Was Du aus 2 Calls über die Denkweise Deiner Kunden lernen kannst

Was Du aus zwei Telefongesprächen über das Verhalten und die Denkweise Deiner (zukünftigen) Kunden lernen kannst

Verhalten und Denkweise Deiner Kunden

Sobald Du online etwas verkaufst, musst Du Dich zwingend mit den Menschen befassen, die Deine Produkte kaufen sollen, also mit Deiner Zielgruppe und Deinen potenziellen Kunden.

Es handelt sich dabei um Menschen, die Gemeinsamkeiten haben (z.B. das gemeinsame Interesse an Deinem Thema), sich aber dennoch häufig in völlig unterschiedlichen Situation und Ausgangslagen befinden.

Mit der Zeit und wenn Du an Erfahrung und Reichweite gewinnst, bekommst Du ein Gespür für Deine Leser und Kunden. Du wirst gewisse Muster feststellen und kannst bestimmte Botschaften (z.B. in Mails, Kommentaren und Gesprächen) besser verstehen und weißt, was wirklich dahintersteckt (ohne die Person persönlich zu kennen).

Ich bin seit 2008 im Online-Geschäft und möchte Dir in diesem Beitrag zeigen, wie Du anhand bestimmter Signale, Andeutungen und Nachrichten Deiner Zielgruppe 100% verlässlich erkennen kannst, ob jemand bei Dir kaufen wird oder nicht.

Mit diesem Wissen kannst Du Dein Marketing und Deine Energien laserscharf auf die Menschen ausrichten, die am liebsten sofort bei Dir kaufen möchten und gleichzeitig all jene ignorieren, die nie auch nur einen Cent bei Dir lassen werden.

Welche Menschen bei Dir bestimmt nie etwas kaufen werden und warum...

Ich verkaufe einen Online-Kurs - das A-Z Infoprodukt-System - der jedem Interessierten zeigt, wie man sich mit der Erstellung und Vermarktung digitaler Informationsprodukte ein gewinnbringendes Online Business aufbauen kann.

Der Kurs kostet 997 Euro und ist jeden Cent wert (aber das ist eine andere Geschichte).

Selten und in der Regel nur bei besonderen Anlässen launche ich den Kurs bei meinen Newsletter-Abonnenten mit einem 50% Rabatt. Zum Beispiel zur Geburt meines Sohnes.

Der enge Kontakt zu meinen Lesern und (potenziellen) Kunden ist mir sehr wichtig, daher lade ich sie während so eines Launches immer wieder dazu ein, einen Telefontermin mit mir zu machen. Nichts ersetzt einen persönlichen Call!

Der Call dient dazu, um gemeinsam herauszufinden, ob mein Kurs das richtige ist oder nicht (beides ist ok und ich sage auch jedem, wenn ich der Meinung bin, dass es nicht passt).

Auch beim Launch im April 2020 war es wieder so und ich hatte zum Beispiel einen Call mit meinem Namensvetter Christian.

Das Gespräch lief super und ich merkte, dass er einen Plan hat.

Plötzlich, als mir Christian erzählte, was er online vorhat, hatte ich ein Déjà-vu. Mir kam seine Idee bekannt vor und ich fand sie großartig!

Ich sprach ihn darauf an und wir fanden heraus, dass wir bereits in der Vergangenheit einmal telefoniert hatten, um herauszufinden, ob ihm das A-Z Infoprodukt-System dabei helfen kann, aus seiner Idee ein echtes Business zu machen.

Nämlich bei meinem letzten Live Launch im Oktober 2019.

Bereits in diesem 1. Call fanden wir heraus, dass ich und mein Kurs ihm auf jeden Fall dabei helfen können, ein digitales Infoprodukt-Business in seinem Bereich aufzubauen. Seine Business-Idee ist einfach perfekt für ein Infoprodukt-Business!

Wir waren auf einer Wellenlänge und Christian hat gemeint, dass er zwar nebenbei gerade noch einen Workshop gebucht hat, der noch läuft, er aber sehr wahrscheinlich die Chance nutzen und Mitglied im A-Z Infoprodukt-System werden wird.

Wurde er nach dem 1. Call Mitglied?

Nö!

Ich habe ihn im 2. Call, etwa ein halbes Jahr später, gefragt, wie es nun um seine grandiose Business-Idee steht und ob er schon vorwärts gekommen ist.

Er meinte: "Nein, ich suche immer noch nach dem richtigen Fahrplan dafür und bin noch nicht weitergekommen. Aber irgendwie bin ich jetzt wieder bei Dir gelandet, um einen erneuten Anlauf zu nehmen."

Ich meinte: "Klasse, dann lass uns das Ding groß machen!"

Er so: "Super, ich bin dabei und motiviert! Aktuell habe ich zwar noch eine Ausbildung zum Facebook-Profi angefangen, aber ich denke, dass ich das unter einen Hut bekomme!"

Hat er das A-Z Infoprodukt-System nach diesem 2. Call gekauft?

Nee!

Das Muster, das wir hier erkennen, ist: "Aufschieberitis" und "Gerade keine Zeit".

Christian hat eine Idee und möchte unbedingt ein Online Business daraus machen, schiebt den Start aber immer wieder (bewusst) nach hinten. Oder er verwendet andere Aufgaben und Tätigkeiten als Ausrede dafür, jetzt (noch) nicht starten zu können.

Er sagt zu sich selbst: "Jetzt geht es gerade nicht, aber ich starte später, wenn es besser passt!"

Das ist ein klassisches Phänomen und trifft auf etwa 31% meiner Leser zu, die zwar sehr starkes Interesse an einem gewinnbringenden Online Business haben (alle meine Mails lesen und sogar schon auf der Bestellseite waren), aber letztlich den Startknopf nie drücken, weil "es gerade nicht passt" oder sie aktuell keine Zeit dafür haben.

In manchen Fällen mag der Zeitpunkt ungünstig sein (aus welchen Gründen auch immer), meistens ist es aber eine pure Ausrede, um es nicht tun zu müssen!

Learning: Der perfekte Zeitpunkt wird nie kommen! Egal, ob man abnehmen oder ein Business starten möchte. Leute, die Dir sagen "Es passt gerade nicht", "Der Zeitpunkt ist ungünstig", "Ich habe gerade keine Zeit dafür" oder "Ich komme später auf Dich zurück" werden nie etwas bei Dir kaufen!

Leute, für die es jetzt gerade nicht passt, für die passt es auch in einem halben Jahr nicht. Leute, die jetzt keine Zeit dafür haben, habe sie auch später nicht.

Überleg mal, wie oft Du Dir schon etwas vorgenommen, es dann aber nie durchgezogen hast?

PS: Christian, wir sprechen uns beim nächsten Live Launch! 😉

Aber es gibt noch eine weitere Art von "Interessent" der bei Dir und mir niemals etwas kaufen wird. Und hier ist das Verhalten sogar noch überraschender!

Im gleichen Launch wie oben habe ich auch mit Stefan telefoniert. Er war in einer anderen Situation als Christian, hatte andere Fragen und Zweifel.

Auch er war am Ende des Telefonats überzeugt von meinem Kurs und wollte investieren.

Er meinte jedoch, dass gerade sein Fernseher kaputt gegangen sei und er daher die 500 Euro für einen Neuen investieren musste (wer kann schon ohne TV überleben ;-)). Daher bat er mich darum, ob er auch einen Monat später noch zum vergünstigten Preis bestellen kann.

Meine Alarmglocken läuteten und ich wusste längst, was das bedeutet!

Ich willigte aber trotzdem ein, weil ich die Probe aufs Exempel machen wollte und natürlich Futter für diesen Beitrag brauchte. 😉

Er schrieb mir nach unserem Call folgende Nachricht (unten rot umrahmt), ich antwortete ihm und bestätigte ihm noch einmal unseren "Deal".

Er antwortete mir sogar noch einmal und bestätigte mir, dass er sich am 30. April bei mir melden, meinen Kurs kaufen und mich zu einem reichen Mann machen wird. 😉

Heute ist der 11. Mai und ich warte immer noch darauf, endlich von ihm zu hören! 😉

Stefan, wo bist Du?

Ist Dir etwas passiert? Ist auch der neue Fernseher wieder kaputt gegangen oder hast Du einfach kalte Füße bekommen? 😉

Im Ernst.

Ich wusste bereits direkt nach unserem Call, dass Stefan kein Kunde von mir werden wird und das ist auch völlig in Ordnung.

Learning:

  • Leute, die aktuell das Geld nicht haben, werden es auch später nicht haben.
  • Leute, die Dich darum bitten, Dein Produkt später kaufen zu dürfen, werden es nie tun.

Zwischen "Schick mir bitte den Bestelllink" und tatsächlich die Geldbörse zu öffnen,  liegen nämlich Welten!

Ich kann nur vermuten, was aus psychologischer Sicht dahintersteckt.

In dem Augenblick direkt nach unserem Call, war Stefan vielleicht wirklich "heiß" auf den Kurs, musste aber etwas "erfinden", warum er nicht bestellen kann. Die 500 Euro für den neuen TV nahmen ihm die Entscheidung ab. Das ist bequem. Oder er wusste auch da schon, dass er nie bestellen wird, wollte mir das aber nicht sagen.

In einem Monat kann viel passieren. Viele andere Dinge sind vermutlich auf ihn eingeprasselt. Vielleicht hat sich sein Fokus verschoben, sein Interesse geändert oder die Waschmaschine ist kaputt gegangen. Wir wissen es nicht!

Fazit

Das Verhalten von Christian und Stefan sind keine Einzelfälle oder Zufälle, auch ist daran bestimmt nichts verwerflich oder falsch (sondern menschlich). Ich hatte über die Jahre mit Tausenden Interessenten und Kunden zu tun und kann Dir sagen, dass beide den typischen "Nicht-Käufer" repräsentieren. 

Ich möchte mit diesen Insights aber bestimmt niemandem auf den Schlips treten, sondern Dir einfach nur ein paar Signale und Trigger zeigen, wie Du Deine echten Kunden von jenen auseinanderhalten kannst, die vielleicht Interesse zeigen, aber dennoch nie etwas bei Dir kaufen werden. Mehr über Deine Zielkunden kannst Du mit Hilfe dieses Beitrages herausfinden.

  • Fokussiere Dich auf all jene, die Dein digitales Infoprodukt als sinnvolle Investition sehen und nicht als unangenehme Ausgabe.
  • Fokussiere Dich auf all jene, die Dein digitales Infoprodukt als echten Problemlöser erkennen und JETZT kaufen und nicht auf "irgendwann" oder "später" warten.

Welche Erfahrungen hast Du mit "potenzielle Kunden" gemacht? Hinterlasse mir gerne einen Kommentar mit Deiner Meinung.

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