Du hast 20 oder 30 Jahre Fachwissen und willst ein Online-Business ohne Technik-Kenntnisse aufbauen, weil Du bei Wörtern wie Hosting, Plugin oder Domain abschaltest? Dann bist Du hier richtig.
Das geht, weil Du nur vier technische Bausteine brauchst, und nie alle auf einmal. Zum Start reicht meist einer: eine Webseite für 4,95 Euro im Monat. Hier siehst Du, welcher Baustein wann dran ist, was er kostet, wie lange die Einrichtung dauert und was Du abgeben kannst.
Warum kannst Du ein Auto fahren, ohne ein Ingenieur zu sein und den Motor selbst gebaut zu haben?
Aus dem gleichen Grund, aus dem Du ein Infoprodukt-Business betreiben kannst, also Dein Wissen als E-Book oder Online-Kurs verkaufst, ohne ein Webdesigner oder ein Technik-Profi zu sein.
Stand: 13. Oktober 2026. Alle Preise habe ich an diesem Tag auf den Seiten der Anbieter geprüft. Die Stunden für die Einrichtung sind meine Erfahrungswerte für Einsteiger.
Das Wichtigste in 60 Sekunden
- Du brauchst vier Bausteine: eine Webseite, ein E-Mail-Werkzeug, einen Zahlungsanbieter und, nur für Videokurse, einen Mitgliederbereich.
- Zum Start brauchst Du meist nur die Webseite. Das E-Mail-Werkzeug kommt, sobald Besucher da sind, der Rest kurz vor dem ersten Verkauf.
- Anfangs kostet Dich die Technik rund 5 Euro im Monat, mit Mitgliederbereich rund 47 Euro (inklusive Umsatzsteuer, bei jährlicher Zahlung), dazu eine Gebühr pro Verkauf. Für die Einrichtung aller vier Bausteine rechne ich mit 23 Stunden.
- Du hast noch kein Thema? Dann kommt die Technik später. Starte mit Deiner Idee, die Webseite kann warten.
- Was Dich davon jetzt betrifft, zeigt Dir der Technik-Check in einer Minute.
Hi, ich bin Christian Költringer, Online-Unternehmer aus Salzburg. Meine ersten Gehversuche im Internet habe ich 2008 gemacht, und seit 2016 lebe ich zu 100 % von meinen Online-Einnahmen.
Für meine eigenen Webseiten nutze ich genau die Bausteine, die ich Dir hier zeige: WordPress, KlickTipp und Digistore24. Und bei den meisten Plugins lasse ich die Standardeinstellungen einfach, wie sie sind.
Zur Offenheit: Ich verkaufe selbst Online-Kurse und weise hier auf mein kostenloses Einstiegsangebot hin. Affiliate- oder Werbelinks gibt es keine. Alle Anbieter sind ganz normal verlinkt.
Technisch unbegabt? Warum Dich das nicht aufhält
Immer wieder bekomme ich Nachrichten von meinen Lesern, in denen sie mir davon erzählen, dass die Technik absolut nicht ihr Ding ist. So wie Christiane, die mir Folgendes geschrieben hat.

Es sind Leute, die zwar motiviert sind, sich online etwas Eigenes aufzubauen, aber Angst davor haben, an der Technik zu scheitern. Vielleicht kennst Du das ja?
Du hast Fachwissen und überlegst, wie daraus ein eigenes Online-Angebot wird? Dabei hilft Dir mein kostenloser E-Mail-Kurs: sieben Tage lang je ein konkreter Schritt, wie aus Deinem Wissen ein eigenes Produkt wird. Nebenbei siehst Du, wie ich selbst mit meiner E-Mail-Liste arbeite.
Fehlt Dir das Thema noch, helfen Dir die 77 Themen-Ideen aus ganz unterschiedlichen Märkten, die Du als Download dazubekommst. Kostenlos und ohne Zahlungsdaten.
In meinen E-Mails stelle ich Dir auch mein kostenpflichtiges Angebot vor. Abmelden kannst Du Dich jederzeit mit einem Klick.
Ich denke, es gibt hauptsächlich zwei Gründe dafür.
- Fehlendes Wissen darüber, was man technisch wirklich braucht, um ein Online-Business erfolgreich betreiben zu können (und was bestimmt nicht).
- Überforderung bei all den Möglichkeiten, die man heutzutage hat, eine Webseite zu erstellen oder Werkzeuge zu nutzen, die bestimmte Aufgaben übernehmen.
Beides lässt sich lösen. Das Erste mit einer kurzen Liste: Es sind vier Bausteine. Das Zweite mit einer klaren Reihenfolge: Du richtest immer nur den Baustein ein, der gerade dran ist.
Wie wichtig die Technik wirklich ist
Viele denken, die richtige oder perfekte Technik ist das Wichtigste bei einem Online-Business. Warum kann ein Formel-1-Fahrer ein Rennen gewinnen, obwohl er einen schwächeren Motor hat als andere? Weil am Ende des Tages das Gefühl für den Rennwagen und die Fähigkeit, ihn am Limit zu bewegen, der größere Hebel für Erfolg ist als der stärkere Motor.
Genauso ist es im Business. Die Technik ist das Mittel zum Zweck, um sprichwörtlich die PS auf die Straße zu bringen und Deine Botschaft mit der Welt zu teilen. Die echten PS dahinter sind aber ein umfassendes Zielgruppenverständnis, erstklassige Inhalte, tolle Produkte und smartes Marketing.
Ich sage aber nicht, dass die Technik nicht wichtig ist (ist sie).
Sie ist aber nicht ausschlaggebend dafür, ob Dein Business floriert oder schwächelt. Es gibt Webseiten, die sind hässlich wie die Nacht und verdienen trotzdem gutes Geld, weil ihre Inhalte hervorragend sind.
Kurzvideo (1:13): Warum ich Einsteigern zu günstiger Technik rate und den Fokus aufs Marketing lege.
Die 4 Technik-Bausteine und wann Du welchen brauchst
Hier ist die ganze Technik eines Online-Business auf einen Blick. Die Reihenfolge ist auch die, in der Du sie einrichtest:
| Baustein | Ab wann | Kosten (Stand Oktober 2026) | Einrichtung |
|---|---|---|---|
| 1. Webseite | zum Start | ab 4,95 € im Monat für Speicherplatz und Domain, WordPress ist kostenlos | rund 10 Stunden |
| 2. E-Mail-Werkzeug | sobald Besucher da sind | kostenlos bis 250 Kontakte, danach zum Beispiel ab 27 € im Monat bei Jahreszahlung | rund 3 Stunden |
| 3. Zahlungsanbieter | kurz vor dem ersten Verkauf | keine Grundgebühr, 7,9 % plus 1 € pro Verkauf, bei 100 € also 8,90 € | rund 2 Stunden |
| 4. Mitgliederbereich | nur für Videokurse, kurz vor dem ersten Verkauf | ab 35 € im Monat zuzüglich Umsatzsteuer bei Jahreszahlung, also rund 42 € inklusive | rund 8 Stunden |
Die Stunden sind meine Erfahrungswerte für Einsteiger, ohne das Erstellen Deiner Inhalte. Wer es schon einmal gemacht hat, ist deutlich schneller.
Kurzvideo (1:37): Die fünf Werkzeuge, die ich für einen Online-Kurs nutze und empfehle. Das fünfte hat mit Technik nichts zu tun.

Verkaufst Du Beratung per Video, brauchst Du zum Start keinen dieser Bausteine, nur ein Programm für Videogespräche wie Zoom oder Google Meet und eine ordentliche Rechnung. Und Deine ersten E-Mail-Abonnenten kannst Du sogar ganz ohne Webseite gewinnen, mehr dazu bei „Baustein 2: Dein E-Mail-Werkzeug“.
Baustein 1: Deine Webseite
Spätestens wenn Du Deine digitalen Infoprodukte (wie E-Books oder Online-Kurse) verkaufen willst, brauchst Du eine Webseite.
Menschen kaufen nämlich nicht nur einfach (digitale) Produkte, sondern gewissermaßen auch die Person dahinter. Sie informieren sich und schauen nach, WER dahintersteckt. Und zwar auf Deiner Webseite.
Die gute Nachricht ist, dass es mittlerweile tausende Wege gibt, um an Deine eigene Webseite zu kommen.
Das ist aber auch gleichzeitig die schlechte Nachricht, weil es für viele schwer ist zu entscheiden, welches System oder welchen Anbieter sie nutzen sollen.
Ich nutze und empfehle das meistgenutzte Content-Management-System der Welt, einen Baukasten für Webseiten: WordPress. Es ist kostenlos und hat fast unbegrenzte Möglichkeiten.
Vielleicht stellt es Dir beim Thema WordPress gerade die Nackenhaare auf und Du denkst Dir: „Von wegen einfach zu bedienen, ich komme damit nicht klar!“
Das kann ich sehr gut verstehen und das ist okay.
Was Du für den Start wirklich brauchst
Deshalb hier nur das Nötigste. Für die Einrichtung brauchst Du einen Computer, am Handy geht das kaum:
- Eine Domain. Die Domain ist die Adresse, unter der Deine Webseite im Internet erreichbar ist. Meine Domain lautet 365digital.de.
- Einen Webhoster. Alle Dateien Deiner Webseite müssen irgendwo zentral gespeichert werden. Das übernimmt der sogenannte Webhoster. Ich nutze dafür ALL-INKL.COM: Der Tarif „Privat“ kostet nach einem kostenlosen ersten Monat 4,95 € im Monat, ohne Mindestlaufzeit, und enthält 3 Domains, auch mit .at oder .de.
- WordPress, das Du beim Webhoster installierst. Das Installieren selbst sind wenige Klicks, die meiste Zeit kosten danach Seiten, Texte und Einstellungen.
- Ein kostenloses Theme, also eine Designvorlage. Dieses ist grundsätzlich dafür verantwortlich, wie Deine Webseite aussieht, auf dem Computer wie auf dem Handy.
- Ein paar Seiten: Startseite, Über mich, Impressum, Datenschutz und Deine ersten Beiträge. Was ins Impressum gehört, regeln in Deutschland § 5 Digitale-Dienste-Gesetz und in Österreich § 5 E-Commerce-Gesetz zusammen mit der Offenlegung nach § 25 Mediengesetz.
Wie das Klick für Klick geht, zeige ich Dir im Video in meiner Anleitung WordPress-Webseite mit All-Inkl erstellen.
Wie schön muss Deine Webseite sein?
Bei Plugins, also kleinen Erweiterungen für WordPress, gilt ganz klar: Weniger ist mehr! Jedes Plugin muss beim Aufruf Deiner Webseite auch geladen werden und kostet somit Leistung. Nutze also wirklich nur jene Plugins, die Du brauchst.
Die Aufgabe Deiner Webseite ist es, Deine Botschaft (Texte, Videos, Bilder) in die Welt zu tragen und damit die richtigen Menschen anzuziehen.
Sie muss keinen Schönheitswettbewerb gewinnen und Deine Aufgabe ist es nicht, stundenlang am Logo zu basteln, das Menü 3x von links nach rechts zu schieben und 37 Plugins zu installieren.
Das Design Deiner Webseite verdient später keinen Blumentopf, die Qualität Deiner Inhalte und das Verständnis Deiner Zielgruppe aber schon.
Erstelle eine Webseite in Version 1.0, mit der Du gut leben kannst, und kümmere Dich danach um viel wichtigere Aufgaben. Deine Webseite wird sich mit der Zeit verändern, wachsen und vermutlich entspricht Version 2.0 dann noch mehr Deiner Idealvorstellung. Version 1.0 muss es aber nicht.
Was Du abgeben kannst: die komplette Einrichtung. Für Domain, WordPress und Theme gibt es Dienstleister, die das für wenig Geld erledigen, online oder als Webdesigner aus Deiner Gegend. Was Du selbst machst: die Texte. Niemand kennt Deine Kunden so gut wie Du.
Baustein 2: Dein E-Mail-Werkzeug
Wenn Du Deine Webseite erstellt und tolle Inhalte darauf veröffentlicht hast (und dies immer wieder tust), dann wird früher oder später unweigerlich der Zeitpunkt kommen, an dem Leute Deine Beiträge lesen werden.
Sprich, Deine Webseite hat Besucher!
Da Du aber bestimmt nicht nur einfache Besucher, sondern zahlende Kunden für Deine späteren Infoprodukte haben möchtest, brauchst Du einen Weg, um aus wildfremden Menschen, die Dich nicht kennen, erst einmal Interessenten machen zu können.
Und online ist das Sammeln und „Pflegen“ von E-Mail-Adressen eine gute Möglichkeit dazu. Um später etwas verkaufen zu können, brauchst Du Vertrauen, und über E-Mails kannst Du dieses gewinnen.
Ein E-Mail-Werkzeug brauchst Du NICHT an Tag 1 beim Start Deines Infoprodukt-Business, auch nicht an Tag 30. Du brauchst es erst dann, wenn Deine Webseite Besucher hat oder sich die ersten Interessenten bei Dir melden. Wie lange das in etwa dauert, habe ich Dir in einem eigenen Beitrag ausgerechnet.
Was Du technisch brauchst
Was nach einem Hexenwerk klingt, ist in Wirklichkeit ein Klacks! Technisch brauchst Du genau vier Dinge:
- Ein Anmeldeformular auf Deiner Webseite. Dort tragen Interessenten Vornamen und E-Mail-Adresse ein.
- Eine Bestätigungsseite. Sie bittet darum, die Adresse per Klick in einer E-Mail zu bestätigen. Dieses Verfahren heißt Double-Opt-in. Damit kannst Du später nachweisen, dass jemand Deine E-Mails haben wollte.
- Eine Dankeseite nach der Anmeldung, auf der man nach der Bestätigung landet und das Geschenk bekommt, etwa eine Checkliste aus Deinem Fachgebiet.
- Deine erste E-Mail.
Wichtig für alle, die schon Kunden oder Patienten haben: Deren Kontaktdaten aus Deinem Beruf trägst Du nicht selbst in die Liste ein. Wer von Dir hören will, meldet sich über das Formular selbst an.
Hast Du noch keine Webseite, aber schon Interessenten? Wie Du Deine ersten Abonnenten trotzdem gewinnst, zeige ich Dir in meiner Anleitung E-Mail-Liste in 3 Tagen.
Ein kleiner Tipp aus der Praxis: Gib dieser Dankeseite eine Adresse, die nicht auf eine Download-Seite schließen lässt, also nicht www.deine-domain.de/download. Ansonsten gibt es findige Leute, die so direkt an Dein Freebie kommen, ohne sich anzumelden.
Apropos Geschenk, im Fachjargon Freebie genannt: Ein sonniger Tag und gute Laune reichen leider nicht, damit sich auf Deiner Webseite irgendjemand in Deinen E-Mail-Verteiler einträgt. Du brauchst als Gegenleistung einen großen Mehrwert, den Deine Leser unbedingt haben wollen, zum Beispiel eine Checkliste oder eine kurze Anleitung aus Deinem Fachgebiet.
Welches E-Mail-Werkzeug?
Für den Start reicht ein kostenloser Tarif: Bei MailerLite sind es bis zu 250 Kontakte und 2.500 E-Mails im Monat, und die Daten liegen laut Anbieter in einem Rechenzentrum in der EU. Darauf würde ich bei jedem Anbieter achten.
Ich selbst nutze KlickTipp, der kleinste Tarif kostet dort 27 € im Monat bei jährlicher Zahlung (ob mit oder ohne Umsatzsteuer, steht auf der Preisseite nicht). Was mir das bringt und was nicht, steht in meinen KlickTipp-Erfahrungen.
Bei all den Möglichkeiten, die Du heute mit E-Mail-Werkzeugen hast, brauchst Du es am Ende nur für zwei Bereiche.
- Den Aufbau einer E-Mail-Interessenten- (und Kunden-)Liste und das zentrale Speichern Deiner Abonnenten.
- Das Versenden von E-Mails, um mit Deinen Lesern zu kommunizieren, sie mit Mehrwert zu versorgen und Dein Infoprodukt smart und ohne Marktschreierei zu verkaufen.
Lass Dich von all den Features, Menüeinträgen und Funktionen nicht beeindrucken oder verunsichern. Funnels, Splittests und komplizierte Automatisierungen kannst Du für den Start komplett ausblenden.
Was Du abgeben kannst: Formular, Seiten und die Verbindung zu Deiner Webseite. Was Du selbst machst: das Freebie und Deine E-Mails, denn darin hören Deine Leser Deine Stimme.
Du hast Fachwissen und überlegst, wie daraus ein eigenes Online-Angebot wird? Dabei hilft Dir mein kostenloser E-Mail-Kurs: sieben Tage lang je ein konkreter Schritt, wie aus Deinem Wissen ein eigenes Produkt wird. Nebenbei siehst Du, wie ich selbst mit meiner E-Mail-Liste arbeite.
Fehlt Dir das Thema noch, helfen Dir die 77 Themen-Ideen aus ganz unterschiedlichen Märkten, die Du als Download dazubekommst. Kostenlos und ohne Zahlungsdaten.
In meinen E-Mails stelle ich Dir auch mein kostenpflichtiges Angebot vor. Abmelden kannst Du Dich jederzeit mit einem Klick.
Baustein 3: Dein Zahlungsanbieter
Wenn Du Dein Infoprodukt verschenken willst: Cool!
Wenn Du aber Geld dafür nehmen und ein echtes Business haben willst, dann brauchst Du einen Zahlungsanbieter.
Er ist quasi die Schnittstelle zwischen Deinem Infoprodukt und Deinen Kunden. Er bietet dem Kunden verschiedene Bezahloptionen wie PayPal oder Kreditkarte, schreibt die Rechnung und sorgt dafür, dass Dein Geld auf Deinem Konto landet.
Ich nutze Digistore24 seit 2014. Die Anmeldung ist kostenlos, es gibt keine Grundgebühr, und pro Verkauf behält Digistore24 laut eigener Angabe 7,9 % des Preises inklusive Umsatzsteuer plus 1 € ein, bei 100 € also 8,90 €.
Dafür verkauft Digistore24 als Wiederverkäufer in Deinem Namen und übernimmt laut Anbieter Rechnung und Steuerabführung. Was davon in meiner eigenen Abrechnung übrig bleibt, habe ich in meinen Digistore24-Erfahrungen nachgerechnet.
Technisch brauchst Du dafür zwei Seiten auf Deiner Webseite: eine Verkaufsseite, auf der Du Dein Produkt vorstellst, und eine Dankeseite nach dem Kauf, auf der Dein Kunde landet. Dazu legst Du beim Zahlungsanbieter Dein Produkt mit Preis an und setzt den Bestelllink auf einen Knopf auf Deiner Verkaufsseite.
So baust Du Deine Verkaufsseite auf
Achte bei Deiner Verkaufsseite darauf, dass Du sie weitestgehend nach folgendem Schema aufbaust:
- Headline, also die Überschrift (mit dem Ergebnis für Deine Leser).
- Vorstellung/Intro (Deine eigene Geschichte vom Problem zur Lösung).
- Angebot (Wie kannst Du mit Deinem Infoprodukt das Problem Deiner Leser lösen?).
- Produktvorstellung inklusive Preis und aller Inhalte/Benefits/Vorteile.
- Call-to-Action/Handlungsaufforderung zum Kauf (Bezahlbutton).
- Zweifel nehmen und mögliche Fragen beantworten.
- Referenzen/Testimonials/Siegel.
Arbeitest Du in einem Gesundheitsberuf, gelten für Werbeaussagen und Kundenstimmen strengere Regeln. Kläre das vorher mit Deiner Kammer oder Berufsvertretung.
Ein Webinar oder ein Verkaufsvideo brauchst Du dafür nicht. Ich habe einen Online-Kurs für knapp 1.000 € über eine reine Textverkaufsseite verkauft. Hat Deine Zielgruppe ein Problem, das Dein Infoprodukt lösen kann, dann ist das Verkaufsmedium nicht so wichtig wie die Botschaft und die Worte darin.
Was Du abgeben kannst: das Anlegen des Produkts und den Bestellknopf. Was Du selbst machst: den Text der Verkaufsseite, oder zumindest Deine Geschichte darin.
Alles zu Gewerbe und Steuern vor dem ersten Verkauf steht für Deutschland und Österreich in meiner Anleitung zum Online-Business. Bist Du schon selbstständig, frag Deine Steuerberatung, ob der Kurs unter Deine bestehende Tätigkeit fällt.
Baustein 4: Dein Mitgliederbereich (nur für Videokurse)
Angenommen, Du möchtest einen Videokurs erstellen und Deine Videos nur Deinen zahlenden Kunden zugänglich machen.
Dann brauchst Du einen sogenannten Mitgliederbereich (Memberbereich), der vor externem und unbefugtem Zugriff geschützt ist.
Noch vor Jahren wäre das technisch gesehen ein „Riesen-Aufriss“ gewesen. Heutzutage aber nicht mehr.
Mit einer fertigen Kursplattform wie Coachy baust Du Dir mit wenigen Klicks einen Mitgliederbereich zusammen. Der kleinste Tarif kostet laut Anbieter 35 € im Monat bei jährlicher Zahlung oder 42 € bei monatlicher Zahlung, jeweils zuzüglich Umsatzsteuer (bei Jahreszahlung also rund 42 € inklusive), und Du kannst ihn 30 Tage kostenlos testen.
Neun weitere Plattformen habe ich Dir beim Thema Online-Kurs verkaufen im Kostenvergleich zusammengestellt.
Verkaufst Du ein E-Book, brauchst Du keinen Mitgliederbereich. Die PDF-Datei lädst Du auf WordPress hoch wie ein normales Bild und setzt den Link dazu auf Deine Dankeseite. Gib dieser Seite, genau wie der Dankeseite nach der Anmeldung, eine Adresse, die niemand errät.
Und ganz wichtig: Richte diesen Baustein nicht zu früh ein. Plattformen wie Coachy kosten monatlich Geld. Stell erst sicher, dass sich Dein Kurs später auch verkaufen wird, und prüfe Deine Idee. Dann wirst Du merken, dass die Produkterstellung einer der letzten Schritte auf dem Weg zu einem erfolgreichen Online-Business ist und NIE der Erste.
Was Du abgeben kannst: das Einrichten der Plattform. Was Du selbst machst: die Videos, denn darin sehen Deine Kunden Dich. Dafür empfehle ich einfache, günstige Dienste: Loom zum Aufnehmen von Bildschirm und Kamera, Bunny zum Speichern und Abspielen der Videos. Zeigst Du andere Menschen im Video, brauchst Du vorher ihre Einwilligung.
Technik-Check: Welche Bausteine brauchst Du jetzt?
Beantworte drei kurze Fragen. Der Check zeigt Dir, welcher Baustein jetzt dran ist, was Du auf später verschieben kannst und was Du gar nicht brauchst, mit Stunden und Kosten.
Dein Technik-Check
Es gibt hier keine guten und keine schlechten Antworten. Voreingestellt ist ein E-Book ohne bestehende Leser. Der Check läuft nur in Deinem Browser, es wird nichts gesendet und nichts gespeichert.
1. Was möchtest Du verkaufen?
2. Gibt es schon Menschen, die sich bei Dir anmelden würden, zum Beispiel Kunden, die Dich immer wieder nach Tipps fragen?
3. Was hast Du schon?
Beispielergebnis (E-Book, noch keine Leser)
Preise Stand Oktober 2026. Stunden sind meine Erfahrungswerte für Einsteiger, ohne das Erstellen Deiner Inhalte.
Was Du abgeben kannst und was nicht
Vielleicht kommst Du an einem gewissen Punkt alleine nicht mehr weiter. Jedem passiert das einmal, auch mir.
Dann hast Du genau zwei Möglichkeiten, die ich auch in einem meiner Videos empfehle: Gib Dir 15 bis 30 Minuten, um das Problem selbst zu lösen, mit einer Suche oder einem Erklärvideo. Klappt es dann nicht, hol Dir so schnell wie möglich Hilfe.
Kurzvideo (0:59): Warum ich auch nach all den Jahren vieles nicht weiß, und warum ein einfacher Weg reicht.
Für jede technische Aufgabe gibt es mittlerweile zig Dienstleister und Profis, zum Beispiel auf Fiverr, die Dir für ein paar Euro helfen können. Nimm diese Hilfe in Anspruch!
Was Du nicht abgeben solltest, sind die Dinge, für die Deine Kunden später bezahlen:
- Deine Inhalte, also Beiträge, Freebie und Produkt.
- Dein Verständnis Deiner Zielgruppe.
- Deine Geschichte auf der Verkaufsseite.
Das Geniale heutzutage ist ja, dass Du die Technik in der Regel EINMAL aufsetzt und danach läuft sie wie ein Schweizer Uhrwerk. Ab und zu stehen Updates an, und auch die kannst Du abgeben.
Für wen sich dieser Weg (noch) nicht lohnt
Dieser Weg passt nicht für jeden. Er lohnt sich (noch) nicht, wenn:
- Du zuerst eine perfekte Webseite willst und erst dann über Inhalte nachdenken möchtest. Richtig ist: erst Inhalte, dann die schöne Webseite.
- Du am ersten Tag teure Profi-Werkzeuge buchen willst. Die kosten jeden Monat Geld, bevor Du einen einzigen Kunden hast.
- Du Deine erste E-Mail-Liste mit bezahlter Werbung aufbauen willst, bevor Deine Webseite Inhalte hat. Dann zahlst Du für Besucher, die auf nichts treffen.
- Du noch kein Thema hast. Dann ist Technik der falsche erste Schritt, und Du startest besser mit der Ideenfindung.
Erkennst Du Dich in einem dieser Punkte wieder? Dann fang mit dem Schritt an, der davor kommt. Die Technik läuft Dir nicht davon.
Was Du diese Woche tun kannst
- Schreib drei Fragen auf, die Dir Kunden in Deinem Beruf immer wieder stellen. Das sind Deine ersten Inhalte für die Webseite.
- Mach den Technik-Check und schreib Dir den Baustein auf, der jetzt dran ist.
- Trag Dir für diesen Baustein feste Zeiten in den Kalender ein, für die Webseite zum Beispiel drei Nachmittage.
- Leg Dir einen sicheren Ort für Zugangsdaten an, zum Beispiel den Passwort-Speicher Deines Computers oder ein Notizbuch in der Schublade. Du brauchst sie immer wieder.
- Entscheide, was Du abgibst. Wenn Du die Einrichtung nicht selbst machen willst, hol Dir diese Woche noch zwei Angebote ein, mit einem Satz wie: „Ich brauche eine WordPress-Webseite mit Startseite, „Über mich“, Impressum und Datenschutzerklärung auf meinem eigenen Webspace.“
Du hast Fachwissen und überlegst, wie daraus ein eigenes Online-Angebot wird? Dabei hilft Dir mein kostenloser E-Mail-Kurs: sieben Tage lang je ein konkreter Schritt, wie aus Deinem Wissen ein eigenes Produkt wird. Nebenbei siehst Du, wie ich selbst mit meiner E-Mail-Liste arbeite.
Fehlt Dir das Thema noch, helfen Dir die 77 Themen-Ideen aus ganz unterschiedlichen Märkten, die Du als Download dazubekommst. Kostenlos und ohne Zahlungsdaten.
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Fazit: Technik ist Mittel zum Zweck
Ziel dieses Artikels ist es, Dir die Angst vor der Technik zu nehmen, denn sie ist in den meisten Fällen unbegründet.
Und, hab ich das geschafft?
Sieh die Technik immer als Mittel zum Zweck, um ein erfolgreiches Online-Business betreiben zu können. Oder vielleicht auch als notwendiges Übel. Aber nie als etwas, was Dich davon abhält.
| Baustein | Ab wann | Kosten im Monat |
|---|---|---|
| Webseite | zum Start | ab 4,95 € |
| E-Mail-Werkzeug | sobald Besucher da sind | 0 € bis 250 Kontakte |
| Zahlungsanbieter | vor dem ersten Verkauf | 0 €, dafür 7,9 % plus 1 € pro Verkauf |
| Mitgliederbereich | nur für Videokurse | ab 35 € zzgl. USt. bei Jahreszahlung |
Wenn Du von A nach B willst, dann ist ein Auto das Mittel zum Zweck.
Du kannst auch zu Fuß gehen oder mit dem Rad fahren, dann dauert es halt etwas länger.
Andere haben das nötige Kleingeld und fahren mit einem Porsche. Am Ende kommen aber alle irgendwann am Ziel an.
Hast Du noch Fragen dazu, dann stelle mir diese gerne im Kommentarbereich.
Ich freue mich, von Dir zu hören!
Häufige Fragen zur Technik im Online-Business
Kann ich ein Online-Business ohne Technik-Kenntnisse aufbauen?
Ja. Du brauchst vier Bausteine, und jeder davon ist heute so gebaut, dass Du ihn ohne Programmierkenntnisse einrichten kannst: Webseite, E-Mail-Werkzeug, Zahlungsanbieter und für Videokurse einen Mitgliederbereich. Was Du nicht selbst machen willst, kannst Du für wenig Geld abgeben.
Ich bin technisch unbegabt. Schaffe ich das trotzdem?
Ja, wenn Du immer nur einen Baustein auf einmal angehst. Für den Start brauchst Du meist nur die Webseite, das sind für Einsteiger rund 10 Stunden. Bleibst Du hängen, gib Dir 15 bis 30 Minuten und hol Dir dann Hilfe.
Was kostet die Technik für ein Online-Business im Monat?
Zum Start rund 5 Euro für Webspace und Domain. Das E-Mail-Werkzeug ist bis 250 Kontakte kostenlos, der Zahlungsanbieter kostet keine Grundgebühr, sondern 7,9 % plus 1 € pro Verkauf. Für einen Videokurs kommt ein Mitgliederbereich ab 35 € im Monat zuzüglich Umsatzsteuer bei jährlicher Zahlung dazu (Stand Oktober 2026).
Brauche ich eine eigene Webseite?
Für ein Business auf Dauer ja, denn dort informieren sich Menschen über Dich, bevor sie kaufen. Zum Start nicht unbedingt: Beratung per Video und Deine ersten E-Mail-Abonnenten bekommst Du auch ohne Webseite.
Brauche ich von Anfang an ein E-Mail-Werkzeug?
Nein. Du brauchst es erst, sobald Deine Webseite Besucher hat oder sich die ersten Interessenten bei Dir melden. Bis 250 Kontakte reicht ein kostenloser Tarif.
Welche Technik brauche ich für einen Online-Kurs?
Eine Webseite für Deine Verkaufsseite, einen Zahlungsanbieter für die Bestellung und einen Mitgliederbereich, in dem Deine Kunden die Videos sehen. Ein E-Mail-Werkzeug hilft Dir, Interessenten vor dem Verkauf zu sammeln. Für ein E-Book reicht ein Download-Link statt eines Mitgliederbereichs.


Lieber Christian, seitdem ich dein eBook gelesen habe, habe ich so viel gelernt, dass ich versuche das alles umzusetzen….Es war nicht einfach, aber eines lass dir sagen: Noch nie habe ich so viel gelernt, wie von deinem ebook und deiner Seite. Danke dafür lieber Christian und danke auch, dass du mir Mut gemacht hast!
Vielen Dank für Dein nettes Feedback, Jenni! Das freut mich sehr! 🙂
Hallo Christian, habe von Dir ja schon einen ganzen „Sack“ voller E-Mails erhalten. Diese Mail ist für mich die wertvollste. Alles perfekt strukturiert, nachvollziehbar, einfach genial!! Weiter so!! Wilfried
Hallo Wilfried,
vielen Dank für Dein nettes Feedback, freut mich! 🙂
Viele Grüße
Christian