Alle erzählen Dir, dass Dir KI den Job wegnimmt.
Dass sie die Wirtschaft zerstört.
Dass alles anders wird und dass es Zeit ist, in Panik zu verfallen.
Sie liegen nicht ganz falsch, aber sie übersehen das Wichtigste.
Ich beschäftige mich seit dem ersten Tag intensiv mit KI-Tools, aber vor einigen Wochen musste ich meine Sicht auf das, was auf uns zukommt, komplett ändern.
Was ich gesehen habe, ist, dass die nächsten zehn Jahre die spannendsten in der Geschichte der Menschheit werden könnten, aber nicht aus den Gründen, über die die meisten Leute reden.
Wenn Du Dir die Diskussionen im Internet ansiehst, scheint es, als hätten die meisten Menschen keine Ahnung.
Sie sind völlig unvorbereitet und nicht in der Lage, von den enormen Chancen zu profitieren, die da kommen.
Und in diesem Beitrag versuche ich herauszuarbeiten, was tatsächlich hinter dem Hype, der Angst und dem "Untergangsszenario" steckt.
Du erfährst:
- Warum sowohl KI-Skeptiker als auch KI-Maximalisten den Blick fürs große Ganze verlieren.
- Warum KI uns zwar viele Jobs nehmen wird, aber die meisten dieser Jobs Dinge sind, die Menschen sowieso nicht tun sollten.
- Was ein 200 Jahre altes Paradoxon über Dampfmaschinen mit Deinem Online-Business zu tun hat.
- Warum gerade jetzt Millionen von Geschäftsideen plötzlich umsetzbar werden, die vorher zu teuer waren.
- Und warum die Geschichte eines Mannes und seines krebskranken Hundes zeigt, wohin die Reise wirklich geht.
Genug der Vorreden, lass uns einsteigen.
Die zwei Lager und warum beide falsch liegen
Schau Dir die Erzählungen an, die durchs Netz gehen.
Vor ein paar Monaten hieß es noch: "Ach, KI ist nur eine Blase wie die Dotcom-Blase damals, das ist bald vorbei."
Heute heißt es: "Oh mein Gott, das war's. Jeder verliert seinen Job. Die Wirtschaft bricht zusammen. Alle werden obdachlos."
Warum schlägt es so um?
Weil das gerade die interessantere Geschichte ist.
- Algorithmen lieben Empörung.
- Sie lieben Angst.
- Sie lieben das, was zu vielen Klicks führt.
Wenn Du nur konsumierst, was Dir der Feed vorsetzt, bekommst Du immer das, was die meiste Aufmerksamkeit erregt und das sind nun einmal die negativen Schlagzeilen.
Negativitätsbias sorgt dafür, dass alles, was Dir Angst macht oder Dich wütend macht, ganz oben landet.
Aber die Wahrheit ist langweiliger und gleichzeitig aufregender.
Was gerade passiert, ist außergewöhnlich und wird zu einer massiven Umwälzungen führen, aber die meisten Menschen unterschätzen drastisch, wie gut das wird.
Wir sehen gerade beispielhaften technologischen Fortschritt.
Solche Sprünge gibt es vielleicht einmal pro Generation.
Und ich glaube, die meisten verpassen ihn gerade.
Warum ich vor einigen Wochen meine Sicht auf KI komplett geändert habe
Ich nutze die KI-Tools schon seit es sie gibt.
Lange Zeit war meine Erfahrung mit ChatGPT & Co so: "Nun, eine wirklich beeindruckende Spielerei, mehr aber nicht."
Ich habe mich mit ChatGPT unterhalten und gedacht: "Wow, das Ding ist schlau, das beantwortet alle meine Fragen."
Solange Du nicht tiefer gräbst, bleibt die Illusion erhalten.
Aber der Moment, in dem es für mich kippte, war, also ich wollte, dass es tatsächlich etwas für mich tut.
Vor allem ChatGPT war hier knifflig, weil es so ein Schleimer ist, oder?
Es sagt ständig: "Oh, Du bist so brillant. Du hast so recht. Du bist der Beste."
Das macht es unwahrscheinlicher, dass Du widersprichst und dass Du sagst: "Moment mal, das ergibt eigentlich gar keinen Sinn."
Warum solltest Du jemanden hinterfragen, der Dir ständig erzählt, wie großartig Du bist?
Aber sobald Du es wirklich für etwas Nützliches einsetzt, fällt das Konstrukt zusammen.
Du bittest es, einen Artikel zu einem Thema zu schreiben, zu dem Du wirklich Bescheid weißt und Du denkst Dir: "Oh mein Gott, das ist furchtbar."
Es ist im Grunde nur ein Wort-Errate-Tool und wirklich gut darin, Wortfolgen zu bilden, die "klingen", als wären sie korrekt, aber dahinter ist keine Substanz.
Das war der Stand bis vor wenigen Monaten.
Vom beeindruckenden Trick zum echten Werkzeug: Was sind KI-Agenten?
Was sich vor 3-4 Monaten geändert hat, ist, dass diese Tools von "fortgeschrittener Autovervollständigung" zu echten agentischen Systemen geworden sind.
Das ist ein entscheidender Unterschied.
Was bedeutet "agentisch" überhaupt?
Vereinfacht gesagt bedeutet es, dass Du diese Tools jetzt dazu bringen kannst, echte Arbeit zu erledigen.
Vorher hast Du gefragt: "Hey, ich habe diese Daten und ich will Erkenntnisse daraus ziehen."
KI-Antwort: "Geh in Dein Excel, tippe diese Formel in diese Zelle und erstelle dann jene Pivot-Tabelle."
Heute gibst Du KI die Daten und sagst: "Sag mir, welche Seiten meine Besucher anschauen, bevor sie kaufen."
Und KI schaut selbst nach und liefert Dir direkt die Antwort.
Es macht die Arbeit, es zeigt Dir nicht mehr nur, wie Du sie machen sollst.
Der Umfang dieser Tätigkeiten und Anwendungsfelder hat sich massiv erweitert.
Du kannst inzwischen sagen: "Entwirf mir eine Web-App, teste sie und optimiere sie auf Basis der Testergebnisse."
Und Du kannst diesen Prozess Tag und Nacht laufen lassen, mehrere Agenten parallel.
- Einer entwickelt.
- Ein anderer testet.
- Ein dritter gibt Feedback.
Anthropic, die Firma hinter dem KI-Tool Claude, hat eine Funktion freigegeben, mit der Claude Deinen Computer benutzen kann.
- Es klickt durch Browser-Tabs.
- Es füllt Formulare aus.
- Es kann alles tun, was eine Person an einem Computer tun kann.
Wir sind an einem Punkt, an dem KI-Systeme in der Lage sind, fast alles zu tun, was ein Mensch an einem Bildschirm machen würde und es bis zum Ende durchzuziehen.
Das ist crazy und das ändert alles.
"KI nimmt mir den Job weg" – stimmt das wirklich?
Hier ist der Punkt, an dem die meisten in Panik geraten.
Wenn diese Systeme die Arbeit eines Menschen erledigen können, verlieren wir dann nicht alle unseren Job?
Ja und nein.
Viele Arbeitsplätze werden verschwinden, einige davon sogar schon bald.
Aber zwei Dinge musst Du aus meiner Sicht verstehen.
Das Jevons-Paradox: Warum mehr Effizienz nicht weniger Arbeit bedeutet
Im 19. Jahrhundert beobachtete der Ökonom William Stanley Jevons etwas Merkwürdiges: Effizientere Dampfmaschinen senkten die Nachfrage nach Kohle nicht, sie erhöhten sie.
Logisch wäre gewesen: Eine effizientere Maschine braucht weniger Kohle für dieselbe Energie, also brauchen wir weniger Kohle.
Tatsächlich passierte das Gegenteil, denn je effizienter, billiger und einfacher eine Dampfmaschine zu bedienen wurde, desto mehr Menschen wollten sie nutzen, in immer neuen Kontexten und für immer mehr Anwendungen.
Bei jedem technologischen Fortschritt der Geschichte hat dieses Muster gegolten.

Das Jevons-Paradox: Mehr Effizienz führt nicht zu weniger, sondern zu mehr Verbrauch. Übertragen auf KI bedeutet das: Mehr Software-Nachfrage, nicht weniger.
Und was sehen wir aktuell bei KI?
Die Entwicklung von Software wird viel billiger und einfacher.
Daraus könnte ein massiver Anstieg der Nachfrage nach Software entstehen, vor allem nach Nischen-Lösungen, also Software, die heute niemand baut, weil es sich (wirtschaftlich) nicht lohnt.
Das würde Jobs erhalten und neue schaffen.
Wissen wir mit Sicherheit, dass das Jevons-Paradox auch hier wirkt?
Nein.
Es wäre möglich, dass es diesmal anders ist.
Aber: Wer behauptet, dieser technologische Fortschritt werde alles zerstören, behauptet damit auch, dass es diesmal anders ist als bei jedem technologischen Fortschritt zuvor.
Das ist eine starke Aussage, die starke Beweise braucht und diese sehe ich bislang nicht, Du?
Die Wahrheit: Viele dieser Jobs sollten Menschen gar nicht machen
Dieser Punkt ist unbequemer, denn auch wenn das Jevons-Paradox greift, werden viele Jobs ersetzt.
Aber: Die Jobs, die ersetzt werden, sind oft Dinge, die Menschen gar nicht erst tun sollten.
Stell Dir vor, Du siehst heute jemanden, der ein Feld manuell mit einer Hacke bearbeitet. Denkst Du Dir dann: "Schön, dass der einen Job hat"?
Nein, Du denkst Dir: "Warum macht der Trottel das?"
Oder der Fließbandarbeiter, der den ganzen Tag Flaschenverschlüsse aufschraubt: Ist das etwas, was ein Mensch machen sollte?
Ein Mensch, der zwei Jahrzehnte braucht, um erwachsen zu werden. Sollte dieser Mensch den ganzen Tag damit verbringen, Verschlüsse aufzuschrauben?
Das ist doch verrückt, oder?
Oder wenn Du an einen LKW-Fahrer denkst:
- 8 Stunden am Stück hinterm Steuer.
- Eine meist gerade Strecke.
- Extrem ungesund.
Warum sollte ein Mensch das tun?
In ein paar Jahrzehnten werden wir zurückblicken und sagen: "Gott sei Dank macht das niemand mehr."
WICHTIG: Das soll nicht bagatellisieren, was Menschen durchmachen, deren Job verschwindet. Vielleicht hast auch Du einen dieser Berufe und vielleicht hast Du Dich jahrelang darauf vorbereitet.
Ja, das ist hart, das ist unangenehm, aber das ist die REALITÄT.
Wenn ich ehrlich auf die nächsten 30 Jahre blicke, dann glaube ich, dass die Welt besser wird, wenn diese Tätigkeiten verschwinden.
Wir kommen aus einer Zeit, in der man uns eingetrichtert hat, dass man wirtschaftliche Leistung erbringen muss und um wirtschaftliche Leistung zu erbringen, muss man sich zur Maschine machen.
Die meisten von uns haben sich darauf trainiert und viele von uns werden im Prinzip dafür bezahlt, eine Maschine zu sein.
Genau das ist der Teil, den KI gerade übernimmt.
Warum auch Content-Creator betroffen sind (und warum das gut ist)
Hier wird es persönlich, denn ich bin selbst Content-Creator, also jemand, der regelmäßig Inhalte im Internet veröffentlicht (übrigens... hier mein YouTube-Kanal :-)).
Aber sei ehrlich: Wie viele Content-Creator betreiben die Content-Erstellung wirklich als kreative Tätigkeit und wie viele sind im Grunde nur Maschinen, die versuchen, einen Algorithmus zu befriedigen?
Wir sehen Leute auf YouTube, TikTok & Co mit Hunderttausenden Abonnenten und Millionen von Videoaufrufen und denken uns: "Wow! Die haben es geschafft, die verdienen einen Haufen Geld!"
Aber ich habe mit vielen Content-Creatorn gesprochen und die allermeisten führen kein gutes Leben.
- Es ist unfassbar stressig.
- Wenn das ein Angestelltenverhältnis wäre, wären die Arbeitsbedingungen in den meisten EU-Ländern illegal.
Viele dieser Leute verzerren für ihren Job sogar die eigene Weltanschauung.
- Sie machen Content für eine bestimmte Zielgruppe.
- Ein bestimmter Ton funktioniert.
- Sie werden dafür bezahlt, in einem bestimmten Stil zu reden.
Ehe sie sich versehen, glauben sie selbst, was sie da absondern und sie verwandeln sich in einen Algorithmus-Kobold für ein bisschen Werbegeld.
Das ist grausam!
"Ja, aber die Leute tun sich das selbst an."
Das stimmt, aber ist es das, was die Leute ursprünglich wollten und wofür sie angefangen haben?
In der Regel nicht.
Wenn KI also 80 % der heutigen Influencer und Content-Creator ersetzt – und das passiert gerade in Echtzeit – ist das meiner Meinung nach ein Schritt in die richtige Richtung.
Es wird bahnbrechend, aber in 20 Jahren werden wir zurückblicken und uns denken: "Gott sei Dank müssen Menschen sich das nicht mehr selbst antun."
Doomscrolling wird bald frei von menschengemachtem Content sein
Wenn das, was Du willst, reines Doomscrolling (= das exzessive, zwanghafte Konsumieren negativer Nachrichten in sozialen Medien oder News-Feeds) ist, dann wird das schon bald frei von menschengemachtem Content sein.
Algorithmusbasierter, KI-generierter Content ist bereits dabei, menschlich erstellte Inhalte zu überholen.
Bei reiner Unterhaltung wird der Algorithmus immer gewinnen. Er ist einfach besser darin, uns süchtig zu machen.
Die Zukunft von TikTok und ähnlichen Plattformen ist im Grunde digitales Heroin: Es zieht Dich stundenlang ins Loch, so lange Du willst.
Manche Menschen werden in dieser Welt neue Tiefen des Leidens entdecken und das passiert schon mit Smartphones, aber mit KI wird es noch heftiger.
Du kannst die Menschen nicht zwingen, das nicht zu tun und Du kannst die Unternehmen nicht zwingen, es nicht zu bauen.
All das wird immer stärker zu einer Frage: "Was willst Du mit Deiner Zeit anfangen?"
Die Renaissance des Echten: Was wir stattdessen tun werden
Hier kommt der optimistische Teil (ja, es gibt ihn).
Ich glaube, wir sehen gerade die ersten Vorboten einer Renaissance des Echten.
Tom Morgan hat eine "Wisdom Community" gegründet.
- 150 Personen.
- Geschlossen.
- KI verboten.
- Echte Menschen, echte Interaktion.
Wenn das Internet bald von KI-Content geflutet wird (und das ist in vollem Gange), ziehen sich Menschen auf solche Inseln zurück. Auf das Echte. Auf das Persönliche.
Die Sehnsucht ist schon da, spürst Du sie auch?
- Mehr Verbindung zur Gemeinschaft.
- Mehr Verbindung zur Natur.
- Mehr Verbindung zu sich selbst.
Langfristig bin ich ziemlich optimistisch, was Dinge angeht, die nicht online stattfinden:
- Kreise (Männerkreise, Frauenkreise).
- Yoga, Wandern, Laufgruppen.
- Coaching, Therapie, ehrliche Gespräche.
- Dinge, die zwischen echten Menschen passieren, von Angesicht zu Angesicht.
Das wird ein wachsender Trend bei allen, die sich gegen die Heroin-Version der sozialen Medien entscheiden.
Und ich sehe das bereits in meinem Business.
Immer häufiger bitten mich Leser um ein persönliches Treffen, um ein Gespräch ohne Bildschirm dazwischen. Das ist kein Zufall.
Die Welt im Überfluss – was die Geschichte vom Fischer uns lehrt
Du kennst die Geschichte vom Fischer und Geschäftsmann wahrscheinlich.
Ein erfolgreicher Geschäftsmann macht Urlaub auf einer kleinen Insel und er lernt einen Fischer kennen, der ihn zum Angeln mitnimmt.
- Sie sitzen im Boot.
- Es ist entspannend.
- Ruhig und schön.
Der Geschäftsmann fragt: "Was machst Du so?"
Der Fischer sagt: "Ich fische. Jeden Tag. Davon ernähre ich meine Familie. Das war's."
Der Geschäftsmann sagt: "Nun, Du könntest daraus ein Geschäft machen! Stell jemanden ein und verkaufe einen Teil des Fangs. Kaufe mehr Boote, mehr Netze und skaliere. So baust Du Vermögen auf, statt nur Deine Familie zu ernähren."
Darauf der Fischer: "Klingt nach viel Arbeit. Warum soll ich das tun?"
Der Geschäftsmann: "Wenn Du es richtig anstellst, bist Du irgendwann so wohlhabend, dass Du Urlaub auf einer wunderschönen Insel machen und den ganzen Tag angeln kannst."
Der Fischer: "Genau das mache ich doch schon den ganzen Tag."
So sieht eine Welt des Überflusses aus.
Wenn alles in Hülle und Fülle vorhanden ist, gibt es keinen Grund mehr, dass jeder Mensch acht Stunden am Tag produktiv sein muss, um die Grundbedürfnisse aller zu decken.
Klingt vielleicht nach Science-Fiction, aber schau Dich um...
- Unser Lebensstandard ist im Vergleich zu jeder Generation vor uns unglaublich hoch.
- Unsere Möglichkeiten und Optionen sind irre.
- Der Zugang zu Freizeit, Annehmlichkeiten, Information, Unterhaltung wahnsinnig.
Ja, ich spreche auch zu denen, die sich kaum die Miete leisten können. Niemand sagt, dass jeder einen Lamborghini fahren muss, aber im historischen Maßstab leben wir alle in einem Wohlstand, den selbst Könige vor 200 Jahren nicht hatten.
Und es geht weiter in diese Richtung.
Schon heute haben viele Menschen Bullshit-Jobs, oder?
Sie sollen eigentlich acht Stunden arbeiten, arbeiten aber realistisch nur zwei Stunden. Die restlichen sechs Stunden verbringen sie mit Doomscrolling, Kaffeekränzchen und über den Chef schimpfen. 😉
Wir produzieren genug für alle, ohne dass alle dafür ackern müssen und es wird noch viel mehr davon kommen.
Aber wir brauchen Systeme, die das fair verteilen.
Die haben wir noch nicht, aber wir werden sie bauen.
Die Kreativitäts-Explosion: Warum jetzt Millionen neuer Ideen umsetzbar werden
Jetzt der Teil, der für unser Online-Business besonders spannend ist.
Ich wollte schon immer eigene Tools bauen.
Konnte es aber nie, aus verschiedenen Gründen:
- Ich bin kein Programmierer.
- Der Zeitaufwand war zu hoch.
- Profis zu bezahlen war zu teuer.
Da ging ich lieber auf Nummer sicher und lies es bleiben.
Heute?
Heute kann ich mich mit ein paar KI-Agenten hinsetzen und Dinge bauen, die vorher schlicht unmöglich waren. Oder unwirtschaftlich. Oder zu riskant.
Und genau das habe ich auch schon getan.
Schau Dir das an: Zwei Tools, die ich mit Claude Code gebaut habe - IN EINER WOCHE!
Wir haben einen Punkt erreicht, bei dem Millionen von Ideen plötzlich umsetzbar werden, die es vorher nicht wert waren, verfolgt zu werden, weil sie zu teuer, zu aufwendig oder einfach zu riskant waren.
Das schafft sofort Wohlstand und es geht erst los.
Speziell für Dich als (angehender) Online-Unternehmer heißt das:
- Infoprodukte, Kurse, Tools, Apps, die Du vor zwei Jahren noch verworfen hättest - BAUE SIE.
- Nischen, die zu klein für klassische Software-Anbieter waren – das ist jetzt Dein Spielfeld.
- Umsetzungssgeschwindigkeit, die früher großen Teams oder Konzernen vorbehalten war – Du bist als Solopreneur noch schneller.
Das ist die Goldader, die gerade aufbricht und die meisten verschlafen sie, weil sie ihre wertvolle Zeit mit Doomscrolling verbringen.
Du auch?
Die Geschichte von Paul Cunningham und seinem Hund Rosie
Vor wenigen Wochen ging eine Geschichte von Paul Cunningham viral.
Sein Hund Rosie bekam Krebs.
Die Tierärzte sagten ihm im Grunde: "Wir können für Deinen Hund nichts mehr tun."
Aber Paul wollte das nicht hinnehmen und begann, selbst zu recherchieren, nutzte dabei KI quasi als seinen Co-Pilot und fand heraus, wie man die DNA des Tumors seines Hundes sequenziert.
Und in weiterer Folge, wie man daraus einen mRNA-Impfstoff herstellt.
Er verabreichte den Impfstoff seinem Hund und die Symptome der Krebserkrankung gingen deutlich zurück.
Das ist die Kurzfassung.
Es gibt einen weiteren Mann, der gerade Ähnliches mit seinem eigenen, sehr aggressiven Knochenkrebs macht.
Die Medizin hat ihn aufgegeben, aber er sagt: "Ich gehe in den Founder-Modus gegen meinen eigenen Krebs."
- Er recherchiert wie ein Unternehmer.
- Er knüpft Kontakte.
- Er entwickelt Hilfsmittel.
- Er nutzt KI als Forschungsteam.
Solche Geschichten werden in den nächsten Jahren zu Hunderten passieren und das ist einer der Hauptgründe, warum ich so optimistisch bin.
Stell Dir vor, jemand sagt: "Ich nehme mir diese eine seltene Krankheit vor, bei der die großen Pharmaunternehmen nichts tun, weil es sich nicht lohnt."
Plötzlich hat diese eine Person die Schlagkraft eines ganzen Forschungsteams und zwar in Form von KI-Agenten. Plötzlich ist für eine einzelne Person, die sich für etwas einsetzt, dramatisch mehr möglich.
Das wird die Welt verändern, auf eine Weise, die sich heute noch niemand vorstellen kann.
Rick Rubin ist die Zukunft der Arbeit
Ein Artikel mit diesem Titel ging vor einer Weile viral und er bringt es auf den Punkt.
Rick Rubin ist einer der erfolgreichsten Musikproduzenten der Welt.
Er hat unter anderem mit Johnny Cash, Adele, Red Hot Chili Peppers und Kanye West gearbeitet.
Aber was die wenigsten wissen:
- Rubin spielt kein Instrument.
- Er kann nicht singen.
- Er kann keine Noten lesen.
Er weiß nicht, wie man Musik macht, aber er weiß, wie Musik klingen muss, damit sie wirklich gut ist.
Und genau das wird immer häufiger der entscheidende Skill sein.
In der Welt, die gerade entsteht, geht es bei Arbeit immer weniger darum, zu wissen, wie Du etwas tust. Es geht darum, zu erkennen, was getan werden sollte und auszuwählen, was gut ist.
"Ich habe keine Ahnung, wie man eine App entwickelt, aber ich weiß, welche App die Welt meiner Meinung nach braucht."
Das reicht heute schon in vielen Bereichen und das wird sich auf immer mehr Bereiche ausdehnen.
Menschen mit Geschmack, Vision und Klarheit gewinnen, Menschen mit Ausführungs-Maschinerie im Kopf werden ersetzt.
Übrigens passt das genau zu dem, was ich seit Jahren predige: Ausblenden. Tun. Korrigieren.
- Du musst nicht alles wissen, bevor Du loslegst.
- Du musst eine klare Vorstellung davon haben, was Du erschaffen willst und dann anfangen.
- Korrekturen kommen unterwegs.
KI macht dieses Prinzip auf einmal extrem schlagkräftig.
Das zweite Internet entsteht: Die Agent-zu-Agent-Wirtschaft
Lass uns in die Glaskugel schauen...
Hier kommt eine Idee, die bei den meisten Leuten noch nicht angekommen ist.
Wir bauen gerade ein zweites Internet auf: Das erste war für Menschen, das zweite ist für Agenten.
Was bedeutet das?
In Zukunft wirst Du nicht mehr selbst durchs World Wide Web klicken, um eine Software, ein Tool oder einen Anbieter zu finden, der zu Dir passt.
Dein Agent macht das.
Dein Agent interagiert mit anderen Agenten und wenn jemand etwas geschaffen hat, das Deinem Ziel dient, dann sagt Dein Agent: "Hier ist es."
Du gibst Deinem Agenten eine Aufgabe und ein Budget und Dein Agent gibt Geld für die Produkte und Dienstleistungen anderer aus, um Dir effizient zu liefern, was Du willst.
Verrückt: Du weißt vielleicht nicht einmal, von welchem Anbieter das Ergebnis kam.
Diese Agent-zu-Agent-Wirtschaft wird gigantisch und sie schafft eine völlig neue Branche mit dem Namen: Wie optimierst Du Dein Business so, dass es von KI-Agenten gefunden wird?
Das ist GEO (Generative Engine Optimization), also die Optimierung des eigenen Angebots für KI und Agenten.
Das ist die nächste Stufe nach SEO und das wird in den nächsten Jahren explodieren.
Wer früh dran ist, hat einen massiven Vorsprung.
Was bedeutet das alles für Dich als Online-Unternehmer?
Lass mich das einmal sehr direkt zusammenfassen, ohne Drumherum.
1. Hör auf, dem Doom-Narrativ aufzusitzen.
Ja, es wird zerstörerisch, ja, alte Geschäftsmodelle werden sterben, aber wer sich von der Angst lähmen lässt, verpasst die größte Chance seiner Berufslaufbahn.
2. Verstehe den Unterschied zwischen "KI als Spielzeug" und "KI als Werkzeug".
Wenn Du ChatGPT nur ab und zu für ein bisschen Smalltalk nutzt, dann ist das nett, aber Du hast den Schritt noch nicht gemacht.
Erst wenn Du KI-Agenten richtig in Deine Prozesse einbaust, beginnt die echte Hebelwirkung.
3. Baue Dinge, die Du Dich vorher nicht getraut hast.
Du hast eine Idee für eine Nischen-App? Ein Tool? Einen kleinen Service für eine spezielle Zielgruppe?
Vor zwei Jahren hätte ich gesagt: "Pass auf, was es kostet."
Heute sage ich: "Mach es. Das Risiko ist gering."
4. Investiere in das, was Menschen bleibt.
- Geschmack.
- Urteilsvermögen.
- Echtes Wissen über Deine Zielgruppe.
- Persönliche Verbindung.
- Eine echte Stimme.
- Ein klares Wertesystem.
Das ist das, was Du nicht outsourcen kannst und das ist, was Menschen kaufen, wenn alles andere zur Massenware wird.
5. Setze auf das Echte – auch im Marketing.
Wenn das Internet von KI-Schrott geflutet wird, gewinnen die, die echt sind.
- Die ihre Geschichte teilen.
- Die mit Klarheit sprechen.
- Die ohne Maske auftauchen.
Wenn Du Dir nicht sicher bist, was das in der Praxis heißt, dann schau Dir an, was ich hier auf meiner Webseite 365digital und auf meinem YouTube-Kanal mache:
- Kein Hype.
- Kein Guru-Geschwätz.
- Klare Sprache.
- Ehrliche Einblicke.
Das funktioniert und wird in den nächsten Jahren noch besser funktionieren.
Mein Fazit: Wer willst Du in dieser neuen Welt sein?

Die zentrale Frage in einer Welt voller KI-Werkzeuge ist nicht 'Wie überlebe ich?' – sondern 'Wer will ich sein?'
Wir bewegen uns auf eine Welt zu, in der Du mehr Macht hast, Dinge zu verwirklichen, als jede Generation vor Dir.
- Mehr Schlagkraft.
- Mehr Hebel.
- Mehr Möglichkeiten.
In einer solchen Welt stellt sich nicht mehr die Frage: "Wie kann ich überleben?", sondern: "Wer will ich sein?"
Wenn Du jemand bist, der hauptsächlich Status jagt (mehr verdienen als die anderen, ein besseres Auto fahren als die Nachbarn), dann wirst Du wahrscheinlich keine gute Zeit haben, weil dieses Spiel sowieso nie glücklich gemacht hat.
Wenn Du Dir hingegen sagst: "Eigentlich war dieses ganze Gerangel um die Spitze der Statusskala nie das, was mir wirklich wichtig war. Vielleicht kann ich jetzt mehr Zeit damit verbringen, Dinge zu tun, die für mich Sinn ergeben", dann glaube ich, Du wirst eine fantastische Zeit haben.
Mein Job seit 2016, seit ich aus der Festanstellung ausgestiegen bin, ist es, Menschen zu helfen, sich ein Online-Business aufzubauen, das zu ihrem Leben passt und nicht zu einem Lifestyle, den ihnen jemand verkauft hat.
Mit KI wird genau das radikal einfacher und das ist die wirklich gute Nachricht.
Die nächsten zehn Jahre sind nicht der Untergang, sie sind das größte Möglichkeitsfenster Deiner Lebenszeit.
Was machst Du daraus? 🙂 (kommentiere hier gerne)
Häufige Fragen zu KI und Online-Business (FAQ)
Wird KI mir meinen Job als Online-Unternehmer wegnehmen?
Wenn Dein Job hauptsächlich darin besteht, sich wiederholende Aufgaben zu erledigen, die ein KI-Agent in Sekunden machen kann, dann ja, dieser Teil verschwindet.
Wenn Du aber Geschmack, Urteilsvermögen, eine eigene Stimme und eine echte Beziehung zu Deiner Zielgruppe hast, wirst Du durch KI sogar wertvoller.
Du wirst zum Dirigenten eines ganzen Orchesters, statt selbst jedes Instrument zu spielen. 🙂
Was sind KI-Agenten einfach erklärt?
KI-Agenten sind Software-Systeme, die selbstständig Aufgaben ausführen, ohne dass Du jeden Schritt vorgeben musst.
Du gibst ihnen ein Ziel und ein paar Werkzeuge und sie planen, handeln und korrigieren sich selbst.
Ein Beispiel. Du sagst: "Analysiere meine Webseiten-Daten und schlage drei Verbesserungen vor."
Der Agent öffnet selbst Dein Analytics-Konto, zieht die Daten, erstellt Auswertungen und liefert ein Ergebnis. Klassische Tools sagen Dir, wie es geht, Agenten tun es für Dich.
Was ist das Jevons-Paradox und was hat es mit KI zu tun?
Das Jevons-Paradox beschreibt eine Beobachtung aus dem 19. Jahrhundert: Effizientere Dampfmaschinen senkten die Kohle-Nachfrage nicht. Sie steigerten sie, weil günstigere Energie zu völlig neuen Anwendungen führte.
Übertragen auf KI heißt das: Selbst wenn KI bestimmte Aufgaben billiger macht, wird die Nachfrage nach Software, Inhalten und Services voraussichtlich steigen, weil plötzlich Dinge möglich werden, die vorher unwirtschaftlich waren.
Welche Online-Berufe sind durch KI besonders gefährdet?
Besonders betroffen sind Tätigkeiten, die hauptsächlich aus Mustererkennung, Datenverarbeitung und Standardproduktion bestehen:
- Einfache Texterstellung (nicht professionelles Copywriting).
- Standard-Übersetzungen.
- Basis-Grafikdesign.
- Einfache Programmierung.
- Oberflächliche Recherche.
Sicher sind aus meiner Sicht Tätigkeiten mit Empathie, Strategie, körperlicher Präsenz oder echter Originalität.
Lohnt es sich 2026 noch, ein Online-Business aufzubauen?
Mehr denn je, denn die Markteintrittshürden sind so niedrig wie nie.
Eine Idee, die vor zwei Jahren ein 50.000-Euro-Investment gebraucht hätte, kannst Du heute teilweise an einem Wochenende mit KI-Agenten testen.
Die Frage ist nicht mehr, ob Du starten solltest, sondern was Du startest und für wen. Wenn Du dabei Hilfe brauchst, schau Dir mein A-Z Infoprodukt-System an.
Wie kann ich konkret als Selbstständiger mit KI arbeiten?
Drei Schritte:
- Identifiziere die zwei oder drei Tätigkeiten, die in Deinem Alltag am meisten Zeit fressen (oft Kommunikation, Content-Produktion, Recherche).
- Wähle für jede Aufgabe ein passendes KI-Tool (z. B. Claude für komplexes Schreiben und Strategie, ChatGPT für Brainstorming, ein Voice-Agent für Telefon, ein Chatbot für FAQs).
- Baue daraus einen festen Workflow. Das heißt: nicht einmal benutzen, sondern strukturell verankern. Erst dann hebelt KI Dein Business wirklich.
Wird KI menschliche Content-Creator komplett ersetzen?
Bei austauschbarem, rein algorithmus-getriebenem Content ja und das passiert bereits.
Bei echten, persönlichen Stimmen mit klarer Haltung und eigener Geschichte: NEIN.
Im Gegenteil: Je mehr KI-Schrott das Netz flutet, desto wertvoller wird das Echte.
Das Problem ist, dass die meisten Content-Creator nicht echt sind, sondern nur Algorithmus-Spielfiguren. Diese Schicht stirbt.
Was ist GEO (Generative Engine Optimization)?
GEO ist die Optimierung Deiner Inhalte für KI-Suchmaschinen wie ChatGPT, Perplexity oder Google AI Overviews.
Statt für klassische Google-Rankings optimierst Du dafür, dass KI-Systeme Dich als Quelle zitieren, wenn jemand eine Frage in einer KI-Suche stellt.
Es ist die nächste Stufe nach SEO und gerade aktuell entscheidet sich, wer in den nächsten fünf Jahren digital sichtbar bleibt.
Übrigens: KI-Systeme lieben Videos und ziehen sie viel häufiger als Quelle heran, als etwa reine Blog-Beiträge.


Hallo Christian, wirklich ein interessanter Artikel und Glückwunsch zu deinen beiden Tools. Ich habe bis vor einer Woche sehr intensiv Claude Cowork (Max 5 mit extra Nutzungsvolumen, entsprach ungefähr Max 20 – dem größten Paket) mit seinen Agenten genutzt und habe sehr schlechte Erfahrungen gemacht, so dass ich Cowork mit einem unwilligen, betrügerischen und faulen Mitarbeiter vergleichen würde der keine Woche seiner Probezeit überlebt hätte.
Dabei wollte ich nur die Content-Erstellung von Videoskripten mit mindestens 8 Minuten Länge inklusive der Recherche der Themen auslagern. Also habe ich Cowork gebeten auf themenrelevanten Newsportalen und Webseiten nach Skript-Ideen zu suchen und daraus dann Skripte zu erstellen.
Die ersten Dutzend Themen-Ideen waren gut, danach kamen einfach keine neuen, obwohl ich mittlerweile 116 Webseiten recherchieren habe lassen, die täglich abgefragt werden konnten. Da es Nachrichtenseiten waren gab es jeden Tag unzählige neue Themen.
Nach 14 Tagen gestand mir Cowork dann, dass es gar nicht die URLs aufrufen kann, weil eine Einstellung fehlen würde. Es hätte nur einige wenige der URLs über die Websuche aufrufen können und zu den meisten keinen Zugang bekommen.
Als ich die Freigabe erteilt habe (ein kleiner Schieberegler in den Einstellungen von Claude), hat es nach Lust und Laune eine Handvoll der URLs abgerufen obwohl es einen konkreten Arbeitsauftrag gab.
Begründung. Ich wusste nicht das das ein harter Befehl war und deswegen habe ich es nicht gemacht. Also habe ich es harten Befehl vergeben. Ohne Erfolg. Dann habe ich Rückmeldungsschleifen eingebaut, so dass nur wenn die URls aufgerufen werden auch die Aufgabe als erledigt gesehen wird.
Weil Claude mir dann gesagt hat, dass es mit zu vielen Daten Probleme hat (deswegen funktionieren deine Tools z.B. bei Shorts gut, aber längeren Videos vermute ich, dass es Probleme geben wird) habe ich dann aus der Arbeitsanweisung themenrelevante einzelne Anweisungsdateien mit wenig Inhalt erstellen lassen, es hat alles nichts geholfen, die Anweisungen wurden nie vollständig meist nur sehr rudimentär angewendet.
Es hat alles nichts geholfen. Claude hat dann einfach vorgegeben die Arbeit zu tun und sich Themen ausgedacht, die es gar nicht gab.
Die Begründung. Ich bin keine Software die alles abarbeitet was ihr über Nullen und Einsen vorgeben worden ist, sondern ein Large Language Module das Dinge erfindet und die Befehle als Hinweise versteht die falls die Rechenkapazität vorhanden ist, umgesetzt werden.
Du kannst die vorstellen, wie die Qualität der Skripte war. Trotz mehrerer Beispielskripte und unzähliger Regeln habe ich es in 2 Monaten nicht hinbekommen, dass Claude so geschrieben hatte wie ich es wollte. Obwohl ich auch für die Skripterstellung natürlich Agenten gebaut hatte, die es abschnittweise erstellen (über 2.500 Zeichen hatte Claude Probleme und ich wollte mindestens 9.000 Zeichen für das 8+ Minuten-Video haben).
Hinzu hat es bei meinen faktenbasierten Skripten einfach regelmäßig „Fakten“ erfunden was mega peinlich war, wenn ich dann unter den Videos lesen durfte, dass es ganz anders ist. (Da meine Videos ein Newsformat waren konnte mir auch mein Fachwissen nicht helfen, denn logisch haben die erfundenen Fakten geklungen, aber sie hatten nie stattgefunden).
Bei der Skripterstellung hat Claude viel kriminelle Energie eingesetzt. Den Faktencheck gefälscht, Quellen-URLs erfunden oder einfach nur Teile des Skriptes geprüft aber alles für ok empfunden.
Zum Schluss habe ich pro Skript länger gebraucht als wenn ich es alleine geschrieben hätte.
Die Empfehlung war am Ende von Claude, dass ich lieber nicht mehr mit Claude arbeiten und selber recherchieren und schreiben sollte.
Ich habe jetzt erst einmal eine Woche Pause gemacht, um mich von dem Desaster zu erholen, das hat nach 2 Jahren intensiver KI-Nutzung auch mal richtig gut getan.
Ich weiß ehrlich gesagt noch nicht wie ich weiter mit der US-KI arbeite, da es immer mehr Fachleute und Ex-Mitarbeiter der US-KI-Firmen gibt, die sagen, dass sich Claude, ChatGPT und Co. auf dem Holzweg befinden und in der EU werden gerade die KI-Tools der neuesten Generation gebaut, die einen ganz anderen Ansatz haben und genau die von mir geschilderten Probleme umgehen sollen. Ein Artikel dazu habe ich im Newsletter der AINauten gelesen: https://www.ainauten.com/p/neue-ai-labs-in-europa-ai-automatisiert-marketing-auf-meta-schreibmuster-ki-prompt
Trotz allem bin ich deiner Meinung, dass sich gerade etwas Großes verändert und viele Chancen auftuen, die man nutzen sollte. Allerdings sollte man nichts von dem was einem die KI-Tools sagen oder geben als gegeben hinnehmen, sondern sehr kritisch hinterfragen.
Viele Grüße
Dirk
Hi Dirk,
danke für diesen ehrlichen, ausführlichen Kommentar. Genau diese Art Feedback ist Gold wert.
Und ja: Deine Frustration kann ich nachvollziehen. 🙂
Trotzdem will ich ein paar Dinge einordnen, weil ich glaube, dass ein Teil davon hausgemacht ist. Zwar nicht von Dir, aber von dem Use Case, den Du Cowork gegeben hast.
Du hast vermutlich einen der härtesten Jobs gewählt, die man einer KI heute geben kann.
Tagesaktuelle Newsrecherche auf 116 URLs + 9.000-Zeichen-Skripte + faktenbasierte Inhalte + Konsistenz über Wochen. Das ist das Hochrisikoprofil schlechthin für aktuelle Sprachmodelle.
Live-News bedeutet, das Modell hat die Fakten nicht im Training, es muss erst alles frisch ziehen. Wenn dabei das Tool-Setup nicht stimmt (Webzugriff aktiviert, URLs erreichbar, robots.txt freundlich), erfindet es Lücken.
Self-Fact-Checking ist eine bekannte Schwäche aller LLMs. Sie sind im Schnitt überzeugte Lügner über ihre eigenen Lügen.
Zu den europäischen KI-Tools: Ich bin pro-europäische KI, aber die Behauptung, dass irgendein neues Tool genau diese Probleme umgeht, ist aktuell sicher Marketing und nicht die Realität. Halluzinationen und Kontext-Limits sind keine Anthropic- oder OpenAI-Probleme. Es sind Eigenschaften der gesamten Modellklasse, mit der wir heute arbeiten. Mistral, Aleph Alpha & Co. haben dieselben Themen. Wer Dir was anderes erzählt, will Dir was verkaufen.
Wofür die KI-Agenten heute einfach noch nichts taugen:
– Faktenbasierte Newsproduktion auf Autopilot.
– Lange autonom recherchierte Texte ohne menschlichen Faktencheck.
Deine letzte Zeile bringt es eigentlich auf den Punkt: Nichts von dem, was die KI-Tools sagen, als gegeben hinnehmen, sondern kritisch hinterfragen.
KI ist eben ein Werkzeug und kein Mitarbeiter. Es ist aus meiner Sicht ein extrem mächtiges Werkzeug, das in den richtigen Händen ein großer Hebel sein kann, den man vor zwei Jahren noch für Sci-Fi gehalten hätte, aber in den falschen Aufgaben ein teurer Zeitfresser ist.
Eine Woche „KI-Pause“ tut sicher gut, oder? 🙂
Liebe Grüße aus Salzburg
Christian