aufgebautes Fundament häufig nicht einlösbar sind.
Häufig gestellte Fragen zu Ralf Schmitz
Ist Ralf Schmitz seriös?
Ralf Schmitz ist für mein Empfinden kein Betrüger im rechtlichen Sinne. Er liefert, was er verspricht. Aber seine Werbeversprechen ("Die KI macht ALLES") malen ein Bild von passivem Einkommen, das für Einsteiger ohne aufgebautes Fundament selten einlösbar ist.
Wie viel hat Ralf Schmitz verdient?
Nach eigenen Angaben hat Ralf Schmitz mit seinem Online-Business einen kumulierten Gesamtumsatz von über 50 Millionen Euro erreicht, hauptsächlich durch den Verkauf eigener Kurse über Affiliate Marketing, nicht durch Affiliate Marketing selbst.
Lohnt sich der VIP Affiliate Club?
Für Einsteiger ohne bestehende E-Mail-Liste oder Reichweite: eher nein.
Die Grundlagen stimmen, aber das Modell funktioniert am verlässlichsten für jemanden, der bereits ein Fundament hat.
Beim Preis hat sich etwas zum Besseren bewegt: Seit Version 6.0 am 1. Oktober 2026 startete, sind drei Stufen offen ausgezeichnet, von 599 bis 1.990 Euro netto.
Für Elite und Excellence gilt das Alte weiter: Dort erfährst Du den Preis erst im Gespräch, also in genau der Situation, in der Du am wenigsten nüchtern rechnest. Schreib Dir vorher eine Obergrenze auf.
Was kostet Ralf Schmitz' Coaching?
Das kommt darauf an, welches Produkt Du meinst, und bei seinem bekanntesten Produkt lässt sich die Frage öffentlich gar nicht beantworten.
Offen ausgezeichnet sind Stand 14.09.2026: die beiden Bücher gegen Versandkosten, ein Lovable-Workshop ab 37 Euro netto, die Social Media Masterclass mit 297 Euro netto, die 4S-Methode mit 499 Euro netto über den auf der Seite genannten Gutschein und TikFluencer mit 997 Euro netto.
Dazu kommen seit dem 1. Oktober 2026 die drei Stufen von Version 6.0 des VIP Affiliate Club mit 599, 699 und 1.990 Euro netto. Für die Affiliate Helden sowie für Elite und Excellence steht weiterhin nirgends ein Preis, dort kommst Du nur über ein Webinar hin.
Die komplette Tabelle findest Du weiter oben in diesem Beitrag.
Ist Ralf Schmitz der Affiliate König?
"Affiliate-König" ist eine Eigenbezeichnung, kein verliehener Titel. Er hat sie sich selbst gegeben und über zwanzig Jahre hinweg konsequent besetzt, inklusive der passenden Domains und Social-Media-Namen. Das ist gutes Marketing, es ist aber keine Auszeichnung und keine Qualifikation.
Was kostet der VIP Affiliate Club?
Das hat sich am 1. Oktober 2026 geändert. Bis dahin stand auf vip-affiliateclub.com kein Preis, sondern nur die Anmeldung zu einem Webinar, und die kursierenden Zahlen stammten ausschließlich von Seiten mit Provisionsinteresse. Seit dem Start von Version 6.0 gibt es drei ausgezeichnete Stufen: 599 Euro netto für die Platin Edition, 699 Euro für die Black Edition und 1.990 Euro für Super VIP. Mit deutscher Umsatzsteuer sind das 712,81 Euro, 831,81 Euro und 2.368,10 Euro. Diese Beträge habe ich am 2. Oktober 2026 selbst im Bestellformular abgelesen, und wie sie zustande kommen, steht in meinem Erfahrungsbericht zum VIP Affiliate Club.
Was ist Dropfiliate?
Dropfiliate ist eines seiner neueren Angebote und verbindet Affiliate Marketing mit dem Dropshipping-Gedanken. Ein öffentlicher Preis ist mir nicht begegnet. Ich habe das Produkt nicht gekauft und kann deshalb nichts über den Inhalt sagen. Was ich sagen kann: Für "dropfiliate erfahrungen" und "dropfiliate seriös" gibt es derzeit keinen einzigen unabhängigen Bericht, nur Seiten mit Provisionsinteresse.
Was kostet TikFluencer?
997 Euro netto. An der Kasse werden daraus 1.186,43 Euro in Deutschland und 1.196,40 Euro in Österreich. Auf der Verkaufsseite steht "keine versteckten Kosten" neben dem Nettopreis, die Umsatzsteuer siehst Du erst im Bestellformular. Stand 14.09.2026.
Bekommt man bei Ralf Schmitz sein Geld zurück?
Auf keiner seiner Verkaufs- oder Bestellseiten, die ich am 14.09.2026 geöffnet habe, war eine Geld-zurück-Garantie ausgewiesen. Das heißt nicht, dass es keine gibt, es heißt, dass sie nicht beworben wird. Bei mehreren Bestellformularen steht stattdessen eine Bestätigung, dass es sich um ein personalisiertes Produkt handle und deshalb kein Widerrufsrecht bestehe. Lies das, bevor Du es anklickst.
Gibt es Monster Affiliate noch?
Nein. Die Domain ist am 29. Juli 2026 abgelaufen und liefert nichts mehr aus. Von seiner Startseite wird sie trotzdem weiterhin verlinkt. Dasselbe gilt für das 10K Mentoring und für "Das ultimative Home Office Business".
Mein Fazit: Was ich mir 2009 gewünscht hätte
Ich habe diesen Erfahrungsbericht nicht geschrieben, um Ralf Schmitz ans Bein zu pinkeln. Er hat sein eigenes Online-Business mit viel Einsatz aufgebaut.
Ich habe ihn geschrieben, weil ich mir 2009 gewünscht hätte, dass mir jemand sagt, was ich Dir heute sage.
Stelle immer diese Fragen, bevor Du kaufst:
- Für wen funktioniert dieses Modell wirklich?
- Bin ich in der Position – mit meiner Reichweite, meiner Zielgruppe, meinen Ressourcen – davon zu profitieren?
- Habe ich das Geld, die Zeit, den Mut und das Durchhaltevermögen, so ein Geschäftsmodell konsequent und lange genug zu verfolgen, um wirklich Ergebnisse zu sehen?
Ich lebe seit 2016 zu 100 % von meinem Online-Geschäft und habe seitdem keine Einkünfte mehr außerhalb des Internets. Es macht mir Spaß, es ist befriedigend und läuft sehr gut.
Aber es ist harte Arbeit. Echter Aufbau. Echte Expertise. Echte Geduld.
- Kein KI-Tool macht das für Dich.
- Kein E-Book-Shop macht das für Dich.
- Kein Kurs macht das für Dich.
Du machst das. Nur Du.
Das muss Dir bewusst sein.
Hast Du ähnliche Erfahrungen mit Ralf Schmitz gemacht? Oder siehst Du das völlig anders?
Schreib es in die Kommentare. Ich lese jeden einzelnen.

