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Online-Business starten trotz Selbstzweifel: Wie Udo seine Blockaden überwindet.
Ein ehrliches Interview über die größten Hürden beim Start ins Online-Business und praktische Lösungsansätze
Die Ausgangssituation: Zwischen Vollzeit-Job und Online-Business-Träumen
Udo: Nebenbei habe ich so diesen Wunsch, der in mir hochkommt, mir ein Online-Business aufzubauen.
Und dann kommen schon die Fragen:
- "Ja, was kann ich denn überhaupt?"
- "Womit kann ich überhaupt starten?"
- "Was brauche ich an Technikwissen, Voraussetzungen et cetera?"
Dementsprechend habe ich mich dann auf Deinen Newsletter eingetragen und folge Dir so ein bisschen.
Ich habe auch schon ein, zwei Produkte von Dir gekauft, sehr gut.
Ich habe sie nicht richtig durchgearbeitet, ich gestehe es.
Das ist manchmal so ein Zeitthema mit Vollzeit-Job.
Genau, das bin ich.
Christian: Das heißt, Du hängst noch ein bisschen in der Ideenfindung oder in welche Richtung es gehen könnte, also noch komplett am Anfang, oder?
Udo: Ganz am Anfang.
Vielleicht ist das auch so ein Selbstwertthema: "Was kann ich überhaupt der Welt geben? Was kann ich denn, was andere nicht können?"
So dieses Vergleichsding.
Und ich habe ja so ein bisschen in Deinen Newslettern oder in Deinen Blog-Beiträgen auch gesehen, dass Du vielleicht auch sagst: "Okay, Du schreibst ein E-Book."
Klar, schön, aber worüber?
Und da hänge ich so ein bisschen.
Der Klassiker: Warum Ideenfindung oft schwerer ist als gedacht
Christian: Ja, ich sage mal, es ist so ein bisschen der Klassiker.
Also die Ideenfindung ist sehr schwer für viele Leute, meistens aber unbegründet.
Ich weiß, dass sich viele Leute einfach zu sehr den Kopf zerbrechen und auch zu viele Gedanken machen, was die Expertise und das nötige Wissen betrifft.
Auch die Frage: "Wird mich jemand dafür bezahlen? Lohnt sich das überhaupt alles?"
Das sind ja häufig so Gedanken.
Das kann man nachvollziehen.
Wann immer man was Neues macht und startet, gibt es viele Fragezeichen, gibt es viele Unbekannte.
Aber ich sage mal so generell zum Thema Ideenfindung: Es sollte immer eine Schnittmenge aus etwas sein, was irgendwo ein persönliches Interesse oder eine persönliche Fähigkeit oder eine persönliche Erfahrung widerspiegelt, zusammen mit etwas, wonach Leute aktiv suchen und wofür Leute auch generell bereit sind zu bezahlen.
Und da gibt es natürlich zigtausend Möglichkeiten.
Aber gleich vorausgeschickt: Womit man starten sollte, ist nicht so sehr, sich darüber Gedanken zu machen: "Lohnt sich das? Wird jemand mein E-Book kaufen? Wird mich jemand dafür bezahlen? Verschwende ich meine Zeit?"
Sondern der erste Schritt sollte immer sein, fernab von jeglicher Recherche in sich zu gehen und sein eigenes Leben zu reflektieren.
- Welche Stationen hatte man bislang im Leben?
- Welche Herausforderungen hat man gemeistert?
- Womit befasst man sich aktuell?
- Welchen Beruf hat man erlernt?
- Was konnte man in der Schule gut?
Also Dinge einfach von der Schulzeit weg, blindlings, ohne groß darüber nachzudenken, auf einem Zettel zu notieren und einfach mal Themen aufzulisten, ohne diese zu bewerten.
Ein normales Erwachsenenleben, so wie Deines und meines, hat immer Stationen, Herausforderungen, Ausbildungen, Erfahrungen, die Du gemacht hast.
Die für Dich vielleicht selbstverständlich sind oder waren, für viele andere Leute aber nicht, die vielleicht das gleiche Thema hatten.
Also der erste Schritt ist einfach mal, wie gesagt, ohne groß jetzt irgendetwas zu bewerten, Dir eine Liste, eine "Nuggets-Liste", wie ich sie immer nenne, von zwei, drei, vier, fünf, vielleicht auch 20 Ideen zu notieren.
Das muss noch gar keinen Sinn machen.
Das kann draufstehen: "Ich schlage gerne einen Nagel in die Wand".
Oder: "Ich gehe jede Woche gerne mit meiner Frau zum Italiener um die Ecke", was auch immer.
Und dann geht es erst mal darum zu sagen: "Okay, ich habe jetzt eine Liste von, sagen wir einfach mal, zehn Themen."
Dann nehme ich mir jedes Thema zur Hand und beginne ein bisschen zu recherchieren.
Das heißt, ich gebe das Thema in den Google-Suchschlitz ein und schaue mal, was da kommt.
Und darüber hole ich mir ein Gefühl:
- "Okay, gibt es da Leute, die vielleicht darüber einen Blog betreiben, einen YouTube-Kanal?"
- "Gibt es da irgendwo Leute, die darüber sprechen, diskutieren?"
- "Gibt es vielleicht ein Buch auf Amazon, das verkauft wird?"
- "Gibt es vielleicht einen Online-Kurs, ein Coaching, was auch immer?"
Das heißt, Du holst Dir für jede Idee ein gewisses Gefühl, was da dahinter steckt.
- "Gibt es da vielleicht ein Problem der Leute, das gelöst werden muss?"
- "Gibt es einen Wunsch, den sie sich erfüllen wollen?"
- "Ein Ziel, das sie erreichen wollen?"
Wichtig ist dann im nächsten Schritt, jede Idee auf Sinnhaftigkeit zu bewerten.
Das heißt: "Macht das überhaupt Sinn?"
Und mit Sinn meine ich: Gibt es in diesem Thema ein Problem, das man lösen muss oder einen Wunsch, den man erfüllen kann?
Problem-Klassiker, die kennen wir alle: Abnehmen, Falten reduzieren.
Also jemand hat irgendwo ein Problem, sucht danach und jemand anders löst dieses Problem, weil er vielleicht Wissen hat, eine Erfahrung gemacht hat, was auch immer.
Oder jemand hat einen Wunsch: "Ich möchte gerne Portraits malen lernen."
Jemand anders kann das schon oder hat Wissen, Erfahrung und bringt das den Leuten bei und lässt sich dafür bezahlen.
Mehr ist es am Ende des Tages nicht.
Der fatale Fehler: Mit dem Produkt statt mit dem Publikum starten
Und über diesen Weg würde ich einfach mal versuchen, auf Themen zu kommen, wo Du Dir etwas vorstellen kannst.
Ein großer Fehler, den viele Leute machen, ist, mit einem Produkt zu beginnen.
Sie sagen: "Ich schreibe jetzt ein E-Book zum Thema XY und dann verkaufe ich es, wie mache ich das?"
Das ist schlecht, weil wenn Du ein E-Book schreibst und Dich erst dann um Kunden kümmerst, dann hast Du eine sehr große Wahrscheinlichkeit, dass:
- Es auf keine große Gegenliebe stößt, weil Du etwas erschaffen hast, was Du für gut findest, aber nicht geschaut hast, was andere finden.
- Du grübelst, wie Du jetzt an Kunden kommen sollst.
Der richtige Weg: Erst das Publikum, dann das Produkt!
Besser ist es, sich zuerst um ein Publikum zu kümmern.
Also zuerst nachzuschauen:
- "Gibt es da Leute, die danach suchen?"
- "Interessiert das die Leute überhaupt?"
- "Gibt es andere, die das schon gemacht haben?"
Du beginnst quasi zuerst, wenn Du ein Thema gewählt hast, über Dein Thema zu sprechen, zu schreiben und holst Dir dann Leute in Deinen E-Mail-Verteiler.
Und für diese Leute erstellst Du später ein Produkt.
Dann hast Du die Sicherheit, dass Dein Produkt auch gekauft wird.
Aber erstmal ist die wichtigste Frage:
- "Was macht Dir wirklich Spaß?"
- "Womit kannst Du Dir vorstellen, die nächsten Jahre zu verbringen, ständig darüber zu sprechen oder mit jemandem zu telefonieren?"
Der Moment der Erkenntnis
Udo: Ja, ich habe gemerkt, ich bin schon zu weit im Kopf.
Ich habe vermutlich versucht, schon den zweiten Schritt vor dem ersten zu machen.
Also sprich: erst mal meine Hausaufgaben zu tun und zu sagen: "Okay, wer bin ich denn? Was kann ich denn?" und dann zu schauen: "Ist es überhaupt interessant für andere Menschen?"
Christian: Genau.
Das Wichtigste ist, etwas zu wählen, was Dir entspricht.
Es macht keinen Sinn, etwas zu wählen, nur weil es lukrativ ist und nur weil man damit vielleicht einen Haufen Geld verdienen kann.
Wenn Du kein Interesse daran hast, dann wirst Du nicht lange durchhalten.
Man macht etwas nicht über einen langen Zeitraum, das einem widerspricht.
Das hält kein Mensch durch, nur weil man da vielleicht Geld verdienen kann.
Besser ist es zu sagen: "Ich suche mir etwas, worin ich mich wohlfühle."
Aber ganz wichtig: Die perfekte Idee, wo alle Ampeln auf grün sind, die gibt es nicht.
Du wirst immer gewisse Zweifel haben.
Habe ich genauso, haben alle.
Aber man sollte etwas wählen, was einem entspricht, wo man sich vorstellen kann, Jahre damit zu verbringen.
Weil nur so kann man durchhalten und Herausforderungen überwinden, die zweifelsohne kommen werden.
Udo: Ja, ich meine, den perfekten Job gibt es ja auch nicht.
Christian: Den gibt es auch nicht.
Udo: Selbst die perfekte Partnerschaft gibt es nicht, auch da hast Du mal einen Streit.
Christian: So ist es, genau.
Die 6-Monats-Regel: Schnell starten, schnell entscheiden
Deshalb sollte man sich bei der Ideensuche nicht zu viel Druck machen, weil viele Leute suchen jahrelang nach der perfekten Idee, wo wirklich alles passt:
- "Sie muss äußerst lukrativ sein."
- "Sie muss 100% zu mir passen."
Die meisten Leute, die so denken, werden ewig nach einer Idee suchen, ohne jemals zu starten.
Es ist besser, zu sagen: "Ich habe am Ende vielleicht zwei, drei Ideen auf dem Zettel, unter denen ich mich entscheiden kann und dann starte ich einfach mit einer Idee. Ich gebe mir ein halbes Jahr Zeit und blende alles andere aus."
Das heißt: Fokus auf diese EINE Idee.
Nach sechs Monaten oder acht Monaten oder zwölf Monaten ziehe ich Resümee und sage: "Okay, ja, hier kann ich was bewegen. Das macht mir nach wie vor Spaß. Ich bekomme gutes Feedback. Das verfolge ich weiter."
Oder ich ziehe die Reißleine: "Nein, das funktioniert für mich nicht, das passt nicht zu mir. Ich kann mir nicht vorstellen, das noch weiterzumachen. Ich verfolge die nächste Idee."
Es ist immer besser, schnell zu starten und sich schnell eine rote Ampel oder eine grüne Ampel zu holen, anstatt ewig herum zu überlegen und abzuwägen.
Der Lerneffekt: Jeder Versuch macht Dich besser
Weil die Wahrheit ist: Wann immer Du etwas umsetzt und Dich mit etwas befasst, dann hast Du eine steile Lernkurve.
Das heißt, selbst wenn eine Sache schief geht, startest Du bei der nächsten Idee nicht mehr bei null.
Du hast Erfahrungswerte gesammelt: "Das mache ich beim nächsten Mal besser. So würde ich heute die Sache angehen."
Udo: Spannend, dass Du sagst: Schnell ins Handeln kommen und nicht zu lange nachdenken.
Christian: Ja, ist eine große Falle, weil wir kennen es ja alle: Eine Idee, wenn man startet, ist nie komplett ausgereift.
Eine Idee entwickelt sich, verändert sich.
Denken wir an Amazon: Jeff Bezos wollte als Buchhändler starten, heute ist Amazon etwas ganz anderes.
Er hat an Tag #1 nicht gesagt: "Ich möchte der größte Onlinehändler der Welt werden", sondern er hat gesagt: "Ich möchte einfach online Bücher verkaufen."
Seine Ursprungsidee hat sich mit der Zeit einfach verändert, entwickelt, ist größer geworden.
So ist es ganz häufig bei einer Idee.
Man startet mit etwas, man hat eine kleine Vision im Kopf, in welche Richtung es gehen soll, aber in der Realität entwickelt es sich meistens ganz anders.
Man fügt etwas hinzu, man lässt etwas weg.
Aber man muss sich auf den Weg machen, ansonsten kommt man nirgendwo hin.
Ehrliche Einblicke: Auch Profis scheitern
Udo: Hattest Du, wenn ich Dir jetzt nicht zu nahe trete, auch schon Ideen, wo Du gesagt hast: "Habe ich wieder eingestampft?"
Christian: Ja, ganz viele.
Ich habe schon viele Projekte und Webseiten aufgebaut, die entweder nicht funktioniert haben oder wo ich keine Lust mehr hatte.
Und das trifft auf alle zu, die ich kenne in meinem Netzwerk.
Auf alle, die irgendwo bei null gestartet sind, viele Dinge ausprobiert haben, viele Dinge eingestampft haben.
Und nur ein Projekt von vielen hat dann wirklich funktioniert und ist vielleicht durch die Decke gegangen.
Das ist ganz häufig so.
Udo: Das heißt, es ist nicht alles Friede, Freude, Eierkuchen und läuft halt so, weil man die Hausaufgaben gemacht hat oder eben nicht.
Christian: Nein, also es ist schon schlau, nicht komplett blauäugig zu starten, sondern im Vorfeld seine Hausaufgaben zu machen.
Ein großer Faktor sind im ersten Schritt einfach eigene Überlegungen.
Man kommt ja durch Nachdenken sehr schnell auf Dinge oder auch auf Ideen, die man ausschließen kann.
Okay, wenn ich jetzt Studenten helfen möchte, schneller durchs Examen zu komme, dann sagt mir der Hausverstand: "Das ist eine schlechte Zielgruppe, weil die kein Geld haben werden, um mich zu bezahlen."
Die haben weder das Geld noch die Lust, mich dafür zu bezahlen.
Ich müsste deren Eltern anvisieren, weil ein Student gibt das wenige Geld, das er hat, für andere Dinge aus, oder?
Der erste Schritt: Immer ein bisschen nachdenken, ein bisschen auf Logik setzen: "Macht das Sinn oder nicht?"
Und wenn man sich unsicher ist, startet man eine Recherche.
Dann schaut man nach: "Was machen andere?"
Wichtig immer: Niemals das Rad neu erfinden.
Wir leben 2026!
Du wirst nichts finden, was es noch nicht gibt.
Das sollte auch nicht Dein Ziel sein.
Sondern besser ist es: Man schaut nach:
- "Was machen andere?"
- "Worin sind andere schon erfolgreich?"
- "Was funktioniert für andere schon?"
- "Wie kann ich aus dieser Sache mein eigenes Ding machen?"
Ich kann es auch nicht empfehlen, zu sagen: "Ich muss etwas Revolutionäres erfinden, etwas, was es nie da gewesen ist."
Nein, musst Du nicht.
Du musst nicht der nächste Mark Zuckerberg werden.
Die Wahrscheinlichkeit ist sehr gering.
Viel besser ist es, etwas zu machen, wofür andere schon die Vorarbeit gemacht haben und daraus sein eigenes Ding zu machen.
Das heißt nicht, dass ich das eins zu eins kopiere, sondern ich hole mir quasi das Thema, die Geschäftsidee und stülpe dann meine eigene Persönlichkeit, meine eigene Geschichte, meinen eigenen Ansatz drüber.
Warum Konkurrenz kein Problem ist
Im Internet sind die Märkte riesig.
Das heißt, Du schnappst keinem anderen Kunden weg.
Diesen typischen Wettbewerbsgedanken gibt es im Internet nicht, weil die Märkte einfach so riesig sind.
Wenn Du einen guten Markt oder innerhalb eines Marktes eine kleine Nische bedienst, dann erreichst Du immer noch genug Leute damit, um ein Vollzeiteinkommen generieren zu können.
KI und die Zukunft des Online-Business
Udo: Das Thema KI kommt ja auch immer mehr rein.
Siehst Du den Onlinemarkt auch noch als reelle Chance, da Geld zu verdienen?
Christian: Ja, absolut.
KI, keine Frage, ist gekommen, um zu bleiben, wird immer stärker, aber am Ende ist es ein Tool.
Das ist nicht etwas, was alles komplett über den Haufen werfen wird.
Viele sagen das zwar, aber ich glaube es nicht, weil es ist ein Tool.
Und am Ende kaufen Menschen immer von Menschen.
Das heißt, wenn jemand online etwas kauft, zum Beispiel einen Online-Kurs, wie in meinem Bereich, also ein Informationsprodukt, dann kauft er zu einem hohen Grad die Person dahinter.
Er kauft nicht nur das Produkt, sondern die Person dahinter.
Er möchte mit der Person dahinter sprechen.
KI kann ein Tool sein, das man einsetzen kann, um Dinge zu beschleunigen und schneller vorwärts zu kommen, aber es wird den Kern eines Geschäfts, eines menschlichen Geschäfts von Mensch zu Mensch, nicht ändern.
Natürlich wird es viele Bereiche revolutionieren, wenn man so sagen möchte, zum Beispiel auch die Art, wie Leute online nach Informationen suchen.
Es wird eine Veränderung stattfinden, aber im Kern wird jemand immer bei einem Menschen kaufen.
Und auch der Mensch dahinter wird der größte Faktor einer Kaufentscheidung sein.
Was Menschen wirklich kaufen: Transformation statt Information
Menschen kaufen keine Inhalte, keine Informationen mehr, weil alle Informationen längst frei zugänglich sind im Internet.
Menschen, die einen Online-Kurs oder ein Buch kaufen, die kaufen eine Transformation, ein besseres Leben.
Sie sagen: "Ich bin jetzt in der Situation A, in der ich Problem XY habe und jetzt möchte ich so schnell wie möglich zur Situation B, in der ich dieses Problem nicht mehr habe und in der mein Leben besser ist, als zuvor."
Und dieser jemand kann mir helfen, weil:
- Er sich entweder das nötige Wissen angeeignet hat.
- Er das selbst erlebt oder selbst erfahren hat, was ich gerade durchmache.
- Er sich einfach die nötigen Fähigkeiten angeeignet hat, um mir helfen zu können.
Die Person dahinter ist entscheidend.
Niemand kauft einen Online-Kurs, weil da tolle Informationen drin sind.
Tolle Informationen findest Du überall.
Er kauft den Weg von A nach B.
Deshalb ist es heutzutage auch so wichtig, wenn man ein Informationsprodukt erstellt, dass es eben nicht so viele Informationen wie möglich enthalten soll, sondern nur die nötigsten Informationen, um den Käufer so schnell wie möglich von A nach B zu führen.
Udo: Wir sind anders konditioniert.
Also ich zumindest in meiner Ausbildung.
Da muss man wirklich ins Detail und sehr ausführlich gestalten.
Christian: Absolut, aber gerade in der heutigen, schnelllebigen Zeit hat niemand Zeit für einen 37-Stunden Online-Kurs oder ein PDF-E-Book mit 298 Seiten.
Vielleicht wäre dieser Umfang manchmal nötig, aber man muss das so verpacken, dass es für jemanden auch umsetzbar ist und zwar in einer Zeitspanne, die irgendwo machbar und realistisch ist.
Das Problem des Informationsüberflusses
Gerade dieser Überfluss an Informationen ist ja ein Kaufgrund für ein Produkt, das quasi einen funktionierenden Weg abbildet und alle unnötigen Informationen weglässt.
Egal, welches Ziel Du hast, Du wirst zigtausende Blog-Beiträge, zigtausende Videos zu dem Thema finden und es ist schwer für den Einzelnen, aus all diesen Informationen etwas herauszufiltern, was für ihn selbst funktioniert.
Der eine sagt das, der andere sagt das.
Nehmen wir "Online Geld verdienen" oder "Online Business aufbauen": Der eine sagt, Du musst Affiliate-Marketing machen, der andere sagt, Du musst Dropshipping machen, Du musst Bücher auf Amazon hochladen, Du musst dies und jenes.
Da wird es schwer für die Leute zu entscheiden: "Womit starte ich? Was funktioniert wirklich?"
Das kennen wir alle, egal welches Thema...
Udo: Genau in dieser Situation bin ich ja quasi.
Erst mal natürlich das richtige Thema finden und dann wäre die nächste Frage: "Okay, ja was? Und wie?"
Aber wie gesagt, erst mal die Hausaufgaben machen und sich über das Thema klar werden und dann sagen: "Okay, ist da was? Hat das Potenzial?"
Und dann wäre die nächste Frage: "Okay, wie geht man dann da vor?"
Das beste Geschäftsmodell: Unabhängigkeit ist King
Christian: Was das Geschäftsmodell betrifft, die Klassiker kennst Du ja vermutlich, oder?
Du solltest Dir bei der Wahl des richtigen Geschäftsmodells auch die Frage stellen: "Wie unabhängig von anderen oder von Plattformen kann ich mich machen?"
Nehmen wir Bücher oder T-Shirts auf Amazon.
Amazon macht mit dem Produkt, das Du hochlädst, was es möchte.
Du hast keine wirkliche Kontrolle darüber.
Bei Affiliate-Marketing bist Du von dem Produkthersteller abhängig.
Ich habe das selbst schon bei einer Nischenseite (hier meine Anleitung zum Aufbau einer eigenen Nischenseite) erlebt, die ich mühsam aufgebaut und damit ein bestimmtes Produkt beworben habe.
Der Anbieter hat das Produkt plötzlich eingestellt und ich war mit der Nischenseite von heute auf morgen bei null.
Daher ist es auch immer wichtig, sich selbst die Frage zu stellen: "Möchte ich ein Geschäft aufbauen, von dem ich leben kann? Und wie kann ich mich möglichst unabhängig von Dritten machen?"
Und da ist aus meiner Sicht das beste Geschäftsmodell, eigene digitale Produkte zu entwickeln und sich eine eigene Community, eine eigene E-Mail-Liste und eine eigene Leserschaft aufzubauen, um möglichst unabhängig von Plattformen wie Facebook zu sein.
Klar, man hat immer eine gewisse Abhängigkeit.
Wir sind alle gewissermaßen von Google und von den großen Plattformen abhängig, wo sich eben die Leute tummeln, die man erreichen möchte.
Aber was Produkte betrifft, was Kunden betrifft, ist man damit unabhängig von diesen Plattformen.
Udo: Du nutzt ja die Plattformen, um die Leute auf Deine E-Mail-Liste zu kriegen, nehme ich mal an.
Christian: Genau.
Deshalb habe ich immer eine gewisse Abhängigkeit, weil ich ja irgendwie die Plattformen bedienen und nach deren Vorgaben "bespielen" muss, um die Leute auf meine E-Mail-Liste zu bekommen.
Aber wenn ich eine E-Mail-Liste und vor allem eigene Kunden habe, dann ist mir das egal, was der Algorithmus macht.
Udo: Also für mich geht es in erster Linie erst mal darum, nebenbei was aufzubauen.
So hast Du wahrscheinlich auch angefangen, nehme ich mal an.
Christian: Ja, absolut.
Und dann, je nachdem wie sich das entwickelt, zu sagen: "Okay, ich wechsle jetzt in die Selbstständigkeit."
Udo: Das ist so diese Sinnfrage, die ich mir gerade stelle: "Ist da noch mehr?"
Christian: Ja, genauso habe ich es auch gemacht.
Der Nebenbei-Start: Wie Du trotz Vollzeit-Job durchhältst
Also man sollte einfach mal nebenbei ein paar Dinge ausprobieren.
Und Du sagst es ja richtig: Niemand hat Zeit, jeder hat seine Verpflichtungen.
Aber deshalb ist es umso wichtiger, einfach mal ein paar Dinge auszuprobieren.
Es kann nicht viel passieren.
Und wir alle haben die gleichen 24 Stunden pro Tag zur Verfügung, also kann "Zeit" eigentlich keine Ausrede sein, weil hier niemand einen Vor- oder Nachteil hat.
Du musst nicht hohe Summen aufbringen, um eine Webseite aufzubauen oder einen YouTube-Kanal starten zu können.
(Übrigens... hier meine Videoanleitung um in nur 60 Minuten Deine erste Webseite ins Netz stellen zu können.)
Das alles ist im Prinzip völlig risikolos.
Was es braucht, ist Zeit.
So ehrlich muss man sein.
Die Kontinuitäts-Regel: Dranbleiben ist alles
Es funktioniert nicht zu sagen: "Ich habe jetzt Urlaub im nächsten Monat, da haue ich richtig rein und dann das nächste halbe Jahr mache ich nichts mehr."
Dann war alles für die Katz.
Es muss etwas Kontinuierliches sein.
Man muss wirklich dranbleiben und zwar JEDE Woche.
Aber so ist es überall im Leben.
Wenn ich ein Sixpack haben möchte und dafür ins Fitnessstudio gehe, dann wird das auch nicht in zwei Wochen erledigt sein.
Es ist ein langer Weg dorthin und ein noch längerer, um das Sixpack dauerhaft zu halten, oder
Udo: Okay, super.
Ich habe schon mal ein paar Details mitgeschrieben, super.
Ich muss jetzt erstmal meine Hausaufgaben machen.
Christian: Ja.
Udo: Und wenn ich dann mal irgendetwas habe, ich meine, ich folge Dir ja sowieso und habe auch Dein A-Z-Infoprodukt-System, dann melde ich mich.
Christian: Ja, sehr gut.
Die wichtigsten Erkenntnisse aus dem Interview
Für angehende Online-Unternehmer wie Udo:
- Schritt 1 - Selbstreflexion: Erstelle eine "Nuggets-Liste" mit 10-20 Themen aus Deinem Leben. Bewerte noch nichts, sondern sammle erst mal alles. Denke an berufliche Stationen, Hobbys, Herausforderungen, die Du gemeistert hast
- Schritt 2 - Recherche: Google jeden Punkt Deiner Liste und schaue, ob andere darüber sprechen, Kurse anbieten oder Bücher verkaufen. Frage Dich dann: Gibt es ein Problem zu lösen oder einen Wunsch zu erfüllen?
- Schritt 3 - Die 6-Monats-Regel: Wähle EINE Idee, fokussiere Dich nur darauf und gib Dir dafür mindestens ein halbes Jahr Zeit. Ziehe dann ehrlich Resümee: weitermachen oder Reißleine ziehen.
- Schritt 4 - Publikum vor Produkt: Starte nicht mit einem fertigen Produkt, sondern baue Dir erst eine eigene Community auf (E-Mail-Liste, Social Media). Erstelle erst dann hochwertige Produkte für die Leute innerhalb Deiner Community.
Die häufigsten Denkfehler dabei:
- "Ich muss etwas Revolutionäres erfinden!" Nein, schau, was andere machen und mache es auf Deine Art.
- "Ich muss die perfekte Idee finden!" Nein, wähle eine gute Idee und starte damit sofort.
- "Ich muss erst ein tolles Produkt erstelle und dann schauen, wo ich die Kunden herbekomme!" Nein, Du baust Dir zuerst eine Community auf und entwickelst dann gemeinsam mit ihr tolle Produkte (und hast sofort erste zahlende Kunden).
- "Ich brauche viel Geld zum Starten!" Nein, ein Online-Business ist praktisch risikolos. Du brauchst nur Zeit.
Und in Zeiten von KI wird eines immer wichtiger: Menschen kaufen von Menschen.
Nicht die Information ist entscheidend (die gibt es überall kostenlos), sondern:
- Deine Art, sie zu vermitteln.
- Deine Persönlichkeit.
- Dein Weg von Problem zur Lösung.
- Das Vertrauen in Dich als Person.
Meine bewährte Formel:
Persönliches Interesse + Problem/Wunsch anderer + Bereitschaft zu zahlen = Geschäftsidee
Das Interview zeigt deutlich: Der Weg zum Online-Business ist weniger kompliziert, als viele denken.
Die größte Hürde ist oft nicht das fehlende Wissen, sondern der fehlende Mut zum ersten Schritt.
Udo hat nach diesem Gespräch seine Hausaufgaben, jetzt liegt es an ihm, ins Handeln zu kommen.
Hast Du ähnliche Herausforderungen wie Udo?
Dann starte heute mit Deiner eigenen "Nuggets-Liste" und nimm den ersten Schritt in Richtung Online-Business.
Ganz nach dem Motto: "Es ist immer besser, schnell zu starten und sich schnell eine rote oder grüne Ampel zu holen, anstatt ewig herum zu überlegen."

