7 Fähigkeiten, die Du als Online-Unternehmer brauchst
  • 6. September 2021

7 Fähigkeiten, die Du als Online-Unternehmer brauchst (zwei werden Dich überraschen)

7 Fähigkeiten erfolgreicher Online-Unternehmer

Du willst Dir ein erfolgreiches Online Business aufbauen, grübelst aber, ob Du überhaupt das Zeug dazu hast?

Zurecht. Ich bin seit 2008 im Online-Geschäft und vertrete nicht den üblichen Aufhänger der Branche: "Jeder kann es schaffen!"

Nicht jeder kann die 100 Meter in unter 10 Sekunden laufen. Und nicht jeder kann sich ein erfolgreiches Online-Business aufbauen.

Es gibt Fähigkeiten, die alle erfolgreichen Online-Unternehmer haben und sie von allen anderen unterscheidet.

Die gute Nachricht ist, nach dem Lesen dieses Beitrages kennst Du diese 7 Fähigkeiten und weißt auch, wie Du Dir sie aneignen kannst.

1. Markt- und Zielgruppenverständis

Warum gibt es so viele Ladenhüter da draußen?

Also offenbar tolle Produkte, die dennoch niemand kaufen will.

Weil sie auf bloßen Annahmen und Vermutungen basieren, nicht aber auf einem umfassenden Verständnis des Marktes und der Leute, die sie kaufen sollen.

Die meisten Leute investieren Wochen, Monate und "Schweiß" in die Erstellung ihres Produktes, nur um am Ende zu merken, dass es niemand haben möchte. Autsch!

Tesla wurde nicht so erfolgreich, weil die Gründer und später Elon Musk aus Jux & Tollerei ein Elektorauto bauen wollten, sondern weil sie den Markt erkannt und verstanden haben, was genau er braucht.

Lange bevor Du auch nur einen Gedanken an die Erstellung eines Produktes verschwendest, musst Du Dir folgende Fragen stellen und beantworten:

  • Welches Problem löst mein späteres Produkt? Oder welchen dringenden Wunsch erfüllt es?
  • Wer will es kaufen?
  • Wie ticken die Leute, die mein Produkt später kaufen sollen (welche Gedanken, Probleme, Wünsche haben sie, wie sieht ihre Gefühlswelt aus)?
  • Wofür geben die Leute aktuell Geld aus? 
  • Wer betreut derzeit meine späteren Kunden (wer ist mein Wettbewerb)?
  • Was sind die Erfahrungen mit den Konkurrenzprodukten (was ist gut, was weniger gut)?
  • Wo und wie kann ich die Leute erreichen, die später mein Produkt kaufen?

Was Du also brauchst, ist ein glasklares Gespür für Deinen Markt und Deine Zielgruppe.

Hast Du beides, kannst Du echte Bestseller erstellen!

Doch wie kannst Du nun Deinen Markt und Deine Zielgruppe kennenlernen?

Gut, dass Du fragst.

Suche AKTIV das Gespräch mit den Leuten, für die Du Dein Produkt erstellen möchtest.

Klingt banal, ist aber mit Abstand der beste Weg.

Das kann über viele Wege passieren.

Vielleicht gibt es eine Facebook-Gruppe, in der sich Deine Zielgruppe austauscht, Fragen stellt und nach Lösungen sucht. Oder ein Forum.

Melde Dich an, zeige Dich, beteilige Dich, stelle und beantworte Fragen und lies zwischen den Zeilen. Mach Dir Notizen, worüber dort diskutiert wird.

Schau nach, worüber Dein Wettbewerb schreibt. Welche Fragen er auf seiner Webseite beantwortet, welche Produkte er verkauft, welche Feedbacks und Kommentare er bekommt.

Vielleicht musst Du auch mal zum Hörer greifen und eine Person innerhalb Deiner Zielgruppe zu einem 20-minütigen Telefonat einladen.

So habe ich mir zum Beispiel für ein Projekt eine ausgewiesene Expertin gesucht, sie um ein kurzes Telefonat gebeten und ihr zur Zielgruppe Löcher in den Bauch gefragt. Das was Goldwert! 🙂

Vernetze Dich mit Deiner Zielgruppe und nutze jede Möglichkeit, mit ihr in Kontakt zu treten und etwas über sie herauszufinden.

  • Sprich über ihre Probleme, Herausforderungen, Wünsche und Ziele.
  • Finde heraus, was aktuell ihr größter "Schmerz" ist.
  • Finde heraus, was sie bislang alles versucht hat, ihre Probleme zu lösen.
  • Finde heraus, was für sie bislang funktioniert hat und was nicht.

Ziel der Übung ist es, ein echtes "Kundenprofil" - einen sogenannten Kundenavatar - zu erstellen, auszudrucken und an die Wand zu hängen.

Also eine fiktive Person, die Deinen späteren Idealkunden darstellt und verbildlicht.

Dieser Beitrag hilft Dir dabei.

Learning: Erfolgreiche Online-Unternehmer kennen ihren Markt und ihre Zielgruppe "in- und auswendig".

2. Kommunikation

Du musst in der Lage sein, authentisch darüber zu sprechen, wer Du bist, was Du machst, was Dein Produkt ist und welches Ziel Deine Kunden damit erreichen können.

Deine Botschaft verständlich mit der Welt teilen zu können, ist also ein wichtiger Schlüssel zum Erfolg.

Und Kommunikation kann so vieles sein.

Vielleicht bist Du Solopreneur und suchst einen Grafiker zur Unterstützung, der Dir schöne Bilder zaubert. Dann musst Du ihm klarmachen können, was genau Du haben möchtest und was die Bilder auslösen sollen.

Vielleicht bist Du Unternehmer und möchtest mit Deinen Mitarbeitern in jedem Montags-Meeting über die Wochenziele sprechen.

Noch weiter gedacht.

Wenn Du ein Webinar hältst, musst Du in der Lage sein, Deine Zuseher zu unterhalten (und zu fesseln), Informationen nachvollziehbar zu vermitteln und Vertrauen aufzubauen.

Auch die Inhalte, die Du auf Deiner Webseite und abseits davon veröffentlichst, fallen unter "Kommunikation".

  • Sprichst Du mit Deinen Texten die Sprache Deiner Kunden?
  • Verstehen Laien, was Du sagen willst oder schlägst Du mit Fachbegriffen um Dich, die niemand versteht?
  • Kannst Du Deinen Lesern klipp und klar machen, warum sie Dein Produkt jetzt unbedingt brauchen?

Du musst ein guter Kommunikator sein. Oder einer werden.

Ansonsten kann es schnell zu Missverständnissen oder gar dazu führen, dass Du Dein Produkt nicht verkauft bekommst.

Die richtige Kommunikation geht stark mit Punkt #1 - Markt- und Zielgruppenverständnis - einher.

Wenn Du Deinen Markt kennst wie Deine Westentasche und weißt, wie Deine Zielgruppe tickt, dann fällt es Dir auch leichter, die richtigen Worte zu finden.

Was kannst Du also tun, um hier besser zu werden?

1. Fokussiere Dich auf Deine Stärken: Bist Du nicht gut auf der Tonspur, dann fokussiere Dich auf Texte. Und umgekehrt. Machst Du vor der Kamera ein gutes Bild, fühlst Dich wohl und kannst Dich gut ausdrücken, dann erstelle Videos. Finde heraus, was Dir liegt und wähle dann Deinen stärksten Kommunikationskanal.

2. Schau nach, wie es Dein bester Wettbewerb macht: Dein Wettbewerb hat einen Vorsprung und wertvolle Dinge bereits lange vor Dir herausgefunden. Er weiß, was Deine Zielgruppe gerne liest, welcher Schreibstil ankommt und wie man in Deinem Markt "verkauft". Hol Dir Anreize und Inspirationen von ihm, kopiere aber nie, sondern bleibt einzigartig.

3. Learning by Doing: Lass Dich von Zweifeln nicht zurückhalten, sondern tu es einfach. Veröffentliche Artikel, dreh Videos, telefonieren mit potenziellen Kunden und schau nach, wie sie reagieren. Sei offen, kommunikativ und transparent. Lerne aus Feedback, Lob und Kritik und optimiere entsprechend.

Learning: Erfolgreiche Online-Unternehmer sind kommunikativ, können sich ausdrücken und sprechen die Sprache ihrer Zielgruppe. Überall.

3. Verkauf

Du kannst das beste Produkt der Welt haben und dennoch nichts an den Mann oder die Frau bringen, wenn Du nicht VERKAUFEN kannst.

"Verkaufen" ist ebenfalls Kommunikation. Nicht umsonst reden die erfolgreichsten Verkäufer oft wie ein Wasserfall. 😉

Sei es über eine Verkaufswebseite, ein Video, ein Webinar oder ein Direktgespräch - Du musst in der Lage sein, einen guten "Verkaufsbrief" zu erstellen.

In einem Newsletter wollte mir mal jemand ein E-Book verkaufen und ich musste schmunzeln.

Der Newsletter war ziemlich lange und erst ganz unten im PS kam das Angebot, das in etwa so lautete: "Mehr zum Thema xy erfährst Du auch in meinem neuen E-Book. Über diesen Link kannst Du es um 19 € kaufen, wenn Du möchtest. Tschüss!"

Das ist zu wenig.

Wenn Du Dir eine Leserschaft aufgebaut und etwas zu Verkaufen hast, dann VERKAUFE aktiv! Beim Verkauf ist keine Zurückhaltung gefragt.

Teile Dein tolles Produkt mit der Welt und sorge dafür, dass jeder davon erfährt. Sprich über die Ergebnisse, die Deine Kunden damit erreichen können und warum sie es jetzt (und nicht später) brauchen!

Hier ein grundlegender Leitfaden, wie Du eine Verkaufsseite aufbauen solltest.

  • Headline (mit dem Ergebnis für den Leser)
  • Vorstellung/Intro (Eigene Geschichte vom Problem zur Lösung)
  • Angebot (Wie kannst Du mit Deinem Produkt das Problem Deiner Kunden lösen)
  • Produkt und Preis
  • Call-to-Action/Handlungsaufforderung zum Kauf
  • Zweifel nehmen (mögliche Fragen beantworten)
  • Referenzen/Ergebnisse Deiner Kunden/Testimonials

Darüber hinaus empfehle ich Dir, Dich etwas mit Verkaufspsychologie und Werbetexten zu befassen.

Nicht umsonst sind Werbetexter hochbezahlte Leute. Hier ein interessanter Beitrag der 9 größten Werbetexter aller Zeiten und was Du von ihnen lernen kannst.

Learning: Erfolgreiche Online-Unternehmer können verkaufen. Punkt.

4. Produkt

Egal, was genau Dein Geschäft ist. Am Ende erschaffst Du etwas, das andere kaufen sollen.

Dafür ist ein Fertigungsprozess nötig, den Du beherrschen musst.

Verkaufst Du Gartenmöbel aus Holz, dann musst Du die Fähigkeit besitzen, den Tisch, die Bänke und Stühle zu schreinern und auch die dafür nötigen Gerätschaften haben und bedienen.

Verkaufst Du ein digitales Infoprodukt wie einen Videokurs, dann musst Du verständliche Videos drehen, schneiden und diese mit den richtigen Tools für Deine Kunden zugänglich machen können.

Egal, ob physisch oder digital, Dein Produkt muss qualitativ hochwertig sein, um es über Jahre hinweg erfolgreich verkaufen zu können.

Und mit "hochwertig" meine ich, dass Dein Produkt das halten muss, was Du damit versprichst. Es muss also in der Lage sein, Deine Kunden zu einem guten Ergebnis zu führen.

Deine Kunden kaufen Dein Produkt nicht wegen des eigentlichen Produktes willen, sondern wegen dem Ergebnis oder dem Ziel, das sie damit erreichen können.

  • Leute, die Gartenmöbel kaufen, tun dies, weil sie mit Freunden an einem gemütlich Grillabend im Garten zusammensitzen wollen. Und nicht, weil sie ein paar Holzbretter im Garten stehen haben möchten.
  • Leute, die einen Videokurs über Gesichtsgymnastik kaufen, erwarten sich damit weniger Falten und ein strahlendes, frischeres Gesicht. Ihnen ist egal, ob der Kurs "Christians lustige Grimassen" oder "Chi statt Botox" heißt.

Bist Du also in der Lage, Produkte zu erstellen die so gut sind, dass Deine Kunden damit das gewünschte Ergebnis erreichen?

Das ist eine wichtige Frage, denn mit minderwertigen Produkten verdienst Du langfristig keinen Blumentopf. Vergiss nie: Du kannst einen Kunden einmal übers Ohr hauen, aber kein zweites Mal!

Daher ist es immer besser mehr Zeit in ein erstklassiges Produkt zu investieren, als schnell und hastig ein schlechtes Produkt zu entwickelt, das Dir eine schlechte Kritik einbringt, die Du später nicht mehr ausbügeln kannst.

Die gute Nachricht ist, wenn Du Punkt #1 und Punkt #2 auf dieser Seite beherzigst, dann weißt Du längst, wie ein gutes Produkt in Deinem Bereich auszusehen hat. Deine Zielgruppe verrät es Dir.

Während Du für stabile Gartenmöbel vermutlich eine mehrjährige Lehre durchlaufen musst, ist die Erstellung digitaler Infoprodukte keine große Hexerei.

Du musst hierfür weder ein Experte noch ein Meister Deines Fachs sein und kannst trotzdem, grandiose Produkte erstellen, die sich über Jahre hinweg erfolgreich verkaufen und Deinen Kunden nachhaltig helfen.

Allerdings musst Du offen dafür sein, Neues zu lernen und die dafür nötige Zeit investieren. Meine kostenfreie E-Mail-Serie hilft Dir dabei. 🙂

Learning: Erfolgreiche Online-Unternehmer wissen, welche Produkte gekauft werden und sind in der Lage, diese zu "produzieren".

5. Arbeitsmoral und Produktivität

Um ein erfolgreiches Online-Geschäft aufzubauen, gibt es eine Reihe an Aufgaben zu erledigen und es wartet viel Arbeit auf Dich.

  1. Ideen finden.
  2. Ideen validieren.
  3. Markt- und Zielgruppenrecherche.
  4. Webseite erstellen.
  5. Content erstellen.
  6. Produkte entwickeln.
  7. Marketing.
  8. Und vieles mehr.

Das erledigt man nicht mal so im Vorbeigehen. Das ist nichts für Faulpelze. In 30 Tagen ein fertiges Online Business? Sorry, LÜGE!

Wie steht es also um Deine Arbeitsmoral? 🙂

Du musst die Zeit haben (oder finden), Dich mit diesen Dingen zu befassen und vor allem auch den eisernen Willen. In der Regel neben einem "normalen" 40-Stunden Job.

  • Freitag Abends Netflix? Nö!
  • Samstag Abends "Party Hard"? Die Zeit hast Du nicht!
  • Sonntag eine Fahrt ins Blaue? Vielleicht später!

Um es mit den Worten von Investmentpunk Gerad Hörhan zu sagen: "Eine 40-Stunden Woche ist nicht Fulltime!"

Halte auch keine Ausschau nach scheinbar einfachen Abkürzungen oder Schlupflöchern. Beides gibt es nicht im Aufbau eines Geschäfts, das irgendwann für Dein Einkommen sorgen soll.

Nun gut, ich will Dich nicht demotivieren, sondern nur vorwarnen.

Je produktiver Du in der Umsetzung bist, desto höher Deine Arbeitsmoral und desto schneller kommst Du an Dein Ziel. Also kann es nur ein Gas geben, Vollgas! 🙂

Für ein erfolgreiches Online Business solltest Du den klassischen Produktivitätskillern Facebook, Instagram, WhatsApp & Co also "Goodbye" sagen. Sie lenken Dich nur ab und bringen Dich nicht weiter.

Spoiler: Nein, Du brauchst keine Facebook Ads für ein erfolgreiches Online Business.

Es gibt Leute, die brauchen Monate, bis sie eine Webseite ins Netz stellen, andere schaffen das an einem Wochenende. Und das ist bei jedem ToDo so.

Wie lange brauchst Du?

Es kommt aber nicht nur darauf an, wie schnell man Dinge erledigt, sondern auch, auf welche man seinen Fokus legt.

  • Du wirst Deinen Umsatz nicht erhöhen, wenn Du einen halben Tag an Deinem Logo bastelst. Und am Ende dann doch wieder verwirfst. Starte mit einem Textschriftzug als Logo.
  • Verbringst Du allerdings Stunden damit, etwas über Deine Zielgruppe in Erfahrung zu bringen, dann hast Du Wissen aufgebaut, das über die Zeit sehr wohl in Umsatz resultiert. Sprich die Sprache Deiner Zielgruppe.

Und wenn Du mich jetzt fragst, für welche Aufgaben Du Deine wertvolle Zeit investieren solltest, dann ist das meine Antwort: Das hängt davon ab, an welchem Punkt Du gerade stehst!

  • Startest Du erst, dann kennst Du die Antwort bereits. Es sind die Dinge, die ich in Punkt #1 bis Punkt #4 auf dieser Seite genannt habe. Das ist das Fundament. Darauf basiert alles andere.
  • Hast Du bereits eine eigene Community, die Deine Beiträge liest und Deine Produkte kauft, dann solltest Du Dir Gedanken darüber machen, wie Du mehr Kunden gewinnen kannst. An Tag #1 macht das noch keinen Sinn.

Überlege Dir immer: Was ist Dein effektivster Zeiteinsatz?

Was kannst Du gut, heute selbst schaffen und bringt Dich und Dein Unternehmen vorwärts und was kannst Du aufschieben (z.B. E-Mails beantworten) oder gar auslagern (z.B. ein schönes Logo erstellen).

Schaffe ideale Arbeitsbedingungen für Dich, vermeide jegliche Ablenkung und investiere Deine Zeit vorzugsweise in Dinge, die nachhaltigen Mehrwert schaffen (z.B. Content) oder Umsatz bringen (z.B. Produktentwicklung).

Learning: Erfolgreiche Online-Unternehmer sind echte Arbeitstiere, die kein Problem haben, sich auch mal die eine oder andere Nacht um die Ohren zu schlagen. Work hard & smart! 🙂

6. Systeme

Wie schwer fällt es Dir, Deine Zähne zu putzen?

Du überlegst nicht, sondern Du tust es einfach, richtig? Es ist zur täglichen Routine geworden und kostet Dich keine Überwindung.

Auch im Business musst Du Dir Abläufe und Systeme schaffen, die zur Routine werden.

Richte Dir zum Beispiel fixe Zeiten in der Woche ein, an denen Du an Deinem Business arbeitest.

Samstag von 08.00 bis 14.00 Uhr ist Business-Zeit, keine Ausnahmen!

Anfangs ist das vielleicht hart, wenn Deine Freunde bei 30 Grad im Schatten an den See fahren und Du im stillen Kämmerlein ackerst. Nach ein paar Wochen ist das aber zur Routine geworden. Du tust es einfach und bleibst konsequent.

Nach ein oder zwei Jahren fährst Du dafür Montags an den See und genießt die Ruhe, während Deine Freunde genervt ins stickige Büro fahren müssen. 🙂

"Weiß zuvor was zu tun ist!"

Samstags um Acht vorm Rechner zu sitzen und Dir erstmal 30 Minuten lang zu überlegen, was Du heute tun sollst, verschwendet Deine Zeit.

Mach Dir einen Wochenplan und leg an Deinem Arbeitstag direkt los. Womit, habe ich Dir oben bereits gesagt. Tipp: Es ist nicht Facebook oder E-Mail. 😉

Es gibt auch Systeme, die Dir Dinge abnehmen und die Du einmal einrichtest und ab dann völlig ohne Dich funktionieren.

Ich denke da zum Beispiel an wesentliche Dinge wie...

  • Kundengewinnung
  • Produktauslieferung
  • Leistungserbringung
  • Rechnungslegung

Verkaufst Du - so wie ich - digitale Infoprodukte, dann kannst Du ein System aufsetzen, das rund um die Uhr automatisiert Kunden für Dich gewinnt. Auch das ist erstmal viel Arbeit, läuft aber ab einem gewissen Punkt verlässlich wie ein Schweizer Uhrwerk.

Hier ein Beitrag, in dem ich mehr darüber erzähle und hier ein spannendes Interview, in dem ich mit einem Experten darüber spreche.

Online-Tools wie Coachy sorgen dafür, dass Dein Produkt automatisch an Deine Kunden ausgeliefert und jederzeit genutzt werden kann, ohne Dein weiteres Zutun.

Wann immer es ein System gibt, das Dir Zeit freischaufelt, dann nutze es!

Nutze die zusätzliche Zeit aber nie komplett, um am Strand Cocktails zu schlürfen, sondern Dich um andere, umsatzbringende Aufgaben zu kümmern (mehr Content, mehr Produkte, ...).

Learning: Erfolgreiche Online-Unternehmer entwickeln Routinen und nutzen System, die für sie arbeiten. Sie investieren ihre wertvolle Zeit hauptsächlich in umsatzbringende Tätigkeiten.

7. Geduld

Lass mich ein Beispiel bringen, warum das wichtig ist.

Es gibt zwei Fischer. Franz und Bernd.

Beide fangen ihre Fische mit der bloßen Hand. Sie fangen jeden Tag in 8 Stunden gerade so viele Fische, um einigermaßen über die Runden zu kommen.

Eines Tages investiert Bernd am Tag nur mehr 4 Stunden damit, Fische zu fangen. Die restlichen 4 Stunden verbringt er damit eine Angel zu bauen.

Franz bleibt seinem Weg treu und fängt weiterhin jeden Tag 8 Stunden lang Fische mit der Hand. Immerhin will er auf keinen Umsatz verzichten. Da er mehr Zeit investiert, fängt er jeden Tag mehr Fische als Bernd.

Nach zwei Wochen ist Bernds Angel fertig und er freut sich!

Da er mit seiner neuen Angel deutlich effizienter ist, als Franz, fängt er in 4 Stunden gleich viele Fische, wie Franz in 8 Stunden mit der Hand.

Beide machen also durch den Verkauf der Fische den gleichen Umsatz. Allerdings braucht Bernd nur 4 Stunden pro Tag dafür zu arbeiten, während Franz 8 Stunden schuften muss.

Bernd legt sich mit den 4 Stunden Extrazeit aber nicht auf die faule Haut, sondern beginnt in der Zeit ein Fischerboot zu bauen, um weiter aufs Meer hinausfahren und die dicken Fische an Land ziehen zu können.

Er ist also bereit, aktuell auf Umsatz zu verzichten, um in der Zukunft davon zu profitieren (und mehr Umsatz zu machen).

Natürlich geht Bernd damit auch ein Risiko ein, weil er vorher nicht weiß, ob die Angel jemals fertig wird oder sein Boot später die erste Ausfahrt überlebt.

Aber auch wenn Du auf eine Bergtour aufbrichst, hast Du ein gewisses Risiko nicht mehr heimzukommen. Gehst Du es ein, kannst Du einen tollen Tag erleben.  Somit ist jede Unternehmung mit einem Risiko verbunden.

Hier spricht man auch von der Zeitpräferenz in der Volkswirtschaftslehre, aber ich möchte nicht zu tief in das Thema einsteigen.

Das Beispiel lässt sich aus meiner Sicht auch auf viele Leute umlegen, die sich ein Online Business aufbauen wollen.

Sie wollen schnelles Geld und auf dem Weg dorthin bloß auf nichts verzichten! Du auch?

Sorry Kumpel, das ist der falsche Weg!

Für nachhaltigen Erfolg musst Du bereit sind, JETZT auf etwas zu VERZICHTEN, um später die Früchte ernten zu können. Größere und saftigere Früchte, als die, die Du jetzt haben kannst.

Du musst also in Vorleistung gehen und damit klarkommen, eine Weile lang hart für etwas zu arbeiten und dennoch nichts damit zu verdienen. Kannst Du das aushalten? 😉

Die meisten können es nicht und geben daher nach ein paar Wochen oder Monaten wieder auf, weil der Rubel noch nicht rollt!

Erfolgreiche Menschen ticken anders. 

Learning: Erfolgreiche Online-Unternehmer denken langfristig, sind geduldig und nicht auf den schnellen Erfolg aus (der sich ebenso schnell wieder in Luft auflöst). Sie haben das große Ganze im Blick und wissen, das sie erstmal zurückstecken und verzichten müssen, um später umso erfolgreicher zu werden.

Fazit

Meiner Meinung nach sind das die echten "Geheimnisse" erfolgreicher Online-Unternehmer. Die essenziellen Fähigkeiten "hinter den Kulissen", über die wohl kaum ein "Guru" spricht.

Verständlich, denn " Etwas Geduld mitbringen" ist vermutlich kein ideales Verkaufsargument für einen Kurs zum Thema "Online Business aufbauen". 😉

Ich tue es dennoch, weil ich ehrlich bin und möchte, dass Du gut informiert bist und Bescheid weißt.

Alle der sieben Punkte gehen Hand in Hand.

  • Fehlt Dir ein Markt- und Zielgruppenverständnis, wirst Du Produkte erstellen, die niemand haben will.
  • Kannst Du Deine Botschaft nicht verständlich kommunizieren, liest niemand Deine Inhalte.
  • Weißt Du nicht, wie Du Deine Zielgruppe emotional erreichst und einen Verkaufsbrief schreibst, bleibt selbst Dein bestes Produkt ein Ladenhüter.
  • Erstellst Du Produkte mit minderwertiger Qualität, die Deinen Kunden nicht weiterhelfen, wirst Du am Markt nicht lange überleben.
  • Bist Du ein Faulenzer und nicht bereit, für Erfolg hart zu arbeiten, dann bekommst Du die Dinge nicht umgesetzt und wirst scheitern.
  • Bist Du nicht bereit, neben dem Zähneputzen weitere Routinen zu entwickeln und Dich mit Systemen und Prozessen zu befassen, wirst Du Dich vermutlich "kaputt" arbeiten, ohne wirklich viel zu schaffen.
  • Läufst Du dem schnellen Geld hinterher und hast Probleme damit, erstmal eine Weile in Vorleistung zu gehen, wirst Du nicht bis zum Ende durchhalten.

Ja, das klingt teilweise hart, ist aber die Realität!

Du hast aber einen großen Vorteil gegenüber dem Sprinter, der die 100 Meter in unter 10 Sekunden knacken will. Du musst kein Top-Athlet sein! 😉

Du kannst Dir alle 7 Fähigkeiten aneignen!

Niemand wird als erfolgreicher Unternehmer geboren. Jeder entwickelt mit der Zeit die nötigen Fähigkeiten oder ist bereit, die nötige Zeit zu investieren, um diese aufzubauen.

Sei es durch "Learning by doing" oder durch externe Hilfe und Ratgeber.

Bist Du bereit dazu? 🙂

>