Dein Kurs ist fertig, oder er ist fast fertig. Und jetzt sollst Du ihm einen Namen geben.
Vielleicht stehen schon drei Vorschläge auf einem Zettel, und Du weißt nicht, welcher davon trägt. Vielleicht klingt jeder einzelne entweder langweilig oder nach zu viel versprochen.
Dann bist Du hier richtig. Weiter unten steht ein Prüfstand, in den Du Deinen Online-Kurs-Namen eintippst. Er zählt die Zeichen gegen die fünf Stellen, an denen der Name später wirklich hinpassen muss, prüft ihn auf die Muster, die sich bewährt haben, und warnt Dich bei Wörtern, die rechtliche Folgen haben. Mehrere Vorschläge kannst Du nebeneinander legen und vergleichen.
Eines vorweg, damit Du nicht länger grübelst als nötig: Wenn Du noch nichts verkauft hast, kostet Dich eine spätere Änderung nichts außer einer halben Stunde Textarbeit. Die Angst, sich falsch zu entscheiden, hält mehr Kurse zurück als jede Technik. Was eine Änderung wirklich kostet, rechne ich weiter unten Zeile für Zeile durch.
Trotzdem lohnt sich die Mühe, denn der falsche Online-Kurs-Name kann dazu führen, dass…
- Du die falsche Zielgruppe ansprichst.
- Dein Online-Kurs langweilig klingt.
- der wahrgenommene Wert Deines Online-Kurses verringert wird.
- Du weniger kompetent klingst, als Du tatsächlich bist.
Im Umkehrschluss kannst Du mit dem richtigen Online-Kurs-Namen Aufmerksamkeit erzeugen, die richtigen Leute anziehen und schon vorab eine Erwartung wecken an das, was die Teilnehmer lernen werden. Mit einem guten Namen wird Dein Kurs attraktiver und einprägsamer.
Nach dem Lesen dieses Beitrags weißt Du, wie Du den Namen für Deinen Online-Kurs findest, wie Du selbst nachsiehst, ob er schon jemandem gehört, und was es kostet, wenn Du ihn später noch einmal änderst.

Ich bin Christian Költringer, seit 2008 im Online-Geschäft und seit 2016 lebe ich davon. Ich habe über 3.000 Online-Kurse verkauft, und jeder davon musste einmal einen Namen bekommen.
Werbe- oder Partnerlinks findest Du auf dieser Seite keine. An keinem einzigen Link hier verdiene ich etwas.
Stand: 1. Oktober 2026. Die Gebühren der Markenämter in diesem Beitrag sind an diesem Tag auf den amtlichen Seiten abgelesen.
Ich bin weder Anwalt noch Steuerberater. Beim Markenrecht zeige ich Dir, wie Du selbst nachsiehst, und sage Dir, wo meine Auskunft endet.
Das Wichtigste in 60 Sekunden
- Der Name muss an fünf Stellen passen, nicht nur auf der Verkaufsseite. Google-Ergebnis, Betreffzeile am Handy, Überschrift Deiner Verkaufsseite, Namensfeld Deiner Kursplattform samt Rechnung, und zuletzt der Mund Deiner Teilnehmerin, wenn sie ihn weitererzählt. Die engste Stelle ist die Betreffzeile.
- Drei bis vier Wörter sind die bewährte Länge. Darunter wird es beliebig, darüber merkt sich niemand den Namen, wenn er ihn weitererzählen soll.
- Fünf Muster tragen fast immer: von Ist zu Soll, Ergebnis ohne Schmerzpunkt, Zahl plus Ergebnis, Ergebnis mit Zeitraum, Thema für Zielgruppe. Welches zu Dir passt, zeigt Dir der Prüfstand.
- Manche Wörter haben Folgen. Ausbildung, Lehrgang, Diplom, Zertifikat, Akademie oder eine geschützte Berufsbezeichnung im Namen können eine Zulassungspflicht auslösen oder Dir verboten sein. Wer in einem Heil- oder Gesundheitsberuf arbeitet, muss zusätzlich auf Versprechen achten: „leicht gemacht“, „garantiert“ oder „schmerzfrei“ sind Zusagen, an denen Du gemessen wirst.
- Das Markenamt prüft nicht für Dich. Das Deutsche Patent- und Markenamt schreibt selbst, dass es im Anmeldeverfahren nicht überprüft, ob bereits ähnliche oder identische Marken eingetragen sind. Nachsehen musst Du, und das geht kostenlos.
- Einen Namen später zu ändern ist machbar, aber nicht gratis. Betroffen sind Links, bereits ausgestellte Bestätigungen, laufende Rechnungen und alles, was andere über Dich geschrieben haben.
- Du brauchst keine eigene Domain je Kurs. Ich verkaufe alle meine Kurse über eine einzige Adresse, und das hat Gründe, die weiter unten stehen.
Warum ein guter Online-Kurs-Name wichtig ist
Ein gut überlegter Kursname kann sich direkt auf den Erfolg Deines Online-Kurses auswirken.
Er sollte klar genug sein, um Deinen Kurs verständlich zu beschreiben, und einprägsam genug, damit die Interessenten ihn nicht sofort wieder vergessen.
Die Sache ist nämlich die: Wenn jemand zum ersten Mal Deine Verkaufsseite oder Dein Verkaufsvideo sieht, wird er Deinen Online-Kurs in aller Regel nicht kaufen. Auch meinen Kurs nicht. Und auch beim zweiten oder dritten Mal nicht.
Wenn Du den Leuten anbietest, Deinen Online-Kurs zu kaufen, werden sie Fragen und Zweifel haben. Sie gehen nicht einfach her und drücken auf „Bestellen“. Sie brauchen Zeit, um darüber nachzudenken oder die Partnerin oder den Partner zu fragen.
Und während dieser Entscheidungsphase musst Du dafür sorgen, dass Dein Kursname im Gedächtnis Deiner potenziellen Kunden bleibt.
Das kannst Du einerseits, indem Du sie immer wieder daran erinnerst, aber auch dadurch, dass Du einen Kursnamen wählst, der sich von anderen Kursen abhebt, der verlockend klingt, vielleicht sogar etwas geheimnisvoll.
So hältst Du schon alleine wegen des Kursnamens den Spannungsbogen hoch und gehst den Leuten nicht mehr aus dem Kopf, bis sie sich schlussendlich zum Kauf entscheiden.
Bei meinem eigenen Kurs sehe ich das direkt: Langjährige Leser meines Newsletters kennen den Namen, googeln immer wieder danach und schreiben mir E-Mails, wann ich die Tore wieder öffne. Ein Name, den niemand behält, bekommt diese Suchanfragen nie.
Der Prüfstand: Taugt Dein Namensvorschlag?
Die meisten Werkzeuge im Netz erzeugen Namen. Dieses hier prüft einen, den Du schon hast. Tipp Deinen Vorschlag ein, und Du siehst sofort, wo er anstößt.
Kursnamen-Prüfstand
Gib Deinen Namensvorschlag ein. Jede Zeile nennt Dir, woran sie gemessen hat, und unten steht, was Du als Nächstes damit machst. Gerechnet wird direkt in Deinem Browser, nichts wird gespeichert und nichts verschickt.
Dein Namensvorschlag
Nur der Kursname, ohne Untertitel. Zum Beispiel: Buchhaltung ohne Papierstapel
Und wenn der Name steht?
Dann beginnt der Teil, der tatsächlich Arbeit macht. Wie Du aus Deinem Wissen einen Kurs machst, den jemand kauft, schicke ich Dir in einer kostenlosen E-Mail-Serie. Am Ende steht ein Angebot von mir.
Du gibst nur Deine E-Mail-Adresse an. Ich gebe sie nicht weiter, und abmelden kannst Du Dich mit einem Klick.
8 Tipps für die Wahl des Online-Kurs-Namens
1. Kenne Deine Zielgruppe
Stell Dir die Frage: WER GENAU soll meinen Online-Kurs eigentlich kaufen?
Wie generell beim Aufbau eines Online-Business, ist es auch bei der Wahl eines Kursnamens entscheidend, seine Zielgruppe zu kennen und genau zu wissen, wie man diese Leute anspricht und erreicht.
Je nach Thema, gibt es innerhalb Deiner Zielgruppe unterschiedliche Ausgangssituationen und Lernstufen Deiner potenziellen Kunden.
Überlege Dir also auch, für welche Leute innerhalb Deiner Zielgruppe Dein Online-Kurs am interessantesten ist: für Anfänger, Fortgeschrittene oder Profis? Vielleicht ist es auch wichtig, das Niveau in Deinem Kursnamen zu erwähnen?
- Salsa-Tanz für Anfänger
- Web-Design für Fortgeschrittene
- Saxophon-Training für Fortgeschrittene
Ein Fall, der öfter vorkommt, als man denkt: Es kauft eine Person, besser wird eine andere. Eltern kaufen für ihr Kind, Führungskräfte für ihr Team, Pflegende für den Angehörigen, den sie betreuen. Dann muss der Name die Käuferin ansprechen und trotzdem sagen, wem es nachher besser geht.
- Lesetraining für Grundschuleltern
- Schreiben üben mit Deinem Kind
- Pflege zu Hause ohne Rückenschmerz
Die zweite Fassung ist dabei meistens die bessere: Sie nennt die Käuferin („Deinem Kind“ heißt, Du bist gemeint) und das Ergebnis in einem Satz.
Beachte auch das Alter, die Ausbildung und den beruflichen Hintergrund derjenigen, die Du mit Deinem Kurs ansprechen möchtest.
- Salsa-Tanz für Senioren
- Web-Design für Jugendliche
- Saxophon-Training für Musik-Professoren
Wenn Du Deine Zielgruppe also genau kennst, dann kannst Du Deinen Kurs dementsprechend ausrichten. Du könntest zum Beispiel eine andere Sprache oder ein anderes Bildmaterial wählen, wenn der Kurs speziell für Kinder oder für Senioren ist. Oder Du erwähnst im Kurs-Namen oder im kompletten Kurs-Marketing spezielle Interessen Deiner anvisierten Zielgruppe.
Du musst Dir also glasklar darüber sein, WEN genau Du in Deinem Online-Kurs unterrichtest und WAS sich diese Leute davon erwarten, um einen passenden Kurs-Namen wählen zu können.
2. Die richtigen Schlüsselwörter finden
Zeit, Deine Kreativität zu wecken.
Falls Du an dieser Stelle merkst, dass nicht nur der Name fehlt, sondern auch das Thema noch wackelt: Dafür habe ich einen eigenen Beitrag über das Finden von Online-Kurs-Ideen geschrieben.
Nimm ein Blatt Papier und schreib einfach Wörter oder Ausdrücke auf, die mit dem Thema Deines Online-Kurses zu tun haben. Drei Fragen helfen dabei:
- Welche Themen genau behandelst Du in Deinem Online-Kurs?
- Wie lauten die einzelnen Kapitel?
- Welches Ergebnis erwarten sich die Teilnehmer?
Schreib alle Deine Ideen und Geistesblitze auf, ohne lange darüber nachzudenken, ob ein Name Sinn macht oder nicht. Wir sind noch mitten in der Ideenfindungsphase. Erst später beginnst Du dann, Deine Liste zu kürzen.
3. Halte den Namen kurz und einprägsam
Erfolgreiche Online-Kurs-Namen sind meistens kurz und einprägsam. Niemand merkt sich lange, komplizierte Namen. Beschränke Dich auf maximal 3-4 Wörter.
Dein Kursname sollte etwas sein, an das sich Leute leicht erinnern können, wenn sie anderen davon erzählen oder überlegen, den Kurs zu kaufen.
Hier drei Beispiele guter Online-Kurs-Namen:
- „Betongold Training“: Online-Kurs von Gerald Hörhan zum richtigen Investieren in Immobilien.
- „Grow & Sell“: Online-Kurs zum Aufbau einer E-Mail-Liste von Tim Gelhausen.
- „Art for Kids & Beginners“: Online-Kurs zum einfachen Malen lernen für Kinder und Anfänger.
Einer meiner Online-Kurse heißt zum Beispiel A-Z Infoprodukt-System. Das ist kurz, thematisch passend und leicht zu merken.
Sich den Namen Deines Online-Kurses merken zu können ist wichtig, weil viele Leute ihn nicht sofort kaufen werden, sondern vielleicht erst nach einigen Monaten oder sogar Jahre nachdem sie zum ersten Mal davon gehört haben.
Stell Dir mal folgendes Szenario vor.
Eine Kurs-Teilnehmerin zu ihrer Freundin: „Hi, ich mache online gerade diesen genialen Salsa-Tanzkurs, das musst Du Dir ansehen.“
Freundin: „Cool, wo kann ich mir das ansehen?“
Kurs-Teilnehmerin: „Ähm… pass auf… wie heißt das Ding noch gleich? Der Name war ein bisschen lang. Ich glaube es war mega-cooler-salsa-tanzkurs-fuer-frauen-ab-30.de oder so ähnlich. Ich schau mal nach und schicke Dir dann den Link, ok?“
Das ist genau die Art von Mund-zu-Mund-Propaganda, die Du nicht gebrauchen kannst.
Ein einprägsamer Kursname macht es für Dich einfacher, Deinen Online-Kurs zu vermarkten, und für Deine Fans einfacher, ihn weiterzuempfehlen.
4. Versuche die Alliteration
Eine Alliteration ist ein rhetorisches Stilmittel, bei dem mehrere aufeinanderfolgende Wörter denselben Anfangslaut haben. Hier zwei Beispiele:
- „Milch macht müde Männer munter.“
- „Fischers Fritz fischt frische Fische.“
Ziel einer Alliteration ist es, Aufmerksamkeit zu erregen. Perfekt also, um einen Kursnamen zu finden, den man sich merkt.
Wenn Dir nun ein klarer, aber ziemlich langweiliger Name einfällt, dann nutze Werkzeuge wie openthesaurus.de und schau nach, welche Synonyme und Assoziationen es zu Deinen Schlüsselwörtern gibt.
5. Google nach Deinem Online-Kurs-Namen
Bevor Du Dich für einen Kursnamen entscheidest, solltest Du eine kurze Google-Suche durchführen, um herauszufinden, ob andere Personen bereits einen Kurs mit demselben Namen verkaufen.
Das Letzte, was Du möchtest, ist wochenlang an einem Online-Kurs zu arbeiten, nur um dann festzustellen, dass es bereits einen Kurs mit genau demselben Namen gibt. Autsch!
Ist es ein Weltuntergang, wenn es Deinen „Namens-Favoriten“ bereits gibt?
Nicht unbedingt, aber ich empfehle Dir dennoch einen einzigartigen Online-Kurs-Namen zu wählen. Ansonsten kann es schnell zu Verwechslungen kommen, wenn zum Beispiel jemand nach Deinem Kurs sucht, aber bei der Konkurrenz landet und dann dort kauft.
Die Google-Suche ersetzt die rechtliche Prüfung aber nicht. Eine eingetragene Marke muss nirgends im Internet auftauchen, um Dir Ärger zu machen. Wie Du richtig nachsiehst, steht gleich unten.
6. Schau nach, ob die passende Domain noch frei ist
Die Kurzantwort für die meisten Leser: Du brauchst keine. Wenn Du einen einzigen Kurs hast, reicht eine Unterseite auf Deiner bestehenden Webseite, und Du kannst diesen Tipp überspringen. Interessant wird er erst im nächsten Fall.
Wenn Du vorhast, eine eigenständige Webseite für die Vermarktung Deines Online-Kurses zu erstellen, dann solltest Du auch überprüfen, ob die Domain mit Deinem gewählten Kursnamen noch frei ist.
Wenn Dein Online-Kurs zum Beispiel „Welpen-Training“ heißt, dann schau nach, ob beispielsweise welpen-training.de noch frei ist. Ist Deine Wunschdomain noch frei, dann Bingo! Hol sie Dir und vermarkte darüber Deinen Online-Kurs!
Wenn Du allerdings mehrere Online-Kurse anbietest und Dir eine eigene Marke aufgebaut hast, über die Du Deine Kurse verkaufen möchtest, dann würde ich keine separate „Online-Kurs-Domain“ kaufen.
Nimm mich als Beispiel. Ich habe mir die Marke 365digital.de aufgebaut und verkaufe darüber verschiedene Online-Kurse zu unterschiedlichen Herausforderungen meines Publikums.
Ich habe jetzt nicht für jeden dieser Kurse eine eigene Internetadresse gekauft. Alle laufen unter meiner einen Adresse, nur in einem eigenen Bereich davor: produkte.365digital.de. Dieses Vorangestellte nennt man eine Sub-Domain, und sie kostet keinen Cent extra, weil sie zur Adresse gehört, die Du schon hast. Jeder Kurs hat dort seine eigene Verkaufsseite, und trotzdem zahle ich nur einmal.
Und genau diese Strategie empfehle ich Dir auch, wenn Du Dir in Deiner Nische ein eigenes Online-Business aufbauen möchtest, das verschiedene Kurse in verschiedenen Preisregionen anbietet.
7. Stell Dir vor, dass Dein Name tatsächlich im Einsatz ist
Bevor Du Dich auf einen Namen festlegst, solltest Du Dir einmal vorstellen, wie es sich anhört und anfühlt, wenn Dein Online-Kurs-Name tatsächlich verwendet wird.
Wie würde sich Deine Willkommens-E-Mail für Deine Leser anhören? Welches Bauchgefühl hast Du, wenn Du anderen davon erzählst?
Nehmen wir an, Du hast einen Online-Kurs für Männer erstellt, die ihren Bierbauch loswerden wollen und Du nennst ihn „Goodbye Beer Belly!“
Also im Prinzip die englische Übersetzung von „Tschüss Bierbauch!“ Übrigens ein kurzer, einprägsamer Name wie ich finde und es spricht nichts dagegen, englische Wörter zu verwenden.
Wie werden Deine Kunden dazu sagen? Werden sie ihn verstehen?
Nimm Dir also ein paar Minuten Zeit, um Dir vorzustellen, wie Dein angestrebter Online-Kurs-Name in der Praxis klingen wird. Wenn Du mehrere Optionen zur Auswahl hast, dann wirst Du vielleicht herausfinden, welche Kursnamen besonders gut klingen und Du kannst all jene, die nach „Nichts“ klingen von Deiner Liste streichen.
8. Hol Dir Feedback
Hol Dir schließlich Feedback von potenziellen Kursteilnehmern, um sicherzustellen, dass der von Dir gewählte Name den Inhalt Deines Online-Kurses widerspiegelt und bei Deiner Zielgruppe Anklang findet. Stell zum Beispiel Fragen wie:
- Woran denkst Du, wenn Du den Namen ___ hörst?
- Was würdest Du Dir von einem Kurs mit dem Namen ___ erwarten?
- Wie viel würdest Du für einen Kurs mit dem Namen ___ bezahlen?
Die dritte Frage ist die ehrlichste. Wer Deinen Namen hört und 49 Euro schätzt, während Du 490 verlangen willst, sagt Dir etwas Wichtiges über Deinen Namen. Was ein Online-Kurs überhaupt kosten darf, habe ich im Beitrag zum richtigen Preis durchgerechnet.
Kurzvideo zur Ideenfindung: Es geht darin um das Thema Deines Kurses, nicht um die drei Fragen von oben. Alles Wichtige daraus steht auch hier auf der Seite.
Und wenn der Name steht?
Dann beginnt der Teil, der tatsächlich Arbeit macht. Wie Du aus Deinem Wissen einen Kurs machst, den jemand kauft, schicke ich Dir in einer kostenlosen E-Mail-Serie. Am Ende steht ein Angebot von mir.
Du gibst nur Deine E-Mail-Adresse an. Ich gebe sie nicht weiter, und abmelden kannst Du Dich mit einem Klick.
Darfst Du den Namen überhaupt verwenden?
Das ist die Frage, die in den meisten Ratgebern zu diesem Thema fehlt, und sie ist die einzige, bei der ein Fehler richtig teuer wird.
Ein Name kann als Marke eingetragen sein. Dann gehört er jemandem, auch wenn Du ihn nirgends im Internet findest. Wer eine fremde Marke benutzt, bekommt im schlechtesten Fall eine Abmahnung, muss den Namen ändern und die Kosten tragen.
Für die meisten Leser ist die Sache damit schon erledigt: Nachsehen, ob jemand den Namen hat, dauert zehn Minuten und kostet nichts. Wie das geht, steht gleich unten. Erst wenn Du dabei einen Treffer findest, lohnt sich der Rest dieses Kapitels.
Der wichtigste Satz dazu steht beim Amt selbst. Das Deutsche Patent- und Markenamt, kurz DPMA, schreibt auf seiner Seite zur Markenrecherche wörtlich: „Bitte beachten Sie, dass wir im Anmeldeverfahren nicht überprüfen, ob bereits ähnliche oder identische Marken eingetragen sind.“
Das heißt für Dich: Das Nachsehen bleibt Deine Aufgabe, und zwar bevor Du den Namen verwendest. Das Amt übernimmt diese Prüfung nicht.
Und wenn Du später einmal selbst eine Marke anmeldest: Auch eine erfolgreiche Anmeldung ist kein Nachweis, dass der Name frei war. Der Inhaber einer älteren Marke kann dagegen vorgehen, und dann kann Deine Eintragung wieder gelöscht werden. Das betrifft Dich nur, wenn Du anmeldest, nicht, wenn Du den Namen einfach verwendest.
So siehst Du selbst nach, und zwar kostenlos
Dafür brauchst Du keinen Anwalt, um einen ersten Eindruck zu bekommen. Jedes der drei Ämter im deutschsprachigen Raum hat eine öffentliche Datenbank, dazu kommt das gemeinsame Register der ganzen EU:
- Deutschland: DPMAregister, kostenlos
- Österreich: Selbstrecherche beim Österreichischen Patentamt, kostenlos
- Schweiz: Eidgenössisches Institut für Geistiges Eigentum
- Ganze EU: TMview, kostenlos
Alle vier Datenbanken arbeiten gleich: Du tippst ein Wort in die Suche und bekommst eine Liste von Marken zurück. Gib der Reihe nach ein:
- Deinen Namen genau so, wie Du ihn verwenden willst.
- Nur das wichtigste Wort daraus. Bei „Lesetraining für Grundschuleltern“ also „Lesetraining“. Das bringt die meisten Treffer und ist der wichtigste Schritt.
- Ähnliche Schreibweisen. Mit und ohne Bindestrich, mit ausgeschriebenem Umlaut, in der Einzahl und in der Mehrzahl.
Verwechslungsgefahr reicht nämlich für Ärger, Gleichheit ist nicht nötig.
Woran Du erkennst, ob ein Treffer Dich betrifft
Das ist die Stelle, an der die meisten aufgeben, und sie ist einfacher als sie aussieht. Jeder Treffer zeigt Dir drei Dinge, und alle drei müssen zusammenkommen, damit er für Dich ein Problem ist:
- Die Klassen. Marken gelten nie für alles, sondern nur für bestimmte Warengruppen, die Nummern tragen. Für Online-Kurse ist die Klasse 41 zuständig, die Gruppe für Ausbildung und Unterhaltung. Steht bei einem Treffer die 41 nicht dabei, kannst Du ihn in aller Regel beiseitelegen. Eine Bäckerei mit Deinem Wunschnamen stört Dich also meistens nicht, eine Weiterbildungsfirma schon.
- Der Status. Jede Marke hat einen Zustand: eingetragen, angemeldet, gelöscht, abgelaufen. Nur eine lebende Marke kann sich wehren. Eine gelöschte ist frei.
- Die Ähnlichkeit. Klingt der Treffer wie Deiner, wenn man ihn laut ausspricht? Würde eine Kundin die beiden verwechseln? Dann zählt er, auch wenn er anders geschrieben ist.
Die Kurzfassung: Lebende Marke, Klasse 41, klingt wie Deiner, dann such Dir einen anderen Namen oder frag einen Fachanwalt. Fehlt eines der drei, bist Du in aller Regel auf der sicheren Seite.
Dass Dein Kurs auch in die Gesundheitsklassen gehören könnte, wenn Du aus einem Heilberuf kommst, ist eine berechtigte Frage. Für einen Kurs, der Wissen vermittelt, ist 41 die richtige Klasse. Erst wenn Du im Kurs selbst behandelst oder berätst, kommen andere Klassen dazu, und dann ist das ein Fall für eine Stunde Beratung.
Was es kostet, wenn Du selbst eine Marke anmelden willst
Musst Du nicht. Du darfst einen Namen auch ohne Eintragung verwenden, solange er niemandem gehört. Eine Marke lohnt sich, wenn Dein Kurs über Jahre läuft und der Name zum Aushängeschild wird.
| Land | Was es kostet | Was dafür drin ist |
|---|---|---|
| Deutschland, Anmeldung | 290 € elektronisch, 300 € auf Papier | bis zu drei Klassen, jede weitere 100 €, Schutz für zehn Jahre |
| Deutschland, Verlängerung | 750 € | bis zu drei Klassen, jede weitere 260 €, wieder zehn Jahre |
| Österreich, Recherche | 105 € | Ähnlichkeitsrecherche für fünf Klassen, jedes weitere Paket von bis zu zehn Klassen 25 €. Ergebnis per E-Mail laut Amt nach Möglichkeit binnen 24 Stunden, Samstag, Sonntag und Feiertage zählen nicht mit. Geprüft werden österreichische Marken, EU-Marken und internationale Marken mit Schutz in Österreich oder der EU. Deutsche Marken sind nicht dabei. |
Zur österreichischen Recherche eine Warnung, die man leicht überliest: Für 105 Euro sucht das Amt für Dich und schickt einen Bericht, das spart Dir die eigene Suche. Geprüft werden dabei aber nur österreichische Marken, EU-Marken und internationale Marken mit Schutz in Österreich oder der EU. Deutsche Marken, die nur in Deutschland eingetragen sind, sind nicht dabei.
Wenn Du also in Deutschland sitzt oder dort verkaufen willst, ersetzt diese Recherche Deinen Blick ins DPMAregister nicht. Umgekehrt gilt dasselbe: Wer in Österreich verkauft, muss trotzdem die deutschen Marken ansehen, weil Deine Kunden beide Länder nicht auseinanderhalten.
Wo meine Auskunft endet: Ich bin kein Anwalt. Was oben steht, hilft Dir beim ersten Nachsehen und beim Einschätzen, ob Du ein Problem haben könntest.
Wenn Du einen Treffer findest, der Deinem Namen ähnelt, oder wenn viel Geld an dem Namen hängen wird, dann ist das der Moment für eine Stunde beim Fachanwalt. Eine Stunde Beratung kostet weniger als eine Abmahnung.
Diese Wörter im Namen haben Folgen
Manche Wörter klingen nach Qualität und ziehen genau deshalb Regeln nach sich. Liegt Dein Beruf im Gesundheits-, Heil- oder Beratungsbereich, lies dieses Kapitel bitte zu Ende, denn dort sind die Regeln strenger als anderswo.
- Geschützte Titel und Abschlüsse: Diplom, Bachelor, Master, Hochschule, Universität. Die darfst Du nicht vergeben und solltest sie auch nicht andeuten.
- Geschützte Berufsbezeichnungen: Je nach Land und Beruf gehören dazu Heilpraktiker, bestimmte Therapeutenbezeichnungen und der Meistertitel im Handwerk. Wenn Du die Bezeichnung selbst führen darfst, ist das keine Stolperstelle, sondern Dein stärkstes Argument, dann gehört sie in den Namen, und zwar gern. Heikel wird es in zwei Fällen: wenn Du sie führst, ohne sie führen zu dürfen, oder wenn der Kursname so klingt, als dürften Deine Teilnehmer nach dem Kurs selbst behandeln.
- Versprochene Ergebnisse: „leicht gemacht“, „garantiert“, „schmerzfrei“, „nie wieder“, „heilt“. Das sind keine verbotenen Wörter, aber Zusagen, und Du wirst an ihnen gemessen. Wer eine Wirkung auf Krankheiten oder Beschwerden in Aussicht stellt, bewegt sich außerdem im Werberecht für Gesundheitsleistungen, und das ist der Punkt, an dem ich Dir ausdrücklich zu einer Stunde Beratung rate. Das ist der Fehler, den Fachleute aus Heilberufen am häufigsten machen. Nicht „Diplom“, auf das käme von denen niemand, sondern das freundliche „leicht gemacht“.
- Behauptete Prüfungen: „zertifiziert“, „geprüft“, „staatlich anerkannt“. Die Rückfrage lautet immer: von wem? Ohne eine Stelle dahinter kann Dir das jemand vorhalten.
- Fremde Marken: IHK, TÜV und ähnliche Kürzel stehen für Stellen, die Deinen Kurs nicht geprüft haben.
- Ausbildung, Lehrgang, Fernkurs: Diese Wörter benennen genau das, was in Deutschland das Fernunterrichtsschutzgesetz regelt. Wenn Dein Kurs über längere Zeit läuft und Du den Lernerfolg überwachst, kann daraus eine Zulassungspflicht werden.
Zum letzten Punkt noch ein Wort, weil die Frage mehr Leute betrifft, als man denkt. Zuständig dafür ist in Deutschland die Zentralstelle für Fernunterricht, kurz ZFU. Ob Dein Kurs dort eine Zulassung braucht, hängt vor allem daran, ob Du den Lernerfolg Deiner Teilnehmer überwachst, ob Du also korrigierst, prüfst und zurückmeldest.
Ein Kurs aus Videos, die man sich selbst ansieht, ist etwas anderes als eine betreute Ausbildung. Wo genau die Grenze liegt und was eine Fragerunde oder eine Teilnehmergruppe daran ändert, habe ich hier aufgeschrieben: Angst vor der ZFU? Das musst Du als Online-Kurs-Ersteller wissen.
Keines dieser Wörter ist verboten. Es geht darum, dass Du vorher weißt, was Du damit auslöst, statt es hinterher zu erfahren.
Was passiert, wenn Du den Namen später änderst?
Diese Frage habe ich in keinem anderen Ratgeber zum Thema gefunden, dabei ist sie genau die, die Leute lähmt. Die Angst, sich falsch zu entscheiden, hält mehr Kurse zurück als jede Technik.
Also der Reihe nach: Du kannst den Namen ändern. Arbeit macht es, ein Unglück ist es nicht.
Wenn Du noch nichts verkauft hast, kostet Dich eine Änderung fast nichts. Von den fünf Zeilen in der Tabelle unten treffen Dich dann nämlich vier überhaupt nicht: Es gibt keine verkauften Zugänge, keine laufenden Abos, keine ausgestellten Bestätigungen und niemand hat über Deinen Kurs geschrieben. Übrig bleibt die erste Zeile, und die heißt „Text ändern“.
Wenn Du also seit Wochen über dem Zettel sitzt: Entscheide Dich heute für den besten Deiner Vorschläge und fang an. Teuer wird eine Änderung erst, wenn Dein Kurs läuft, und dann bist Du schon viel weiter als jetzt.
Betroffen sind diese Stellen:
| Was betroffen ist | Wie schlimm | Was Du tust |
|---|---|---|
| Deine Verkaufsseite | leicht | Text ändern. Wenn sich die Adresse ändert, eine Weiterleitung einrichten, damit alte Links nicht ins Leere laufen. |
| Bereits verkaufte Zugänge | leicht | Deine Teilnehmer behalten den Zugang. Schreib ihnen eine kurze Mail, sonst wundern sie sich. |
| Laufende Rechnungen und Abos | mittel | Die Bezeichnung in Deinem Zahlungsanbieter anpassen, damit die Käufer auf dem Kontoauszug erkennen, wofür sie zahlen. |
| Ausgestellte Teilnahmebestätigungen | mittel | Alte bleiben, wie sie sind. Niemand nimmt daran Anstoß, solange Du auf Nachfrage erklären kannst, dass es derselbe Kurs ist. |
| Was andere über Dich geschrieben haben | dauerhaft | Erfahrungsberichte, Empfehlungen und Erwähnungen tragen weiter den alten Namen. Das kannst Du nicht einsammeln. |
Der Punkt ganz unten ist der eigentliche Grund, warum man sich früh entscheiden sollte: Sobald andere über Deinen Kurs sprechen, lebt der alte Name weiter.
Wo der Name danach überall auftaucht, siehst Du am deutlichsten auf Deiner Verkaufsseite. Dort steht er in der Überschrift, im Seitentitel und in jedem Knopf.
Soll Dein eigener Name in den Kursnamen?
Wenn Du seit zwanzig Jahren in Deinem Beruf arbeitest, ist Dein Name in Deiner Region vermutlich etwas wert. Dann liegt es nahe, ihn zu verwenden. Es gibt dafür gute Gründe und einen handfesten dagegen.
- Dafür: Wer Dich kennt, erkennt den Kurs sofort. Deine Reputation überträgt sich. Und der Name ist mit Sicherheit noch frei.
- Dagegen: Der Kurs hängt an Dir. Du kannst ihn nicht verkaufen, nicht übergeben und nur schwer jemandem anderen zum Betreuen geben. Wenn Du in zehn Jahren aufhören willst, hört der Kurs mit auf.
Mein Vorschlag als Mittelweg: Der Kurs bekommt einen eigenen Namen, und Dein Name steht als Absender daneben. „Rückenfrei in 8 Wochen, von Martina Berger“ trägt beides, Deine Reputation und einen Namen, der auch ohne Dich funktioniert.
So mache ich es selbst: Meine Kurse heißen nicht nach mir, aber sie laufen alle unter 365digital.de, und dahinter stehe sichtbar ich.
Was ist mit den Namensgeneratoren?
Es gibt Werkzeuge im Netz, die Dir auf Knopfdruck Dutzende Namen ausspucken. Ich habe sie früher an dieser Stelle empfohlen und bin davon abgekommen.
Der Grund ist einfach: Sie sind fast alle für den englischsprachigen Raum gebaut und liefern entsprechend englische Fantasienamen. Für einen deutschsprachigen Kurs, den eine Physiotherapeutin ihren Patientinnen empfehlen soll, passt das selten.
Wenn Du trotzdem Anregungen sammeln willst, dann nimm lieber einen der KI-Chats, die es kostenlos im Browser gibt: ChatGPT, Claude oder Gemini, egal welchen.
Du tippst dort einfach einen Satz hinein wie: „Ich habe einen Online-Kurs über ___ für ___. Danach können die Teilnehmer ___. Gib mir zwanzig deutsche Namensvorschläge mit höchstens vier Wörtern.“ Die Vorschläge wirfst Du dann oben in den Prüfstand. Das Sortieren ist die Arbeit, nicht das Erzeugen.
Kurzvideo dazu, dass der erste Versuch nicht perfekt sein muss. Alles Wichtige daraus steht auch hier auf der Seite.
Für wen dieser Aufwand nicht lohnt
Drei Fälle, in denen Du Dir die Mühe sparen kannst.
- Dein Kurs existiert noch nicht. Dann ist der Name das kleinste Deiner Probleme. Nimm einen Arbeitstitel und schreib erst den Kurs, am besten entlang der Schritte im Beitrag zum Erstellen eines Online-Kurses. Der richtige Name fällt Dir beim Schreiben oft von selbst ein.
- Du verkaufst nur an bestehende Kunden. Wer Deine Praxis oder Deine Werkstatt kennt, sucht nicht nach dem Kursnamen, sondern nach Dir. Dann reicht eine schlichte Beschreibung, und Dein eigener Name darf ruhig darin stehen. Was das langfristig bedeutet, steht oben im Kapitel zu Deinem Namen im Kurstitel. Kurz gesagt: Es ist der naheliegende Weg, aber Du kannst den Kurs später nicht weitergeben.
- Du testest gerade erst, ob jemand kauft. Für die ersten zehn Teilnehmer ist der Name egal. Wichtig wird er, wenn Fremde ihn weitererzählen sollen.
Dein Fahrplan zur Namensfindung: was Du diese Woche tun kannst
| Tag | Was Du machst | Ergebnis |
|---|---|---|
| Montag | Schreib zehn Namensvorschläge auf einen Zettel. Ohne Nachdenken, auch die albernen. Hast Du schon einen Zettel, überspring diesen Tag und fang beim Dienstag an. | Rohmaterial, aus dem sich auswählen lässt. |
| Dienstag | Schick jeden davon durch den Prüfstand weiter oben und leg sie mit dem Knopf nebeneinander. | Eine Liste, die Du vergleichen kannst. Aus zehn werden drei. |
| Mittwoch | Such die drei in den Markenregistern. Zehn Minuten je Name, nach der Anleitung weiter oben: Name eingeben, wichtigstes Wort eingeben, dann auf Klasse 41 und lebende Marken schauen. | Du weißt, ob einer davon jemandem gehört. |
| Donnerstag | Stell die übrigen Namen drei Leuten aus Deiner Zielgruppe vor und stell die drei Fragen aus Tipp 8. Nicht Deine eigenen Kunden oder Patienten, dafür ist die Preisfrage zu heikel. Nimm frühere Kunden, eine Kollegin mit ähnlichem Publikum oder eine Gruppe im Netz, in der Deine Zielgruppe sitzt. | Du hörst, was andere erwarten. |
| Freitag | Entscheide Dich und schreib auf, warum nicht für die anderen. | Eine Entscheidung, die hält, und kein Grübeln am Samstag. |
Und wenn der Name steht?
Dann beginnt der Teil, der tatsächlich Arbeit macht. Wie Du aus Deinem Wissen einen Kurs machst, den jemand kauft, schicke ich Dir in einer kostenlosen E-Mail-Serie. Am Ende steht ein Angebot von mir.
Du gibst nur Deine E-Mail-Adresse an. Ich gebe sie nicht weiter, und abmelden kannst Du Dich mit einem Klick.
Fazit: Wie Du den Namen für Deinen Online-Kurs findest
Der Name entscheidet nicht allein über den Erfolg Deines Kurses. Aber er entscheidet darüber, ob jemand überhaupt klickt, ob er sich den Kurs merkt und ob er ihn weitererzählen kann.
Drei bis vier Wörter, ein erkennbares Ergebnis, keine Wörter mit rechtlichen Folgen, und vorher einmal in den Markenregistern nachgesehen. Mehr braucht es nicht.
Und wenn Du Dich nach all dem immer noch nicht entscheiden kannst: Nimm den Namen, den Du Deiner besten Kundin am Telefon ohne Zögern sagen würdest. Der ist meistens der richtige.
Und, wie soll nun Dein Meisterwerk heißen? Nachdem Du Deinem Online-Kurs einen passenden Namen gegeben hast, geht es an die Erstellung eines marktfähigen Kurses, denn nur mit einem tollen Namen alleine wirst Du noch kein Geld verdienen. Wo Du ihn dann verkaufst, steht im Plattformvergleich.
Wie soll Dein Kurs heißen, und woran hängst Du gerade? Schreib es mir in die Kommentare, ich lese jeden einzelnen.
Häufige Fragen
Wie finde ich einen Namen für meinen Online-Kurs?
Schreib zuerst zehn Vorschläge ungefiltert auf. Prüf sie dann auf drei Dinge: Sind es höchstens drei bis vier Wörter? Erkennt ein Fremder daran, was er bekommt? Steht ein Wort darin, das rechtliche Folgen hat? Was übrig bleibt, legst Du drei Leuten aus Deiner Zielgruppe vor.
Wie lang darf ein Kursname sein?
Drei bis vier Wörter sind die bewährte Länge. In Zeichen gerechnet wird es ab etwa 45 Zeichen im Google-Ergebnis eng, und in der Betreffzeile einer E-Mail sind am Handy je nach Gerät nur rund 30 bis 45 Zeichen zu sehen. Enger wird es an keiner anderen Stelle.
Muss ich meinen Kursnamen als Marke anmelden?
Nein. Du darfst einen Namen verwenden, solange er niemand anderem gehört. Eine Marke lohnt sich, wenn der Kurs über Jahre läuft und der Name zu Deinem Aushängeschild wird. In Deutschland kostet die Anmeldung 290 Euro elektronisch für bis zu drei Klassen, der Schutz gilt zehn Jahre.
Wie prüfe ich, ob ein Kursname schon geschützt ist?
Kostenlos in den Registern der Ämter: DPMAregister für Deutschland, die Selbstrecherche des Österreichischen Patentamts, TMview für die gesamte EU. Für Online-Kurse ist die Klasse 41 zuständig. Wichtig: Das Deutsche Patent- und Markenamt schreibt selbst, dass es im Anmeldeverfahren nicht überprüft, ob bereits ähnliche oder identische Marken eingetragen sind. Diese Prüfung bleibt an Dir.
Darf ich „Ausbildung“ oder „Zertifikat“ in den Kursnamen schreiben?
Verboten ist es nicht, aber es hat Folgen. „Ausbildung“, „Lehrgang“ und „Fernkurs“ benennen genau das, was in Deutschland das Fernunterrichtsschutzgesetz regelt, und können eine Zulassungspflicht auslösen. „Zertifikat“ und „geprüft“ werfen die Frage auf, wer geprüft hat. Geschützte Titel wie Diplom, Bachelor oder Master darfst Du nicht vergeben.
Was passiert, wenn ich den Kursnamen später ändere?
Es geht, und es ist keine Katastrophe. Verkaufsseite und Rechnungsbezeichnung passt Du an, für alte Links richtest Du eine Weiterleitung ein, und Deine bestehenden Teilnehmer bekommen eine kurze Mail. Was Du nicht ändern kannst, sind bereits ausgestellte Teilnahmebestätigungen und alles, was andere über Deinen Kurs geschrieben haben.
Soll mein eigener Name im Kursnamen vorkommen?
Das hängt davon ab, was Du vorhast. Dein Name überträgt Deine Reputation und ist garantiert frei, bindet den Kurs aber an Dich: verkaufen oder übergeben lässt er sich dann kaum. Ein Mittelweg ist ein eigenständiger Kursname mit Deinem Namen als Absender daneben.
Brauche ich eine eigene Domain für meinen Online-Kurs?
Nur wenn Du einen einzelnen Kurs separat vermarkten willst. Wenn Du mehrere Kurse anbietest, ist eine einzige bekannte Adresse mehr wert als fünf unbekannte. Ich verkaufe alle meine Kurse über eine Unterseite meiner Hauptadresse, jeder mit eigener Verkaufsseite.
Gelten diese Regeln auch für Seminare, Workshops und Sprachkurse?
Ja, mit einer Einschränkung. Länge, Muster und die Wörter mit rechtlichen Folgen gelten für jedes Bildungsangebot gleich, ob es Kurs, Seminar, Workshop oder Training heißt. Beim Sprachkurs kommt eine Besonderheit dazu: Dort sucht man meistens nach Sprache und Niveau, also gehören beide in den Namen. Und je näher Dein Angebot an einer betreuten Ausbildung liegt, desto genauer solltest Du die Zulassungsfrage klären.
Wie lange dauert die Namensfindung für einen Online-Kurs?
Eine halbe Stunde für den ersten Durchgang, eine Woche, wenn Du den Fahrplan oben abarbeitest. Wenn Du länger brauchst, liegt das selten am Namen und meistens an der Angst, sich falsch zu entscheiden. Dagegen hilft die nüchterne Rechnung: Solange Du noch nichts verkauft hast, kostet Dich eine spätere Änderung nur etwas Textarbeit.
Was taugen Namensgeneratoren für Online-Kurse?
Wenig, wenn Du deutschsprachig unterwegs bist. Die meisten sind für den englischen Markt gebaut und liefern englische Fantasienamen. Nützlicher ist es, einen kostenlosen KI-Chat im Browser mit Thema, Zielgruppe und Ergebnis zu füttern, höchstens vier Wörter je Vorschlag zu verlangen und die Ergebnisse danach selbst zu sortieren.

