Der VIP Affiliate Club ist der bekannteste Kurs von Ralf Schmitz, und er ist seit Jahren im Angebot. Genau das macht ihn schwer einzuschätzen: Was Du darüber findest, stammt meist aus einer früheren Version und von jemandem, der an Deinem Kauf verdient.
Welche Stufe meinst Du eigentlich?
Über welche Stufe grübelst Du gerade?
- Den VIP Affiliate Club 5.0, der auf der Verkaufsseite „KI Edition“ heißt, sein Hauptprodukt seit 2011?
- Den Super VIP Affiliate Club, die Stufe darüber?
- Super VIP Elite oder Excellence, die beiden teuersten Stufen?
- Die Affiliate Helden, den direkten Upsell nach seinem Gratis-Buch?
- Oder die neue Version 6.0, die seit dem 1. Oktober 2026 in drei Preisstufen verkauft wird?
Bevor Du Dich für eine Stufe entscheidest, willst Du wissen, was sie tatsächlich enthält.
Dann bist Du an der richtigen Stelle. Ich habe jede Stufe bis zum Bestellformular durchgeklickt und die AGB gelesen, die dort verlinkt sind. Für Version 6.0 habe ich das am 2. Oktober 2026 wiederholt, einen Tag nach dem Verkaufsstart.
Aber eine Sache vorweg, und zwar gleich im ersten Absatz, weil sie alles andere einordnet:
Ich habe den VIP Affiliate Club nicht gekauft. Ich werde ihn auch nicht kaufen. Wer Dir also einen „Insider-Bericht aus dem Mitgliederbereich“ verspricht, findet den hier nicht.
Was ich stattdessen getan habe, steht weiter unten. Kurzfassung: Ich habe mich durch das Bestellformular bis zur Endsumme geklickt, die AGB paragraphenweise gelesen, sieben Jahre Preisarchiv ausgewertet und alle 654 Bewertungen auf seinem Profil durchgesehen. Für Version 6.0 habe ich dasselbe getan und zusätzlich das Verkaufsvideo ausgewertet.
Und ich verdiene an keinem seiner Produkte einen einzigen Cent. Warum das der eigentliche Punkt ist, erkläre ich gleich.
Dieser Beitrag ist für Menschen gedacht, die ernsthaft überlegen, mit Affiliate Marketing ein Einkommen aufzubauen, und die vorher wissen wollen, worauf sie sich einlassen. Wenn Du gerade nach „schnell reich über Nacht“ suchst, wirst Du hier nicht fündig. Weder bei mir, noch bei Ralf Schmitz selbst.
Warum ich das überhaupt beurteilen kann
Was Ralf Schmitz lehrt, mache ich selbst: digitale Produkte bauen und verkaufen, seit 2008, seit 2016 hauptberuflich. Affiliate-Marketing kenne ich von beiden Seiten des Tisches, als Anbieter und als Partner. Über die Jahre habe ich gefühlt mehr als fünfzig Online-Kurse bei verschiedenen Anbietern gekauft.
Und ja: Ich habe 2009 tatsächlich ein Produkt von Ralf Schmitz gekauft, einen fertig eingerichteten E-Book-Shop mit Reseller-Lizenz. Das Ding hat technisch funktioniert und wirtschaftlich nie. Diese Geschichte erzähle ich in meinem Erfahrungsbericht über ihn ausführlich.
Ich bin also kein Außenstehender, der von oben herab urteilt, sondern jemand, der in derselben Welt arbeitet.
Das bedeutet allerdings auch: Ich bin sein Mitbewerber. Das sollst Du wissen, bevor Du weiterliest.
Was ich nicht getan habe, und was stattdessen
Klingt nach Schwäche, ist aber der Grund, warum dieser Beitrag Dir vermutlich mehr nützt als die meisten anderen, die Du zu diesem Kurs findest: Wer ein Produkt gekauft hat und darüber schreibt, berichtet über seine eigene Erfahrung damit, und wer es nicht gekauft hat, muss stattdessen alles prüfen, was auch ohne Kauf überprüfbar ist.
Nicht getan habe ich: den Kurs gekauft, den Mitgliederbereich gesehen, an einem Live-Call teilgenommen, mit Ralf Schmitz gesprochen.
Getan habe ich Folgendes, alles am 14. September 2026:
- Das aktive Bestellformular geöffnet und bis zur Endsumme durchgeklickt, ohne zu bestellen.
- Die AGB gelesen, die beim Kauf tatsächlich gelten. Paragraph für Paragraph.
- Das Internet Archive ausgewertet und die Preise seit 2019 rekonstruiert.
- Alle 654 Bewertungen auf seinem Bewertungsprofil durchgesehen und ausgezählt, wie viele überhaupt diesen Kurs betreffen.
- Die Upsell-Seiten für die teureren Stufen aufgerufen, die eigentlich nur nach einem Kauf erscheinen sollen.
- Die Werbeanzeigen im Anzeigenarchiv von Meta nachgesehen.
Am 2. Oktober 2026 habe ich dasselbe mit Version 6.0 gemacht: beide Verkaufsseiten, alle drei Bestellformulare und das Verkaufsvideo. Was dabei herauskam, steht weiter unten im Abschnitt zum Update.
Wer sonst über diesen Kurs schreibt
Und jetzt der Punkt, auf den es wirklich ankommt.
Ich habe mir vor diesem Beitrag angesehen, wer sonst noch zu „VIP Affiliate Club Erfahrungen“ auf Seite 1 steht. Es waren neun Treffer. Bonuskiste, Coacheck, Geldsack Academy, Hahn-David, Kursekaufen, Norman Schmidt, Affiliarena, Mindsetprofis, Geldverdienenakademie.
Jede einzelne dieser neun Seiten verdiente an einer Vermittlung.
Bei einer Nachprüfung am 16. September sah die Seite 1 schon wieder anders aus: Von den neun standen nur noch Bonuskiste, Coacheck und Hahn-David dort. Dazwischen liegen jetzt ein Reddit-Thread und Ralf Schmitz’ eigenes Bewertungsprofil, und die beiden verdienen an keiner Vermittlung. Die Zusammensetzung wechselt also. Das Muster darunter bleibt.
Zwei Beispiele dafür, wie das aussieht
Die stärkste davon, Bonuskiste, hat sogar ein eigenes Kapitel namens „Quellen und Transparenz“ und erwähnt darin das eigene Provisionsinteresse mit keinem Wort, während sie im selben Text „500 € Refinanzierung“ aus genau dieser Provision anbietet.
Coacheck erklärt im Fußbereich, Links mit Sternchen seien Werbelinks. Auf den beiden Seiten, die ich geprüft habe, trägt kein einziger Link ein Sternchen. Alle Kauflinks laufen unmarkiert über eine eigene Weiterleitungsdomain.
Ich sage nicht, dass diese Leute lügen, und eine bezahlte Empfehlung ist auch nichts Ehrenrühriges. Ich sage nur: Wenn Dir jemand ein Produkt empfiehlt und für genau diese Empfehlung bezahlt wird, dann ist das eine Information, die Du beim Lesen haben solltest, und in diesem Suchergebnis bekommst Du sie so gut wie nirgends.
Eine Sache vorweg, weil sie zu den meisten passt, die hier landen.
Kaum jemand sucht ausgerechnet nach Affiliate Marketing. Die meisten suchen einen Weg, online Geld zu verdienen, und Affiliate Marketing ist der Weg, der ihnen gerade am lautesten angeboten wird.
Falls Du dazugehörst: Ich habe ein Buch darüber geschrieben, wie Du in den nächsten 30 Tagen Deinen ersten Euro im Internet verdienen kannst, bevor Du irgendeinen Kurs kaufst. Die Leseprobe schicke ich Dir gegen Deine E-Mail-Adresse, und weil ich in diesem Beitrag über vorangehakte Kästchen und Versandkosten schreibe: hier gibt es beides nicht. Später biete ich Dir das vollständige Buch an. Das sage ich Dir lieber hier als drei E-Mails später.
Was der VIP Affiliate Club verspricht
Bevor man beurteilen kann, ob jemand sein Versprechen einlöst, muss man das Versprechen kennen. Auf der Verkaufsseite steht als Überschrift wörtlich:
„Das KI-beschleunigte System, mit dem du als Super-Affiliate zuverlässig 6.349 €+ pro Monat aufbaust. Ohne eigenes Produkt, ohne Technik & ohne Vorwissen.“
Das Wort, an dem ich hängen geblieben bin, ist „zuverlässig“.
Nicht „bis zu“. Nicht „einige unserer Mitglieder“. Zuverlässig.
Einen Haftungsausschluss zu Einkommensangaben habe ich auf der Seite nicht gefunden. Ich habe gesucht, auch im Fußbereich und auf den Unterseiten. Die Fußzeile führt auf Impressum und Datenschutz, sonst nichts.
Das Herzstück ist die sogenannte 52-Schritte-Methode. Die ist kein eigenes Verfahren, sondern schlicht die Kursstruktur: 52 Wochenlektionen, eine pro Woche, ein Jahr lang. Die Seite formuliert das so:
„52 klare Schritte. Jede Woche eine Aufgabe. Ein Jahr lang begleiten wir dich vom Anfänger zum Super-Affiliate.“
Und an anderer Stelle: „Garantierter Fortschritt. Folge dem System und du wirst Ergebnisse sehen. Woche für Woche, Schritt für Schritt.“
Interessant wird es zwei Absätze weiter oben auf derselben Seite. Dort steht:
„Sofortiger Vollzugriff. Alle 52 Module sind fertig eingerichtet und sofort verfügbar. Kein Warten.“
Also: eine Aufgabe pro Woche über ein Jahr, und gleichzeitig alles sofort. Beides steht auf derselben Seite, wenige Absätze auseinander. Das ist kein Skandal, es ist schlicht schlampig. Aber es ist die erste von mehreren Stellen, an denen die Seite mit sich selbst uneins ist.
Wie viele Module sind es eigentlich?
Vier Quellen, vier Zahlen:
| Quelle | Angabe |
|---|---|
| Verkaufsseite | 52 Module |
| Bestellformular | „50 extrem hochwertige Wochen Lektionen“ |
| Eine Affiliate-Seite | 23 Module und 114 Lektionen |
| Version 6.0, nur laut Partnerseiten | 54 Module |
Die ersten beiden stammen beide vom Anbieter und stehen am selben Tag im Netz.
Was der VIP Affiliate Club kostet
Das ist die Frage, die Dich vermutlich hergeführt hat, und sie ist erstaunlich schwer zu beantworten. Nicht weil der Preis geheim wäre, sondern weil es je nach Quelle ein anderer ist.
Also habe ich die Kasse selbst geöffnet. Bestellt habe ich nichts.
Die folgende Tabelle gilt für Version 5.0. Was die drei Stufen von Version 6.0 kosten, steht weiter unten im Abschnitt zum Update.
| Was | Stand 14.09.2026 |
|---|---|
| Listenpreis im Bestellformular | 999,00 € netto |
| Mit dem Gutschein von der Verkaufsseite | 599,00 € netto |
| Brutto in Deutschland (19 %) | 712,81 € |
| Brutto in Österreich (20 %) | 718,80 € |
| Vorangehakter Zusatz „Audio Empire Starter“ | + 19,00 € netto |
| Ratenzahlung des Anbieters | gibt es nicht mehr |
| Geld-zurück-Garantie | keine |
| Vertragspartner | Digistore24 GmbH, Hildesheim |
Erstens und zweitens: der Nettopreis und der angehakte Zusatz
Drei Dinge daran solltest Du wissen.
Erstens: Die 599 Euro sind netto. Auf der Verkaufsseite und auf sämtlichen Affiliate-Seiten steht schlicht „599 €“. Von zwölf geprüften Seiten schreibt genau eine dazu, dass die Umsatzsteuer noch obendrauf kommt. Als Privatperson zahlst Du in Österreich 718,80 Euro, in Deutschland 712,81 Euro — aber nur, wenn Du vorher das Häkchen beim Zusatzprodukt entfernst. Lässt Du es stehen, steht in der Kasse 741,60 Euro beziehungsweise 735,42 Euro.
Zweitens: Der 19-Euro-Zusatz ist beim Laden bereits angehakt. Er heißt „Audio Empire Starter“ und gehört zu einem anderen Produkt desselben Umfelds. Dadurch steht in der Zwischensumme nicht der beworbene Betrag, sondern 618 Euro statt 599. Du musst das Kästchen aktiv abwählen, sonst kaufst Du ein zweites Produkt mit. Das ist erlaubt und weit verbreitet. Es ist trotzdem etwas anderes als „keine versteckten Kosten“.
Zwei Dinge auf demselben Bild sind noch bemerkenswert. Die Produktbeschreibung oben spricht von „50 extrem hochwertige Wochen Lektionen“, während die Verkaufsseite an fünf Stellen 52 Module nennt. Und derselbe Text wirbt mit „seit 14 Jahren die führende Nummer 1“ — dazu weiter unten mehr.
Der angehakte Zusatz ist übrigens kein Zufallsprodukt. Es ist der Einstieg ins KI Audio Empire, das ich mir separat angesehen habe. Seine Beschreibung im Formular verrät nebenbei, was die 19 Euro tatsächlich abdecken: „10.000 Credits (das reicht für 1 komplette Stunde Hörbuch)“.
Drittens: Die Ratenzahlung gibt es nicht mehr
Die Ratenzahlung, mit der viele Seiten werben, existiert nicht mehr. Vier der zwölf geprüften Affiliate-Seiten nennen „12 × 99 €“. Im aktiven Formular steht stattdessen, mit Plus-Zeichen und allem: „++++ Achtung: Für Ratenzahlung bitte die ‚Zahlungsmöglichkeit Klarna‘ weiter unten nutzen! ++++“ Das ist ein Unterschied. Bei Klarna schließt Du einen eigenen Kreditvertrag mit einem Dritten ab.
Die Stufen darüber
Nach dem Kauf geht es weiter. Die Upsell-Seiten waren zum Zeitpunkt meiner Recherche unter festen Adressen frei zugänglich, ich konnte sie also aufrufen, ohne etwas gekauft zu haben.
Wichtig zum Alter dieser Zahlen: Die folgenden Beträge habe ich am 14.09.2026 abgelesen. Bei einer Nachprüfung am 16.09.2026 waren dieselben Adressen nicht mehr erreichbar — sie liefern heute alle dieselbe leere Hülle der Hauptverkaufsseite. Das passt zeitlich zum Wechsel auf die 6.0-Warteliste. Nimm die Tabelle also als datierte Momentaufnahme, nicht als aktuelle Preisliste.
Version 6.0 hat eine eigene Stufenstruktur mit drei Preisen, und die habe ich am 2. Oktober 2026 im Bestellformular abgelesen. Sie steht weiter unten.
| Stufe | Preis laut Seite | Bemerkung |
|---|---|---|
| VIP Affiliate Club | 599 € netto (Liste 999 €) | Einstieg |
| Super VIP Affiliate Club | 901 € (Streichpreis 1.901 €), plus Live-Coaching 99 €/Monat | Auf der Seite steht „Heute zu zahlen: 1.000 €“ |
| Super VIP Elite | 1.497 € einmalig oder 3 × 597 € (= 1.791 €), „Normalpreis 3.000 €“ | Ratenaufschlag rund 20 % |
| Super VIP Excellence | nirgends auffindbar | Existiert öffentlich nur als Name |
Die Stufe, die es öffentlich gar nicht gibt
Zu Excellence habe ich nichts gefunden. Keine Verkaufsseite, keinen Preis, keine Inhaltsbeschreibung. Im gesamten Programmcode der Hauptseite kommt das Wort kein einziges Mal vor. Das Einzige, was belegt, dass es die Stufe gibt, ist der öffentliche Kalender seiner Kundengemeinschaft, in dem eine Kategorie „Super VIP Elite & Excellence Calls“ geführt wird.
Worin sich die teuerste Stufe von der zweitteuersten unterscheidet, sagt niemand. Auch nicht die Affiliates, die sie bewerben.
Übrigens: Wie sich diese Beträge im Vergleich einordnen, steht in meiner Preisübersicht deutscher Online-Kurse. Dort habe ich alle Anbieter bis zum Bestellformular durchgeklickt und die Zahlen nebeneinandergestellt, meine eigenen Preise inklusive.
Kurz unterbrochen, weil es hierher gehört.
Wenn Du gerade rechnest, ob 718,80 Euro für Dich drin sind, dann rechnest Du die falsche Zahl. Die richtige Frage lautet nicht, ob Du Dir den Kurs leisten kannst, sondern ob Du an dem Punkt bist, an dem ein Kurs überhaupt etwas bringt.
Und weil ich in diesem Beitrag über Versandkosten und vorangehakte Kästchen schreibe: Hier unten gibt es beides nicht. Kein Versand, keine Kreditkarte. Die Leseprobe per E-Mail, Abmeldung mit einem Klick.
Der Fund, der mich am meisten überrascht hat: fünf Jahre „kurze Zeit“
Das Internet Archive speichert alte Fassungen von Webseiten. Ralf Schmitz hat seine Seiten nicht dafür gesperrt, man kann also nachsehen, was früher dort stand.
Auf der Bestellseite der damaligen Version 3.0 stand dieser Satz:
„Der Normalpreis beträgt 2999,00 Euro. Jetzt für kurze Zeit zum Super Sonder Jubiläums Special.“
Dieser Satz stand dort am 20. Mai 2019.
Er stand dort am 20. September 2020.
Er stand dort am 27. Juli 2021.
Und er stand dort noch am 24. Mai 2024.
Fünf Jahre „kurze Zeit“, unverändert, auf derselben Seite. Der Preis daneben lautete in allen vier Fassungen 999 Euro.
Ich finde das aus einem bestimmten Grund erwähnenswert, und er hat nichts mit Erbsenzählerei zu tun: Ein Sonderpreis, der fünf Jahre lang unverändert auf derselben Seite steht, ist kein Sonderpreis mehr, sondern schlicht der Preis. Der Betrag daneben ist dann keine Ersparnis, sondern eine Zahl, deren einzige Aufgabe darin besteht, den echten Preis kleiner wirken zu lassen.
Und der Streichpreis wandert
Hier wird es fast komisch. Ich habe die Referenzpreise über die Jahre zusammengetragen:
| Version | Beleg-Datum | Beworbener Preis | Streichpreis |
|---|---|---|---|
| 3.0 | 20.05.2019 bis 24.05.2024 | 999 € | 2.999 € |
| 4.0 | 26.06.2022 | 19,95 € Test, dann 980 € | 1.999 € |
| 5.0 | 20.04.2026 | 599 € | 1.499 € |
Der „Normalpreis“ ist in sieben Jahren von 2.999 auf 1.499 Euro gefallen. Der Preis, den man tatsächlich zahlt, lag durchgehend zwischen 599 und 999 Euro.
Im Sommer 2022 liefen zwei Bestellseiten desselben Anbieters parallel, auf der einen stand als Normalpreis 2.999 Euro, auf der anderen 1.999 Euro. Für dasselbe Produkt, im selben Funnel, zur selben Zeit.
Und die 1.499 Euro, mit denen heute geworben wird? Die tauchen im gesamten Bestellprozess an keiner Stelle auf. Im Formular steht 999.
Nach derselben Rechnung ist mein Morgenkaffee 84 Euro wert: Bohnen 3, Wasser 1, zwölf Jahre antrainierte Handbewegung 50, Tasse mit emotionalem Wert 30. Bezahlt habe ich 40 Cent.
Was in den AGB steht, und warum Du das lesen solltest
Jetzt kommt der Teil, den vermutlich noch nie jemand für Dich gemacht hat. Ich habe die AGB gelesen, die beim Kauf tatsächlich gelten.
Und gleich die erste Überraschung, die dem Anbieter zugutekommt: Es sind nicht seine AGB. Im Bestellformular steht: „Verkäufer und Vertragspartner ist Digistore24 GmbH.“ Das ist eine deutsche GmbH mit Sitz in Hildesheim. Es gilt deutsches Recht, und Du hast den gesetzlichen Verbrauchergerichtsstand.
Das ist wichtig, weil in seinem Impressum eine Gesellschaft in Delaware steht, mit Postadresse in Miami. Wer deswegen Sorge hat, gegen eine amerikanische Firma prozessieren zu müssen: Beim Kauf über Digistore24 ist das nicht der Fall. Dieser Punkt gehört hierher, auch wenn er meiner Kritik zuwiderläuft.
Zwei Klauseln finde ich trotzdem bemerkenswert.
„Jederzeit Zugang“ heißt vertraglich: zwölf Monate und fünfzig Zugriffe
Die Verkaufsseite wirbt mit „Jederzeit Zugang zu allen Modulen“. Die AGB sagen in § 8 Absatz 4:
„Werden die Produkte über technische Einrichtungen des Erfüllungsgehilfen oder eines Dritten bereitgestellt, so gilt die Bereitstellung für mindestens 12 Monate und für eine Mindestanzahl von 50 Zugriffen als vereinbart.“
Fünfzig Zugriffe bei zweiundfünfzig Wochenlektionen. Rechne das einmal nach.
Und § 8 Absatz 6 ergänzt, dass die Pflicht zur Aktualisierung mit der Bereitstellungspflicht endet. Das steht gegen die Behauptung mehrerer Affiliate-Seiten, man bekomme „stets kostenlose Updates“ und sei „gegen steigende Preise abgesichert“.
Es gibt keinen Anspruch auf inhaltlichen Support
§ 3 Absatz 13, wörtlich:
„Soweit bei der Bestellung nicht ausdrücklich vereinbart, besteht seitens des Kunden kein Anspruch auf die Beantwortung inhaltlicher Fragen zum erworbenen Produkt. Das Supportangebot ist auf solche Fragen beschränkt, welche die Vertragsabwicklung und Organisation betreffen.“
Und jetzt kommt etwas, das ich nicht erwartet hatte. Der Support ist in den Bewertungen das mit Abstand meistgelobte Merkmal, über Jahre hinweg, oft sogar namentlich. Ein Mitarbeiter wird immer wieder ausdrücklich erwähnt.
Heißt also: Vertraglich schuldet er Dir inhaltlichen Support überhaupt nicht, faktisch liefert er ihn offenbar trotzdem und über Jahre hinweg so verlässlich, dass Kunden den zuständigen Mitarbeiter in ihren Bewertungen namentlich loben. Das gehört ihm zugutegehalten.
Wichtig zur Einordnung: Diese beiden Klauseln sind der Standard von Digistore24 und gelten für Tausende Produkte dort. Das ist keine Besonderheit von Ralf Schmitz. Nur weiß es fast niemand, weil es niemand nachliest. Deshalb steht es hier.
Das Widerrufsrecht ist weg, sobald Du anfängst — und das Häkchen dafür ist schon gesetzt
Im Bestellformular steht ein standardmäßig angehaktes Kästchen:
„Ich stimme zu und verlange ausdrücklich, dass Sie vor Ablauf der gesetzlichen Widerrufsfrist mit der Erfüllung des Vertrages beginnen. Mir ist bekannt, dass dadurch bei Verträgen über die Bereitstellung von digitalen Inhalten mit Beginn der Ausführung des Vertrages mein Widerrufsrecht erlischt.“
Das ist rechtlich zulässig und der übliche Text. Praktisch bedeutet es: Sobald Du das erste Video anklickst, kommst Du aus dem Vertrag nicht mehr heraus. Eine Geld-zurück-Garantie, die das auffangen würde, gibt es nicht.
Mehrere Affiliate-Seiten werben mit „7 Tage testen für 19,95 €“. Diese Testphase gab es bei Version 4.0. Im heutigen Formular existiert sie nicht.
Die Seite, die Du nur einmal sehen sollst und jederzeit sehen kannst
Nach dem Kauf des Super VIP Affiliate Club erscheint ein Angebot für die Elite-Stufe. Die Seite liegt unter einer festen Adresse und ist frei zugänglich. Ich habe sie aufgerufen, ohne irgendetwas gekauft zu haben.
Sie begrüßt mich so:
„Glückwunsch! Deine Bestellung für den Super VIP Affiliateclub ist eingegangen. “
Und daneben: „ ACHTUNG: Dieses Angebot siehst du nur EINMAL! Wenn du diese Seite verlässt, ist der Rabatt weg.“
Beim ersten Aufruf stand der Countdown bei 59 Minuten und 56 Sekunden. Ein Kollege hat die Seite unabhängig von mir geöffnet, bei ihm stand er ebenfalls bei 59 Minuten.
Der Timer startet bei jedem Seitenaufruf neu.
Das kannst Du in zwei Minuten selbst nachprüfen: Seite laden, Countdown ansehen, Seite neu laden, Countdown wieder ansehen. Im Fußbereich steht übrigens „© 2024“, während die Hauptseite „© 2025“ trägt.
Ich will das nicht größer machen, als es ist, denn an einem Countdown nimmt niemand Schaden. Aber das Versprechen „nur einmal“ ist keine Geschmacksfrage und keine übliche Werbefloskel, sondern eine überprüfbare Tatsachenbehauptung, und sie stimmt schlicht nicht. Wer so etwas einbaut, rechnet damit, dass niemand nachsieht.
Was die 4,83 Sterne wirklich messen
Auf der Verkaufsseite steht „4,83 von 5 (650 Bewertungen)“, und eine Werbeanzeige formuliert es so: „Eine Durchschnittsbewertung von 4,83 von 5 Sternen passiert nicht aus Zufall. Sie passiert, wenn man liefert.“
Ich wollte wissen, was diese Zahl misst. Also habe ich alle Bewertungen durchgesehen. Nicht die erste Seite, alle dreiunddreißig Seiten.
| Kennzahl | Stand 14.09.2026 |
|---|---|
| Bewertungen gesamt | 693 (davon 39 von Google importiert) |
| Auf der Plattform selbst abgegeben | 654, Schnitt 4,82 |
| Siegel für 2026, also die letzten zwölf Monate | 4,63 aus nur 74 Bewertungen |
| Ein-Stern-Bewertungen | 14 (2,1 %) |
| Schwächste Teilnote | Preis/Leistung 4,74 |
| Bewertungen, die den VIP Affiliate Club erkennbar betreffen | 12 (1,8 %) |
| Bewertungen ohne erkennbaren Produktbezug | 464 (70,9 %) |
Das ist der Kern: Die Bewertungsplattform kennt für dieses Profil überhaupt keine Produktzuordnung. Es gibt drei Bezeichnungen, und alle drei sind sein Name. Man erfährt nur dann, worauf sich jemand bezieht, wenn er es selbst im Text schreibt.
Und wo das passiert, geht es auffallend oft um das kostenlose Buch, das kostenlose Webinar oder den Newsletter.
Eine Fünf-Sterne-Bewertung für ein geschenktes Buch ist eine ehrliche Bewertung. Sie sagt nur nichts darüber aus, ob ein Kurs für 718 Euro hält, was er verspricht. Das Siegel steht am Ende trotzdem daneben.
Zwei Dinge, die ich erwartet hatte und nicht gefunden habe
Ich bin mit einem Verdacht hineingegangen. Bei anderen Anbietern habe ich schon gesehen, dass Bewertungen in Wellen eintrudeln, alle am selben Tag, alle mit ähnlichem Wortlaut. Das deutet auf eine Sammel-Einladung hin.
Hier ist das nicht so. Drei Dinge habe ich geprüft:
- Die zeitliche Verteilung: Die zwanzig neuesten Bewertungen liegen auf achtzehn verschiedenen Tagen über fünf Monate, an keinem Tag stehen mehr als zwei
- Die Textähnlichkeit: paarweise verglichen, kein einziges Paar kommt auch nur in die Nähe einer Vorlage
- Die Länge: die kürzeste hat 26 Zeichen, die längste knapp 5.800
Das gehört gesagt, weil ich das Gegenteil erwartet hatte.
Was mir dafür aufgefallen ist
Von den zwölf Bewertungen mit Kursbezug bewerten mindestens vier ausdrücklich, bevor sie fertig sind. Wörtlich: „stehe noch ziemlich am Anfang“, „habe den Kurs noch nicht komplett durch“, „bin gerade dabei alles umzusetzen“.
Diese Bewertungen messen die Vorfreude, nicht das Ergebnis. Das ist kein Vorwurf an die Menschen, die sie geschrieben haben. Es ist nur etwas anderes, als die Zahl auf der Verkaufsseite suggeriert.
Und die längste und ausführlichste Fünf-Sterne-Bewertung im ganzen Profil stammt von jemandem, der im selben Text schreibt, er verdiene „90 % der 1.999,– Euro“ am Weiterverkauf.
Der Rezensent ist also zugleich der Verkäufer. Er legt es offen, das rechne ich ihm an. Aber es ist eine Eigenschaft des Geschäftsmodells: Wer Affiliate Marketing verkauft, macht seine Kunden zu Verkäufern. Dadurch ist kaum eine begeisterte Stimme in diesem Umfeld strukturell unabhängig.
Nebenbei: 24 Raten zu 99 Euro ergeben 2.376 Euro, nicht 1.999. Auch das steht in derselben Bewertung.
Zwanzig Jahre, fünfzehn Jahre, vierzehn Jahre, achtzehn Jahre
Eine Kleinigkeit, die mir beim Nachlesen auffiel und die einiges über die Sorgfalt sagt.
| Angabe | Wo sie steht |
|---|---|
| „15 Jahre Erfolg mit KI-Turbo“ | Seitentitel der Verkaufsseite |
| „seit 14 Jahren die führende Nummer 1“ | Bestellformular |
| „Seit über 20 Jahren DAS erfolgreichste Affiliate-Programm“ | Fließtext derselben Verkaufsseite |
| „18 Jahre Erfahrung aus über 300 Projekten“ | eine seiner Werbeanzeigen |
Alle vier Angaben stammen von ihm. Belegt ist: Die erste Version erschien im Februar 2011. Das sind fünfzehn Jahre.
Und der Wertstapel auf der Verkaufsseite addiert sich auf 13.936 Euro, während dieselbe Seite an zwei anderen Stellen „über 12.000 €“ nennt.
Was ich Ralf Schmitz zugutehalte
Ich will fair sein, und es gibt einiges, das für ihn spricht.
Er ist seit zwanzig Jahren durchgehend am Markt. Keine Eintagsfliege, kein Name, der nach zwei Jahren verschwindet. In dieser Branche ist das selten.
Er antwortet öffentlich auf Kritik. Auch auf Ein-Stern-Bewertungen, sachlich, mit Kontaktangebot. Das tun die wenigsten.
Der Support wird über Jahre konsistent gelobt, oft namentlich. Und er liefert damit mehr, als er vertraglich schuldet. Das ist der stabilste positive Befund im ganzen Profil.
Es gibt keine rechtlichen Probleme. Ich habe die Gerichtsdatenbanken durchsucht, die Verbraucherzentralen, die Wettbewerbszentrale. Kein Urteil, keine Abmahnung, keine Warnung. Auf Trustpilot existiert nicht einmal ein Profil zu ihm.
Und die Bewertungen sind echt. Siehe oben. Ich habe das Gegenteil vermutet und es nicht belegen können.
Zwei weitere Produkte aus seinem Umfeld habe ich mir nach demselben Verfahren angesehen: das KI Audio Empire und Dropfiliate. Beim zweiten ist er übrigens gar nicht der Anbieter.
Meine vier Kritikpunkte
1. Das Wort „zuverlässig“
6.349 Euro im Monat, zuverlässig, ohne Vorwissen. Bei über 50.000 angegebenen Kunden müsste sich eine solche Zahl belegen lassen. Ich habe in 654 Bewertungen genau vier gefunden, die überhaupt ein konkretes Ergebnis behaupten, und keine einzige, die einen Betrag zusammen mit einem nachprüfbaren Namen nennt. Gesucht habe ich gründlich. Gefunden habe ich nichts.
2. Der Preis steht nicht dort, wo Du ihn suchst
Um 599 Euro zu sehen, musst Du die Verkaufsseite im Browser vollständig laden. Wer sie über das Webinar betritt, sieht gar keinen Preis. Ein Kurs, dessen Preis Du erst im Verkaufsgespräch erfährst, nimmt Dir die Möglichkeit, nüchtern zu rechnen. Genau das ist der Zweck.
3. Die Verknappung ist erfunden
„Nur 12 Plätze pro Tag“, begründet mit Serverkapazität und Supportqualität. Ein Videokurs, den Digistore24 automatisch ausliefert, hat bei Platz dreizehn kein Kapazitätsproblem. Auf derselben Seite steht unter „Acht unschlagbare Gründe“ sowohl „Glaubwürdigkeit: Transparenz und Ehrlichkeit stehen im Mittelpunkt, keine falschen Versprechen“ als auch „Knappheit: Limitierte Plätze pro Tag“. Direkt nebeneinander.
4. Das Werbebudget kommt nicht vor
Der Kurs enthält eine Google-Ads-Masterclass und Trafficstrategien mit bezahlter Werbung. An keiner Stelle steht, dass bezahlte Werbung Geld kostet. Eine Bewertung vom August 2024 bringt das aus Kundensicht auf den Punkt: „Einkommen 0€, Ausgaben wie von ihm versprochen 50€. Habe das Projekt 3 Monate exerziert, jetzt habe ich es eingestampft.“
„Und was soll ich stattdessen machen?“
Das ist die Frage, die mir nach solchen Abschnitten am häufigsten gestellt wird, und sie ist berechtigt. Es reicht nicht, von etwas abzuraten.
Die kurze Antwort: etwas Eigenes. Ein Angebot, bei dem der Kunde Dir gehört und nicht jemand anderem. Das klingt nach mehr Arbeit als Affiliate Marketing, und am Anfang ist es das auch. Nur wächst es eben, statt bei Null anzufangen, wenn ein Partnerprogramm die Provisionen kürzt.
Wie der erste Schritt dorthin aussieht, steht gleich hier unten. Kein Versand, keine Kreditkarte, Abmeldung mit einem Klick.
Für wen der VIP Affiliate Club passen könnte
Der Kurs könnte zu Dir passen, wenn …
- Du bereits eine E-Mail-Liste oder eine Community hast, die Du sofort erreichen kannst.
- Dir ein Werbebudget von 300 bis 500 Euro im Monat zur Verfügung steht, das Du ein halbes Jahr lang entbehren kannst.
- Du Affiliate Marketing als zusätzliche Einnahmequelle zu einem bestehenden Geschäft aufbauen willst.
- Dich ein Jahr langes wöchentliches Abarbeiten nicht abschreckt, bevor sich überhaupt etwas zeigt.
Er passt nicht zu Dir, wenn …
- Du bei null anfängst, ohne Reichweite, ohne Liste, ohne Budget.
- Dir die 718,80 Euro brutto nur dann nicht wehtun, wenn sie innerhalb weniger Monate zurückkommen.
- Du eine Geld-zurück-Garantie brauchst, um Dich sicher zu fühlen. Es gibt keine.
- Dein Ziel ein eigenes Geschäft mit Deiner Marke und Deinen Kunden ist. Dann ist Affiliate Marketing der Umweg.
- Du auf die Zahl 6.349 Euro im Monat hin kaufst. Die ist kein Plan, die ist Werbung.
Update vom 2. Oktober 2026: Version 6.0 ist da
Am 16. September stand an dieser Stelle eine Vermutung und ein Rat, und beides lasse ich bewusst stehen, damit Du nachvollziehen kannst, was davon eingetroffen ist und was nicht.
Damals schrieb ich hier:
„Mein praktischer Rat, falls die Version tatsächlich kommt: Warte die ersten zwei Wochen ab. Bei einem Produkt, dessen Vorgängerversionen fünf Jahre lang mit ‚nur für kurze Zeit‘ beworben wurden, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass es den Einführungspreis auch danach noch gibt.“
Seit dem 1. Oktober 2026 ist 6.0 kaufbar, und zum ersten Mal, seit ich diesen Anbieter beobachte, steht an der Verknappung ein echtes Datum.
Der Countdown läuft diesmal wirklich ab
Auf beiden Verkaufsseiten steht ein Zähler mit dem Satz:
„Der Einführungspreis endet am 11. Oktober um Mitternacht.“
Ich habe den Zähler am 2. Oktober um 5:30 Uhr ausgelesen und hochgerechnet, und er läuft auf den 11.10.2026 um 23:59 Uhr, also exakt auf den Termin, der im Text daneben steht. Beim Neuladen springt er auch nicht zurück, sondern zählt weiter.
Das muss ich anerkennen. In meinem Abschnitt über die „fünf Jahre kurze Zeit“ habe ich diesem Anbieter vorgeworfen, dass seine Verknappung nie abläuft, und diesmal ist sie datiert, nachrechenbar und damit überprüfbar.
Womit mein Rat von September zu einem Test wird, den jeder nachvollziehen kann: Wenn am 12. Oktober noch 599 Euro dastehen, war die Frist Dekoration. Wenn dort 999 Euro stehen, hat er geliefert. Ich sehe an diesem Tag nach und schreibe das Ergebnis hier hinein, so oder so.
Nachtrag vom 12. Oktober 2026: Ich habe nachgesehen.
Eingetreten ist keine meiner beiden Möglichkeiten. Dort steht weder 599 € noch 999 €, denn es steht überhaupt kein Preis mehr da.
Die Startseite und beide Verkaufsseiten, /v1 und /v2, leiten heute auf eine andere Adresse um. Dort läuft ein kostenloser Workshop unter dem Titel „Was deine Kinder mal erzählen“. Kein Countdown, keine drei Stufen, kein Kaufbutton. Über die Adressen, die bis vorgestern zum Bestellformular führten, ist das Angebot nicht mehr erreichbar.
Die Frist war damit echt, und das rechne ich ihm an. Nach fünf Jahren „nur für kurze Zeit“ bei der Vorgängerversion ist ein Termin, der tatsächlich eintritt, ein Fortschritt.
Die eigentliche Probe bleibt trotzdem offen. Ob der Preis auf 999 € gestiegen wäre, kann heute niemand mehr nachsehen, und verschwunden ist nicht dasselbe wie teurer geworden.
Das galt bis zum 11. Oktober um 23:59 Uhr. Wer damals abgewartet hat, statt sofort zu kaufen, weiß heute mehr über diesen Anbieter als jeder, der im Oktober zugegriffen hat.
Was 6.0 kostet: drei Stufen statt einer
Bei Version 5.0 gab es einen einzigen Preis, inzwischen sind es drei, und die dritte Stufe ist etwas grundsätzlich anderes als die beiden darunter.
| Stufe | netto | brutto Deutschland | brutto Österreich |
|---|---|---|---|
| Platin Edition | 599 € | 712,81 € | 718,80 € |
| Black Edition | 699 € | 831,81 € | 838,80 € |
| Super VIP | 1.990 € | 2.368,10 € | 2.388,00 € |
Alle drei Beträge habe ich am 2. Oktober 2026 selbst im Digistore24-Bestellformular abgelesen und nicht von der Verkaufsseite übernommen, weil erst an der Kasse steht, was wirklich abgebucht wird. Meine Kasse rechnet mit österreichischer Steuer, weil ich in Salzburg sitze, und für Dich in Deutschland gilt deshalb die mittlere Spalte.
Der Unterschied zwischen Platin und Black sind „unlimitierte Updates“, also 100 Euro netto dafür, dass künftige Versionen nichts mehr kosten. Ob das ein guter Tausch ist, hängt allein davon ab, ob Du in zwei Jahren noch dabei bist, und bei einem Produkt, das alle paar Jahre eine neue Hauptversion bekommt, ist diese Wette nicht unvernünftig.
Die dritte Stufe hat ein Abo, und das Häkchen ist schon gesetzt
An dieser Stelle solltest Du besonders genau hinsehen, weil der Betrag, den Du siehst, nicht der Betrag ist, den Du am Ende zahlst.
Die Stufe „Super VIP Affiliateclub 6.0“ kostet 1.891 Euro netto, und im selben Warenkorb liegt eine zweite Position:
Super VIP Affiliateclub 6.0 Live-Call Betreuung — 99,00 € „4 Live-Calls pro Woche mit Ralf, Micha, Christoph und Pascal — Montag bis Donnerstag, jeweils 18:30 Uhr. […] 99 € im Monat, monatlich kündbar.“
Diese zweite Position ist vorangehakt. Im Quelltext des Formulars steht sie als bereits gesetztes Kontrollkästchen, und wer sie nicht aktiv abwählt, schließt mit demselben Klick ein laufendes Abonnement ab.
Unten im Formular steht dann:
„Abo mit monatlichen Zahlungen je 118,80 €. Erste Zahlung jetzt über 2.388 €.“
Rechnen wir das für ein Jahr durch, mit österreichischer Steuer:
- Erste Zahlung: 2.388,00 € (darin der erste Monat Live-Calls)
- Monate 2 bis 12: 11 × 118,80 € = 1.306,80 €
- Erstes Jahr zusammen: 3.694,80 €
In Deutschland sind es 3.664,01 €, und damit kostet diese Stufe im ersten Jahr mehr als das Fünffache der Einstiegsstufe.
Zur Fairness: Das Abo ist monatlich kündbar, es steht sichtbar im Warenkorb, es ist auf den Cent beziffert, und im Verkaufsvideo wird es ebenfalls genannt. Versteckt ist es also nicht.
Vorangehakt ist trotzdem etwas anderes als angeboten.
Und dann sagt er diesen Satz
Im Verkaufsvideo zu 6.0 sagt Ralf Schmitz wörtlich:
„Du brauchst nicht da 'n Abo, nicht da 'n Abo. Ich werd dir auch keine Abos aufsetzen, nur weil ich Provisionen verdienen will. Da halte ich gar nix von.“
Lies den Satz genau, bevor Du ihn gegen ihn verwendest. Gemeint sind fremde Werkzeug-Abos, für die er eine Vermittlungsprovision bekäme, und sein eigenes Live-Call-Abo ist etwas anderes: sein Produkt, offen ausgewiesen, monatlich kündbar. Ein Widerspruch im juristischen Sinn ist das also nicht.
Im Ohr bleibt es trotzdem. Wer „ich setze dir keine Abos auf“ hört und drei Klicks später eines im Warenkorb liegen hat, darf kurz stutzen.
Die Zahl, die nirgends herkommt
Über beiden Verkaufsseiten steht:
„Bau Dir mit KI Dein Affiliate-Business auf! Bis zu 13.879 Euro pro Monat ohne eigenes Produkt, ohne Technik, ohne je vor der Kamera zu stehen.“
Und direkt darunter:
„Damit sind 3.586 Euro bis über 7.354 Euro in kürzester Zeit möglich.“
Ich habe beide Seiten vollständig nach der Herkunft dieser Zahlen durchsucht, und bei keiner einzigen steht, wessen Ergebnis sie ist, über welchen Zeitraum sie erzielt wurde oder unter welchen Voraussetzungen. Kein Name, kein Monat, kein Fallbeispiel.
Das heißt nicht, dass die Zahlen erfunden sind, sondern nur, dass Du sie nicht überprüfen kannst.
Und genau deshalb stehen sie auf den Euro genau. Präzision wirkt wie ein Beleg. „Bis zu 14.000 Euro“ klingt geschätzt, „13.879 Euro“ dagegen klingt abgelesen, nach Kontoauszug, nach Statistik, nach etwas, das jemand nachgerechnet hat. Die Zahl behauptet damit eine Quelle, ohne eine zu nennen, und bei 3.586 und 7.354 greift dasselbe Prinzip.
Dazu kommt das Wörtchen „bis zu“. Das ist eine Spitzenwertangabe. Sie ist schon dann eingelöst, wenn ein einziger Mensch diesen Betrag erreicht hat, und sie sagt nichts darüber, was ein typischer Käufer erreicht.
Drei Fragen, die Du jeder Einkommenszahl stellen solltest
Das gilt nicht nur hier, sondern bei jedem Angebot in diesem Markt. Nimm Dir die nächste Zahl vor, die Dir jemand vorrechnet, und frage:
- Wessen Ergebnis ist das? Ein Name, nicht „unsere Teilnehmer“.
- Über welchen Zeitraum? Der erste Monat nach dem Start oder der beste Monat im dritten Jahr?
- Mit welchen Voraussetzungen? Vorhandene Liste, Werbebudget, Vorerfahrung, Stunden pro Woche.
Fehlt eine Antwort, ist die Zahl ein Werbeversprechen. Fehlen alle drei, ist sie Dekoration.
Bei den 13.879 Euro fehlen alle drei.
Der Vollständigkeit halber: Einen Einkommenshinweis gibt es. Ganz unten auf der Seite, hinter dem letzten Kaufbutton, steht „Ergebnisse sind individuell und nicht garantiert.“ Der Satz existiert, und wer behauptet, es gebe keinen Hinweis, liegt falsch. Nur steht die Zahl in der Überschrift und der Vorbehalt hinter dem letzten Button.
Dieselbe Szene, zwei verschiedene Etiketten
Das Verkaufsvideo beginnt so:
„Stell dir vor, Du klappst abends den Laptop auf, gibst der KI eine Anweisung, gehst dann ins Bett, die KI arbeitet über Nacht, während Du schläfst. Du wachst morgens auf, holst dein Handy in die Hand und siehst eine Provisionsmeldung nach der anderen. Das ist jetzt die absolute Realität.“
Einige Minuten später erzählt er dieselbe Szene noch einmal, fast wortgleich:
„Und ich wiederhole noch mal, Du kommst abends nach Hause, klappst deinen Laptop auf, gibst der KI Anweisungen, die arbeitet über Nacht für dich. Du gehst schlafen, am nächsten Morgen wachst Du auf und siehst auf deinem Handy eine Provision nach der anderen. Das ist unser gemeinsames Ziel.“
Einmal Realität. Einmal Ziel.
Ich muss gar nicht behaupten, dass die Szene unrealistisch ist, denn es genügt, die beiden Sätze nebeneinanderzustellen, und beide stammen von ihm, aus demselben Video.
Warum die Szene für ihn stimmt und für Dich nicht
Und jetzt der Punkt, auf den es für Deine Entscheidung wirklich ankommt.
Ralf Schmitz bekommt nachts Provisionsmeldungen. Das glaube ich ihm sofort, denn nach eigenen Angaben ist er 20 Jahre im Geschäft, hat 85 Millionen Euro Umsatz gemacht und über 50.000 Kunden. Mit einer Liste dieser Größe kämen die Meldungen auch dann, wenn er abends gar nichts täte, und die Benachrichtigungen, die im Video auf dem Handy zu sehen sind, sind seine.
Der beworbene Käufer ist laut demselben Video aber der „blutige Anfänger“, und für den müsste über Nacht eine ganze Kette funktionieren, die mit KI herzlich wenig zu tun hat: Reichweite entstehen lassen, im Partnerprogramm freigeschaltet sein, gesehen werden, geklickt werden, gekauft werden.
Die KI erledigt das Texten. Sie erledigt nicht das Gesehenwerden.
Ein Vorwurf an das Produkt ist das nicht, sondern der Unterschied zwischen einer Methode und den Voraussetzungen, unter denen sie beim Erfinder funktioniert hat.
Was ich ihm dabei ausdrücklich zugutehalte: Im selben Video sagt er auch diesen Satz:
„Du brauchst nicht wie früher zwei, drei, vier Stunden am Tag, sondern Du kannst schon Ergebnisse erreichen mit dreißig bis sechzig Minuten am Tag.“
Eine Stunde am Tag über Wochen hinweg ist eine nüchterne und plausible Aussage, sie widerspricht der Nacht-Szene, und von beiden ist sie die ehrlichere. Er kann also auch realistisch.
Er tut es nur nicht im Aufhänger.
Es gibt kein Zurück, und das solltest Du vor dem Klick wissen
Das ist für eine Kaufentscheidung der wichtigste Absatz dieses Abschnitts.
Eine Geld-zurück-Garantie gibt es nicht. Ich habe beide Verkaufsseiten und alle drei Bestellformulare nach sieben Begriffen durchsucht, nämlich „Garantie“, „Geld-zurück“, „Rückerstattung“, „risikofrei“, „30 Tage“, „14 Tage“ und „Testphase“. Das Wort „Garantie“ kommt auf den Verkaufsseiten dabei genau einmal vor, und zwar in „Ergebnisse sind individuell und nicht garantiert“.
Und das gesetzliche Widerrufsrecht erlischt beim Kauf. Im Bestellformular steht ein Kontrollkästchen, das bereits gesetzt ist:
„Ich stimme zu und verlange ausdrücklich, dass Sie vor Ablauf der gesetzlichen Widerrufsfrist mit der Erfüllung des Vertrages beginnen. Mir ist bekannt, dass dadurch […] mein Widerrufsrecht erlischt.“
Dieses Häkchen ist kein Ralf-Schmitz-Vorgang. Es ist Digistore24-Standard und steht bei Tausenden Produkten mit Sofort-Zugang. Der Gesetzgeber sieht genau das vor: Bei digitalen Inhalten, die sofort bereitstehen, kann das Widerrufsrecht erlöschen, wenn der Käufer ausdrücklich zustimmt. Wer daraus einen Vorwurf an den Anbieter macht, hat die Plattform mit dem Verkäufer verwechselt.
Die fehlende Garantie dagegen ist seine Entscheidung. Andere Anbieter in diesem Markt geben freiwillig 14 oder 30 Tage.
Zusammen heißt das: Ab dem Klick auf „Kaufen“ gibt es kein Zurück, und zwar bei 718,80 €, bei 838,80 € und bei 2.388 € gleichermaßen. Verboten ist das nicht, und unüblich ist es in diesem Markt auch nicht.
Aber Du solltest es vorher wissen. Nicht danach.
Ich bin kein Anwalt, und das hier ersetzt keine Rechtsberatung.
Zwei Verkaufsseiten, zwei verschiedene Angebote
Eine Beobachtung am Rande, die praktische Folgen hat.
Neben der Verkaufsseite unter vipaffiliateclub.online/v1 existiert eine zweite unter /v2, und die Startseite habe ich achtmal hintereinander geladen und bin dabei achtmal auf /v1 gelandet. Ob dahinter ein Test läuft, über welchen Weg man auf /v2 kommt oder ob es eine Restseite aus der Vorbereitung ist, weiß ich nicht und behaupte ich auch nicht.
Was ich sagen kann: Die beiden Seiten verkaufen nicht dasselbe. /v2 ist etwa doppelt so lang und bietet als einzige die Super-VIP-Stufe für 1.990 Euro netto mit dem Live-Call-Abo an. Auf /v1 taucht diese Stufe nicht auf.
Wer also über /v1 kauft, sieht zwei Stufen, wer über /v2 kommt, sieht drei.
Dieselbe Marke, derselbe Tag, zwei verschiedene Angebotsumfänge.
Noch ein Satz, der mir aufgefallen ist
Im Bestellformular zur Super-VIP-Stufe steht über den Live-Calls:
„99 € im Monat, monatlich kündbar. Teilnahme ist freiwillig, keine feste Betreuung, kein Unterricht.“
Ein Anbieter, der vier Live-Calls pro Woche zu Mindset, Affiliate-Marketing, Traffic und Technik verkauft, schreibt ausdrücklich dazu, dass es kein Unterricht ist.
Warum das dasteht, behaupte ich nicht, und ich notiere lediglich, dass Fernunterricht in Deutschland zulassungspflichtig ist und dass eine solche Formulierung in dieser Branche selten zufällig gewählt wird. Für Dich als Käufer zählt ohnehin der praktische Teil des Satzes: Teilnahme freiwillig, keine feste Betreuung.
Du kaufst einen Termin, keinen Anspruch.
Was ich Dir für die Entscheidung mitgebe
Wenn Du ernsthaft überlegst, hier zu investieren, dann würde ich an Deiner Stelle so vorgehen:
- Warte bis zum 12. Oktober. Dann weißt Du, ob die Frist echt war, und das sagt Dir mehr über den Anbieter als jedes Verkaufsvideo. Ich schreibe das Ergebnis hier hinein.
- Nimm die Einstiegsstufe, wenn überhaupt. Die 100 Euro Aufpreis für „unlimitierte Updates“ lohnen sich nur, wenn Du sicher bist, dass Du in zwei Jahren noch dabei bist.
- Hak das Live-Call-Abo ab, wenn Du Super VIP nimmst, es sei denn, Du weißt sicher, dass Du montags bis donnerstags um 18:30 Uhr Zeit hast. Sonst zahlst Du 118,80 Euro im Monat für Termine, die Du nicht wahrnimmst.
- Rechne mit dem Jahresbetrag, nicht mit dem Einstiegspreis. Bei Super VIP sind das 3.694,80 Euro im ersten Jahr, nicht 2.388 Euro.
- Und plane damit, dass Du nicht zurück kannst. Keine Garantie, kein Widerruf. Was Du ausgibst, ist weg.
Keine dieser fünf Empfehlungen setzt voraus, dass das Produkt schlecht ist. Sie setzen nur voraus, dass Du die Zahlen kennst, bevor Du sie bezahlst.
Mein Fazit zum VIP Affiliate Club
Ich habe diesen Beitrag nicht geschrieben, um Ralf Schmitz ans Bein zu pinkeln. Er hat sein Geschäft über zwanzig Jahre mit viel Einsatz aufgebaut, er beantwortet Kritik öffentlich, und sein Support ist besser als das, was er vertraglich schuldet.
Ich habe ihn geschrieben, weil ich bei der Suche nach „VIP Affiliate Club Erfahrungen“ neun Ergebnisse gefunden habe und alle neun an einer Vermittlung verdienen.
Mein Urteil in der Wenn-dann-Form:
Wenn Du bereits eine Liste, Reichweite und ein Werbebudget hast, dann bekommst Du für 718,80 Euro ein strukturiertes Jahresprogramm von jemandem, der das Thema seit fünfzehn Jahren macht. Das kann sich rechnen.
Wenn Du bei null stehst, dann kaufst Du ein Jahresprogramm für ein Geschäftsmodell, das dieselben Grundlagen braucht wie jedes andere: Reichweite, Vertrauen, Zielgruppe, Geduld. Den Produkthersteller bekommst Du geschenkt. Den Rest musst Du trotzdem selbst aufbauen.
Und wenn Du wegen der 6.349 Euro im Monat hier bist: Das ist eine Werbezahl. Ich habe in 654 Bewertungen keine einzige nachprüfbare Bestätigung dafür gefunden.
Kein KI-Turbo macht das für Dich.
Auch kein 52-Wochen-Plan.
Kein Kurs macht das für Dich.
Du machst das. Nur Du.
Wer das weiß, kann kaufen. Wer es nicht weiß, kauft eine Hoffnung.
Und falls Du an dieser Stelle denkst, das klinge alles nach viel Aufwand: Ja. Der Unterschied ist nur, dass der Aufwand bei einem eigenen Angebot Dir gehört und nicht einem Partnerprogramm, das morgen die Provisionen kürzen kann.
Hast Du selbst Erfahrungen mit dem VIP Affiliate Club gemacht? Ich bin gespannt auf Deinen Kommentar.
Häufige Fragen zum VIP Affiliate Club
Was kostet der VIP Affiliate Club?
Im Bestellformular steht am 14.09.2026 ein Listenpreis von 999 Euro netto. Mit dem Gutschein von der Verkaufsseite sind es 599 Euro netto. Was Du tatsächlich zahlst:
- Deutschland: 712,81 Euro brutto
- Österreich: 718,80 Euro brutto
- Plus 19 Euro für einen vorangehakten Zusatz, wenn Du ihn nicht abwählst
Diese Angaben gelten für Version 5.0. Was Version 6.0 seit dem 1. Oktober 2026 kostet, steht weiter oben im Abschnitt „Update vom 2. Oktober 2026“.
Was ist der VIP Affiliate Club 5.0 KI Edition?
Das ist kein Zusatzprodukt und keine teurere Variante, sondern schlicht der Name der aktuellen Fassung. Die Verkaufsseite setzt beides gleich: „Der VIP Affiliateclub 5.0 – Die KI Edition“. Auch das Bestellformular führt das Produkt unter „VIP AFFILIATECLUB 5.0 - KI EDITION“. Eine Version 5.0 ohne KI-Zusatz habe ich nicht gefunden. Wer nach der KI Edition sucht, sucht also das Hauptprodukt, und es gilt alles, was in diesem Beitrag steht.
Gibt es beim VIP Affiliate Club eine Geld-zurück-Garantie?
Nein. Weder auf der Verkaufsseite noch im Bestellformular noch in den AGB ist eine Geld-zurück-Garantie ausgewiesen. Das Kästchen, mit dem Du auf Dein Widerrufsrecht verzichtest, sobald die Inhalte freigeschaltet werden, ist beim Laden bereits angehakt.
Für Version 6.0 gilt dasselbe. Ich habe am 2. Oktober 2026 beide Verkaufsseiten und alle drei Bestellformulare nach „Garantie“, „Geld-zurück“, „Rückerstattung“, „risikofrei“, „30 Tage“, „14 Tage“ und „Testphase“ durchsucht. Das Wort „Garantie“ kommt genau einmal vor, und zwar in dem Satz „Ergebnisse sind individuell und nicht garantiert“.
Kann man den VIP Affiliate Club in Raten zahlen?
Der Anbieter selbst bietet keine Ratenzahlung mehr an. Im Bestellformular steht der Hinweis, für Ratenzahlung die Zahlungsmöglichkeit Klarna zu nutzen. Das ist ein eigener Vertrag mit einem Dritten. Die auf vielen Seiten genannten zwölf Raten zu 99 Euro gab es bei früheren Versionen, heute nicht mehr.
Ist der VIP Affiliate Club seriös?
Ich halte Ralf Schmitz nicht für einen Betrüger. Er ist seit zwanzig Jahren am Markt, es gibt kein Gerichtsurteil und keine Verbraucherwarnung, und sein Support wird konsistent gelobt. Angreifbar finde ich die Werbung: ein Einkommensversprechen mit dem Wort „zuverlässig“ ohne Haftungsausschluss, eine Verknappung auf zwölf Plätze pro Tag bei einem automatisch ausgelieferten Videokurs, und ein Sonderpreis, der bei der Vorgängerversion fünf Jahre lang „nur für kurze Zeit“ galt.
Für wen ist der VIP Affiliate Club nicht geeignet?
Für Einsteiger ohne E-Mail-Liste, ohne Reichweite und ohne Werbebudget. Der Kurs enthält Trainings zu bezahlter Werbung, ohne dass die Verkaufsseite erwähnt, dass bezahlte Werbung laufende Kosten verursacht. Wer die 718,80 Euro nur ausgeben kann, wenn sie in wenigen Monaten zurückkommen, sollte die Finger davon lassen.
Was ist der Unterschied zwischen VIP Affiliate Club, Super VIP, Elite und Excellence?
Vier Stufen, von denen nur drei einen auffindbaren Preis haben:
- VIP Affiliate Club: der Einstieg
- Super VIP: 901 Euro laut Upsell-Seite, plus 99 Euro monatlich für Live-Coaching
- Elite: 1.497 Euro oder dreimal 597 Euro, mit wöchentlichen Live-Calls und weiteren Kursen
- Excellence: keine Verkaufsseite, kein Preis, keine Inhaltsbeschreibung
Dass es Excellence überhaupt gibt, belegt am 14.09.2026 einzig der öffentliche Kalender der Kundengemeinschaft, der eine Kategorie dafür führt.
Was kostet der VIP Affiliate Club 6.0?
Version 6.0 ist seit dem 1. Oktober 2026 kaufbar und wird in drei Stufen verkauft. Die Platin Edition kostet 599 Euro netto, die Black Edition mit unlimitierten Updates 699 Euro netto, und die Super-VIP-Stufe 1.990 Euro netto. Mit deutscher Umsatzsteuer sind das 712,81 Euro, 831,81 Euro und 2.368,10 Euro.
Bei der Super-VIP-Stufe liegt im Warenkorb zusätzlich ein vorangehaktes Abonnement für die Live-Calls, 99 Euro netto im Monat. Wer es stehen lässt, zahlt im ersten Jahr 3.664,01 Euro statt 2.368,10 Euro. Alle Beträge habe ich am 2. Oktober 2026 im Bestellformular abgelesen.
Wie viele Bewertungen betreffen tatsächlich den VIP Affiliate Club?
Von 654 Bewertungen auf seinem Profil betreffen erkennbar zwölf den VIP Affiliate Club, das sind 1,8 Prozent. Bei 464 Bewertungen (70,9 Prozent) lässt sich gar nicht erkennen, worauf sie sich beziehen, weil die Plattform für dieses Profil keine Produktzuordnung führt. Die Gesamtnote von 4,83 bewertet überwiegend die Person, nicht den Kurs.
Gibt es unabhängige Erfahrungsberichte zum VIP Affiliate Club?
Ich habe am 14.09.2026 alle neun Ergebnisse auf Seite 1 geprüft. Jedes einzelne stammt von einer Seite, die an der Vermittlung verdient. Diesen Beitrag habe ich unter anderem deshalb geschrieben.
Gibt es seriöse Alternativen zu Ralf Schmitz?
Ja, und eine davon schreibt gerade diesen Satz. Im Ernst: Welche Alternative die beste ist, hängt von Deiner Situation ab. Wenn Du bereits Reichweite hast, ist Affiliate Marketing eine vernünftige Ergänzung, und dann ist die Frage nur, bei wem Du lernst. Wenn Du bei null anfängst, ist die bessere Frage nicht „welcher Affiliate-Kurs“, sondern „womit verdiene ich meinen ersten Euro“. Entscheidend ist nicht, wer lehrt, sondern ob der Lehrer zu Deiner Situation passt.
Was ist der Unterschied zwischen Platin Edition und Black Edition?
Die Black Edition kostet 100 Euro netto mehr und enthält dafür „unlimitierte Updates“, also alle künftigen Hauptversionen ohne Aufpreis. Inhaltlich bekommst Du bei beiden dasselbe Programm.
Ob sich der Aufpreis lohnt, hängt daran, ob Du in zwei Jahren noch dabei bist. Bei einem Produkt, das seit 2010 läuft und etwa alle zwei Jahre eine neue Hauptversion bekommt, ist es keine unvernünftige Wette. Eine Wette bleibt es.
Muss ich beim VIP Affiliate Club ein Abo abschließen?
Bei der Platin Edition und der Black Edition nicht, das sind Einmalzahlungen. Bei der Super-VIP-Stufe liegt im Bestellformular eine zweite Position mit 99 Euro netto im Monat für vier Live-Calls pro Woche, und diese Position ist vorangehakt.
Du kannst sie abwählen. Wer das nicht tut, zahlt nach der ersten Rechnung über 2.388 Euro weitere 118,80 Euro im Monat, monatlich kündbar. Im Bestellformular steht dazu ausdrücklich: „Teilnahme ist freiwillig, keine feste Betreuung, kein Unterricht.“
Transparenzhinweis
Ich bin am VIP Affiliate Club an keinem Partnerprogramm beteiligt und verdiene an keiner Empfehlung in diesem Beitrag einen Cent. Auch an keinem anderen Partnerprogramm von Ralf Schmitz nehme ich teil.
Alle Preise habe ich selbst bis ins Bestellformular durchgeklickt, zuletzt am 12.10.2026; wo Angaben älter sind, steht das Datum im Text. Wo ich einschätze statt belege, steht das ausdrücklich dabei, und belegte Fehler korrigiere ich zeitnah. Ich erstelle und verkaufe selbst digitale Infoprodukte und bin damit Mitbewerber von Ralf Schmitz.
Beim Schreiben und Rechnen habe ich KI eingesetzt. Die Prüfung der Quellen, die Auswahl und das Urteil sind meine. Wie ich vorgehe, steht unter Wie ich teste.

